Alle Artikel in: Bauer Willi

Sprachlos…

Nein, damit meine ich jetzt nicht die Europawahl, sondern die Tatsache, dass meine kritische Meinungsäußerung zu den Grünen von Samstag morgen von Facebook am Sonntag Mittag gelöscht wurde. Das alles ohne Hinweis, warum. Es ist das erste Mal in den nun viereinhalb Jahren, in denen ich im Netz unterwegs bin, dass mir dies passiert ist. Ich bin sprachlos, geschockt, traurig und derzeit auch etwas mutlos. Ich kann mir diese Reaktion nicht erklären. Der Artikel war bis dahin 770 mal gelikt, 440 mal geteilt worden und 195 mal kommentiert worden. Laut Facebook-Angabe hatte er bis dahin rund 53.000 potentielle Leser erreicht. Die große Zahl der meist zustimmenden Kommentare hat mir gezeigt, dass meine Ansichten ganz überwiegend geteilt wurden. Man kann nun viel spekulieren, was zur Löschung geführt hat. Ich will mich an solchen Spekulationen nicht beteiligen, sondern überlege seit Stunden, wie ich mit diesem Vorgang umgehen soll? Ich fühle mich in meiner freien Meinungsäußerung eingeschränkt. Wie soll ich damit umgehen, dass ein Youtube-Video, das, kurz vor der Wahl, zur Zerstörung eines gewissen Parteienspektrums aufruft, millionenfach gesehen …

Die grüne Alternative für Deutschland

Die Grünen sehen sich als die Alternative für Deutschland auf der anderen Seite des Parteienspektrums. Anders als die AfD generieren sie ihr Wählerpotential aus dem gehobenen Bürgertum, aus akademischen Kreisen, aus Menschen, die eher mit dem Kopf als den Händen arbeiten. Handwerker oder Landwirte gehören eher nicht zu ihrem Wählerklientel. Die Grünen wollen die Gesellschaft verändern, Strukturen umbauen, kurz: die Welt besser machen. Sie meinen erkannt zu haben, was alles schief läuft und sind sehr gut in der Analyse. Sie weisen beständig darauf hin, was man unbedingt verändern müsste und was die gegenwärtige Regierung alles falsch macht. Nachdem Anton Hofreiter mit seiner doch eher plumpen Art und Frau Künast mit ihren depressiven Äußerungen beim Publikum nicht so richtig angekommen sind, hat man die Spitze der Partei nun mit einem jugendlich erscheinenden Soziologen mit Drei-Tage-Bart und kesser Frisur sowie einer jungen, hübschen Frau mit heller Stimme und flotter Sprache ausgetauscht. Faktisch das personelle Gegenmodell zur bisherigen Führung. Jürgen Trittin scheint ganz aus dem Rennen zu sein nach seinem Fehltritt mit der Kugel Eis in der Stromrechnung. …

Europawahl 2019

Ich wähle diesmal die Europäische Bauern Partei EBP. Wer ist die EBP? Die Europäische Bauern Partei vertritt alle europäischen Bauern, egal ob klein oder groß, bio oder konventionell, Ackerbauer oder Tierhalter, evangelisch, katholisch, jüdisch, muslimisch oder konfessionslos. Nur Bauer muss er/sie/es sein, kein Konzern, kein Investor, kein Flughafenbetreiber oder ähnliches. Er/sie/es muss also richtig arbeiten. Und das mit Hand, mit Hirn, mit Herz, mit Umsicht, mit Weitsicht, mit Gefühl, mit Verantwortung. Sei es nun als Voll- oder Nebenerwerbsbauer. Oder in der höchsten Steigerungsstufe: als Bäuerin! Die EBP ist unabhängig von jeglichen Verbänden. Sie hält keine Funktionen bei Unternehmen oder Interessengruppen des vor- und nachgelagerten Agrarbereichs inne. Sie ist einzig und allein dem Wohl der Bauern verpflichtet. Vorbehaltlos, ohne Wenn und Aber. Sie passt in keine Schublade. Sie ist weder rechts noch links, sie versteht sich weder als konservativ, sozialistisch noch liberal. Sie folgt dem Prinzip des gesunden Menschenverstandes. Sie ist nicht populistisch, sondern populär! Bei der EBP steht Wissenschaft vor Esotherik. Zwei plus zwei ist vier und auch die Einrichtung von Arbeitskreisen wird das nicht …

Eine Metzgerei macht dicht

Ein Metzger erzählt einer Redakteurin des „Spiegel“ von Schulden, Ängsten – und lügenden Kunden. Und warum er seinen Laden schließen musste. Ähnlichkeiten? https://www.spiegel.de/karriere/lebensmittelhandwerk-schliessung-von-metzgereien-und-baeckereien-a-1264549.html

Das Vorsorge-Prinzip

Wenn man sich die Talkshows ansieht oder auch Zeitungsartikel liest, so taucht dort immer wieder aus bestimmten Kreisen der Begriff „Vorsorge-Prinzip“ auf. Nicht nur bei landwirtschaftlichen Themen sondern bevorzugt, wenn es um Umweltschutz im Allgemeinen oder im Besonderen geht. Wenn man nicht weiß, was ein Begriff bedeutet, bedient man sich dem allwissenden Wikipedia. Dort ist dann zu lesen: (Auszug) „Danach sollen die denkbaren Belastungen bzw. Schäden für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit im Voraus (trotz unvollständiger Wissensbasis) vermieden oder weitestgehend verringert werden. Es dient damit einer Risiko- bzw. Gefahrenvorsorge. Eine einheitliche Definition dieses Begriffes existiert nicht. Dem Vorsorgeprinzip steht als Gegensatz das Wissenschaftsprinzip (auch Risikoprinzip genannt) gegenüber, nach dem nur solche Risiken betrachtet werden sollen, die wissenschaftlich belegbar sind.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgeprinzip Etwas weiter unten ist dann die Definition der UN-Generalversammlung zu lesen: „Bei Maßnahmen, die sich auf komplexe Systeme beziehen, die noch nicht voll verstanden worden sind und bei denen die Folgewirkungen von Störungen noch nicht vorausgesagt werden können, könnte der Vorsorgeansatz als Ausgangsbasis dienen.“ Allerdings wurden drei Grundsätze formuliert: Die Anwendung des Prinzips sollte …

Mutterkühe, Weidehaltung, Familienbetrieb: Im Wolfsgebiet unmöglich!?

Hier sind Juristen gefragt. Und Beamte mit gesundem Menschenverstand. Bitte den Artikel weitergeben. Die Familie weiß nicht mehr weiter. Vor wenigen Tagen erreichte mich eine Mail von Michael aus Meck-Pomm. Mit seiner Familie hält er dort in einem bäuerlichen Familienbetrieb eine Herde mit 130 Mutterkühen (plus Nachzucht). Diese Herde läuft auf mehreren Weiden verteilt, die größte umfasst 38 Hektar. Die Weide ist mit einem Stacheldraht in ca. 80 cm Höhe umzäunt der als Elektrozaun dient. (Siehe Foto) Lediglich entlang der Bundesstraße sind es drei Drähte, die einen Ausbruch und eine Gefährdung des Verkehrs seit Jahrzehnten verhindern. Damit man eine Vorstellung davon bekommt, wie lang die Weidezäune sind: wir reden von insgesamt mehr als 13 Kilometer! Das sind 13.000 m! Zu Fuß mehr als zwei Stunden! Auf dem Hof von Michael war gerade eine Cross-Compliance-Kontrolle. Zum Thema Weidezaun hat er folgendes Schreiben bekommen, aus dem ich nur ausschnittsweise zitiere: (Vorsicht, Amtsdeutsch) „Eine Einzäunung von Weiden darf keine erhöhte Verletzungsgefahr für die Tiere darstellen. Sie muss nach ihrer Bauweise, den verwendeten Materialien und ihrem Zustand so beschaffen …

Bienengefährlich

Es wird ja viel über die Wirkung von Insektiziden auf die Artenvielfalt diskutiert. Und da ist ja auch was dran. Ein Beispiel dafür ist Spinosad, ein Insektizid, dass u.a. gegen Kartoffelkäfer eingesetzt wird. Produkte mit Spinosad wirken auch gegen andere Schadinsekten wie z. B. Lepidoptera (Schmetterlinge), Diptera (Fliegen), Hymenoptera (Hautflügler), Thysanoptera (Fransenflügler) oder Coleoptera (Käfer). Es beeinflusst die neuronale Aktivität im Nervensystem der Schadorganismen. Die Wirkung setzt bereits einige Stunden nach der Behandlung ein und führt zu einer vollständigen, irreversiblen Lähmung des Schädlings. Die Aufnahme des Wirkstoffes erfolgt durch Fraßaktivitäten sowie durch Kontakt mit dem Wirkstoff. Spinosad ist bienengefährlich, giftig für Algen, Fische und Fischnährtiere und sehr giftig für Wasserorganismen. Es kann in Gewässern längerfristig schädliche Auswirkungen haben. https://oekologischerlandbau.julius-kuehn.de/index.php?menuid=56 Nicht weniger giftig sind Pyrethrine Es ist ein Kontaktgift, welches in die Insektenkörper eindringt und als Nervengift wirkt. Die Symptome sind starke Erregung, gefolgt von Koordinationsstörungen, Lähmung u. schließlich Tod. Die Anfangswirkung setzt dabei sehr schnell ein, d. h. das Insekt ist innerhalb weniger Minuten bewegungsunfähig. Pyrethrum ist giftig für alle Insektenarten, auch für Nützlinge, wenn diese …

Faire Bananen – oder – der Kunde macht nicht mit

Am 25. April hatte ich über das Engagement von Lidl bezüglich fair gehandelter Bananen berichtet. Dieses Engagement geht aber nicht auf und so zieht Lidl die Konsequenzen. Dazu ein Zitat aus von Klaus Gehrig, Chef der Schwarz-Gruppe, aus der FAZ: „Der Kunde kauft anders ein, als er redet“, sagte Gehrig. Mit der fairen Banane würde Lidl kaum Gewinne machen. Rund 90-Prozent des Umsatzes würde noch immer über die konventionelle Frucht erwirtschaftet. Faire Bananen sollen aber weiterhin im Angebot bleiben. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/lidls-fair-gehandelte-banane-floppt-16192800.html https://www.tag24.de/nachrichten/fairtrade-wollen-nicht-alle-kunden-lidl-muss-zurueckrudern-neckarsulm-1070444 https://www.stern.de/panorama/lidl-muss-bei-fairtrade-bananen-zurueckrudern-8715382.html

Mai kühl, aber nicht nass… (Video von Feld)

Ich bin etwas frustriert. Unsere Zuckerrüben wollen einfach nicht wachsen. Es ist zu kalt. Und Regen fehlt auch immer noch. Bisher im Mai 36 mm, aber der Mai ist ja der Monat, in dem die Pflanzen viel Wasser benötigen. Am Wochenende sind Temperaturen um die 20 Grad angesagt. Und Gewitter. Wäre schön, wenn wir davon etwas abbekommen würden. Aber bitte kein Unwetter mit Hagel… Ja, den Bauern ist es nie recht. Bauer Willi Ach so, das Titelbild. Da hat es beim Anschluss-Fahren mit der Spritze nicht geklappt. Sind aber nur ein paar Quadratmeter. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren