Alle Artikel in: Bauer Willi

Über Satire kann ich schmunzeln…

…aber der heute Show scheinen die Ideen auszugehen. Oder wie soll man es sich anders erklären, wenn nahezu in jeder zweiten Sendung ein Thema aus oder über die Landwirtschaft für Lacher herhalten soll? Klar, Satire darf und muss übertreiben. Sie soll bewusst Dinge anprangern, von denen jeder weiß, dass sie nicht in Ordnung sind. Was Satire nicht darf: die Unwahrheit sagen. Doch das genau passiert laufend. Einem Faktencheck wie bei Frank Plasberg (ARD) würden viele Aussagen in der heute Show (ZDF) nicht bestehen. Ob Glyphosat, Nitrat und Gülle oder das Artensterben: die Informationen werden so plakativ und verkürzt dargestellt, dass zum Schluss immer ein Schuldiger gefunden wird. Das mag zwar Lacher provozieren, aber mehr auch nicht. Und auf Dauer langweilt mich das, weil das Muster immer das gleiche ist. Übrigens auch dann, wenn es um andere Themen geht. Dass Herr Welke sich nicht ganz wohl in seiner Rolle fühlt, kann man auch seinem Gesicht ansehen. Mich erinnert die Mimik an Bill Clinton und seine Aussage: „I did not have sexual relations with that woman“.  Das …

Sehr geehrte Ministerin Schulze

Bildquelle: Twitter SvenjaSchulze68 Da ich noch keine Antwort von Frau Schulze und dem BMU auf mein Schreiben vom März erhalten habe, habe ich mir erlaubt, sie daran zu erinnern. Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze Mit Datum vom 10. März diesen Jahres habe ich Ihnen und Ihrer Ministerkollegin Klöckner einen Brief zukommen lassen, in dem ich auf meine Petition „Gemeinsam für Bienen und Klima“ hinweise und Sie um Ihre Stellungnahme ersuche. Hier noch einmal der Link zur Petition: https://www.change.org/p/bundesumweltministerium-gemeinsam-f%C3%BCr-bienen-und-klima Mittlerweile ist die Petition von über 110.000 Menschen unterschrieben worden. Im April hat Frau Ministerin Julia Klöckner mit einem sehr ausführlichen persönlichen Brief geantwortet. Und das, obwohl die Petition nicht an das BMEL sondern an Ihr Haus, das BMU gerichtet war. Sollte der Brief in Ihrem Hause nicht mehr auffindbar sein, so können Sie ihn hier nachlesen: https://www.bauerwilli.com/liebe-frau-ministerin-schulze-liebe-frau-ministerin-kloeckner/ Artenschutz kann nicht von den Landwirten alleine geschafft werden, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb habe ich auch an einer Tagung des BfN, dass ja an Ihr Haus, das BMU berichtet, teilgenommen. Die sehr konstruktiven Ergebnisse der Diskussionen zwischen …

Der Markt entscheidet

In Österreich wird die Bio-Landwirtschaft sehr unterstützt und sie hat mittlerweile eine wahrnehmbare Größe erreicht. Doch die Erzeugung von Bio-Lebensmitteln ist nicht alles. Angebot und Nachfrage müssen zueinander passen. Ich habe mal die Lagerbestände von Bio-Getreide in eine Zeitreihe gestellt. Die Daten werden von der AMA (AgrarMarktAustria) bereitgestellt. https://www.ama.at/Marktinformationen/Getreide-und-Olsaaten/Marktbericht Ich habe als Stichtag für jedes Jahr den Februar genommen, weil aktuellere Zahlen für 2019 noch nicht vorliegen. Es sei allen Bio-Bauern gegönnt, dass sich die steigenden Lagerbestände (Marktsättigung?) nicht in einem Preisrückgang bemerkbar machen. Bauer Willi

Wahl-O-mat mal anders

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) bietet auch zur Europawahl wieder den Wahl-o-mat mit insgesamt 38 Fragen an. Ich habe jetzt mal so getan, als wollte ich die Grünen wählen und habe dazu bewusst nur die Thesen selektiert, von denen ich annehme, dass diese Partei dort eine starke Präferenz hat. Diese waren EU-weite Bürgerentscheide CO2-Ausstoß Bio-Landwirtschaft Finanztransaktionssteuer Gentechnik Entwicklungshilfe Frauenquote Atomkraftwerke Tierversuche Besteuerung Unternehmen Gleichgeschlechtliche Ehe LKW-Maut Christliche Wertegemeinschaft Steuer auf Plastik Fischfangquoten Wahl mit 16 Alle anderen Thesen habe ich übersprungen, also nicht beantwortet. In die Liste der Auswertung habe ich nur die Parteien aufgenommen, die heute im Bundestag vertreten sind. Das Ergebnis sieht man im Titelbild. Ich war schon überrascht, dass ich mit meiner Auswahl sogar eine 100%ige Übereinstimmung mit den Grünen „geschafft“ habe. Interessant aber auch, wie nahe Linke und  SPD dem Ergebnis der Grünen kommen. Noch einmal: ich habe bewusst Thesen selektiert. Dann habe ich den Test noch einmal gemacht. Diesmal habe ich alle Thesen bewertet, so wie sie meinen Überzeugungen entsprechen. Ich habe diesmal keine ausgelassen, wohl aber welche mit …

Was das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) tun soll…

Manchmal ist es gut, wenn man einen Politiker oder eine Politikerin an ihre Worte erinnert. Hier die Rede von Renate Künast zur Einführung des Leiters des BfR, Prof. Hensel. Frau Künast hat in ihrer Zeit als Bundesministerin maßgeblich mit dazu beigetragen, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung gegründet wurde. https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/rede_der_bundesministerin.pdf Den vollen Wortlaut findet ihr im Link. Hier ein paar Auszüge aus der Rede von Frau Künast. Wer Risiken bewertet, muss in erster Linie zwei Dingen verpflichtet sein: Den Grundsätzen der Wissenschaft und der Verantwortung gegenüber den Menschen. Wer Risiken bewertet, muss das unvoreingenommen tun können – ohne Schere im Kopf. Es ist keinen anderen Kriterien außer denen der Wissenschaft verpflichtet. das Gegenteil von Leugnen ist die offene und ehrliche Kommunikation. Zwei Dinge sind neu: 1. Auch Erkenntnislücken müssen offengelegt werden. 2. Wir brauchen den offenen Dialog mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern. (Das BfR muss sein) Erstens unabhängig von politischen Erwägungen, zweitens unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und drittens auch unabhängig von den Anforderungen des Krisenmanagements. Gerade in der gegenwärtigen Diskussion um die Landwirtschaft würde ich mir …

Zum Schutz der Insekten

Nein, ich will mich nicht über das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ lustig machen. Ich habe mich nur gefragt, wie die Abstimmung ausgegangen wäre, wenn man nicht die Bienen zum Aufhänger gemacht hätte, sondern andere Insekten. Die Biene Maja ist mir ja schon deshalb sympathisch, weil ihr Freund Willi heißt. Das verbindet. Nun sind die Honigbienen nicht vom Aussterben bedroht, denn es handelt sich um ein Nutztier, so wie Kühe, Schweine oder Hühner. Sie werden vom Menschen gehalten, gepflegt und wir essen ihren Honig. Sie haben daher auch eine starke Lobby, nicht nur bei den Imkern. Schmeißfliegen, Kakerlaken, Stechmücken und Zecken haben diese Lobby nicht. Letztere können sogar gefährliche Krankheiten übertragen weshalb sie „unerwünscht“ sind. Auch bei Blattläusen scheiden sich die Geister und so gibt es im Gartenmarkt zahlreiche Mittelchen, um diese aus den eigenen Rosen zu „entfernen“. Und das nur, damit die Rosen schön aussehen. Einen wirtschaftlichen Effekt hat das ja nicht. Spinnen und Bettwanzen sind auch nicht sonderlich beliebt. Man könnte jetzt noch über Ameisen auf der Veranda, Fliegen im Haus, Motten im Kleiderschrank …

Glyphosat und die Werbe-Einnahmen…

Wenn es um Werbe-Einnahmen geht, scheinen die Rundfunksender nicht besonders empfindsam zu sein. So hat der NDR wohl keine Probleme damit, einen Werbespot der Firma SBM zu senden, in dem Werbung für das Produkt Permaclean gemacht wird. https://www.zeit.de/2019/19/bayer-glyphosat-pflanzenschutzmittel-werbung-pharmakonzern-krise Permaclean wird im Haus- und Gartenbereich eingesetzt und enthält die Wirkstoffe Glyphosat, Flufenacet und Metosulam. Alle Wirkstoffe dürfen im landwirtschaftlichen Bereich nur eingesetzt werden, wenn ein Sachkundenachweis vorliegt. Einen Beigeschmack bekommt der Spot auch deshalb, weil darin zur Bevorratung des Produktes geraten wird weil „es das bald nicht mehr gibt„. (Siehe Link zum Artikel der „ZEIT“). Auf Nachfrage der ZEIT-Redaktion beim NDR antwortet der Geschäftsführer von NDR-Media: (Zitat) „der Spot sei durch die rechtliche Prüfung der ARD gelaufen und „für gut befunden“ worden.“ (Zitatende) Wie dem Artikel der ZEIT zu entnehmen ist, wurde der Spot wohl auch im Sendebereich des WDR ausgestrahlt. Sowohl NDR als auch WDR berichten häufig kritisch über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln („Pestiziden“) in der Landwirtschaft. Mein Kommentar: Irgendwas passt da nicht zusammen… Bauer Willi   Zur Info: Bei der Firma SBM handelt es …

Enkel-tauglich…

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Das sitzt man vor dem Fernsehen, sieht sich die ein oder andere Talkshow mit „Experten“ aus den verschiedensten Parteien oder Organisationen an und bleibt dann doch am Ende etwas ratlos zurück. Ich habe einmal nur einen kleinen Ausschnitt der Wünsche oder Forderungen aufgeschrieben, die mir in letzter Zeit so aufgefallen sind. Und die Liste ist bestimmt nicht vollständig. Energie Ausstieg aus der Kernenergie Ausstieg aus der Braunkohle Ausstieg aus der fossilen Mobilität Mehr Geld für Erneuerbare Energie Stabiler Strompreis Einführung einer CO2-Steuer   Landwirtschaft und Ernährung Keine Importe von Gen-Soja Keine Exporte in Entwicklungsländer und auf den Weltmarkt Mehr Bio-Landwirtschaft – besser finanziell fördern Agrar-Subventionen abschaffen Keine „Pestizide“ mehr Artensterben stoppen – mehr Biodiversität Hunger weltweit beseitigen Bäuerlichen Familienbetrieb erhalten Bezahlbare Lebensmittel   Wohnen und Verkehr 1,2 Mio. neue Wohnungen Keine Versiegelung der Landschaft Mehr Naturschutzgebiete Mehr Klimaschutz – klimaneutral bauen und dämmen Keine neuen Straßen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs Fliegen teurer machen   Soziales Höhere Löhne für Pflegekräfte, Erzieher… Mehr Kitas, Abschaffung der Kita-Gebühren Mindestlohn von 12 …

In eigener Sache…

Der eine kommt… In den letzten 9 Monaten ist viel gewachsen. Und seit gestern ist er da: unser erster Enkel! Wir freuen uns riesig mit den Eltern. Und die Uroma freut sich auch. Jetzt leben auf unserem Hof vier (!) Generationen. Wir sind dafür sehr dankbar. … der andere geht Nach über 4 Jahren guter Zusammenarbeit hat sich Alois vor einiger Zeit aus unserem Zweier-Team „Bauer Willi“ verabschiedet. Im Sinne der gegenseitigen Wertschätzung wünsche ich ihm – wohl auch in eurem Namen – alles Gute. Denkanstöße, Informationen und so manche provokanten Ansichten wird es – wie gewohnt – weiter geben… …aber vermutlich etwas reduzierter Zeit ist ein kostbares Gut. Meine neuen Pflichten als Großvater (klingt ja schon irgendwie ungewohnt) verlangen vermutlich in der nächsten Zeit mehr Aufmerksamkeit in der Einübung dieses neuen Aufgabenbereichs. Da ich die Arbeit in den sozialen Medien jetzt alleine mache, bitte ich um Verständnis, wenn das Freischalten von Kommentaren, die Antworten auf Mails oder andere persönliche Nachrichten etwas länger als gewohnt dauern können. Auch die Frequenz, mit der neue Artikel erscheinen, …

Hybrid-Landwirtschaft

Das Beste aus beiden Welten: Konventionell und Bio. Ein sehr sehenswertes Video (nicht nur für Bauern) über einen Querdenker und kritischen Geist. Die 7 Minuten sollte sich jeder gönnen… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren