Monate: Oktober 2018

Wo kommt unser Honig her?

Honig darf gemischt werden. Auf den meisten Verpackungen steht dann: „Aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“. Dazu gehören Süd- und Mittelamerika, aber auch Ukraine und China. Der getestete Bio-Honig von Dennre stammte ausschließlich aus China.  Zumindest, was die Analyse angeht. Dennre weist den Vorwurf zurück und legt ein Papier vor in der steht: „Die Herkunftsangabe ist grenzwertig aufgrund des geringen europäischen Anteils“. Wer also beim Kauf von Honig sicher gehen will, sollte auf die Herkunftsbezeichnung „Echter deutscher Honig“ setzen. Denn dann kann man sicher sein, auch eine hohe Qualität zu erhalten. https://www.laves.niedersachsen.de/lebensmittel/authentizitaetsanalyse/73357.html   0

Gegen gesunde sowie fair und umweltfreundlich hergestellte Lebensmittel…

…hat sich die Schweiz am 23. September 2018 in einem Volksentscheid entschieden. https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssische_Volksinitiative_%C2%ABF%C3%BCr_gesunde_sowie_umweltfreundlich_und_fair_hergestellte_Lebensmittel_(Fair-Food-Initiative)%C2%BB Die Fair-Food-Initiative erreichte mit 38,7 % Ja-Stimmen und 61,3% Nein-Stimmen keine Mehrheit. Inhalt der Initiative war auch die Forderung nach gerechten Produzentenpreise und höheren Einkommen für Bauern. Eine weitere Initiative nach Ernährungssouveränität, die unter anderem eine Erhöhung der Zahl in der Landwirtschaft Beschäftigten und gleiche Arbeitsbedingungen für alle Angestellte in der Landwirtschaft forderte, wurde am 23. September 2018 ebenfalls mehrheitlich abgelehnt. Weitere Bestandteile der Initiative war die Förderung einer lokalen, vielfältigen, gentechnikfreien und nachhaltigen Landwirtschaft. Gegen diese Initiative sprachen sich rund 68% der Schweizer aus. https://uniterre.ch/application/files/7715/3772/1714/CP_refus_initiative-DE.pdf Die Initiatoren beider Volksentscheide akzeptieren die Entscheidung, werden sich aber weiter für ihre Ziele einsetzen. Am 25. November 2018 wird in einem Volksentscheid eine Vorlage zur Abstimmung gebracht, in der das Belassen der Hörner an der Kuh mit einem finanziellen Beitrag (unverbindlicher Vorschlag 365 Franken pro Tier und Jahr) gefördert wird. Der schweizerische Ständerat und der Nationalrat empfehlen eine Ablehnung der Initiative. https://www.nzz.ch/schweiz/hornkuh-initiative-auch-nationalrat-empfiehlt-ablehnung-ld.1391600 Man darf gespannt sein, wie diese Abstimmung ausgeht. Bauer Willi   0

Baggern – die Suche nach dem Fehler!

Ja — wir haben derzeit mit der Datenbank bei unserem Blog ein ungelöstes Problem! Schon zum zweiten mal innerhalb weniger Tage mussten wir heute die Datenbank rücksichern, weil die Zuordnung der Kommentare plötzlich nicht mehr stimmte. Vom Blickpunkt des Lesers aus waren alle Kommentare verschwunden. Auf der Datenebene waren sie schon noch alle da. Nur, die Kommentare wussten nicht mehr zu welchem Beitrag sie gehörten. Und deshalb mussten wir die Sicherung der vergangenen Nacht wieder einspielen. Was defacto bedeutet, dass alle Kommentare des aktuellen Tages bis dahin verloren gingen. Das heißt, ganz verloren sind sie nicht. Ich habe die Kommentare alle zusammen in eine Datei gesichert und poste diese unter diese Mitteilung. Nur, wie schon gesagt, die Zuordnung ist nicht mehr bekannt. Ich kann also nicht mehr sagen zu welchem Artikel der Kommentar gehört. Aber so könnt ihr wenigstens diese Kommentare nachlesen. Oder, wer möchte kopiert seinen eigenen Kommentar und fügt ihn dort ein, wo er oder sie ihn einst gepostet hat. Die Sache ist mehr als ärgerlich. Mehr als 3 Jahre sind wir vor …

Die Ackerbaustrategie des BMEL…

…soll im Frühjahr 2019 vorgestellt werden. Bisher ist von den möglichen Inhalten noch nichts durchgesickert. In welche Richtung  könnte es gehen? Und was hat das mit den letzten Landtagswahlen zu tun? Die Agrarpolitik richtet sich zukünftig noch mehr an den Erwartungen (Forderungen/Ansprüchen) der Gesellschaft aus. Primäres Ziel ist nicht mehr die Nahrungsmittelproduktion, sondern Biodiversität, Natur-und Artenschutz und Maßnahmen gegen den Klimawandel. Der Fokus der neuen Ackerbaustrategie wird bevorzugt auf dem chemischen Pflanzenschutz liegen. Das Thema Nitrat (bzw. Düngung allgemein) steht nach wie vor unter Beobachtung, hat aber an Aktualität eingebüßt und wird deshalb in der Ackerbaustrategie eine geringere Bedeutung zugewiesen, zumal die neue Düngeverordnung gerade erst umgesetzt wird. Konkrete Maßnahmen: Nachdem die Neonicotinoide weitestgehend verboten wurden, werden die noch verbliebenen Wirkstoffe aus dieser Gruppe ebenfalls vom Markt genommen. Die Beizung von Saaten mit chemischen Wirkstoffen wird untersagt, es gibt eine Übergangsfrist bis Ende 2025 (In dieser Zeit sollen andere Verfahren der Saatgutbehandlung weiterentwickelt werden). Der Wirkstoff Glyphosat wird nach 2021 nicht mehr zur Verfügung stehen. Bis dahin wird die Anwendung nur noch für besondere Einsatzbereiche erlaubt. Hierfür ist ein …

Immunfleisch? Nein, danke!

Ein Gastartikel vom Fingerphilosoph, der eine Frage zu unserem Artikel zur Immunokastration hatte, die wir nicht beantworten konnten. Wer kann ihm weiterhelfen? Wir stellen den Text zur Diskussion. In Zeiten von social media wird jede Woche eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Derzeit geht es nicht um die Sau, sondern um den Eber, dessen Fleisch bei unkastrierten ausgewachsenen Tieren einen speziellen Geruch hat. Soll das Schweinefleisch lecker schmecken und sich gut verkaufen, müssen männliche Ferkel kastriert werden. Soweit die Logik und die bisherige Praxis, die allerdings im Widerspruch zu tierethischen Forderungen steht, wonach keinem Tier unnötiger Schmerz zugefügt werden darf. Ein schier unlösbares Problem Machen wir uns nichts vor! Die total schmerzlose Kastration ist eine Illusion. Selbst wenn die Hoden unter Vollnarkose entfernt werden, setzt der Wundschmerz ein, sobald die Narkose abklingt. Operationen verlaufen nun mal nicht schmerzlos. Das schier unlösbare Problem besteht also darin, schmackhaftes Fleisch wie von kastrierten Ebern zu bekommen, ohne die Kastration eigenhändig durchführen zu müssen. Der erfinderische Mensch hat auch hier eine Lösung parat: er lässt die Eber sich selber …

Eine biologische Revolution…

…nennt Joachim Müller-Jung Genom-Editing und CRISPR/Cas. Die Entscheidung des EuGH bezeichnet er als Politikversagen. Dabei wären diese Verfahren auch für die Ökolandwirtschaft eine Chance. Ein Beitrag, der nachdenklich macht. http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/europa-versagt-15787045.html Wenige Tage erscheint ein weiterer Artikel zum gleichen Thema: http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/wird-europa-in-der-landwirtschaft-abgehaengt-das-gen-urteil-15853767.html Interessant bei beiden Artikeln sind die Kommentare. Von wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Thema bis hin zur krassen Ablehnung gehen die Leserstimmen. Euer Bauer Willi   0

Warum werden die Pommes kürzer?.

Diese und andere Fragen hat mir Sascha von Selfbio gestellt. Und wie werden eigentlich Kartoffeln geerntet und eingelagert?  Die Antworten darauf sind im Video zu sehen. Für Bauern sicherlich nicht besonders aufregend (es sind auch keine großen Maschinen zu sehen 🙂 ) sondern eher was ganz Normales für den Schulunterricht. 0

Herbst-Dürre

Ich kann mich nicht erinnern, dass es so lange nicht geregnet hat. Mittlerweile verschärft sich die Situation immer mehr. Wir haben bisher nur ein Viertel des geplanten Weizens in der Erde. Eine Saat macht keinen Sinn, weil der Boden im wahrsten Sinne des Wortes „staubtrocken“ ist. Auch auf die Zwischenfrucht hat das Auswirkungen. Von der Strasse aus sieht alles ganz normal aus. Doch wie es im Bestand aussieht,  zeige ich euch im nachfolgenden Video: 0