Monate: Januar 2017

Der neue Milch-Liefervertrag 2017/18

Unabhängig davon, ob der DBV, der BDM oder der MIV das richtige Konzept haben, habe ich mir erlaubt, einen Milch-Liefervertrag zu entwerfen, der eine konkrete Diskussionsbasis darstellt. Milch-Liefervertrag 2017/18 Zwischen der Molkerei Milchglück (im folgenden „Unternehmen“ genannt) und dem Lieferanten Bauer Willi (im folgenden „Lieferant“ genannt) wird folgender Vertrag über die Lieferung von Milch geschlossen § 1 Vertragszeitraum Der Lieferant schließt mit dem Unternehmen einen Vertrag über den Zeitraum 1.7.2017 bis 30.6.2018 ab. (Zur Info: Bei einer Laufzeit von einem halben Jahr sinkt der Milchpreis um 0,01 €/kg, bei einer Laufzeit von zwei Jahren steigt er um 0,02 €/kg.) Eine Kündigung seitens des Lieferanten hat mit einem Vorlauf von 3 Monaten (hier 1.4.2018) zu erfolgen. § 2 Vertragsmenge Der Lieferant verpflichtet sich, im angegebenen Zeitraum eine Milchmenge von 200.000 kg anzuliefern (Umrechnungsfaktor 1,020). Die vorgenannte Milchmenge gilt bei Annahme in der Molkerei bei einem Standardfettgehalt von 3,5 % und einen Standardeiweißgehalt von 3,0%. Weichen die Parameter von diesen Werten ab, so erfolgt ein Zuschlag/Abschlag vom Milchpreis entsprechend der Tabelle der Branchenvereinbarung. Über- und Unterlieferungen von 10% der Vertragsmenge …

Bürger meinen zur Milch…

Gibt es eine Kluft zwischen Bürgern und Bauern? Dieser Frage ist eine Forsa-Umfrage von Anfang 2016 zum Thema Milch nachgegangen. Gilt bestimmt immer noch. Was zum Schmöckern und Nachdenken. 😉 http://dialog-milch.de/wp-content/uploads/2016/03/umfrageergebnisse-18-01-2016.pdf 0

Alternative für Bauern?

Immer wieder einmal habe ich die Positionen der Parteien zu diversen Themen rund um die Landwirtschaft dargestellt. Dabei habe ich bisher die AfD ausgeblendet. Dies will ich nun nachholen und habe mir dazu das Bundesprogramm und die Programme einzelner Landesverbände angesehen und mich dabei ausdrücklich auf die Themen rund um die Landwirtschaft beschränkt. Die Quellenangaben findet ihr am Ende des Artikels. Gleich zu Beginn stelle ich fest, dass der Bereich Landwirtschaft keine primäre Rolle spielt sondern meist nur mit wenigen Worten erwähnt oder in andere Kapitel eingeschoben sind. Ich werde daher hier die mir besonders auffälligen Aussagen aufführen, die natürlich in ihrem Zusammenhang mit dem Originaltext gesehen werden müssen. Es geht mir hier mehr um die grundsätzliche Ausrichtung als um das wortgetreue Zitat, das in den Quellen nachgelesen werden kann. Die AfD spricht sich in ihrem Bundesprogramm aus gegen den Einsatz von Glyphosat aus (bis die Unschädlichkeit nachgewiesen ist) für die gesetzliche vorgeschriebene artgerechte Haltung von Tieren, (bei nicht artgerechter Massentierhaltung in der Landwirtschaft) die tierhaltende Betriebe dafür verantwortlich zu machen, dass ihre Produkte frei von Antibiotikarückständen und MRSA-Keimen sind den …

sie säen nicht, sie ernten nicht…

…und der himmlische Vater ernährt sie doch. Und (fast) alle werden satt. Diese Worte aus der Bibel kamen mir in den Sinn, als ich mir in Berlin die Demos angesehen habe und mit Leuten auf der Straße gesprochen habe. Übrigens gab es am Brandenburger Tor auch einen Stand von Misereor und Brot für die Welt… Gleich gegenüber war die Bühne von „Wir haben es satt“ aufgebaut, wo die Abschlusskundgebung stattfand und fetzige Rockmusik gespielt wurde. Ich denke, ich werde mal mit unseren Geistlichen im Dorf reden. Mit dem katholischen Pfarrer genau so wie mit dem evangelischen Pastor (oder umgekehrt? Egal!). Ich habe ja einen guten Kontakt zu beiden. Ich war diese Woche bei einem ökumenischen Gottesdienst wo für die Einheit der Christen gebetet wurde. „Wir sollten aufeinander zugehen“ hieß es in der Predigt. Und dann war da noch die Predigt des Erzbischofs von Berlin, Dr. Heiner Koch,  am Sonntag der Grünen Woche, wo er sich über die „katastrophalen Zustände in den  großen Tierfabriken“ beklagt und dass das dadurch „das Grundwasser verseucht wird“. Und weiter: „Wer Tiere als Ware …

Verbraucher sind nicht dumm

Folgender Artikel ist lesenswert: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article160983757/Der-Verbraucher-ist-nicht-dumm-die-Politik-nicht-seine-Nanny.html Und die 12 Thesen diskussionswürdig Verbraucher sind nicht dumm Politiker sind keine Erzieher Verbraucherschutz statt Verbrauchersteuerung Konsum ist keine Wissenschaft Die Industrie ist nicht böse NGOs sind nicht die Guten Nudging ist keine Lösung Werbung ist Werbung Konsum ist keine Krankheit Konsum ist Privatsache Verbraucherpolitik braucht Öffentlichkeit Demokratie verteidigen Zum Mitdiskutieren lohnt es sich, mehr als nur die Überschriften lesen…. Euer Bauer Willi 0

Etwas genaues weiß man nicht…

Am Rande beider Demos haben wir das Gespräch mit unbeteiligten Passanten gesucht. Wir fragten Sie nach ihrer Meinung über die Demo und was sie so von der Landwirtschaft wissen. Allgemein zeigten die Menschen ehrlich ihre Empathie für die Landwirtschaft. Doch von den Demos an sich wussten die wenigsten etwas dazu. Beispielhaft hier ein Video vom Gespräch mit vier Studenten an einer Straßenkreuzung bei der Demo „Wir haben es satt.“ Willi und Alois 0

Wenn man sich dem Trend entgegensetzt…

…kann es schnell vorkommen, dass man selbst „unter die Räder“ kommt. So ist es mir jedenfalls auf einer der Demonstrationen in Berlin ergangen. Falls ihr den Ton nicht genau versteht: An der Spitze des Zuges, bei der diesmal keine Politiker zu sehen waren, skandieren die jungen Leute den Spruch „Jungbauern, leistet Widerstand, gegen die Agrarlobby im Land. Schließt euch fest zusammen, schließt euch fest zusammen“. Und so war dann auch kein Durchkommen zwischen den Transparenten. Eigentlich wollte ich ja „eintauchen“ in die Schar der Demonstranten. Zumindest mit der Kamera. So konnte ich den Zug nur von der Seite her betrachten. Fand ich persönlich irgendwie befremdlich… Euer Bauer Willi Hier das Video: 0