Monate: April 2016

Staatliche Manipulation? – oder – Wie inszeniert man einen Skandal!

Dass Volkswagen seine Motoren mit einer Software bestückt hat, die die passenden, niedrigen Messwerte liefert ist ein Skandal. Dass Deutschland seine Messnetze bezüglich Nitrat im Grundwasser so selektiert, damit besonders hohe Messwerte herauskommen, ist es auch. Wie anders ist es zu erklären, dass Deutschland deutlich schlechter sein sollen als die Niederlande. Ein bloßer Blick auf die Anzahl der gemeldeten Messstellen in den Niederlanden und in Deutschland zeigt selbst dem Laien, dass hier etwas nicht stimmen kann. Denn es gibt viel mehr Messstellen, als es diese Karte erscheinen lässt. Dazu ein sehr lesenswerter Gastbeitrag von Georg Keckl, den wir wegen seiner Länge, der Grafiken und den vielen Quellenangaben hier nur als Link bringen können. Es wäre wünschenswert, wenn viele Redaktionen diesen Artikel verbreiten würden. Hier die vollständige PDF: Volksverdummung Weitere Ausführungen dazu finden Sie hier: http://www.zds-bonn.de/aktuelles/deutschland-vor-dem-eu-kadi-wegen-falscher-datenme.html http://www.zds-bonn.de/aktuelles/wiederholen-sich-gerade-die-fehler-des-waldsterben.html Zum gleichen Ergebnis wie Herr Keckl kommt auch ein Bericht aus Bayern, der im Netz verfügbar ist. http://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/wasser/hydrogeologie/Fortbildungs-_und_Vortragsveranstaltungen/Grundwassertag2014/Messnetz_Nitratrichtlinie_Neumann.pdf Der Bericht eines Fachmannes aus dem Ministerium in Rheinland-Pfalz, der ebenfalls Kritik an der Auswahl der Messstellen übt, wurde inzwischen aus dem Netz …

Schikane oder Unvermögen?

Jetzt habe ich endlich meinen EU-Antrag abgegeben. Nennt sich hier in NRW komischerweise „ELAN“. Ja, Elan braucht man schon, wenn man sich durch diesen Moloch von Formularen durchkämpft. Und möglichst auch eine schnelle Internet-Verbindung, weil man ohne diese schnell an den Rand der Verzweiflung kommt. Der Antrag wird nämlich ab diesem Jahr online ausgefüllt. Da ist es schon sinnvoll, diese Arbeit abends nach 23 Uhr zu erledigen oder sich den Wecker auf 4 Uhr morgens zu stellen, damit man was geschafft bekommt. Denn so wie es bisher war ist es nicht mehr. Gut, die Fragen hat man relativ schnell beantwortet, das kennt man aus den Vorjahren. Aber dann geht es los mit dem Flächenverzeichnis bzw. dem Einzeichnen der Flächen (siehe Bild). Hat man bisher die Flächen bisher mit der Maus umfahren und so grob markiert, braucht man seit diesem Jahr eine sehr ruhige Hand und ein geschultes Auge. Für die Berechnung der Prämien sind nämlich nicht mehr die Angaben im Flächenverzeichnis gültig. Nein, das Flächenverzeichnis greift auf die Zeichnung im GIS-System (Geographisches Informationssystem) zurück und da geht es …

Vielfeldig…

Als ich neulich durchs Feld fuhr und die vielen verschiedenen Kulturen, besonders den blühenden Raps, gesehen habe, erinnerte ich mich an einen Spruch, den ich neben der Autobahn in Richtung Hannover gelesen habe. Jetzt sag bloß keiner, dass da ein „r“ bei vielfeldig fehlt. Tja, man muss schon ein wenig nachdenken 😉 0

Deutschlandfunk

Deutsche Landwirte fühlen sich an den Pranger gestellt und ärgern sich, dass ihre Stimmen kaum gehört werden. Das hat sich geändert…. Dazu ein aktueller Radio-Podcast aus dem Deutschlandfunk: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/04/25/dlf_20160425_1950_98e375a9.mp3 0

Die Zeit nach dem Öl – Spinnerei…?

Vor ein paar Tagen erhielt ich eine etwas ungewöhnliche Mail, unter anderem mit folgender Aussage: „Die Landwirtschaft ist extrem von der Verfügbarkeit von Treibstoff, Strom und einer breiten Palette von Industrieprodukten abhängig geworden.“ Daran schloss sich die Frage an: “ Wie wollen die deutschen Bauern überhaupt in einer Zeit nach dem Öl und Erdgas genug Lebensmittel für alle produzieren? Wie würden Sie die dann eine Bevölkerung ernähren wollen?“ Erst habe ich etwas gestutzt. Dann etwas länger überlegt. Hier meine Antwort auf die Mail: Sehr geehrter Herr B. … vielen Dank für Ihre Mail. Die Frage, wie wir die Bevölkerung ernähren wollen, wenn fossile Vorräte zu Ende gehen, ist für mich sehr einfach zu beantworten: Ich möchte die Bevölkerung nicht ernähren, sondern meine Familie. Das ist mein primäres Ziel. Wir bauen Raps an. Diesen Raps presse ich zu Öl und fahre damit meinen Schlepper. Ich habe noch einen Oldtimer-Traktor, der vollkommen ohne High-Tech und Elektronik auskommt, aber seinen Dienst erfüllt und relativ wenig verbraucht. Mit diesem Traktor kann ich somit auch ohne fossile Energie auskommen. Das Rapsöl ist quasi der Ersatz für den Hafer, mit …

Der heilige Georg zeigt den Klimawandel

Gestern, am 23. April, habe ich mit meinen St. Georgs-Chor zum Patrozinium und Namenstag des heiligen Georg gesungen – so wie jedes Jahr. Und jedes Jahr klingt mir dabei auch meine Mutter noch in den Ohren, wie sie mir als Kind einbläute: „Nach Georg darfst Du nicht mehr in die Felder laufen, weil dann das Gras zu wachsen anfängt!“ Diese kindliche Grunderfahrung ist nun fast 50 Jahre her. Ich kann mich sehr gut zurückzuerinnern. Es war wirklich so, dass wir damals hoch erfreut waren, wennunser Vieh beim ersten Grün Ende April auf der Weide stand. Wenn ich mir aber heute, und auch die Jahre vorher, die Felder am 23. April anschaue, dann hätte der gute Georg schon mindestens 2 oder 3 Wochen früher seinen Namenstag feiern müssen. Denn bereits Ende April wird heutzutage, auch im Oberallgäu, schon das erste mal das Gras gemäht, weil es in „Bierflaschen-Höhe“ den optimalen Energiegehalt hat. (Hab halt in der Landwirtschaftschule damals gut aufgepasst 😉 ). Die ganze Vegetation ist also seit Jahren mindestens 2 Wochen früher dran als in …

Was für die Zukunft…

Eigentlich wollten wir diesen Artikel schon längst gebracht haben. Aber dann kam immer wieder was anderes dazwischen. Aber besser spät als nie! In der Woche vor Ostern haben unsere Kinder und ich rund 2000 qm Wald angelegt. 450 Eichen und 450 Buchen sind in die Erde gekommen. Hier seht ihr, wie wir mit dem Motorbohrer die Löcher (rund 40 cm tief) bohren. Geht ganz schon auf die Knochen. Im Bündel liegt das Pflanzgut schon da. Am nächsten Tag wird weitergepflanzt. Das Wetter ist dunkel und leicht regnerisch, aber die Pflanzen müssen in den Boden, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Hier die gepflanzten Buchen, die noch das Laub vom Vorjahr tragen. Schließlich noch den Zaun setzen, weil es im Wald Wildschweine und Damwild gibt. Jetzt sieht es gar nicht mehr nach so viel Arbeit aus. Mit drei Personen haben wir rund drei Tage gebraucht. Und wissen jetzt, wo der Körper überall Muskeln hat. Die Kosten: rund 700 € fürs Pflanzgut, 55 € Leihgebühr für den Bohrer, 270 € für die Holzpfosten. Die Rechnung für den Gatterzaun …

Feldbegehung am 22.04.2016

Bevor nächste Woche die Polarluft zu uns kommt, schnell noch eine Feldbegehung. Diesmal mit Obstblüte als „Schmankerl“.  Ein Wahnsinn, was in den drei Wochen seit der letzten Rundfahrt im Feld passiert ist. Das Frühjahr ist einfach eine tolle Jahreszeit „smile“-Emoticon (Übrigens: das Piepsen beim Weizen kommt vom Auto. War nicht angeschnallt… 😉 0