Monate: März 2019

Aktuell: DüngeVO 7-Punkte Plan BMEL

Heute, Sonntag 31.3.2019 wurde von Julia Klöckner und Ursula Heinen-Esser einen 7-Punkte-Plan vorgelegt, mit dem sie am kommenden Donnerstag, 4,4,2019 um 10:30 Uhr in Münster vor die Bauern treten werden. Hier der Wortlaut: https://www.topagrar.com/dl/3/3/8/2/8/8/7/Naehrstoffmanagement_7-Punkte-Programm_Kloeckner_Heinen-Esser_.pdf 0

Nicht die Gestrigen retten die Welt…

Das obige Zitat stammt zwar von einem Kabarettisten, hat aber einen wahren Kern. Wenn man es geschrieben sieht, wirkt es noch viel besser als im Video (ab ca. Minute 6:00) https://www.daserste.de/unterhaltung/comedy-satire/satire-gipfel/videos/nuhr-im-ersten-video-174.html Je länger ich über die Aussagen nachdenke, um so banger wird mir um unsere Zukunft. Egal, über welche Wende wir gerade reden: wenden heißt immer ein Zurück. Wollen wir, will die Gesellschaft das wirklich? Etwas, worüber ihr mal an einem Sonntag nachdenken könnt… Redet mal miteinander. Kinder mit ihren Eltern, Eltern mit ihren Kindern. Könnte ganz spannend werden. Make our future Greta… Euer Bauer Willi 0

7.700 Liter Wasser…

…pro Kopf und Tag verbraucht jeder deutsche Bürger. Wenn man die Importe von Produkten, die in der Herstellung Wasser benötigen, mit einrechnet. Das ist die Aussage von Maria Krautzberger vom Bundesumweltamt. Noch einmal zum Mitschreiben: 7.700 Liter Wasser pro Kopf und Tag! https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1683219/umweltbundesamt-es-steht-schlecht-um-deutschands-gewaesser# Was die Belastung angeht, so hat sie vor allem einen Verursacher ausgemacht: die Landwirtschaft. Auf die Fragen zum Messnetz äußert sie sich wie folgt: (Zitat) Es gibt massive Kritik seitens der Landwirtschaft an Ihren Messergebnissen, weil Sie nur dort messen, wo die Werte erwartbar schlecht sind. Die Kritik kennen wir. Ja, wir messen dort, wo besondere Belastungen zu erwarten sind oder sie tatsächlich hoch sind. Da werden wir auch weiter messen. Wir müssen eben in den belasteten Regionen wissen, ob sich die Situation dort verbessert. Aber repräsentativ ist das nicht. Und auf Basis dieser Daten ist Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof verurteilt worden… Es ist so repräsentativ, wie die EU es fordert. Die Länder betreiben es entsprechend der Regeln seit 20 Jahren. Die EU-Nitratrichtlinie fordert, dass wir dort messen, wo die Belastung …

Eine Schulstunde in Rhetorik…

Ein geniales Interview von Christoph Heinemann (Deutschlandfunk) mit Anton Hofreiter (ab Minute 1:00). Hat jetzt nicht direkt was mit Landwirtschaft zu tun sondern eher mit Kommunikation. Nicht vergessen, den Ton einzuschalten…ist ja Radio… 🙂 https://t.co/9KgRlwLWmX Muss man sich nicht unbedingt bis zum Schluss anhören, lohnt sich aber. Ich habe jedenfalls viel über Rhetorik und Gesprächsführung gelernt. Ich war gestern den ganzen Tag auf einer sehr interessanten Tagung zum Thema „Filterblase in der Agrarwirtschaft“ der Uni Vechta.  Deshalb heute etwas eher Unterhaltsames… 🙂 Bauer Willi  0

Biozide – der geduldete Skandal

Ob der Begriff „Skandal“ übertrieben ist? Wenn ich sehe, wie seitens der Behörden mit Bioziden im Vergleich zu Pflanzenschutzmitteln umgegangen wird, erscheint er mir jedoch berechtigt. Wirkstoffe wie Diuron, Terbutryn, Isoproturon und  Carbendazim sind in der Landwirtschaft verboten, und das, je nach Wirkstoff bereits seit vielen Jahren. In Fassadenfarben in Holzschutzmittel oder anderen Produkten für den Haus- und Gartenbereich dürfen sie nach wie vor als sogenannte Biozide (klingt ja eher ungefährlich!) eingesetzt werden und gelangen, z.B. über das Regenwasser direkt in den Boden, in Oberflächenwasser (Regen-Versickerungsbecken) oder in das öffentliche Kanalnetz und somit in die Kläranlagen. Wenn es an diesen Orten gefunden wird, wird als Erklärung oft herangezogen, dass „die Landwirte ihre Restbestände aufbrauchen“. Ich bin der Sache mal nachgegangen Laut der Kleinen Anfrage 973 an die Landesregierung NRW sind ca. 18.000 Biozid-Produkte auf dem Markt, andere Quellen sprechen von 30.000.. Wie groß die verkaufte und eingesetzte Menge ist, kann nicht gesagt werden, da diese laut Aussage des Bundesministerium für Umwelt „weder in Deutschland noch EU-weit erfasst werden“ Eine statistische Meldepflicht gibt es für Biozide …

Petition aktuell

Aktuell (26.3.2019) wurde die nachfolgende Petition von über 80.000 Menschen unterschrieben. https://www.change.org/p/bundesumweltministerium-gemeinsam-f%C3%BCr-bienen-und-klima Danke an alle, die die Petition bisher unterstützt haben. Die Briefe an die Ministerien wurden verschickt, eine Antwort habe ich bisher noch nicht bekommen. Bauer Willi 0

Was kommt alles in die Kläranlage?

Dieser Artikel wurde uns dankenswerterweise vom ZBV in der Schweiz zur Verfügung gestellt. Wasser und Gewässer 2018 Eine neue Studie des AWEL im Kanton Zürich belegt den Rückgang von Nährstoffen im Wasser. Sie zeigt, wie die Maßnahmen in der Landwirtschaft Wirkung zeigen. Nun ist es an der Zeit, dass alle Beteiligten Verantwortung wahrnehmen. Im Oktober 2018 erschien der neue Bericht Wasser und Gewässer 2018 des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft. Das Dokument enthält umfassende Informationen über den Zustand der Gewässer und über den Gewässerschutz im Kanton Zürich. Anlässlich eines Kolloquiums beim ALN wurden Teile davon durch Dr. Pius Niederhauser präsentiert. Aus dem umfangreichen Dokument kann hier nur ein kleiner Teil vorgestellt werden. Der Bericht geht von der Entwicklung des Umfelds aus: Die Bevölkerung nimmt stetig zu, was sich unter anderem in der Zunahme des Verkehrs und der Bautätigkeit ausdrückt. Damit wächst nicht nur der Druck auf die Landwirtschaftliche Kulturfläche sondern auch der Druck auf die Gewässer. Bei der Analyse der Frachten fällt die erfreuliche Entwicklung der Stickstoff und Phosphor Belastungen aus der Landwirtschaft auf. …

Heute 16:30 Uhr: Plastik im Kompost – Vom Versagen der Gesellschaft

Heute um 16:30 Uhr bei Planet e: Wie Plastik in die Ackerböden kommt. Hier kann man sich den Beitrag schon mal ansehen: https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-vermuellt-und-verseucht—boeden-in-gefahr-100.html Eine deutliche Aussage „Der Gesetzgeber kapituliert offensichtlich vor der Plastikflut. Und der Bauer muss es dann ausbaden.“ (ca. Min 6:50) Ein sehenswerter Beitrag, der darüber informiert, woher die Plastik-Abfälle kommen und warum sie nicht entfernt werden. Ein erschreckendes Bild über das Versagen der Gesellschaft. 0