Monate: März 2019

Von Imkern und Bauern

Am vergangenen Sonntag war ich zu einem Vortrag beim Kreisimkerverband Neuss eingeladen. Der tagte 10 km von meinem Hof entfernt und meine Frau hat mir, wenn auch widerwillig, Dispens erteilt. So war ich nicht beim sonntäglichen Kaffee der drei Generationen dabei. Meine erste Frage „Wer von Ihnen ist Berufsimker?“ wurde verneint, die zweite Frage „Wer von Ihnen ist Landwirt?“ auch. Es interessierte mich einfach, um zu wissen, mit wem ich es zu tun haben werde, denn ich bin schon mit ein wenig Schiss dorthin gefahren. Würde es „hoch hergehen“ oder würde es einen vernünftigen Gedankenaustausch geben? Zweiteres war der Fall. Der Vortrag war auf eine Stunde angesetzt, doch nach 10 Minuten habe ich mein Konzept über den Haufen geworfen und wir haben uns volle drei Stunden sehr intensiv ausgetauscht. Ich habe erfahren, das die Blüte von Robinie und Akazie die Futterlücke, die die Bienen oft im Mai haben, im Kreis Neuss nicht vorkommt. Hier fangen die Probleme erst mit dem Juli an und enden erst, wenn auch die Zwischenfrüchte blühen. Eine zu lange Blüte ist …

#wednesday for future

Ich bin genervt. Deshalb, außer der Reihe, in der Mittagspause schnell das Ergebnis vom Vormittag. Diesen Müll meiner lieben Mitbürger habe ich heute morgen aus unserem Raps geholt. Und das ist nur einer von 3 Haufen, die jetzt am Wanderweg liegen, der daran vorbeigeht. Wenn das alles in den Mähdrescher kommt, tut das nicht gut. Von den professionellen Umweltschützern war übrigens niemand zu sehen. Und die vielen, die ihren Fiffi dort ausführen, scheint das auch nicht zu interessieren. Den Mist kann ich alleine wegräumen. Aber ein Volksbegehren ist schnell unterschrieben. So, ich muss jetzt wieder „raus in die Natur“. Es wird Frühjahr und jetzt fängt die Arbeit im Feld wieder an. Wie heißt noch mal mein Buch? „SAUEREI!“. Ja, das passt. Bauer Willi 0

Prost! – oder: Die Dosis macht das Gift

Wahrscheinlich wird diese Rechnung wieder keine Sau interessieren. Weil Wissenschaft in unserer Gesellschaft keinen großen Stellenwert mehr hat. Es sei denn, man kann „Studien“ für die eigenen Zwecke „vermarkten“. Bauer Willi 0

Früher…

          Der Eintopfsonntag Meine Mutter ist über 90 Jahre alt und hat folglich schon viel erlebt. So erzählte sie auch von diesen wöchentlichen Eintopfsonntagen, für die in ihrer Jugend geworben wurde. Den Bewussten und Gebildeten ging es schon weiland um die Gesundheit des Einzelnen oder gleich der ganzen Gesellschaft. Die Ökonomiebedachten gaben vor, sich um die Vorteile für die Inlandsversorgung oder die Eindämmung von Importen(!) zu sorgen. Die Regierenden achteten mehr darauf, wie jeder Einzelne (Zitat)„ideell dem Gedanken der Volksgemeinschaft dienen“ könne. Und den ganz Fürsorglichen ging es vordringlich um die Unterstützung der Ärmsten – offiziell egal wodurch diese zu den Ärmsten wurden. Damit auch wirklich alle sich dem Ideal verpflichtet fühlten, gab es als „Reminder“ gleich entsprechende Kalender, in denen die jeweiligen Tage fett vorgedruckt ins Auge sprangen. Gleichsam als Urform des wöchentlichen Dauerauftrags. Andernorts erhielt man sogar persönliche Besuche von Propagandatrunkenen, die einen zu Spenden(!) aufmunterten. Wer den Eintopf in einem Gasthaus zu sich nahm, erhielt in Kassel sogar eine Quittung. Quasi als vorzeigbaren Beleg für Haltung und Gesinnung. https://de.wikipedia.org/wiki/Eintopfsonntag Angesichts der Argumente …

Energiewende – zu Ende geplant

Leonhard hat mal die Energiewende bis zum Ende durchgeplant. Ganz konsequent. Hier seine Ergebnisse: In der zweiten Januarwoche war ich im Film Climate Warriors im Kino. Welche Antwort ich auch in diesem Film vermisse: wer hat wann was zu tun hat und was kostet es. Auch Greta Thunberg kennt die Antwort nicht. Ich finde es nicht im Internet und in keinem Vortrag. Die Fragestellung wie denn unsere Welt aussehen kann, wenn die Energie regenerativ ist hat mich schon vor etwa 5 Jahren beschäftigt. Die von mir verwendeten Zahlen stammen vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. und vom Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft. Die Ausgangsposition Der Gesamtenergieverbrauch je Einwohner BRD liegt bei 40.000 Kwh. Gegenwärtig sind in der BRD 27.000 ha mit Freiflächen-Solaranlagen bebaut. Der jährliche Zubau liegt ziemlich stabil bei 800 ha. Das ist die Ausgangsposition. Unterstellen wir einen Energieertrag von 1 Million kWh p.a. je ha Solarfläche und wäre der Bedarf mit einer ausschließlichen Energiebereitstellung durch Freiflächensolaranlagen zu decken, läge der Flächenbedarf bei 3,2 Millionen ha. Das wären 20% der landwirtschaftlichen Nutzfläche oder 10% der Oberfläche …

Tür und Tor öffnen…

Das obige Foto hat mir ein Freund aus der Schweiz geschickt. Sein Sohn nimmt an einem Qualitäts-Programm für Mutterkühe teil und muss sich natürlich auditieren lassen. Eigentlich kein Problem, denn das gehört ja heute nicht nur bei einem Qualitätssicherungsprogramm mit dazu. Am Ende des ersten Audits bekam er aber noch ein Formular, dass die Auditoren unterschrieben mitnehmen wollten. Darin akzeptiert er Kontrollen auch während seiner Abwesenheit. Und nicht nur das: er muss sicherstellen, dass die Kontrolleure während der Abwesenheit „Zugang zu den relevanten Stallungen und Anlagen haben“. https://www.mutterkuh.ch/de/beef-control/ Das alles finde ich schon etwas krass. Oder wie seht ihr das? Den Haustürschlüssel muss er aber nicht gut sichtbar aufhängen. Immerhin… Bauer Willi   0

Wiesen walzen

Laut dem Antrag des bayrischen Volksbegehren Artenvielfalt soll das Walzen von Grünland nach dem 15. März in Bayern verboten werden. Ab 2020. Mich als Rheinländer würde interessieren, ob ihr in diesem Jahr mit einen solchen Verbot hättet leben können. Heute ist ja der 16. März. Bauer Willi   0

WWF: Ein schlimmer Verdacht…

Der WWF hat im vergangenen Jahr 752 Mio. € an Spendengeldern eingenommen. Nun steht er im Verdacht,  in mehreren Ländern kriminelle Wildhüter mit technischem Gerät, auch Waffen, unterstützt zu haben. Es sei auch zu Übergriffen auf Personen gekommen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wwf-die-schocktruppen-der-umweltorganisation-im-kampf-gegen-die-wilderei-a-1256336.html Auch die Bundesregierung unterstützt den WWF finanziell. Für ein Projekt gegen Wilderei und illegalen Wildtierhandel erhielt die Organisation 5,25 Mio. € vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMEZ)  und weitere 3,5 Mio. € vom Bundesumweltministerium. (BMU) http://www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/themen_und_schwerpunkte/biodiversitaet/180222_BMZ-BMUB-Factsheet_Partnerschaft_Wildereibekaempfung.pdf Der WWF ist um Aufklärung bemüht. Der deutsche WWF-Vorstand Christoph Heinrich schreibt: „Wo wir Kenntnis von Menschenrechtsverletzungen durch die Justiz erhalten, müssen wir das adressieren und dazu beitragen, Abhilfe zu schaffen.“ Sollte sich der Verdacht bestätigen, hätte dies Einfluss auf die Glaubwürdigkeit dieser Umweltorganisation. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung. 0