Autor: Bauer Willi

Ackerbaustrategie und Fußball

Ich verstehe nichts von Fußball. Deshalb halte ich mich mit einer fundierten Meinungsäußerung zu Fußball zurück. Bei der Strategie, wie der Ackerbau im Jahr 2035 aussehen soll, darf jetzt jeder mitreden. Und jetzt die gute Nachricht: Jeder, der Landwirtschaft gelernt hat, versteht was von Ackerbau. Deshalb sollte sich jeder zu Wort melden, wenn das BMEL die Ackerbau-Strategie zur Diskussion stellt. Und wenn es nur zwei Sätze sind. Die Frist endet am 28. Juli !! https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/ackerbau/ackerbaustrategie.html Hier die Ankündigung von top agrar: https://www.topagrar.com/acker/news/kloeckner-stellt-ackerbaustrategie-2035-zur-diskussion-12105763.html?utm_source=topagrar 3

Die Landwirtschaft, die Insekten und der Weltuntergang  

Ein Gastbeitrag von Marian (auch bekannt als Fingerphilosoph) Nehmt euch ein paar Minuten Zeit. Und vielleicht lest ihr den Text auch zweimal. Es lohnt sich. Menschen brauchen Geschichten. Das unterscheidet uns von Tieren. Geschichten geben unserem Leben Sinn, bringen Ordnung und Struktur in eine chaotische, verwirrende Welt, erklären uns das Leben und den Kosmos. Geschichten erzählen uns, wer wir sind. Mythen bilden jedoch nicht die Wirklichkeit ab, wie sie ist, sondern unsere Stimmungen und Gefühlswelten. Es ist typisch menschlich, dass wir Geschichten für umso realer halten, je mehr sie unsere tiefsten Gefühle ansprechen. Geschichten schweißen Menschen, die sich vollkommen fremd sind, durch die miteinander geteilten Gefühle zusammen. Gesellschaften brechen auseinander, wenn sie keine Geschichten mehr haben. Unsere Vorfahren haben sich einst große Geschichten erzählt. Im alten Sumer kamen die Götter vom Himmel herunter, um in den von Menschen erbauten Tempeltürmen zu wohnen. Den Ägyptern verdanken wir die Nachtmeerfahrt, die Mutter aller Wiedergeburtsgeschichten, die aus dem Sonnenkult und der Beobachtung entstanden ist, dass die Sonne abends im Westen versinkt, um am anderen Morgen im Osten wieder …

Abwrackprämie für Schweineställe?

Mit viel Geld raus aus der Schweinehaltung? Die Uni Kiel sucht Schweinehalter für Umfrage. Das Thema lässt einen erstmal schlucken. Sicher, es sprechen viele Gründe gegen eine „Abwrackprämie“ für Schweineställe. Aber eben auch welche dafür. Die „warme Sanierung“ in den Niederlanden zeigt: Über 400 Landwirte sind bereit die Schweinehaltung aufzugeben, wenn es eine angemessene Entschädigung gibt. Das hört sich wenig an, ist aber eine Menge – nämlich 10,5% der holländischen Produktionskapazität. Dafür nimmt der niederländische Staat 180 Millionen Euro in die Hand. Die Wissenschaftler der Uni Kiel wollen mit der Umfrage herausfinden, was deutsche Landwirte davon halten und wie solche Programme aussehen sollten, falls sich auch Deutschland für eine Abwrackprämie entscheidet. Hier der Link zur Umfrage: https://ww3.unipark.de/uc/Ausstieg_Schweinehaltung/ Wenn ich die Ergebnisse bekomme, werde ich sie hier veröffentlichen. Ich bin gespannt und hoffe, dass viele mitmachen. In bin zwar kein Schweinehalter,  hatte aber im Leben viel Schwein… 🙂   6

Die gleiche Fraktion… (Videos)

Julia Klöckner äußert sich im Bundestag zum Thema Tierhaltung. Das klingt ganz vernünftig. Frau Klöckner gehört der CDU an. Weiter unten eine Ansprache von Markus Söder. Markus Söder möchte eine Agrarwende und statt Agrar-Kapitalismus mehr Agrar-Ökologie. Er gehört der CSU an. Beide möchten einen Gesellschafts- bzw. Generationenvertrag. Die Vokabel ist nicht neu. https://www.bauerwilli.com/ein-gesellschaftsvertrag-mit-der-landwirtschaft/ Ich bin im Moment etwas verwirrt….Besonders durch Herrn Söder (CSU). Und vielleicht ist er es auch… 😉   View this post on Instagram Plenardebatte im Deutschen Bundestag #Landwirtschaft A post shared by Julia Klöckner (@juliakloeckner) on Jul 5, 2020 at 1:02am PDT Videobotschaft zu Fleischerzeugung: Wir brauchen mehr Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus in Deutschland. In Bayern setzen wir auf kleinere Betriebe, hohe Qualität und den Blick für Tierwohl und Klimaschutz. Unser bayerischer Weg kann auch ein Weg für Deutschland sein. pic.twitter.com/D0WTtYQHHc — Markus Söder (@Markus_Soeder) July 4, 2020 1

Der Berg kreisste…und gebar eine Maus…

Dies ist ein Spruch, der dem Dichter Horaz zugesprochen wird. Er bezieht sich auf die Zukunftskommission, deren Teilnehmer im Februar bekannt gegeben werden sollten. Wir haben jetzt Juli… Pressetext des BMEL zur Zukunftskommission Zu Mitgliedern der Zukunftskommission werden berufen: Vorsitz: Prof. Dr. Peter Strohschneider Landwirtschaft  Hubertus Paetow (Präsident Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft)  Joachim Rukwied (Präsident Deutscher Bauernverband)  Petra Bentkämper (Präsidentin Deutscher Landfrauenverband)  Stefan Mann (Bundesvorsitzender Bundesverband Deutscher Milchviehhalter)  Kathrin Muus (Bundesvorsitzende Bund der Deutschen Landjugend)  Dirk Andresen (Sprecher Land schafft Verbindung)  Dr. Felix Prinz zu Löwenstein (Vorstandsvorsitzender Bund Ökologische Le-bensmittelwirtschaft)  Elisabeth Fresen (Bundesvorsitzende Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Land-wirtschaft)  Jürgen Mertz (Präsident Zentralverband Gartenbau)  Ute Volquardsen (Vizepräsidentin des Verbandes der Landwirtschaftskammern) Wirtschaft und Verbraucher  Franz-Josef Holzenkamp (Präsident Deutscher Raiffeisenverband)  Manfred Hudetz (Präsident Industrieverband Agrar)  Stephanie Franck (Vorsitzende Bundesverband der Pflanzenzüchter)  Philipp Hengstenberg (Präsident Lebensmittelverband Deutschland)  Dr. Christian von Boetticher (Vorsitzender der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie)  Klaus Müller (Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband)  Miriam Schneider (Leiterin Büro Brüssel Bundesverband des deutschen Le-bensmittelhandels)  Susanne Dehmel (Mitglied …

Umfrage: Kompost in der Landwirtschaft

Die Technische Universität Hamburg will von Landwirten wissen, ob sie Kompost einsetzen und welche Überlegungen sie dazu haben. Und wenn sie keinen einsetzen, welche Gründe sie dafür haben. Hier geht es zur Umfrage: https://poll4.tuhh.de/index.php?r=survey/index&sid=859763&lang=de Helfen wir der Wissenschaft.       2

Quinoa aus dem Rheinland

Das ist bei mir um die Ecke. Und weil es aus der Nähe von Köln kommt, heißt es hier „Kinoa“. Die alten Wege verlassen, Neues ausprobieren. Unternehmer sein heißt: etwas unternehmen.     Hier ein Beitrag des WDR, der über die jungen Leute berichtet, der im Betrieb auch noch Rollrasen anbaut. https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-lokalzeit-aus-koeln—668.html             (nach unten scrollen) Hier die Homepage: https://www.kinoa-rheinland.de/ Das schreibt top agrar: https://www.topagrar.com/acker/news/die-rheinlaendischen-quinoa-pioniere-12101653.html?utm_medium=email 1

Klare Ansage von Frau Künast

Diese aktuellen Aussagen von Renate Künast sind deutlich: „Die gesellschaftliche Betriebserlaubnis für diese Art der Tierhaltung ist abgelaufen“. VWLZ7800[1] Sie redet dann noch von Fairness und Aufrichtigkeit gegenüber den Bauern. Mein persönliches Fazit: Es muss die Frage gestellt werden, ob die Tierhaltung in Deutschland noch eine Zukunft hat. Die Bildqualität ist nicht gut. Aber es kommt auch mehr darauf an, was sie sagt. 4

Kann ich bitte Uruguay stornieren ?

Ein Gastartikel von Bauer Fritz Bauer Fritz hat ein Buch gelesen, besser gesagt, ein Büchlein. Das ist an sich nichts besonderes, denn Fritz ist belesen. Er hat mir das, was er an dem Büchlein interessant findet, zugeschickt. Und das ist wirklich spannend, auch wenn es etwas frustrierend ist.  Das ist keine Frage um Abänderung eines nicht durchführbaren Auslandsaufenthaltes. Es ist die Frage, die einen beschleicht, wenn man das neue Büchlein von Mathias Binswanger [1] gelesen hat. Jenem Schweizer VWL-Professor, der etwa von der NZZ [2] seit Jahren unter den Top 5 Ökonomen sich einreiht mit dem größten Einfluss in der Politik.   Schon im Titel „MEHR Wohlstand durch WENIGER Agrarfreihandel – Landwirtschaft und Globalisierung“ wird klar, daß die gängige These, nur mehr Freihandel gereichen der Welt, den Bevölkerungen und speziell den Bauern zum Segen, massiv hinterfragt wird. Obgleich ein kleinformatiges Büchlein mit gerade mal 90 Leseseiten, enthält es doch eine Reihe von anregenden Abhandlungen, die auch das Interesse steigern, die eine oder andere Zusatzinformation sich zu organisieren – einige selbst genutzte Links habe ich deinen …

Die Tricks der Zuckerindustrie…

Ich habe ja lange in der Zuckerindustrie gearbeitet. Also dort, wo man aus Zuckerrüben Zucker macht. Warum diese Sendung diesen Titel hat, erschließt sich mir nicht. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_tricks/Die-Tricks-der-Zuckerindustrie,sendung1014008.html Im übrigen die immer gleichen Parolen, die ich schon seit dreißig Jahren höre. 2