Autor: Bauer Willi

50 Jahre Konzern Greenpeace – Das Geschäft mit …

Greenpeace gibt es jetzt seit 50 Jahren. Aber wie glaubhaft ist Greenpeace? Dienen die spektakulären Aktionen wirklich noch dem heeren Ziel der Weltrettung oder sind sie nur noch ein Instrument, um den Konzern in den Schlagzeilen zu halten und die Spendenbeiträge abzusichern? https://www.arte.tv/de/videos/098391-000-A/von-der-oekobewegung-zum-konzern/ Ich habe seit einiger Zeit Kontakte zu zwei “Agrarexperten” von Greenpeace. Martin Hofstetter, mit dem ich mich lange geduzt habe, und Lasse van Aken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass beide darauf bedacht sind, z.B. keine gemeinsamen Aktionen mit Landwirten zu machen. Das würde ihr Geschäftsmodell negativ tangieren. Dazu auch ein Kommentar von agrarheute: https://www.agrarheute.com/politik/50-jahre-greenpeace-mutigen-david-selbstverliebten-goliath-585317 Greenpeace ist ja die einzige Organisation, die die Zukunftskommission verlassen hat. Weil sie ansonsten das Schlußpapier hätten unterschreiben müssen. Was Greenpeace sehr gut kann: Kampagnen fahren, die garantiert in den Abendnachrichten vorkommen. Und immer dabei der typische Schriftzug. Da können wir Landwirte noch was lernen. Hier ein kleines Handbuch dazu: So planen Sie eine erfolgreiche Kampagne!  

Landfrauen: “Wir sollten weniger Fleisch essen”

Wenn diverse Organisationen dazu aufrufen, weniger Fleisch zu essen um das Klima zu retten, so ist das nichts Neues. Wenn dies aber der Deutsche Landfrauen-Verband tut, so ist das … ungewöhnlich… Ich muss eingestehen, dass ich das nicht mehr verstehe. Aber vielleicht lesen hier ja ein paar Landfrauen mit und können mir das erklären. https://www.landfrauen.info/aktuelles/news/artikel/landfrauen-fordern-bewussteren-fleischkonsum Hier das Positionspapier in der Langfassung: 2021_09_dlv_Position_Fleischkonsum_final(1) Unabhängig vom Inhalt finde ich den Termin etwas …unglücklich. In einer Phase, wo die Schweinehalter um die blanke Existenz kämpfen, kommt so eine Stellungnahme nicht wirklich gut an. Aber vielleicht gibt es auch dafür eine Begründung? Wenn das aber normal sein sollte, so muss ich mich fragen, ob mein Engagement für die deutsche Landwirtschaft überhaupt noch in die richtige Richtung zielt. Frau Muus von der Deutschen Landjugend hatte ja in der ZKL schon mit dem gemeinsamen Papier mit dem BUND für Überraschung gesorgt. Vielleicht ist jetzt die Zeit, aufzuhören. Oder?  

Zukunftskommission Landwirtschaft – eine wissenschaftliche Bewertung

Die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) sind wieder aus den Schlagzeilen verschwunden. Die Teilnehmer gehen davon aus, dass die Ergebnisse nach der Wahl  in der Politik ihren Niederschlag finden. Das hat man bei der Borchert-Kommission auch angenommen, was sich bisher aber nicht bewahrheitet hat. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat sich die Ergebnisse der ZKL angesehen und kommentiert. http://www.agrarfakten.de/zukunftskomission-landwirtschaft/ Die ausführliche Version der Bewertung finden Sie, wenn Sie auf den roten Text im Link klicken. Die Gegenüberstellung von Behauptung und Fakten ermöglicht einen guten Vergleich der wichtigsten Aussagen der ZKL. Für den eiligen Leser finden Sie auf Seite 9 eine Zusammenfassung.

Die Qual der Wahl – was wählen?

Selten habe ich den Begriff “Qual der Wahl” für so treffend gehalten wie bei der kommenden Bundestagswahl. Auch heute, knapp zwei Wochen vor dem Wahltag am 26. September bin ich mir immer noch nicht sicher, welche Partei ich wählen werde. Da ich als Wahlvorstand den halben Tag im Wahlbüro sein werde, kann ich mir das noch ein paar Tage überlegen. Andere haben sich bereits entschieden. In unserer Gemeinde lag der Anteil der Briefwähler am Ende der vergangenen Woche bei knapp über 40%! Der Anteil wird in den kommenden Tagen noch steigen und und damit einen neuen Rekord darstellen. Warum diese Wahl anders ist Nach 16 Jahren tritt Angela Merkel nicht mehr an. Nicht mehr als Bundeskanzlerin, und auch nicht in anderer Funktion. Sie kann nicht mehr gewählt werden. Menschen scheuen aber Veränderungen, weil sie mit Unsicherheiten verbunden sind. Man vertraut auf Bewährtes, auf das, was man kennt. Diese Unsicherheit drückt sich auch in den unglaublich schnell wechselnden Umfrageergebnissen aus: Lag die CDU vor ein paar Monaten noch bei weit über 30%, soll es jetzt nur …

Was ist anders seit 1980?

Mir geht seit einiger Zeit die Kurve der globalen Temperaturanomalien nicht aus dem Kopf. Von den Klima-Experten wird ja immer vom Beginn der Industriealisierung gesprochen, zu dem die Temperaturerhöhung gestartet ist. Diese kann man in etwa mit Beginn des 19.Jahrhunderts terminiert werden. Sieht man sich jedoch die Kurve an, so kann jeder schnell erkennen, dass die Verhältnisse von 1850 bis 1940 stabil, von 1940 bis 1980 auf etwas höherem Niveau stabil und dann die Temperaturen ab etwa 1980 stark steigend sind. Mit unseren rülpsenden Kühen kann das wohl kaum zusammenhängen. Ich will ernsthaft wissen, warum dieser doch relativ steile Anstieg in den 70er/80er-Jahren beginnt. Irgendetwas Großes muss seitdem deutlich anders laufen. https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=100932&lv3=101038 Die nachfolgende Seite aus den USA zeigen weitere interessante Grafiken, u. a. auch die Temperatur der Meere. Global Temperature Report for 2020  

Geht Ökonomie und Ökologie? Eine Stimme aus der Schweiz

Umstellen auf Bio und alles ist gut? Ein Gastartikel von Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre in der Schweiz. Menschen wollen sauberes Trinkwasser und eine möglichst pestizidfreie Nahrungsmittelproduktion. Das ist ein legitimer Wunsch. Aber dieser Wunsch wird den Menschen in der Schweiz verwehrt. Es existiert nämlich eine Agrarlobby, welche die Vergiftung der Menschen über die Landwirtschaftspolitik vorantreibt, um damit Geld zu verdienen. Die Subventionen an die Bauern dienen letztlich nur dazu, Pestizidhersteller und Futtermittelimporteure wie die Fenaco zu fördern. Also muss diese Agrarlobby jetzt gestoppt werden, bevor sie uns alle krank macht und unsere Umwelt weiter zerstört. So oder ähnlich klingt es, wenn man sich die Argumente der Befürworter der beiden Agrarinitiativen anhört. Darin steckt zwar ein Körnchen Wahrheit, aber auch viel Übertreibung. Die obige Beschreibung liefert ein Zerrbild der landwirtschaftlichen Produktion in der Schweiz. Aber erst wenn man die Realität zurechtstutzt, kristallisiert sich ein klares Feindbild wie die Agrarlobby heraus. Doch in der Landwirtschaft gibt es nicht einfach schwarz und weiss. Um das zu sehen, ist es wichtig, die wirtschaftlichen Bedingungen der Agrarproduktion genauer zu …

#GrüneKreuze – was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele

Am 7. September 2019 wurde das erste grüne Kreuz aufgestellt. Ich denke, jetzt, zwei Jahre später, ist es wieder soweit, dies erneut zu tun. Warum, das steht im Text, den Du hier herunterladen kannst. BTW-Du-hast-die-Wahl Die Botschaft ist einfach: Seit dem 7. September 2019 hat sich für uns Bauern nichts zum Positiven verändert. Wir haben weiterhin Angst um die Zukunft unserer Betriebe. Das #GrüneKreuz ist eine Mahnung an die Gesellschaft, unsere Ernährungssouveränität nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Natürlich kannst Du diesen Text auch nach Deinem Vorstellungen verändern. Es ist eine Word-Datei. Gerne kannst Du den Text an Dein #GrünesKreuz hängen. Du kannst aber auch einen QR-Code daran befestigen, der auf den Artikel “Grüne Kreuze – Du hast die Wahl” verlinkt. Hier der QR-Code in einer Word-Datei: QR-Code Word Ihr könnt die Grünen Kreuze auf euren Feldern aufstellen, weil ihr da niemanden fragen müsst. Wenn ihr sie vor Supermärkten oder vor Rathäusern befestigt, müsst ihr klären, ob das erlaubt ist. Aber ihr könnt sie mit zu Wahlveranstaltungen nehmen. Lasst euch fragen, was ihr damit bezweckt. …

#Grüne Kreuze – Du hast die Wahl

Unsere Botschaft an unsere Mitbürger: Du hast die Wahl Am 7.  September 2019 wurden die ersten Grünen Kreuze aufgestellt. Der Grund: wir Bauern wollten die Sorge um die Zukunft unserer Betriebe zum Ausdruck zu bringen. Der Auslöser war damals das Agrarpaket. Was ist seitdem passiert? Alle Bestandteile des Agrarpaketes wurden nahezu unverändert verabschiedet. Hinzu kamen noch Düngeverordnung, Nutztierhaltungsverordnung etc. Als neue Strategie der EU wurde inzwischen Farm to fork vorgestellt. Es sollen Maßnahmen ergriffen werden, um den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu halbieren und mehr Bio-Landbau zu fördern. Klingt für den Bürger gut, leider fehlt die Beschreibung, wie das gehen soll und wer das finanziert. In Deutschland tagte die Zukunftskommission Landwirtschaft. Im Ergebnis auch hier: Extensivierung und Ökologisierung bei gleichzeitigem Abbau der Direktzahlungen. Bauern sollen nur noch für (staatlich  vorgegebene) Umweltleistungen bezahlt werden. Klingt für den Bürger gut. Aber auch hier: wie das gehen soll und wer das wie finanziert, bleibt offen. Offen bleibt auch, wie man Erfolg oder Mißerfolg mißt. Es fehlt, wie so oft, die Folgenabschätzung. Was ist noch passiert? Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist …

Externe Kosten: interessengeleitete Zahlenspiele

Nicht zuletzt im Papier der Zukunftskommission Landwirtschaft taucht der Begriff der “Externen Kosten ” auf. Doch wie leiten sich die externen Kosten ab? Können sie fair ermittelt werden? Dazu ein Gastartikel von Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre in der Schweiz Seit langem wissen wir, dass auch auf einem funktionierenden Markt die Preise nicht alle Kosten widerspiegeln. Das betrifft Kosten für Schäden, die man einem Verursacher nicht in Rechnung stellen kann, weil sie die Allgemeinheit betreffen. Typisches Beispiel ist die Gratisverschmutzung von Luft oder Wasser durch Schadstoffemissionen, die mit Produktion, Konsum und Transport verbunden sind. Genau so gibt es aber auch externen Nutzen. Wenn etwa ein Imker Honig erntet, dann stellt er den damit verbundenen Bestäubungsnutzen seiner Bienen der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung. Die ökonomische Wunderwaffe zum Umgang mit externen Kosten (bzw. Nutzen) heisst: Internalisieren! Der Staat soll für die «richtigen» Preise sorgen, welche auch die ökologische Wahrheit sagen. Über Steuern, Abgaben oder auch Emissionszertifikate gilt es, die Preise von Gütern so weit zu erhöhen, dass auch die externen Kosten abgedeckt sind. Und umgekehrt soll externer …