Autor: Bauer Willi

Rübensaat in 5 Minuten (Video)

Am 7. April haben wir in nur einem Tag alle Rüben gesät. Genauer: säen lassen. In den nachfolgenden 5 Minuten sieht man alles:  vom unbearbeiteten Feld über Gärsubstrat-Ausbringung, Einarbeitung, Saatbeetbereitung und Saat. Vielleicht sehen ja Lehrer und Schüler zu. 1

Für Erntehelfer: Spargelstechen – so geht´s (Video)

Hier erst einmal ein Selbst-Test: habe ich das Zeug zum Erntehelfer: https://www.agrarheute.com/politik/selbstcheck-habe-zeug-erntehelfer-566950?utm_campaign=ah-mo-fr-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2020-04-03 Bei bestandenem Test: hier wird alles gezeigt: von richtiger Kleidung über Verpflegung bis hin zum richtigen Spargelstechen.   Wer sich für Technik interessiert: Hier ein Prototyp eines Spargelvollernters.  Weitere Modelle wurden schon vor über 8 Jahren entwickelt, haben sich in der Praxis aber nicht  durchgesetzt.   0

#zusammenhalten – Grüne Kreuze der Hoffnung

Noch immer stehen #grüne Kreuze in der Feldflur. Wir, die Graswurzler, haben uns überlegt, dass wir diese neu nutzen wollen: grün ist die Farbe der Hoffnung und das Wort „Hoffnung“ haben wir mit weißer Farbe auf den Querbalken geschrieben. Wir meinen, das passt ganz gut zu der Karwoche und dem Osterfest.  Wer will, kann auch eine Erklärung anbringen. Den Text haben wir als Word-Datei unten zum Herunterladen. Falls ihr noch etwas ändern wollt. Das Logo hat wieder Martin Grube gestaltet und er erhebt darauf keine Markenrechte.  Jeder darf es frei nutzen. Hier der Textvorschlag für das Kreuz: Und hier die Datei: Text Grüne Hände Word Wir würden uns  freuen, wenn ihr bis Grün-Donnerstag die weißen Buchstaben auf die grünen Kreuze schreiben könntet. Wahrscheinlich werden wieder viele fragen, was das denn soll. Und wir können es ihnen sagen. Denn in jeder Krise steckt auch eine Chance #zusammenhalten Euer Bauer Willi, ein Graswurzler     7

Spargelzeit…

Der Spargel ist, neben Erdbeeren, noch eine der wenigen Kulturen, auf die der Konsument im Frühjahr wartet. Klar, es gibt ihn das ganze Jahr über, dann kommt er aus fernen Ländern. Ab April, also jetzt, kommt er zunehmend von den heimischen Feldern und Höfen. Beim Spargel ernähren sich also viele Deutsche noch so, wie es sich Freunde der bäuerlichen Landwirtschaft wünschen: saisonal und regional. Da ist sogar ein kleiner Ausflug zum Bauern drin. Der ist übrigens ganz nett und damit sich die Fahrt auch lohnt, nimmt man noch ein Kilo Möhren und 2,5 kg Kartoffeln mit. Der Bauer soll ja auch was verdienen. Die Hände, die den Spargel ernten, sieht man nicht. Spargel stechen ist anstrengend, den ganzen langen Tag geht man meist gebückt. Geerntet wird bei Regen, Kälte und brütender Hitze. Anders geht es nicht. Und der Lohn ist mager. Meist wird nur Mindestlohn bezahlt. Viel mehr geht nicht, dann würde der Spargel zu teuer und dann will ihn keiner kaufen. 14 €/kg ist ja auch nicht gerade ein Pappenstiel, Spargel ist schon ein …

Anders einkaufen – nicht nur jetzt

Katarina Schickling ist Journalistin. Für die Sendung ZDF Zoom war sie eine ganzen Tag lang bei mir auf dem Hof. Danach gab es einige Auseinandersetzungen. Mittlerweile haben wir uns aber wieder „vertragen“, auch wenn wir durchaus unterschiedliche Blickwinkel auf die gleiche Sache haben. Nicht aber bei diesem Artikel, den ich sehr lesenswert finde. Ich stimme Katarina Schickling in nahezu allen Punkten zu. Kommentieren Sie gerne auf der Seite von Frau Schickling.   Der wahre Wert der Waren – Corona-Lehren, Teil 2   0

Sorgen in der Corona-Krise

Die Fachhochschule Südwestfalen (Soest) bittet um Mithilfe. Die Ergebnisse werden in Fachzeitschriften zu lesen sein. Ich habe den Fragebogen schon ausgefüllt und finde die Fragen  sehr interessant und praxisnah. Es lohnt sich auch für einen selbst, die Umfrage mitzumachen.  „Der Ausnahmezustand sorgt auch bei den Bauern für Sorgenfalten. Die Feldarbeiten lenken zwar ab, jedoch sorgt die unsichere Situation für Ungewissheiten im Betrieb und in der Familie. Was beschäftigt Sie jetzt? Mit welchen Veränderungen rechnen Sie? Welche Unterstützung brauchen Sie nun? Das wissenschaftliche Team von Prof. Mergenthaler des Bereichs Agrarökonomie (Fachhochschule Soest) will das nun herausfinden. Hierzu starten sie eine Befragung zur aktuellen Situation der Landwirtschaft in der Corona-Krise. Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei, dass die Sorgen und Wünsche der Landwirtschaft in der derzeitigen Situation in die Öffentlichkeit getragen werden können. Die Teilnahme erfolgt über diesen Link: https://fhswf2017.limequery.com/738774?lang=de Dieser ist für gut eine Woche freigeschaltet. Die Befragung ist freiwillig und nimmt circa 15-20 Minuten in Anspruch. Es wäre schön, wenn Sie sich für dieses wichtige Thema diese Zeit nehmen. Ihre Daten bleiben anonym und …

ACS und Glyphosat

Eine bemerkenswerte Aussage des französischen Agrarministers Guillaume im Fernsehen: Ca. min 1:15:     „Gibt es kein Glyphosat, dann scheitert der Wechsel zur konservierenden Landwirtschaft“ Ob eine so faktenbasierte Aussage auch in Deutschland möglich wäre???   Übrigens: Guillaume ist die französische Form des Namens Wilhelm. (Kurzform Willi) 🙂 13

Das Volk liebt Helden!

Am Wochenende habe ich viel im Internet gesurft. Ich habe viel von dem Frust, der Resignation und der Wut erfahren, die die Landwirte nach der Entscheidung über die Düngeverordnung jetzt umtreibt. Videos machen die Runde, in denen Milch vernichtet wird, da wird der Stinkefinger gegen Berlin gerichtet und Begriffe wie „Krieg“ und „Schlacht“ machen die Runde. Ja, die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt war nicht nur ungeschickt, sie war respektlos. Aber ganz ehrlich: wer hatte denn ernsthaft geglaubt, dass die Düngeverordnung nicht verabschiedet wird. In meinem Artikel vom 5. Dezember https://www.bauerwilli.com/runter-vom-gipfel/ habe ich sehr deutlich gemacht, dass „das Ding durch ist“. Alle Grünen Kreuze, alle Trecker-Demos haben nichts gebracht. Doch das stimmt nicht ganz: wir haben intensive Diskussion mit und um die Landwirtschaft in Gang gebracht. Wohlwollende. Und das ist unglaublich wichtig und nicht hoch genug zu schätzen. Sich Wertschätzung zu erarbeiten ist ein langer Weg, er ist mühsam, aber er lohnt. Wir wollen nicht den kurzen Applaus, die Likes heute, wir wollen die Herzen. Darum wäre es ein Fehler, in Zorn und Wut zurückzublicken und …

Was sonst noch geschah… (3 Videos aus letzter Woche)

Die vergangene Woche war geprägt von der Diskussion um Corona. Aber es wurde auch im Feld gearbeitet. Hier in kalendarischer Reihenfolge, was auf dem Feld bei uns und woanders passiert ist. Wegen des Windes könnte der Ton etwas besser sein… Es beginnt mit dem 26. März und Petersilie Es geht weiter mit Kartoffelpflanzen beim Nachbarn… …und dann noch das Spargelbeet hochfräsen im Nachbardorf. Hoffen wir, dass auch genügend Helfer zum Spargelstechen kommen. 2

Ein Modell wird Realität

Am 10.12.2012, also vor 8 Jahren, wurde die Bundestags-Drucksache 17/12051 veröffentlicht. Sie wurde kaum beachtet. Auf den Seiten 55 -88 wird modellhaft der Fall durchgespielt, dass ein SARS-Virus (und zu denen gehört Corona) aus Asien nach Deutschland gelangt. https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf?fbclid=IwAR3uvcIwi22ekpYcwoDemwAZnxmtVg2lkwWpj1XW3lYggjQU_LXspeReChk Die Parallelität zu den heutigen Ereignissen wird sehr deutlich. In der Drucksache werden modellhaft die Auswirkungen auf alle Bereich des Lebens sehr nüchtern und sachlich beschrieben. Auf Seite 74 geht es um Ernährungswirtschaft und Lebensmittelhandel. Dort ist – unter anderem – zu lesen: „Die Versorgung mit Lebensmittel ist nicht in gewohnter Menge und Vielfalt möglich. Mit Ladenschließungen ist zu rechnen, jedoch nicht flächendeckend.“ Welche weiteren Effekte noch eintreten können ist auch beschrieben. Aber das möge jeder selbst lesen. Vor allem Seite 64, wo man von 6 Mio. Infizierten ausgeht.  Wir sollten alle hoffen, dass es so weit nicht kommt. Auch manch anderes hat mich nachdenklich und besorgt gemacht. Aber wie gesagt, es ist ja nur eine modellhafte Betrachtung aus dem Jahr 2012. 3