Nachdenkliches über Bio
Das Interview mit dem „Bio-Papst“ Urs Niggli in der FAZ ist aufschlussreich. Die Überschrift lautet zwar etwas reisserisch „rechnet ab“, aber es ist eher nachdenklich. Nachdem er über 30 Jahre das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) geleitet hat, fragt er sich heute, ob mehr Bio möglich ist, was Bio für das Klima bedeutet und warum die Bio-Landwirtschaft sich so gegen neue Ideen und Entwicklungen wehrt.(Genomische Techniken, Pflanzenschutzmittel) https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/bio-vordenker-niggli-rechnet-mit-oekolandbau-ab-bio-bringt-fuers-klima-nichts-accg-201602935.html? Hier einige bemerkenswerte Zitate Der Ökolandbau ist ein interessantes Nischenkonzept. Aber er wird die großen Herausforderungen unserer Zeit nicht lösen. Eine wachsende Menschheit lässt sich mit Bio nicht ernähren. Weltweit haben wir zwei bis zweieinhalb Prozent Ökolandbau. Eine starke Zunahme würde die Ernährungssicherheit negativ beeinflussen, das kann man nicht wegreden. Die Erträge sind um 20 bis 50 Prozent geringer, je nach Betriebszweig. In dieser Form ist der Ökolandbau daher nicht geeignet, mehr als zehn Prozent der weltweiten Landwirtschaft abzudecken. Die Erkenntnis, dass gewisse Probleme durch die Technologiefeindlichkeit der Richtlinien des Ökolandbaus verursacht werden, hat mich dazu gebracht, diese zu hinterfragen. Muss dieses und jenes so geregelt sein? …










