Alois, Bauer Willi, Palla
Kommentare 186

Liebe Milchbauern, was für eine Milch soll ich kaufen?

Nachdem unsere Kühe ja weg sind und wir keine eigene Milch mehr haben, stehe ich nun regelmäßig vor der Frage was für eine Milch ich kaufen soll. Meine Familie trinkt viel und gerne Kuhmilch und bisher natürlich die eigene Rohmilch. Ich habe aber festgestellt, dass es mir in meinem Alltag zu umständlich ist, nur wegen recht kurz haltbarer Rohmilch zum nächsten Milchviehbetrieb zu fahren. Der ist ja auch ein paar Kilometer weg und leider bietet hier kein Betrieb neben der Milch noch weitere Lebensmittel an. Einen Betrieb mit einer eigenen Molkerei und entsprechender Vermarktung gibt es in meiner Gegend auch nicht, aber ich habe gelesen, dass es Betriebe, wie die Hemme-Milch gibt, die ihre Milch in Norddeutschland und in Brandenburg erfolgreich selbst verarbeiten und vermarkten. Gibt es da noch mehr davon und wie finde ich die?

So stehe ich nun, wie jeder Andere auch, vor dem Kühlregal mit den verschiedenen Milchsorten und –marken und suche nach frischer, konventioneller Vollmilch. Nachdem ich aber gerade jetzt meine Berufskollegen unterstützen möchte, würde ich gerne Milch von einer Molkerei kaufen, die einen hohen Milchauszahlungspreis hat. Aber das steht ja nicht auf der Verpackung. Lässt sich aber recherchieren. Leider liegen da sehr viele Molkereien irgendwie dicht beieinander.

Die Handelsmarkenmilch kaufe ich ganz bestimmt nicht, weil ich finde, dass diese Milch grundsätzlich zu billig ist und da jedes Mal eine andere Molkerei als Abfüller draufsteht. Da werden die Molkereien beliebig austauschbar und die Wertschöpfung ist im Keller.

Ich könnte auch die Milch von der nächstgelegenen Molkerei nehmen, von der ich weiß, dass viele meiner umliegenden Kollegen ihre Milch dorthin liefern. Regionale Kreisläufe finde ich wichtig. Aber ich weiß auch, dass der Auszahlungspreis unserer nächstgelegenen Molkerei eher unterdurchschnittlich ist. Haben die Kollegen dann wirklich was davon, wenn ich ihre Milch kaufe?

Viele Märkte bieten auch Milch an auf der steht, dass die Erzeuger 10 Cent mehr bekommen. Das ist doch mal ein guter Ansatz und regional scheint die auch zu sein. Aber von welchem Preis gehen die da wohl aus, hoffentlich nicht von dem für die Handelsmarkenmilch? Tatsächlich kommt da beim Erzeuger nur ein Bruchteil der 10 Cent an und die Nachfrage scheint bislang auch nicht so toll zu sein. Erste Marken, wie die der Fa. Rewe wurden bereits wieder eingestellt. Schade!

Einfach Biomilch zu kaufen wäre auch eine Möglichkeit, denn die Biokollegen sind um ihre Auszahlungspreise zu beneiden. Laut Milchindustrie-Verband liegt die deutsche Biomilchanlieferung aber bei 3 Prozent und die meiste Biomilch kommt aus dem Ausland. Da ist also den deutschen Milchbauern insgesamt auch nicht geholfen.

Dann ist da noch die bunt umworbene Alpen- oder Weidemilch. Klingt toll, aber hier ist teilweise nicht zu erkennen, ob die Erzeuger fair bezahlt werden. Den besten Eindruck habe ich von der Berchtesgadener Land Molkerei, die seit Jahren mit Abstand den besten Milchpreis auszahlt, und von der Marke Sternenfair, bei der Milch aus Bayern, Baden-Württemberg und NRW vermarktet wird und die einen Auszahlungspreis von 40 Cent/l garantieren, was hoffentlich auch tatsächlich zutrifft. Bei uns im Süden sind deren Produkte gut zu bekommen, aber wie sieht’s da in anderen Regionen Deutschlands wohl aus? Gibt’s für die Kollegen im Norddeutschen Raum eigentlich keine erzeugerfreundlichen Marken der Molkereien?

Was ist eigentlich aus der vom Bundesverband Deutscher Milcherzeuger (BDM) mit großem Engagement eingeführten Marke „faire Milch“ geworden? Ich habe entdeckt, dass es die trotz einiger interner Schwierigkeiten noch gibt und man sie sogar bei einem Online-Supermarkt bestellen kann. Leider nur als H-Milch. Aber wie hoch ist eigentlich der von unten nach oben kalkulierte „faire“ Milchpreis?

Liebe Milchbauern, könnt ihr mir helfen? Mit welcher Molkerei seid ihr denn, mal abgesehen vom allgemein zu niedrigen Preisniveau eigentlich zufrieden und welche Erzeugermarke soll ich denn nun kaufen?

Eure Palla

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186 Kommentare

  1. Ostbauer sagt

    O man; Ich hatte ja gestern zum Ausklang des Wochenendes so die leise Hoffnung .
    Da machst du heute ahnungslos den Blog auf und dann DAS.
    Hugo hat den Mops noch immer nicht gefunden.

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  2. Schmetterling sagt

    Guten Tag euch Allen,

    diese Unterhaltung hier ist ziemlich überflüssig.

    Denn EGAL wie die Kühe gehalten werden, die Menschheit konsumiert VIEL ZU VIELE Milchprodukte!!!
    Was bedeutet, dass würde man vollkommen auf Weidehaltung umsteigen wollen, wäre dafür nicht ausreichen Platz um dieser massiven Nachfrage an Milch und Milchprodukten nachzukommen!

    Wer sich also für Weidehaltung einsetzt bzw. für eine generell bessere Behandlung der Tiere, sollte sich erstmal über seinen persönlichen Konsum Gedanken machen der es überhaupt erst möglich macht das Kühe überhaupt mittlerweile in Massen gehalten werden müssen.

    Mehr dazu auch zum Beispiel in „Cowspiracy“

    https://www.netflix.com/de/title/80033772

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    • Bauer Willi sagt

      @Schmetterling
      „Die Menschheit konsumiert zu viele Milchprodukte“. Können Sie das belegen? Oder reicht dazu ein Link auf einen hinlänglich bekannten Film?
      Ein wenig mehr Niveau wird schon erwartet.

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    • hugo sagt

      Das ist ein gutes Argument.
      Das mit dem ausreichend Platz würde sich einpendeln wenn der Milchkonsum fällt. Vorausgesetzt die Tierhaltungsgesetze werden entsprechend verschärft. Aber viele Bauern wollen am bestehenden System nichts ändern.

      ABER warum produzieren unsere Bauern heute mehr als benötigt wird?
      Warum halten Bauern die Tier nicht artgerecht wenn dieses mehr an Milch gar nicht benötigt wird?

      https://www.youtube.com/watch?v=EyxGRh3PBcg
      Molkereien reden den Bauer gut zu weniger Milch zu produzieren.
      So seien in jüngster Zeit auch die Milchviehhaltung in den Fokus der Diskussionen geraten. Dies erschwere die Kommunikation und Vermarktung der Berchtesgadener Premiummilch, heißt es im Rundschreiben.

      Warum schieben Bauern die Schuld immer auf den Konsumenten ab wenn doch sie die Verursacher des zuviel an Milch sind?
      Keine andere Induistrie kann es sich leisten Überschüsse zu produzieren und unter Herstellungskosten zu verhöckern außer der subventionierten Landwirtschaft.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Hugo, gerade jetzt in der Corona-Krise zeigt sich doch, wie wenig nachhaltig die gesamte übrige Wirtschaft ist. Gastronomie, Hotelerie, Reiseunternehmen…die haben nicht einmal für 4 Wochen Kapital zum überleben. Hugo, ist es nicht langsam genug der dümmlichen Volksverblödung wegen der Anbindung von Kühen? Ich hoffe, du wirst niemals Hunger leiden und an den Toren der Anbindehalter klopfen müssen, um ein Glas Milch zu bitten….echt, langasm könnte dein Hirn doch mal klick machen.

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        • hugo sagt

          Coronakrise und 50 Jahre Mißwirtschaft in der Landwirtschaft sind nicht das gleiche.
          Und wenn jemand einen Milchstraßenweg mitkonzipiert bei der man Kühe nur gegen Voranmeldung sehen kann um die Stallhaltung als eine artgerechte und legitime Haltungsform zu bewerben, dann frag ich mich wer die Menschen verdummen und verblöden will.

          Wenn Sie diese Haltungsform für artgerecht halten und dafür Entschudigungen und Ausreden parat haben dann wird es bei Ihnen im Hirn nie Klick machen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ooooh, Hugo hat mich gegoogelt! Tja, Hugo, die Idee ist nun fast 25 Jahre alt…..und es ist immer gut, wenn Leute, gerade solche wie du, sich vorher anmelden und nicht plötzlich unangemeldet im Melkstand stehen. Findest du es schön, wenn morgens vor dem Frühstück schon dutzende Leute vor deiner Wohnungstür stehen und um Einlasss bitten, um zu schauen, was du so machst?
            Ich habe die Haltungsform der Anbindung bereits vor über 20 Jahren angeprangert….aber ich bin nicht so störrisch und verbohrt, nicht die Umstände der Situation einordnen zu können, und den Menschen hinter dem Problem zu sehen. Was du machst ist irrationaler Extremismus, man könnte auch sagen ein „Wahn“.

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            • Hugo sagt

              Wer seine Kühe artgerecht hält braucht keine Voranmeldung weil man diese Kühe dann im Vorbeiradeln auf der Weide sehen könnte.
              Wenn es Extremismus ist hier zu schreiben und auf einen Mißstand hinzuweisen und damit vor allem auch diese etwas erbärmlichen Entschuldigungen zu relativieren dann bin ich Extremist.
              Wenn Sie aber auf jedes meiner Argumente sofort antworten und quasi meine Meinung über Anbindehaltung untergraben wollen, was sind dann Sie?
              Man beißt die Hand nicht die einem ernährt, sich aber deswegen so ins Zeug legen für diese Art der Tierhaltung ist auch nicht richtig.
              Und wenn man sowas seit über 20 Jahren anprangert und dann andere daran hindern will dies auch zu tun weil 20 Jahre anscheinend nichts bewirkt haben dann sollten Sie bemerken das viele Bauern daran nichts, aber auch gar nichts ändern wollen.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Hugo, du musst das Leben nicht immer durch eine einzige Brille sehen. Es gibt wirklich dringendere Probleme, als angebundene Kühe. Und im Winter gibt es nunmal kein Gras, das Kühe fressen können, und der Boden ist so aufgeweicht, dass keine Kühe auf den Weiden stehen können….Hugo, Winter ist Stallzeit, sogar in Irland. Wann checkst du das eigentlich?

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                • Hugo sagt

                  Aber im Sommer gibt es genügend Gras, warum bleiben dann sooo viele Kühe trotzdem im Stall?
                  Im Winter gibt es Heu und Irische Kühe sind fast das ganze Jahr draußen und bekommen meist auch während der kurzen Zeit im Stall eher frisches Gras.
                  Woher kommt bei Ihnen diese verbissene Haltung das Anbinde-und reine Stallhaltung gut ist?
                  Sie haben selber behauptet das Sie schon seit 20 Jahren gegen die Anbindehaltung sind und dies immer wieder angeprangert haben.
                  Oder haben Sie das nur 1x vor 20 Jahren gemacht?

                  Hier im Inntal und rings um den Schliersee sehe ich so viele Kühe auf den angrenzenden Weiden der Freilaufställe, warum können es diese Bauern?

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                • Brötchen sagt

                  Hugo, sie müssen aber auch versuchen zu Argumente ein wenig zu verstehen!

                  Ansonsten machen ich mir nicht die Mühe Ihnen das zu erklären:

                  „Im Winter gibt es Heu und Irische Kühe sind fast das ganze Jahr draußen und bekommen meist auch während der kurzen Zeit im Stall eher frisches Gras.
                  Woher kommt bei Ihnen diese verbissene Haltung das Anbinde-und reine Stallhaltung gut ist?“

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                • firedragon sagt

                  Hugo,
                  wenn es Dich wirklich interessiert, warum ein Viehhalter seine Tiere so hält und ein anderer eben anders – warum fragst Du nicht den jeweiligen Halter direkt?
                  Hier wirst Du die eine Antwort auf alle möglichen Probleme und Fragen nicht finden. Keiner kann von außen in den jeweiligen Betrieb (ganz egal, um welche Betriebsform es sich handelt) reinschauen. Nachvollziehbar erklären kann das nur der Betriebsleiter selbst, warum etwas ist, wie es ist.

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                • Brötchen sagt

                  Übrigens auf RBB kommt ein DDR Film von 1977 da ist kurz Rinderhaltung zu sehen, Färsen auf der Weide, Ochsengespann und Kühe im Stall.
                  „Ein irrer Duft von frischem Heu“
                  Die Farben sind schön.
                  Man sieht auch eine Kuh mit einer sehr guten Euterform!
                  Der Film ist vielleicht nicht ganz so interessant.
                  Aber Zeitdokument, vielleicht etwas sehr geschönt.

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                • hugo sagt

                  Guten morgen Brötchen,

                  Gibt es Argumente dafür, das seit über 50 Jahren Anbindehaltung erlaubt ist und von den Bauernverbänden weiterhin verteidigt wird?
                  Viele Bauern wollen weiterhin diese Form der Anbindehaltung beibehalten und das im Jahre 2020!
                  Ich halte es auch für absolut unfair das die Bauern, die aufs Tierwohl bedacht sind, investieren um artgerechte Haltung zu ermöglichen dadurch in einen Wettbewerbsnachteil kommen.
                  Die uneinsichtigen investieren nichts und sparen Arbeitszeit zu ungunsten des Tierwohls.
                  Warum wird mein Statement für das Tierwohl nicht einfach so stehen gelassen sondern ständig gibt es Argumente dagegen?

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                • firedragon sagt

                  Du Brötchen,
                  der „irre Duft von frischem Heu“, vermischt sich bei uns (in der Ernte) mit dem „Duft“ arbeitsreichem Schweißes 😓

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                • Hugo sagt

                  hallo firedragon,

                  Ich bin für ein generelles Verbot der Anbindehaltung.
                  Gleiches Recht für alle Tiere, warum dürfen Pferd, Hund und Sau nicht mehr an die Kette und die Kuh schon?
                  Ich bin für einen fairen Wettbewerb unter Milchbauern, d.h. erst wenn ein Tierhalter seine Tiere artgerecht hält sollte er überhaupt als Bauer anerkennt werden und Subventionen bekommen.
                  Es ist keine Ausrede das man nicht die Vorraussetzungen für artgerechte Haltung vorweisen kann, dann sollte man sich halt verantwortungsvoll überlegen dies zu beenden.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo, warum schreibst du nicht einfach: Anbindehaltung find ich scheiße!, Punkt
                  Wenn du aber immer neue Dümmlichkeiten dazufügst, die einfach nicht stimmen, dann sieht es für dich immer so aus, als wenn wir die Anbindehaltung verteidigen. Nein, wir widerlegen lediglich dein „um das Thema Herumgefasel“——auch in Irland wird Silage gefüttert, Silage hat nichts mit Anbindung zu tun, auch angebundene Kühe fressen Heu, im Winter kann man in unseren klimatisch vorgegebenen Breiten keine Kühe auf die Weide lassen, wenn Kühe auf der Weide stehen, und es wie im letzten Jahr und im Jahr davor Trockenheit gibt, müssen die Tiere aufgestallt werden, sonst verhungern sie, unabhängig ob angebunden oder nicht…..usw, usw.
                  Also Hugo, bleib bei deiner Meinung, aber füge nicht ständig neue Sachen hinzu, die mit der Anbindung nichts zu tun haben, dafür hast du einfach zu wenig Wissen!

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                • hugo sagt

                  Hallo firedragon,

                  Es gibt noch Bergbauern die so arbeiten müssen und dies auch tun.
                  Das manche sowas dann ins lächerliche ziehen finde ich nicht richtig.
                  Das der großteil nur noch mit 400 PS klimatiiserten Treckern über die Wiesen düst und in einem Arbeitsgang mäht und erntet und es den angebundenen Kühen im Stall vors Maul wirft ist halt bequemer als die Kuh zum grasen ins freie zu lassen.

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                • firedragon sagt

                  Hugo,
                  Du scheinst Kommentare lesen zu können, aber verstehen tust Du sie nicht!

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                • hugo sagt

                  Hallo Herr Seevers,

                  Im Mittelalter und auch anfang des vorigen Jahrhunderts war es üblich das die Tiere im Sommer auf die Weide kamen. Kein Mensch hat im Mittelalter seine Tiere so schlecht behandelt wie unsere Neuzeit!

                  Und das die Bauernverbände diese NEUE Form der 24 Std. x 365 Tage Anbindehaltung beibehalten wollen ersehen Sie aus diesem Statement des BBV:
                  Der BBV kämpft gegen ein Verbot der Anbindehaltung, wirbt aber zugleich für Weiterentwicklung und Alternativen zur ganzjährigen Anbindehaltung auf betriebsspezifischer Ebene.
                  Der BBV lehnt jegliche Fristsetzung entschieden ab.

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                • hugo sagt

                  Hallo Brötchen,

                  Finde ich toll und ich seh auch das es fruchtet.
                  Jetzt müsste nur noch der BBV seine Meinung ändern um eine rasche Verbesserung zuzulassen.
                  Das sich die Zahl der ganzjährig angebundenen innerhalb von 8 Jahren erst halbiert hat ist nicht rasch sondern eher schleppend, meiner Meinung nach. Aber immerhin ein positiver Trend.

                  Und wenn nicht der Verbraucher Druck machen würde hätte es dieses Umdenken seitens der Bauernschaft nicht gegeben.

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              • hugo sagt

                Hallo Herr Seevers,

                Was soll das Gefassel von verhungernden Kühen?
                Einer Kuh artgerechte Möglichkeit bieten sich zu bewegen hat doch nichts mit verhungern zu tun.
                Das man den Tieren im Winter Nahrung im Stall anbieten muß ist ja wohl selbstverständlich, aber das man sie deswegen komplett wegsperrt ist falsch.
                Ihre Argunmente entbehren einer gewissen Logik.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich glaube eher du hast einen an der Marmel: Zitat Hugo: „Gibt es Argumente dafür, das seit über 50 Jahren Anbindehaltung erlaubt ist und von den Bauernverbänden weiterhin verteidigt wird?“

                  Es gibt keine Erlaubsverordnung für ein Haltungsverfahren. Das hat sich aus dem Spätmittelalter so entwickelt, oder meinst du, die Bauern haben früher die Kühe einfach so über die Diele spazieren lassen?
                  Man Hugo, sag einfach Anbindehaltung find ich scheiße und gut is, nicht weiter Dümmlichkeiten verbeiten, das provoziert nur weitere Texte.

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                • Hugo sagt

                  „Es gibt keine Erlaubsverordnung für ein Haltungsverfahren“

                  Wo leben Sie den?
                  Für Pferde, Schweine und Hunde gibt es ein Verbot der Kettenhaltung. Für Kühe leider noch nicht.

                  Und es gibt für zivilisierte Menschen den Begriff Tierschutz und Tierwohl und artgerechte Haltung von Tieren.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo, lies noch mal dein eigenes Geschafel: „„Gibt es Argumente dafür, das seit über 50 Jahren Anbindehaltung erlaubt ist und von den Bauernverbänden weiterhin verteidigt wird?“
                  Wann wurde die Anbindehaltung erlaubt? Jahr, Monat, Tag bitte genau angeben…Mann, bist du echt so beschränkt

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Welcher Hugo/hugo ist eigentlich der echte Hugo? Ich blicke das langsam nicht mehr….oder hat er sich vervielfältigt, um sich wetre verbreiten zu können, um so zusagen viral zu gehen?
                  hugo oder Hugo, wenn du ein wenig Ahnung hättest, nur ein ganz wenig….über Schwanzfütterung oder Weideochsen-Haltung, dann würdest du die Vergangenheit nicht, wie so viele Menschen, nur durch die rosarote Brille sehen….ich bin raus!

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                • Brötchen sagt

                  das ist die Stellungnahme des Verbandes dazu:

                  https://www.milcherzeugerverband-bayern.de/fileadmin/user_upload/_Presse-Service/Kombihaltung-gemeinsame-Definition-1.

                  https://www.milcherzeugerverband-bayern.de/themen/rubrik-fuer-verbraucher/wissenswertes/tierwohl-im-anbindestall/

                  Zitat:

                  Weiterentwicklung statt Verbot | In Bayern setzt man auf Kombinationshaltung, wenn es um rasche Verbesserungen beim Tierwohl geht. Verbände der Erzeuger und Milchverarbeiter haben sich im Frühjahr 2019 auf einen Standard bezüglich der Kombinationshaltung festgelegt.“

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                • Hugo sagt

                  Hallo Herr Seevers,

                  Sie haben das Mittelalter als angeblichen Beginn der Ganzjahresanbindehaltung bemüht.
                  Kann Ihnen Generationen von Menschen auflisten, die Ihren Lebensunterhalt mit dem hüten von Nutztieren verdient haben.

                  Ganzjährige Anbindehaltung hielt erst Einzug mit dem Traktor, mit der Möglichkeit das Gras zum Tier zu bringen und nicht umgekehrt das Tier auf die Weide zu lassen.
                  D.h. seit ca. 70 Jahren hat sich diese Form „eingeschlichen“, wurde leider legalisiert und wird heute noch unbelehrbaren verteidigt.

                  Ich seh nicht die Vergangenheit, die Sie sehen in der es angeblich schon seit dem Mitelalter Ganzjahresanbindehaltung gab.
                  Ich seh hier und jetzt das es trotz Mechanisierung oder gerade deswegen diese qualvolle Form der Kuhhaltung gibt.
                  Das Tiere früher die Arbeit verrichten mussten die heute Traktoren erledigen ist mir durchaus bewusst aber die Zeiten ändern sich.

                  Nur für einige ewig gestrige soll alles so bleiben wie es ist obwohl erwiesenermaßen falsch.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Für Pferde, Schweine und Hunde gibt es ein Verbot der Kettenhaltung. Für Kühe leider noch nicht.“

                  Also die Anzahl der Schweine, die wir gemästet haben, hielt sich in Grenzen. Soweit ich zurückdenken kann,
                  hatten wir bei Schweinen keine Anbindehaltung

                  Ja, wir tun was für das Tierwohl und das bereits schon seit mindestens 60 Jahren.

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                • hugo sagt

                  Spricht für Sie.
                  Aber anscheinend gabs damals auch schon unbelehrbare die nur durch ein Verbot davon abgehalten werden konnten.
                  Und so ein Verbot muss auch für Kühe her, auch da gibt es die mehreren die ihren Tieren freilauf lassen und die unbelehrbaren die es seit 60 Jahren anders halten und vom BBV auch noch unterstützt werden.

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                • Brötchen sagt

                  @Ehemaliger Sauen wurden bis in die 80ziger auf dem abferkelplatz mit einem Brustgurt angebunden. Zu ostzeiten. Um die Sau war ein einfacher Bügel, wegen der erdrückungsverluste.

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          • Karl Timme sagt

            Hugo, die Art Ihres Vorgehens, ist die gewisser Gruppen. Argumentationen mit einem kleinen prozentualen Wahrheitsgehalt werden solange in die Wiederholschleife gelegt bis sie zur Wahrheit mutieren ( BMEL: Dieses Pferd (Glyphosat) ist tot geritten). Dies wird Ihnen in diesem Forum nicht gelinge, dafür herrscht hier zu viel Sachverstand.

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            • Hugo sagt

              Und dieser „Sachverstand“ führt dazu das sich immer mehr Glyphosat im Bier, im Honig und sonstwo anreichert.
              Imker können ihren Honig nicht mehr verkaufen da sich zuviel Glyphosat darin befindet.
              Im Bier findet man 14 Mikrogramm Glyphosat.
              Alles mit Sachverstand ausgebracht.
              Und Kühe 24 Std. x 365 Tage angebunden halten ist auch Sachverstand.

              Ich bezweifle bei etlichen Bauern diesen Saachverstand, leider sind das die unbelehrbaren die nur per Gesetz zu einem Umdenken zu bewegen sind.

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  3. Hugo sagt

    Heumilch, besser für das Tierwohl, besser für den Bauern und besser für die Umwelt

    Die wichtigste Bestimmung des Heumilchregulativs ist das
    Verbot der Verfütterung von Silage, sowohl von Gras- als
    auch von Maissilage. Daraus ergeben sich die drei wissenschaftlich
    bestätigten Vorteile der Heumilch:
    1. Käsereischädliche Clostridiensporen unter 200 / Liter
    2. Keine Geruchs- und Geschmacksfehler durch Silage
    3. Mehr Omega-3 Fettsäuren in der grasbasierten Heumilch

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      • Hugo sagt

        Ja dann freu Dich doch, bist also meiner Meinung das es anders, besser geht als herkömmlich.
        Und sogar bis in Deine Gegend hats sich das rumgesprochen und wird praktiziert, find ich toll.
        Meine Rede, jungen Bauern braucht das Land, innovative Menschen die dazulernen und nicht im ewig gestrigen verharren wollen.
        Und denen liegt das Tierwohl so sehr am Herzen das Sie sich nicht hinter einem Tierschutzstandard verstecken würden.
        3 tolle Mädels auf die Ihr stolz sein könnt.
        Und vor allem keine die nur meckern sondern sich den Herausforderungen stellen.
        Danke für diesen interessanten Hinweis.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Warum sollte ich auf die Leistungen anderer stolz sein……merkwürdige Weltsicht.
          Man kann wohl kaum die Strukturen und Voraussetzungen Österreichischer Milchviehhalter mit denen aus dem Norddeutschen Raum vergleichen.
          Wann lernst du zu differenzieren?

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          • hugo sagt

            Wer vergleicht den?
            Hier gehts um die Frage welche Milch man kaufen sollte.
            Und unabhängig von Strukturen, Voraussetzungen, geologischen Gegebenheiten ist eins wichtig.
            „Keine Milch aus Anbindehaltung“=minderwertige Milchqualität
            Und hier wird ständig behauptet das es nicht anders geht, weil Tierschutzstandard das ja erlaubt, weil sonst bäuerliche Strukturen zerstört werden, weil sonst die Landschaftspflege nicht mehr gewährleistet wird u.s.w.
            Und hier bewiesen Mädels aus dem Norden das es geht und im östrrreichischen und bayerischen Raum zeigen Heumilchbauern auf das es geht.
            Und meist kommt auch noch bessere Milchqualität dabei raus als diese Einheitseiweißplörre aus „Hochleistungskühen“.
            Und diese Milchbauern schreinen nicht unisono nach höheren Milchpreisen sondern wissen was freie Marktwirtschaft bedeutet und spezialisieren sich und modernisieren.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Welche Milch gekauft wird, entscheidet der Verbraucher!

              Kauft der Verbraucher die Heumilch zu einem Preis, die den Bauer zufrieden stellt, dann werden noch mehr Bauern umstellen, so einfach ist das.

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              • hugo sagt

                Guten morgen,
                kaum fällt das Wort Anbindehaltung schon kommt der Anbindetroll zum vorschein ;-)))
                Ja, der Verbraucher kauft immer mehr hochwertige Milch aus Irland und vom Heubauern.
                Ist doch gut so.
                Aber ja von Anbindehaltung auf artgerecht umstellen muß der Verbraucher bezahlen, klingt wie „Schutzgelderpressung“.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Es ist dien persöhliche Meinung, wer jedoch von dem Geschäft keine Ahnung hat, soll andere nicht als Troll bezeichnen, sie sind der Troll, der jetzt tagelang den Block zumüllt.

                  Jetzt nochmal für den Hugo.

                  Die Kleinbetriebe haben nicht das Geld um ihren Stall zu einem Laufstall umzubauen.

                  Entweder machen die weiter mit Anbindehaltung, oder sie geben auf.
                  Die Auswirkungen auf die Landschaft, ist bei den Einwohnern der Dörfer und der Gastronomie noch nicht angekommen.

                  Die selben, die nach Natur schreien, die selben schreien nach „Eigentum verpflichtet.

                  Wir alle schimpfen auf die Politik, bei der Anbindehaltung wissen manche, was bei einem Verbot auf die Landschaft zukommt.

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                • Hugo sagt

                  Nochmal für die die noch nicht angekommen sind.
                  Welche Art von Auswirkung hat eine Anbindehaltung wenn Tier im Stall eingesperrt sind und man diese NIE sieht?
                  Ob ein Stall leersteht oder ob der Stall voll ist ändert nichts an der Landschaft außer einer Überdüngung und zuviel Gülle.
                  Diese Art der Landschaftsveränderung ist ja schon lange angekommen, gylphosatverseuchte Felder und Wiesen auf die man nicht mal mehr eine Sau rausläßt, geschweige den eine Milchkuh.

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              • Paulus sagt

                @ Ehemaliger,
                „Die Auswirkungen auf die Landschaft, ist bei den Einwohnern der Dörfer und der Gastronomie noch nicht angekommen.“
                Deine Aussage stimmt nicht so ganz. In dem Dorf aus dem ich stamme gibt es mittlerweile nur noch einen Kuhbauern ganz am Ortsrand, aber etliche Pensionen, FeWo und zwei kleinere Hotelbetriebe. Ansonsten nur noch Grünland, Weihnachtsbaumplantagen und Wald. Nicht nur diejenigen, die vom Fremdenverkehr leben, egal ob im Haupt- oder Nebenerwerb, sondern auch die anderen Einheimischen wünschen sich, dass wieder Vieh auf der Weide steht und haben diesen Wunsch massiv an ihn herangetragen.
                Nur, wie soll der das mit seinem modernen Laufstall und den angepassten Betriebsabläufen denn machen? Dort gibt es noch nicht mal mehr Zäune. Ich kenne ihn gut und auch seine motivierte Nachfolgerin. Die können vielleicht in unmittelbarer Nähe des Stalles ein paar Viecher auf die Weide stellen, mehr ist aber nicht drin. Allein ein paar Rindviecher von der einen auf die andere Seite einer Kreis- oder Landstraße zu treiben scheint ja schon gar nicht mehr so einfach zu sein. Und jetzt kommt das Entscheidende: glaub mal nicht, dass die Fordernden Kuhscheiße auf der Dorfstraße oder den Spazierwegen dulden. Das muss alles schön clean sein.
                Ist so ähnlich wie hier im Rheinland. Alle finden die Schafe auf den Rheinwiesen ganz toll. Sobald Schafscheiße auf dem asphaltierten Deichweg liegt, hört die Freundschaft schlagartig auf.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Paulus, es ist irgendwie auch ein Armutszeugnis, dass sich Landwirte einem Wunschbild bestimmter Bevölkerungsgruppen unterordnen sollen. Genauso könnte man fordern, dass die Menschen wieder zu Fuß gehen, anstatt mit Auto oder Motorrad sich fortbewegen. Wer Idylle will, der muss dafür auch zahlen, oder selbst dafür sorgen, dass Idylle entsteht.
                  Man versucht über den Umweg des Tierschutzes eine Idylle zu erzwingen, dem darf sich die Landwirtschaft nicht ergeben.
                  Es wird auch in Zukunft weitere Nutzungskonflikte geben, da muss man das nicht auch noch unterstützen. Wer es möchte, der kann ja seine Rinder raustreiben, aber ohne Zwang.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Nichts neues.

                  Letztes Jahr hat sich ein vor 10 Jahren zugezogener beklagt, dass die Winzer im Weinberg mit dem Trecker rumfahren.

                  Habe im Empfohlen, wenn ihn der Krach stört, dann soll er wieder in die Stadt zurück, wo er herkommt.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Rheinhard,
                  die Tierschutzidylle wird nie kommen, vorher hört jeder auf, weil es Finanziell nicht darstellbar ist.

                  Viel leicht noch in der Hobbyhaltung.

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                • firedragon sagt

                  Paulus,
                  ist schon so, wie Du’s beschreibst.
                  Es ist natürlich immer besser, wenn Tiere (ganz allgemein) Bewegungsfreiheit für ihre Verhältnisse vorfinden, keine Frage.
                  Hängt aber immer auch immer mit den Gegenheiten zusammen, wie einzelne Betriebe das gemanagt bekommen.
                  Vor ewigen Zeiten gab es in unserem Betrieb die Anbindehaltung, ohne Weide oder Auslauf. War ganz normal, die Tiere wurden zur Arbeit gebracuht und hatten somit ihren „Auslauf“. Die waren dann auch „froh“, wenn sie im Stall bleiben durften.
                  Vor etwa 30 Jahren kamen die Kühe in Boxenlaufställe, war schon mal ein Fortschritt, es wurde aber auch nicht mehr gemolken, wa wurde auf Mutterkuhhaltung umgestellt, aber immer noch keine Weide oder Auslauf, Mittel im Ort war das ein Unding.
                  Mittlerweile haben wir Flächen erhalten, die umzäunt sind, die Tiere sind im Sommer draußen. Aber es ist schon ein Aufwand, die Viehcher müssen halfterführig sein, da wir durch’s halbe Dorf müssen – nicht so einfach, da Autofahrer keine Rücksicht nehmen, Anwohner die Fladen monieren und Kinder unbedingt alles streicheln wollen. Nur biste froh, wenn die Viehcher laufen, daß sie laufen und wenn’s zu schnell wird, kannste keine Kinder zwischendrin gebrauchen.
                  Dann haste viel Arbeit mit dem Zaun, freischneiden, Äste und Bäume zurechtsägen. Die Wiesen haben wir komplett hundesichersicher umzäunt (kann auch kein Wolf rein), da wir eine „Hundehochburg“ sind und die Köter kannste auf den Wiesen überhaupt nicht gebrauchen. So und das ist jetzt ’ne „normale“ Wiese. Es gibt noch eine im Wald – Wildschweinhochburg, ich glaube ich brauche nicht weiterschreiben, was das für ein täglicher Aufwand ist, den Zaun abzulaufen und zu flicken.
                  Machen wir alles gerne, die Viehcher finden es bedingt gut (Stechmücken- und Viehbremsenplagen), aber wir verdienen damit nicht unser Brot, als Haupterwerb ist das untragbar !

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                • Hugo sagt

                  Kein Mensch will Idylle auf Kosten des Tierschutzes außer vieleicht ein paar Abgebrühten.
                  Und dafür zahlen, ja das klint nach Schutzgelderpressung, entweder Ihr zahlt oder das Tier muß leiden.
                  Tolle Argumentation, sag ich doch, ohne Gesetz gehts so nicht weiter weil die nötige Einsicht seit 50 jahren nicht durchkommt.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Hugo, woher weißt du, dass Derboven nicht nach höheren Milchpreisen „schreit“?
              Wie viel Milchanteil denkst du, können sie aus den täglichen 16000kG Milch als Käse verkaufen? Du hats so wenig Ahnung von Milcherzeugung, wie der Papst von Sex.

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              • hugo sagt

                Wie gesagt es geht hier darum welche Milch man kaufen soll.
                Und das wichtigste Kriterium ist nun mal „Keine Milch aus Anbindehaltung“.
                Ich kann es gerne immer wieder wiederholen, das ist es wert.
                Bin ja keine Kuh, woher sollte ich Ahnung von Milcherzeugung haben.
                Aber wenn Du meinst das Du Dich soweit mit einer Kuh identifizieren kannst dann kannst uns ja sagen ob die 24Std. x 365 Anbindehaltung angenehm ist oder nicht.
                Bis später, geh jetzt Weißwurstessen bevor hier auch die Gaststätten schließen müssen ;-)))

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Bin ja keine Kuh, woher sollte ich Ahnung von Milcherzeugung haben.“

                  Ist der Bauer eine Kuh?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Hab total vergessen,
                  ist das Stück Sau in der Wurst auch von glücklichen Schweinen, Freilandhaltung und so?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Hugo, die Kühe von Derboven sind aber „Eiweißplörre-herstellende Hochleistungskühe“, die auch Käse aus Silage erzeugen…..und nun? Dein eingeschränktes Weltbild mit extremistischen Zügen und paternalistischen Forderungen sind schon fast pathologisch.

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              • Hugo sagt

                Sei doch nicht so kleinlich und so einseitig. Sind diese Tiere 24Std. x365 Tage angebunden?
                Laut den Bildern nicht, also doch ein erfolgreicher Anfang von jungen, inteligenten und vor allem erfolgreichen Mädels die wissen wie’s geht.
                Fast könnte man meinen Du bist denen neidisch und willst deren Modell schlechtreden.
                Stell Dich vor dem Spiegel und üb Deine Fremdwörter.

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              • hugo sagt

                Hallo Herr Seevers,
                Die Kühe von Derboven sind Ihrer Meinung nach Hochleistungskühe?
                „Am Tag gibt eine Kuh etwa 35 l Milch“
                Bin zwar nicht vom Fach wie Sie aber 35 l Milch am Tag sind doch keine Hochleistungskühe, das kann doch jede irische Kuh besser, die an 320 Tagen im Jahr auf der Weide steht.

                Und diese ganze Diskussion weil ich gegen Anbindehaltung bin und die Verbraucher für eine bessere Milch begeistern will.

                Finde Ihr Verhalten trollig ;-))))

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                • Brötchen sagt

                  Herr Seegers ist Architekt.

                  Bei der Milchleistung muss man aufpassen, da gibt es verschiedene Berechnungsweisen. Die angegebenen Milchleistungen sind hochgerechnet von der Milchleistungskontrolle.
                  Der Herdendurchschnitt liegt in D.bei 10000 l pro jahr und kuh bei den guten Betrieben.
                  10000 durch 365 sind unter 30 l pro Tag. Nun gibt keine kuh 365 Tage Milch. Weil die noch trocken steht.
                  Allein von Grundfutter gibt es eine faustregel, schafft eine Kuh etwa 4000 l. Das muss dann aber eine sehr gute Qualität haben.
                  https://provieh.de/weidehaltung-irland

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Eine Milchkuh in der deutschen Landwirtschaft erbrachte im Jahr 2018 eine durchschnittliche Milchleistung von rund 8.059 Kilogramm.
                  Da die Kuh durchschnittlich an 305 Tagen Milch gibt, wäre dies 26.5 Liter am Tag.

                  Die ihrische Weidekuh gibt im Schnitt 5.500 Liter Milch.

                  Dass sie nicht vom Fach sind, stimmt.

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                • Hugo sagt

                  Hallo Brötchen, hallo Landwirt,

                  Vielen lieben Dank für die Infos. Die Zahl kam mir klein vor, hab da immer so Bilder vor mir mit Kühen mit Rieseneuter als Hochleistungskühe.

                  Wichtig für mich ist das Fazit aus diesem Link:
                  Ich bin optimistisch gestimmt, dass es in Zukunft wieder mehr Kühe auf deutschen Wiesen gibt.

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                • Brötchen sagt

                  Hugo die Euter sind heute viel besser gezüchtet. Die setzen sehr weit vorn an und sind keine Hängeeuter mehr. Ich kenne noch solche da hat das melkzeug am Boden geschliffen. Sowas gibt es heute nicht mehr oder sehr selten. Weil solche Kuh kann man in keinem melkstand oder schon gar nicht im melkroboter melken.

                  Rechts das Bild das ist die alte Rasse deutsches schwarzbuntes Rind. Die Euter sind auch nicht schlechter als von den Holstein.

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                • Brötchen sagt

                  Hugo wenn du dir das Zuchtprogramm ansiehst, das PDF anklicken….siehst die genau auf Seite 5 wie die Euter aussehen müssen. Bei DSN deutsches schwarzbuntes niederungsrind

                  Das kann man gut durch Zucht verbessern, das ist nicht schwierig.

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                • Hugo sagt

                  Hallo Brötchen,
                  Danke für die ganzen Infos und Links, da hab ich noch andere Bilder in Erinnerung. Aber toll das man die Euter maschinengerecht züchten kann, bietet sich an.Sieht auch so aus als obs fürs Tier auch angenehmer ist.
                  Aus der Oberpfalz und dem Alpenraum kenn ich eher braune oder braungefleckte Kühe. Meine Töchter wollten immer ein Kalb mit heimnehmen und in den Garten stellen, hab mich erfolgreich gewehrt.
                  Sich vorstellen das so sanfte, neugieirge Tiere Ihr ganzes Milchleben angebunden und eingesperrt werden. Ich kenn Kühe nur als ziemlich neugieirg.

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                • Lady sagt

                  „Und diese ganze Diskussion weil ich gegen Anbindehaltung bin und die Verbraucher für eine bessere Milch begeistern will.“

                  Hugo, wir haben es alle verstanden. Und aus meiner Sicht ist die alte Weisheit, fass dich kurz und komm zur Sache, gar nicht verkehrt. Langsam wird die Milch sauer bei den vielen Wiederholungsschleifen.

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                • hugo sagt

                  Hallo Lady,

                  Vieleicht wird nicht nur die Milch sauer sondern auch einige ewig gestrige.
                  Wenn man sich hier die ganzen Ausreden, Entschuldigungen durchliest merkt man das es hier vielen unangenehm ist wenn man dieses Thema anspricht.
                  Anbindehaltung machen nur noch wenige, Käfighaltung gibt es in Deutschland nicht mehr, nur noch im Ostblock, Dorfidylle und Landschaftspflege funktioniert nur mit Kühen die ewig im Stall stehen.
                  Und diese Art Schutzgelderpressung: „wenn wir eine Subvention bekommen dürfen die Kühe auf die Weide, ansonst bleiben sie eingesperrt.“
                  Ihr tut Euere Meinung kund und ich meine.
                  Und ich habe hier eigentlich nur für Heumilch und ihre Vorteile gesprochen, weiß nicht warum dann einige gleich dagegen sind.
                  Schönes Wochenende

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sie kapieren es weiterhin nicht.

                  Sie verlangen, dass Bauern in andere Ställe investieren, Geld dass die nie mehr sehen.

                  Von mir aus kann die Politik Anbindehaltung verbieten, die Folgen haben auch andere zu tragen.

                  Wer ist gegen Heumilch?

                  Jeder kann die kaufen, muss halt den Mehrpreis bezahlen.
                  Sicherlich gibt es auch jetzt irgend welche Dummlaller, die von Erpressung faseln..

                  Hier mal einen Beitrag von Franz Müller, nachdem sie sich mit einer Weißwurst gestärkt haben, können sie sich Gedanken darüber machen.

                  https://www.bauerwilli.com/warum-bernhard-auf-bio-umgestellt-hat-video/

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                • hugo sagt

                  https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/stade/c-wirtschaft/weidemilch-bleibt-vorerst-ein-nischenprodukt_a104247

                  Andererseits gehen immer mehr Landwirt dazu über, ihre Kühe das ganze Jahr im Stall zu halten.
                  Andererseits sieht Grupe einen Trend hin zur ganzjährigen Milcherzeugung im Stall. „Diesen Schritt kann man unseren Milchviehhaltern nicht verübeln, denn er ist oft wirtschaftlich begründet.“ Das Ziel der Milchviehhalter, hohe Milchleistungen der Tiere zu erreichen, nannte er „wichtig und legitim“. Die Weidehaltung komme für Hochleistungstiere nur bedingt in Frage.

                  Wenn Menschen es für legitim halten das Michkühen kein Recht auf Weide haben, diese Haltungsform noch ausgebaut wird dann sagt das schon alles aus. Die Bauern, egal ob in Bayern oder in Strade wollen diese krankmachende Haltungsform für Milchkühe beibehalten und ausbauen. Andere Länder wie Irland können es besser, wesentlich besser und tun es auch!

                  Wenn in dieser Gegend Radwege konzipiert wurden wo man sich „voranmelden“ muß um Kühe zu sehen da wird mir klar woher diese Abneigung gegen ein Anbindehalteungsverbot kommt. Ein Armutszeugniss für diese landwirtschaftlich geprägte Gegend wenn man keine Kühe mehr im Freien sehen kann. Wo die doch die Landschaft pflegen sollen, ein Widerspruch!

                  Dieser Bericht zeigt doch auf das sich hier niemand schämt weiterhin allen Erkenntnissen zum Trotz weiterhin in Anbindehaltung zu investieren und das auch noch bewerben.

                  Nochmals ein Lob auf diese 3 Mädels die aufzeigen das es auch anders geht. Anscheinend muß man Landwirtschaft doch studieren um Wirtschaftlichkeit und Tierwohl untern einem Hut zu bringen.

                  Es gibt nachwievor zuviele unverbesserliche die auch zukünftig diese „legitime“ Tierschutzstandardform favorisieren.

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                • Ostbauer sagt

                  @Hugo
                  Kennen Sie das Kinderlied „Ein Mops kam in die Küche und…………………………………………………………………..“?

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                • hugo sagt

                  Hallo Obstbauer,

                  Sie sind für Anbindehaltung?
                  Wieso sind Sie als Obstbauer überhaupt für Anbindehaltung?
                  Kenn das Lied nicht aber was wollen Sie mir sagen wenn ich sage Heumilch ist eine gute Alternative und Anbindehaltung gehört verboten da Tierquälerei?

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                • Ostbauer sagt

                  @ Hugo
                  1. Wer lesen kann ,ist klar im Vorteil ;dann wüssten Sie auch,dass ich weder was mit OBST zu tun habe, noch die Anbindehaltung bei Rindern für zukunftsfähig halte.
                  2.Googeln sie mal nach dem Lied und singen Sie es. Wenn Sie fertig sind,wissen Sie was ich Ihnen sagen will. (vielleicht)

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                • hugo sagt

                  Etwas nicht für zukunftsfähig halten oder erkennen das diese Haltungsform Tierquälerei ist sind zweierlei.
                  Da sollten Sie sich schon deutlicher ausdrücken.
                  Kann leider nicht singen ;-)))

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe,
                  ist ein Arzt im Block, wenn alle mit dem Virus beschäftigt sind, geht auch ein Tierarzt.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Kennen sie das Ort Warpe?
          Diese paar Menschen leben in der Pampa von Niedersachsen, ohne Industrie und ähnliches. Die haben 2 Möglichkeiten, entweder in die Stadt zu ziehen,oder Käse zu produzieren.

          Bei uns in Baden, pendeln täglich 46.000 Franzosen als Arbeitnehmer in unserer Land. Daher suchen sich bei diesem Arbeitsplatzangebot, die Mädels und Jungs lieber eine Arbeitsplatz außerhalb der Landwirtschaft.

          Ob die auch zu den ewig gestrigen gehören, diese Beurteilung überlasse ich ihnen.

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          • Hugo sagt

            Keinesfalls gehören die zu den gestrigen.
            Vor die Wahl gestellt einen veralteten Anbindebauernhof mit Anbindehaltung und den entsprechenden Tierqualen zu übernehmen oder lieber anderweitig seinen Lebensunterhalt zu verdienen haben und werden sich diese Menschen für das richtige Entscheiden.
            Wie gesagt die Zeit bleibt nicht stehen und wer heutzutage immer noch Dorfidylle sieht wo Kühe ewig eingesperrt sind der lügt sich was vor.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mein lieber Hugo, der Betrieb ist sehr Groß und so wie es Aussieht neu gebaut.
          In die Bücher würde ich gerne mal reinschauen, besonders die Kredite würden mich interessieren.

          In dem Video ist ein Fahrsilo zusehen, wo derzeit Silage entnommen wird, folglich füttern die auch im Sommer Silage.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ehemaliger, man muss gar nicht spekulieren, ist alles nachlesbar.
            https://rzbderboven.de/konzept/
            Der Hof ist über die letzten 40 Jahre so entstanden und wächst wohl auch weiter.
            Die Grundlage ist die Zucht, ET war ein Steckenpferd.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Dass das Konzept durchdacht ist, war mir klar,
              dennoch wäre es von Vorteil, wenn Menschen wie der Hugo mal wüssten, was für eine Investition für so einen Betrieb notwendig ist. Ebenso die derzeitige Kreditsumme.

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              • Hugo sagt

                Ist dem Hugo klar, darum ist er ja so begeistert von diesen Mädels, die machen Euch alten was vor in Sachen Tierhaltung.
                Und wer nicht investiert in seinen Betrieb dem nehmen nicht mal die eigenen Kinder den Hof ab.
                Jeder Selbstständige handwerker muß investieren ob Schreiner, Bäcker, Wirt oder Arzt, oder geht Ihr noch zu einem Zahnarzt mit Bohrer mit Fußantrieb?

                Ich kann nur immer wiederhoelen, was ja auch diese Mädels beherzigen:
                Es gibt keine Ausrede für Anbindehaltung.

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    • bauerhans sagt

      Nach Angaben der ARGE Heumilch ist Heumilch in Deutschland eine Nische und ihr Anteil liegt unter 1 % der deutschen Gesamtproduktion. Europaweit liege der Heumilch-Anteil bei 3 %

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      • Hugo sagt

        Leider noch, aber ich hoffe es wird besser wenn viel heutige EU-BIO Milch aus Anbindehaltung das BIO-Siegel verliert.

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  4. Hugo sagt

    Diese Kühe bekommen im Winter Heu=getrochnetes Gras, hab ich doch geschrieben??????
    Ich hab nirgends geschrieben das die Tiere kein Heu bekommen sollen.
    Aber Silage, egal in welcher Form war nie natüiches Futter für Rinder und ist auch nicht gut für die Qualität der Milch außer man legt ausschließlich Wert auf Eiweiß.
    Leider ist Eiweiß kein ausschließlicher Qualitätsfaktor für Milch.
    Gab es in der Natur jemals Atemwegsprobleme bei Rindern wenn sie im Winter Heu gefressen haben? Ein etwas komisches Argument das eher mit einer zu großen Dichte und beengten Ställen zu tun hat.

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    • bauerhans sagt

      „Aber Silage, egal in welcher Form war nie natürliches Futter für Rinder und ist auch nicht gut für die Qualität der Milch“

      kühe bekommen heute TMR,da ist alles drin,sogar biertreber.
      für die qualtät der milch ist die molkerei verantwortlich.

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      • Hugo sagt

        Heumilchprodukte haben einen rund doppelt so hohen Wert an Omega-3-Fettsäuren wie normale, herkömmliche Milchprodukte.
        Keine Molkerei kann diese Omega-3-Fettsäeren künstlichz zusetzen.

        Und TMR hat viele Nachteile die sich nicht jeder Bauer aufbürdet:
        – Der Kraftfutteraufwand in Gramm je Liter Milch ist bei TMR Betrieben rund 20 % höher.[3] Das führt
        zu Mehrkosten der TMR von rund 1,5 Cent je Liter Milch.
        – Noch teuerer in der Erzeugung und noch weniger Geld für den Bauern, tolle Idee ;-)))
        http://www.dlr.rlp.de/internet/global/themen.nsf/ALL/f53fea1e908ba3b6c1257307003ec263?OpenDocument&ExpandSection=3%2C5

        Die Molkerei ist für die Qualität verantwortlich ist falsch. Ähnlich wie beim Bier, wenn schlechte Gerste geliefert wird kann kein gutes Bier drauß werden, wenn qualitativ schlechte Milch geliefert wird kann auch die Molkerei diese nicht veredeln und Heumilch drauß machen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wer sich normal ernährt, hat kein Omega 3 – Problem und braucht auch keine Superfood-Heumilch……nur esoterisch angehauchte Weltuntergangspropheten sind scharf drauf…..
          Ganz Israel stirbt, weil es keine Heumilch hat, Saudi Arabien auch….nur die Heumilch – Länder überleben, dank Omega 3.

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          • hugo sagt

            Die Omega-3-Fettsäuren sind eine Untergruppe innerhalb der Omega-n-Fettsäuren, die zu den ungesättigten Verbindungen zählen. Sie sind essenzielle Stoffe für die menschliche Ernährung, sind also lebensnotwendig und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden.
            Klar kann man das auch mit weiteren Lebensmitteln abdecken.
            Ist auch nicht meine Meinung das Heumilch deswegen soooo wichtig ist.

            Ich will nur darauf hinweisen das eine qualitativ gute Milch wie die Heumilch mehr als doppelt soi viel Omega-3 hat und unsere Milchbauern ihre Milchleistung auf Kosten der Qualität steigern. Und wenn man bedenkt das unsere deutschen Bauern 60% Milchüberproduktion haben und diese Milch qualitativ nicht optimal ist dann sollten diese Bauern umdenken, weniger und dafür bessere Milch produzieren.
            Warum produzieren unsere Bauern qualitativ schlechtere Milch in Überproduktion anstatt besser Milch in vernünftigen Mengen?
            Der Verbraucher will bessere Qualität, der Erzeuger ist aber nicht gewillt den Kundenwunsch zu respektieren. Das Heumilch auch das bessere Tierwohl und besser für die Umwelt ist muß ich nicht extra aufführen, das kann man zur Genüge nachlesen.
            Hat absolut nix mit Esoterik zu tun, weil beweisbar und nachvollziehbar.

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  5. Hugo sagt

    Heumilch ist augenblicklich das beste was Milchqualiät und Tierwohl einigermaßen vereint.
    – Kühe sind mindestens an 120 Tagen auf der Weide
    – Kühe bekommen KEIN unnatürliches Futter wie Silage,
    Kraftfutter oder anderes vergorenes
    – Kühe bekommen im Winter Heu
    – die Milchqualität dieser Heumilch ist meßbar besser als
    andere Milch, doppelt soviel Omega3
    Österreich, Schweiz, Deutschland überall wird sie schon angeboten, sogar Hofer (Aldi Österreich).

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    • firedragon sagt

      Guten Morgen Hugo,
      ich habe Deine vier Kommentare, die Du in verschiedenen Bereichen eingestellt hast, gelesen und antworte Dir nur hier.
      Du bist großer Fan der Heumilch. Das ist gut und ja, dieses Art der Milchviehhaltung ist tatsächlich wohl am tiergerechtesten.
      Deine Meinung zu natürlichem und unnatürlichem Futter macht mich dann doch etwas stutzig. Nach Deiner Auffassung sollte eigentlich nur Gras, welches die Kuh selbst rupfen muss, natürlich.
      Alles, was in irgendeiner Form haltbar für die Winterfütterung gemacht wurde, ist dann eigentlich unnatürlich – auch Heu, dazu wurde das Gras getrocknet.
      Noch eine kleine Anmerkung von mir, es gibt nicht nur Maissilage (die Du vielleicht meinst), es gibt auch Grassilage, Heulage und Luzernelage. Letzteres verfüttern wir gerade und ich kann Dir versichern, diese Milch ist echt lecker.
      Einen Vorteil hat das Einwickeln von fast getrocknetem Grün – es ist absolut staubfrei, belastet demnach nicht die Atemorgane der Tiere.

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  6. Hans-Günter Felser sagt

    Ich kaufe bei „meinem“ regionalen Mich-Wirt. Allerdings kommen neuerdings die Kühe nicht mehr auf die Weide (die hat nur noch uni-Gras, statt Kräuter) und die Roundup- Riesengiftspritze fuhr auch über die Wiesen, das konnte jeder sehen… Das Vertrauen, was einst gerechtfertigt war, ist schon kaputt dadurch. „Frühlingsmilch“ war mal. Vielleicht sollte ich ganz auf Milch verzichten, wenn alles nur noch mit Gift geregelt wird (?) Eine Riesensauerei, erbärmlich und hinterhältig, einem solche dreckigen „Lebensmittel“ zuzumuten. Traurig. Dabei zahle ich für den Dreck 1 EUR/Liter und hoffe immer noch auf Erkenntnisse. Die Kühe haben es sehr schön, sie können aus dem Stall die Wiese sehen. Da kommen sie aber im Leben nie mehr drauf….

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    • Bauer Hermann sagt

      @Hans Günter Felser selten so einen Unfug gelesen. Kein Bauer „fährt mit der „Roundupriesengiftspritze“ über die Wiese und spritzt sich das Gras kaputt. Sie sollten sich einen Aluhut besorgen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Felser,
      erbärmlich ist es wenn ein Herr Felser behauptet,
      ein Bauer behandelt breitflächig seine Wiese mit Glyphosat.

      Nur ein kleines Wissen wäre nötig um zu wissen, dass eine Glyphosatbehandlung das Gras vollkommen abtötet, nicht einmal dieses kleine Fachwissen ist bei ihnen vorhanden.
      Entweder sie ignorieren die Realität, oder sie behaupten in niederträchtigerweise Anwendungen von Glyphosat, die so niemals stattfinden.

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      • Hugo sagt

        Hallo ehemaliger Landwirt,

        Wenn man das liest kommen einem schon zweifel ob Landwirte verantwortungsvoll mit diesem Umweltgigt umgehen:
        Die Umweltschützer führen eine Untersuchung der Stiftung Warentest aus 2018 an, wo in jedem dritten in Deutschland eingekauften Honig Glyphosat vorhanden gewesen sein soll (test 2/2019, Seite 12). Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit habe 2016 in über 3 % des Honigs Glyphosatgrenzwertüberschreitungen festgestellt. Statistisch entspreche das allein in Brandenburg einer Menge von mindestens 30.000 kg Honig pro Jahr, die den Grenzwert überschreiten.

        Vieleicht sind Sie durch das „ehemalige“ nicht mehr so uptodate.

        – zuviel Glyphosat im Honig
        – zuviel Glyphosat im Bier (Gerste)

        Irgendwie wollen die Bauern das zuviel an Glyphosat zur Normalität machen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mit dem Lesen haben manche Schwierigkeiten, noch mehr vom Verstehen, was hier geschrieben wird.

          Lesen sie es nochmals durch, vielleicht kapieren auch sie, dass Wiesen nicht mit Glyphosat behandelt werden.

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          • hugo sagt

            Es ist unwichtig wo Ihr dieses Glyphosat ausbringt, wichtig ist das es zuviel für die Umwelt ist.
            Jedenfalls schüttet Ihr es auf die falschen Flächen wenn dadurch der Bienenhonig wertlos wird, wenn dadurch zuviel Glyphosat ins Bier kommt.
            Dann solltet Ihr halt selber die Bedienungsanleitungen für Glyphosat lesen lernen und fachgerecht anwenden.
            Ihr vergiftet die Umwelt, kein Verbraucher, kein Politiker hat Euch dazu einen Auftrag gegeben, das macht Ihr weil Ihr es so wollt.
            Und mit der Anbindehaltung ist es genauso.
            DIE Bauern, der BBV wollen dieses Martyrium der Kühe auf ewig beibehalten.
            Menschen lernen dazu, die Zeiten ändern sich. 30.000 bayerische Betriebe wollen nicht dazulernen.
            Warscheinlich hat das zuviel an Glyphosat bei einigen schon gewirkt.

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    • Bäuerin sagt

      Du solltest bei so negativen, unwahren Zeilen endlich mal auf eine Hof gehen und mit Bauern sprechen …
      Irgendwelche Behauptungen sind schnell aufgestellt …
      Macht nur so weiter , wenn der letzte Bauer kaputt gelogen und reguliert wurde , kommt alles vom Ausland …da könnt Ihr euch aufregen so viel ihr wollt , das hört und interessiert keinen mehr ….

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      • Hugo sagt

        Behauptungen die von der Stiftung Warentest und dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit festgestellt wurden sind nicht „irgendwelche Behauptungen“ sondern wissenschaftlich untersuchte Tatsachen.
        Wir wollen nicht das unsere Bauern so weitermachen, die Umwelt vergiften und die Qualität der Lebensmittel durch Mehrertragszüchtungen schlechter machen.
        Und das benachbarte „Ausland“ Österreich ist teilweise wesentlich besser in der Qualität, was vom Berbraucher auch honoriert wird.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Jetzt muss ich doch mal beim Bauer Fritz nachfragen, ob der Verbraucher in Österreich die Qualität besser honoriert?

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          • hugo sagt

            Kann ich Dir auch sagen, leider nicht aber immerhin sind die Österreicher bereit trotzdem lieber auf heimisches zurückzugreifen mit steigender Tendenz.
            Käfighaltung komplett verboten, Anbindehaltung nur noch bei Betrieben mit Almwirtschaft.
            Und hier wird gerade heftig diskutiert diese KZ-Eier in allen Lebensmitteln, Teigwaren, Eis, Pizzas u.s.w. zu deklarieren.
            Für all das bin ich den Österreichern neidisch, so ein kleines Land macht uns Piefkes was vor.
            Sogar Hofer (Aldi) bietet jetzt Heumilch an und wirbt massiv dafür.

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  7. Kerstin sagt

    Ich kaufe die Milch von Schrozberger. Die arbeiten nach Demeter-Richtlinien. Das sind die höchsten Anforderungen an den Tierschutz die es zur Zeit gibt. Die hat natürlich ihren Preis. Aber als Alternative kommt für mich nur noch Planzenmilch in Frage.

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  8. davina sagt

    „faire milch“ muss man selber kaufen bzw., direkt vom hof. unsere milchbauer bekommen von uns 1.50 pro liter und wir verwenden NUR frische, bio WEIDEMILCH. es geht nicht nur um einen fairen preis sondern auch nachhaltigkeit und transparenz. kühe sollten gras essen, sich bewegen können, die sonne sehen, und gehören, meiner meinung nach, auf eine weide und nicht im stall.

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    • Frank sagt

      Ich wäre schon froh wenn es noch irgendwo normale pasteuerisierte Milch gäbe.
      Diese länger haltbare Milch schmeckt wie kalte H-Milch. Wiederlich.

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      • Stephan Schmidt sagt

        Die Andechser Molkerei Scheitz produziert die normale pasteurisierte Milch (traditionell) noch und ich denke es gibt noch mehr Molkereien. Die ist mir auch lieber, allerdings hab ich geschmackliche Unzerschiede kaum festgestellt. Auch kalte H-Milch schmeckt nicht so schlecht, dass man sie nicht trinken könnte!

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        • bIobub sagt

          Von Andechser Milch rate ich als Ehemaliger Biobauer dringend ab. Wegen dieser Molkerei und den Vermarktungs-gesellschaften der Ökoverbände habe ich den Ökolandbau nach 25 Jahren an den Nagel gehängt.

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  9. Milchbubi sagt

    Liebe Palla,

    wo wohnst Du denn?
    In unserer Gegend gibt es die Milchprodukte von Hemme durchgängig im Lebensmitteleinzelhandel.
    Achte doch einfach mal beim nächsten Besuch im Supermarkt auf die schwarz-weiß geflegten Verpackungen. Die Milch ist in sogenannten „Schlauchbeuteln“ abgefüllt. Im Falle von Hemme stehen diese gut alleine, weil stabilisierende Luftpolster in die Verpackung eingearbeitet werden.

    Beste Grüße
    vom Milchbubi

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    • fred huber sagt

      ähnlichen schwachsinn hatte ich auch auf bayern 2 (einem, von mir sehr geschätzen sender) gehört. der tenor damals: während das ur-rind 20 jahre alt wurde und bis zu 18 kälber gebären konnte, wird die moderne kuh heute nur noch rund fünf jahre alt.
      wäre dem so, wie hier suggeriert wird, würden sich archeologen über metertiefe rindersedimentschichten freuen. stattdessen wird uns landwirten vorgeworfen, wir würden die kühe „zwangsschwängern“, damit sie die ganze zeit milch geben…

      „da fällt die romantik ab“ 🙂

      http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/kuh-nutztier-kultfigur-100.html

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        • fred huber sagt

          nicht schlecht. das bild das bei minute 52 vermittelt wird, find ich passend. „trinkt milch, und ihr seht scheiße aus!“ oh man….

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  10. Gepard sagt

    Ich würde gerne die Milch der einen Kuh trinken, die auf der Packung abgebildet ist. Geht natürlich nicht. Wäre total unwirtschaftlich. Man musste halt selbst eine Kuh halten.

    In Griechenland konnte ich mal Olivenöl kaufen, das nicht nur sortenrein war, sondern auf jeder Flasche war ersichtlich, von welchem Baum es stammte. Und so kamen Geschmacksnuancen zum Vorschein, die bei der Mischung aller Oliven – die ja immer noch von einer Sorte waren – nicht mehr zu schmecken waren.

    Klar, ist Träumerei. Aber auch bei Milch finde ich so ein Konzept Klasse und es würde einen Teil der Wertschätzung des Tieres zurückbringen, die beim „Outsourcen“ verloren gegangen ist. Ich habe einmal Milch direkt aus dem Euter getrunken, der Geschmack war zwar erst mal befremdlich, aber er gefiel mir letztendlich viel besser als von der vermischten Milch. Bauern könnten sogar hingehen und Ihre Kühe unterschiedlich füttern oder noch besser auszeichnen, welches das Lieblingsfutter der einzelnen Kuh wäre. Aber vielleicht auch alles nur Spinnerei, weil ich von Landwirtschaft keine Ahnung habe. 🙂

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        • Gänseblümchen sagt

          Dann kommt halt ein Gruppenfoto mit 3 Kühen auf die Packung 🙂
          Und bitte Foto aktualisieren, wenn nötig, dann haben die Fotografen auch was davon :))
          Selbstverständlich kauft man dann auch nur noch Milch von diesen Fotomodels ein!! Eine Hand wäscht die andere!!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      @ Zitat Gebhard
      „In Griechenland konnte ich mal Olivenöl kaufen, das nicht nur sortenrein war, sondern auf jeder Flasche war ersichtlich, von welchem Baum es stammte. Und so kamen Geschmacksnuancen zum Vorschein, die bei der Mischung aller Oliven – die ja immer noch von einer Sorte waren – nicht mehr zu schmecken waren.“

      Sicher ist es ihnen bekannt, dass ich noch Winzer bin.

      Richtige Weinkenner können bei der Weinprobe bei kleinen Weingütern erkennen, ob die Tochter des Winzers noch Jungfrau ist.

      Diese Gabe ist mir leider verwehrt worden. 😉

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    • Hugo sagt

      Ich würde gerne die Milch der einen Kuh trinken, die auf der Packung abgebildet ist. Geht natürlich nicht. Wäre total unwirtschaftlich. Man musste halt selbst eine Kuh halten.

      Wenn man bedenkt das Deutschland 60% seiner produzierten Milch exportiert dann wäre es eventuell möglich durch Reduzierung der Menge, Steigerung der Qualität, schonenderer Umgang mit den Umweltressourcen eine deutliche Verbesserung zu erreichen. Der Verbraucher würde es akzeptieren, auch einen höheren Preis nur die Lobby der Bauernschaft will das nicht. Für Nebenerwerbslandwirte so mit bis zu 24 Kühen zu arbeitsintensiv, denen ist das bisherige Modell lieber. Weniger arbeitsintensiv durch Anbindehaltung, kein Heu für den Winter bevorraten u.s.w.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es wäre mal an der Zeit, ihre Behauptung, dass Deutschland 60 % seiner Milch exportiert, zu belegen.

        Deutschland erzeugt jährlich 31 Millionen Tonnen Milch und Exportiert jährlich 2,2 Millionen.
        Quelle: statista.com

        Nach Hugo sind das 60%

        Na ja Mathe ist nicht jedermanns Sache und jeder blamiert sich, so gut wie er es kann.

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        • hugo sagt

          Von 33,1 Mio. Tonnen Milch, die von den deutschen Molkereien verarbeitet werden, sind 16,6 Mio. Tonnen, also die Hälfte, für den Export bestimmt, mit zunehmender Tendez.

          Das sind die Fakten der deutschen Milchindustrie, wenn nicht die, wer dann weiß was über Milchexport! Milch ist halt nicht nur die flüssige Form sondern auch Milchpulver, Joghurt, Käse u.s.w. Man sollte Statistiken schon sorgfältig lesen und verstehen.

          https://milchindustrie.de/marktdaten/aussenhandel/

          Wenn Bauern eine 60% Milchüberproduktion erwirtschaften, sollten Sie nicht behaupten gut im Rechnen zu sein und trotz Überproduktion auch noch einen höheren Preis wollen. Zeugt nicht gerade von Kenntniss in Marktwirtschaft.

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  11. Palla sagt

    Es ist jetzt 19:30 Uhr und ich habe bis jetzt leider aus den Kommentaren nicht so viel dazugelernt. Ich fasse mal zusammen:

    -Es gibt Milchbauern, die sagen es sei egal, welche Milch man kauft. (Ich bin entsetzt! Sagen die das noch, wenn eines Tages vielleicht chinesische Milch als z.B. Asia-Feng-Shui- Milch in direkter Konkurrenz verkauft wird? Aber da gibt es sie vielleicht schon nicht mehr..)

    -Rohmilch direkt vom Bauern holen. (Ich kann das machen, aber Jemand aus der Stadt?)

    -Milch von der Genossenschaftsmolkerei (Wie erkenne ich im Laden ob die Bauern von der Genossenschaft etwas haben?)

    -Biomilch kaufen (Ich würde aber gerne konventionelle Milch kaufen! )

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    • wer aus irgendeinem Prinzip keine Biomilch kaufen will, dem ist eben auch nicht zu helfen.

      Für mich ist das beste gerade gut genug und das ist Demeter Vorzugsmilch von einem Betrieb (Hofgut Rengoldshausen) , bei dem die Kälber bei den Müttern trinken dürfen und die keine Silage und auch kein Kraftfutter füttern.

      Prinzipiell gibt es diese Milch in jedem Bioladen, den der Grosshändler Bodan vom Bodensee beliefert (evtl. auf Vorbestellung). Die Milch hält 7 Tage!

      Leider sind die oft ausverkauft und ich frage mich, warum finden sich keine Milchbauern, die es auch so machen, sondern lieber pleite gehen.

      Alternativ greife ich zur regionalen Demeter Heumilch, die es bei Edeka Südwest gibt: Herkunft Baden-Württemberg. Leider hat die Erzeugergemeinschaft keine Molkerei im Süden gefunden, die das abfüllt. Daher wird die Milch weit nach Schrozberg gefahren und dort für Edeka abgefüllt und kommt dann wieder zurück.

      Aber auch diese Kühe tragen Hörner, müssen sommers auf die Weide und bekommen keine Silage. Da bei Demeter Homogenisierung verboten ist, ist diese Milch ein nahzu naturbelassene Milch, aber doch schonend pasteurisiert.

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      • Karin Wyss sagt

        Finde ich ein sehr guter Ansatz. Aber ich muss ehrlich sagen. Ich war geschockt als wir auf unserer Fachreise erfahren haben wie wenig Deutsche Kühe im Vergleich zu Schweizer Kühen auf die Weide können. Aber auch bei uns stellt sich die Frage wo kaufe ich/was für Milch. Es gibt zum glück aber einige Frischmilchautomaten in der Gegend. Und für die Stadt Zürich hat so gar ein findiger Unternehmer die Firma Stadtmilch gegründet, da kann jeder seine eigene menge Milch zapfen. Die Glasflasche wird einmal gekauft und dan immer wieder aufgefüllt. Vieleicht könnte man das Projekt auch in DE einführen.

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        • Andreas Schmid sagt

          Das mit der Stadtmilch wurde vor vielen Jahren bei uns in den Supermärkten schon mal probiert. Das hat nicht funktioniert, weil die Kunden die Flasche nicht richtig darunter gestellt haben. Die daraus folgende Sauerei hat niemand weggewischt.

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          • Sabine sagt

            Es gibt mehrere Automaten-Such-Seiten, in Leipzig gibt es von Kitzen eG auf der Raiffeisenstr. ein Automatenhäuschen.
            https://www.youtube.com/watch?v=-XVpSFuyfgk
            130 Liter mögen jetzt nicht viel sein bei 850 Kühen, aber selbst wenn man die Betriebskosten für die Tankstelle abzieht, bleiben sicher noch mehr als 25 Cent/Liter übrig.
            Oh, und ein Fundstück aus 2009

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        • Stephan Schmidt sagt

          Das gab es in München vor einigen Jahrzehnten bei Tengelmann auch schon mal. Es war aber die gleiche Milch wie in der Pappverpackung? das Beste ist wohl, man fragt mal einen Bauern, an wen er die Milch liefert und wie viel er bekommt. Die Milch direkt ab Hof hat den „Nachteil“, dass Sue vielen Lezüuten nicht schmeckt, weil nicht pasteurisiert.

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        • Du hast nach Rat gefragt, den habe ich gegeben. Es steht jedem frei entgegen dem Rat ein Produkt zu kaufen, welches u.U. teurer ist und weniger gesund und mehr Schäden für Tier und Umwelt anrichtet. Nur verstehen muss ich das dann nicht. Ich verkaufe meinen Kunden solche Produkte nicht, aber es muss ja auch keiner bei mir kaufen.

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      • bauerhans sagt

        „Für mich ist das beste gerade gut genug und das ist Demeter Vorzugsmilch von einem Betrieb ……
        Leider sind die oft ausverkauft und ich frage mich, warum finden sich keine Milchbauern, die es auch so machen, sondern lieber pleite gehen.“

        die ökolandwirtin ,die an der fh….studiert hatte und dafür viele praktika brauchte,erzählte mir,dass diese betriebe nicht ohne praktikanten existieren könnten,weil die manuelle arbeit sonst nicht zu schaffen wäre,auch von den kosten her.

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        • mal wieder ein Blödsinn von Bauer Hans. Wieviel Praktikanten hattest Du schon auf Deinem Betrieb? vermutlich keinen! Denn dann wüsstest Du, daß man die auch bezahlen muss, daß sie oft Kost und Logis bekommen und auch viel Anleittung bringen und dafür muss ich mir Zeit nehmen, das ist der Sinn eines Praktikums.

          Für meinen Betrieb gilt: bevor ich mich mit unmotivierten teuren zeitaufwendigen Praktikanten abmühe, schaff ich lieber selber, ist zuverlässiger, schneller und günstiger.

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      • Holger sagt

        Wir kaufen schon seit einer Weile kaum noch in Discountern (Netto, Aldi, Lidl, etc.). Aus meiner Sicht geht dort ein viel zu großer Teil and die Besitzer und zu wenig an die Lieferanten. EUR haben ein paar Hofläden welche sehr gut ausgestattet sind. Da gibt’s gesunde zum großen Teil selbt hergestellte Sachen zu Preisen die wirklich ok sind. Da kaufe ich auch die Dementer Milch von der hiesigen Erzeugergemeinschaft. Wir essen nicht jeden Tag Fleisch. Dadurch kann man das Geld für andere gesündere Dinge ausgeben.
        Mich würde allerdings auch interessieren, warum nicht mehr Bauern Bio Milch anbieten. Ich habe mal gelesen, dass die EU die konventionelle Massentierhaltung zu sehr subventioniert, stimmt das? Kennt sich da jemand aus?

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        • Bauer Willi sagt

          Hallo Holger, derzeit versuchen sehr viele Landwirte, bei Bio-Molkereien Lieferant zu werden (nach entsprechender Umstellung). Da diese Molkereien aber ihren bisherigen Lieferanten weiterhin einen guten Preis zahlen wollen (sehr vernünftig!) nehmen sie derzeit keine weiteren Lieferanten mehr auf, weil die Nachfrage dann geringer wäre als das Angebot (auch sehr vernünftig). Sollten sich mehr Verbraucher für Biomilch entscheiden, könnten auch mehr umstellungswillige Landwirte liefern.
          Es gibt dazu Aussagen von z.B. der Geschäftsführerin der Upländer Molkerei (Bio). Alles nachprüfbar. Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.
          Bauer Willi

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Bei der Schwarzwaldmilch ist es genau so, die nehmen derzeit keine neue BIO-Milchlieferanten mehr auf.

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      • R.S.G. sagt

        Nur 3% der in Deutschland hergestellten Milch ist Bio-Milch. Da der Bedarf aber viel höher ist, wird viel Bio-Milch aus dem Ausland zugekauft. Die Aussage: „wer aus irgendeinem Prinzip keine Biomilch kaufen will, dem ist eben auch nicht zu helfen“ ist also gerade und speziell in diesem Zusammenhang nicht besonders hilfreich.

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        • Til sagt

          Ein Doitscher trinkt nur Milch von doitschen Kühen, oder wie darf ich das verstehen? Warum soll ich nicht Milch aus den Nachbarländern kaufen? Wir sind doch eine EU?

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          • Bauer Willi sagt

            So ein Blödsinn. Das hat RSG doch überhaupt nicht gesagt sondern nur bemerkt, dass Bio-Milch importiert wird. Allerdings wird dem Verbraucher suggeriert, dass es Milch aus Deutschland ist. Und das ist Verbrauchertäuschung des Handels.
            Übrigens stehen viele Landwirte bei den Bio-Molkereien Schlange, um dort Lieferant zu werden. Von daher kann ich die Aussage von RSG auch nicht nachvollziehen.
            Bauer Willi

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            • bauerhans sagt

              “ unangekündigt kontrolliert “

              i.d.r. wird kein betrieb unangekündigt kontrolliert.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @bauerhans

              Als ich noch früher um die Almosen des Staates bat, hatte ich zwei Kontrollen, keine wurde angekündigt.

              Einmal war nur meine Frau zuhause, die durch ihre Berufstätigkeit keine Ahnung von den Aufzeichnungen hatte. (ich war nicht zu Erreichen) Es wurde angedroht, jeden Monat auf der Matte zu stehen, wenn sie nicht sofort die Unterlagen bereit lege.
              Mit Mühe konnte sie die Kontrolleurin überzeugen, dass sie die Wahrheit spricht.

              Nach zwei Stunden waren sie wieder da, es gab keine Beanstandungen. Einen weiteren Antrag stellte ich nicht mehr.

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          • R.S:G. sagt

            Nein, so soll man das nicht verstehen. Wer was falsch verstehen will, der versteht es halt auch falsch. 😉

            Ich wollte nur deutlich machen, dass Bio-Enthusiasten einer Illusion erliegen, wenn sie glauben sie würden beim Kauf von Bio-Milch immer automatisch deutsche Bio-Standards einkaufen. Der Vorwurf: „Wer aus irgendeinem Prinzip keine Biomilch kaufen will, dem ist eben auch nicht zu helfen“ entspringt einem gewissen …. nunja …. Selbstbetrug.

            Es gibt durchaus Länder in der und um die EU, in denen zwar Bio produziert wird und deren Ware in unseren Läden als Bio verkauft wird, deren Bio-Verständnis aber etwas anders ist als bei uns. Und nachdem es sogar bei uns viele Bio-Bauern gibt, welche seit 15 Jahren und länger Bio produzieren, deren Höfe aber nach Bio-Start effektiv nicht mehr kontrolliert worden sind (ich kenne selbst einige solche Betriebe bei uns in der Region), dürfte die Kontroll-Quote in einigen anderen Ländern noch deutlich niedriger liegen. Ich bin deshalb durchaus tolerant gegenüber Menschen, die in der Realität leben und sich deshalb nicht für Bio mit oft nicht „unzweifelhafter Herkunft“ entscheiden. Intoleranz gegenüber anderen Menschen und ihren Entscheidungen ist generell nicht so sehr mein Ding. Deshalb kann ich auch nicht so gut mit Bio-Fanatismus und Menschen, die glauben sie müssten ihre Meinung allen anderen aufdrücken. Vollkommen egal ob es sich nun um Bio-Missionare, Vegan-Missionare, religiöse Missionare oder dergleichen handelt.

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            • Til sagt

              @Bauer Willi: Danke für die Erklärung.
              @RSG: Es kommt halt in vielen Kommentaren hier so rüber, als ob nur deutsche Milch gut ist. Würde ich im Rheinland wohnen, sähe ich keinen Grund, nicht auch Milch aus Holland oder Frankreich zu akzeptieren, wenn diese Transportwege kürzer sind. Hier bei mir in Sachsen steht auf der Verpackung der teuren regionalen Milch leider dann auch: Milch aus Bayern. Abgefüllt in Sachsen (sinngemäß). Wenigstens steht es drauf. Vielleicht gibt es in Sachsen einfach nicht genug Milchkühe. Bis auf die Transportwege sehe ich aber eigentlich keinen Grund. In einer optimalen Wertschöpfungskette sollte es der Herstellen, der es am besten kann. Ich z.B. halte nichts von Wirtschaftskriegen verschiedener Länder. Dabei kann keine effiziente Nutzung unserer knappen Rohstoffe erreicht werden.

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              So ein Unsinn muss man hier schon im neuen Jahr wieder über Bio lesen:
              „Es gibt durchaus Länder in der und um die EU, in denen zwar Bio produziert wird und deren Ware in unseren Läden als Bio verkauft wird, deren Bio-Verständnis aber etwas anders ist als bei uns“

              „es sogar bei uns viele Bio-Bauern gibt, welche seit 15 Jahren und länger Bio produzieren, deren Höfe aber nach Bio-Start effektiv nicht mehr kontrolliert worden sind“

              1) Überall vo Bio draufsteht gilt die eindeutige EU Bio Verordnung, sogar für Waren, die von ausserhalb der EU importiert werden
              2) Diesselbe EU Verordnung besagt auch, daß jeder Biobetrieb mindestens einmal im Jahr zu kontrollieren ist. Kontrollquote = 100%! Darüberhinaus werden 5% der Betriebe zusätzlich unangemeldet kontrolliert und natürlich bei Verdacht.

              Meinetwegen soll man mich Biofanatiker schimpfen, aber dann gibt es auch Biohasser und mit denen, die das ohne Belege, Argumente und Datenquellen tun, kann ich nicht gut.

              Und Willi´s Demeter Heumlich kommt deshalb aus Polen weil dort mit eine Industriestiftung der Software AG ein grosser Betrieb Juchowo 2000 Hekatr, 400 Kühe, ebenfalls als Stiftung, auf Demeter umgestellt wird. An deren vorbildlicher Tierhaltung (Zucht auf Lebensleistung nach Bakels, behornte Tiere, Weidegang, kaum Kraftfutter, keine Silagen, mehrere eigene Zuchtstiere) ist überhaupt nichts auszusetzen und nur dieser Betrieb war überhaupt in der Lage nennenswerte Mengen Bioheumilch zu liefern.

              Ich bin jedoch der Meinung, daß Demeter bzw. die Molkerei die genaue Herkunft der Milch auf der Packung freiwillig angeben soll. Gesetzlich müssen sie Herkunft deutsch draufschreiben, da immer der letzte Verarbeitungsort anzugeben ist und die Molkerei in Brandenburg sitzt.

              Mein Vorschlag wäre auch, daß auf jeder Milchpackung der jweilige Auszahlpreis an die Bauern stehen müsste. Dann hätte der Betrug mit der konventionell „Die faire Milch“ schnell ein Ende.

              BGL zahlt Naturlandbauern 52 ct und als Alnatura kostet die Biomilch im Handel 99ct, das ist immer noch nicht ganz fair, aber gut für Verbraucher und der Bauer kann davon halbwegs leben.

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            • R.S:G. sagt

              @Biobauer Andreas Fendt
              Klar, dass Bio-Bauern die Wahrheit nicht gerne hören und versuchen den Mythos aufrecht zu erhalten. Und es gibt ja genug Menschen, die Märchen gerne hören…. 😉

              Vielleicht sind es die Gleichen die glauben, dass ein Land außerhalb der EU, das bis heute als Risiko/gefährlich eingstuft worden ist, ab morgen ein sicheres Herkunftsland ist, weil die EU-Minister das per Unterschrift auf einem Papier beschlossen haben. Und das, ohne dass sich in dem betreffenden Land etwas geändert hat. Das sind Illusionen, wie sie die EU zaubert …

              Ich kann hier aus dem Stehgreif mehr als 5 regionale (hier vor Ort) Bio-Betriebe nennen, die in den letzten 10 Jahren nicht ein einziges Mal unangekündigt kontrolliert worden sind. Dies ist eine Tatsache, die auch bereits vielfach in den Medien dokumentiert und kritisiert worden ist.

              Aber als am Bio-Boom verdienender Landwirt, darfst Du natürlich gern auch andere Ansichten vertreten und verbreiten. Bewerten kann das dann ja jeder selbst.

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              Man kann über unangemeldete Kontrollen diskutieren, ich kenne zig Betriebe, die auch noch nie eine CC Kontrolle hatten, obwohl hier sogar bei 15% jährliche Kontrollen vorgeschrieben sind. Daraus abzuleiten, daß sich diese oder gar alle Landwirte nicht an CC halten ist in etwaso dreist, wie zu behaupten, Biobauern würden betrügen, weil es keine unangemeldeten Kontrollen gäbe. Der Unterschied zu konv. ist ja: bei Bio gibt es eine jährliche Regelkontrolle und da ich diese jedes Jahr habe, weiß ich wie gut die ist und wie schwer es wäre, da irgendwie zu betrügen.

              Irgendwas zu faseln, wir würden da einen Mythos aufrechterhalten ist nicht nur unsolidarisch und solch ein Verhalten schadet der gesamten Landwirtschaft, ich persönlich halte es für widerlich, und da wundert es mich nicht, daß so was von einem anonymen Troll kommt, der sich wohl kaum trauen würde, mir mit seinem echten Namen und Adresse Betrug zu unterstellen.

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              • R.S:G. sagt

                @Biobauer Andreas Fendt
                1) Diese Art von Beschimpfungen und der ungehobelte Ton lässt tief blicken. So kann sich jeder selbst ein Bild machen und urteilen. Für mich haben Sie sich damit jedenfalls als Diskussionspartner disqualifiziert.

                2) Dies gilt genauso für Ihre Praxis mir Worte und Aussagen in den Mund zu legen, die Ihnen zwar für ihre Beschimpfungen gelegen kommen (würden), die ich aber so nie getätigt habe. So zum Beispiel 1: „… ich kenne zig Betriebe, die auch noch nie eine CC Kontrolle hatten, obwohl hier sogar bei 15% jährliche Kontrollen vorgeschrieben sind. Daraus abzuleiten, daß sich diese oder gar alle Landwirte nicht an CC halten ist in etwaso dreist, wie zu behaupten, Biobauern würden betrügen, weil es keine unangemeldeten Kontrollen gäbe.“
                Ich habe darauf hingewiesen, dass die Kontrollen nicht einmal in Deutschland in dem Maße und mit der Zuverlässigkeit durchgeführt werden, wie dies den Verbrauchern immer vorgegaukelt wird. Dies haben Sie vorher abgestritten, mit dieser Aussage jedoch nun jedoch bestätigt. Ich habe daraus aber nicht wie von Ihnen behauptet abgeleitet, dass sich diese oder gar alle dt. Landwirte nicht an Vorschriften halten würden sondern die Vermutung geäußert, dass wenn nicht einmal hierzulande die Kontrollen konsequent und zuverlässig eingehalten werden, die Wahrscheinlichkeit besteht dass diese in weniger Bio-affinen Ländern noch weniger konsequent und zuverlässig durchgeführt werden.
                Oder zum Beispiel 2: „… alle Landwirte nicht an CC halten ist in etwaso dreist, wie zu behaupten, Biobauern würden betrügen, weil es keine unangemeldeten Kontrollen gäbe.“ Ich habe zu keiner Zeit behauptet, dass Landwirte betrügen allerdings ist die gegenteilige Behauptung, dass sich ALLE an die Vorschriften halten würden nur weil es diese gibt (Ihr Vortrag zu den EU-Vorschriften) im besten Falle als naiv anzusehen. In jeder Branche gibt es schwarze Schafe, das haben die Lebensmittelskandale der letzten Jahre auch in der Bio-Branche ausreichend bewiesen. Und oft genug wurden solche Skandale eben auch in der Bio.Branche aufgrund lückenhafter oder mangelhafter Kontrollen nicht rechtzeitig erkannt und aufgedeckt. Dies hier anzuführen ist keine Dreistigkeit sondern rückt allenfalls die „Bio-Betriebe sind alles Heilige“-Darstellung mancher Teilnehmer ins rechte Licht.

                Nicht das Auflisten solcher Tatsachen und Fakten schadet der Landwirtschaft sondern genau diese schwarzen Schafe. Und solange die Bio-Branche diese schwarzen Schafe mit Bio-Saubermann-Farbe übertüncht schadet die Branche damit sowohl sich selbst als auch den Verbrauchern. Probleme, die es auch in der Bio-Branche gibt, können immer erst dann aus der Welt geschafft werden wenn man sie erkennt und eingesteht anstatt sie zu verleugnen und den Kunden eine heile Bio-Welt vorzugaukeln.

                Da Sie so vorschriffts- und gesetzestreu tun, stellt sich die Frage, a) warum Sie glauben, dass ausgerechnet Unterstellungen und Beleidigungen aus Ihrem Mund ggf. folgenlos blieben und b) warum Sie auch auf Ihrer Hompage so werbewirksam auf die jährlichen Kontrollen hinweisen, das dort verlinkte Prüfzertifikat aber auf der Zielseite nicht existiert: „Page not found“. Auf der HP-Unterseite Ihrer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) fehlen sogar alle Angaben zum Registereintrag und zu den handelnden Personen (ggf. Geschäftsführer). Ich will hier niemandem an den Karren fahren, aber wenn man schon so heilig tut, dann sollte man zumindest ein Minimum an gesetzlichen Vorschriften erfüllen bevor man andere angreift.

                Im Weiteren gilt 1) => siehe oben

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            • mosti sagt

              hallo R.S:G
              ich bin (seit 2002 anerkannt) bio-Bauer. unser Bauernhof wird jährlich mindestens einmal (nach anruf, ob bertiebsführer anwesend ist) von BIO-kontrolle kontrolliert (stichproben-weise auch von ama/eu). Meine milch-Empfehlung: direkt vom bio-Bauern oder Bauern deines vertrauens! lg m

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          • Bauer Willi sagt

            Hier im Rheinland kaufe ich Bio-Milch, die in MV (Mecklenburg-Vorpommern) abgefüllt wurde. Bei näherer Recherche handelt es sich dabei um die „Gläserne Molkerei“, die auch Bio-Milch aus polnischen Bio-Betrieben mit 700 Kühen abfüllt. Nichts gegen polnische Biomilch, aber warum muss die über Umwege bis ins Rheinland transportiert werden? Ist aber so, habe ich selbst recherchiert….Und irgendwie schade…
            Bauer Willi

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            • R.S:G. sagt

              Ich habe bei dieser „Gläseren Molkerei“ angefragt, ob es sich denn dabei auch um eine „Faire Molkerei“ handelt. Und keine Antwort ist ja dann auch irgendwie eine Antwort, befürchte ich.

              Insofern favorisiere ich, wenn ich nicht direkt beim nahen Bauern kaufe, die Milch von „Berchtesgadener Land“, die ist bei mir vor Ort, produziert auch Bio und zahlt ihre Bauern fair. Na wenn das nichts ist … 🙂

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              Lieber Willi,
              ja es ist schade, da die Milchbauern im Rheinland zu doof sind um gute Bioheumilch nach Demeter Standard zu erzeugen und von den 52 ct Milchgeld leben könnten. Stattdesssen machen sie mit Kraftfutter und Hochleistungskühen Industrieplörre und jammern, daß sie von 25 ct nicht leben können, aber sie haben ja ihren Bauernverband, der leiert dem Bundesminister und der EU bestimmt immer wieder irgendwelche Milch-Interventionsgelder aus der Spardose, denn man kann diese systemwichtigen rheinischen Milchbauern ja nicht hopps gehen lassen? Doch man kann nicht nur, man muß!

              PS: Juchowo hat 360 Kühe, nicht 700
              http://www.juchowo.org/de/projekty.php?m=2&k=2&pk=6&t=29&j=de

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wenn die Milchbauern vom Rheinland , oder von ganz Deutschland Heumilch erzeugen, dann geht als erstes der Schwarzwaldbauer hopps und dann nacheinander die anderen.

              Das weil sie zu viel Heumilch erzeugen, die nicht zu vernünftigen Preisen verkauft werden kann.

              Wenn die Milchbauern diesen Weg gehen wollen, das ist mir egal, ich stelle eh keine Viecher in den Stall

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    • Bäuerin sagt

      Du kannst wirklich bedenkenlos jede Milch bei uns kaufen , kaum ein Lebensmittel wird so streng kontrolliert , egal ob Bio oder konventionell .
      Aber bitte keine Ausländischen Produkte !!!

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      • hugo sagt

        Österreichische und Schweizer Produkte sind mindestens genausogut, wenn nicht besser.

        Und grundsätzlich was besagt Bio schon aus:
        EU-Bio-Verodnung schneidet schlechter ab als andere Biostandarts, also wieder so ein Edikettenschwindel. Da gibt es auch nicht viel zu kontrollieren den dieses Label beschreibt ja eh nur einen Mindeststandart.

        Das EU-Bio-Label ist das europäische Zeichen für biologische Lebensmittel, die nach der Bio-Verordnung der EU produziert wurden. Die EU-Bio-Verordnung schneidet schlechter ab als andere Biostandards, da sie in den Bereichen Bewässerung, Biodiversität, Klima und Soziales nur wenige oder gar keine Anforderungen stellt. Beim Tierwohl und für Aquakulturprodukte sind die Kriterien etwas strenger.

        Im Hintergrundbericht 2015 Labels für Lebensmittel[10] heißt es noch dazu:

        Die EU-Verordnung verbietet gentechnisch veränderte Organismen, den Einsatz von Pestiziden und fördert einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Insgesamt sind die Anforderungen jedoch deutlich weniger streng als jene der Bio-Verbandslabel wie Bio Suisse. Forderungen in Bezug auf Gesamtbetrieblichkeit, Ökoausgleichflächen, Klimaschutz und soziale Bedingungen fehlen. Ausserdem werden Düngemitteleinsatz, Fruchtfolge, Berücksichtigung wertvoller Schutzgebiete und Tierwohl nur teilweise geregelt. Insgesamt fehlt es an konkreten Massnahmen, die eine zielgerechte Umsetzung sicherstellen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Österreichische und Schweizer Produkte sind genau so gut, wie Deutsche.

          Wenn sie jedoch der Meinung sind, Österreichische und Schweizer Produkte wären besser, dann kaufen sie von diesen Ländern, wo liegt ihr Problem?

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          • Hugo sagt

            Hab kein Problem, nur mag ich nicht wenn die Bäuerin gegen ausländische Produkte hetzt. Sowas ist unfair und Konsumentenirreführung.

            Und ich finde diese Zahlen gut:
            67.319 Milcherzeuger… halten
            4,2 Millionen Milchkühe… erzeugen
            32,7 Millionen Tonnen Milch pro Jah

            Wissenschaftler schätzen die Zahl der notwendigen Milcherzeugerbetriebe auf nur 30.000!
            D.h. es wird noch ein massives Gesundschrumpfen der Milcherzeuger geben. Alte Anbindeställe werden dann hoffentlich aussterben und neue Freilaufställe der Standard.
            Und diese neue Genaration verständnissvoller Jungbauern wird auch mit Tierwohl mehr verbinden als „ehemalige“.
            Zum Wohl der Tiere hoffe ich das dies zeitlich ziemlich schnell geht.
            Dann werden die Subventionen auch wieder sinnvoller genutzt als augenblicklich.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Es braucht keine verständnisvolle Jungbauern um einen Laufstall zu bauen, ein Laufstall ist bei Neubauten obligatorisch. Auch ich war mal jung, ich habe mit 30 Jahren die Viehaltung aufgegeben, ich nehme mal an, dass ich damals auch ein Jungbauer war.

              Wenn sie ein massives gesundschrumpfen bejubein, denken sie daran, dass gerade in BIOhaltung die Anbindehaltung weit verbreitet ist.

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              • Hugo sagt

                Was ich von BIO halte, vor allem von EU-Bio-Label hab ich ja schon geschrieben.
                Das sind die Bauern die ihren Tieren nur gerade soviel Fläche gönnen wie der Gesetzgeber unbedingt vorschreibt, aber keinen Millimeter mehr..
                Ja da begrüße ich das Gesundschrumpfen ohne wenn und aber.

                Das es gerade eine neue etwas schärfere EU-BIO Verordnung gibt, das vor allem diese „BIO-Bauern“ dagegen Sturm laufen und vom bayerischen Landwirtschaftsminister fordern trotzdem das BIO-Siegel behalten zu dürfen obwohl sie Ihre Kühe nie auf die Weide lassen, ja die sollen endlich aufhören.

                Ich versteh nicht wie die Mehrheit der Bauern solche „Kollegen“ mitzieht, verteidigt und auch noch schützt. Gibt es unter Bauern kein Ehrgefühl solche Tierquälerei endlich abzuschaffen. Durch so „unredliche“ Tierhaltung ist doch auch der Wettbewerb stark verzehrt.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Was ist eine unredliche Tierhaltung?

                  Gibt jetzt ein Hugo die Standards vor?

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              • hugo sagt

                Eigentlich bedarf es keiner Standards wenns ums Tierwohl geht, sowas ist selbstverständlich und sollte Allgemeinwissen eines jeden zivilisierten Menschen sein.
                Eigentlich, aber da nicht alle in diesen Genuß kommen wurden Standards geschaffen, die wie wir gesehen haben nicht die paar Buchstaben wert sind.
                Tierschutzstandard ja aber Anbindehaltung auch ja und hinter solchen Wörtern versteckt sich dann der Bauer und bezeichnet jeden der das genauer hinterfrägt als Hetzer.
                Ich hetze nicht sondern diskutiere, sag meine Meinung, hinterfrage sehr allgemeingehaltene Begriffe, erkläre Bauern das sich bei manchen Milchwirtschaft nicht lohnt wegen veralteter Ställe, wegen Anbindehaltung. Überproduktion die dann billig exportiert wird sollte nicht durch uns Verbraucher doppelt subventioniert werden, durch EU-Subvention und durch den überhöhten Preis.
                Meine Fragen werden nicht beantwortet:
                – warum wollen Bauern die fortgesetzte Tierquälerei durch
                Anbindehaltung beibehalten?
                – warum produzieren zu viele Bauern Milch, wohlwissend das sie dafür
                nicht den gleichen Preis auf dem freien Spotmarkt bekommen?
                – warum demonstrieren Bauern für höhere Preise wohlwissend das sie
                durch Ihre Überproduktion selber schuld sind an der Misere?
                – warum produzieren Bauern zuwenig qualitativ höherwertige Milch
                sondern favorisieren die Leistungssteigerung zuungunsten der Qualität.
                – warum stellen sich Bauern unwissend und argumentieren mit falschen
                Zahlen wenns um die Überproduktion von Milch geht?
                – warum leugnen Bauern die Gefährlichkeit von Glyphosat.
                – warum argumentieren Bauern mit Landschaftsschutz obwohl keine Kuh
                mehr die Landschaft betreten darf?
                – warum ist die Landwirchaft zu feige sich Ihren Problemen zu stellen,
                Handwerker haben Innungen die solche Auswüchse nie dulden würden,
                warum seit Ihr unfähig dazu eine Art Ehrenkodex für Bauern zu
                erstellen. Solange Ihr das nicht umsetzt werdet Ihr in der Öffentlichkeit
                nie Anerkennung finden. Anerkennung muß man sich verdienen!

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  12. biobua sagt

    Ganz klar, auf dem Bild die linke Milch. Berchtesgadener ist momentan die einzige Molkerei die den den konventionellen Milchpreis noch wesentlich höher hält als alle anderen. Auch bei Ökomilch waren Sie in der Vergangenheit immer vorne dabei. Das wäre die Molkerei meiner Träume! Die großen Genossenschaftsmolkereien haben in meinen Augen mit Genossenschaft nicht mehr viel zu tun. Inwiefern hier noch für den Genossen gehandelt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Mit einer privaten Ökomolkerei (ein Marktführer) habe ich die übelsten Erfahrungen gemacht.

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    • Damit Molkereien so sind wie der Berchtesgadener müssen sich die Bauer aber auch selbst einbringen, nicht alles dem Vorsitzenden und oder der Verwaltung überlassen! Sobald Bauern einen Geschäftsführer Einstellen und Bezahlen, muss der besonders gut beobachtet und auch gut unterstützt werden. Die Privaten Molkereien richten sich immer nach dem Markt und der Auszahlungspreis nur nach dem „so wenig wie möglich“ aber nicht so viel nötig, eben gerade das es so passt für den Inhaber. Die beste Situation wäre eine Private mit Genossen die noch das sagen haben!

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  13. Andrea Rahn-Farr sagt

    Klare Empfehlung: Kaufe die Markenmilch einer Genossenschaftsmolkerei Deiner Wahl! Dies sind die Produkte mit der höchsten Wertschöpfung für die Molkereien, sie sind nicht beliebig austauschbar wie Handels“marken“. Für die Markenmilch erhält die Molkerei einen höheren Preis pro Liter, dadurch stützt die Markenmilch im Produktportfolio einer Molkerei den gesamten Milchauszahlungspreis an die Genossenschaftsmitglieder.
    Bei unserer Molkerei (Hochwald) ist dieses Produkt die „Bärenmarke“ (Trinkmilch, Milchmixgetränke, Sahne, Sprühsahne, Kondensmilch).

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