Jahr: 2021

NABU, Pufferstreifen (und die Zukunft der Landwirtschaft)

Ich zitiere aus der Veröffentlichung des NABU. Wissenschaftliche Handlungsempfehlungen der Studie für die Gestaltung von Gewässerrandstreifen: Die Breite von Gewässerrandstreifen sollte mindestens zehn Meter, besser 20 Meter betragen: zehn Meter als Pufferstreifen für Nähr- und Schadstoffe und mindestens weitere zehn Meter als unbelasteter Lebensraum. Gewässerrandstreifen sollten vielfältig und dauerhaft begrünt sein. Für eine wirksame Biotopvernetzung sind durchgängige Gewässerrandstreifen wichtig. Gewässerrandstreifen sollten an allen Gewässern verpflichtend sein. Nicht nur an denen von wasserwirtschaftlicher Bedeutung, sondern auch an Kleingewässern. Hier der Link zum Original: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/artenvielfalt/lebensraum/30326.html Hier der Link zur Studie der Uni Duisburg/Essen. Auftraggeber NABU: 210802-studie-gewaesserrandstreifen-uni-duisburg-essen An keiner Stelle ist von einem finanziellen Ausgleich die Rede. Dabei steht doch im Papier der Zukunftskommission Landwirtschaft, dass man mit Naturschutz Geld verdienen könnte. Da sollten die Vertreter der Landwirtschaft noch mal nachfragen.

Wie die Schweizer unter ihrer Landwirtschaft leiden….

Wer der Meinung ist, dass das Ansehen der Landwirtschaft in Deutschland schlecht ist,. sollte diesen Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung lesen. https://www.nzz.ch/wirtschaft/schweizer-landwirtschaft-hohe-kosten-geringer-nutzen-ld.1632029 Ich frage mich angesichts solcher Artikel, wie sich die Existenz der Landwirtschaft überhaupt noch rechtfertigen lässt. Übrigens: die Überschrift ist natürlich ironisch gemeint…

Der Erdbeer-Skandal

Diesen Gastbeitrag hat mir Christian geschickt. “Hallo Bauer Willi, ich bin vor einigen Tagen auf euren alarmierenden Beitrag mit dem Cyanidin in Erdbeeren gestoßen (über einen Gin, der sich bei Kontakt mit Tonic oder Zitrone von Blau zu pink verfärbt zu Rotkohl und von da zu Cyanidin). Da ja in den Kommentaren die Frage gestellt wurde, wie viel Dihydrogenmonoxid sich in Erdbeeren befindet, diese Frage jedoch seit der Erstellung des Artikels nicht beantwortet wurde, habe ich eine Versuchsreihe gestartet. Untersucht wurden je 2 kg der Sorten Korona, Mieze Schindler und Senga Sengana, aufgeteilt in Proben zu je 500g. Das erschreckende Resultat vorab: In 100% der Proben wurden große Mengen an Dihydrogenmonoxid festgestellt. Eine exaktere Angabe der Konzentration ist nicht möglich, da auch weitere flüchtige Bestandteile, die im Universallösungsmittel DHMO gelöst sind, bei dem Untersuchungsverfahren mit entfernt wurden. Der mittlere Gehalt an DHMO lag bei der Senga Sengana bei 87,4%; bei der Korona bei 89,1% und bei der Mieze Schindler bei 84,9%. Zum Versuchsaufbau: Die Proben wurden erntefrisch abgespült, abtropfen lassen, die Kelchblätter entfernt und die …

Impressionen aus der Getreideernte 2021

Am 31. Juli 2021 haben wir mit der Weizenernte begonnen. Gunther, der seine Bienenvölker bei uns auf der Wiese stehen hat, hat das Geschehen mit seiner Drohne begleitet. Ich bin noch nicht so fit, dass ich den Film mit Musik unterlegen könnte. Ausserdem hab ich im Augenblick nicht die Zeit für so was. Ich hoffe, es gefällt euch auch so. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren

Der Raps ist ab!

Die Getreide- und Rapsernte ist in diesem Jahr eine Zitterpartie. Während es in den vergangenen drei Jahren zur Erntezeit fast immer heiß und trocken war und so der Mähdrescher fast jeden Tag eingesetzt werden konnte, will es in diesem Jahr nicht vorwärts gehen. Ständig regnet es.  Beim Weizen haben wir noch 90% unserer Flächen zu ernten. Da wir den Mähdrescher mit 4 Landwirten gemeinsam besitzen, müssen wir uns sich absprechen, wer ihn wann haben kann. Damit es reibungslos funktioniert, muss man selber auch mal Zugeständnisse machen. Immerhin haben wir am Donnerstag (29.7.) am Nachmittag mit der Rapsernte beginnen können. Dafür muss der Mähdrescher vorher (und nachher) umgebaut werden, was immer ein Aufenthalt ist. Wie nicht anders zu erwarten, hatte die erste Parzelle nicht die erforderliche Feuchte von 9% im Korn, sondern 12%. Dementsprechend war auch der Ölgehalt schwach und es fallen Trocknungskosten an. Bei Parzelle 2 lag die Feuchte schon bei 9,8%, am frühen Abend dann bei Parzelle 3 bei 9,0%, dem Maß, dass es laut Vertrag haben muss. Der Ölgehalt lag dann bei 42%. …

Schon wieder: 15.000 Liter Wasser für 1 kg

Warum gelingt es uns nicht, diesem Schwachsinn ein Ende zu setzen? Wir haben es doch nun schon so oft erklärt. Es werden keine 15.000 Liter Wasser für 1 kg Rindfleisch verbraucht. Auch nicht, wenn Moderator Markus Lanz und Oberförster Peter Wohlleben das behaupten. Letzterer müsste es eigentlich besser wissen… Ich glaube ja normalerweise nicht an Verschwörungen, aber diese öffentlich-rechtliche Botschaft “wir sollten alle weniger Fleisch essen” hat was von Kampagne und Indoktrination. Zahlen, die die meisten Menschen nicht hören wollen. #Lanz#Fleisch #Klimawandelpic.twitter.com/2SyrlL6UrG — Christopher (@Christavo_Fring) July 27, 2021 Hier noch mal zum Nachlesen Rindfleisch und die warme Dusche Oder hier: https://www.deutschlandfunkkultur.de/wasserverbrauch-fuer-rindfleisch-propaganda-mit-rechenfehler.993.de.html?dram:article_id=239069

Liebe ARD, ist das euer Ernst?

Ihr kennt vielleicht die Sendung “Wissen vor Acht”.  Was sie am 26.7.2021 vor der Tagesschau gesendet hat, klingt wie ein Scherz. Diese 2:30 Minuten solltet ihr euch ansehen. Es geht um Methan und die Maskenpflicht bei Kühen. Und es ist kein Scherz. https://www.ardmediathek.de/video/wissen-vor-acht-zukunft/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3dpc3NlbiB2b3IgOCAtIHp1a3VuZnQvYmQ0N2VjZTMtZTI5MC00YmRhLWFjNmYtMWNiOWE0MDA5MGE0/ Was meint ihr? Bringt das die Menschheit weiter?

Eigener Strom ist Goldes wert

Ich habe gestern mit Friedrich telefoniert, der sich, mehr als ich, Gedanken um die Stromversorgung macht. Dass dies nicht ganz unberechtigt ist, zeigt dieser Artikel der FAZ. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/energiewende-vorbeugung-von-engpaessen-in-der-stromversorgung-17421678.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Friedrich plant derzeit, ein Notstromaggregat anzuschaffen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: es wird von einem Trecker angetrieben (ca. 2 PS pro 1 Kw) oder hat einen eigenen Dieselmotor. In jedem Fall wird also fossile Energie eingesetzt. Wir hatten bei unserem Einsatz im Hochwasser-Gebiet ein kleines Notstromaggregat (auf Basis Benzin) dabei, dass uns sehr gute Dienste erwiesen hat. Wir werden uns jetzt wohl auch ein (deutlich größeres) Gerät für den Betrieb zulegen. Das Wichtigste ist, dass die Heizung läuft, dass die Hebeanlage für die Fäkalien funktioniert, dass wir kochen können und dass die Tiefkühltruhen nicht auftauen. Wenn es gut läuft, können wir auch mal eine Waschmaschine betreiben. Bei vier Generationen und drei Haushalten sind wir so auf einen Blackout vorbereitet. Irgendwie finde ich die Entwicklung im Energiebereich besorgniserregend. Der Stromverbrauch steigt ständig, die Kraftwerke, die die Grundversorgung sicherstellen, werden abgeschaltet, gleichzeitig wird viel Geld in die staatliche Förderung von …

Sonne statt Kuh

Die Gesellschaft will erneuerbare Energie. Die Gesellschaft will, dass landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion genommen werden. (Siehe Farm to fork und GAP) Landwirte wollen von ihren Flächen leben können. Um diese Ziele zu erreichen bietet sich die Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen an. Investoren bieten zum Teil horrende Summen für die Pacht von Flächen. Von bis zu 4.000 € pro Hektar und Jahr ist die Rede. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/agrarland-photovoltaik-solarparks-investoren-101.html Und selbst wenn es “nur” die Hälfte wäre: es gibt derzeit kaum eine landwirtschaftliche Kultur die einen so hohen Gewinn abwirft. Garantiert für 20 bis 30 Jahre. Jetzt stellt sich die Frage, ob es angesichts des wieder zunehmenden Hungers in der Welt ethisch vertretbar ist, diese Flächen nicht mehr für den Anbau von Lebensmitteln zu nutzen. Ist es den Landwirten zu verdenken, wenn sie diese attraktiven Angebote annehmen? Kritik wegen der “Verseuchung” des Grundwassers oder der “Vergiftung” der Landschaft ist ja dann nicht mehr zu erwarten. Und die Insekten werden sich auf diesen Flächen möglicherweise auch wohlfühlen. Wie ist eure Meinung? Was spricht für, was gegen Photovoltaik auf landwirtschaftlichen …

Der offene Brief – Die Antwort

Am 13.7.2021 haben wir Agrarblogger an vier Teilnehmer der Zukunftskommission Landwirtschaft (DBV, DLG, DRV, BDL) einen offenen Brief geschickt und um Antwort auf einige Fragen gebeten. Der offene Brief ist hier nachzulesen: https://www.bauerwilli.com/fragen-an-die-zukunftskommission/ Am 21.7. fand eine Zoomkonferenz statt, an der die Vertreter der oben genannten Organisationen zwei Stunden lang mit uns diskutiert haben. Die Stimmung war sehr gereizt, und nicht selten wurde es auch sehr laut. Unsere Intention war, eine Erklärung dafür zu bekommen, warum das Ergebnis der Zukunftskommission für uns Landwirte einen Fortschritt, besser noch, einen Gewinn darstellt. Von den handelnden Personen wurde unser Brief aber als Kritik an ihrer Arbeit verstanden und entsprechend dünnhäutig waren dann die Reaktionen. Wir versuchten klar zu machen, dass unser Unverständnis auch bei vielen anderen Landwirten vorherrscht, und dass es ja im Sinne aller wäre, dieses Unverständnis in Verständnis (und Zustimmung) umzuwandeln. Nach einiger Zeit wurde wohl allen Beteiligten klar, dass es einer besseren Kommunikation bedarf, um die Vorteile und den Nutzen der Zukunftskommission in die breite Landwirtschaft zu tragen. Den beteiligten landwirtschaftlich geprägten Verbänden gelingt es …