Monate: August 2016

Mückenplage?

An der Mückenplage ist nicht nur der Regen schuld. Auch die Land- und Forstwirtschaft trägt mit dazu bei. So jedenfalls ein Beitrag in der Tageszeitung „Welt“. Nur komisch, dass es bei uns so viel geregnet hat wie noch nie und ich in diesem Jahr noch keinen einzigen Mückenstich hatte. Wahrscheinlich habe ich das „falsche Blut“… http://www.welt.de/debatte/kommentare/article157780733/Wir-sind-an-der-Mueckenplage-selbst-schuld.html 0

Gespräch mit Reinhold Messner

In Schladming trafen wir Reinhold Messner. Als Bergsteiger hat er einen legendären Ruf erworben. In seiner Heimat Südtirol engagiert er sich stark für die Regionalentwicklung. Bauer Willi führte ein kurzes Gespräch mit Reinhold Messner zum Thema der Regionalität (Regio Day) und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten für den Landwirt um Wertschöpfung und Anerkennung zu gewinnen. 0

Hungersnot 2016…

Die diesjährige Ernte 2016 war in weiten Teilen Europas schlecht. Doch das interessiert kaum jemand, außer Bauern und Agrarhändler. Für den Konsumenten jedenfalls wird sie keine negativen Auswirkungen haben. Und in die Geschichtsbücher eingehen wird die Ernte 2016 sicherlich auch nicht. Das war 1816, also vor exakt 200 Jahren anders. Damals brach der Vulkan Tambora im fernen Indonesien aus und sein Aschestaub verdunkelte für mehrere Monate den Himmel.  Die Ernten fielen weltweit miserabel aus, nicht nur bei Getreide, sondern auch bei Kartoffeln und Futterpflanzen. Die Auswirkungen waren besonders in Europa zu spüren. Man hielt dieses „Jahr ohne Sommer“ für eine Strafe Gottes, weil damals niemand die Ursachen kennen konnte, Indonesien war damals einfach zu weit weg. Nach einem sehr strengen Winter waren die Folgen der Missernten aber erst richtig im Jahr 1817 zu spüren. Die Preise für Lebensmittel explodierten, zeitgenössischen Schilderungen zufolge mussten die Menschen auch Moos, Gras oder sogar Baumrinde essen, um an Kalorien zu kommen. Große Migrantenströme setzten ein, die Polizei wurde dagegen eingesetzt, viele Menschen wanderten aus. Auch die Kriminalität nahm deutlich zu, es kam zu sozialen und politischen Unruhen. …

Bauernhöfe beschlagnahmen…

Es wird immer doller: Besonders interessant für mich. Unser Hof sollen im Falle eines Notfalles beschlagnahmt werden. Ich fasse es nicht… https://beta.welt.de/politik/deutschland/article157877470/Im-Notfall-sollen-Bauernhoefe-beschlagnahmt-werden.html 0

Frau Hendricks, nicht schon wieder…(Video)

Alle paar Wochen eine neue Sau durch´s Dorf treiben. Erst ist der Mais Schuld an den Überschwemmungen, dann sollen die Bürger pro Woche nur noch maximal 600 g Fleisch essen (Klimaschutzkonzept)  und jetzt wieder eine  Attacke gegen die konventionelle Landwirtschaft.  Sommerloch? Nein, Prinzip! Und Populismus: die Bürger einer Gemeinde sollen (mit)entscheiden, ob ein der Bauer in ihrem Dorf einen Stall bauen darf. Oder auch nicht. Das kommt beim Wähler sicher gut an. Dabei weiß doch jeder, was dabei herauskommt: es wird kein neuer Stall gebaut. Jedenfalls nicht von dem Bauern vor Ort, weil der da noch länger wohnen bleiben will.  Was ich Frau Hendricks sonst noch zu sagen habe könnt ihr im Video sehen.   Euer Bauer Willi 0

Nach 18 Monaten Fern-Ehe…

Zum ersten Mal ist Alois bei mir im Rheinland. Hier stehen wir vor dem Haushaltsloch von NRW. Unten suchen die Bagger nach „Kohle“ (Tagebau Hambach). 😉 Die vier Kraftwerke haben wir auch gesehen. Voller Energie geht es jetzt wieder ins Allgäu. 0

„Lieber Verbraucher“ auf französisch

Andre hat gefragt, ob er den Verbraucherbrief ins Französische übersetzen darf. Bei seiner Homepage in Frankreich geht es auch um Bauern und Verbraucher. Ihr könnt ja mal stöbbern…. http://seppi.over-blog.com/2016/08/chers-consommateurs.html 0

Anders machen…

Alois und ich waren zwei Tage in Schladming. Warum dieser Aufwand? Weil wir uns mit den Organisatoren von Land schafft Leben unterhalten haben und diese wiederum Interesse an Bauer Willi hatten. Land schafft Leben hat es sich zum Ziel gesetzt, ihren Mitbürgern die Geschichten um ihre Lebensmittel neu zu erzählen. Wie in Deutschland so haben auch in Österreich viele Menschen den Bezug zu ihren Nahrungsmitteln verloren und wissen oft nicht mehr, wie sie hergestellt werden. Damit werden die Produkte austauschbar. Schlecht für die Produzenten vor Ort. Hannes Royer, selber Landwirt, hat dies nicht losgelassen und er hat sich gefragt, wie man dies ändern könnte. Auf lange Sicht würde diese Entwicklung ihn und seine Berufskollegen ja auch treffen, wenn nur noch der Preis das alleinige Kaufkriterium ist. Auf der Suche nach Verbündeten für seine Idee hat er die Chefs der führenden Lebensmittelketten und die verarbeitende Industrie in Österreich angesprochen. Und jetzt geschah etwas Besonderes: viele, die er angesprochen hat, unterstützen heute diese Organisation. Nicht nur ideell, sondern auch finanziell. Und zwar ohne Einschränkungen oder Vorgaben über den Inhalt. Klingt unglaublich, ist …