Monate: August 2020

Chile liegt nicht am Bodensee

Kaum im Urlaub, rege ich mich schon wieder auf. Wir waren gestern noch in Immenstaad unterwegs und haben am Abend fürs Frühstück eingekauft. Hier beim REWE werden Äpfel „Pink Lady“ als Aus der Region etikettiert. Das ist übrigens kein Einzelfall, auch bei anderem Obst hängt das Etikett. Zum Bsiepiel bei Äpfeln aus Neuseeland. Wenn das kein Betrug ist, dann doch zumindest Irreführung. Im Dorf dann ab Hof-Verkauf von örtlichen Obstbauern mit dem Hinweis, dass „bezahltes Obst besser schmeckt“. Die Preise: 1 kg Äpfel aus Chile 3,69 €, Birnen direkt vom Obstbauern 1,50 €. Ja, jetzt könnt ihr sagen, ich hätte Äpfel mit Birnen verglichen…Aber es gibt auch Äpfel direkt vom Erzeuger. Für 1,80 €/kg. 1

Auszeit – die Seele baumeln lassen

In den nächsten zwei Wochen werden wir (wieder) am Bodensee sein. Schon im letzten Jahr waren wir in der Ferienwohnung von Carmen und Hubert in Immenstaad. Wir werden die Seele baumeln lassen, Bücher lesen oder einfach vom Balkon in die Ferne schauen. Fahrrad fahren, schwimmen, wandern steht auch auf dem Programm, das wir nicht haben. Wir entscheiden von Tag zu Tag. Ob ich im Netz unterwegs bin? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Auch das entscheide ich von Tag zu Tag. Zwei Wochen ohne Blog und Facebook müsste doch gehen… Bis später Bauer Willi 3

How dare you!

Das Titelbild ist die Übersetzung eines Tweets, den ich bei Renate Künast gefunden habe. Ich bin schon ziemlich entsetzt, wie man eine Verbindung von einem Düngemittel über Hitler bis zur „industriellen Landwirtschaft “ schaffen kann. Folgt Renate Künast dieser kruden Idee?   1

200.000.000 Schweine…in China…

China nimmt einen Strategiewechsel in der Tierhaltung vor. Wurden Schweine bisher vor allem auf dem Land von Kleinbauern erzeugt, werden nun „Schweinefarmen“ in Stadtnähe gebaut, die bis zu 150.000 Tiere an einem Standort konzentrieren. Insgesamt ist die Zahl der neuen Stallplätze in Schweine-Hochhäusern (siehe Bild im Artikel) für die Produktion von 200.000.000 Tiere ausgelegt. Der Bau in der Nähe der Städte soll die Logistik erleichtern. Eine ähnliche Entwicklung (immer größer) wird auch die deutsche/europäische Schweinehaltung machen. Allerdings ist hier der Grund in den immer strengeren Auflagen zu suchen, die von kleinen Betrieben nicht mehr wirtschaftlich erfüllt werden können. https://www.agrarheute.com/markt/tiere/china-baut-riesige-schweine-hochhaeuser-570116?utm_campaign=ah-mo-fr-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2020-06-25&fbclid=IwAR3FVwyNdZYiubaGsVmgAb1hWjfRpPnSPEmdQwb4R6bPBqGHlS9SVcZBbIY Das Bild oben habe ich auf einen Betrieb in Franken aufgenommen, der Weideschweine hält und vermarktet. Eine Nische für wenige, wohl kaum eine Lösung für alle. 0

Bauern – die echten Grünen

Es gibt da eine Partei in NRW, die im Vorfeld der Kommunalwahl im September komische Plakate klebt. Und dann merkt, dass die mißverständlich sind. Ok, kann passieren. Einfach demnächst vorher einen Bauern fragen… Wobei ich mich über dieses Plakat hier links irgendwie nicht wirklich aufregen kann… Sag ich doch auch, nur mit anderen Worten und vielleicht etwas netter… 🙂     Hier unten im Link die Erläuterung, warum Glyphosat und Kartoffeln nicht so richtig zusammenpassen. Übrigens: was ist ein Ackergift? Ist das ein Gift, das auf dem Acker entsteht? Ist das ein Gift, dass vom Acker kommt? Erklärt mir das doch bitte mal… (so wie mit dem Kobold in der Autobatterie…) Eine politische Kampagne lebt von Zuspitzung und Wortspiel   3

Freitag morgen in den Zuckerrüben

Weil es heute wieder heiß wird, war ich schon um 7 Uhr in den Zuckerrüben, um die restlichen Unkräuter und Schosserrüben zu entfernen. Nächste Woche fahre ich mit meiner Frau in den Urlaub und da soll das vorher erledigt sein.  Unten ein paar Stimmungsbilder. Hier aber ein Bild mit gelben Rübenblättern. Das ist der/das Vergilbungsvirus, der den Rübenertrag stark schädigen kann und durch Blattläuse übertragen wird. Dazu dieses Video aus Frankreich:       Frankreich ist in Europa das Land mit der größten Rübenanbaufläche. Da Deutschland eine enge Freundschaft mit Frankreich pflegt, darf man hoffen, dass auch die deutsche Regierung reagieren wird. 0

Gehirnwäsche

Ich habe in den letzten Tagen viel auf dem Feld gearbeitet. Da kann man gut nachdenken und es kam mir obiger Spruch in den Sinn. Auf allen medialen Kanälen wird ja seit Monaten unverblümt gegen den Fleischverzehr geschrieben und geredet und gefilmt. Und alle sind sich einig, dass „man ja weniger Fleisch essen müsste“. Wegen Weltklima, Tierwohl, Werkverträgen, Soja und Regenwald und überhaupt. Und dann schau ich den Menschen, die ich so kenne, und die so reden, wie alle reden, in den Einkaufskorb…. Ich glaube, da müssen die Medien noch „aktiver“ werden, bis die Gehirnwäsche funktioniert hat… (Ironie off)   4

Eine Marktnische…?!

Die nächste Generation wird wohl kein Schweinefleisch mehr essen sondern Insekten. Und Schlachthöfe brauchen wir dann auch nicht mehr. Bitte am Ende des Artikels mal auf die Preise schauen…. https://www.stuttgarter-kinderzeitung.de/inhalt.test-essen-kochen-mit-insekten.fc9c77d6-5493-4284-8e88-1370e07f335d.html Wer jetzt noch schmunzelt und diese Entwicklung als „verrückt“ abtut: Wesjohann tut es nicht: https://lebensmittelpraxis.de/industrie-aktuell/25367-fleisch-wiesenhof-setzt-auf-insekten-statt-auf-soja-2019-09-12-12-54-36.html   1

Bio-Kompost

Wenn die Felder jetzt wieder geräumt sind, könnte Kompost ausgebracht werden. Viele Landwirte scheuen das aber, weil die sogenannte „Bio“-Tonne einiges mehr enthält als nur organischen Abfall. Hier ein gut gemachter „Werbefilm“ für guten Kompost. Von der Mülltonne bis auf den Acker. Und er zeigt auch, mit welchen technischen Raffinessen heute Plastik aus dem Kompost entfernt werden kann. 9

Ackerbaustrategie – Beteiligung Termin verlängert

Das BMEL hat den Termin für die Bürgerbeteiligung bis zum 31. August verlängert. Ursprünglich sollte diese am 28. Juli enden. Ich schaue immer mal wieder dort rein. Die Vorschläge, die dort gemacht werden, sind sehr unterschiedlich. Sie sind teilweise von großer Sachkenntnis geprägt. Die Getreide- und Rapsernte neigt sich ja in vielen Regionen dem Ende zu. Deshalb möchte ich einfach noch mal darauf hinweisen, dass man die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern, nicht verstreichen lassen sollte. https://beteiligung.bmel.de/group/31/dashboard/59   0