Monate: August 2019

Vom Umgang mit der Wahrheit…

Die Rheinische Post hat ja vor einigen Tagen darauf hingewiesen, dass es in Deutschland derzeit keine Hinweise auf steigende Nitratwerte im Grundwasser gibt. Sie korrigierte damit ihre eigene Berichterstattung vom 8. August, in der mit Verweis auf eine kleine Anfrage der Grünen bei der Bundesregierung unterstellt worden war, die Messwerte seien zwischen 2013 und 2017 um fast 40 Milligramm pro Liter gestiegen. Oliver Krischer hatte das lauthals in den Abendnachrichten verkündet. Jetzt könnte man die Sache mit der Korrektur der RP (und des Hessischen Rundfunk) natürlich auf sich bewenden lassen. Wenn, ja wenn… Gerade bei Landwirtschaftsthemen haben Trickserei und Schummelei der Grünen System. In schöner Regelmäßigkeit tauchen in den Medien Zahlen, Daten und Behauptungen auf, die sich bei näherer Betrachtung als schlichtweg falsch, stark verzerrt oder als völlig unrealistisch herausstellen. So hatte Katrin Göring-Eckhardt behauptet, „das der somalische Hühnerbauer zu uns kommt, weil wir mit unseren Exporten deren Märkte kaputtmachen. Nachdem sich herausstellte, dass Deutschland von 2010 bis 2015 überhaupt keine Hühner und auch keine Teile davon nach Somalia exportiert hat, änderte sie ihre Aussage. …

Mehr erneuerbare Energie…

Alle reden von der Energiewende und vom Klimawandel. Ich will jetzt nicht bewerten, was davon menschengemacht ist und was nicht. Ich habe mir lediglich die Zahlen besorgt (BMWI) und mal grafisch dargestellt, wie es mit dem Primär-Energieverbrauch in Deutschland so aussieht. In verschiedenen Rot-Tönen habe ich alle fossilen Energieträger markiert. Wie man unschwer erkennen kann, machen die heute (2017)  rund 80% aus. 6% stammen aus Kernenergie. 13% stammen aus erneuerbaren Energiequellen. Der Rest ist Kleinkram. Im Vergleich zu 1990 wird deutlich, dass bis 1999 nicht viel passiert ist. Erst ab dann wurde mehr in erneuerbare Energie investiert, aber die Schritte sind klein. Ich kann mehr davon liefern, wenn das gewünscht ist. Jetzt wird die Forderung aufgestellt, bis 2030 aus der Braunkohle auszusteigen. Bei der Annahme, dass der Energieverbrauch dann dem von 2017 entspricht, müssten rund 1.500 PJ ersetzt werden. Und was für die Braunkohle gilt, muss ja eigentlich auch für Steinkohle gelten. Macht nochmals rund 1.500 PJ, die ersetzt werden müssten. Die Kernenergie ist bis 2030 abgeschaltet. Macht weitere 833 PJ. Macht in der Summe …

Schnellkurs in Landwirtschaft (Video)

Dieses Video hat mir Christian geschickt. Ein Einblick in ein Jahr Landwirtschaft. Meine Meinung: Es sollte in keinem Schulunterricht fehlen! Danke an Christian für die viele Arbeit, die dieses Video sicher gemacht hat.     2

Sprachlos…

…macht mich dieser Film für Kinder vom SWR Zitat: „Der Film ist gedacht für die Klassenstufen 3 und 4, d. h. für Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren.“ https://www.swr.de/unternehmen/medienkompetenz/Ideen-fuer-die-Schule-Rikki-und-die-Kinderreporter,rikki-100.html?fbclid=IwAR0by6qOCGCLin_LrIzlSkFTr1rrgUbfYDhP-_jRRUtUfKbAuvguv2B55dk   Bildquelle: SWR     0

Wasser trinken…

Svenja Schulze, Bundes-Umweltministerin will das Trinken von Leitungswasser fördern. Mit 1,3 Mio. €. Zitat: „Wer Leitungswasser trinkt, spart Geld, Energie und unnötige Verpackungen. Trinkwasserbrunnen sind eine gesunde und umweltfreundliche Alternative zu den vielen Einweg-Wasserflaschen, die die Leute täglich mit sich herum tragen“. https://www.rtl.de/cms/ministerin-svenja-schulze-raet-fuers-klima-mehr-leitungswasser-trinken-4388046.html Diese Aussage passt nicht gut zu den sonstigen Verlautbarungen aus dem Bundesumweltministerium, in denen regelmäßig Horrormeldungen über die Wasserqualität verbreitet werden. Gefördert wird das Trinken von Leitungswasser durch den Verein „a tip: tap“ was auf Deutsch so viel heißt wie „ein Tipp: Hahn“. Ob das aber jeder versteht? Ich kannte das Wort „tap“ noch nicht. Laut der obigen Meldung trinken bereits heute über 80% der Deutschen gelegentlich oder regelmäßig Leitungswasser. Wir übrigens auch. Es gibt da ein einfaches Gerät, dem Wasser den gewissen „Zitsch“ beizugeben. Den Namen will ich wegen Schleichwerbung nicht bringen. Er beginnt aber mit „Soda“ und endet mit „stream“. Abends trinke ich dann alkoholfreies Weizenbier mit Zitronengeschmack. Von einem bayrischen Hersteller. Der heißt mit Vornamen „Paul“. Hier weitere Pressemeldungen, in denen auch von einer „Wasserwende“ die Rede ist. Ja, ihr …

Bauernhöfe statt Agrarfabriken…

…wünschen sich viele Menschen. 1.500 Milchkühe wird so mancher für „Massentierhaltung“ halten. Wenn der Betrieb dann noch einem Nicht-Landwirt und Eigentümer einer großen Kette gehört, 4.000 ha bewirtschaftet, eine eigene Biogas-Anlage hat und mit „attraktiven Pachtpreisen“ winkt, aber gerne auch Flächen kaufen möchte *, dürfte das Bild vollständig sein: „So was darf man nicht unterstützen“. Dann schauen Sie mal hier: https://www.hofgut-eichigt.de/ Ändert sich die Sichtweise, wenn es sich um einen Bioland-Betrieb handelt? Und der Eigentümer des „Bauernhofes“ auch Eigentümer der Bio-Supermarktkette Dennree ist? Setzt sich hier nicht jetzt auch im Bio-Bereich ein Trend fort, der in der traditionellen Landwirtschaft längst eingezogen ist? Wie seht ihr das? Bauer Willi *https://www.hofgut-eichigt.de/das-hofgut/landkauf-und-verpachtung/ 0

Liebe grüne Bundestagsfraktion…

Ich habe euer aktuelles Video (21.8.2019) zum Thema Landwirtschaft auf Facebook gesehen. Ich muss euch sagen: So wird das nix mit der Agrarwende. Es gibt schon eine Partei, die versucht, mit einfachen Botschaften auf Stimmenfang zu gehen. Die wähle ich auch nicht. Und nein, es gibt nicht nur schwarz oder weiß, gut oder böse, Bio oder Traditionell. Die Welt ist bunt und vielfältig. Wenn ihr ernst genommen werden wollt, wenn ihr wirklich ernsthaft Verantwortung übernehmen wollt, solltet ihr aufhören, gegen die über 90 Prozent traditionellen Landwirte zu argumentieren. Denn die meint ihr doch, wenn ihr von industrieller Landwirtschaft redet. Alle eure Forderungen könnt ihr nur mit den Landwirten umsetzen. Natürlich geht es auch mit noch mehr Verboten, noch mehr Regelungen, noch mehr Gängeleien. So lange, bis es wirklich nur noch industrielle Landwirtschaft gibt. Weil der bäuerliche Familienbetrieb (wir haben noch einen) damit nicht mehr klarkommt. Fachlich und emotional. Wenn ihr die vielen kleinen Betriebe platt machen wollt, dann macht weiter so. Aber dann sagt uns das früh genug. Damit wir den Zeitpunkt der Betriebsaufgabe rechtzeitig …

Kreislauf-Folien…?!

Was soll das denn nun wieder sein? Es geht um Folien, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, zum Beispiel zur Abdeckung von Silos oder als Stretch-Folie, um Heu- oder Silageballen damit einzuwickeln. Silierung geht mal nur unter Luftabschluss und solange niemand dieses biologische Gesetz außer Kraft setzt (wer weiß, vielleicht gelingt das doch einmal einem Politiker) müssen halt Kunststoffe dazu verwendet werden. Das hat auch hygienische Vorteile. Ich kann mich jedenfalls noch an unsere Rübenblatt-Silagen erinnern, die mit Erde abgedeckt wurden. Eine schöne Sauerei und auch das Vieh schaute etwas unglücklich aus dem Trog. Wohin aber mit dem Kunststoff?  Was kaum einer weiß, aber viele wissen sollten: Es gibt in Deutschland ein funktionierendes Rücknahmesystem! Das nennt sich „Erntekunststoff-Recycling Deutschland“ und weil das zu lang und kompliziert ist auch einfach ERDE. https://www.erde-recycling.de/ueber-erde/was-ist-erde.html Wie funktioniert das? Landwirte bringen ihre besenreinen Kunststoffe an Sammelstellen. Wo die sind, kann man auf der Homepage unter „Sammelstelle suchen und finden“ erfahren. Es spielt keine Rolle, wo man die Folien gekauft hat. Danach werden die Folien sortiert und es wird daraus neues …