Bauer Willi
Kommentare 45

Mehr erneuerbare Energie…

Alle reden von der Energiewende und vom Klimawandel. Ich will jetzt nicht bewerten, was davon menschengemacht ist und was nicht. Ich habe mir lediglich die Zahlen besorgt (BMWI) und mal grafisch dargestellt, wie es mit dem Primär-Energieverbrauch in Deutschland so aussieht.

In verschiedenen Rot-Tönen habe ich alle fossilen Energieträger markiert. Wie man unschwer erkennen kann, machen die heute (2017)  rund 80% aus. 6% stammen aus Kernenergie. 13% stammen aus erneuerbaren Energiequellen. Der Rest ist Kleinkram.

Im Vergleich zu 1990 wird deutlich, dass bis 1999 nicht viel passiert ist. Erst ab dann wurde mehr in erneuerbare Energie investiert, aber die Schritte sind klein. Ich kann mehr davon liefern, wenn das gewünscht ist.

Jetzt wird die Forderung aufgestellt, bis 2030 aus der Braunkohle auszusteigen. Bei der Annahme, dass der Energieverbrauch dann dem von 2017 entspricht, müssten rund 1.500 PJ ersetzt werden. Und was für die Braunkohle gilt, muss ja eigentlich auch für Steinkohle gelten. Macht nochmals rund 1.500 PJ, die ersetzt werden müssten. Die Kernenergie ist bis 2030 abgeschaltet. Macht weitere 833 PJ. Macht in der Summe rund 3.800 PJ.

Erdgas gilt zwar als klimafreundlicher, ist aber auch eine fossile Energiequelle. Dessen Nutzung hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Wollte man auch auf Erdgas verzichten und somit auf alle fossilen Energieträger, so müssten bis 2030 rund 7.000 PJ aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Heute (2017) sind es knapp 1.800 PJ.

Wir haben also noch rund 10 Jahre, um den Anteil der Erneuerbaren um den Faktor 3,88 zu steigern. Ich wollte jetzt nicht vom Vierfachen sprechen, das klingt so brutal…

Wenn man die Entwicklung der letzten 27 Jahre sieht, fällt es mir persönlich schwer, daran zu glauben, dass das gelingen kann. Aber vielleicht fällt euch ja was ein…

Euer Bauer Willi

 

 

(Aufrufe 9.065 gesamt, 1 heute)

45 Kommentare

  1. James Taylor sagt

    Fuer die Politiker und Politikerinnen der Zukunft, die das Energieproblem loesen wollen, haette ich folgende Vorschlaege:
    1. der Nullte (den gibt es wirklich) und der Erste bis zum Dritten Hauptsatz der Thermodynamik werden ersatzlos gestrichen und durch den Glauben an eine zukuenftige technische Innovation ersetzt, die noch nicht erkennbar ist, aber so sicher kommen wird wie der Schimmel auf das Obst
    2. alle Menschen, absehbar 10 Milliarden, bekommen staatlich subventioniert einen manuellen Strom- und Waermeerzeuger, also ein Standrad mit Dynamo, womit ein grosser Teil der Primaerenergie fuer private Haushalte (Strom+Waerme) eingespart werden kann. Ueberschuessige Energie wird fuer 4ct/kWh abgenommen und finanziert das globale Grundeinkommen
    3. alle betriebs- und volkswirtschaftliche Grundregeln bestehender Wirtschaftssysteme werden abgeschafft und durch Raeucherstaebchen und Klangschalen ersetzt
    4. alle industriellen Fertigungen werden konsequent auf Handbetrieb umgestellt, was als Nebeneffekt auch den Klimawandel stoppen (aber eben nicht umkehren) duerfte.
    Es ist also ganz einfach, man muss es nur wollen!

    1+
    • Paulus sagt

      Zu 1. und gleichzeitig zu 2.) Ganz so einfach ist es nicht, mein lieber James. Um die Strampelei auf dem Hometrainer effizient zu gestalten, und das sollte ja das Ziel sein, kommt man an der Thermodynamik irgendwie dann doch nicht vorbei.

      Jetzt warte ich nur noch auf den geschätzten Fingerphilosoph und Herrn Vobig, die uns endlich mal die Sache mit der Fremd- und Eigenenergie erklären. Lange nichts mehr von denen gehört.

      1+
      • James Taylor sagt

        Lieber Paulus, Sie weisen da in der Tat auf ein elementares Problem hin, schliesslich soll alles moeglichst effizient und nachhaltig sein. Ich habe mich dazu mit Aerzten unterhalten, die die Tour de France betreuen, und …, es gibt da wohl ein Loesungsmodell auf Medikamentenbasis, aber dieser Ansatz wird derzeit noch in der Energiekommission der EU an Hamstern getestet. Ich melde mich, wenn ich dazu mehr weiss.

        1+
    • bauerhans sagt

      „alle Menschen“

      und schon würde es sofort wieder ärger geben!
      wer bekommt das ding zuerst,wer zuletzt?
      ich sehe einen krieg am horizont oder wäre das gewollt.

      0
      • James Taylor sagt

        Es gibt ja noch die verschiedenen Ausstattungen, verschiedene Farben und wer bekommt den bequemen Sattel?
        Nein, kein Problem, wir machen das basisdemokratisch: Die mit der groessten Klappe, die am lautesten geschrieen haben, bekommen das Rad zuerst.
        Bei allen anderen wird die Leitfaehigkeit des Schweisses gemessen und die mit dem hoechsten Stromleitungskoeffizienten landen weiter oben auf der Liste.
        Im Zweifel wird ausgelost, … immer jeder nur ein Kreuz, sorry, ein Rad.

        1+
    • Henrik Wittenberg sagt

      Die technischen Möglichkeiten dazu sind jedenfalls vorhanden (man muss nichts neu erfinden), es braucht aber einen gut durchdachten Plan zur Umsetzung und den wird es nicht ohne ein notwendige Entscheidungen unserer Regierung geben.

      https://youtu.be/z3EoCKgzLo4

      0
  2. Christian sagt

    Danke Eric für diese Klarstellung. Was mir auch immer wieder auffällt, das die versteckten Energiekosten fossiler Energien immer verschwiegen werden. Ein Liter Benzin hat auf seinem Weg zur Tankstelle schon soviel elektrische Energie verbraucht, das ein Renault Zoe damit 300 km fahren kann.

    0
    • Brötchen sagt

      Christian, Du musst dann aber auch auf der anderen Seite auch alles in Betracht ziehen.
      Die ständige Verfügbarkeit, Energiedichte und Sicherheit ist auch als Wert einzubeziehen!
      Das fällt auch immer unter den Tisch!

      ich kann nicht erst eine Tag warten ehe die Batterie aufgeladen ist, ich muss ständig losfahren können. Die Gesellschaft ist heute so organisiert!

      Pferde fressen auch einen großen Teil der Energie, die sie beim Ackerbau leisten selber wieder auf!

      4+
  3. Sebastian Herp sagt

    Beim Vergleich von Primärenergie muss man beachten, dass die Wirkungsgrade unterschiedlich sind. 3000 PJ Kohle ergibt nur ca. 1000 PJ nutzbare Endenergie (Strom). Deshalb muss es auch nur durch diese Menge ersetzt werden.

    Desweiteren sollte man nicht das Jahr 2009 als Vergleich heranziehen. Es ist ein Ausreißer nach unten auf Grund der damaligen Krise.

    5+
    • Bauer Willi sagt

      Es handelt sich um eine vollständige Zeitreihe. Ich habe der besseren Lesbarkeit wegen Abstände von rund 10 Jahren gewählt.

      1+
  4. Friedrich sagt

    Unsere Energiewende sorgt lediglich dafür den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen , um noch mehr Umverteilung zu machen. Auch die zur Zeit hysterisch dargestellte Klimaangst dient nur dazu eine CO2-Steuer den Leuten aus der Tasche zu ziehen. Unsere Energiewende sollte eine Kugel Eis im Monat kosten . Ob eine Familie heute mit 1000 Euro im Jahr auskommt erscheint mir sehr fraglich. Neulich hat ein Ökonom ausgerechnet , daß wir mit 100 Mrd. Euro Investition in grüne Energien nur 16 Stunden die Eisschmelze am Nordpol aufhalten können. Wie soll auch ein Fortschritt erzielt werden , wenn in Asien rd. 1000 Kohlkraftwerke im Bau sind oder in Brasilien der Regenwald abgefackelt wird. Da hilft es überhaupt nicht, in unseren Braunkohlerevieren die Produktion einzustellen und Zigtausende Arbeitsplätze abzubauen und ganze Regionen dem Untergang entgegen laufen lassen , aber dann die Energie aus AKWs und Kohlekraftwerken aus den schlauen EU-Nachbarländern zu importieren. Leider haben wir in Berlin nur Ideologen , die von Betriebswirtschaft und Gesunden Menschenverstand noch nichts gehört haben . Neulich hat ein Volkswirtschafter errechnet , daß jeder Tag der derzeitigen Kanzlerschaft uns Bürger zwei Mrd. Euro gekostet hat. Das ist deutscher Rekord , denn alle Kanzler davor haben den Wohlstand im positiven gefördert. Wie war das mit dem Eid : Wohlstand mehren usw.. Ein Meineid ?

    24+
  5. Paulus sagt

    Die Zahlen zum PEV sind m.E. irreführend, zumindest wenn man sich nicht eingehend mit dem Thema beschäftigt hat. Primärenergieverbrauch ist ein volkswirtschaftlicher Begriff, kein physikalischer Wert, auch wenn versucht ihn als solches auszudrücken. So wurde z.B. bei Wind,- Solar- und Strom aus Wasserkraft ein Wirkungsgrad von 100% angenommen und beschlossen, der in der Realität unmöglich erreicht werden kann. Sinnvoller und ehrlicher ist es mit dem Endenergieverbrauch, nach Abzug aller Übertragungs- und diverser Umwandlungsverluste zu operieren. Allein daraus kann man Rückschlüsse ziehen, was die erforderliche Bereitstellung von Primärenergie und die Zukunft der Energieversorgung betrifft.
    Alles was dazwischen liegt muss in einer gesonderten Position erfasst werden, das würde so manchen die Augen öffnen.

    Und jetzt fragt bitte mal die Damen und Herren in den Parlamenten, was Petajoule bedeutet. Peta kennen die schon, das sind die Mädels die gerne mal oben ohne auftreten. Bei Joule sehe ich gedanklich nicht nur eine KGE verzweifelt an ihren Fingernägeln kauen.
    Zugegeben mit einer Einschränkung, die betrifft meine Lieblingsgrüne und ehemalige Ministerin für Umwelt in NRW.

    6+
    • Lady sagt

      Paulus, haben wir möglicherweise dieselbe Lieblingsgrüne? Zu meinem Entsetzen hat die, die ich meine, an derselben Uni wie ich studiert und hatte sogar die selbe Fächerkombi. Nur hat sie ihr Diplom in Mathe gemacht und ich in VWL. Irgendwo scheint ihr allerdings die mathematische Logik abhanden gekommen zu sein *pfeif*.

      Ansonsten kann ich mir auch nicht vorstellen, dass wir die fossilen Energieträger vollständig durch Erneuerbare ersetzen können. Wie soll das gehen? Wie hoch ist eigentlich der Anteil an Biomasse bei den Erneuerbaren , habt ihr da eine Zahl ?
      War es falsch, dass wir uns von der Kernkraft verabschiedet haben? Mir persönlich war sie auch nicht sehr angenehm, aber das können durchaus schlicht irrationale Ängste gewesen sein. Nur wenn sie sie morgen aus anderen Ländern importieren müssen, ist das bestimmt weder sicherer noch sonstwie besser. Und anders wird es kaum gehen.

      „das Habeck Charisma hat, kann man ihm nicht absprechen. “
      Mein Eindruck war anders , Obstbäuerin. In natura hat er für mich echt verloren. Irgendwie hat er mich eine Jeans mit Löchern erinnert. Die kann durchaus zum Lieblingsstück werden, wenn sie lange getragen wurde. Aber so ein Teil neu für besonders viel Geld ??
      Die Frage, dass Insektenfutter nur arg bedingt auch für unsere Ernährung taugt, hat er hier auch etwas sauertöpfisch beantwortet. „Das könne man so nicht sehen“. Und selbst über die Brücke, dass auch Insektenpflanzen durchaus als Biomasse taugen könnten, wollte er nicht gehen. Und gleichzeitig darüber labern, dass der Maisanbau ökologisch nicht sinnvoll sei. Aha, wer hat ihn denn initial gefördert?

      5+
      • Obstbäuerin sagt

        Lady, ich wollte damit ausdrücken, dass er, unabhängig von dem, was er labert, bei den Leuten ankommt. Ich habe das beobachtet, die umweltschädliche Batterie im Elektroauto (in der sogar Kinderarbeit steckt) wird da vom grünen Anhänger gar nicht mehr so schlimm empfunden.

        4+
        • Lady sagt

          Ja klar, Obstbäuerin, er kommt an. Nach meinem Eindruck durchaus aber eben auch als „Typ“, völlig unabhängig davon was er erzählt. Ich fand ihn losgelöst von dem Inhalt seiner Reden eben auch nicht besonders interessant. Vermutlich ist er sogar authentisch, aber auch mich wirkte er irgendwie überzogen lässig. Und sobald eine Frage kam, die ihm nicht passte, war es es mit dem Charme vorbei. Aber stimmt, das ist vielen anderen wohl gar nicht aufgefallen…

          3+
  6. Michael sagt

    Bezüglich der Rechnung zum Ausbaubedarf der Erneuerbaren Energien möchte ich auf eine Stolperfalle hinweisen. Gerade wird im Artikel der Primärenergieverbrauch zwischen den Erneuerbaren und den fossilen Brennstoffen direkt verglichen. Entscheidend ist jedoch die resultierende Energiedienstleistung (Wärme, Beleuchtung, Transport, …) die wir auf den verschiedensten Wegen bereitstellen können.

    In der Tendenz gehen hier die erneuerbaren Energien mit einem höheren Wirkungsgrad in den Primärenergiebedarf ein, da die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stets mit 100% Wirkunsgrad angenommen wird (Verbrennung von Biomasse in Kraftwerken und Biokraftstoffe erstmal ausgenommen). Demgegenüber unterliegen Die Kohlen und die Kernenergie einem Umwandlungsverlust in den Kraftwerken. Der durchschnittliche Wirkungsgrad in der Stromerzeugung beträgt ca. 40 – 50% (abhängig davon, wie man die Wärme aus KWK-Anlagen berücksichtigt). Erdgas wiederum geht nur zu ca. 30% in Kraftwerke und wird überwiegend zur Beheizung genutzt.

    Das heißt, um den Anteil der Kohlen, der Kernenergie und des Erdgases der in die Stromerzeugung geht zu ersetzen, benötige ich Primärenergetisch nur rund die halbe Menge an erneuerbaren Energien. Ganz die überschlägigen 7000PJ sind es also nicht, wobei es natürlich nichts an der aufgezeigten Grundproblematik ändert. Wollte man die heute noch genutzten fossilen Energieträger wirklich ersetzen, wäre ein weiterer, gewaltiger Ausbau der Erneuerbaren Energien notwendig.

    Dabei sind viele Potentiale (Wasserkraft, Biomasse) bereits zu großen Teilen ausgereizt, die Windkraft lahmt unter anderem durch Bürgerproteste und restriktive Auschlussgebiete und gleichzeitig wird die Integration fluktuierender Erneuerbarer Energien mit steigenden Anteilen immer schwieriger (Stichwort Residuallast, Regelenergie, Speicherung..)

    1+
    • Thomas Apfel sagt

      Die 100 % Annahme der erneuerbaren Energien ist schlichtweg ein Witz, oder Theorie.
      Solar und Windenergien haben oft ihre Erzeugungsspitzen wenn kein Mensch den Strom braucht und werden zeitweise in die Erde abgeleitet um die Netze lokal nicht zu überlasten. Die Bürgerproteste verhindern nicht nur notwendige Eisenbahntrassen (dadurch braucht Dt. 40 Jahre von der Planung bis zur Realisierung einer Eisenbahntrasse) sondern werden auch die großen Nord- Süd Trassen für Windstrom verhindern oder bis zum Sankt Nimmerleinstag verzögern. Außer dem gibt es starke Kräfte, die die Gasversorgung über Nordstraem 2 verhindern oder zu mindestens behindern wollen. Würde mich nicht wundern, wenn irgendwo zwischen Russland und Deutschland zufällig eine oder mehrere amerikanische (oder andere) Bomben in das Projekt fallen.

      3+
      • Brötchen sagt

        Thomas es sind nicht nur die Spitzen das Problem.
        Das Problem ist, wenn nur 1 sec, die erneuerbaren auf Minimum sind, musst Du das kompensieren.
        Der Aufwand ist gigantisch. Das ist so, als wenn Du wenn Du wenn Du Auto fährst ständig parallel einen Ersatzwagen nebenher fahren hättest.

        Die ganzen Probleme mit der Phasenverschiebung und Blindleistung noch außen vor gelassen. Dafür braucht es nämlich auch riesige Turbinen.

        Meines Erachtens werden die in 5 Jahren zurückrudern, aber sowas von!
        Ich absoluter regenrativer Fan, dusche mit Solardusche 😉

        2+
          • Brötchen sagt

            Wir leben in einer Deppokratie und ein kleines wichtig schauendes Mädchen bestimmt den öffentliche Diskurs. Hochrangige Wissenschaftlich werden nicht beachtet und stehen da wie dumme Jungs, wenn das kleine Mädchen die Front abschreitet. Das guck ganz angestrengt und denkt nach und macht dann die alten weißen Männer „rund“. Es ist lachhaft, wenn es nicht so traurig wäre.
            Und so zieht sich das durch alle Lebensbereiche.

            Ich finde das kleine Mädchen gut, weil es der Gesellschaft den Spiegel vor hält.

            3+
  7. Und all das in der Annahme, dass das Klima sich weiter erwärmen wird. Was aber, wenn die kommenden Jahrzehnte von globaler Abkühlung betroffen sein werden und der Bedarf an Energie zum Heizen steigen wird? Solar- und Windenergie soll künftig mittels Wasserstoffgewinnung gespeichert werden. Setzt man aber Wasserstoff dann zur Energiegewinnung ein, entsteht Wasserdampf – ein “Treibhausgas“, das weit “treibhausgasiger“ ist, als CO2 es je sein kann. Diese ganze Diskussion um Klima und Erneuerbare ist kurzsichtig, peinlich und an den Haaren herbeigezogen. Das Problem ist EIN anderes, weshalb Fortschritt an sich ANDERS gedacht werden muss.

    6+
    • brouss sagt

      Den Wasserdampf braucht man doch nur abkühlen und dann kommt Wasser raus. Dann muss bei Frost ev. mehr Salz gestreut werden, oder man fängt ihn auf.

      0
  8. Obstbäuerin sagt

    Die Realpolitik handelt in der Gegenwart immer mehr vorauseilend, als ob die angestrebten Ziele und Visionen schon machbar wären und dafür das Bisherige, wenn nötig, sogar verboten werden muss. Das habe ich gestern bei Habeck gelernt. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, werden sehr bald schon in Deutschland keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr hergestellt, obwohl durchaus bekannt ist, dass Elektroautos zur Zeit eine schlechtere Bilanz aufweisen. Das wird sich jedoch spätestens in 10 Jahren, laut Habeck, ins positive verkehren. Das gleiche Bild in der Landwirtschaft. Auf meine Frage, wo denn die Nahrungsmittel dann in Deutschland herkommen, wenn die Landwirtschaft in Zukunft eher Blühstreifen anbaut, um Insekten zu füttern, hat er ausweichend mit substanzlosen Argumenten geantwortet. Allerdings haben alle geklatscht, außer uns (3), die mit Landwirtschaft zu tun haben. Heute steht ein Artikel in der Zeitung, in dem voller Freude über den großen Zulauf zu den Grünen berichtet wird aber mit Kenntnis der lokalen Lage kamen etwa 25 % aus den konkurierenden Parteien und dazu noch mal etwa 15 % Anti-Grüne. Trotzdem war es eine sehr interessante Veranstaltung und das Habeck Charisma hat, kann man ihm nicht absprechen. So einen bräuchten wir für unsere Branche.

    4+
    • Brötchen sagt

      Obstbäuerin, der Grossteil der Bevölkerung ist nicht mehr direkt wertschöpfend tätig.

      BB wird über die 20 Mrd.(2 Landeshaushalte) für den Kohleausstieg direkt noch mehr in diese Blase getrieben.

      Der Raschke hat ja bei dem Wolfvororttermin die Frage gestellt, was denn wäre, wenn die Schäfer mehr Geld bekommen würden……

      Also will er noch mehr Geld sinnlos da reinpulvern und die Wölfe werden trotzdem über die Zäune springen.

      Und es wird kein Pendler mit einem E-Auto zur Arbeit fahren. Das funktioniert nicht praktisch!

      Einer hat es geschnallt worum es geht:

      „Wir werden den NHS (National Helath Service) unterstützen, Gewaltkriminalität bekämpfen, in Infrastruktur und Wissenschaft investieren und die Lebenshaltungskosten !!!senken.“ Boris Johnson

      Letzteres ist das Hauptproblem!

      Habeck wird die Lebenshaltungskosten weiter steigern.

      Gerade ein Artikel auf der Welt, das die hochtechnisierten Wohnungen heute finanziell ein Fass ohne Boden sind!
      Ein Architekt will genau das Gegenteil wieder vorantreiben.

      Auch meine Erfahrung in der Tierhaltung!

      Die angeblichen Einsparungen sind nur Konjunkturprogramme für die Ausrüster.

      Früher hat ein Heizkessel 50 Jahre gehalten. Heute gerade mal 20. Eine Pumpe vielleicht 5.

      6+
  9. brouss sagt

    Ich habe keine genaue Zahl mehr in Erinnerung, aber Plankton soll Sonnenlicht viel besser (20x?) als Landpflanzen verwerten. Jetzt müssen wir also gentechnisch die Photosyntheseleistung von Plankton auf Landpflanzen übertragen.
    Könnte aber ähnlich schwierig werden, wie Weizen zur Leguminose zu machen.
    Oder wir entwickeln eine Kunstpflanze. Künstliche Bakterien oder Viren gibt es doch schon.

    1+
    • ottmarWelker sagt

      Die übliche Antwort von jenen, die etwas Einsicht haben in die Materie, wie Molekularbiologe Jens Reich ist, dass eingeführte Genkonstrukte da bleiben müssen, nämlich an vorgesehenen und Nutzen bringenden Orten.

      0
  10. bauerhans sagt

    weder kernernergie,noch kohle werden 2030 oder 2038 ganz abgeschaltet sein,weil wir sonst wirtschaftlich zusammenbrechen würden!!
    allerdings werden wir uns auch vermehrt von anderen beliefern lassen.

    9+
    • Obstbäuerin sagt

      In Polen sollen neue Kohlekraftwerke und ein Atomkraftwerk direkt an der Grenze entstehen, damit sie im Notfall helfen können oder sonst auch.

      6+
      • Brötchen sagt

        Die werden Gaskraftwerke bauen. Vielleicht auch in der Lausitz vorhandene umrüsten.
        Wer noch eine Bandanlage braucht, da schon mal nachfragen.
        Die alten Gummibänder werden heute noch zum Siloabdecken benutzt, sieht man noch oft liegen.

        0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ihr könnt könnt doch noch das AKW Zwentendorf in Betrieb nehmen, wenn die Wasserkraft und die Sonne nicht reicht. Soweit mir bekannt, soll das AKW keine Gebrauchsspuren aufweisen. 😉

      2+
      • Inga sagt

        Wieviel Dörfer haben Selbstversorung mit regenerativen Ernergien, könnte man das nicht auf grösserer Ebene ausbauen?
        Gut, dabei verdienen die Grosskonzerne nichts dran, ist das aber so wichtig?
        Es wird Zeit, dass wir endlich mal Prioritäten setzen, oder?

        0
    • Franz Müller sagt

      Frau Ertl,

      Österreich importiert aber Strom aus Kernernergie !

      Sowas nenne ich dann Doppelmoral.
      Aber das interessiert die Gesellschaft nicht.

      4+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Damals als das AKW Zwentendorf durch die Volksabstimmung nicht in Betrieb genommen wurde, importierte man Strom aus Tschernobyl.

        Ein hochmodernes AKW wird nicht in Betrieb genommen und holt den Strom aus einem maroden russischen Schrottatommeiler.

        Muss gestehen, schon damals überstieg das meinen Horizont.

        6+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Ja, das Konzept STREBT nach ausschließlich erneuerbarer Energie und hält das für realistisch. Übrigens versorgt sich das Burgenland schon jahrelang ausschließlich über erneuerbare Energie, vor allem Windkraft.

        1+
        • Eric sagt

          Die Energieversorgung ist mit erneuerbaren möglich und das auch bis 35 ohne sich einen Bruch zuheben. Bisher wurde schlichtweg nichts getan. Die Wirtschaft bricht nicht ein und Arbeitslosigkeit sinkt, da erneuerbare Energien mehr profit und mehr personal bedürfen. Der primarhaushalt ist nicht ohne Erdgas bis 35 zustemmen. Das liegt vorrangig an lastspitzen. Konnt ihr alles bei der Partei der Humanisten nachlesen. Alles wissenschaftlich belegt. Und das der Klimawandel Menschengemacht ist ist auch sicher mehr als 65000 klimaforscher oder Umweltforrscher wurden dazu befragt und ihre Arbeiten zum Thema analysiert. 99.34 Prozent haben bestätigt das es Menschengemacht ist. Außerdem bitte Klima und Wetter nicht vertauschen.

          1+
          • Eric sagt

            Wassserkraft und Biogas zählen zu den erneuerbaren. Der Wasserkraftanteil kann noch ausgebaut werden, hat aber bei uns geographisch im Speicherbereich wenig potential. Biogas sollte und muss genutzt werden, aber der Anteil wird kurzfrisitg etwas steigen müssen. Langfristig kann man den Anteil wieder zurückfahren

            0
            • Obstbäuerin sagt

              In 15 Jahren werden wir an der eingetretenen Realität überprüfen können, ob Ihre Eischätzung, Eric, richtig war oder nicht. Wenn man bedenkt, dass die Zeitspanne so kurz wie von 2004 bis 2019 ist, kommt man schon ins Grübeln und die Zeitschiene oben zeigt ja, wie es in den letzten 10 Jahren vorangegangen ist. Vermutlich werden sich viele der 99,34 % der Wissenschaftler 2035 nicht mehr erinnern, was vor 15 Jahren behauptet wurde und in der Zwischenzeit hat ein neues Thema von allen Besitz ergriffen.

              2+
              • Eric sagt

                Die Kohlekraftwerke in Sachsen sind bereits in Umbau oder die Planung und Prüfung ist fast und sogar abgeschlossen. Dasheißt Sachsen steigt bis 35 aus der Kohle aus. Gas wird aber bestehen.
                Die Zeit reicht aus. Wenn man aber in der Politik weiter träumt dann sicher nicht. Und es wird auch nichts, wenn die AFD zu viele Stimmen bekommt. die drehen es ja wie sie es wollen. Bestes Beispiel ist ja dass die Kohleverstromung am Klimewandel keinen Einfluss laut AFD hat. Sie wollen aber dennoch von der Kohle weg und Atomkraftwerke in Sachsen bauen. Solche Schlussfolgerungen kann man nicht nachvollziehen.
                Das tolle ist ja, das die Arbeiten und Untersuchungen auch in 15 Jahren noch da sein werden. Die Untersuchungen sind echt genau. Das Thema wird zwar ab den Berechungen echt schwierig nachvollziehbar, aber auch wenn es Verrechnungen gab, dann geht es eigentlich nur darum wie viele Jahre bis zu dem 2,3 oder 5 Grad Ziel sind. Im WorstCase haben wir bis 2025 Zeit im BestCase bis 2050 oder etwas länger.
                Und wenn alles falsch sein sollte, haben wir Umweltfreundliche, Gesundheitsförderliche und Kostengünstige dezentrale Engerieversorgung. Das ist sogar die Chance, das auch Ärmere Anteile daran haben können.

                0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.