Bauer Willi
Kommentare 61

Neben-Aufgaben…

Themen, die uns Bauern neben der Arbeit auf dem Feld und im Stall noch beschäftigen. Und es kommen immer neue dazu. Es wird nie langweilig.

Und ganz ehrlich: Manchmal fühle ich mich überfordert…

Euer Bauer Willi

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61 Kommentare

  1. Walter Parthon sagt

    Wenn selbst öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten wie der SWR sich daran beteiligen, dann scheint Bauern-Bashing endgültig salonfähig geworden zu sein.
    Der SWR in Mainz bietet Grundschülern eine Besichtigung seiner Studios im Rahmen einer „Dschungeltour“ an. Zur Vorbereitung bietet er online Unterrichtsmaterial an, darunter auch den Film „Rikki und die Kinderreporter“. Hier präsentiert er drei Kinder, die unerlaubt die Scheune eines Bauern betreten, dessen Tiere freilassen und Videoaufnahmen machen. Dafür werden sie nicht etwa gerügt, sondern geradezu gefeiert – weil sich ihr Verdacht, dass der Bauer seine Tiere schlägt, letztlich bestätigt.
    Tierquälerei ist verboten. Wer Tiere quält, macht sich strafbar. Doch der Zweck heiligt noch lange nicht jedes Mittel. Was sollen die Kinder – die Zielgruppe ist im 3./4. Schuljahr – nun daraus lernen? Einbruch ist okay, wenn ihr dadurch eine Straftat aufdecken könnt? (Was, wenn sich der Verdacht als falsch erwiesen hätte?) Auf die Polizei ist kein Verlass, recherchiert lieber selbst und meldet euren Verdacht dem Fernsehen? Bauern sind gemeine Tierquäler, denen nichts an ihren Tieren liegt?
    Die Gebühren, die für die Nutzung öffentlich-rechtlicher Sender zu zahlen sind, werden u. a. damit gerechtfertigt, dass sie „objektiv und neutral informieren“. Da kann man meiner Meinung nach erwarten, dass hier einiges ins rechte Licht gerückt wird: Ja, es gibt Bauern, die ihre Tiere schlecht behandeln. Nein, das ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Die meisten Bauern ordnen ihre eigenen Bedürfnisse denen ihrer Tiere komplett unter und richten ihr gesamtes Leben danach aus. Schwarze Schafe müssen gemeldet werden – allerdings zunächst der Polizei oder gleich dem Veterinäramt und nicht dem Fernsehen. Einen Stall ohne die Einwilligung des Besitzers zu betreten, ist strafbar.
    Der jähzornige Bauer mit dem roten Kopf aus dem SWR-Beitrag, der wütend mit der Mistgabel herumfuchtelt, trägt jedenfalls ganz sicher nicht dazu bei, endlich die Gräben zu überbrücken, die zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern existieren. Dabei wäre es so wichtig, Kindern ein realistisches Bild moderner Landwirtschaft zu vermitteln, statt auf den Zug des allzu beliebten Bauern-Bashings aufzuspringen und noch Öl ins Feuer zu gießen.
    Quelle: https://www.swr.de/…/Ideen-fuer-die-Schule-Rikki-und-die-Ki…

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  2. ottmarWelker sagt

    Was ist moralisch? Einmal anders wie von den großen sowie im alltag belehrend, geistvollen Philosophen ist der 1996 in chinesisch überstetzte neben dem deutschen Urtext zu lesende „:Der Kleine Zyniker, provozierendes auf den Punkt gebracht, tiefsinnig und zutiefst menschlich, zum Nachdenken über sich selbst und die ihn umgebende Welt vom chinesischen Übersetzer 1996 kutturübergreifend im Vorwort gewürdigt worden.

    Der schweuizer Autot Dr.oec. h.c. Alfred Mohler(kein Theolge) verstab schon früh 1995. Wirtschaftsverlag Langen Müller1994., 239 Seiten ,
    8 Einteitunen 1.Zum Misserfolg gehört ein starker Wille.

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    • ottmarWelker sagt

      zu der kleine Zyniker
      Die Tugenden der Dummheit, Faulheit, Eitelkeit usw.
      gehören unter
      1. Zum Misserfolg gehört ein starker Wille.

      zu 2. Fehler machen immer nur die anderen.
      Die Tugenden der Besserwisserei, des Neides, der Arroganz u.a.

      zu 3. Alles verstehen, nichts begreifen
      Die Tugenden der Mißgunst, des Eigenlobes, der Unfähigkeit u.a.

      zu 4. Die Jugend auf Kosten des Lebens verlängern
      Die Tugenden des Übermaßes, der Grenzlosigkeit, der Unbedenklichkeit u. a.

      zu 5. Liebe auf den ersten Trick
      Die Tugenden der Untreue, Eifersucht, Unaufrichtigkeit u.a.

      zu 6. alles ist Gold, was glänzt
      Die Tugenden des Geizes, der Habsucht, des Reichtums u. a.

      zu 7. Wie man Feinde erredet
      Die Tugenden des Aufschneidens, Der Selbstgespräche, der Gedankenlosigkeit u.a.

      zu 8: Einfach, aber geschmacklos
      Die Tugenden der Selbsüberschätzung, Vorurteile, Langeweile u. a.

      zu 9. Je tiefer der Abgrund, um so höher die Gipfelkonferenz
      Die Tugenden des Selbstnutzes, der Lüge, der Täuschung u.a.

      So ist es eben, das Leben!

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  3. Friedrich sagt

    @Ehemaliger Landwirt. Das habe ich auch einmal gedacht. Die Rettung von Griechenland und damit die Französischen und Italienischen Banken wird uns noch teuer zu stehen kommen. Damit hat man die Euroverträge gebrochen . Dort steht nämlich , daß kein Land gerettet werden darf. Es wäre besser gewesen daß Griechenland Pleite gegangen wäre , denn dann wäre die explodierende Verschuldung der EU-Euroländer zu Ende gewesen. Jetzt weis jeder , daß die EZB die rettet. — Empfehle die Vorträge von Dr. Marcus Krall mal im Internet anzuhören oder sein Buch -Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen- zu lesen. Ich habe in den letzten 18 Monaten rd. 3000 Seiten Wirtschafts- und Währungsbücher gelesen . Wenn ich alles zusammenfasse dann kommt da raus: Beginnend 2020 werden in Deutschland von den 1800 Banken rd. 1200 in die Pleite gehen , weil denen mit der 0Zinspolitik die Geschäftsgrundlage entzogen wurde. Rd. 10% aller Betriebe werden wegen Überschuldung in die Pleite gehen , die Arbeitslosigkeit steigt innerhalb von wenigen Monaten um 10%, wir haben 90% Spekulationsgeldumsatz und nur 10%Realgeldumsatz, jeden Tag werden 2 – 5 Mrd.Euro von der EZB in den Markt gedrückt, Deutschland ist der größte Hedgefond der Welt mit einer Wette von rd. 5 Billionen Euro und diese Wette wird Deutschland verlieren usw. . In fünf Jahren wird es keinen Euro mehr geben. So die erschreckenden Aussagen in den gelesenen Büchern. Ich habe schon damit begonnen , was passiert wenn ? Wenn dieser Chrash so kommt ist das gesamte Geldvermögen der Deutschen Sparer weg , einschll. der Geldbriefe, Kapitallebensversicherungen usw.. Eine grausige Vorstellung , die hoffentlich nicht eintritt.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die ganze Finanzsituation ist mit einer heißen Nadel gestrickt, schon ein Bankrott könnte dazu führen dass das ganze Finanzsystem zusammenbricht.

      Unsere Banken haben zum Teil kräftig die Gebühren erhöht und meine Hausbank hat gute Zahlen vorgelegt. Natürlich hat die Bank Immobilien solide finanziert.

      Irland und Portugal sind auf einem guten Weg, bei Griechenland besteht Hoffnung, Italien ist ein Sorgenkind, die hoffen dass man sie nicht untergehen lässt.

      Bedenklich sind die Anleihenkäufe durch die EZB.

      Deshalb nicht nur Sparbuch, auch Aktien.

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  4. Friedrich sagt

    @Stadtmensch . Keiner will ein Feudalsystem , aber es kann doch nicht sein , daß in diesem Lande die Politik ständig von „Sozialer Gerechtigkeit“ spricht , aber ständig mit der EZB die Banken und damit die 0,4% der Zocker rettet. Wir haben hier eine Umverteilung von „Unten“ zu den 0,4% der Zocker nach „Oben“. Das sagen hier aber nur die Wirtschaftsfachleute und beklagen das auch , aber es verklingt , wie das Rufen im Walde. Auch die Nullzinspolitik ist eine Enteignung der vielen Sparer und wer spricht davon das die Renter nur 48% , aber die Beamten 72% Rente/Pension bekommen . Überall hier setzt für mich die Gerechtigkeit an .
    Auch ein Gutsbesitzer ist in diesem System nur ein kleiner Fisch. Mein lieber Stadtmensch lies mal die Bücher von Daniel Stelter – Das Märchen vom reichen Land- und von Roland Baader – Die belogene Generation- . Danach schaut man anders in die Welt.– Noch einmal zur Freiheit . In Israel gibt es mehr STartub -Gründungen , als in der ganzen EU mit rd. 500 Mill. Einwohnern . Warum wohl ? Siehe Thema von heute . Wir sind mit Gesetzen und Vorschriften hier derart eingemauert , daß für Gründer keine Luft zum Atmen bleibt.Übrigens habe ich mir gerade das Buch von Paul Kirchhoff bestellt – Beherzte Freiheit- ich bin gespannt.

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    • Stadtmensch sagt

      Jaja, Gründer und Kreative. Hochtechnologie kann von Gründern oder sonstigen Einzelpersonen (und seien sie noch so überirdisch intelligent und kreativ) nicht mehr vorangetrieben werden. Netznomaden und sonstige Treiber von xyz-4.0 können vielleicht eine KI in einen Wandspiegel bringen, die den Blutdruck misst, aber mehr als völlig überflüssiger Plunder, den die Welt nicht braucht, kommt dabei nicht raus. Rente kriegen die auch nicht wegen Selbstausbeutung und Kredittilgung.
      Wir haben genug Probleme die gelöst werden müssen, da muss man sich nicht neue schaffen. Nee- Gelbwesten und Gründer wollen, dass alles immer so weiter geht: Jobben und Shoppen, bis der Planet leergefressen ist.

      Interessant fand ich bei Howard Zinn, dass kaum einer der entlaufenen weißen Lohnsklaven, die sich zu den Indianern geflüchtet hatten (vor die Wahl gestellt) zurück wollte, in die „Zivilisation“ der Plusmacher und Krämerseelen.

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      • Paulus sagt

        @Stadtmensch, in einem stimme ich dir zu. Hochtechnologie geht nicht (mehr) von einsamen Gründern und Start-ups in hippen Coworking-Spaces aus. Was die auf die Reihe kriegen ist überwiegend schlicht überflüssig. Wenn ich nur mal daran denke mit welchem Scheiß die Gebrüder Samwer groß geworden sind, oder was in dieser komischen Fernsehsendung mit den Löwen propagiert wird, fasse ich mir an den Kopf. Das ist schlicht und ergreifend Chickenshit.
        Unverzichtbar sind indes die Spin-offs universitärer Forschung. Die sind zwingend auf die Finanzierung durch ernsthafte Risiko-Kapitalgeber und Konzerne angewiesen. Das hat aber eine völlig andere Qualität und blüht aus guten Gründen eher im Verborgenen. Und wenn ihr Altlinken so weiter macht gehen sie ins Ausland, aber nicht um mit den Indianern im Tipi zu hausen. Das Leben in der Prärie hätten sie auch einfacher haben können.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      @ Friedrich
      Hätte man damals die Banken nicht gerettet, wären dem Kleinsparer sehr viel Geld verloren gegangen. Die Pensionsfond, Lebensversicherungen, Fondsparpläne wären den Bach runter gegangen und damit manche Kleinsparer in das Unglück gestürzt.
      Auch hier sollte eine sachliche Diskussion erfolgen.

      Ich weis von einer amerikanischen Familie, die hat ihre ganze Altersversorgung bei den Gebrüder Lehmann angelegt und hat 90 % verloren.

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      • Stadtmensch sagt

        Sie Arte Doku „Staatsgeheimnis Bankenrettung“

        Gerettet wurde das „dumme Geld“ von denen, die nicht wussten wohin damit.
        https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/arte-doku-die-spur-des-geldes/7838270.html
        Man hat aber nur Zeit gekauft. Den Leuten haben sie die „kapitalgedeckte Altersvorsorge“ aufgezwängt (Maschmeier). Schön doof, wer das mit sich machen lässt und sich bei jahrzehntelang stetig wachsendem BIP und konstanter Bevölkerungszahl eine „Rentenlücke“ einreden lässt.

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        • Thomas Apfel sagt

          Hallo Stadtmensch, was mache ich eigentlich als Stadtmensch ohne Bargeld, wenn die Banken dicht machen und die Karte nicht mehr „zahlt“? Und dann ist vielleicht noch Winter und aus dem Garten gibt´s nix.

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          • Lady sagt

            Tja dann muss sich Stadtmensch wohl auf die Spur des Geldes machen.
            Er dürfte ja mittlerweile wissen, wo er es finden kann.

            Stadtmensch, was wollen Sie denn eigentlich sagen? Und wo ist der Bezug zum Thema?
            Auch das Thema Bankenrettung strotzt doch nur so vor Populismus. Da gibt es durchaus Ähnlichkeiten zur Landwirtschaft.

            Willi, in der Tat, deine persönlichen Neben-Aufgaben hast du vergessen. Und auch die Kirche! Kannst du doch nicht schon verdrängt haben .
            Aber das sind ja auch „Zwänge“, die eben immer da gewesen sind. Wobei etwa das Thema Nachfolge heute sicher ganz anders diskutiert wird als noch vor einiger Zeit. Das war es „klar“, dass der Hof nach Möglichkeit in die nächste Generation gehen sollte und auch ein landwirtschaftlicher Betrieb bleiben sollte.
            Ansonsten denke ich auch, dass viele Bereiche mit einer Flut von Anforderungen echt überfrachtet sind. Es kommt Neues dazu, aber nie wird mal Altes weggestrichen. Das führt tatsächlich zu einer Überforderung. Und dein Ansinnen, auch noch Geld verdienen zu wollen, ist natürlich unterirdisch altmodisch.

            Dass unser Land eine Bananenrepublik ist, halte ich allerdings für mächtig übertrieben. Ähnlich ist nur noch die Aussage, dass wir keine Demokratie mehr sind. In unserem Land wird das Recht nicht willkürlich gebogen, der Staat ist auch nicht korrupt oder autokratisch. Und wir sollten alle dankbar sein, dass bei unser nicht das Rechtsempfinden vieler Bürger den Ausschlag gibt, sondern das , was im Gesetz steht. Da muss mir nicht immer gefallen, aber alles andere ist pure Willkür.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wahrscheinlich übersteigt es ihren Horizont, aber es gibt Menschen wie Selbständige die nicht in der deutschen Rentenversicherung versichert sind. Oder Menschen die mit der Rentenhöhe der deutschen Rentenversicherung kein ordentliches Leben führen können. Dann gibt es noch Ehemalige Landwirte die seit langen wussten, dass das Altersgeld nicht reicht. Viele dieser Menschen haben sich was auf die Seite gelegt, ohne auf windige Finanzjongleure auf den Leim zu gehen.

          Andere wiederum haben ihr ganzes Geld am Ballermann versoffen und jammern uns die Hucke voll, wenn der Rentenbescheid kommt.

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  5. Gephard sagt

    Aspekte wie Tierwohl, Hamsterschutz oder Kükenschreddern stehen ja nur deshalb auf der Agenda, weil es da einige euerer Zeitgenossen übertrieben haben mit „Wirtschaftlichkeit vor Menschlichkeit“. Vieles hättet ihr euch auch ersparen können, wenn ihr in den eigenen Reihen den schwarzen Schafe deutlich Paroli gegeben hättet.

    Außerdem steigen doch in allen Bereichen die Anforderungen. Betreibe heute mal eine Website. Früher musstest du die keine Gedanken über Impressumspflicht, DSGVO, Sicherheit, Barrierfreiheit, SEO, Hatespeech etc. machen.

    Oder sei mal Erzieher:in, Hebamm:e, Lehrer:in …

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    • Arnold Krämer sagt

      Die Landwirtschaft ist nicht alleine betroffen. Alle wirtschaftlichen Sektoren, alle gesellschaftlichen Bereiche sind von der Regelungswut betroffen, die meines Erachtens vier Hauptursachen hat:
      1. Das extrem zunehmende Sicherheitsbedürfnis der Menschen. Man hat ja soviel (bis hin zum eigenen Leben) zu verlieren.
      2. Das Sicherheitsbedürfnis von Behörden, Firmen, Organisationen, die sich vor der Klagewut der Menschen schützen müssen
      3. Es muss gerecht (Steigerungsform=sozial gerecht) in diesem Staate zugehen.
      4. Mit dem Verteilen von Geld (selbstverständlich immer an bestimmte Voraussetzungen gebunden) versucht man, sich die Zuneigung bestimmter Gruppen des Wahlvolkes zu „erkaufen“.
      Mit der zunehmenden Regelungs- und Organisationsdichte verschafft man den Menschen, die aufgrund des technischen Fortschritts in der Realwirtschaft nicht mehr benötigt werden, mehr oder weniger sinnvolle und produktive Arbeitsplätze.

      Regelungen in allen gesellschaftlichen Bereichen resultieren tatsächlich sehr häufig aus Übertreibungen, die man nicht hinnehmen kann/will/darf (siehe oben).

      4+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Der Anspruch, nach eigenem Gutdünken überall mitreden zu können, ist die Pervertierung der Demokratie. Respekt vor Expertise ist verloren gegangen. Es ist ein Unterschied, ob jede Bevölkerungsgruppe, jede Berufsgruppe mit einer Aufgabe betraut wird, was einen Vertrauensgrundsatz voraussetzt, aber auch Erfolgskontrollen braucht, oder ob es der Masse eine Genugtuung bereitet, wenn sie andere kontrollieren, d.h. sich untertan machen kann, indem sie jede Bewegung der anderen überwacht. Letzteres ist eigentlich eines Rechtsstaates unwürdig.
        Es ist ein Unterschied, ob ich genau definiere, was eine gute Unterrichtsstunde zu sein hat, sie dann anhand meiner Kriterien bewerte und Versagen entsprechend sanktioniere, oder ob ich voyeuristisch darüber wache, wann ein Lehrer wo und wie lang an seiner Unterrichtsvorbereitung gearbeitet hat.
        Warum aber ist der Respekt vor Expertise verloren gegangen? Dort wo ich selber nicht kompetent bin, muss ich einem Experten vertrauen können. Und zu diesem Zweck hat man die unabhängige staatliche Universität geschaffen. Auch dort kann es unterschiedliche Lehrmeinungen geben, die dann im demokratischen Diskurs über gesetzliche Lösungen konkurrieren. Indem man aber Universitäten dazu zwingt, sich Drittmittel zu beschaffen, zerstört man das Vertrauen der Allgemeinheit in diese Institutionen. Immer taucht die Frage auf, wer eine Studie gekauft haben könnte. Und so zieht sich der Einzelne in seinen Dilettantismus zurück.

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        • Arnold Krämer sagt

          Die Landwirtschaft hat das Problem, dass man anders als z. B. in der Chemischen Industrie ihre Prozesse glaubt beurteilen zu müssen und nicht ihre Produkte, die ja weit überwiegend auch noch eine Reihe von Verarbeitungsprozessen außerhalb eines Hofes bis zur Konsumreife unterzogen werden. Die meisten prozessbezogenen Vorschriften die landw. Produktion betreffend können aber gar nicht intensiv überwacht werden, so dass das Fehlverhalten von „schwarzen Schafen“ bisher selten aufgedeckt und auch nicht besonders scharf sanktioniert wurde. Das hat mit jedem aufgedeckten Skandal das Misstrauen weiter wachsen lässt. Hier hat der Berufsstand zulange geschwiegen.
          Gleichzeitig hat die Politik falsche Prioritäten gesetzt.
          Und dann kommt hinzu, dass der Bund in aller Regel auf die Verwaltungen unterschiedlich gut arbeitender Bundesländer angewiesen ist. Es wird schwierig, das frühere Vertrauen zurück zu gewinnen.

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          • Arnold Krämer sagt

            Die Probleme, die Prozesse der Biolandwirtschaft zu kontrollieren, sind genauso groß wie bei den Konvis. Es wird auch dort viel Papier und somit auch dort im doppelten Sinne Scheinsicherheit produziert.

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          • Stadtmensch sagt

            Natürlich sollten gerade die Prozesse in der LW jedem sehr am Herzen liegen, denn es sind unsere unverzichtbaren Lebensgrundlagen, die hier im wahrsten Sinne zu Pflanzsubstrat „degradiert“ werden. Bei einer Raffinerie ist das was anderes. Die fliegt in die Luft bei Schlamperei und man baut sie neu. Bei Böden und Ökosystemen kaum möglich.

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            • Arnold Krämer sagt

              Jeder soll mit dem Herzen dabei sei, genau das ist das Problem. Die Landwirte sind die Fachleute und nicht „Jedermann“ ohne Fachverstand.

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              • Stadtmensch sagt

                Ich kann hier nur Jammerkult erkennen. Bin im Juli 1000km durch DK geradelt: kleine niedliche Felder, überall gesäumt mit Hecken, piekfeine Höfe, kleine Ställe, Getreidespeicher…
                Wie machen die das?

                Den Bauern geht es gut. Hab selbst welche in der Verwandtschaft. Sie haben immer viele Optionen, wenn sie sich nicht verrannt haben oder irgendein Schicksalsschlag ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Die dänischen Landwirte arbeiten Produktionstechnisch auf einem sehr hohen Niveau ähnlich wie die Niederländer, sind aber oft auch hochgradig verschuldet. Das hängt mit dem dortigen Erbrecht und den sehr großen Wachstumsschritten zusammen.
                  In D geht es vielen Bauern auch gut oder sogar sehr gut. Als Mittelständler zahlen Sie dann aber auch sehr schnell den Spitzensteuersatz. Für den wirtschaftlichen Erfolg gibt es die verschiedensten Gründe. Aber auch das Gegenteil ist festzustellen. Und das unausweichliche Weichen dieser Betriebe (wegen der meist relativ hohen Eigenkapitalanteile dauert es in der Regel länger als in anderen Wirtschaftsbereichen) führt dann unweigerlich dazu, dass die verbleibenden Betriebe größer werden. Soweit auch alles normal. Nur wenn diese Prozesse durch falsche Rahmensetzung des Staates verzerrt oder beschleunigt werden, wird es sehr problematisch. Und in einer solchen Phase sind wir scheinbar, sich noch beschleunigend,„gefühlt“ seit etwa 15 bis 20 Jahren.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Beim Jammerkult haben sie schon lange die Führung übernommen.

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    • Berthold Lauer sagt

      Haben Sie sich in den letzten 40 Jahren an den genannten Kriterien gestört, haben sie irgendjemand Paroli geboten? Die Anforderungen bei der Website in Bezug auf DSGVO Sicherheit, Hatespeech etc sind wohl auch nur auf der Agenda, weil es einige Ihrer Zeitgenossen übertreiben mit Wirtschaftlichkeit und Egoismus!

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      • Gephard sagt

        Habe ich mich etwa beschwert? Ich wollte nur aufzeigen, dass die Bauern nicht alleine dastehen. Im Gegenteil. Ich finde viele Aspekte gut und wichtig, besonders wenn andere Individuen betroffen sind.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Da ich eine Hühnerfarm mit 4 Hühnern besitze,
      kann ich nur sagen, die 4 Brüderhähne will ich nicht.
      Und die großen Hühnerhalter können die auch nicht brauchen, weil die Wirtschaftlichkeit es nicht zulässt.
      Warum denkt die Bevölkerung nur an die Menschlichkeit, wenn der Hühnerhalter es bezahlen soll?

      Gründet eine Genossenschaft und mästet eure Bruderhähne, gegen einen Obolus findet ihr auch einen Bauer, der eure Hähne Tierwohlgerecht hält, der Mindestlohn sollte schon bezahlt werden.

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      • Gephard sagt

        Wer sagt denn, dass der Hühnerhalter es alleine bezahlen soll. Der muss soviel bekommen, wie eben nötig ist, damit er nicht aus wirtschaftlichen Zwängen dazu genötigt wird, Hähne als nutzlos und beseitigenswert zu erachten.

        Nebenbei: Burderhahninitiativen gibt es sehr wohl. Und es gibt auch Tierhalter, die andere Rassen einsetzen und ihre Produkte nicht über Discounter vermarkten.

        /Sarkasmus an
        Ich will meine Kinder übrigens auch nicht, sondern lediglich das Kindergeld und andere Vergünstigungen absahnen. Leider ist das Nachwuchsschreddern unerwünscht. Deshalb versorge ich sie zähneknirschend mit dem Nötigsten. Milchpulver, Wasser, WC, ein Dach über den Kopf und ein Fernseher muss reichen. Das Fenster ist mittlerweile verdunkelt, geht nämlich keinen was an, wie ich meine Kinder halte. Leider gab es immer wieder Stress in der Kinderkammer und ich musste neulich allen die Nägel ziehen, damit sie sich nicht mehr gegenseitig kratzen. Ausbruchsversuche habe ich in den Griff bekommen, als ich die Wände mit elektrifizierten Tapeten ausgestattet hatte. Die Idee kam mir, als ich an einer umzäunten Weide vorbei spazierte. Da es immer wieder zu Krankheiten kommt, kommt jetzt halt immer etwas Penicillin und Antibiotika ins Milchpulver. Zudem habe ich eine Belüftungsanlage für gutes Stallklima installiert. Findet meine Frau zwar doof, weil sie so viel Strom zieht, aber dafür kann sie jetzt angeben, dass wir etwas fürs Kinderwohl unternehmen. Seit dem sind die Nachbarn wieder freundlicher.
        /Sarkasmus aus

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        • Obstbäuerin sagt

          Wenn Sie Tiere vermenschlichen wollen, Stadtmensch, dann ziehen Sie doch mit Schaf, Kuh, Federvieh und Wolf und Fuchs in eine WG, in der alle gleich behandelt werden. Viel Spaß bei den gemeinsamen Mahlzeiten.

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          • Gephard sagt

            Ich habe durch meinen Beitrag nicht die Vermenschlichung von Tieren gefordert, sondern die Verdinglichung angeprangert.

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            • Obstbäuerin sagt

              Dann haben Sie mit ihren Kindern aber ein schlechtes Beispiel gewählt, selbst wenn es sarkastisch gemeint war.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sind wir schon in der Faschingszeit, oder bekommt ihnen das warme Wetter nicht?

          „Der muss soviel bekommen, wie eben nötig ist, damit er nicht aus wirtschaftlichen Zwängen dazu genötigt wird, Hähne als nutzlos und beseitigenswert zu erachten.“

          Der muss soviel bekommen, wie eben nötig ist, von diesem Spruch kann der Bauer nichts kaufen, weil nicht durchführbar.

          Wie viele der Bruderhähne gehen über den Ladentisch, kennen sie belegbare Zahlen.

          Die Bruderhahn initiative sagt, für 4 Cent mehr pro Ei kann man den Bruderhahn mit aufziehen, sagen sie es mal dem Herrn ALDI oder Schwarz, dass das Ei nicht mehr 9,9 Cent kosten muss, sondern 13,3 Cent wegen der Brudermast.

          Ja, es gibt Hühnerhalter die keine Hybriden einsetzten, Rassen wie die Sundheimer, die von meiner Gegend stammen. Die haben eine Jährliche Legeleistung von 220 Eier, die Hybriden 320 Eier.

          Ja ich weiß, die Moral. Gestern war ich auf einem Betrieb mit Hofladen, die lassen die Hühner frei rumlaufen, ist eine gute Werbung für den Hofladen, auf nachfrage hat der Geschäftsführer gesagt, sie halten nur so viel Hühner die im Hofladen weggehen.

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          • Gephard sagt

            Das Problem ist doch, dass die Bauern sich den Preis diktieren lassen können. In anderen Branchen ist das weniger der Fall. Buche ich einen Softwareentwickler, kalkuliert dieser mit seinem nötigen Stundenlohn, damit er davon leben kann. Dementsprechend muss ich für meine gewünschte Leistung auch zahlen. Das ch kann sicher über den Endpreis verhandeln, aber irgendwann ist Schluss und er wird mir sagen, dass er davon leben muss und eben auch Rechnung zu bezahlen hat. Viele Bauern sind offenbar nicht in der Lage, einen Preis aushandeln zu können. Bevor er auf seiner Wäre sitzen bleibt, verkauft er sie offenbar weit unter Wert. Die Abnehmer scheinen da am längeeen Hebel zu sitzen und nutzen ihre Macht schamlos aus. Sie nehmen dabei im Prinzip wissentlich in Kauf, dass der Bauer die Lebenmittel nicht los wird und im Prinzip wegwerfen muss. Es geht hier um Lebensmittel. Das darf damit einfach nicht passieren.

            Dass sich ein Bauer durch Worte nichts kaufen kann ist mir klar, den Zynismus können Sie sich schenken. Er könnte sich aber dranmachen, aus der Abhängigkeit zu entkommen, gerne mit anderen zusammen.

            Ich als Kunde kann habe ja nur beim Direktkauf die Wahl, was ich dem Bauern gebe. Wenn ich im Supermarkt für die Milch mehr zahlen will, kommt beim Bauern nix davon an.

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            • Lady sagt

              Gephard,
              in was für einer Welt leben sie denn gedanklich?
              Der Preis einer Ware bestimmt sich nicht durch die Entstehungskosten. Jedenfalls nicht einer marktwirtschaftlichen Ordnung.

              1+
              • Gephard sagt

                Das weiß ich doch, und genau deshalb prangere ich es an, insbesondere bei Lebensmitteln.

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            • Obstbäuerin sagt

              Gephard, die Rückkehr zur flächendeckenden Direktvermarktung ist ein Märchen. Das Gegenteil ist die Realität. Eine kleine Geschichte zur Untermalung: nach der Öffnung der Grenze zu Polen stand an einem Freitag ein polnischer Bauer mit einem LKW mit mehreren Tonnen Erdbeeren vor unserer Tür und wollte uns diese verkaufen, weil der LEH in Polen plötzlich nur noch den Marktpreis der EU zahlen wollte. Damit könne er nicht produzieren. Erdbeeren können nicht gelagert werden und müssen spätestens 1-2 Tage nach der Ernte vermarktet sein. Obwohl wir in Deutschland sehr viel höhere Kosten haben, bekommen wir auch keinen höheren Preis für unsere Erdbeeren. Wir haben damals selber noch Erdbeeren für den LEH produziert, deshalb konnte ich ihn gut verstehen. Sein Angebot musste ich allerdings ablehnen und sagte zu ihm: Willkommen in der EU!!! Was aus den Erdbeeren wurde, weiß ich nicht. Vermutlich haben sie das Wochenende nicht überlebt.

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              • Gephard sagt

                Eine flächendeckende Direktvermarktung halte ich auch für utopisch, aber mehr Diversität in der Vermarktung schon. Es ist darf nicht sein, so weniger Akteure den Preis diktieren und vor allem mit Lebensmittel pokern. Warum? Du hast ja ein gutes Beispiel genannt.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Folgender Fall:

              Mein ältester Sohn hat nach dem Abi und vor dem Studium bei einer Softwarefirma gearbeitet.
              Das Programm war mit 8 Stunden kalkuliert, tatsächlich schrieb er es in einer Stunde, 800 DM damals in der Stunde für die Firma.

              Sie glauben nicht, was zb. bei Obst abgeht, da gibt es Zustände wie bei der Mafia, nur eine Faule Zwetschge führt dazu, dass der ganze Lastzug zurückgewiesen wird, es sei den man gibt 20 % Rabatt.

              Die Obst Bauern sind ja organisiert bei einer Genossenschaft mit über 40 Millionen Umsatz, um mit einer gewissen Marktmacht mithalten zu können, unsere Winzergenossenschaft hat mit einer anderen Genossenschaft fusioniert, jetzt liegt die Anbaumenge bei 650 Hektar um die Unkosten eigener maßen in den Griff zu bekommen, wenn der Verbraucher den Billigwein aus Chile in den Einkaufwagen legt, ist es Schwierig einen gerechten Preis zu verlangen.

              Es ist richtig, dass wenn die Milch teurer verkauft wird, hat der Bauer nichts davon, deshalb wird die bäuerliche Landwirtschaft nur über Garantie preise und Garantie menge überleben.

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              • Gephard sagt

                Da bin ich voll bei Ihnen. Die schlechte Bezahlung anderswo darf nicht dazu führen, dass hier die Menschen sich daran messen müssen und ebenso ausgequetscht werden. Der Markt kann das ganz offensichtlich nicht ohne Eingriffe selbst regeln.

                1+
            • Arnold Krämer sagt

              Die Masse der Landwirte produziert homogene austauschbare Rohstoffe, in einem Umfang, die jeder Verarbeiter genauso auch woanders her beziehen kann. Der Landwirt ist insofern Preisnehmer, insbesondere weil seine Erzeugnisse auch leicht verderblich und oft nicht lagerfähig sein. Der Einstieg in eine wie auch immer geartete Wertschöpfungskette ist nicht jedermanns Sache und oft auch einzelbetrieblich unmöglich.
              Der Vergleich mit einem Softwareentwickler ist zwar möglich aber unangemessen.

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              • Gephard sagt

                Der Programmierer ist ebenso austauschbar.

                Aber dass der Landwirt tatsächlich austauschbare liefert, halte ich für verkürzt. Das liegt ja dann wohl an einheitlichen Sorten und am Versuch, einen Standard über etwas zu stülpen. Mit regionale angepassten Sorten und Spezialitäten wäre da weniger Austauschbarkeit. Das wollen die Verarbeiter natürlich nicht. Der Ketchup aus deutschen Tomaten soll wie der aus kanadische Tomaten schmecken. Und sowieso soll alles wiedererkennbar schmecken, damit der Kunde bei der Stange bleibt. Wo kämen wir denn da hin, wenn die Tomaten in einem sonnenarmen Sommer weniger aromatisch schmecken.

                1+
                • Obstbäuerin sagt

                  Gephard, wir haben Freihandel. Wenn die Kriterien des LEH nicht erfüllt werden oder er seine Ware billiger woanders einkaufen kann, dann bleibst du auf deiner Ware sitzen. Das gleiche gilt für die verarbeitende Nahrungsmittelindustrie. In Brandenburg lagern noch aus 2018 50.000 Tonnen Bio-Roggen, die nicht zum entsprechenden Preis verkauft werden können. Wir haben mit alten Apfelsorten (150) solche Spezialitäten. Hier in unserer Region (außer Berlin aber auch da abnehmend) gibt es dafür keinen Bedarf und aufgrund der Besonderheiten (mehrheitlich negativen) ist der Anbau so kostenintensiv, dass es unwirtschaftlich ist.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Der Programmierer ist austauschbar, der gute wird nicht ausgetauscht.

                  Wenn bei uns die Zwetschgenbäume voll hängen, stehen Zwetschgen von Chile bei Aldi und LIDL im Regal und werden gekauft.
                  Als im letzten Jahr die Kühlläger mit frühen Äpfel bereits halb voll waren, fuhr Edeka ein Sonderangebot mit Äpfeln aus Neuseeland.

                  Der Handel und der Verbraucher will Sorten die „Inn“ sind, da bezahlt man gerne einen Euro mehr wenn ein Papper darauf geklebt ist und Pink Lady darauf steht.

                  Schrumplige und mit Schorfflecken kauft nur jemand am Marktstand wenn „ungespritzt“ darauf steht.

                  1+
            • bauerhans sagt

              bauern produzieren unflexibel unelastisch!
              aufem acker steht jedes jahr eine bestimmte frucht,im stall hängt die produktion von der länge des finanzierungszeitraumes des stalles ab.

              1+
  6. Oberländer sagt

    Mach dir keine Sorgen Willi
    denn wenn Du das alles richtig machst werden unsere
    Führerinnen und Führer ein neues Kreuz finden an das
    sie dich nageln.

    4+
    • Eckehard Niemann sagt

      Hallo Herr/Frau Oberländer,
      wen meinen Sie denn konkret mit „unsere Führerinnen und Führer“, die andere „ans Kreuz nageln“???
      Der Begriff „Führer“ bezieht sich zumeist auf Adolf Hitler. Aber der lebt doch nicht mehr, so dass er auch gottlob auch niemand mehr ans Kreuz nageln kann. Oder meinen Sie Nazi-Nachfolge-Führer? Und warum sprechen Sie da von „unseren“ Führern?!
      Bitte um eine klare Antwort mit Angabe von Namen, wen Sie als „unsere Führer“ bezeichnen bzw. diffamieren!

      4+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Im Fall des Rodewalder Wolfs-Rüden hat der Rechtsstaat bereits jegliche Handlungsfähigkeit eingebüßt. In der folgenden Sendung zu diesem Fall beklagt der Bürgermeister, dass kein anderes Thema unter seinen Gemeindebürgern dermaßen unkontrollierte Aggressionen weckt wie die Frage des Umgangs mit dem Wolf. Das bereite ihm große Sorgen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Minister-Lies-diskutiert-ueber-Rodewalder-Wolf,hallonds52536.html
        In der folgenden Doku geht es um Wolf/Hund/Hybriden, die in Deutschland als Haustiere immer beliebter werden: https://www.youtube.com/watch?v=XcSV-3zX4Xs Sobald aber ihre Besitzer mit ihnen nicht mehr zurecht kommen, werden manche von ihnen in Auffangstationen abgegeben. Was mit den anderen passiert, darüber darf spekuliert werden. Um bezüglich des weiteren Umgangs mit den Tieren Klarheit zu schaffen, werden die Tiere zunächst von der Spurensachverständigen Nicole von Wurmb-Schwarkgenetisch untersucht. Die ehemalige Forensikerin ist damit ins Fadenkreuz von Wolfsschützern geraten. Sie sagt dazu: „20 Jahre Rechtsmedizin härtet ab. Man geht durch alle Niederungen der Menschheit. Alles, was es an Schlechtigkeiten gibt, haben wir mal erlebt. Ich muss sagen, die Wolf-Hund-Hybrid- oder Mischlingsdebatte, die ist noch härter als alles, was wir bis jetzt erlebt haben.“
        Wenn Politiker Menschen verpflichten bzw. dazu animieren, auf der Seite eines Raubtieres zu stehen, welches Tiere bei lebendigem Leib zersetzt, Tiere, für die Menschen oft über Jahre engagiert gesorgt haben, sodass teils schwerwiegende psychische Traumatisierungen zurückbleiben bei den wirtschaftlich schwächsten Bauern, da können unter Umständen schon gewisse Assoziationen aufkommen.

        1+
      • Oberländer sagt

        Sehr geehrter Herr Niemann
        selbst verständlich dürfen Sie glauben was sie wollen.
        Auf mich bezogen gilt natürlich : Hättest geschwiegen ,
        wärst Philosoph geblieben.
        Jetzt bin ich halt keiner mehr.

        1+
      • Bauer Fritz sagt

        Frage aus Verunsicherung:
        a) Ich lese, daß alle deutschen Parteien bei den diversen Wahlen den Führungsanspruch stellen. Kann man also nur noch zwischen Nazis und Nazis wählen ? Echt jetzt ?
        b) Müssen alle Besitzer eines „Führerscheins“ den sofort abgeben ?

        0
  7. Friedrich sagt

    Ja, Deutschland ist eine Bananenrepublik , denn jeder Landkreis, jedes Bundesland legt die Gesetze je nach ideologischer Sicht anders aus. Ebenso gilt das für Gerichte. Am schlimmsten ist da das Bundesverfassungsgericht und hat seine Vorbildfunktion für unseren Rechtsstaat schon geschliffen. Fast sämtliche, von honorigen Staatsrechtlern angestrengten Eingaben , wurden abschlägig beschieden. Ja, Deutschland ist dabei den Rechtsstaat zu verabschieden und alles der Moral und Ideolgie zu opfern. Staatspräsident und Kanzlerin sind hier willige Helfer und Forderer. — Unsere , von Willi aufgeführten „Nebenaufgaben“ sind nahezu überhaupt nicht mehr zu bewältigen, es sei denn , wir würden für jeden Bauernhof einen Juristen zur Einhaltung der Gesetze einstellen. Kein Mensch kann das alles einhalten oder verinnerlichen. Da werden Gesetze , wie z. B. aktuell zur Schwanzkupiererei der Schweine , wo es schon in einem wissenschaftl. Feldversuch mit über 30 Betrieben keinen Erfolg gab , draußen umgesetzt. Auch wird den Betrieben keine Beratung oder Information dazu gegeben. Ein Unding . Erfolge lassen sich nur gemeinsam einfahren und nicht im diktatorischen . Ja, Herr Krämer ,wir leben in einer Bananerepublik. Unsere politische Führungsriege in Berlin und die ungewählte EU-Kommission sind außerirdisch und für den menschlichen Bereich ungeeignet, weil mit sich selbst beschäftigt . Diese Leute führen Europa und Deutschland ins Unglück und gehören nicht dorthin. Mit dem untergehenden Euro werden diese Leute in den nächsten Jahren untergehen . So bleibt uns Normalbürgern nur diese eine Hoffnung , daß es nach dieser Zeit eine Bessere geben wird. Was wir brauchen ist mehr Freiheit mit sozialer Marktwirtschaft und nicht die DDR 2.0 .

    14+
    • Stadtmensch sagt

      Noch mehr Freiheit für Großgrundbesitzer und Händler? Nur zu!
      Wenn man merkt, dass es nicht funktioniert, einfach die Dosis erhöhen.
      Wo Freiheit für o.g. Personengruppen hinführt kann man gut nachlesen in „A People’s History of the United States“. (Ganz am Anfang 17. 18 Jhd.) Ein prächtiges Feudalsystem, wo 1% über 44% des Volkseinkommens verfügen und der Rest diesem einen Prozent mehr oder weniger beim Freisein zuschaut. Arbeitet euch ruhig weiter an Biene-Maja-Ökologen und Wolfsflüsterern ab…

      0
      • Elisabeth Ertl sagt

        Freiheit heißt ja nicht Gesetzlosigkeit. Im Wahlprogramm der NEOS heißt es z.B.:
        „Wirkungsorientierte Zielvorgaben bei Förderungen anstelle strikter
        bürokratischer Regelungen, um unternehmerischen Freiraum und mehr
        Eigenverantwortung zuzulassen.“
        Es ist ein Unterschied, ob ich meine Wiese erst nach dem 15. Juni mähen darf, auch wenn sie in einem frühen Jahr schon 2 Wochen vorher ausreichend abgeblüht hat, und es nach den 15. Juni so lang regnet, bis das Heu nicht mehr brauchbar ist.
        Oder ob alle 5 Jahre jemand kommt und sich überzeugt, dass meine Wiese noch immer so artenreich oder gar artenreicher ist als zuvor, weil ich selber am besten weiß, wie ich sie behandeln muss, damit das so ist. Das würde ich als Freiheit empfinden.

        7+
  8. Elisabeth Ertl sagt

    Das wird sich bald alles erübrigen, Willi. Denn die ersten Experten fordern schon, das Land einfach aufzugeben: https://orf.at/stories/3134317/
    Unser Essen kommt jetzt eh aus dem abgefackelten Amazonas-Regenwald. Da ist es viel billiger, als es der größte Großbetrieb in Deutschland je herstellen könnte. Es lebe die deutsche Wildnis und der Wolf, denn die Germanen und ihr Kriegsgott Wotan sind zurück.

    6+
  9. Thomas Apfel sagt

    Da fehlt noch der ganze Buchhaltungs- und Steuerregelungswahnsinn und die vielen Zertifizierungs- und Kontrollaudits. Meine Kollegen in Italien/Südtirol zahlen Steuer (oder auch nicht) nach bewirtschafteter Fläche. Ansonsten müssen die außer bei Lohn- und Personalangelegenheiten für die Urproduktion keine Zettelchen aufheben, geschweige denn 10 Jahre archivieren.

    3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das haben wir auch nach § 13a (EStG) Ermittlung des Gewinns aus Land- und Forstwirtschaft nach Durchschnittssätzen für kleinere Betriebe.

      Gerade diese Gewinnermittlung ist der EU ein Dorn im Auge und hat Deutschland angemahnt.

      0
  10. fingerphilosoph sagt

    Vor lauter anderem Zeug hast Du Deine eigene Altersvorsorge vergessen. 🙂

    1+
  11. Arnold Krämer sagt

    Nicht nur die Landwirte sind zunehmend gefordert und überfordert. Auch die Verwaltungen sind zunehmend überfordert. Das führt dann zu ungleicher Rechtsauslegung und -anwendung in den Bundesländern und in der Landkreisen ein und desselben Bundeslandes. Und dann wird es ungerecht! Deutschland eine Bananenrepublik?

    6+
    • sonnenblume sagt

      Der Landwirt muss sich in allen Bereichen auskennen und auch einigermaßen sattelfest sein, während die Mitarbeiter der Behörden nur einen Bereich bearbeiten müssen. Das ist schon ein großer Unterschied in der Belastung. Macht man als Landwirt einen Fehler, oder hat etwas übersehen, kommt einem das doch oft teuer zu stehen. Da reagiert die Verwaltung dann aber gnadenlos.

      6+

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