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Vergleich Bio – Konventionell

Es gibt nicht viele (seriöse) Quellen für einen Vergleich von Bio-Betrieben mit konventionellen Betrieben. Die Daten sind sehr gut aufgeschlüsselt und so selten zu finden. FachinformationÖkobetriebe_06_2024 21.02.2024-erg Wag https://llh.hessen.de/unternehmen/unternehmensfuehrung/buchfuehrungsergebnisse/ergebnisse-oekologisch-wirtschaftender-haupterwerbsbetriebe-des-wj-2022-23/ Die Daten werden seit vielen Jahren erhoben, die Betriebe bleiben nahezu gleich, so daß auch die Entwicklung über die Jahre interessant ist. Das letzte beobachtete Jahr ist vom Preisanstieg durch den Ukraine-Krieg beeinflusst. Wir sind zur Zeit in Südtirol, wo die Preisdifferenz bei Äpfeln von Bio zu Konventionell schmilzt wie der Schnee in der Sonne. Das Angebot an Bio-Lebensmittel in den Geschäften war unserer Einschätzung nach geringer als in Deutschland. Es scheint den Verbraucher in Italien weniger zu interessieren. Da die Zertifizierung für Grünland und Oliven relativ einfach möglich ist und die Zuschüsse einfach zu erlangen sind, sind doch erhebliche Flächen bio-zertifiziert. Das entspricht auch den Gegebenheiten in Deutschland, wo Betriebe mit Grünlandnutzung eher auf Bio umstellen als Acker- oder Gemüsebau-Betriebe.      

“Zukunft Landwirtschaft” in Südtirol

Ich habe vor einigen Tagen über die Arbeit des Südtiroler Bauernbundes berichtet. Jetzt habe ich mich mit einem Vertreter der landwirtschaftlichen Gemeinschaft “Zukunft Landwirtschaft” unterhalten. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren

Veranstaltungshinweis

Heute möchte ich auf eine Tagung in Bonn hinweisen, die vom 24.-25. April dort stattfindet. Aber auch ein halber Tag wäre interessant zu besuchen. Ich bin der Meinung, die Tagung braucht noch ein paar Praktiker, damit der NABU nicht alleine diskutiert. https://www.dvs-gap-netzwerk.de/service/veranstaltungen/bevorstehende-veranstaltungen/gap-eler-und-umwelt/ Anmeldeschluss 11. April, aber zeitige Anmeldung wird empfohlen.  

Das Oligopol der Big Four

Dominik Guggemos von der Berliner Redaktionsgesellschaft (Märkische Oderzeitung, Südwest-Presse, Lausitzer Rundschau, Badische Neueste Nachrichten) wollte von mir wissen, wie der Lebensmitteleinzelhandel mit den Produzenten umgeht. https://www.swp.de/politik/bauern-gegen-handel-welchen-einfluss-haben-die-supermarktriesen-auf-die-preise-fuer-die-landwirte_-73090575.html Leider ist der Artikel hinter der Bezahlschranke. Hier ein paar Zitate von mir, aber auch von anderen Playern der Branche. „Das Kilo Mehl kostete bei Aldi vor Corona 39 Cent, bei einem Getreidepreis von 190 Euro pro Tonne. Jetzt kostet es bei Aldi-Süd 79 Cent, bei 30 Prozent geringeren Erzeugerpreisen für die Bauern.“ Geradezu dreist ist die Antwort des HDE zu nennen: Zitat: “Was entgegnet der Handel den Vorwürfen? Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband Deutschland (HDE), verweist auf Nachfrage darauf, dass es kaum direkte Geschäftsbeziehungen zwischen Landwirten und den Handelsunternehmen gebe. „Zudem geht bei vielen Nahrungsmitteln ein großer Anteil der Produktion aus der heimischen Landwirtschaft in den Export.“ Daher spiele der Handel bei einem großen Teil der Produkte keine Rolle bei der Entlohnung der Bauern. Zitatende Und weiter: Was sagt die Monopolkommission über die Marktmacht der Handelsriesen? Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat das unabhängige Beratungsgremium aufgefordert, sich die Wettbewerbssituation …

Ein sehr aktiver Verband: Südtiroler Bauernbund

Auch wenn sich der Name “Bauernbund” etwas altmodisch anhört: seine Arbeit und seine Mitarbeiter sind alles andere als altmodisch sondern haben bisher schon viel für ihre Mitglieder erreicht. Ich habe mich darüber mit Siegfried Rinner, dem Direktor des SBB unterhalten.  Hier nur drei Beispiele: “Plattform Landwirtschaft”, Herkunftskennzeichnung der Lebensmittel in der Gastronomie (das wäre doch auch mal was für Herrn Özdemir) und “Roter Hahn”, eine Marke nicht nur für Landwirte und Tourismus sondern auch für weitere Aktivitäten auf dem Land. Das Video gibt nur einen kleinen Ausschnitt der Aktivitäten wieder. Und ja, ich kenne die allgemeine Kritik von Bauern “das der Verband nicht genug macht”, aber es muss ja auch finanziell und personell geleistet werden können.  Und das ist der SBB sehr effektiv. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren

Was ist die Botschaft, Herr Rukwied?

Der DBV hat auf seiner Seite folgendes Statement des Präsidenten veröffentlicht: https://www.bauernverband.de/standpunkte/standpunkt/die-tueren-sind-aufgestossen Mich interessiert eure Meinung. Was sollen die Bauern jetzt tun? Was genau macht der Bauernverband? Was sind seine konkreten Ziele? Mit wem redet er über was? Als Mitglied des DBV hätte ich da gerne Antworten. Bildquelle: DBV

Aktuelles vom Südtiroler Bauernbund

Am Samstag, 24.2. war die Jahresversammlung des Südtiroler Bauernbundes. Die Tagesschau (RAI Südtirol) berichtet darüber ab etwa Minute 11. Von den 6 Minuten, die RAI Südtirol mich interviewt hat, bringt man den belanglosesten Satz. Das ärgert mich. Der Vortrag ist nämlich  bei den Zuhörern sehr gut angekommen. Und das zählt. http://raisudtirol.rai.it/de/index.php?media=Ttv1652212800%C2%A0# Die Zeitungsmeldung ist etwas versöhnlicher: https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/muessen-luecke-zwischen-produzenten-und-konsumenten-schliessen Insgesamt hat mich die Veranstaltung sehr beeindruckt, weil zu spüren war, wie groß der Rückhalt der Landwirte in der Bevölkerung ist und wie gut der Bauernbund mit den gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeitet.  

Was zum Hören

Philipp und Fabian haben mich nach meinen Eindrücken von der Brasilienreise mit Farm-Tours gefragt. https://shows.acast.com/agrarmarktpodcast/episodes/bauer-willi-agrarreise-brasilien Den Agrarmarktpodcast findet ihr auch auf Facebook und Instagram. Das Interview mit mir beginnt nach etwa 10 Minuten. Gruß aus Südtirol. Über die Jahresversammlung des Südtiroler Bauernbundes später. Wir sind ja im Urlaub…

Mach mal Pause…

Am Freitag werden meine Frau und ich nach Südtirol aufbrechen, wo ich am Samstag, 24.2. 2024 im Kulturhaus Walther von der Vogelweide bei der Jahresversammlung des Südtiroler Bauernbundes den Festvortrag halten darf. Hier findet ihr das Interview, das ich im Vorfeld gegeben habe: https://www.sbb.it/de/sbb-news/detail/wir-sind-die-essensmacher Weil ich am 6. März einen Vortrag in Jenbach/Rotholz in Tirol/Österreich in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt halten darf, werden wir die Tage dazwischen dazu nutzen, die Seele baumeln zu lassen, Freunde zu treffen und die wunderbare Welt der Alpen zu geniessen. Das bedeutet, dass ich ernsthaft vorhabe, für eine Weile Urlaub von allem zu machen, also auch von den Sozialen Medien. Ob und wie lange mir das gelingt, wird man sehen. In der Zwischenzeit könnt ihr mal Themen in die Kommentare schreiben, über die wir hier diskutieren können. Euer Bauer Willi