Alle Artikel in: Bauer Willi

Freitag morgen in den Zuckerrüben

Weil es heute wieder heiß wird, war ich schon um 7 Uhr in den Zuckerrüben, um die restlichen Unkräuter und Schosserrüben zu entfernen. Nächste Woche fahre ich mit meiner Frau in den Urlaub und da soll das vorher erledigt sein.  Unten ein paar Stimmungsbilder. Hier aber ein Bild mit gelben Rübenblättern. Das ist der/das Vergilbungsvirus, der den Rübenertrag stark schädigen kann und durch Blattläuse übertragen wird. Dazu dieses Video aus Frankreich:       Frankreich ist in Europa das Land mit der größten Rübenanbaufläche. Da Deutschland eine enge Freundschaft mit Frankreich pflegt, darf man hoffen, dass auch die deutsche Regierung reagieren wird. 0

Gehirnwäsche

Ich habe in den letzten Tagen viel auf dem Feld gearbeitet. Da kann man gut nachdenken und es kam mir obiger Spruch in den Sinn. Auf allen medialen Kanälen wird ja seit Monaten unverblümt gegen den Fleischverzehr geschrieben und geredet und gefilmt. Und alle sind sich einig, dass „man ja weniger Fleisch essen müsste“. Wegen Weltklima, Tierwohl, Werkverträgen, Soja und Regenwald und überhaupt. Und dann schau ich den Menschen, die ich so kenne, und die so reden, wie alle reden, in den Einkaufskorb…. Ich glaube, da müssen die Medien noch „aktiver“ werden, bis die Gehirnwäsche funktioniert hat… (Ironie off)   4

Eine Marktnische…?!

Die nächste Generation wird wohl kein Schweinefleisch mehr essen sondern Insekten. Und Schlachthöfe brauchen wir dann auch nicht mehr. Bitte am Ende des Artikels mal auf die Preise schauen…. https://www.stuttgarter-kinderzeitung.de/inhalt.test-essen-kochen-mit-insekten.fc9c77d6-5493-4284-8e88-1370e07f335d.html Wer jetzt noch schmunzelt und diese Entwicklung als „verrückt“ abtut: Wesjohann tut es nicht: https://lebensmittelpraxis.de/industrie-aktuell/25367-fleisch-wiesenhof-setzt-auf-insekten-statt-auf-soja-2019-09-12-12-54-36.html   1

Bio-Kompost

Wenn die Felder jetzt wieder geräumt sind, könnte Kompost ausgebracht werden. Viele Landwirte scheuen das aber, weil die sogenannte „Bio“-Tonne einiges mehr enthält als nur organischen Abfall. Hier ein gut gemachter „Werbefilm“ für guten Kompost. Von der Mülltonne bis auf den Acker. Und er zeigt auch, mit welchen technischen Raffinessen heute Plastik aus dem Kompost entfernt werden kann. 8

Ackerbaustrategie – Beteiligung Termin verlängert

Das BMEL hat den Termin für die Bürgerbeteiligung bis zum 31. August verlängert. Ursprünglich sollte diese am 28. Juli enden. Ich schaue immer mal wieder dort rein. Die Vorschläge, die dort gemacht werden, sind sehr unterschiedlich. Sie sind teilweise von großer Sachkenntnis geprägt. Die Getreide- und Rapsernte neigt sich ja in vielen Regionen dem Ende zu. Deshalb möchte ich einfach noch mal darauf hinweisen, dass man die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern, nicht verstreichen lassen sollte. https://beteiligung.bmel.de/group/31/dashboard/59   0

Wenn was schief gegangen ist…

Gerade jetzt, Anfang August, sieht man auf manchen Äckern, dass die Unkrautbekämpfung nicht so erfolgreich war. Vor allem Melde steht dann weit über Zuckerrüben oder Kartoffeln. Handarbeit ist mühsam. Hier zwei Möglichkeiten, zumindest optisch für etwas Ordnung zu sorgen Danke an Bauerhans für den Tipp. Und hier ein neu entwickeltes Gerät. Funktioniert aber nur, wenn der Boden nicht zu trocken ist und die Unkräuter deutlich über den Bestand ragen. Allemal besser, als sich die Seele aus dem Leib ziehen. Und schont die (menschliche) Bandscheibe. 🙂   0

Eine für mich neue Beobachtung

Wir haben am Donnerstag einen Teil der Bienenweide gemulcht, weil sie verblüht war. Jetzt kann der ausgefallene Samen wieder keimen. Auf der Bienenweide habe ich diesen Erdbau gefunden. Ich weiß nicht wirklich, ob es Erdbienen oder Erdwespen sind. Ich habe so was bisher noch nicht gesehen und mir gedacht, dass es euch auch interessiert. Wählt am besten den Vollbild-Modus. Der NABU startet ja gerade wieder sein Insekten-Zähl-Programm. Was soll ich da eintragen? 🙂 0

Agrarwende: Fragen an Herrn Krüsken, DBV

Ich habe dieses Video mehr durch Zufall entdeckt. Es stammt aus dem Februar 2020, ist aber immer noch aktuell. Eine halbe Stunde Fragen an Herrn Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. Interessant, weil die Fragestellungen der Moderatorin nicht ganz wertfrei sind. Interessant, weil Herr Krüsken manche Provokation bewusst überhört. (Gefällt mir) Was das Inhaltliche angeht? Seht selbst: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/eins-zu-eins/video-bauern-unter-druck-wie-gelingt-die-agrarwende-100.html 0

Seltene Tierrasse oder Wolf – wenn Tierschutz zur Farce wird

Ich habe vor einigen Jahren über das Brillenschaf berichtet, das im Villnösstal zuhause ist. https://www.bauerwilli.com/brillenschaf-villnoess/   Wir haben dort mehrfach Urlaub gemacht. Die Rasse stand kurz vor dem Aussterben, bis einige engagierte Menschen diese Rasse wieder zu neuem Leben erweckten. Doch diese Rasse ist jetzt wieder bedroht. In den letzten Tagen wurden 12 Schafe gerissen. Auch wenn die DNA-Analyse noch nicht vorliegt, so ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf gewesen. Bevor ihr den Link öffnet: Die Bilder  und vor allem die Videos sind erschreckend und nichts für schwache Nerven. https://www.suedtirolnews.it/chronik/woelfe-auf-villnoesser-alm-im-blutrausch-video Die Gesellschaft ist nun gefragt, ob das Villnösser Brillenschaf überleben darf oder der Wolf. Wenn sich die Gesellschaft für den Wolf und gegen eine aussterbende Rasse entscheidet, ist die logische Konsequenz, dass die Landwirte die Landschaftspflege aufgeben und die offene Weidelandschaft wieder zu Wald wird. Der für Südtirol so wichtige Tourismus wird sich dann auch zurückziehen. Für die Gastronomie wäre es ebenfalls ein großer Verlust, weil das Brillenschaf auf vielen Speisekarten als regionale Spezialität zu finden ist. Die jahrelangen Bemühungen der Landwirte würden ebenfalls ad …

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen…

Ein wirklich saublöder Spruch. Aber hier geht es um Ernte- und Ertragsprognosen. Dazu habe ich einen lesenswerten Artikel gefunden, der auch die Meinung vieler Landwirte beschreibt. https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/ernte-prognosen-nie-stimmen-bauern-sauer-570680?utm_campaign=ah-sa-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2020-07-11 Nach dem Studium des Artikels komme ich zu dem Schluss, dass die Überschrift zu meinem Artikel stimmt. Die logische Konsequenz wäre es, keine Prognosen mehr abzugeben. Würde etwas fehlen? Und noch was: wenn mir vor zwei Wochen jemand gesagt hätte, mit welchen Erträgen wir in diesem Jahr Weizen und Raps vom Feld fahren, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Was ein einzelnes Korn wiegt, kann nämlich kein Satellit oder eine sonstige Technik vorher feststellen. Und wie viele Körner in der Ähre sind auch nicht. Von daher sehe ich die Verherrlichung der Digitalisierung auch sehr kritisch. Bauer Willi       0