Wirtschaftsmacht BRICS
Von bestimmten Kreisen, vor allem aus der Ökonomie, wird eine europäische Ernährungssouveränität für wenig wichtig gehalten, weil wir ja (fast) alles aus anderen Teilen der Welt importieren können, wo die Produktion billig ist als bei uns. Dazu gehören viele Staaten, die sich zu der BRICS-Gruppe zusammengeschlossen haben. Die BRICS-Staaten (ursprünglich Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, ergänzt um weitere Mitgliedstaaten) besitzen eine überragende Bedeutung für die globale Nahrungsmittelproduktion und die weltweite Ernährungssicherheit. Die BRICS-Staaten stellen mehr als 40 % der weltweiten Nahrungsmittelproduktion bereit. Sie verfügen über etwa ein Drittel der weltweiten Landwirtschaftsflächen und nahezu 40 % der globalen Wasserressourcen. Sie stellen rund 60 % der weltweiten Reisproduktion, 45 % der Weizenproduktion sowie 40 % der Maisproduktion. Auf die Gruppe entfallen rund 16 bis 20 % der weltweiten Agrarexporte und etwa 17 % der Agrarimporte. Sie nehmen damit eine marktbeherrschende Stellung bei Basisnahrungsmitteln und Futtermitteln ein. Was exportieren die BRICS-Staaten? Innerhalb des Bündnisses gibt es extrem leistungsfähige Agrarexporteure. Die wichtigsten Exportgüter verteilen sich wie folgt: Brasilien: Weltmarktführer bei Sojabohnen (wichtig für die globale Viehzucht und Futtermittelherstellung), Rind- und Geflügelfleisch, …










