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Gemeinsame Presseerklärung von AbL und Greenpeace

Ich finde diesen Vorgang und die Presseerklärung „bemerkenswert“. Das kann man verstehen wie man will… Gemeinsame Presseerklärung von Greenpeace und AbL vom 28. Mai 2020: Agrarpolitik muss Klima und Arten schützen! Agrar-Sondertreffen: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Greenpeace protestieren vor Landwirtschaftsministerium Berlin, 28. 5. 2020 – Anlässlich des Sondertreffens zur EU-Agrarpolitik demonstrieren heute Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zusammen mit Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace vor dem Landwirtschaftsministerium BMEL. “Agrarpolitik muss Klima und Arten schützen!” lautet die Forderung auf einem sechs Meter langen Banner, das zwischen Traktoren gespannt ist. Thema der Sonderkonferenz von Landwirtschaftsministerin von Julia Klöckner (CDU) ist die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) und des Green Deal. Teilnehmen werden neben der deutschen Agrar- und Umweltministerkonferenz auch die EU-Kommissare Janusz Wojciechowski (Agrar) und Virginijus Sinkevicius (Umwelt). AbL und Greenpeace fordern eine soziale, ökologische und tiergerechte Ausrichtung der Landwirtschaft. “Eine neue Agrarpolitik muss artgerecht und umweltschonend arbeitende Betriebe gezielt entlohnen und bei der Umstellung auf eine nachhaltige Landwirtschaft begleiten”, so die Verbände. In Deutschland erhalten sechs Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe jedes Jahr …

Wie Sie sehen…sehen Sie nichts (Gutes)

Die Bilder habe ich von Gerhard aus dem Steigerwald in Franken bekommen. Beim ersten Anblick sehen die Gerstenähren ja ganz manierlich aus. Auch der Feldbestand zeigt ein „wogendes Ährenfeld“. Aber was ist passiert? Das schreibt Gerhard hier: Wir haben hier diese Jahr massive Befruchtungsprobleme bei der Wintergerste, bedingt durch den Frost im April und der „Eisnacht“ jetzt im Mai. Die Schäden liegen zwischen 20 Prozent bis zum Totalausfall, flächendeckend. Und das obwohl die Bestände optisch sehr schön aussehen. Auf manchen Äckern wächst wirklich nur Stroh. Ich habe so etwas in den 40 Jahren, in der ich in der Landwirtschaft dabei bin, noch nicht mal ansatzweise erlebt. Die Natur hat immer mal was Neues auf Lager. Für Viehhalter dürfte das wirklich schwierig werden. Und weil ich solche Bilder auch noch nie gesehen habe, wollte ich sie euch zeigen.   1

Welt-Bauerntag – interessiert keine Sau…

Geht es euch wie mir? Weltbauerntag? Nie gehört. Was ist im world wide web  zu lesen? Der Weltbauerntag am 1. Juni soll daran erinnern, dass Bauern weltweit für die Erzeugung von Lebensmitteln sorgen. Der Gedenktag wurde im Jahr 2000 bei der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover erstmals ausgerichtet. Das war´s. Mehr nicht. Es ist also ein Gedenktag. Wird an diesem Tag irgendwo irgendetwas stattfinden? Werden sich die Staats- und Regierungschefs irgendwo treffen und kluge Reden halten? Werden die Nachrichten berichten? Wohl kaum. Dieser Tag wird vorbeigehen, ohne das jemand groß Notiz davon nimmt. Wie halt bei anderen Gedenktagen auch. Es interessiert keine Sau. Und was machen wir Bauern draus? Wahrscheinlich werden viele garnicht wissen, dass es einen solchen Tag gibt. Damit fängt es auch schon an. Wenn man uns Bauern einen solchen Tag einräumt, könnten wir ja was draus machen. Es gibt ja Organisationen, die sich für unsere Interessen einsetzen (sollten). Von denen hab ich aber nichts gehört. Gut, es wird wohl der ein oder andere Funktionär im Wochenblatt etwas schreiben, aber gemeinsame Aktivitäten aller …

Danke, Frau Klöckner!

Video von der Pressekonferenz nach dem Sondertreffen der Agrar- und Umweltminister mit einigen bemerkenswerten und – aus meiner Sicht – guten und treffenden Aussagen von Frau Klöckner. https://www.pscp.tv/w/1ZkKzLRjYVWJv Bei aller Kritik gehört es sich, auch ein Lob auszusprechen, wenn die Worte richtig gewählt sind. Meiner persönlichen Meinung nach vertritt Frau Klöckner die Landwirte nach außen oft besser als so mancher Verbandsfunktionär. So auch in dieser Rede und der anschließenden Diskussion. Die wesentlichen Punkte kommen ab Minute 4:30. Es geht um „Farm to fork“, es geht um die Wettbewerbsfähigkeit der kleineren Betriebe, es geht um „Green Deal“, um Biodiversität, um Ernährungssouveränität und um den „Sport, die Landwirte für alle verantwortlich zu machen“.  Und es geht um Folgenabschätzung bei dem, was man an Forderungen aufstellt. So zum Beispiel beim Markt für Bio, denn eine höhere Bio-Quote bringt nichts, wenn nicht auch der Absatz gefördert wird. Es geht um Zielkonflikte, die immer wieder auftauchen und die nicht aufgelöst werden. Und schließlich geht es um Geld: „Die Landwirtschaft kann kein Steinbruch sein für Wünsche anderer“. Und jetzt könnt ihr …

Eine andere Demonstration…

Ich habe heute an unserem Weizen-, Raps- und Rübenfeld Plakate angebracht. Um den Mitbügern etwas zu demonstrieren. Was wir ausser Lebensmittel sonst noch machen. Die Sympathie, die Anerkennung, die Aufmerksamkeit unserer Mitbürger kann man auf verschiedene Weise erreichen. Es ist nur ein kleiner Aufwand, die Plakate aufzustellen. Ich habe die Plakate bei unserer Genossenschaft bekommen. Gibt es für verschiedenen Ackerbaukulturen und auch für Wald, Wein und Obst. Einfach mal im Landhandel nachfragen. Wenn er sie nicht vorrätig hat, kann er sie bei der Fa. Lehner bestellen. Herr Lehner hatte die Idee dazu und hat sie einfach umgesetzt. Danke! Ach so: Ja, die Rüben stehen im Vorgewende suboptimal. Ich schäme mich auch, wenn ich mal Zeit habe.. 🙂 7

Bauernregeln…aber nicht aus dem BMU…:-)

Am 1.6. ist Tag der Bauern und Bäuerinnen, Weltbauerntag. Es gibt so viele Bauernregeln, aber keine zur Wertschätzung der Bauern und Bäuerinnen. Das möchte Agrando ändern und zum Tag der Bauern und Bäuerinnen am 1.6. neue Bauernregeln sammeln, die dann den ganzen Juni und übers Jahr immer wieder geteilt werden. https://agrando.com/de/magazin/neue-bauernregeln-zum-tag-der-bauern-und-baeuerinnen Lasst euch was einfallen. Mein Spruch: „Anstatt den Bauern zu verfluchen Wär´s gut den Dialog zu suchen Denn ist der Bauer völlig blank Gehört der Hof wohl bald der Bank“ 2

Vogelsterben…und ein unerwarteter Grund

„Jungvögel-Sterben: Studie vermutet Pestizide als Grund – und macht dann eine erschreckende Entdeckung“ Zugegeben eine etwas grelle Überschrift. Aber der Inhalt ist schon bemerkenswert. Davon hört man in den Medien allerdings wenig und auch die NGO machen von dieser Erkenntnis keinen Gebrauch. https://www.merkur.de/welt/hunde-haustiere-pestizide-hundehaare-tierschutz-experten-warnung-kleinvoegel-entdeckung-zr-13770968.html Es waren nicht die Pestizide. Alle Hundehalter müssen jetzt ganz tapfer sein. Hier eine fachliche Einordnung des BVL: https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Fachmeldungen/05_tierarzneimittel/2020/2020_03_03_Antiparasitika.html?fbclid=IwAR0dVzbF1m4KzatyysORphP271bwcD80G1whLg0U0Uy0J7GTvRyP12RRyBM 2

Uns geht es gut!

Der nachfolgende Artikel hat mich sehr, sehr nachdenklich gemacht. Dass Corona solche Auswirkungen auf die Ernährung hat, war mir so nicht klar. https://www.zeit.de/2020/22/hungersnot-corona-pandemie-globaler-sueden/komplettansicht Und als ob es nicht so schon schlimm wäre, kommen die Heuschrecken noch hinzu, und das nicht nur in Ost-Afrika. https://www.dw.com/de/wie-ostafrika-eine-heuschreckenplage-bek%C3%A4mpft-inmitten-einer-pandemie/a-53371174 Solche Meldungen schaffen es nur kurz in die Nachrichten. 2

Nicht „kühl und nass“…

…sondern sehr trocken und sehr warm ist der Mai 2020. Im norddeutschen Raum scheinen wir davon besonders betroffen zu sein, denn hier ist das pflanzenverfügbare Wasser im Oberboden fast bei Null angekommen. https://www.ufz.de/index.php?de=37937 Im unteren Teil der Seite kann man den Verlauf der letzten 14 Tagen sehen. Das läßt erkennen, dass sich die Situation weiter verschärft. Das dritte Jahr mit Trockenheit Der nachfolgende Link zeigt den Verlauf der Dürre seit 2016 in Monatsschritten. https://earthobservatory.nasa.gov/images/146647/parched-conditions-in-germany-again?fbclid=IwAR0D-Dr46858cw2AokrHIxWQHGBXBTf7u7HelKbblO0EDjnm8cpfNdWvHu0 Wie der Verlauf der aktuellen Bodenfeuchte am Köln-Bonner-Flughafen ist, zeigt diese Grafik vom 25.5.2020. (Quelle: DWD) Bereits seit Wochen hat es nicht mehr nennenswert geregnet und für die nächsten zwei Wochen ist auch kein nennenswerter Regen im norddeutschen Raum angesagt. Im  Bild unten der Verlauf eines Weges, der seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten nicht mehr existiert. Bei der Bodenqualität reden wir von 85 bis 90 Bodenpunkten. Maximal möglich sind 100. Was bedeutet „nennenswert“ Die Pflanzen benötigen jetzt dringend Niederschläge, die den Boden mindestens in Krumentiefe (30 cm) durchfeuchten. 5 oder 10 mm sind zwar kurzzeitig hilfreich, lösen aber kein Problem. Das …

Was ist gerecht?

Überlegungen von Dirk Nienhaus. Nachdenkenswert. Passend zum Wochenende. Hoffe, dass das mit dem Einbinden des Videos von Instagram klappt. Ist mein erster Versuch.. View this post on Instagram A post shared by Bocholter Landschwein (@bocholter_landschwein) on May 23, 2020 at 2:46am PDT 1