Alle Artikel in: Bauer Willi

Natur und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?

Was ist eigentlich „natürlich“? Ist Recycling-Klopapier natürlich? Ist eine Silizium-Halbleiter-Platte unnatürlich. Oder sind das alles völlig unpassende Kriterien? Die Überschrift des nachfolgenden Artikels klingt jedenfalls schon mal spannend… Bin gespannt auf die Kommentare. Nachhaltigkeit ist unnatürlich 0

Eco-Hack

Ganz ehrlich, zuerst habe ich beim Titel dieses neuen Buches von Katarina Schickling an Bio-Hackfleisch gedacht. Tatsächlich geht es aber um „Tipps und Tricks“ für ein nachhaltiges Leben. Und wer wollte das nicht, nachhaltig leben. Der Begriff „hack“ stammt übrigens aus dem Englischen. Was er genau bedeutet, habe ich nicht herausgefunden. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt: Essen, Reisen, Müllvermeidung/-trennung Energie und Lifestyle. Mich hat natürlich das Thema Essen besonders interessiert. So ganz neu sind die Tipps nicht, denn dass man Leitungswasser bedenkenlos trinken kann, dass man bei Lebensmitteln aus China vorsichtig sein sollte, und dass Äpfel aus der Region besser sind als aus Übersee wusste ich schon. Die Empfehlung, neben Filet und Schnitzel auch alle anderen Teile des Tieres zu essen, wird in vielen Medien immer wieder erwähnt,  dürfte aber wohl niemanden zum Handeln bewegen. Viele Supermärkte bieten Nieren, Leber oder Lunge garnicht mehr an. Warum? Weil niemand danach fragt. Und Schweineohren findet man eher in der Abteilung Tiernahrung, zum Knabbern für den „besten Freund des Menschen“… Dann gibt es einige Kapitel, die …

Sieg der Vernunft!

Heute, Sonntag 13.06.2021, hat die Schweiz die beiden umstrittenen Agrarinitiativen mit einer Mehrheit von über 60% abgelehnt. Noch vor vier Wochen war man von einem Kopf-an-Kopf-Rennen ausgegangen. Die schweizerischen Bauern atmen auf. Wie die Medien berichten, ist ein Grund für dieses Abstimmungsergebnis, dass dem Konsument im Verlauf der Diskussion klar geworden ist, dass sich die ohnehin teuren Lebensmittel noch weiter verteuert hätten. Gedeckt wird diese Aussage dadurch, dass auch das CO2-Gesetz knapp abgelehnt wurde. Auch diese Initiative hätte Mobilität und Wärme verteuert. Es war also nicht nur die Vernunft, die gesiegt hat, sondern auch der Blick in den eigenen Geldbeutel. Die Stimmbeteiligung lag mit 59% relativ hoch. Besonders auf dem Land wurden die drei Initiativen abgelehnt, in Basel-Stadt wurde den Agrarinitiativen zugestimmt. Wie die einzelnen Kantone abgestimmt haben, ist in nachfolgendem Link zu sehen. https://www.20min.ch/story/die-beiden-agrar-vorlagen-haben-schweren-stand-960439148387 Nicht zufrieden mit der Abstimmung der schweizerischen Bürger sind die Grünen. In einer Medienmitteilung schreibt die Partei: „Mit der heutigen Ablehnung der Pestizid- und der Trinkwasser-Initiative hat die Pestizid-Lobby obsiegt. Sie hinterlässt einen Scherbenhaufen in der Schweizer Landwirtschaft.“ https://www.swissinfo.ch/ger/abstimmung-schweiz-pestizide-trinkwasser-agrarinitiativen-13–juni-2021/46686064 Solch …

Neuer Versuch: heute 16:05 Uhr Radio hören

Am letzten Sonntag hat es wegen eines technischen Fehlers nicht geklappt. Der Blitz war in die Telefonanlage des Senders eingeschlagen. Jetzt ein neuer Versuch. Clemens Lorenz von Radio RFM („Das Bürgerradio für den Werra-Meissner-Kreis“) will sich heute ab 16:05 mit mir unterhalten. Live! (aber ohne Farbe, ist ja Radio) Unter anderem soll es um Bienen, Neonics, Bio, „Kunst“-dünger und weitere Themen rund um Landwirtschaft und Ernährung gehen. Hier könnt ihr die Sendung digital verfolgen: www.radiorfm.de Ihr könnt euch auch über die Kommentarfunktion an der Sendung beteiligen. Die findet ihr unter dem Text für die Sendung um 16:05 Uhr. +2

Bio – alle satt und Welt gerettet?

Wie gelingt eine nachhaltige Lebensmittelproduktion? Dieser Frage geht man in nachfolgendem Webinar nach, an dem auch Urs Niggli, ehemaliger Leiter des FiBL und ausgewiesener Experte für Ökolandbau seine Meinung sagt. Und die ist anders, als es viele möglicherweise erwarten.   +2

Landwirtschaft 2040 – ein Diskussionsforum

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat 10 Thesen zur Landwirtschaft im Jahr 2040 formuliert und stellt diese zur Diskussion. Unabhängig davon, wie man die Thesen inhaltlich findet, finde ich es gut, dass ein Bauernverband diese öffentlich zur Diskussion stellt. Erlebt man nicht oft. https://www.landwirtschaft-2040.de/ Das Titelbild ist nicht aus Bayern, sondern aus dem Villnöss-Tal in Südtirol… Da würde ich gerne mal wieder hin… 0

Die Industrie setzt auf vegan

Ich schreibe den Artikel auf dem Rückweg von Hamburg, wo ich bei einer Veranstaltung des BVE als Vertreter der Landwirtschaft dabei sein durfte. Unten das Video in voller Länge. Eine Warnung vorab: wer Landwirt und Nutztierhalter ist, könnte etwas frustriert sein. Wenn man den Aussagen der Ernährungsindustrie glaubt, sehen viele ihre Zukunft in vegetarischen und veganen Produkten. Eine dezidiert andere Meinung hat der Professor ab etwa Minute 22:30. Sehr erfrischend! +1

Was mache ich eigentlich für die Biodiversität?

Manchmal stelle ich mir die Frage, was ich eigentlich jetzt schon für die Biodiversität mache. Und da kommt einiges zusammen, was zum Beispiel ein Stadtmensch nie leisten kann, weil er eben keinen Bauernhof hat.  Das kann man auch systematisch angehen, wie es die LWK Niedersachsen gemacht hat. https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/199/article/38008.html Wer die Liste mal für sich ausfüllen will: hier ist der Link. Biodiversitätscheckliste_LWK_Niedersachsen(1) Viele echte Naturschützer sagen ja, dass sich dort wahre Artenvielfalt einstellt, wo es „unordentlich“ ist. So auf Industriebrachen oder Truppenübungsplätzen. Bin gespannt, welche dreckige Ecke ihr bei euch zuhause findet…  🙂   +2

„Zukunft schmeckt“ – in Hamburg

Ich bin heute unterwegs zu der Veranstaltung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. Es geht um Konsumentenverhalten, um Nachhaltigkeit und romantische Vorstellungen. Lasst euch überraschen. Um 13:30 Uhr geht es los, den Link zur Veranstaltung findet ihr unten. #Zukunftschmeckt in Hamburg mit Unilever und GoodMills 0

Unkraut auf Bahngleisen…

Unkraut auf Bahngleisen wird immer noch sehr preiswert und erfolgreich mit Glyphosat behandelt. Derzeit werden Alternativen dazu geprüft. Dazu gehören unter anderem Heisswasser, Elektrizität, Roboter. Abflämmen dürfte wegen der Brandgefahr in vielen Fällen ausscheiden. Abgesehen von den höheren Kosten (bei oft suboptimaler Wirkung) sind auch die Auswirkungen auf Insekten und andere Lebewesen z. B. bei der Heisswasserbehandlung kritisch zu sehen. Elektrizität ist in der Anwendung auch „nicht ganz ohne“… Ein sehr lesenswerter Artikel, der aufzeigt, dass es immer Zielkonflikte gibt und nie die eine Lösung ohne Nachteile. https://www.torial.com/ralf.nestler/portfolio/494369 +1