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Verbot des Kükentöten – und was wurde aus den Brütereien?

Deutschland ist das einzige Land in der EU, in der das Kükentöten gesetzlich verboten wurde und zwar seit dem 1.1.2022. Jetzt, ein Jahr später, habe ich mich mit Markus unterhalten, der als kleine Brüterei mit dieser Situation fertig werden musste. Ein sehr langes, intensives und emotionales Interview.    Hallo Markus, wir haben uns vor einigen Monaten schon einmal unterhalten. Erzähle den Lesern bitte einmal, was Du damals gemacht hast Wir haben hier in Ostwestfalen eine europaweit ziemlich einmalige Struktur von Geflügelbetrieben . Die Gegend hier zwischen Gütersloh und Paderborn bezeichnen wir gerne als den “Hühnerhof Deutschlands”. Von hier aus wird das gesamte Bundesgebiet mit allem an Geflügel versorgt, was Hobbyhalter so möchten. Hühner unterschiedlichster Farben, Mastgeflügel, Wassergeflügel bis hin zu Perlhühnern und Wachteln. Es ist eine Vielzahl von Betrieben, alle unterschiedlich aufgestellt, die sich aber alle ergänzen. Wir waren hier 6 Brütereien die die Aufzüchter mit Küken versorgt haben. Die Elterntiere vor Ort. Eine tolle Biodiversität. Eine bunte Mischung an Farben von normalen braunen und weißen, schwarze, graue bis zu Zwerghühnern und Grünlegern. Ich war …

Was mir aktuell so durch den Kopf geht…

Ich muss mir mal wieder meinen Frust von der Seele schreiben. Es ist Donnerstag, 26. Januar, draussen ist es neblig und kalt. Und so ist auch meine Stimmung. Ich bin frustriert, ich bin es satt! In der letzten Woche war ich in Berlin. Auf der Grünen Woche. Das hat meine Stimmung nicht verbessert, obwohl ich viele Leute getroffen habe, die ich seit drei Jahren nicht mehr gesehen habe. Was ich in Berlin gespürt habe: alle, aber wirklich alle, sind es ebenso satt wie ich. Ich habe mit verschiedenen NGO´s gesprochen (Greenpeace, Tierschutzbund) und dort die gleiche Frustration gespürt wie bei den landwirtschaftlichen Verbänden, der Landtechnik, dem Landhandel und Genossenschaften usw. Und auch die Initiative “Wir haben es satt” hat sich klar und unmissverständlich geäußert, dass auch sie es satt sind mit dem BMEL und mit Cem Özdemir. Alle sind es satt! Warum? Seit 12 Monaten fällt dem Minister nichts anderes ein, als mit Banalitäten auf sich aufmerksam zu machen. Hier ein Video über Warnwesten für Hühner, dort die angekündigte Legalisierung von Cannabis oder eine neue …

Ein Einblick

Ich habe am 15. Januar ein Gespräch mit Holger Douglas über viele aktuelle Themen rund um die Landwirtschaft geführt. Zuerst der Podcast, weiter unten die schriftliche Form. Um den Podcast hören zu können, auf das kleine Quadrat mit “Soundcloud” klicken. Ich war auf der Grünen Woche wo ich sehr interessante Menschen getroffen habe. Übrigens konnte ich Cem Özdemir beim Rückgang kurz anhalten und ihm mein Buch überreichen. Er wollte spontan eine Widmung und die ganze Security-Truppe musste warten, bis ich die Widmung geschrieben hatte. Auf ein persönliches Treffen wollte er sich nicht einlassen… Satt und unzufrieden – TE-Wecker am 15. Januar 2023 Bauer Willi: »Einen guten Acker aufzubauen, ist ein Generationenprojekt«

Antworten auf kritische Fragen bei der zweiten SocialLab2-Befragung landw. Tierhalter:innen

Ich habe hier vor einiger Zeit eine Befragung der Fachhochschule Südwestfalen zur Verfügung gestellt. Erfreulicherweise haben an diesem Tag rund 100 Personen den Fragebogen ausgefüllt. Es gab aber auch Fragen und Kritik. Ich habe die Verfasser der Befragung gebeten, dazu Stellung zu nehmen. Hier die Antworten: Marcus Mergenthaler (mergenthaler.marcus@fh-swf.de) Laura Schmitz Miriam Kemnade   Anfrage / Kritik: es werden „nur“ die Tierarten Rind, Schwein und Geflügel direkt abgefragt. Antwort: Das ist eine berechtigte Kritik. Es wäre gut gewesen wenigstens eine Ausweichkategorie in der Auswahl für andere Tierarten im Fragebogen anzubieten. Wir werden zukünftig wo immer möglich da beachten. Der Hinweis ist insbesondere wertvoll, weil es die These gibt, dass die Zukunft der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in einer höheren Vielfalt an Tierarten und Haltungsverfahren in Deutschland liegt. Diese höhere Vielfalt abzubilden sollte zukünftig stärker beachtet werden.   Anfrage / Kritik: Befragungen dieser Art stehen im Widerspruch zum Einkaufsverhalten der Verbraucherschaft. Antwort: Zielgruppe dieser Befragung ist die Landwirtschaft und nicht die Verbraucherschaft. Den gesellschaftlichen Willensbildungsprozess ausschließlich durch das jeweils aktuelle Marktgeschehen abzubilden, würde aus unserer Sicht zu kurz …

Rede von Cem Özdemir am 21. Jan. 2023

Am Samstag, 21. Januar wurde von Vertretern des Bündnis “Wir haben es satt” (WHES) ein Forderungspapier an Cem Özdemir übergeben. Dies geschah am Rande der internationalen Agrarministerkonferenz im Auswärtigen Amt. Nachfolgend das Video mit den Forderungen. Es folgt danach die Rede, die der Agrarminister an die Vertreter von WHES richtet. Ergänzend weiter unten ein weiterer kleiner Eindruck von den Vorbereitungen. Die Übergabe war für 10:15 Uhr geplant, der Minister mit seinen beiden Staatssekretärinnen verspätete sich um eine Stunde. Die Zahl der Demonstranten schätze ich auf etwa 100, die der Pressevertreter auf etwa 20 Personen. Mit mir dort war auch Susanne Günther (Schillipaeppa), eine Bloggerkollegin. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren   Antwort von Cem Özdemir auf die Forderungen   Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren   Hier noch die beiden kurzen Videos von den Vorbereitungen vor der Übergabe des Forderungspapieres (Ton einschalten) IMG_4659    IMG_4660 Und hier noch ein paar Impressionen:      

TAZ: Unmögliche Mission

Wer hätte gedacht, dass ich als konventioneller Bauer mal für die links-grüne 🙂 Zeitung “TAZ” schreiben würde? Es ist offensichtlich keine unmögliche Mission. So lautet aber der Titel meines Artikels. https://taz.de/Archiv-Suche/!5906539&s=kremer%2Bschillings&SuchRahmen=Print/ Ich hoffe, er gefällt, und das grüne Bundesministerium für Landwirtschaft liest den Text auch. Und an meine Berufskolleginnen und -kollegen: wir müssen mit allen reden. Ehrlich. Nachtrag: ich habe soeben (Samstag 21.1. um 8:00 Uhr ) festgestellt, dass die Vita, die Online zu lesen ist, nicht mir der Vita übereinstimmt, die in der Printversion zu lesen ist. Dort steht lediglich, dass ich einen Ackerbaubetrieb betreibe. Der Begriff “Pestizide” taucht dort nicht einmal auf. Ich habe Frau Knaul soeben angeschrieben. Ich fühle mich nicht nur hintergangen, ich wurde hintergangen.