Monate: August 2017

Landwirt des Monats

Wer neugierig ist, wie es bei  mir auf dem Hof aussieht: Hier im Video könnt ihr ein paar Ausschnitte sehen. Neulich war ein Filmteam des Online-Portals LandwirtOnline24 bei mir auf dem Hof, um ein Interview mit mir zu machen. Ich bin jetzt dort Landwirt des Monats! Zum Schluss des Videos die Überraschung: landwirtonline24 hat ein paar Sprüche von mir auf Tassen drucken lassen. Und damit  wir  Bauern auch mit unseren Fahrzeugen aktive Öffentlichkeitsarbeit machen können, habe ich mir dafür noch Texte für Aufkleber  einfallen lassen. Demnächst sollen noch T-Shirts folgen.  Alles zu finden unter Bauer Willi Fan-Artikel. Wobei es eigentlich nicht um Fans geht, sondern um pfiffige, teils humorvolle oder nachdenklich machende Werbung für uns Bauern. Weitere Details gibt es hier: https://www.landwirtonline24.de/ueber-uns/landwirt-des-monats/landwirt-august/ 0

Superkühe beim WDR

3 Kühe, 3 Haltungsformen. Jede Kuh trägt Sensoren, die mit dem Internet verbunden sind. Ein interessantes Projekt, das der WDR am 4. September startet. Interessant, nicht nur für Bauern, sondern auch für Verbraucher. Übrigens kann man den Kühen auch Fragen stellen… http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/bjoern-erichsen-2-100.html                   Detailliert berichtet darüber die Seite agrarblogger.de: https://agrarblogger.de/2017/08/25/landwirtschaft-aus-dem-bauch-heraus-erleben-die-superkuehe-kommen/ 0

Amazon fresh – Chance oder Risiko?

Neben den bekannten Supermarktketten steigt nun auch Amazon in Deutschland in den Online-Handel mit Lebensmitteln ein. Im Prinzip versteht sich Amazon als Plattform, die jeder nutzen kann, der ein Produkt anbietet. Dafür verlangt Amazon einen prozentualen Anteil vom Verkaufspreis. Sieht man sich die Seite jedoch an, so fällt auf, dass überwiegend Produkte gelistet sind, die von Amazon selbst vermarktet werden. https://www.amazon.de/s/ref=lp_7383485031_ex_n_1?rh=n%3A6723195031&bbn=6723195031&ie=UTF8&qid=1503989389 Ob ein kleiner Anbieter, zum Beispiel ein regionaler Hofladen, da eine realistische Chance hat? Und ist es wirtschaftlich attraktiv, wenn ein zweistelliger Betrag vom Verkaufspreis abgeführt werden muss? In den USA mischt Amazon den Markt für Lebensmittel gerade gewaltig auf. Am vergangenen Wochenende (24.8. zu 28.8.2017) hat das Unternehmen in den Whole-Food-Märkten, die es im Juni für 13,7 Mrd. US$ übernommen hatte, die Preise um bis zu 43% gesenkt. Die Preissenkungen nach Produkt finden Sie in nachfolgendem Link: https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-08-28/amazon-cuts-prices-at-whole-foods-as-much-as-50-on-first-da Wie seht ihr die Entwicklung? Können Landwirte die Plattform sinnvoll nutzen und regionale Produkte anbieten oder steht dem Lebensmittel-Einzelhandel ein neuer Preiskampf bevor? Ich wüsste gerne eure Meinung. Euer Bauer Willi 0

Die regionale Landwirtschaft stärken – gemeinsam mit den Bürgern

Wenn es um Landwirtschaft geht, zeigen alle mit dem Finger aufeinander. Die Landwirte sagen: Die Verbraucher wollen nichts für die Lebensmittel zahlen. Die Bürger sagen: Die Bauern machen nur Massentierhaltung und Maiswüsten. Wie kommt man da raus? Ein Gastbeitrag von Ulf Schönheim (Regionalwert AG Hamburg) Die Landwirtschaft hat viele Sorgen. Preisdruck durch Handel und Verarbeiter. Hohe Kosten für Flächen, Maschinen und Gebäude. Risiken durch Wetter und Schädlinge. Abhängigkeit von Banken, Lieferanten und Kunden. Und nicht zuletzt ein hoher persönlicher Arbeitseinsatz. Kein Wunder, dass viele Landwirte heute das Gefühl haben, ihre Arbeit würde weder wertgeschätzt noch angemessen bezahlt. Und auch kein Wunder, dass gut zwei Drittel der Höfe noch keinen Nachfolger haben. Die finanziellen Risiken teilen Diese Sorgen kannte auch Christian Hiß, Jahrgang 1961. Er wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb am Kaiserstuhl auf. Anfang der 1980er Jahre gründete er seine eigene Bio-Gärtnerei. Dort entwickelte er gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region Lösungsansätze. 2006 fasste er die Ideen zusammen – in der Regionalwert AG Freiburg, einer Bürger-Aktiengesellschaft. Diese nicht börsennotierte AG sorgt für Kapital, indem …

So planen Sie eine erfolgreiche Kampagne!

Jede Kampagne beginnt damit, dass Sie ein Problem finden. Wenn Sie gerade kein passendes Problem mit Skandal-Marktchancen parat haben, können Sie das auch gerne erfinden. Das Problem muss allerdings einen kleinen wahren Kern haben, um den herum Sie dann maßlos übertreiben. Siehe auch „Fake-News.“ Wittern Sie eine Verschwörung (z.B.: „böse Konzerne wollen die Weltherrschaft“). Wichtig ist, dass Sie Mißtrauen gegen „die da oben“ wecken. Je nach Problem sind das Politik, Behörden, Industrie, Wissenschaft oder andere sogenannte Eliten. Sie werden schon jemand finden, der schuld ist. „Die Politik“ ist übrigens der Favorit. Jetzt erzählen Sie ein moralische Geschichte dazu. Ganz wichtig sind dabei Wut und Empörung. Vermeiden Sie unbedingt eine rationale Debatte! Fakten belasten nur. Versehen Sie Ihre Kampagne mit emotionsgeladenen Bilder. Was immer gut ankommt sind misshandelte Tiere und wehrlose Kinder. Verwenden Sie eine einfache Botschaft und eine einfache Sprache! Wiederholen Sie diese Botschaft immer und immer wieder. Irgendwann wird sie geglaubt. Kalkulieren Sie auch einen bewussten Tabu-Bruch mit ein. Das gibt Quote! Korrekt zu sein war gestern. Arbeiten Sie ein klares Feindbild heraus. Hier bieten sich Minderheiten an. Von …

Artenvielfalt im Rübenfeld

Ich laufe gerade wieder mal durch ein paar Rübenparzellen, weil da wieder Schosser gekommen sind und auch noch etwas Unkraut. Ich habe mal mit dem Handy ein paar Fotos gemacht.  Im Titelbild seht ihr eine gelb-schwarze Spinne. Hat aber nichts mit Borussia Dortmund zu tun. Wie die heißt, weiß ich nicht, erinnert in der Färbung auch an einen Tiger und so nenne ich die einfach mal Tigerspinne. Überhaupt gibt es in diesem Jahr sehr viele Spinnen im Rübenfeld. Hier mal eine andere Aber es gibt auch interessante Pflanzen zu sehen. Hier eine Schönmalve, die wohl mit Zwischenfruchtsaatgut eingeschleppt wurde. Das wird meist in Südeuropa vermehrt und dort ist die Pflanze heimisch Auch eine eher seltene Pflanze ist bei uns der Stechapfel. Deren Früchte sind giftig aber man sollte die Pflanze nur mit Handschuhen ausreißen, auch weil sie Stachel hat. Ebenfalls giftig sind die Beeren des „Schwarzen Nachtschatten“. Sie ist mit der Kartoffel verwandt und deren Beeren sollte man auch nicht essen. Allgemein bekannt dürfte die Melde sein. Sie macht in diesem Jahr in unseren Rüben …

Das Bier der Zeit…

Ausgerechnet die Zeitschrift ZEIT findet heraus, dass Glyphosat im Bier noch nie gefährlich war. Und auch die Aussage des IARC zum Krebsrisiko wird relativiert. Da lässt sich doch wieder munter diskutieren. Los geht´s… http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-08/glyphosat-im-bier-herbizid-umweltinstitut-krebs-stichproben 0

Zwischenfruchtsaat

Aktuell säen wir Zwischenfrüchte. Und Ölrettich + Öllein als Greening. Vorher haben wir die Stoppeln gegrubbert und so das Ausfallgetreide beseitigt. In diesem Jahr standen, trotz Frost im Winter, auch einige Ausfall-Kartoffeln mit drauf. Hoffen wir, dass die nicht noch mal keimen.   0