Bauer Willi
Kommentare 66

So planen Sie eine erfolgreiche Kampagne!

  1. Jede Kampagne beginnt damit, dass Sie ein Problem finden. Wenn Sie gerade kein passendes Problem mit Skandal-Marktchancen parat haben, können Sie das auch gerne erfinden.
  2. Das Problem muss allerdings einen kleinen wahren Kern haben, um den herum Sie dann maßlos übertreiben. Siehe auch „Fake-News.“ Wittern Sie eine Verschwörung (z.B.: „böse Konzerne wollen die Weltherrschaft“).
  3. Wichtig ist, dass Sie Mißtrauen gegen „die da oben“ wecken. Je nach Problem sind das Politik, Behörden, Industrie, Wissenschaft oder andere sogenannte Eliten. Sie werden schon jemand finden, der schuld ist. „Die Politik“ ist übrigens der Favorit.
  4. Jetzt erzählen Sie ein moralische Geschichte dazu. Ganz wichtig sind dabei Wut und Empörung. Vermeiden Sie unbedingt eine rationale Debatte! Fakten belasten nur.
  5. Versehen Sie Ihre Kampagne mit emotionsgeladenen Bilder. Was immer gut ankommt sind misshandelte Tiere und wehrlose Kinder.
  6. Verwenden Sie eine einfache Botschaft und eine einfache Sprache! Wiederholen Sie diese Botschaft immer und immer wieder. Irgendwann wird sie geglaubt. Kalkulieren Sie auch einen bewussten Tabu-Bruch mit ein. Das gibt Quote! Korrekt zu sein war gestern.
  7. Arbeiten Sie ein klares Feindbild heraus. Hier bieten sich Minderheiten an. Von denen geht die geringste Gefahr aus. Wichtig: Sie sind die Autorität, die entscheidet, was gut oder böse, richtig oder falsch ist.

Die ersten Schritte sind getan. Um aber wirklich erfolgreich zu sein, sollten Sie sich jetzt um die Kunden kümmern

  1. Erklären Sie dem Kunden, warum er durch das Problem bedroht wird. Sehr gut funktioniert das mit dem Thema Gesundheit. Klappt eigentlich immer. Erzeugen Sie Angst. Angst motiviert, Angst bewegt.
  2. Machen Sie dem Kunden klar, dass er das Opfer ist! Und nicht nur er, sondern mit ihm ganz viele, („wir da unten“).  Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Als Zielgruppe hat sich das gehobene Bürgertum bewährt. Hier ist die höchste Reaktionsquote zu erwarten.
  3. Bieten Sie Protest als Dienstleistung an. „Wir kümmern uns um Dein Problem, du musst selbst nichts mehr tun“. Je nach der Größe des Problems können Sie dann auch den Vertretungsanspruch für die gesamte Gesellschaft („das Volk“) für sich in Anspruch nehmen und so die öffentliche Meinung aktiv verändern.

Wenn Ihnen die obigen 10 Punkte gelungen sind, können Sie nun einen kleinen Betrag für Ihre Leistung einfordern. Oder, falls Sie ein Verein sind, auch die bezahlte Mitgliedschaft. Allerdings ist hier Feingefühl gefragt, denn zu hohe Beträge schrecken ab. (siehe auch „Zielgruppe“) Gut kommen Vergleiche an wie zum Beispiel  „Das ist gerade mal so viel wie ein ………kostet. Das sollte Ihnen die Sache doch wert sein“. Denken Sie immer daran: die Masse machts.

Persönlicher Hinweis um juristische Konsequenzen zu vermeiden: Die obige Handlungsanweisung stellt keine Aufforderung dar, so zu handeln, sondern ist eine bewusste ironische Übertreibung.

Euer Bauer Willi

 

PS: Hier noch zwei interessante Links zu dem Thema:

http://www.ngoleitfaden.org/online-spenden-sammeln/

Campaigning-Guide

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66 Kommentare

  1. Sehr interessant!
    Vielleicht können Sie ja mal einen weiterführenden Artikel speziell zu Imagekampagnen machen. Ich habe den Eindruck, da kennen Sie sich auch ganz gut aus.

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    • Ja, Sara,

      das ist sehr nötig!
      Das ist ein großes Problem, dass die Realität verhindert!
      Das muß ein Thema bleiben!

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  2. Andreas Müller sagt

    Diese Campaigner von Heimische Landwirtschaft arbeiten auch so…, schlimm diese Geldsammlerei. Wer hat da eigentlich die Finger drin?

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  3. bauerhans sagt

    kampagne hin oder her.
    hier gibts einen betrieb,der jährlich einen hoftag durchführt.
    alles ganz professionell geplant mit tausenden besuchern.
    ein riesen aufwand,aber das rechnet sich für den.
    der betrieb hat mehrere pflanzenschutzspritzen ständig im einsatz,aber da gabs noch nie böse worte.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Am Sonntag hatte der Aspichhof (Eigentümer Landkreis, derzeit 49% Bewirtschafter) Tag des offenen Hofes, ein Hof wo ich die meisten Lehrlingstreffen erlebt habe. Die Besucher sind begeistert von der Artenvielfalt.

      Das Problem ist nur, dass der Betrieb in den letzten 55 Jahren kaum Jahre gab, wo Gewinne erwirtschaftet wurden. Der Landkreis kam für die Verluste auf. Das wird den Besuchern nicht gesagt.

      http://www.aspichhof.de/

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      • Inga sagt

        Ja Bauerhans,

        was meinst du mit:
        „aber das rechnet sich für den. der betrieb hat mehrere pflanzenschutzspritzen ständig im Einsatz, aber da gabs noch nie böse worte“.

        Warum rechnet sich das für den Betrieb, wenn er keine bösen Worte von den Nichtbauern bekommt?
        Die Felsspitze verdient ihr Geld mit dem Pflanzenschutz aber nicht mit bösen oder guten Worten von Laien, oder?

        Aber die Leute, die auf einen „Tag des offenen Hofes“ kommen, die sind so wie so an Landwirtschaft interessiert, oder?

        Und die haben kein Interesse alles in den „Schmutz zu ziehen“ , die interessieren sich höchstens dafür, warum das so ist!

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        • bauerhans sagt

          der macht mit dem hoftag richtig knete!
          pflanzenschutzspritzen sind per se „böse“,
          in volkes meinung immer negativ besetzt!

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      • Wer weiß denn ob die Besucher, die Nichtlandwirte sich das überhaupt vorstellen können!

        Neulich hat jemand zu mir gesagt,
        ich wusste gar nicht das man zum Traktorfahren einen Führerschein braucht!

        Von Beruf war er Lebensmittelverarbeiter!

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    • „Warum rechnet sich das für den Betrieb, wenn er keine bösen Worte von den Nichtbauern bekommt? Die Felsspitze verdient ihr Geld mit dem Pflanzenschutz aber nicht mit bösen …“

      Ja, mit dem Hoftag schon, damit macht er „Knete“

      Aber was hat das mit der Kampagne zu tun?

      Den Acker, wo das Zeug drauf wächst, muß anständig gepflegt werden und dazu braucht man nun mal eine Pflanzenschutzspritze.

      Aber die Aufmerksamkeit der Hofbesucher war ja wo anders drauf gerichtet,da hat eine Kampagne von Pflanzenschutzgegenern keinen Platz!

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  4. Friedrich sagt

    Nach diesem Fahrplan ist von den Grünen, Medien und NGOs systhematisch auf die Bauern eingeschlagen worden. Das hat Stimmen, Einschaltquoten, Auflagensteigerung und Spenden
    für diese Organisationen gebracht. Das aber auch nur weil die Bauern keinen“ Ablaß“ bezahlt haben. Der LEH hat mit vielen Euros sich die Freiheit erkauft. Auch die kriminelle Autoindustrie hat mit Euros sich ihre Fehler freikaufen lassen. Nach den Wahlen werden wir da nicht mehr viel von hören , weil Fahrverbote in den Innenstädten zu einem Aufstand der Kaufhäuser und Gewerkschaften führen würden. Auch wird es zu keiner Entwertung der älteren Dieselautos kommen.– Solange die Landwirtschaft keine , aus einem Guß, schlagkräftige mediale Gegenstrategie entwickelt , wird das Bauernbashing auch weitergehen . Hier ist der Bauernverband gefordert. Weiterschlafen ist verboten !! Auch jeder Bauernhof muß sich mit finanziellen Mitteln einbringen , um diese Entwicklung zu stoppen. Unser Willi und einige andere Agrarblogger werden das alleine nicht schaffen. Unsere Gegner treiben gerade die kleinen Betriebe , die die ja haben wollen, zur Hofaufgabe. Auch die jungen Leute überlegen sich doch bei so einem hätzerischen Umfeld lieber einen anderen Beruf zu wählen.

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    • Ich seh das so sagt

      „Greenwashing“ gilt heute als wichtige Finanzierungsquelle. Umweltsiegel werden gekauft oder die Aufbringung gegen „Ablaßzahlungen“ geduldet und von Umweltgruppen sogar dann mitbeworben. z.B.
      a) Rund die Hälfte des untersuchten Papiers besteht wohl zu Teilen aus den wertvollen Hölzern. Immer wieder befand sich auch FSC-zertifizierte Ware unter den fragwürdigen Proben. Dabei schreibt die Organisation: „Der FSC verhindert Raubbau“ und schützte seltene Arten. Umweltverbände wie Greenpeace, WWF und Bund für Umwelt und Naturschutz empfehlen das Siegel. Wie passen Tropenhölzer im Papier dazu?

      b) Zwar gewann die Lufthansa 2011 einen Umweltpreis für ihr grünes Kerosin aus den Früchten der Jatropha-Pflanze. Preiswürdig erschien das Projekt den Juroren, weil der struppige Busch eigentlich in Wüstengebieten wächst und so der Nahrungsmittelproduktion keine Konkurrenz machen sollte. Der Haken: Auf fruchtbaren Böden sind die Erträge der Pflanze besser als auf Brachland. Deshalb wurden in Indonesien für die Nahrungsmittelproduktion geeignete Felder mit der Spritpflanze besetzt. Und das in einem Land, wo wegen steigender Nahrungsmittelpreise teilweise Hunger herrscht.

      Quelle: Wirtschaftswoche

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  5. Josef sagt

    Dieser Beitrag funktioniert doch auch nach Punkt 2: „Wittern Sie eine Verschwörung (z.B.: „böse Konzerne wollen die Weltherrschaft“).“ Der Eindruck, Landwirte würden hinter jeglicher Kritik an der Produktionstechnik eine Verschwörung von Politik, Medien, NGOs und Behörden wittern, ist doch nicht von der Hand zu weisen.

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    • Bauer Willi sagt

      Nein @Josef
      Diese Zusammenstellung soll sehr konzentriert zeigen, wie heute Meinung gemacht wird. Wenn Du das Papier der DLG gelesen haben solltest, zeigt das sehr deutlich, dass sich viele Landwirte auf die Kritik auch einlassen. Wir haben hier unter anderem mit WWF, Greenpeace, Tierschutzgesellschaft und Felix zu Löwenstein diskutiert und lassen uns auf den Dialog ein. Deine pauschale Kritik, dass „die Landwirte“ Kritik an ihrer Produktionsweise mit Verschwörungstheorien zurückweisen ist nicht in Ordnung.
      Bauer Willi

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  6. Ich seh das so sagt

    Im digitalen Informationszeitalter scheint eine schlagkräftige Überschrift bereits ausreichend, um Stürme der Entrüstung in den sozialen Netzwerken loszutreten. Werden Schnelligkeit und „Klickrate“ immer mehr zum Maßstab der journalistischen Arbeit von heute?

    Biallas: Ich fürchte, das ist leider so. Es ist Besorgnis erregend, in welchem Ausmaß schlechter Journalismus auch von professionell aufgestellten Redaktionen produziert wird.
    Wenn dann Halbwahrheiten und schlecht bis gar nicht recherchierte Inhalte über die Netzwerke, die übrigens alles andere als „sozial“ sind, weiterverbreitet werden, ist das leider Teil des Systems und sogar erwünscht. In vielen Redaktionen sind journalistische Qualitätsansprüche inzwischen wirtschaftlichen Interessen, die sich über Reichweite definieren, nachgeordnet. Auf der Strecke bleibt die seriöse Information.

    (aus: http://www.theeuropean.de/joerg-biallas/12520-interview-mit-joerg-biallas; Jörg Biallas ist Chefredakteur der politische Wochenzeitung „Das Parlament“ die vom Deutschen Bundestag herausgegeben wird)

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  7. Ottmar Ilchmann sagt

    Sehr viele der oben angeführten Kriterien passen auch auf Kampagnen aus bestimmten Landwirtskreisen gegen NGOs, die Grünen oder das Mobbing von Bauernkindern. Wichtig sind hier besonders die Punkte Übertreibung, Schüren von Mißtrauen, Pflege eines Feindbildes und Betonen der eigenen Opferrolle.

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    • Bauer Willi sagt

      Diese Kriterien passen auf sehr viele Kampagnen! Und auch viele Populisten bedienen sich dieser Mittel. Siehe Brexit, Trump, Orban etc.. Auch politische Parteien in Deutschland greifen gerne den ein oder anderen Baustein heraus.
      Bauer Willi

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        • Inga sagt

          Ganz genau, Lieschen,
          die nannten das nur Propaganda!

          Ein fast 60igjähriger Lehrer von uns, Ende der 60iger hat uns genau davor gewarnt!

          Die jüngeren Lehrer damals haben mit uns über Werbung gesprochen und davor gewarnt, dass es zu Monopolen kommt!
          Weil die Werbung in den Massenmedien so mächtig ist! Sie wollten und davor warnen und vorbereiten!

          Und was ist jetzt?
          Hatten sie nicht Recht?

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        • bauerhans sagt

          die nazis hatten diese ominöse „welle“ aufgebaut:
          unzufriedene,gering gebildete in eine uniform gesteckt und diese durften dann andere kommandieren,die dann auch aufsteigen wollten usw.
          das ganze von klein auf mit den 10 jährigen „pimpfen“.

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      • Ottmar Ilchmann sagt

        Das stimmt! Ich wollte nur darauf hinweisen, dass auch die landwirtschaftliche Seite nicht frei ist von der Verwendung solcher Mechanismen. In der Sache weiter kommt so allerdings keiner, denn die angegriffene Gegenseite reagiert oftmals ganz ähnlich, die Fronten verhärten sich, und ein Dialog geschweigen denn eine Einigung sind nicht mehr möglich.

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          • Ottmar Ilchmann sagt

            Eigentlich, indem man genau die von Willi oben aufgezählten Handlungsweisen unterlässt! So vermeidet man das Schüren von Feindbildern und drängt das Gegenüber nicht in eine Verteidigungsposition, und dann kann ein fairer Dialog gelingen.

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            • Ich seh das so sagt

              Och, Herr Ilchmann.
              Gab´s in der Sonntagsmesse zufällig die Lesung Matth. 5,38-42 (…. dann halte auch die andere Wange hin …) oder sind sie unverhofft dem Altruismus verfallen ?

              Damit würden sie aber unzählbare „Campaigner“ auf Dauer arbeitslos machen. Vor einer Wahl sowieso illusorisch und nach der Wahl sowieso wieder vergessen.
              Außerdem, was würden dann etwa die NGO´s mit dem vielen Geld machen, daß sie sich dadurch sparen – Kampagnen ohne Campaigner ? Wohl auch eher die Rubrik „Wunsch ans Christkind“ einzuordnen.

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            • Ottmar Ilchmann sagt

              Wer von vornherein den -Dialog als chancenlos bezeichnet, will ihn wahrscheinlich gar nicht! Einfach mal versuchen, verbal abzurüsten.

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            • Inga sagt

              Warum denkst du, Ottmar, dass die NGOs usw den Bauern ihre Feinde sind?
              Woher weißt du das?
              Die glauben das nur!
              Die brauchen das, um sich wichtig zu tun, deswegen verwenden sie die oben aufgeführten Thesen, Handlungsweisen gegen die Bauern.
              Die Bauern haben es nicht nötig, gegen die zu wettern (höchstens sich zu wehren) und schon gar nicht mit Verschwörungstheorien!

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            • Bist Du nicht mehr bei der AbL? Gerade die AbL bedient Feindbilder. Immer wieder- nahezu in JEDER Pressemitteilung. „Verbale Abrüstung?“ Gerne. Das hält die AbL aber nicht lange durch. 😉

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        • sonnenblume sagt

          So, und wer macht jetzt mal den ersten entscheidenden Schritt und sagt: Es ist genug!!! Bis hierher und nicht weiter!!! Ich habe bislang nirgendwo auch nur einen Ansatz gesehen. Selbst hier, wo wir doch sachlich diskutieren wollen, kommen diese Mechanismen vor. Man kann nur hoffen, dass das nicht ein Dauerzustand in unserer Gesellschaft wird. Dann gilt nur noch das Recht dessen, der laut genug seine Meinung sagt. Fakten spielen dann überhaupt keine Rolle mehr. Diese Entwicklung macht mir das Land nicht sympathischer. Das denke ich nicht erst seit gestern. In gewissen Bereichen habe ich schon lange Probleme mit der deutschen Mentalität und ich glaube auch, dass diese Mentalität diese Entwicklung eher zulässt.

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          • Lieschen Müller sagt

            Ich würde sagen, dass wir als Bevölkerung z.B. den Lobbyismus in Berlin untersagen sollten. Dann kann das Parlament wieder die gesetzgebende Kraft sein.

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            • Ich seh das so sagt

              Etwas blauäugig, oder ?
              Arbeitnehmervertreter, Gewerkschaften, Unternehmervertreter, Bauernvertreter, Ärztevertreter, Mieterschutzverbände, Autofahrer-Clubs, Bienenschützer, NGO´s, Interessenvertretern jeglicher Art und Couleur …. allen ihren Lobbyismus untersagen ?

              Es geht wohl eher darum, daß Parlamentarier eher davor geschützt sind Gesetze nicht auf Zuruf, wegen Online-Petitionen, durch (asoziale) Medienkampagnen wegen „In Verdacht stehen-Szenarien“ (aktuelles Beispiel siehe https://www.bauerwilli.com/die-bier-der-zeit/ wo schon Gesetze zur Abschaffung von nicht existenten Risiken angedacht werden) udgl. zustande kommen, sondern gerade durch den (wenn´s sein muß auch harten) Ausgleich von Interessen und (vor allem) von Fakten statt Fakes.

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            • Lieschen Müller sagt

              Und wie sollen die Fakten erschaffen werden? Das klingt fast wie Tatsachen schaffen……
              Wo ist denn der Unterschied ihrer Meinung nach zwischen einem Experten/Auskenner und einem Lobbyisten? Was macht denn der Auskenner, wenn er erkennt, dass er bisher falsch gehandelt hat? Es gibt so ein Beispiel bei einer ehemaligen Heilpraktikerin, die jetzt versucht, die Anerkennung der Heilpraktikmethoden zu stoppen.

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          • Stadtmensch sagt

            Was heißt denn: „Es ist genug!“
            Soll der Diskurs über zukunftsfähige Produktionsweise in der Landwirtschaft beendet werden? Nach dem Motto – Basta ihr habt keine Ahnung? Die deutsche Mentalität ist eben so, dass man sich ausgiebigst mit sich selbst beschäftigt. Es gibt auf der Welt nur wenige Länder, deren Bewohner sich derart tiefgründig und leidenschaftlich mit sich selbst und mit Moral und Geschichte, also geisteswissensschaftlich beschäftigen. Hats etwa geschadet? Soll Schluss sein mit „Gedöns“? Die geistfeindliche Haltung nagt seit Bologna überall, wo der „klare wirtschaftliche Hausverstand“ um sich greift. Fragt mal den ollen Kempen Konrad Paul Liessmann!
            Es ist natürlich ungerecht, diese ganze Landwirtschaftsdebatte auf dem Rücken der Bauern auszutragen.

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            • Ich seh das so sagt

              Ich gestehe unumwunden, daß mich gerade der letzte Satz doch freut. Zumal aus ihrer Feder (altmodischer Ausdruck für PC).

              Ich glaube mich recht zu erinnern, daß beides vor x Monaten noch nicht so war – weder ihr Satz noch meine Freude.

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            • Sonnenblume sagt

              @Stadtmensch Dieses genug bezieht sich auf die Form der Diskussion. Sie ist mittlerweile doch ziemlich heftig geworden und der Sache nicht mehr dienlich. Wenn die Interessengruppen nur noch mit Parolen arbeiten und man das Gefühl hat, keiner Aussage mehr trauen zu können, wie soll man so Probleme lösen? Jeder unterstellt dem Anderen doch „Lobbyarbeit“ in irgendeiner Form. Wie soll man mit so einer Situation umgehen? Ohne konstruktive Gespräche werden die Probleme nicht gelöst!

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    • Paulus sagt

      Hallo Herr Ilchmann, nachdem ich Willis Anleitung zweimal aufmerksam gelesen habe finde ich keinen Hinweis darauf, dass er landwirtschaftliche Gruppierungen/Verbände explizit ausgeschlossen hat. Auch wenn man den Tenor anders verstehen möchte, soviel Sachlichkeit sollte schon sein.
      Und jetzt mal ehrlich – sooo ganz „Ohne“ ist die AbL ja nun auch nicht. Ihren Ausführungen weiter unten stimme ich zu.

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      • Ottmar Ilchmann sagt

        Da haben Sie recht, Paulus, ich wollte nur Fehlinterpretationen bei manchen Lesern hier entgegenwirken. Jeder muss erkennen, inwieweit die eigene Gruppe sich auch solcher Methoden bedient, wie Willi sie beschreibt. Das trifft sicherlich auch auf die AbL zu.

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      • Bauer Willi sagt

        Danke Paulus, die „Handlungsanweisungen“ passen in sehr vielen Bereichen. Und ich nehme mich explizit da auch nicht aus und nutze solche „Methoden“. Und wer mit sich selbst ganz ehrlich ist wird feststellen, das er es auch selber tut.
        Bauer Willi

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