Mit Tee krank statt schlank
Ein Gastbeitrag von Ludger Wess Pflanzenschutzmittel stehen häufig im Fokus öffentlicher Kritik. Weniger beachtet wird, dass auch natürliche Inhaltsstoffe in Tees und Nahrungsergänzungsmitteln wirksam sind und gesundheitliche Risiken bergen können. In regelmäßigen Abständen wird in den Medien die Angst vor Pflanzenschutzmitteln geschürt. Überall seien Rückstände nachweisbar und vor allem werde übersehen, dass auf Obst und Gemüse «nicht nur ein Pestizid haftet, sondern viele – und diese Mischungseffekte kaum bewertet werden». Nun bedeutet Nachweisbarkeit gar nichts, denn nachweisbar ist heute dank moderner Analytik die sprichwörtliche Erbse in einem Güterzug mit Bohnen, der halb um den Äquator reicht. Entscheidend ist wie immer die Dosis. Ein Fliegenpilz im Pilzragout ist nicht schlimm, aber acht machen sich bemerkbar. Das führt uns zum Thema der Grenzwerte, und da deren Einhaltung regelmässig überwacht wird, gibt es darüber Statistiken. 2024 analysierte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 16’423 Lebensmittelproben auf das Vorhandensein von Pflanzenschutzmittelrückständen. Rund die Hälfte dieser Proben wies überhaupt keine quantifizierbaren Rückstände auf. Im Vergleich zu 2023 entspricht dies einem deutlichen positiven Trend: Der Anteil der Proben ohne messbare Pestizidrückstände stieg um rund …









