Bauer Willi
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Chinas Landwirtschaft: kein schlafender Riese mehr

Seit 1975 hat Chinas Landwirtschaft einen tiefgreifenden Wandel durchgemacht, der von bahnbrechenden Reformen, massivem Bevölkerungswachstum und dem Streben nach Ernährungssicherheit in einer sich wandelnden Welt geprägt war. Die Entwicklung spiegelt den rasanten Aufstieg des Landes von einer vorwiegend ländlichen Gesellschaft zu einer globalen Wirtschaftsmacht wider.

  • Die Ära der Reformen

Die Wende in der chinesischen Landwirtschaft begann mit den umfassenden Agrarreformen, die Ende der 1970er Jahre eingeleitet wurden. Das sogenannte „Haushaltsverantwortungssystem“ ersetzte die ineffizienten Volkskommunen. Dies ermöglichte es den Bauern, Land zu pachten, ihre Produktion autonom zu gestalten und Überschüsse auf dem freien Markt zu verkaufen, nachdem staatliche Quoten erfüllt waren.

  • Produktionsboom: Diese Liberalisierung führte zu einem Rekordwachstum bei der Getreide- und Fleischproduktion und half, die chronischen Nahrungsmittelengpässe der Vergangenheit zu überwinden.
  • Armutsbekämpfung: Millionen von Menschen, insbesondere in ländlichen Gebieten, konnten der extremen Armut entkommen, und die allgemeine Ernährungslage im Land verbesserte sich drastisch. Die rasante Steigerung der Einkommen finden Sie hier: https://www.ceicdata.com/de/indicator/china/monthly-earnings
  • Beschäftigungsstruktur: Begleitet wurden diese Reformen von einem massiven Rückgang des Anteils der in der Landwirtschaft tätigen Personen an der Gesamterwerbstätigkeit. In den 1970er Jahren waren noch über 70 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt; bis 2023 sank dieser Anteil auf nur noch rund 22,3 %. Im Jahr 2024 lag der Wert bei etwa 22,2 %. Dies spiegelt die massive Urbanisierung und die Entwicklung hin zu Industrie- und Dienstleistungssektoren wider.

 

  • Bevölkerungswachstum und die Ein-Kind-Politik

Parallel zu den Agrarreformen stieg Chinas Bevölkerung erheblich an. Von rund 900 Millionen Mitte der 1970er Jahre wuchs sie bis zum Höhepunkt auf über 1,4 Milliarden Einwohner. Die 1979 eingeführte Ein-Kind-Politik hatte das Ziel, dieses Wachstum zu bremsen und die Angst vor unzureichender Versorgung zu mindern. Diese Politik wurde 2020 abgeschafft. Trotz dieser Politik musste die Landwirtschaft eine ständig wachsende Bevölkerung ernähren. In jüngster Zeit, insbesondere seit 2022, schrumpft die Bevölkerung erstmals seit Jahrzehnten wieder.

  • Der sinkende Selbstversorgungsgrad

Trotz des enormen Produktionswachstums und der weltweiten Spitzenposition bei vielen Agrarprodukten (Weizen, Reis, Obst, Gemüse, Fleisch) ist Chinas Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln gesunken.

  • Veränderte Ernährungsgewohnheiten: Der gestiegene Wohlstand und die Entstehung einer breiten Mittelklasse führten zu veränderten Konsumgewohnheiten, insbesondere zu einem stark gestiegenen Fleischkonsum.
  • Importabhängigkeit: Um die Nachfrage zu decken, ist China zunehmend auf Importe angewiesen. Der Selbstversorgungsgrad sank von über 90 % im Jahr 2000 auf nur noch rund 65 % heute. https://www.gtai.de/de/trade/china/branchen/chinas-einfuhr-von-lebensmitteln-erreicht-abermaligen-rekord-949626
  • Sojabohnenimporte: Besonders gravierend ist die Abhängigkeit bei Sojabohnen, von denen fast 80 % importiert werden müssen, hauptsächlich als Futtermittel für die wachsende Viehwirtschaft. Bezogen wird Soja vor allem aus Nord- und Südamerika, allen voran Brasilien und USA

 

  • Herausforderungen und Zukunftsausblick

Heute steht die chinesische Landwirtschaft vor neuen Herausforderungen. Die begrenzte ackerbaulich nutzbare Fläche (nur ca. 15 % der Landesfläche), Wasserknappheit, Umweltverschmutzung durch übermäßigen Düngemitteleinsatz und der Mangel an Arbeitskräften in ländlichen Gebieten erfordern innovative Lösungen. China investiert massiv in moderne Technologien wie KI, Drohnen und vertikale Landwirtschaft, um die Effizienz zu steigern und die Ernährungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Die Regierung hat die Ernährungssicherung zu einer nationalen Priorität erklärt. 

Auch bei der Landtechnik holt China mit großen Schritten auf. https://www.eilbote-online.com/artikel/maerkte-chinas-landtechnik-ist-auf-dem-sprung-44596

Auf der Agritechnica war ein E-Traktor aus chinesischer Produktion mit einer Spitzenleistung von ca 120 PS und einem Preis von unter 100.000 € zu sehen.

Die Größe der Betriebe schwankt erheblich, von unter 1 ha bis über 30.000 ha ist alles vertreten.

Kurz zusammengefasst

  • Die Bevölkerung schrumpft und wird älter
  • Der Wohlstand steigt, damit auch der Fleischkonsum
  • Der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmittel sinkt
  • Immer weniger Menschen arbeiten in der Landwirtschaft
  • Die Modernisierung der Landwirtschaft macht große Fortschritte

Daraus mag jetzt jeder seine Rückschlüsse ziehen….

 

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46 Kommentare

  1. Altbauer sagt

    Erstaunlich finde ich, wie wenige Bilder man aus China bekommt. Es zeigt sich die Feigheit unserer Journalisten. Wobei man Agrarjournalisten nicht als solche bezeichnen kann, wenn man diese Berufsbezeichnung überhaupt erstmal nicht abwertend betrachten will… Grundsätzlich siedle ich Journalisten in der Ranglisten der schändlichsten Berufe unter etwas über Zuhälter und Drogendealer an. Besonders nach dem Fake Newsskandal im Heute Journal, wo man Tramp bashing mit Hilfe von Fake Ki betreibt. Tiefer geht es nicht mit Dunja Halligalli im ZDF.

    Die Links hier, soweit die sich öffnen lassen, helfen auch nicht wirklich weiter. Kann mal einer ein Güllefass aus China im Einsatz zeigen? Oder werden die Schweinehochhäuser oben auf dem Berg gebaut und man lässt die Schei.. einfach in den Fluss laufen?

    Ich bleibe lieber im Land, denn wir haben mit Niedersachsen auch einen „Riesen“ was Innovationen und Firmen angeht. Gerade wieder einen Übernahme eines Geflügel-Riesen durch einen Riesen aus dem Ausland. Warum spricht man nicht über das Tagtägliche vor Ort.

    Wir müssen hier sachlich analytisch diskutieren und für Junge Menschen eine Orientierung bieten. China hilft da nicht weiter.

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    • Kemetbauer sagt

      @A
      „Wir müssen hier sachlich analytisch diskutieren“ und Journalisten pauschal diskriminieren, wie soll das zusammenpassen?
      Was geht es uns an, wenn chinesische Schweinebauern nicht unseren Standard bezüglich Gülleverwertung haben? Gar nichts! Oder muss am deutschen landwirtschaftlichen Wesen, die Welt genesen? Wir sollten uns freuen, dass wir immer noch ldw. Erzeugnisse exportieren können.

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      • Altbauer sagt

        @Kometbauer

        Ja richtig, man sollte nicht pauschalisieren bei Berufsgruppen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

        Bei Agrarjournalisten trifft die negative Bewertung zwar zu 100% zu – Dr. Franz Josef Budde ist schon ewig in Rente, deshalb 100% der Aktiven.

        NIUS, Tichy, Achse des Guten, Welt, Cicero, Fair Talk, Ungeskriptet …
        kann ich mir noch anhören. Alles andere nur mit Vorsicht in sehr geringen Dosen.

        Natürlich sollen und werden die Chinesen nicht an uns genesen, weil wir ja krank sind und kranke wählen.

        Ich sage nur, eine Investition in die Tierhaltung kostet heute über eine Million. Da ist es gut zu wissen wie die Branche so tickt. Wenn ein Milliardär einen deutschen Geflügelkonzern kauft, könnte das Optimismus hinter stecken oder Marktbereinigung. Tönnies kauft gern um diese Buden zu schließen.
        Es würde mich auch interessieren ob das stimmt, dass in Niedersachsen 200 Hähnchenställe (a29900) geplant und gebaut werden?

        Also, schön wäre es die Lage hier zu analysieren. 

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        • schmeckt gut sagt

          Naja, die Genannten liegen auch oft daneben. Es hilft, in allen Bereichen einfach immer kritisch zu hinterfragen und eigene Hintergrundinfo zu sammeln. Die Gefahr besteht immer und überall, auch in einer „Blase“ zu landen.

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          • Altbauer sagt

            Die genannten sind alle samt keine Kriegstreiber und kosten nicht 10 Mrd..
            Frieden finde ich nicht unwichtig.

            Merz will Krieg und hat genau dort Unterstützer

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Ich sage nur, eine Investition in die Tierhaltung kostet heute über eine Million.“

          Ja genau, ein Auto kostet ja auch 100.000,-€…..🥳

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          • Altbauer sagt

            Heute wieder der böse Seevers, von den beiden.

            Können sie einen Hähnchenstall unter eine Mio. Bauen?

            Mann Mann Mann …

            • Seevers Reinhard sagt

              Ihre Aussage war, wie so oft, simplifiziert und verallgemeinernd. Wenn ich einen Mutter -Kuhstall für 400.000€ baue, dann ist diese Investition in die Tierhaltung unter 1Million.
              Wer sich undeutlich äußert muss, sich nicht über Gegenwind beschweren, und schon lange nicht pissig werden.

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        • Kemetbauer sagt

          @A
          Eine Analyse setzt die Kenntnis von Fakten voraus. Wo findet man die heute in den Medien noch zuverlässig? Der Tipp lautet, vielseitig informieren. Wer will das denn von der Zeit her noch leisten? Also beschränkt man sich auf den Bereich, in dem man kompetent ist. Der Rest ist dann nur noch Meinung.

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  2. Rolf Sieling sagt

    Als Europäer sollten wir uns eigentlich klar machen, das ohne unsere Innovationen kein China, kein Russland und auch keine USA zu der aktuellen Wirtschaftsstärke gekommen wären. Es findet jetzt noch ein Ausverkauf von Firmen statt, wohlgemerkt freiwillig, die Börsenwerte steigen mit der Verlagerung von Produktion ins Ausland. Was hat China denn erfunden, außer billig Plastik? Profitiert wird von billiger Arbeitskraft und billiger Energie. Auf die lukrativen Märkte in der EU und USA ist China besonders angewiesen, also Kopf hoch. China benötigt für die Entwicklung des riesigen Landes auch eigentlich 10% Wirtschaftswachstum, gerade zweistellig war der Grund für viele Investments. Viele Länder, in denen China Rohstoffe sucht oder militärisch Präsenz zeigt, fühlen sich zunehmend ausgebeutet. Am Ende kommt aber nur wenig bei der einheimischen Bevölkerung an. In Deutschland verschiebt sich das Geschäft auch nur von der Produktion zur Logistik und zum Handel. Michael Horsch hat vor Kurzem einen interessanten Vortrag in der Schweiz gehalten, der gerade der europäischen Landwirtschaft Mut macht.

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    • Christian Bothe sagt

      RS:“…ohne unsere Innovationen kein China, kein Russland und auch keine USA zu der Wirtschaftsstärke gekommen wäre…“Na ja, eine ziemlich arrogante Analyse…Schauen Sie sich mal an wer so die meisten Nobelpreise erhalten hat…

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    • Thorens sagt

      „Was hat China denn erfunden…?“
      Naja – z.B. im Vergleich zu vielen anderen, die das Pulver nicht erfunden haben, haben das die Chinesen, wie auch das Porzellan, nur um diese beiden zu nennen. Und wie dumm ist ein Staat bzw. dessen Verantwortliche, wenn die es zulassen, dass inländisch entwickelte und auch hergestellte Schlüsseltechnologie nach China verhökert werden kann?

      Den angesprochenen Vortrag von Michael Horsch, den ich vor rund 40 Jahren kennenlernen durfte, habe ich im Netz gefunden und halte ihn für sehenswert. Daher hier der Link:
      https://www.youtube.com/watch?v=F4u6CppKdPE

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  3. Frikadellen piet 47 sagt

    moin den Landwirten in Deutschland muss die Produktion erleichtert werden. anders können wir gegen solche Großmächte nicht ankommen. das wichtigste wäre, dass die Politik den Landwirten endlich mehr Freiraum gibt. die ganzen Verordnungen, die überhaupt keinen Sinn machen und uns das Leben nur schwer machen sollten abgeschafft werden. die Bürokratie muss wesentlich erleichtert werden! schönen Tag

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  4. Thomas Bröcker sagt

    China strebt weitgehende Selbstversorgung an, was ihnen aber zunehmend nicht gelingt … auch weil mehr Wohlstand die Ernährungsgewohnheiten dauerhaft verändert.
    Auch im Energiesektor ist China verwundbar, weil es sich nicht selbst versorgen kann. China ist zu 90 % Abnehmer des Iranischen Öls und auch großer Teile der russischen Gas- und Ölindustrie. Das passt den USA genauso wenig wie die über die Schröder Ära entstandene „Gefahr“ der Zusammenarbeit der (damals noch) technologisch (mit) führenden Westeuropäer und des Energie- und Rohstoffriesen Russland. „Es darf nicht passieren, dass sich deutsche Ingenieurskunst mit russischem Rohstoffreichtum verbindet“ war das Credo der amerikanischen Außenpolitik seit dem Zerfall des Sozialistischen Systems. Mit dem Abnutzungskrieg zwischen NATO und Russland auf dem Boden der Ukraine ist das weitgehend so gekommen wie geplant. soweit ich das richtig verstanden habe, haben fast zwei Drittel der über 250 Kriege, in die die USA seit ihrer Existenz verwickelt waren, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1990 stattgefunden.
    Der nächste Schritt dürfte die Kulmination der Destabilisierung des nahen und und mittleren Ostens sein. Ein (in nächster Zeit stattfindender!) Angriff auf den Iran dürfte vorrangig der Störung der Energieversorgung Chinas dienen. Das dürfte dann in den nächsten Stellvertreterkrieg USA gegen Russland und China auf Iranischem Territorium führen. Da die „Neue Seidenstraße“ gerade bis nach Teheran in Betrieb genommen ist und die Absichten sie weiter bis nach Westeuropa zu entwickeln Gestalt annehmen, wird wiederum die westeuropäische Wirtschaft mit Leidtragender sein. Den Ami´s ist der Westen völlig egal, der hat in der Ukraine seine Schuldigkeit getan, was seinen wirtschaftlichen Niedergang eingeläutet hat. (Danke dafür an die Transatlantiker).
    Nichts ist für den Frieden gefährlicher als ein hochgerüsteter Hegemon mit seinem „Kampfstern“ im nahen Osten. Man kann nur beten und hoffen, dass die Vernunft siegt, denn letztlich wird es bei dem Globalkonflikt, an dem jetzt gezündelt wird, am Ende keine Sieger geben.

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      • evonik sagt

        Dazu brauchte ich kein Buch, da bin vor Jahrzehnten selber drauf gekommen. Seit 2. Weltkrieg sind wir ein besetztes Land und die Generation 60+ musste tun was den Besetzern gefiel.
        Um die Wiedervereinigung zu bekommen, hat der Kohl der Besetzung bis 2099 zugestimmt.
        Sagen die uns halt nicht, um ihr Image nicht zu gefährden. Deshalb (1er der Gründe) müssen sie ,mit allen Methoden, versuchen die AfD von der Macht fern zu halten

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    • evonik sagt

      Wenn Amis dauerhaft gut leben wollen bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu versuchen möglichst große Teile der Welt zu beherrschen. Wir leben in Zeiten der Globalisierung und da muß man gucken wo man dauerhaft bleibt.

      Ein Problem der Europäer sind die sozialistischen Tendenzen. die große Teile Europas beherrsch(t)en. Sozialismus macht träge und dumm. Ich sehe auch den Faschismus als Folgekultur des Sozialismus. Nach den ersten Weltkrieg war die SPD an der Macht, dann ging es eine Zeitlang hin und her und dann kamen die Nazis an die Macht.
      Dem heute grün gefärbten Faschismus haben nach dem 2. Weltkrieg Holger Börner und Gerhard Schröder wieder zur Macht verholfen.

      Wenn man momentan die Olympiade verfolgt, dann kann man wieder Eines feststellen:

      Wir haben nur noch sportliche Erfolge in Disziplinen bei denen man aufwändige technische Einrichtungen braucht. Die haben wir noch aus besseren Zeiten.
      In Disziplinen, wo es hauptsächlich auf körperliche Faktoren ankommt, geht nur noch ganz wenig.
      Nachdem aber Körper und Geist eng zusammen hängen , sind bei uns auch in geistigen Disziplinen (Politik) keine guten Leistungen zu erwarten.
      Man sieht doch schon an den Gesichtern unserer Athleten, dass wir ein massives Problem mit dem Essen haben.

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      • Reinhard Seevers sagt

        @ evonik „Wenn man momentan die Olympiade verfolgt, dann kann man wieder Eines feststellen:

        Wir haben nur noch sportliche Erfolge in Disziplinen bei denen man aufwändige technische Einrichtungen braucht. Die haben wir noch aus besseren Zeiten.
        In Disziplinen, wo es hauptsächlich auf körperliche Faktoren ankommt, geht nur noch ganz wenig.“

        Schon wieder diese unterkomplexe Denke….schau dir den Medaillenspiegel an , dann wirst du eine Korrelation zur Lage auf dem Globus und zum Wohlstand ziehen können, aber niemals eine zur Ernährung….wie blöd ist das eigentlich.
        Trinidad Tobago hat wenig Chance auf eine Medaille, Norwegen ist von der Lage her und vom Wohlstand prädestiniert. Ist halt ein Sport für reiche Wohlstandsstaaten mit ganz viel Zeit. Hat aber NULL mit Ernährung zu tun.

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        • evonik sagt

          Wahrscheinlich neigt auch der Seevers dazu (wie die Meisten) sich die Welt so zusammen zu phantasieren wie sie ihm gefällt.

          Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen.

          Die Beobachtung kann ja nicht nur momentan machen, sondern schon über Jahre. Selbst im deutschen Nationalsport Fußball fallen wir zurück.

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        • evonik sagt

          Hat aber NULL mit Ernährung zu tun.

          Auf die Landwirtschaft würde das, grob ausgedrückt, bedeuten.

          Egal was man in die Viecher reinstopft, die Mastergebnisse, die Milchleistung, die Gesundheit,…….der Tiere stimmen immer.
          Das Thema „Gesundes Essen“ ist momentan in D in schlechten Händen.

          Jetzt muss ich weg, hab am WE einen musikalischen Termin.

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      • Christian Bothe sagt

        Evonik; nur mal so zum Sport als Info! Grundlagen und technisches Know how beim Rennrodeln und dem Bobsport wurden in der DDR geschaffen ( habe selbst als Jugendlicher Rennrodeln aktiv trainiert).

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  5. Thomas Rath sagt

    „In einem Vorort von Ezhou in der zentralchinesischen Provinz Hubei hat das Unternehmen Zhongxin Kaiwei vor zwei Jahren die «grösste frei stehende Schweinefarm» in Betrieb genommen, wie es auf der Website der Firma heisst. In zwei Hochhäusern mit jeweils 26 Stockwerken kann Zhongxin Kaiwei jedes Jahr 1,2 Millionen Schweine heranzüchten.“
    Vorstehend ein Zitat vom 31.1.2026 aus der NZZ. Da diese Schweine sicherlich nicht in den Export gehen, können unsere Tierschützer sich beruhigt zurücklehnen und sich den wichtigeren Dingen in Deutschland widmen.

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  6. Christian Bothe sagt

    China und seine wirtschaftliche Entwicklung bewundere ich! Schon vor 5000 Jahren war es eine Hochkultur, und in der Neuzeit stellte Den Xiaoping die Weichen für die jetzige Stärke des Landes zur Weltmacht! Das alles unter den Bedingungen einer sozialistischen Demokratie mit allen Vor-und Nachteilen…Auch bürgerliche Demokratien wie die unsere haben letzteres zur Genüge wie wir aktuell sehen. Insbesondere der Laissez-faire Leitungsstil des BK und seiner Regierung ( mit 2 Aussenministern…) zeigen wie wir wirtschaftlich und landwirtschaftlich ins Hintertreffen geraten sind( lese gerade, das China Waermepumpen Systeme aus der BRD übernehmen wird)! Viele hier im Umkreis sprechen von einer verbrauchten Demokratie hier und in Europa! Ungarn, Tschechei, Slowakei verfolgen einen anderen demokratischen Weg und England sowieso…Kurz vor Corona war ein Koll.von mir in China mit Abstecher nach Nordkorea…War von China begeistert, hatte allerdings vor Ort mit LW nichts zu tun.

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  7. Limes sagt

    China hat klug in landwirtschaftliche Zukunftstechnologie investiert. Ein Bsp ist der staaatliche Konzern ChemChina. 2017 haben sie für 43 Mrd $ das Agrargeschäft des Schweizer Unternehmens Syngenta übernommen . Im Portfolio von Syngenta findet sich alles was moderne Landwirtschaft auszeichnet, Pflanzenschutzmittel, Saatgut fü eine Vielzahl von Kulturen und unterschiedlichen Züchtungsmethoden, Gentecchnik, Pflanzenernährung sowie digitale Platformen. Durch diese breite Portfolio werden nicht nur Lösungen für den chinesischen Markt entwickelt sondern durh die weltweit Präsenz von Syngenta werden Gewinne erwirtschaftet und sicher noch wichtiger können Trends frühzeitig erkannt adaptiert und weiterentwickelt werden. Neben Syngenta gehört auch der Generika Produzent Adama zu ChemChina, jetzt Sinochem.

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  8. Rößle Rudolf sagt

    Ich hatte gestern ein Gespräch mit einem Programmierer mit eigener Firma
    Er sagt die Zeiten werden sehr hart
    In Bezug auf China sagt er, dass sie sich in viele Schlüsselpositionen der Welt einkaufen und der Wert eines Verkaufprodukts spiegelt sich im technischen Niveau im Preis wieder. Während bei uns noch auf Tradition gehofft wird

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    • Stadtmensch sagt

      „Er sagt die Zeiten werden sehr hart“

      Tja, hier macht die Generation 60+ Politik und alles ist verloren. Die Nazi Enkel kaprizieren sich auf einen „Zermürbungskrieg“ mit Russland und verschwenden das Wohlstandspolster, das wir uns im Verlauf der Exportweltmeisterei anfressen konnten. Wohlan, nur weiter so!

      Parallel sorgt die soziale Spaltung der Gesellschaft und die Perspektivlosigkeit von immer mehr Menschen für Frust und Polarisierung (siehe USA). Damit kommen wir nach Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg in einer totalen Problemsoße an.

      https://www.telepolis.de/article/Von-Konfuzius-bis-KI-Pekings-Soft-Power-Offensive-11180711.html. Auch nett: der Link auf die Show mit dem Roboter Ballett vom Frühlingsfest.

      Zitat aus dem Text: „Die US-Regierung warnt unterdessen vor chinesischer Einflussnahme in westlichen Staaten. Experten sind sich einig: Langfristig werden Soft-Power-Faktoren mehr Legitimität sichern als militärische Stärke.“

      Hören die sich eigentlich beim Reden zu? Man warnt vor Legitimität durch Soft-Power und will sein geliebtes „Überwachen und Strafen“ wieder haben.

      Zumindest meine Loyalität kann man so nicht gewinnen. Ich freu mich auf die Subsistenzwirtschaft hier in einem Failed State. Was für Zeiten! Wie kann man so bescheuert sein!

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      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Ich selbst (60+) ordne mich da nicht ein. Auf den Unternehmertagen in Münster z.B. habe ich im Gespräch mit den jüngeren Mitarbeitern der ausstellenden Firmen festgestellt das diese eine wesentlich realistischere Ansicht zu den politischen und wirtschaftlichen Zuständen im Land vertreten. Viele der Generation 60+ haben die volle Breitseite der Indoktrination abbekommen!

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        • Stadtmensch sagt

          Ja, sorry. Es ist wie immer eine Frage der Überzeugungen.

          Hier übrigens der korrekte Link auf den aktuellen Stand der voranschreitenden Silizium basierten Lebensform: https://www.youtube.com/watch?v=mUmlv814aJo

          Hoffentlich behandeln die uns demnächst wie niedliche Haustiere, wenn wir hier weiter versuchen, mit Spotify Millionen Drohnen zu bauen, statt unsere Infrastruktur (mentale und physische) zukunftsfest zu machen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Deutschland hätte die Chance gehabt Russland als Partner zu gewinnen, und mit ihm eine zukunftsträchtige Wirtschaft aufzubauen. Leider hat der „Westen“ es immer, dass diese Verbindung zustande kommt.
            Der Urkampf Kapitalismus/Demokratie versus Sozialismus ist der Ursprung allen Übels. Die Überlegenheit des Westens stößt nun an seine Grenzen. Der „Westen im Niedergang“ von Emanuel Todd oder „Der Niedergang des Westens und die Neuerfindung Europas“ von Hauke Ritz haben es ja bereits gut beschrieben. Wenn Politik intellektuell nicht in der Lage ist, die globalen Zusammenhänge zu verstehen und adäquat zu handeln, dann kommt dieses Ergebnis eben dabei raus.

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            • Christian Bothe sagt

              RS:Weicht zwar zum Thema LW etwas ab, aber die Aussage zu Russland sehe ich auch so! 1975 gab’s mal eine Konferenz in Helsinki, wo man u.a.Aussagen zur friedlichen Koexistenz unterschiedlicher Gesellschaftssysteme beschlossen hatte…Leider ist davon kaum noch etwas übrig geblieben in Europa und der Welt! Nichtsdestotrotz sollte man versuchen Konflikte diplomatisch zu lösen und nicht mittels Krieg wie so oft schon in der Geschichte! Mich jedenfalls schaudert es wie unser Land in eine ungewisse Zukunft manövriert wird…

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        • zmp_nachfahre sagt

          …Indoktrination – in der Tat!
          Eigentlich haben die 60+ ja das Wohlstandspolster aufgebaut, und nun lassen sie es sich (und ihren Kindern, falls vorhanden) aus lauter Blödigkeit zerstören.
          Es schockiert mich z.B. immer wieder, mit welcher Gleichgültigkeit offensichtliche Lügen und innere Widersprüche akzeptiert werden. Wie viele Bürger glauben noch, der ÖRR sei neutral, ausgewogen und objektiv?

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          • Altbauer sagt

            @ZMP Nachfahre

            „…Indoktrination – in der Tat!
            Eigentlich haben die 60+ ja das Wohlstandspolster aufgebaut, und nun lassen sie es sich (und ihren Kindern, falls vorhanden) aus lauter Blödigkeit zerstören.
            Es schockiert mich z.B. immer wieder, mit welcher Gleichgültigkeit offensichtliche Lügen und innere Widersprüche akzeptiert werden. Wie viele Bürger glauben noch, der ÖRR sei neutral, ausgewogen und objektiv?“

            In der CDU ist das nicht ganz so. Merz hat sich ohne Intelligenz ein Vermögen aufgebaut, indem er seine politischen Kontakte verkauft hat vermutlich. Soweit richtig.
            Die Junge Union wollte aber mit dem Rentenpaket, oder dessen Ablehnung, nachhaltig wirtschaften.

            Insofern trifft Ihre Bewertung der Jungen zu, was FDP,SPD,Grüne und Linke angeht, bei AfD und CDU sollten wir die Hoffnung noch nicht aufgeben. Bei den Jungen gibt es auch keine Brandmauern.

            

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