„Broder“ – Ein landwirtschaftlicher Aufklärungsroman?!
Eine Buchbesprechung von Arnold Krämer Die norddeutsche Erfolgsautorin Dörte Hansen (Debüt 2015 mit „Altes Land“) hat kürzlich einen Roman veröffentlicht, dessen Inhalt vermutlich manchen Leser überraschen wird. https://www.penguin.de/buecher/doerte-hansen-broder/buch/9783328604556?utm_campaign=OM_PRHVG_Thema_PerformanceMax_affklick&utm_source=google&utm_medium=cpc&gad_source=1&gad_campaignid=20412371505&gclid=EAIaIQobChMIt-iGwfCplwMV0Y5oCR0MZRQgEAMYAiAAEgJjsvD_BwE#bewertungen-4595556 Es geht um Landwirtschaft, tierärztliches Arbeiten, Dorfleben, Menschen im norddeutschen ländlichen Raum, genauer an der Westküste Schleswig-Holsteins. Wer es in die Hand nimmt und zu lesen beginnt, dürfte wie ich meist schnell gefesselt sein vom Sprachstil der Autorin, von den Sprachbildern die sie nutzt, ohne den Leser zu überfordern. Im Gegenteil, hier ein Auszug: „Es gibt hier draußen nichts zu tun in dieser Zeit (im Januar). Die Ängste haben freie Bahn. Sie jagen über leere Koppeln, treiben sich auf nassen Äckern und in kahlen Knicks herum und bilden Banden. Seuchenängste, Wetterängste, Schuldenängste rotten sich zusammen, und dann stürmen sie die Höfe, spielen Fangen mit den winterkranken Bauern. Nicht wie Kinder, sondern wie die Katzen mit den Mäusen, und im besten Fall bleibt es bei Kratzern, die im März verheilen, wenn die durchweichten Böden endlich trocken sind und die Maschinen auf die Felder können“. Broder ist als weichender …









