Ich habe dieses Schild in französischer Sprache im Netz gefunden und fand es originell. Von einer KI habe ich es in die deutsche Sprache übersetzen lassen, wobei sie auch gleich die Gebäude in typisch deutsch (Fachwerk) umgewandelt hat. Ich habe es vor ein paar Tagen bei Facebook gepostet, weil mir klar war, dass es dort einige Freunde finden würde. Weil man seine Follower inzwischen ja schon etwas kennt, habe ich schon mit mehr als 10.000 Aufrufen gerechnet. Geworden sind es aber (bis heute) 2,6 Mio. Aufrufe, es wurde 1.593 mal kommentiert und 8.875 mal geteilt.
Nahezu alle Kommentare würden es begrüssen, wenn ein solches Schild käuflich zu erwerben wäre (ist es nicht, weil es ja „meine“ KI-Idee ist) und am Dorfeingang aufgestellt würde. Aber vielleicht findet sich ja jemand, der es in sein Portfolio aufnimmt…Meine Erlaubnis hat er (wobei eine Quellenangabe dann schon schön wäre)
Warum ich das thematisiere? Weil es mir klar macht, dass die Diskrepanz zwischen Stadt und Land hier sehr deutlich wird. Viele Menschen auf dem Land (und nicht nur Bauern) fühlen sich von der urbanen Bevölkerung nicht verstanden.
Ein wenig kann ich das nachvollziehen, weil unser Dorf im Laufe der Zeit durch Neubaugebiete stark gewachsen ist (Bauland ist preiswert und die Bahnverbindung nach Köln sehr gut). Die Menschen, die zugezogen sind, beschweren sich jetzt über Lärm, Staub und Gestank, den die Bauern verursachen. Bei der Fahrt über die Wirtschaftswege muss man viel Geduld und ein starkes Nervenkostüm mitbringen, weil unsere Mitbürger selten die Notwendigkeit sehen, für den Landbewirtschafter Platz zu machen.
Dem Unverständnis und Unwissen kann man aber begegnen. Wir haben unsere neuen Nachbarn für einen Nachmittag auf unseren Hof eingeladen. Es gab eigenen Apfelsaft, Streuselkuchen und die Möglichkeit, mit dem Trecker zu fahren. Seitdem kennt man sich und geht normal miteinander um.


Das Bild ist doch ein Hingucker, Willi!!
Es stimmt, dass Leute, die aufs Land ziehen, sich irgendwann über Lärm, Gestank oder Traktorgeräusche beschweren; solche haben wir auch in der Nachbarschaft. Ja, man sollte das Landleben schon mögen, bevor man sich entscheidet, aufs Land zu ziehen.
Was die Wirtschaftswege bei uns angeht, (und wir leben direkt daneben!!) werden diese hier nicht allein vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt, sondern ständig von irgendwelchen Leuten, die hier spazieren gehen wollen, aber erst die Wege mit dem Auto als Rennstrecke benutzen, Hundebesitzer wie mich samt Hunden fast umfahren, weil sie nicht schnell genug an uns vorbei kommen, und nicht beachten, wie viel Wild hier rumläuft oder mal die Rinder vom Bauern ausbüxen. Wir sind es so leid, dass ständig irgendwelche Autofahrer hier „rumgurken“ und auf die Natur keine Rücksicht nehmen. Die Gemeinde juckt das nicht… Wenn aber Bauer Fritz mit seinem Trecker vom Feld fährt und den Dreck aufm Weg liegen lässt, fangen die Zugezogenen an zu schimpfen, 😩 weil ja ihre Schuhe dreckig werden … und dann kommt doch tatsächlich jmd von der Gemeinde raus und guckt.
Uns wurde vor fast 30 Jahren, als wir hier hinzogen, erklärt, wir seien die Neuen und wir hätten uns anzupassen… Von den nach uns in unsere Nachbarschaft gezogenen Leuten kann ich das leider nicht behaupten 😏😚 Was soll‘s?!
👋