Monate: Februar 2017

Gentechnik und Bio-Landbau – warum nicht?

Wieder eine positive Meldung! Es bewegt sich was! Ein Interview mit dem Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), Urs Niggli, über die Frage, ob das Züchtungsverfahren CRISPR/CAS nun Gentechnik ist oder nicht. Herr Niggli ist damit bekannt geworden, dass er dieser neuen Technik positiv gegenüber steht und sich diese – unter bestimmten Bedingungen – auch im Bio-Landbau vorstellen kann. Was das besondere daran ist: Das Interview ist am 24. Februar 2017 im Greenpeace-Magazin erschienen. Die Fragestellungen von Greenpeace sind fair und ausgewogen, die Antworten von Herrn Niggli sehr pragmatisch. Aber lest selbst: https://www.greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/oeko-forscher-ich-bin-gegen-eine-generelle-verteufelung-der-neuen-Gentechnik Das Greenpeace in letzter Zeit mehr Offenheit gegenüber der Landwirtschaft zeigt, kann man auch in einem Beitrag aus top agrar erkennen, in dem sich Martin Hofstetter, Greenpeace Deutschland, äußert: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Hofstetter-Die-Landwirte-brauchen-neue-Wege-7765735.html Jetzt liegt es auch an den Landwirten und deren Interessenvertretung, den Weg des Dialoges weiterzugehen meint Euer Bauer Willi 0

Fleisch-Verbot!

Wussten Sie, das Karneval und Fleischverzicht eng miteinander zusammenhängen. Das Wort „Carneval“ leitet sich aus dem Lateinischen „Carne levare“ = „Fleisch wegnehmen“  oder nach anderer Deutung auch von „Carne Vale“ = „Fleisch, lebe wohl“ ab. So war der Aschermittwoch als erster Tag der Fastenzeit stets ein fleischfreier Tag. Auch die Begriffe „Fastnacht“, „Fasnet“ oder „Fastelovend“ (rheinisch) bezeichnen den Tag vor Beginn der Fastenzeit, ab der 40 Tage gefastet werden soll. Im französischen Sprachraum heißt dieser Tag „Mardi gras“, also „Fetter Dienstag„, weil hier noch einmal geschlemmt werden durfte. Unabhängig vom Karneval galt der Freitag viele Jahrhunderte in der katholischen Welt als fleischfreier Tag, an dem aber Fisch durchaus verzehrt werden durfte. Es bedarf also keiner politischen Partei, den „Veggie-Day“ neu zu erfinden. Seit Jahrhunderten war es jedem Menschen selbst überlassen, ob er sich an diese uralten Regelungen und Bräuche hielt. Euer Bauer Willi 0

Poesie – für Bauern und Bürger

Alex hat hier schon viele tolle Artikel geschrieben. In Uelzen habe ich sie endlich mal getroffen und wir haben – wieder einmal – über die Beziehung zwischen Bauern und Bürger gesprochen. Das hat sie zu folgendem Gedicht inspiriert. Kann man sich ins Büro hängen… Wenn Hänschenklein zum Bauern geht Er vor verschloss´nen Mauern steht Dann wird gedacht und spekuliert Was dahinter wohl passiert Der Bauer dessen ungewiss Schert sich nur um den eignen Mist   Ein anderer Bauer hat´s kapiert dass ohne Reden nichts passiert Er schildert unsrem Hänschenklein wie´s heute ist mit Bauersein Und ist das erst einmal kapiert davon der Bauer profitiert   Wenn jeder Bauer das so macht Dann ist ein großes Werk vollbracht Und nützt das Reden mal nicht viel Bleibt immer noch der Weg das Ziel So schütteln sich vielleicht am Ende Hans und Bauer doch die Hände   Und die Moral von der Geschicht‘ Nicht reden hilft dem Bauern nicht Eure Alex       0

Schluss mit der bäuerlichen Landwirtschaft!!

In der Süddeutschen Zeitung vom 22. Februar hat Herr Kirchinger (selbständiger Landwirt und akademischer Rat an der Uni Regensburg) einen Artikel verfasst, der mit dem Satz beginnt „Es gibt zu viele Landwirte in Bayern“. Und auch die Anmerkung, dass „eine nachhaltige Agrarpolitik muss das Leitbild der bäuerlichen Landwirtschaft aufgeben“ wird sicherlich bei vielen Widerspruch auslösen. http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-die-maer-vom-bauern-1.3390332 Im folgenden habe ich mal ein paar besonders „kernige“ Sätze herausgeschrieben: Je mehr Landwirte ums Überleben kämpfen, umso intensiver wird Landwirtschaft betrieben Die Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft löst keine ökologische Probleme sondern verschärft sie. Die Identität zwischen Arbeit, Familie und Eigentum ist aufgebrochen. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden größer, verlieren ihren bäuerlichen Charakter – und sie werden extensiver. …Der Zuchtfortschritt wird …nicht mehr in die Praxis umgesetzt. Eine nachhaltige Agrarpolitik muss … das Leitbild der bäuerlichen Landwirtschaft aufgeben. Sie muss alle Maßnahmen unterlassen, die den Strukturwandel bremsen. Diese Maßnahmen sind teuer, schaden den Landwirten und bringen keinen ökologischen Erfolg. Größere Strukturen sind…auch aus sozialen Gründen geboten. Die Subventionen, die ursprünglich die Existenz der Bauernfamilien sichern sollten, werden mittlerweile verwendet, um die Pacht …

Agrarlobby

Heute braucht ihr mal keine Kommentare schreiben sondern nur euer Kreuzchen machen. Nein, ist noch keine Bundestagswahl. In der Öffentlichkeit und den Medien wird immer wieder von der Agrarlobby gesprochen. Wir möchten nun von Euch wissen, wen ihr alles zu dieser Agrarlobby zählt. Mehrfachantworten sind möglich, aber bitte nur einmal abstimmen, auch wenn ihr mehrere Accounts habt. Und ihr könnt unten auch noch eigene Vorschläge machen. Also alles ganz basisdemokratisch… 🙂 Die Reihenfolge ist übrigens alphabetisch. Wir wollen ja niemanden beeinflussen.   [yop_poll id=“4″] 0

Leichen pflastern ihren Weg…

Für alle, die auch nach ihrem Tod noch was Gutes tun wollen, hier eine Anzeige, die ich im Zug auf dem dort ausliegenden Fahrplan des Intercity gefunden habe. Dabei dachte ich immer, die Bahn wäre ein sicheres Verkehrsmittel… Und ob es hilft, um in den Himmel zu kommen? Es hat noch niemand berichtet… fragt sich Euer Bauer Willi P.S.: Und falls ihr wirklich nicht wisst, wo ihr euer Vermögen für einen guten Zweck anlegen könnt: unsere Adresse und Kontonummer steht im Impressum 🙂 🙂 0

Schädliche Subventionen…

Das Umweltbundesamt hat eine Studie gemacht, welche umweltschädlichen Subventionen in Deutschland aus deutschen Steuergelder direkt gezahlt werden. (ohne EU) Auweia, dachte ich, da wird wohl die Landwirtschaft wieder schön eins drüberbekommen. Doch dann war ich verwundert. wer da alles „versorgt“ wird und wie wenig doch eigentlich die Bauern „abbekommen“. Im Bereich Energie  (21,6 Mrd) entfallen rund 6 Mrd. auf die Kostenfreie Zuteilung der CO2-Emissionsberechtigungen, 3,5 Mrd. auf die Privilegierung von Sondervertragskunden bei der Konzessionsabgabe für Strom und 2 Mrd. auf den Spitzenausgleich bei der Ökosteuer für das produzierende Gewerbe. Im Bereich Verkehr (24,1 Mrd.) werden je 7 Mrd. für die Energiesteuervergünstigung für Dieselkraftstoff  (gilt für alle Dieselfahrzeuge!), 5 Mrd. für die Entfernungspauschale, rund 7 Mrd. für die Energiesteuerbefreiung des Kerosin veranschlagt. Die Mehrwertsteuerbefreiung für Internationale Flüge beläuft sich auf rund 3,5 Mrd. Im Bau- und Wohnungswesen (5,9 Mrd.) ist der größte Posten die Eigenheimzulage mit rund 4,8 Mrd. Bausparförderung und Sozialer Wohnungsbau machen jeweils ca. 0,5 Mrd. aus. Der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei schlägt mit 0,53 Mrd. zu Buche. Davon sind 0,4 Mrd. die …