Bauer Willi
Kommentare 57

Agrarlobby

Heute braucht ihr mal keine Kommentare schreiben sondern nur euer Kreuzchen machen. Nein, ist noch keine Bundestagswahl.

In der Öffentlichkeit und den Medien wird immer wieder von der Agrarlobby gesprochen. Wir möchten nun von Euch wissen, wen ihr alles zu dieser Agrarlobby zählt. Mehrfachantworten sind möglich, aber bitte nur einmal abstimmen, auch wenn ihr mehrere Accounts habt. Und ihr könnt unten auch noch eigene Vorschläge machen. Also alles ganz basisdemokratisch… 🙂

Die Reihenfolge ist übrigens alphabetisch. Wir wollen ja niemanden beeinflussen.

 

Wer ist die Agrarlobby?
(Aufrufe 1.482 gesamt, 1 heute)

57 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Ich glaube ja, dass die Lobby-Arbeit von Big-Ag eben nicht den Bauern zu gute kommt. Wenn sowas unter der Flagge der Landwirtschaft segelt, ist das ne False Flag. Die alte und immer noch richtige Frage ist: Wem nützt es? Wem nützt die fortschreitende Konzentration von Produktion? Wer gewinnt beim Preiskampf der Discounter? Wer hat Interesse daran durch immer neue Vorschriften die Handlungsfreiheit von Landwirten, aber auch von kleinen Schlachtereien, Metzgern und anderen kleinen Handwerksbetrieben einzuschränken? Wer gewinnt, wenn mein Bäcker in einem Wohngebiet aufgibt, weil bei den nötigen Investitionen aufgrund immer neuer Vorschriften keinen Nachfolger findet und dafür aber in der Fußgängerzone ein Backshop nach dem anderen eröffnet?
    Jetzt werden viele sagen: Der Verbraucher gewinnt. Alles wird billiger und einfacher verfügbar. Ich bezweifele, dass der Verbraucher auf lange Sicht gewinnt. USA ist ja oft im Guten und im Schlechten Europa einen Schritt voraus. Dort spricht man in manchen Gegenden von Lebensmittelwüsten, wo man zwar unter 20 verschiedenen Maisflocken auswählen kann, aber für einen Apfel nur selten findet.
    Ich denke, Themen für eine landwirtschaftliche Lobbyarbeit gibt es ausreichend. Auch in Verbindung mit der Basis der Naturschutzverbände vor Ort. Diversität, Landschaftserhalt, Tierwohl… nicht nur auf dem Papier, sondern ganz praktisch vor Ort Leute mit einbinden. Würden sich die Ortsgruppen von Jägern, Bauern, Naturschützer und vllt. auch der ein oder andere Landrat zusammen setzten, könnten Wunder geschehen. Ich war ja sehr positiv überrascht, wie stark sich ein Landrat einbringen kann, wenn er begriffen hat, worum es geht.

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  2. Ich seh das so sagt

    Historisch betrachtet könnte man anscheinend sagen, die Agrarlobby ist immer jene Seite, die es immer falsch macht.

    Ein schönes Beispiel dazu:
    1964 beklagt DIE ZEIT, dass die „Agrarlobby“ sich (fast) einen kaum überbietbaren Schildbürgerstreich geleistet hätte. Dabei wäre es zur Streichung eines Zuschusses für die von einem Professor Priebe geleitete Forschungsstelle für bäuerliche Familienwirtschaft gekommen. Dessen Arbeiten seien aber von enorm großem Wert für die Bestrebungen, die deutsche Landwirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Die Forschungsstelle hat die Aufgabe, unsere Bauern und den Gesetzgeber über Möglichkeiten der Rationalisierung und Verbesserung der Agrarstruktur zu informieren. (http://www.zeit.de/1964/52/agrar-lobby)

    Man lese und staune also !
    Nun hat aber (Gott sei Dank) der Herr Professor also den Zuschuß letztlich doch bekommen, die Bauern haben (wunschgemäß) rationalisiert, ihre Agrarstrukturen verbessert, die Landwirtschaft ist wettbewerbsfähig geworden.

    Eigentlich genau das, was man der „Agrarlobby“ aber heute vorwirft, daß sie ständig so blöd war oder ist, das SIE das alles so haben wollte und will oder das forciert hat, was die Gesellschaft damals wollte.

    Man stelle sich vor, wer in 20-30 Jahre die blöde „Agrarlobby“ ist, wenn man das macht, was die „Allgemeinheit“ in all ihrer Gemeinheit heute von den Bauern fordert.

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  3. Der Brandenburgbauer sagt

    Meine Erfahrung zum heutigen Thema. Vor vielen Jahren stand die Existenz unserer Zuckerfabrik auf dem Spiel. Eine Mehrzahl von Landwirten, hat sich dagegen gewährt. Diese Veranstaltung fand auf dem Gelände dieser Fabrik statt. Es gab nur uns Landwirte. Als durch Zufall, ein hochrangiger Angestellter, des Unternehmens, unseren Protest zur Kenntnis nahm
    habe Ich Ihn gefragt, warum ist keiner der betroffenen Mitarbeiter hier , es geht auch um Eure Arbeitsplätze? Seine Antwort“ Wir haben eine sehr starke Lobby im Bundestag und in der EU“, die habt Ihr nicht. Mein Arbeitsplatz ist gesichert ,Deiner nicht.??????

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  4. Lobbyarbeit ist solange unproblematisch, als diese als solche erkennbar ist. Verlautbarungen des Bauernverbands, von Bayer LifeScience etc. kann man ohne Weiteres als interessengeleitet einordnen. Problematischer wird es bei Auftragsstudien, die als solche nicht erkennbar sind, z.B. zu Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln, zu Auswirkungen von Fleisch- und Milchkonsum auf die Gesundheit. Hier sind Studien ein billiges Beeinflussungsmittel, die Medien gern transportieren, insbesondere wenn die Ergebnisse den Leser/Hörer in seinem Verhalten bestätigen. Es reicht dann schon, dass eine Studie zumindest Zweifel sät und beim Leser/Hörer den Reflex auslöst zu denken und zu sagen: „Och, heute heißt es so, morgen so, ich bleibe bei meinem Lebensstil“. Das verbuchen dann viele unter „gesundem Menschenverstand“ (Stichwort Beharrungsvermögen), täuscht aber auch oft darüber hinweg, dass ebensdieser Lebensstil, der im Intersse der Fleischindustrie ist, in der Medizin tatsächlich anerkanntermaßen (auch so etwas gibt es) alle Faktoren eines ungesunden erfüllt.

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    • Andreas Schmid sagt

      Oh, alles was nicht mit den Tierrechten übereinstimmt ist falsche lobbyarbeit. Heute morgen erzählte mir eine Kundin, dass ihre Tochter trotzdem dass sie nur 1000 Kalorien und fast kein Fleisch gegessen hatte „fett“ geworden ist. Sie war bei vielen Ärzten bis einer festgestellt hat, dass sie zuwenig Fleisch und Kalorien gegessen hatte. Sie hat ihr bisher so überaus gesundes Essen umgestellt und siehe da sie bekam wieder eine normale Figur.

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      • Interessante Diagnose.

        So, ich möchte mich jetzt bei Bauer Willi ausklinken. Bringt mir nichts, geschweige denn Ihnen, außer Ablenkung. Hab im Gegensatz zu den meisten von Ihnen ja mit Landwirtschaft beruflich nichts zu tun, und auch Smalltalk-mäßig ist Landwirtschaft nach meinem Eindruck kein Thema (auch die Grünen werden mit dem Thema Landwirtschaft im anstehenden Wahlkampf nicht durchdringen, weil die Schulz-SPD sich auf den Feldern Arbeitsmarkt und Einkommensteuer – Senkung und Erhöhung, Linksschwenk – von der Union abheben wird).

        Von den Neujahrswünschen von Peter Fuchs, in denen AdT vorkam, hab ich mir schmunzelnd einen Screenshot gesichert. Viele Grüße 😉

        Wer einem überwiegend veganen Vegetarier aus einer rheinischen Großstadt – Helau! 😉 – etwas mitteilen möchte, kann das gerne tun. Ich tausche mich ja durchaus gerne aus.

        tieranwalt@gmx.net 🙂

        PS. Es würde mich jetzt wirklich (positiv) überraschen, wenn mir jemand schreibt 😉 .

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        • Ich seh das so sagt

          Schade dass sie das Gefühl haben, dass ihnen die Argumente von den Bauern hier nix bringen. Ich hatte den Eindruck, dass sie dem einen oder anderen Aspekt schon etwas abgewinnen konnten und sei es nur die Erkenntnis, dass (auch) die Agrarwirtschaft komplexer ist, als es die 2-Zeilen-fertige-Lösungen-Schreiber (zu denen ich sie nicht zähle) glauben. Ich glaube mich zu erinnern, dass sie sogar mal geschrieben haben, sie würden irgendeinen Aspekte (Detail ist mir nicht mehr erinnerlich) ihrer Vegan-Community auch gerne mal so nahebringen oder davon berichten. Zumindest also Annäherung.

          Im Gegensatz dazu denke ich, daß auch der eine oder andere hier ihre Posts durchaus mit Interesse verfolgt und sich zumindest Mühe gegeben hat, jene Anknüpfungspunkte herauszufiltern, die eine Entwicklung ermöglichen statt ein „Ab sofort macht ihr jetzt alles anders“.

          Nach dem Wahlkampf geht das Leben auch wieder weiter. Vielleicht hört man dann wieder mal von ihnen.
          Sie es aus Interesse, zu Ablenkung, aus Kurzweil ……..

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        • bauerhans sagt

          AdT,sie klinken sich aus,anderen würde ich dringend empfehlen,sich einzuklinken:
          kommunalpolitiker vor ort lassen sich sogar dazu hinreissen,die landwirtschaft mit informationen aus dem i-net zu beschuldigen,ohne vorher den direkten kontakt zu den beschuldigten suchen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ach AdT,

          habs schon mal geschrieben, es ist für manche nicht einfach, wenn Landwirte sich nicht mehr alles bieten lassen und dann noch mit fundierten Argumenten kommen.

          Im Tausendjährigem Reich hätte man dies als Fahnenflucht angesehen.

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  5. Friedrich sagt

    Scheint ja nicht so einfach zu sein , wer denn die Agrarlobby ist. Ich hatte die Bauernverbände angekreuzt , weil vom vor- und nachgelagerten Gewerbe uns Bauern ja fast keiner öffentlich unterstützt , sondern alle ducken sich weg. Das haben wir wir bei den Bauernregeln vom BMU erleben dürfen. Ohne uns Bauern würde es die Gewerbebetriebe überhaupt nicht geben. Das sollten die nicht vergessen ! Ich träume davon , daß wir Bauern irgendwann von Montag bis Mittwoch keine Geschäfte tätigen, nämlich keine Milch, kein Schwein , keine Maschine , keinen Dünger oder Pflanzenschutz kaufen oder verkaufen , einfach nur zu Hause bleiben und auch nicht zum Telefon greifen. Dann würde bei unserer „Just in Time“-Zeit alles zusamenbrechen. Erst dann würde unseren Mitbürgern bewußt , was es heißt ,wie wichtig die Ernährung ist. Aber das wird ein ewiger Traum bleiben. Ein Stromausfall wäre da schon wahrscheinlicher.

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  6. Paulus sagt

    Sorry, lieber Willi,
    die Nachgenannten meinte ich ausdrücklich nicht und kenne die meisten gar auch nicht. Irgendwas ist da wohl schief gelaufen 🙂
    wwf, greenpeace, provieh, dt tierschutzverbvand, vier pfoten, iva, bdp, bpt, btk, lwk, sgd usw., usw.
    Was soll ich damit anfangen?

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    • Andreas Müller sagt

      Bauer Willi schreibt ein neues Buch über die Strippenzieher der Landwirtschaft. Der Buchtitel heißt glaube ich: „Wir machen Euch erst satt, dann platt“

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    • Paulus sagt

      Ja, liebe Rebecca, die Frage habe ich mir auch gestellt und stelle sie mir auch jetzt noch. Als naturwissenschaftlich verbildeter Inschenör sage ich dir allerdings ganz geheimnisvoll: Viele kleine Schritte führen zum Erkenntnisgewinn. Insofern hat Willi zum Denken angeregt und das ist gut so! Was dabei herauskommt steht auf einem anderen Blatt.

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      • Alois Wohlfahrt sagt

        Ja, Paulus hat uns wieder mal durchschaut. In der Tat: Wir wollen zum Denken anregen… 😉

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  7. Paulus sagt

    Nach meiner Auffassung besteht ein Unterschied zwischen einer öffentlich wirksamen Lobby und den unzähligen Lobbyisten, welche Einzelinteressen vertreten und damit die Politik der EU sowie deren Mitgliedsstaaten bestimmen. OK, die Biofraktion nehme ich jetzt mal aus, da über alles erhaben. Aufgrund meiner Wahrnehmung als Verbraucher und oberflächigen Kenntnis fällt mir schlicht und ergreifend allein der Bauer aus dem näheren Umfeld, selbstredend mit Hofladen und so ein. Aber – was soll der denn noch alles stemmen? Aus Sicht der Erzeuger ist die Fragestellung i.O., für Verbraucher halte ich sie eher für etwas unglücklich formuliert.
    Insofern könnte ich überall mein Kreuzchen machen, was auch bestimmt zutreffend wäre.

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  8. Bernd Buss sagt

    Agrarlobbylisten sind die Organisationen die versuchen andern Menschen, egal welche, ihren Willen aufzuzwingen um Geschäfte dadurch auszubauen, um an der Landwirtschaft zu verdienen.
    Hierbei wird keine Rücksicht darauf genommen ob es den Landwirten dann besser geht.
    Um als Landwirt lobbyarbeit zu leisten würde es genügen wenn man es schafft das alle Bauern 20-30% weniger erzeugen.
    Für eine Entlastung, für mehr Tierwohl im Stall. Und das nicht durch Bauernsterben,sondern durch gemeinsames Handeln der Bauern.
    Weniger erzeugen, sich einig sein.
    Leider hat keiner ein Interesse für diesen Weg.
    Denn mit dem wie es jetzt ist lässt es sich viel besser leben, und die Geldquellen sprudeln.
    Leider nicht für Landwirte.

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    • Ich seh das so sagt

      Mein Fehler. Hab jetzt erst weiter unten den Kommentar gelesen, daß das von einem Poster nochmal eingefügt wurde.

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  9. Zenzi sagt

    Das scheinen ja alles nur Spassartikel hier auf dieser diskussionsfreudigen Seite zu sein .
    Weltweit beherrschen z.B. 5 Konzerne 2/3 des Saatgutmarktes: Monsanto 27%, DuPont 17%, Syngenta 9%, Group Limagrain 5%, LandO´Lakes 4%. Der Saatgutmarkt ist engstens mit den Chemiekonzernen für Spritzmittel und Düngemittel vernetzt. Diese haben z.T. „Joint- Ventures“ also Unternehmenskooperationen mit den Chemieriesen BASF, Bayer (-Crop Science), Dow Chemicals. (Düngemittel) Kleinere Unternehmen am Saatgutmarkt wie De Ruiter Seeds, Seminis, Volmary wurden von Monsanto aufgekauft oder halten eine Vetriebspartnerschaft. Futtermittel, Tierzucht, Düngemittel, Pestizide, Tierzucht sind mit absolut marktführenden Zahlen unter wenigen Unternehmen aufgeteilt und beherrschen die Herstellung von unserem Essen. Es ist weniger „die Politik“ sondern der Einfluss dieser martktführenden Konzerne auf die Politik.
    Das ganze kann manfrau auch noch auf die Fleischindustrie (Tierzucht) Futtermittel oder den Handel ausführen. Gerade im Handel sind es nur noch 4 Topkonzerne die den Markt unter sich, auch an der Börse, aufteilen. Wer meint, wir hätten Vielfalt in unseren Läden, der irrt. Es ist im wahrsten Sinn nur Etikettenschwindel.

    Solange aber Landwirte bei der nä. Tierschau nur mit Milchkühen mit Eutern bis zu den Fesseln liebäugeln, die dummerweise aber kein Rauhfutter mehr vertragen, dann „den Verbrauchern“ die Schuld zuweisen weil die alles Billigbillig wollen und somit „den Markt“ bestimmen, sind wir hier von einer echten Kommunikation noch weit entfernt, was aber für einen ehrlichen Austausch wichtig und gut wäre. Echt.

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    • Ich seh das so sagt

      So Zenzi, jetzt haben sie es uns Bauern aber mal richtig reingesagt !
      Sie scheinen das erste Mal auf der Seite zu sein und noch nicht bemerkt haben, daß es diese schon seit ca. 3 Jahren gibt.

      Dialog läuft aber nicht so, daß man 1x hier aufschlägt und ein „Hallo ihr Idioten, ich weiß alles – und auch alles besser“ herkotzt und sich wieder vertschüßt.
      Sie können sich ja die Themen der letzten 3 Jahre durchlesen und ihren Horizont erweitern und dann wiederkommen – wenn sie mehr als nur eine Aussage auf Lager haben.

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      • Bauer Willi sagt

        Da hat die Zenzi aber viel zu tun. Sind mittlerweile 859 Artikel mit rund 36.500 Kommentaren. Sind statistisch gesehen 1,17 Beiträge pro Tag.
        Wenn Zenzi für jeden Kommentar 2 Minuten zum Lesen benötigt, benötigt sie dafür 1216 Stunden oder etwas über 50 Tage.
        Bauer Willi

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        • Ich seh das so sagt

          Alte Bauernweisheit: „Arbeit adelt“
          Gilt für Handarbeit,
          und sicher auch für Kopfarbeit.

          Sie hätte ihre Zeit auf der Alm oder (sofern sie nicht die von der Alm ist) im Urlaub sinnvoll verwendet und dabei auch noch etwas gelernt.
          Was will man noch mehr.
          Echt !

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      • Zenzi sagt

        Na prima. Da ist er wieder dieser harscher Ton. Von den 859 Artikeln, kann ich also was den echten Austausch betrifft die meisten vergessen. Es liegt mir fern irgend jemand mal richtig „was reinzusagen“. Die Auswahl an Lobbyisten finde ich aber etwas willkürlich wenn es doch so klar ist, wer am Hebel sitzt. Ja, ich bin das erste mal auf der Seite. Und? Kann schon sein, dass ich meine Meinung hier öfter kund tun werde. Wenn der Ton aber so offenkundig beleidigend ist und euch sogar Idiotie unterstellt wird, wird das mit einem Austausch wohl nix werden. War ein Versuch.
        Ich werde mich dann mal in die Beiträge reinarbeiten und etwa die Steilvorlage von „Lieber Verbraucher“ lesen. Auch die strotzt nur so von Unterstellungen. „Den“ Verbraucher gibt es wohl ebensowenig wie „den“ Bauern. Ich verstehe es genauso wenig, das Erdbeeren im Januar von Verbrauchern gekauft werden. Beim Artikel „Welche Milch soll ich bloß kaufen“ erkenne ich so langsam das Problem: Willi will kein „BIO“ (Alles Importware. Soso) aber fair und regional. Sternenfair, die haben Glyphosat zumindest schon mal aus ihrer Betriebsstruktur verbannt. Da kann er ja schauen, ob ein Landwirt aus seinem Wohngebiet anliefert. Tja, das Thema „Glyphosat“ wäre auch mal wichtig mit euch zu diskutieren.

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        • Bauer Willi sagt

          Liebe Zenzi,
          würde mich freuen, wenn Du weiter mit diskutierst. Was den harschen Ton angeht, bist du aber auch kein Kostverächter, aber das nur am Rande. Zu den Themen Bio und Glyphosat wirst Du sicherlich fündig werden, denn darüber gibt es zahlreiche Artikel.

          Was mein Problem als Bauer ist: Auch wenn es, wie Du richtig sagst, DEN Verbraucher und DEN Bauer nicht gibt, so produziere ich das, was mir meine Mitbürger abkaufen (bzw. der Lebensmittelhandel). In Umfragen kauft der Verbraucher (ich benutze jetzt doch mal diesen Begriff weiter) gerne Bio, fair, saisonal und regional. An der Ladenkasse finden sich dann ganz überwiegend doch die billigen Produkte. So jedenfalls die Realität und die nackten Zahlen.

          Vielleicht liest Du auch mal die Artikel „Entschuldigung lieber Verbraucher“ oder auch „Lieber Verbraucher – was ich verstanden habe“ Oben rechts gibt es ein Suchfeld und da brauchst du nur „Verbraucher“ eingeben und du wirst fündig. Ich habe ja in den zwei Jahren auch dazugelernt. Aber es gibt halt auch Menschen, die sich keine teuren Lebensmittel leisten können, weil ihnen schlicht das Geld dazu fehlt. Sagen sie jedenfalls.

          Es ist nicht so, dass ich nicht auch BIO produzieren könnte. Es ist aber immer noch ein Nischenmarkt. Derzeit nehmen die Bio-Molkereien keine neuen Lieferanten mehr auf, weil der Markt fehlt. Bio-Fleisch hat einen Marktanteil von etwas mehr als 1 (ein) Prozent. Aber gegen Massentierhaltung sein!

          Ich mache bei nahezu allen Kulturen eine bodenschonende und humusbildende Mulchsaat (ohne Pflug), die zudem noch Diesel spart. Es gibt Jahre, in denen ich das ohne Glyphosat nicht machen kann. Auch dazu findest Du Artikel und auch Videos.

          Wir machen uns schon die Mühe, diese Themen fair und auf Augenhöhe zu diskutieren. Manchmal ist der Ton etwas schroff, aber vielleicht gewöhnst Du Dich dran.
          Bauer Willi

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        • Martin Gork sagt

          Monsanto und Glyphosat sind immer gern gesehen Schlagworte, um in die Diskussion um die Landwirtschaft einzusteigen,
          dann weis man wenigstens woher der Wind weht.
          Und das sachliche, fachliche Argumente warum was wie gemacht wird und welche Vorteile sich daraus ergeben können, von Dir nicht angenommen werden. Du kennst ja schon „alles“.

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        • bauerhans sagt

          „Tja, das Thema „Glyphosat“ wäre auch mal wichtig mit euch zu diskutieren.“

          wie sollen wir mit dir diskutieren,wo du doch keine erfahrungen mit glyphosat
          hast oder willst du uns dann anmaßend das um die ohren hauen,was du darüber gelesen hast!

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    • Stadtmensch sagt

      Wenn „man“ jetzt „manfrau“ heißen muss, was machen wir dann mit „jemand“?
      Jemensch hab ich ja auch schon lesen müssen. Könnt ihr nicht mal eine konsistente, geschlechterneutrale Sprache entwickeln? Falls nicht – können wir „man“ nicht einfach drin lassen als Erinnerung an das frühere Patriarchat (als kulturelles Erbe sozusagen?).
      So wie „alter Knacker“ oder „verhaspelt“ als Reminiszenz an allerbeste Handwerkskunst verstanden werden können? – Scherz –

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sind sie die Zenzi von der Alm?

      Dann sollten sie doch wissen, dass jedes Rind Raufutter bracht, ohne ausreichendes Raufutter in der Milchkuhfütterung würde der Pansen versauern, bis er die Arbeit letztendlich ganz einstellt. Die Folge wäre eine Unterversorgung der Kühe mit Nährstoffen, die Leistungsfähigkeit wäre nicht mehr gewährleistet.

      http://www.agrarnetz.com/thema/milchkuehe

      Das nicht zu wissen, ist nicht schlimm, etwas zu behaupten, was nicht stimmt, ist nicht besonders Klug, um dies mal vorsichtig auszudrücken.

      3+
    • Martin Gork sagt

      Liebe Zenzi,
      DuPont/Pioneer ist Marktführer beim gehandeltem Saatgut.
      Und was meinen Sie wie es in der Landtechnik aussieht? Da beherrschen weniger Unternehmen den Markt,
      Auf der Abnehmerseite wird es dann noch enger.

      In Deutschland hat der LEH und teilweise NGOs Einfluss was auf dem Teller landet, die Agrarindustrie weniger.

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  10. Josef sagt

    Hat es eine bestimmte Bedeutung, dass über die größten Schlachthöfe, Phil Hogan und die EU-Kommission in einen Topf geworfen werden ?

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    • Bauer Willi sagt

      Das hat jemand neu dazu geschrieben. So wie ein anderer noch mal die Saatgutunternehmen reingeschrieben hat. Wir löschen aber jetzt nichts.
      Bauer Willi

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    • kommt von mir. ich hatte nur eine möglichkeit zusätzliches zu nennen. und da konnte ich mich nicht entscheiden und hab beide rein genommen. Hogan = Kommission (das sollte ja keine mühe machen) und die fleischriesen lobbyieren ihrerseits bestimmt herum in brüssel, da kann man drauf wetten.

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  11. bauerhans sagt

    ich hatte mal um 1980 herum dem geschäftsführer des kreisverbandes(wlv) vorgeschlagen,den jährlichen mitgliedsbeitrag etwas zu erhöhen und dafür dann professionelle werbung für landwirtschaft machen zu lassen.
    der meinte,das wäre nicht durchsetzbar und ausserdem gäbs ja die cma(milch macht müde männer munter,fleisch ist ein stück lebenskraft)

    1+

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