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Bauern düngen jetzt nur noch die Hälfte

Dünger ist innerhalb weniger Wochen extrem teuer geworden. Mittlerweile ist dies auch ein Thema in den Medien. Am 18. März war es ein separates Thema im Morgenmagazin, aber auch andere Portale berichten darüber. https://www.zdfheute.de/video/zdf-morgenmagazin/diesel-landwirtschaft-kosten-100.html Einen Tag vorher hat mich das Portal EuroNews zum Thema befragt. Unter anderem wollte die Redakteurin wissen, was die Regierung nun wohl machen würde um die Situation für die Landwirte zu entspannen. Ich fand die Frage „interessant“. https://de.euronews.com/2026/03/20/landwirte-dungemittel-russland Wie sollen und können Bauern jetzt reagieren? Mein Vorschlag: alle Bauern weltweit düngen in 2026 die Hälfte des Bedarfes, vor allem bei Stickstoff. Dieser Nährstoff ist essentiell für das Wachstum, von daher wird eine Halbierung der Ernährung zu dem führen, zu dem es auch beim Menschen führt: zu Hunger. Eine hungernde Pflanze wird nicht nur zu weniger Ertrag sondern auch zu deutlich schlechterer Qualität führen. Möglicherweise wird der geerntete Weizen nur noch als Tierfutter verwendet werden. Sollte es eine (geringe) Menge an Qualitäts-Backweizen geben, wird dieser deutlich im Preis steigen. Wenn alle Kulturen nur noch die Hälfte des notwendigen Düngers erhalten, wird es …

Eine unseriöse Aussage…

Wenn man Halbwahrheiten erzählt, kann das oft schlimmer sein als eine Lüge. Besonders schlimm wir es, wenn man Fakten dazu mißbraucht, sie zu postulieren, ohne sie in einen logischen Zusammenhang zu stellen. Frau Paulus, Abgeordnete der Grünen im Europa-Parlament hat dies kürzlich getan. Hier ihre Aussagen: https://www.linkedin.com/posts/jutta-paulus-330b53a0_wasseristleben-missionnaturretten-d%C3%BCrre-activity-7328290515689390080-onNh/? In einer aktuellen Debatte im Europäischen Parlament mahnte sie zu einem verantwortungsbewussteren Umgang mit Wasserressourcen. Das massive Abpumpen von Grundwasser verändere die Massenverteilung unseres Planeten so stark, dass sich die Erdachse verschiebt. Die Wissenschaft hinter der Behauptung Die Erde ist ein rotierender Körper, dessen Stabilität von der Verteilung seiner Masse abhängt. Jutta Paulus stützte sich bei ihrer Aussage auf eine Studie, die im Fachmagazin Geophysical Research Letters veröffentlicht wurde. Forscher fanden heraus, dass die Menschheit zwischen 1993 und 2010 schätzungsweise 2.150 Gigatonnen Grundwasser aus dem Boden gepumpt hat. Dieses Wasser landet letztlich in den Ozeanen, was zu einem Anstieg des Meeresspiegels geführt hat. Laut dem koreanischen Forscherteam um 6,24 mm. Ja, Millimeter, nicht Zentimeter Weiteres Ergebnis: Die Erdachse hat sich allein durch die Grundwasserentnahme in den untersuchten 17 …

Meinungen zur Landwirtschaft

Im Dezember 2017 hat die EU-Kommission rund 20.000 Bürger in der EU, davon rund 1.600 Deutsche in persönlichen Interviews zu Themen rund um Landwirtschaft und Ernährung befragt. Ich habe mal ein paar Daten selektiert, die ich für besonders interessant halte. „Was sollten Ihrer Ansicht nach die zwei wichtigsten Aufgaben von Landwirten in unserer Gesellschaft sein?“ Folgende Antworten wurden von deutschen Bürgern gegeben (in Klammern die Angaben der EU-Bürger). Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensmittel von hoher Qualität         55%  (55%) Gewährleistung des Wohlergehens von Nutztieren                                             33%  (28%) Umweltschutz und Bekämpfung des Klimawandels                                            33%  (25%) Das Leben auf dem Land fördern und verbessern                                                11%  (17%) „Haben Sie schon einmal etwas von der Unterstützung gehört, die die EU Landwirten im Rahmen ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bietet?“ Ja und ich kenne die Einzelheiten                                                 10%  (10%) Ja, kenne aber die Einzelheiten nicht genau                                63%  (57%) Nein, habe ich noch nie von gehört                                              25%  (32%) „Finden Sie, dass die Unterstützung zu niedrig, angemessen oder zu hoch ist?“ Zu niedrig                                                                          16%  (26%) Angemessen                                                                      46%  (45%) Zu …