Monate: Juni 2016

Tierwohl kostet Geld und Engagement

Dieser Kommentar von Oda Lambrecht setzt sich kritisch mit den Forderungen der Bürger, einem zögerlichen Verhalten der Landwirte, der Verweigerungshaltung des Lebensmitteleinzelhandels und der, so wörtlich „Verlogenheit“ der Konsumenten beim Thema Tierwohl auseinander. Das Fazit ist so simpel wie unrealistisch. Lesen Sie selbst. http://www.ndr.de/nachrichten/Tierhaltung-Endlich-ueber-Geld-reden,bauerntag114.html 0

Villnöss – erfolgreich anders

Heute ist mein letzter Tag im Urlaub. Eigentlich wollte ich ja  mal nichts schreiben, aber was ich hier gehört habe, ist so positiv, dass ich das einfach mal in die Tastatur hämmern muss. Es ist das absolute Gegenmodell zu Aldi. Es zeigt, wie Landwirte einen Markt entwickelt haben, der ihnen heute ein Einkommen ermöglicht, das unabhängig von großen Lebensmittelketten funktioniert. Es geht um das Villnösser Brillenschaf. Hatte ich vorher noch nie von gehört, aber die laufen rund um unsere Ferienwohnung. Was ich auch nicht wusste, dass diese Rasse beinahe ausgestorben wäre. 1998 gab es noch 200 Tiere. Bis ein paar engagierte Menschen auf die Idee kamen, das Aussterben zu verhindern. Einer davon war Günther, der Zuchtwart für die Region zwischen Bozen und Brenner (ich hoffe, das stimmt so) Günther ist aber nicht nur Zuchtwart, sondern auch ein Typ. Anfang 40, Bart, wettergegerbte Haut, Frauentyp (meint jedenfalls meine Frau…). Und kann einem einen Knopf an die Backe reden. Nicht aufdringlich sondern überzeugend. Einen eigenen Webauftritt hat er natürlich auch http://www.villnoesser-brillenschaf.eu/ Drei Bauern gab es 1998 noch, die diese Rasse …

Öko oder Marktwirtschaft

Dieser Beitrag stammt von Fred. Fred ist kein Landwirt und er macht sich seine Gedanken von dem Spannungsfeld des Landwirts zwischen Öko und Marktwirtschaft. Unsere Politik träumt von der Bio-Landwirtschaft, die auch ihre Berechtigung hat, vergisst aber, dass dies Maßnahmen für die oberen 20% der Bevölkerung sind. Wenn ein großer Discounter die Abnahme von Milch, Käse oder andere Lebensmitteln ausschreibt, dann ist das eine riesige Größenordnung und natürlich stehen dort die verschiedenen Molkereien usw. (auch die Genossenschaften) in einem Preiskampf. Es ist einfach falsch nur auf den Landwirt oder nur auf den Verbraucher zu schauen. Wir müssen das Gesamtsystem verstehen. Landwirte können sich besser präsentieren (da sollten die mal ihren verschiedenen Interessenverbänden auf die Finger klopfen). Landwirte müssen aber auch modern arbeiten dürfen. Niemand sagt der Autoindustrie, sie solle wie 1950 produzieren. Über die Landwirtschaft scheint es diese Traumwelt noch zu geben. Auch bei einigen Politikern. Verbraucher müssen mündig sein. Idealerweise kann jeder kochen und versteht was in den Produkten drin ist, die er oder sie im Supermarkt, beim Pizza-Dienst oder im Restaurant bekommt. Und …

Glexit – Ideologie ersetzt Wissenschaft

Und wieder einmal hat sich die Politik vor einer Entscheidung gedrückt. Die Zulassung von Glyphosat steht immer noch aus, weil sich Politiker von SPD und Grünen beharrlich weigern, die von unabhängigen Wissenschaftlern gewonnenen Erkenntnisse anzuerkennen. Das ist der eigentliche Skandal. Somit wird Politik abhängig von Beliebigkeiten, von Stimmungen und Meinungen, denen man glaubt, folgen zu müssen. Und Beispiele, wie solche Politiker Erfolge verzeichnen, erkennt man an Personen wie Donald Trump in den USA, Boris Johnson in England oder Toni Hofreiter in Deutschland. Was sie eint ist die ausgefallene Frisur und das populistische Gerede. Nein, Greenpeace, Foodwatch und Campact stellen nicht Volkes Stimme dar. Sie verstehen es aber sehr gut, in Zeiten der Sinnkrise mit vermeintlichen Skandalen zu punkten und Ängste zu erzeugen. Dabei geht es nicht um eine tatsächliche Gefahr oder ein reales Risiko: Die Meldung allein reicht schon und das Ziel ist erreicht. Kennzeichnend und besonders perfide empfinde ich jedoch, dass weder die genannten Organisationen noch die politischen Parteien die Alternativen zum Verbot von Glyphosat benennen. Mich erinnert dass alles ein wenig an den …

Im Dialog: Sven Plöger und das „Stand-Wetter“

Es gibt Sachen, die ich noch nicht wusste. Sven Plöger über Stand-Wetter, Jet-Streams und Klimawandel. Herr Plöger, was ist eigentlich „gutes Wetter“? Bei uns scheint die Sonne und es hat seit zwei Wochen nicht mehr geregnet. Für mich als Bauer ist das kein gutes Wetter… Viele Menschen übersetzen „gut“ mit „Sonnenschein“. Aber diesem Satz wird logischerweise kein Landwirt zustimmen. Die richtige Mischung macht´s und drum steht oben auf meiner Homepage der Satz: „Ich kann nicht behaupten, dass Regenwetter schlechtes Wetter wäre. Denn ohne Regen gibt es kein Leben und ohne Wolken kein Wetter“. Zuviel Regen, so wie Ende Mai und Anfang Juni, ist aber natürlich genauso wenig hilfreich wie eine lange Dürrezeit. Es gibt ja eine klare Entwicklung bei der Entwicklung der Temperaturen. Sie steigen. Es gibt aber Zweifler, die nicht daran glauben, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wurde. Was sagen Sie diesen Zweiflern? Dass dieser Klimawandel global schneller abläuft als alle vorherigen und dass ein Planet die Dinge nicht aus Lust und Laune beschleunigt, sondern auf physikalische Vorgänge reagiert. Hier stecken wir Menschen …

Ameisendemokratie

Alle Macht geht vom Volke aus. Hier der Beweis. Mal sehen, ob ihr auch Merkel und Steinmeier findet.🙂 Im Ernst: wenn man 5 Minuten vor so einem Ameisenhaufen sitzt und beobachtet, bekommt man schon Hochachtung davor, wie sich so viele Individuen so gut organisieren. 0

Erst hinterher wird nach Folgen und Alternativen gesucht

Brexit: Die Leave-Kampagne wollte von Fachleuten nichts wissen. Nun hat die Kampagne das Ziel erreicht und dann fragen die Menschen erst mal nach den Folgen und den Alternativen. Warum kommt mir das nur so bekannt vor? http://t3n.de/news/brexit-google-719482/ 0