Monate: Juni 2019

Entschuldigung… oder: die Möhre als Symbol

Am Montag Abend erreichte mich ein Anruf von Frau Henneberger, Pressesprecherin von Ende Gelände, in der sie sich für das Verhalten ihrer AktivistInnen entschuldigt. Diese käme deshalb so spät, weil sie sich erst um die Verletzten hätte kümmern müssen und auch Mühe gehabt hätte, meine Telefonnummer herauszufinden. Heute war Frau Henneberger dann bei mir auf dem Hof, zusammen mit einem Team der Tagesschau, die mit ihr und mir ein Interview geführt haben. In der Sache wurden wir uns nicht einig, weil nach meiner Erkenntnis die Aussage, sie wären im Falle von Petersilien- und Gerstenfeld der Polizei ausgewichen, nicht stimmt. Ein kleiner Umweg von 50 m hätte jeden Schaden vermeiden können. Was das Möhrenfeld angeht, kann ich es nicht beurteilen, aber auch dort hätte man durch die Fahrgassen (Treckerspuren) gehen können und hätte so jeden Schaden vermieden. Aber sei es drum, die Entschuldigung habe ich angenommen. Am Vormittag rief dann Robert Habeck bei mir an.  Wir haben uns rund 7 Minuten sehr ordentlich unterhalten. Er findet das Verhalten von Ende Gelände nicht in Ordnung und distanziert …

Möhren oder Klima?

Ein Kommentar von RTL West gestern abend 24.6.2019. Unter dem Video der Link zur ganzen Sendung  In den ersten 10 Minuten geht es um die Klima-Aktivisten und nochmal um die Möhren. Kann sein, dass das Video dort nicht von jedem Browser gezeigt wird. Mit Firefox ging es, mit dem Internet Explorer bei mir nicht.   https://www.rtl-west.de/beitrag/artikel/umweltschuetzer-zerstoeren-gemuese-1/ Ein Beitrag aus der Bild: https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/rommerskirchen-bauer-willi-sauer-ueber-klima-aktivisten-62827950.bild.html Und auch der Focus hat das Thema aufgegriffen: https://www.focus.de/panorama/ende-gelaende-demonstrationen-bauer-willi-aus-rommerskirchen-wuetet-gegen-klimaaktivisten-sie-zerstoeren-mein-feld_id_10858035.html Ein Kontakt zu Focus bestand jedoch nicht. Der Artikel wurde aus diversen Beiträgen anderer Medien erstellt. Übrigens hat jemand die Löschung meiner „Möhren-Tweets“ bei Twitter beantragt. Twitter hat dies geprüft und mit der Begründung abgelehnt, man hätte keinen Verstoß gegen die Regeln festgestellt.   0

Nicht nur die Diskussionen sind heiß…

…sondern auch das Wetter. Und das Wetter soll noch heißer werden, was uns Bauern überhaupt nicht gut tut. Vielleicht tun aber ein paar Worte zur Deeskalation ganz gut. Demonstrationen sind ein probates Mittel jeder funktionierenden Demokratie. Dies gilt für jede Gruppierung, also auch für „Ende Gelände“, auch wenn das nicht jedem gefällt. Die Polizei hat die undankbare Aufgabe, die Regeln der Demonstrationen zu kontrollieren und für deren Einhaltung zu sorgen. Im Falle der Besetzung der Tagebaue eine unlösbare Aufgabe, was den Aktivisten auch bekannt war. Ihnen ging es um eine hohe mediale Aufmerksamkeit. Dieses Ziel wurde erreicht. Kollateralschäden sind aber zu vermeiden. Dieses Ziel wurde (wie schon bei der G20-Demo in Hamburg) deutlich verfehlt. Darüber wird also sowohl auf politischer als auch gesellschaftlicher Ebene zu diskutieren sein. „Ende Gelände“ hat das Video mit der Wanderung durch das Möhrenfeld inzwischen gelöscht. Das kann interpretieren wie man will. Für mich ist es ein Zeichen, dass man dort wohl eingesehen hat, dass es der Aktion nicht gut getan hat, sich selbst dabei zu filmen. Bei Twitter, wo meine diversen …

Asoziale Klimagegner latschen durch Äcker (Video)

Gestern haben rund 500 Klima-Aktivisten unseren Wohnort Rommerskirchen heimgesucht. Nachdem sie beim Vorbeimarsch nach Neurath rund um unseren Hof Müll hinterlassen haben, dann über ein abgeerntetes Petersilienfeld gewandert sind, haben sie sich dabei gefilmt, wie sie mitten durch ein großes Möhrenfeld latschen. Unfassbar! Ich hoffe, das Video ist sichtbar. Bin mir da nicht ganz sicher. Ansonsten bei Facebook unter „Soli für Hambi“ aufzurufen. 0

Insekten: zu viele ist auch nicht gut

Ich habe ja neulich über die Bekämpfung der Stechmücken am Rhein berichtet. Dabei sind die nur lästig und verursachen keinen wirtschaftlichen Schaden. Anders ist das mit den Heuschrecken, die jetzt in Sardinien auftreten. Das Video im Artikel macht schon Angst. https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sardinien-heuschrecken-plage-nach-temperaturanstieg-a-1271880.html Habt ihr schon mal von der „Marmorierten Blattwanze“ gehört? Die macht jetzt Probleme in Norditalien. Und in Süddeutschland soll sie auch schon gesichtet worden sein. Die Kirschessigfliege ist ja schon da und im letzten Jahr hat es erstmals unseren Walnussbaum erwischt. Die Nüsse waren alle unbrauchbar, weil sich ein für uns neuer Schädling, die Walnussfruchtfliege, in der Schale eingenistet hatte. 0

Die „hohe Kunst“ der Lebensmittelherstellung

Ich habe mal verschiedene Schinkenwürste miteinander verglichen. Links die ganz einfache, die es  früher beim Metzger für die Kinder auf die Hand gab. Dann der SchinkenSpicker normal und v rechts die vegane  Variante. Neben der Zutatenliste auch mal einen Blick auf den Preis werfen. Trinkwasser und Grillgemüse ist jetzt nicht so teuer, und auch Erbsenproteinisolat dürfte erschwinglich sein. Was Konjak ist musste ich erst mal googeln. Es ist kein Schreibfehler (Cognac) . Stellt sich schließlich noch die Frage, was gesünder ist. Was den Geschmack angeht, so habe ich es ausprobiert. Der vegane SchinkenSpieker kommt doch recht nahe an das Original heran. Der Brennwert ist bei der veganen Schinkenwurst nur etwa halb so hoch wie bei der preiswerten Variante. Man könnte es auch etwas deutlicher sagen: halbe Energie bei vierfachem Preis. Das ist gut. Für die Marge des Lebensmitteleinzelhandels.       0

Obst, Wein und Artenvielfalt (Video)

Wir sind im Urlaub am Bodensee auf dem Betrieb von Hubert. In wunderbarer Umgebung bei bestem Wetter habe ich ihn gefragt, was er auf  seinem Betrieb macht. Und dann sprechen wir in der zweiten Hälfte des Videos noch über ein Volksbegehren und die möglichen Folgen. 1

Unsere Ferienwohnung am Bodensee…

…ist das auf dem Bild nicht. Es ist eines der Häuser im Pfahlbautendorf Unteruhldingen. Sehenswert ist es auch deshalb, weil es uns klar macht, welchen gewaltigen Aufwand es damals bedurfte, die Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs anzubauen, zu lagern, zu verarbeiten und schließlich zuzubereiten. Oder auch die Zeit, die benötigt wurde, um Fische zu fangen oder Tiere zu jagen. Und die domestizierten Haustiere mussten auch betreut werden. Selbstverständlich mussten auch die Kinder an der Nahrungsmittelbeschaffung mitwirken. Beeren und Nüsse sammeln und Tiere hüten waren ihre Aufgaben. Auch freitags… Auf dem Speiseplan der Dorfbewohner stand neben den Getreidearten Emmer, Einkorn und Dinkel (Brot und Getreidebrei) auch diverse Hülsenfrüchte. Neben Schweinen und Rindern wurden auch Frösche, Igel, Fischotter, Vögel und Biber verspeist.  Und Fische gab es natürlich aus dem Bodensee. Wenn sie vorher gefangen wurden.  Wir haben den Fischteller mit Felchen, Zander und Forelle in einem Restaurant bestellt. War einfacher. Übrigens kamen die Bewohner der Pfahlbauten mit den neuen Technologien aus der Gegend des „Fruchtbaren Halbmond“. Die Begründung dafür ist auch nachzulesen.  Irgendwie erinnert mich das an was. …