Bauer Willi
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Grüne Kreuze – was einer alleine nicht schafft…

Ich bin immer noch aufgebracht über das Agrarpaket von BMEL und BMU. Aber als Unternehmer unternehme ich was und verlasse mich nicht darauf, dass andere das für mich machen.

Mein stiller Protest

Das Abfackeln von alten Reifen, einen Treckerkorso oder das Bespritzen von Gebäuden mit Gülle (wie es die Franzosen machen) würde uns sicher nicht das Wohlwollen unserer Mitbürger einbringen. Deshalb habe ich heute auf unserem Feld, an einer vielbefahrenen Bundesstraße, ein grünes Kreuz aufgestellt. Quasi als stiller Protest. Täglich fahren daran mehrere tausend Fahrzeuge vorbei. Unsere Mitbürger werden es sehen, und sich fragen, was das soll. Die Idee dahinter: euch zu motivieren, auch grüne Kreuze aufzustellen.

Die Wirkung

Stellt euch einfach mal vor, dass im Verlauf der nächsten Tage und Wochen überall in Deutschland grüne Kreuze stehen! Auf euren Feldern, entlang von Straßen, Gehwegen oder Radwegen. Rund um die Dörfer oder in den Orten und Städten, am Bahnhof oder vor dem Supermarkt. Überall dort, wo viele Menschen vorbeikommen. Irgendwann wird das auch den Medien auffallen und sie werden anfangen zu fragen. Den Bauern, den Bürgermeister oder auch Verbände. Wir Bauern werden den Journalisten sagen, dass es Mahn-Kreuze sind, die auf die Folgen des Agrar-Paket und die allgemeine Lage der Landwirtschaft hinweisen. Wir werden ihnen erzählen, dass dieses „Agrarpaket“ (?) nicht nur die Existenz unserer Betriebe gefährdet, sondern auch die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln. Ich habe das ja im Artikel von Freitag ausführlich beschrieben. Und ich habe mir auch einen Text einfallen lassen, den ihr gerne an eure Nachbarn, an Journalisten oder den Bürgermeister weitergeben dürft. Hier als Word-Datei:

Pressenotiz-grüne-Kreuze-1 oder auch als pdf-Datei: Pressenotiz-grüne-Kreuze-1

Wenn ihr den Text abändern wollt: gerne. Lasst euch was einfallen! Und wenn ihr auf Facebook, Twitter oder Instagram aktiv seid, postet doch einfach ein Bild. #grünesKreuz

Besinnen wir uns auf den unseren Genossenschafts-Gedanken. Wie sagte vor rund 200 Jahren F.W. Raiffeisen:

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“

Was ihr tun könnt

Das alles wird nur funktionieren, wenn viele mitmachen. Gebt diese Informationen deshalb auch an die weiter, die nicht im Internet unterwegs sind. Überzeugt sie, mitzumachen. Was ihr braucht sind: zwei Bretter, etwas grüne Farbe (egal ob John Deere, Fendt oder Claas 🙂 ) und ein paar Schrauben. Das müsste doch auf jedem Hof zu finden sein. (und ist steuerlich absetzbar…(Ironie) ) Heute und am Wochenende findet ihr vielleicht eine halbe Stunde Zeit und die passenden Bretter. Und wenn ihr gerade in der Mais-Ernte seid, macht ihr es halt danach.

Ihr findet das lächerlich, albern oder primitiv? Ein Zeichen von Hilflosigkeit? Auch gut, dann feiert weiter euer Selbstmitleid, schimpft weiter über die Politiker, die Medien oder die bösen NGO. Wer jetzt noch nicht den Knall gehört hat, soll brav zusehen, wie die deutsche Landwirtschaft abgewickelt wird. Es ist Zeit zu handeln. Jetzt.

Dieser Artikel wurde um 5 vor 12 veröffentlicht.

Euer Bauer Willi

P.S.: Ich erhebe keinerlei Rechte auf den Text. Das Logo hat mir dankenswerterweise unser Berufskollege Martin Grube zur Verfügung gestellt, auch er erhebt keine Rechte darauf. Es darf also frei verwendet werden. Auch als Aufkleber, auf T-Shirts….

 

 

 

 

 

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426 Kommentare

  1. Thomas Szejnmann sagt

    Niemand gibt allein der Landwirtschaft die Schuld am miserablen Zustand unsres Globus.
    Es gibt keinen Grund sich so als Opfer darzustellen. Allen Kritikern der LW ist bewusst dass das ganze Wirtschafts-System krank ist. Riesenmengen von Geld, Energie und Kreativität werden eingesetzt für Autos, Immobilien, Konsumartikel, Banken, Handel
    und vieles mehr – die Landwirtschaft hat ihre Bedeutung verloren und muss sich als kleines Rädchen in diesem Riesengetriebe durchschlagen. Es zeigt sich immer mehr dass sie wieder mehr die zentrale Bedeutung bekommen muss die sie früher hatte. Nur so kann sie ihrer Verantwortung wieder gerecht werden. Zur Zeit tut sie das nicht, aber das ist nicht ihre Schuld. Die Menschen geben so viel Geld aus für Miete, Benzin, Konsum an Dingen und Freizeitbeschäftigungen dass sie kein Geld mehr haben dafür gute und nachhaltig produzierte Lebensmittel zu bezahlen.
    Das muss sich ändern – die Gesellschaft muss ihr Essen bezahlen. Es müssen in der LW
    Arbeitsplätze geschaffen werden – es kann nicht angehen dass mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Ertrag erzielt werden muss wie in jedem anderen Industriezweig auch.
    Die Landwirte sollten nicht jammern sondern sich aktiv und konstruktiv am Entwurf einer Neuausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft beteiligen!

    1+
    • Reinhard Seevers sagt

      Landwirtschaft hat immer die zentrale Bedeutung in einer arbeitsteiligen Welt, nämlich Nahrungserzeugung und damit Leben spenden. In Industrieländern wird das von der Masse nur nicht mehr wahrgenommen, weil sie es sind, die Nahrung als ein Konsumgut ansehen und nicht als Grundlage des Lebens. Landwirtschaft ist ihrer Verantwortung wohl bewusst. Ob der Rest der Wirtschaft und der Bevölkerung dies ebenfalls ist, das bezweifle ich stark.
      Die Reduzierung von körperlicher Arbeit ist grundsätzlich erstmal gut. Technisierung und technologischer Fortschritt sind nicht perse schlecht. Und natürlich muss mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Ertrag erzeugt werden…..oder sollen wieder Massen von Knechten und Mägden für einen Hungerlohn auf den Feldern ackern? Rückwärstdenken ist keine Lösung.

      2+
      • Thomas Szejnmann sagt

        Immer wieder höre ich dass Pestizide etc. unverzichtbar seien weil alternative bzw. althergebrachte Mehoden der Schädlingsbekämpfung zuviel Arbeit verursachen würden die niemeand bezahlen will. Und gegen Technisierung bin ich auch nicht prinzipiell, allerdings sollte der Verbrauch von Diesel in Grenzen gehalten werden.
        (Mir ist neulich schlecht geworden als ich die Trecker-Kolonnen bei den Bauern-Protesten gesehen habe – ich glaube die Aktion hat der Akzeptanz in der Bevölkerung sehr geschadet).
        Also: Gut bezahlte menschliche Arbeit ist dem Einsatz von Diesel und Chemie vorzuziehen!
        Übrigens sehen das viele Menschen so. Ich frage bei Alnatura oft warum da soviel importierte Ware verkauft wird und die Antwort ist immer: die deutsche Öko-Landwirtschaft kann den Bedarf nicht decken. Es geht um teure Produkte!

        1+
        • Obstbäuerin sagt

          „Übrigens sehen das viele Menschen so.“ Das glaube ich Ihnen, Herr Szejnmann, sofort und ich ahne, wo Sie und jene wohnen. Die Pflanzenschutzmittel der Bio-Branche sind in ihrer chemischen Struktur nicht viel anders als konventionelle Mittel und auch das Ziel ist das gleiche: Schädlinge beseitigen, Pilzbefall und Krankheiten verhindern. Der Bio-Handel kauft gerne preiswertere Produkte im Ausland, da die Marge einfach besser ist. Zu so niedrigen Kosten können deutsche Produzenten einfach nicht produzieren. Freihandel machts möglich.

          4+
        • firedragon sagt

          Herr Szejnmann,
          Sie kennen viele Menschen, die gerne körperlich anstrengende Arbeiten auf den Äckern und in Ställen verrichten möchten?
          Verstehe ich Sie da richtig?

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „“Also: Gut bezahlte menschliche Arbeit ist dem Einsatz von Diesel und Chemie vorzuziehen!““

          Was schwebt ihnen so in der Höhe so vor?

          Im Obst und Weinbau gibt es Betriebe, da wäre der Betriebsleiter froh, wenn er in der Stunde den Mindestlohn wie ein Erntehelfer verdienen würde.

          1+
          • firedragon sagt

            Ehemaliger Landwirt,
            der Satz ist doch gut – komisch nur, dass der so, hier noch nirgends geschrieben wurde.
            … Man lernt nie aus… Ich bin gespannt, wann das Zeitalter von Holz und Stahl wieder anbricht,von dem wir glaubten es hinter uns gelassen zu haben.

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          • Thomas Szejnmann sagt

            Ich kenne einen Winzer, der bekämpft nicht einfach Pilze sondern macht sich eine Riesenarbeit damit pilzresistente Rebsorten zu erforschen.
            Er erreicht damit mittlerweile eine Super-Qualität und hat sich ein tolles Image erworben – verkauft seine Weine dreimal teurer als andere.
            Reich ist er nicht, aber mittlerweile ist eer weit über dem Mindestlohn-Niveau.
            Wenn das alle deutschen Winzer so machen würden würde das natürlich den Import von Billig-Zeug fördern. Hier ist die Politik gefragt, die hohe Standards setzen muss. Wie gesagt, da müssen die Landwirte in eine ganz große gesellschaftspolitische Diskussion einsteigen.

            1+
            • firedragon sagt

              Herr Szejnmann,
              keine Ahnung, welchen Winzer Sie meinen.
              Falls es ein deutscher Winzer ist, der hat keine Riesenarbeit im Erforschen von PiWis, da werden schon einige angeboten – unser Betrieb hat vier Sorten davon im Anbau und ja, man kann sich Fungizide sparen, ist aber trotzdem wetterabhängig.
              Die Handarbeiten werden allerdings auch mit diesen Sorten nicht weniger.

              1+
        • „die deutsche Öko-Landwirtschaft kann den Bedarf nicht decken. “
          Welche Produkte werden denn importiert, Herr Szejnmann?
          Wir könnten dann sicher sagen, woran das liegt. Zum einen sicher daran , dass auch im Bio-Segment der Handel natürlich da kauft , wo er die Produkte möglichst günstig bekommt. Und nach meiner Erfahrung ist es dann auch dem BIO-Verbraucher herzlich egal, ob der ökologische Fußabtritt dann wirklich kleiner ist. Hauptsache Bio steht drauf,das Gewissen ist beruhigt. Die Moral auch.
          Und zum anderen muss ich ihnen sagen, dass es mitnichten immer am fehlenden Angebot liegt. Mein Nachbar hat allerbeste Bio-Rinder, die Käufer stehen aber nicht Schlange… Und würde es nicht viele Touristen hier im Lande geben, die es prima finden, mal Cowboy zu spielen, würde es auch die Rinder nicht mehr geben. Die Nachfrage schafft sich schon die Produktion, oder eben auch umgekehrt.

          „Konsum ist OK, aber so übermäßig und sinnlos “

          Glücklicherweise leben wir einem Land, wo es keine Einheitsdefinition von Sinn gibt. Woher nehmen sie das Recht, festzulegen, was „sinnvoll“ ist? Auf welcher demokratischer Abstimmung beruht es?

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          • Thomas Szejnmann sagt

            Wieder ein Argument dafür dass die Landwirte sich nicht nur einfach gegen Kritik wehren sollten sondern eine umfassende gesellschaftliche Debatte (mit) führen sollten – über Werte und über Sinn.
            Es scheint als gebe es den gesunden Menschenverstand gar nicht mehr der allen Menschen gemeinsam ist. Daher kommt es dass man ohne sich zu schämen behaupten kann dass es keine „Einheitsdefinition von Sinn“ gebe – normalerweise sollte es sie unter Menschen geben.
            Dass immer noch Menschen massenhaft ekliges Fleisch im Sonderangebot des Supermarktes kaufen und nicht eine gesunde geringe Menge beim Bio-Bauern ist doch auch ein Zeichen dafür. Das nenne ich z.B. sinnlosen Konsum.
            Man muss darüber reden, das sollten nicht nur grüne Freaks tun sondern auch die Landwirte.

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            • bauerhans sagt

              „Dass immer noch Menschen massenhaft ekliges Fleisch im Sonderangebot des Supermarktes kaufen und nicht eine gesunde geringe Menge beim Bio-Bauern“

              ekliges fleisch gibts in keinem supermarkt,sondern lockpreise,damit die leute dort einkaufen.
              bio ist nicht per se gesund weils teurer ist.

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            • „Daher kommt es dass man ohne sich zu schämen behaupten kann dass es keine „Einheitsdefinition von Sinn“ gebe – normalerweise sollte es sie unter Menschen geben.“

              Ich neige nicht dazu, Menschen zu beschimpfen. Aber bei diesem Spruch kocht mein Blut. Sie hatten vermutlich das Glück, dass ihnen niemand die Knarre im Sinne eines „Einheitssinns “ an die Schläfe gesetzt hat.
              Und wir Landwirte produzieren auch kein „ekliges“ Fleisch. Sicher gibt es immer schwarze Schafe, aber die gibt es überall. Im Grunde macht der Verbraucher alles richtig, wenn er im Supermarkt unser Fleisch kauft. Und er braucht dazu auch keine moralischen Belehrungen.
              Nur wenn er dann draußen – vor dem Supermarkt- eine Unterschrift abgibt, Bienen retten/Landwirtschaft abschaffen, habe ich ein Problem.

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            • firedragon sagt

              Herr Szejnmann,
              schon alles richtig.
              Aber wir gehören einer selbstverantwortlichen Gesellschaft an.
              Das heißt, jeder kann selbst entscheiden was er will und wie viel er will.

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              • Obstbäuerin sagt

                Ich finde das gar nicht richtig. Bio ist ein Luxussegment für Besserverdienende. Mit einer schmalen Rente kann keiner in der City wohnen und bei Dennre einkaufen. Das aber sind genau die Grünenwähler. Unsere konventionell erzeugten Lebensmittel sind auf keinen Fall schlechter als Bio-Lebensmittel. Wer das behauptet, liegt falsch.

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                • firedragon sagt

                  Obstbäuerin,
                  aus seiner Sicht ist seine Meinung schon richtig.
                  Man könnte auf vieles verzichten – aber das entscheidet jeder für sich. Verzicht kann einem niemand vorschreiben.
                  Wenn jemand das abgepackte Fleisch vom Discounter nicht möchte, hat er die Möglichkeit bei einem Metzger seines Vertrauens einzukaufen (und da ist es mir jetzt echt egal, ob es sich beim Discounter und Metzger um Bio oder Konvi handelt) oder im Hofladen mit Fleischtheke.
                  Bei allen Debatten sollte man nur darauf achten, daß man nicht versucht anderen seine „Religion“ aufzustülpen.
                  Herrn Szejnmann wird hoffentlich klar sein, daß nicht jeder die finanziellen Mittel hat, um die meist hochpreisigen Bioprodukte zu kaufen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Ich glaube nicht, dass das Fleisch an der Theke des Supermarktes eine bessere Qualität hat, als das abgepackte. Beim Mariniertem wäre ich jedoch vorsichtig.

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                • Brötchen sagt

                  Lieber Herr Szejnmann!

                  Soweit ich das überblicken kann, sind hier schon einige hochkarätige Fachleute und Praktiker unterwegs.
                  Wenn man willens ist und die entsprechenden Fragen stellt und offen ist, dann kann man schon was lernen.
                  Die Form ist hier nicht unbedingt ideal dafür.

                  Wenn ich von mir ausgehen, meine Motivation ist da eher auch nicht immer 100 %.

                  Habe die Ehre!

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              • Thomas Szejnmann sagt

                Das ist schon klar, die zur Zeit herrschende Ideologie ist der Freiheitismus. Das hat aber mit Freiheit und Selbstverantwortlichkeit wenig zu tun. Ich muss auf meinen ersten Beitrag von gestern verweisen. Weder Politiker noch Bürger machen sich wirklich Gedanken über das was sie tun und über die Folgen davon – sie lassen sich von Lobbies und Werbestrategen steuern, und da sind Großkonzerne nun mal mächtiger als kleine verantwortungsvoll arbeitende Bauern.
                Es hat aber jetzt Gott sei Dank wegen des Klimawandels und des Artensterbens eine große Diskusion über diese Lage begonnen, und ich wiederhole mich: Die LW sollte darüber nicht jammern oder verbal „zurückschlagen“ sondern sich konstruktiv daran beteiligen.
                Hiermit verabschiede ich mich aus der Diskussion,
                ich habe nicht den Eindruck dass ich hier etwas Neues lernen werde.

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                • Obstbäuerin sagt

                  „….ich habe nicht den Eindruck dass ich hier etwas Neues lernen werde.“ Wie kommt das, Herr Szejmann? Seit ich hier im Blog bin, habe ich schon sehr viel von meinen Kollegen gelernt. Und ich weiß aus Erfahrung, dass es sich weder um „Jammern“ noch um „Zurückschlagen“ handelt. So wie unser Betrieb beteiligen sich schon sehr viele andere seit Jahren konstruktiv daran, SINNVOLLE Verbesserungen einzubringen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wer anderen vorschreiben möchte, sich konstruktiv zu beteiligen und dann die Diskussion mit dem Hinweis darauf, dass man schon alles wisse zu verlassen, auf solche Teilnehmer kann die Diskussion dann auch verzichten.

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                • firedragon sagt

                  Guten Morgen Herr Szejnmann,
                  Sie haben sich verabschiedet, vielleicht lesen Sie ja trotzdem noch mit.
                  Die Mehrzahl der LW – Betriebe braucht die einseitige „Diskussion“ eigentlich nicht.
                  Alle Betriebe praktizieren Umweltschutz, da die Regierung das per Gesetz vorschreibt. Die Mehrzahl der Betriebe macht darüber hinaus bei vielen freiwilligen Umweltprogrammen mit. Und einige Betriebe leisten ihren ganz individuellen, für ihre Region passenden Umweltschutz.
                  Aber, das habe ich an anderer Stelle schon geschrieben, es gibt Menschen (Schreihälse), denen ist es nie genug!
                  Und es gibt auch Menschen, wie Sie – die können nichts Neues lernen, ich glaube allerdings, diese Menschen wollen einfach nicht.
                  Ich lerne täglich dazu und würde mir nie anmaßen, alles zu wissen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „“Hiermit verabschiede ich mich aus der Diskussion,
                  ich habe nicht den Eindruck dass ich hier etwas Neues lernen werde.““

                  Sind sie zufällig der Papst?

                  Von den Päpsten sagt man, sie wären Unfehlbar. 🙂

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Es gibt Fleisch aus der Stallhaltung und Fleisch aus dem Weidebetrieb, wobei ich nicht den Mehrwert von BIOfleisch erkennen kann.
              Dann gibt es manchmal Gammelfleisch, wo Händler in betrügischerweise Fleisch in den Handel bringen wollen, die nicht den Hygienebestimmungen entsprechen.
              Das Fleisch in den Supermärkten entspricht den Hygienebestimmungen.

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    • Brötchen sagt

      Sie haben aber die Relationen nicht im Blick!
      Die Länder in Afrika sind ja nicht ohne Grund nicht konkurrenzfähig.

      Bei völliger Umstellung der LW wird es um Faktor 2 oder 3 teurer!

      Viele der Unwissenden gehen von ein wenig teurer aus.

      Dann sind alle anderen Geschäftsmodelle stark gefährdet!

      Auto alle 20 Jahre, Bekleidung jedes Jahr 2 Stücke usw….

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      • Thomas Szejnmann sagt

        Wenn das Essen um den Faktor 2 teurer wird muss man nur seinen Spritverbrauch
        halbieren oder/und darauf verzichten immer das neueste Handy zu haben, oder/und auf 60 anstatt 120 qm wohnen oder/und nicht um die halbe Welt in den Urlaub fliegen, etc. Das müssen sowieso alle tun, sonst wird der Klimawandel katastrophal !

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        • Brötchen sagt

          tja dann ist aber die Wertschöpfung über den Konsum weg.
          Inkl. der Arbeitsplätze.
          Alle Einkaufszentren wegdenken und alles was damit zusammenhängt.
          D. wäre dann ein Agrarstaat und wäre plötzlich sehr arm, weil wir keine Rohstoffe wie die USA oder Russland haben.
          Da brauchen sie nur nach Rumänien o.ä. fahren da haben sie den Zustand, den sie sich so wünschen.
          Ich habe in so einem Staat 30 Jahre gelebt, muss ich nicht mehr haben.

          Das heisst nicht, das ich das so mache, wie sie sich das so wünschen, mit Handy und so.
          Das müssen sie schon intelligenter denken, so funktioniert das nicht.

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          • Thomas Szejnmann sagt

            Konsum ist OK, aber so übermäßig und sinnlos wie bei uns schafft er keine Werte sondern zerstört sie.
            Arbeitsplätze gibt es genug für sinnvolle Arbeit, z.B. in der Öko-Landwirtschaft, in der nachhaltigen Energie-Erzeugung und bei Technologien zum Energie-Sparen, beim Ausbau des Schienenverkehrs etc.

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            • Brötchen sagt

              ich habe mit Öko Landwirtschaft zu tun, so üppig ist das da mit Arbeit auch nicht, jedenfalls wenn man davon leben will und muss.
              allein und aufopfernd arbeiten ja, aber das kannst du im Konv. Bereich auch.

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            • firedragon sagt

              Herr Szejnmann,
              gut, dass Sie den Schienenverkehr ansprechen.
              Da bin ich ganz bei Ihnen.

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        • Obstbäuerin sagt

          Zur Zeit stehen 5 Europäern 144 Menschen aus Asien gegenüber, die erst mal unser Niveau erreichen wollen. Haben wir das Recht, Ihnen diesen Lebensstandard zu verwehren?

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          • Thomas Szejnmann sagt

            Wohlstand geht auch ohne Umweltzerstörung, wenn man intelligent wirtschaftet. Falls die Menschen in Asien unsere Fehler wiederholen sollten gäbe es das totale Chaos. Gott sei Dank merken zumindest die Chinesen das schon langsam und orientieren sich neu. Wir müssen das unterstützen.
            Besonders die Afrikaner müssen wir davon überzeugen auf Solarenergie
            und ökologische Landwirtschaft zu setzen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Lauthals grölend…..wie machen wir das, Überzeugen von 2,5 Milliarden Menschen? Wir haben nicht genug Soldaten und noch weniger Szejnmänner…..Deutschland rettet die Welt, nachdem es sie zweimal fast zerstört hat. Ist wohl doch ein Dauertrauma, das in einigen Bürgern immer noch existiert.

              2+
              • Thomas Szejnmann sagt

                China zieht, wenn auch spät, massiv die Notbremse. Es wird nicht mehr so billig für den Export produziert, statt dessen wird in Steigerung der Qualität investiert, unter anderem massiv in erneuerbare Energien und elektrisch betriebenen Verkehr. Es wird wahrscheinlich früher aus der Kohle-Verstromung aussteigen als Deutschland (was angesichts der jetzigen Anzahl der Kohlekraftwerke verwegen klingt – aber ich traue ihnen das zu). Was Öko-Landwirtschaft angeht ist die Situation allerdings schlecht – aber klar, es geht erst mal darum den smog zu bekämpfen.

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                • bauerhans sagt

                  „China zieht, wenn auch spät, massiv die Notbremse. Es wird nicht mehr so billig für den Export produziert“

                  Trump ist der,der massiv auf die bremse tritt!
                  er will china mit einfuhrzöllen belegen,ist aber weiter mit den chinesen im gespräch,damit keiner sein gesicht verlieren muss.

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                • firedragon sagt

                  Herr Szejnmann,
                  ich bin mir nicht sicher, ob ein Land, welches es mit den Menschenrechten nicht so ernst nimmt, als Orientierung dienen kann.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Genau Herr Szejnmann, die Landwirtschaft fängt schon mal an und die restlichen 81,9 Millionen folgen ihnen ohne Widerspruch…….ich schmeiß mich wech.

          2+
  2. Antoninus RE sagt

    Und wer schafft, das „grüne Kreuz“ zuerst in eine Kirche zu schmuggeln. ( – wo es doch hingehört, crucifixnoemal?)

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Kreuze in der Kirche gibt es genug,
      was will man mit einem grünen Kreuz in der Kirche?

      An der Straße nimmt der Bürger die grünem Kreuze besser wahr.

      57,3 Millionen Kraftfahrzeuge sind derzeit in Deutschland zugelassen, das heißt jeder zweite fährt an einem Kreuz vorbei, nicht mitgerecht die Beifahrer?

      Wie viele Menschen gehen noch in die Kirche? Wissen sie es?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zweites Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!

      DAS FLUCHEN

      Das zweite Gebot wendet sich zunächst gegen das Fluchen. Das Fluchen besteht in einem Missbrauch von heiligen Wörtern (z. B. Herrgott, Madonna, Kruzifix, Sakrament, Ostia (Hostie!) usw.) Wir dürfen diese heiligen Namen und Wörter nicht dazu missbrauchen, um damit unseren Zorn und Unmut auszudrücken.
      Wir sollten diese Wörter aber auch nicht dazu verwenden, um unserer Überraschung oder unserem Entsetzen Ausdruck zu verleihen (z. B.: „Madonna, hat der geschrieen!“, oder: „Jesses (Jesus!) Maria, was ist jetzt schon wieder passiert?!“). Jesus und die Madonna sollten keine Ablassventile für unsere verschiedenen emotionellen „Entladungen“ sein.
      Als Christen sollten wir uns aber auch bemühen, keine Kraftausdrücke zu verwenden. Das Fluchen und die Kraftausdrücke gehören nicht zu einer christlichen Sprachkultur.

      3+
  3. firedragon sagt

    Guten Abend Brandenburgbauer,

    es wird derzeit nicht möglich sein den Themenbereich „Grüne Kreuze“ zu schließen.
    Grüne Kreuze ist, so lange sie stehen, aktuell.
    Menschen, die sich dafür interessieren, werden sich wohl zuerst eher hier informieren

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin friedragon, da gebe ich dir vollkommen Recht, was die Aktion beim Aufstellen auf den Feldern betrifft. Was die Diskussion im Blog betrifft ,müssten wir um wirksanmer zu werden die „Schlagzahl“ deutlich erhöhen. Das ist meine Erfahrung, ich lasse mich auch eines besseren belehren. Aber dafür möchte ich auch sachdienliche Begründugen und die diesbezüglichen Beweise angezeigt bekommen

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  4. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, wir sind dato bei 374 Beiträgen in diesem Blog. Vieles wird immer und immer wieder, wiederholt oder neu interpretiert. Der Erkenntnisgewinn ist nicht mehr groß. Könnten wir uns hier auf einen Schlussstrich einigen ????.
    Das ist nur eine Anfrage, ich will damit keinem im Blog „Fesseln“ anlegen.
    Aber ganz erhlich es nervt, wenn der Inhalt der Meinunge auf ein Niveau fällt, was keiner so richtig mag.

    0
    • Thomas Apfel sagt

      Hallo Brandenburger,
      hier ist auch ein Brandenburger nur mit etwas anderer Meinung. Na klar ist eigentlich Alles schon gesagt worden und auch fast schon von Jedem. Das Problem ist nur, dass die Propagandaschlacht der Gegner der modernen Landwirtschaft genau auf dem Prinzip der ständigen Wiederholung von Lügen und Halbwahrheiten beruht. Diesem Prinzip kann man nicht mit Schweigen begegnen sondern muss genauso permanent dagegen argumentieren und gelegentlich auch polemisieren. Manchmal muss auf einen groben Klotz auch ein grober Keil gesetzt werden. Zum Glück besteht nicht der ganze Blog aus groben Klötzen und Keilen, sondern bringt immer wieder neue Blickwinkel und Einblicke, dafür bin ich dankbar.

      2+
  5. firedragon sagt

    Ach Herr Klemme,

    was soll das denn werden?
    Ich nehme an, Sie sind ein erwachsener Mensch und werden in der Lage sein, das weltliche Übel nicht alleine der LW in die Schuhe zu schieben.

    Ich darf Ihnen was zum Denken geben – nicht weit von unserem Ort gibt es eine Stadt.
    Diese Stadt hat, vor nicht allzu langer Zeit, den Klimanotstand ausgerufen. Das ist toll…
    Diese Stadt weitet im Gegensatz dazu, ihre Gewerbegebiete immens aus. Zusätzlich sind ca. 90 Hektar für Wohnbebauung geplant.

    Auf Ihre unbedachten Äußerungen werden ich nicht weiter eingehen.

    3+
    • Bernd Klemme sagt

      Ach firedragon, was das werden soll? Ein Aufschrei an alle die Rücksichtslos und Egoistisch mit unserer Umwelt umgehen. Ich darf Ihnen zum Denken geben das dort wo ich wohne sogar im Winter, wenn keine Wachstumsperiode herrscht, und der Boden gefroren ist Überschüssige Gülle auf den Ländereien entsorgt wird, das dort wo ich wohne schon viele Gewässer ohne leben sind durch hohe Nitrat Belastung, praktisch Sauerstofffrei, ich nehme an das Sie nicht so erwachsen sind um so etwas zu verstehen. Ich glaube auch nicht das die EU aus Langeweile Deutschland in die Pflicht nimmt für besseres Grundwasser zu sorgen. Wer mit offenen Augen durch die Umwelt geht kann sich der Tatsache nicht entziehen das zu viel gedüngt wird. Das ist eben die Folge der überschwappenden Massentierhaltung, woraufhin dann auch die Preise für Milch und Fleisch in den Keller gehen. Ein Grab das man sich selbst schaufelt mit den bekannten Folgen. Und bevor jetzt die Übliche Entschuldigung für diese Ausuferung kommt „der Verbraucher will ja günstiges Fleisch“, wenn man es denn will und es wäre Teurer dann hat man die Wahl, kaufen oder eben nicht.

      1+
      • firedragon sagt

        Herr Klemme,

        ich weiß tatsächlich nicht, in welcher Region Sie wohnen und ich habe auch keine Ahnung, wie die LW um Sie herum arbeitet.
        Bei uns gibt es keine Gülle in der Region, deshalb weiß ich, dass wir von zwei ganz unterschiedlichen Bundesländern sprechen.
        Herr Klemme haben Sie schon einmal versucht einen Landwirt auf seine Arbeit persönlich anzusprechen?
        Ohne (ich drücke es mal salopp aus) „Schaum“ vor dem Mund?
        Mit dem, was der Landwirt Ihnen möglicherweise erzählt, müssen Sie ja nicht immer einverstanden sein. Aber vielleicht können Sie hinterher die ein oder andere Arbeitsweise eher nachvollziehen.

        Zur Nitratbelastung im Grundwasser wurde hier an verschiedenen Stellen diskutiert. Vielleicht stöbern Sie da mal etwas rum, wenn es Ihre Zeit erlaubt. Ich möchte Ihnen nur gerne eins dazu sagen ; deutschlandweit gibt es Messstellen. Alle zeigen unterschiedliche Werte an. Einige Werte liegen über der Grenze, viele darunter. Die EU – Länder haben ihre ganzen Nitratwerte vorgelegt, Deutschland war „ganz genau“ – es wurden nur die Werte vorgelegt, die über den Grenzwerten liegen.

        3+
        • Bernd Klemme sagt

          Das es bei Ihnen keine Gülle gibt da können Sie sich glücklich schätzen, bei uns in Niedersachsen oder besser dort wo ich wohne vergeht kaum ein Tag ohne den penetranten Gülle Geruch. Fenster auf, oder draußen Wäsche aufhängen ist an vielen Tagen unmöglich. Selbst wenn ich von meiner Fahrrad Tour zurück komme richt meine Kleidung nach Gülle. Bei der Nitratbelastung, oh Wunder, liegen wir hier im Roten Bereich, trotz Wasser Einzugs Gebiet. Wie soll ein Landwirt das ausfahren von Gülle bei gefrorenem Boden oder im Winter Recht fertigen, oder das ausfahren bei Dunkelheit, hat er da etwas zu verbergen?

          0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Gülle habe ich noch nie bei Nacht ausgefahren, da keine Viehhaltung.

            Aber Pflanzenschutz nach Einbruch der Nacht und dies hat eine Einfache Erklärung, zu dem Zeitpunkt herrschte Windstille.

            Die Bevölkerung meint dann, man hat etwas zu verbergen, obwohl jeder Wirkstoff analytisch nachzuweisen ist.

            Wäre es besser gewesen, tagsüber bei Wind die PSM auszubringen?

            3+
            • firedragon sagt

              Ehemaliger Landwirt,

              sehr verständlich erklärt.
              Dann schreibe ich jetzt noch ’ne logische Erklärung zum Ausbringen der Gülle bei Dunkelheit.
              Die Tage in Herbst und Winter sind bekanntlich kürzer als als im Sommer.
              Der Landwirt zieht Arbeitsschritte, die er bei Tageslicht besser ausführen kann, vor.
              Zum Gülleausbringen wird Tageslicht nicht wirklich benötigt.

              2+
        • firedragon sagt

          Guten Morgen Herr Klemme,

          dachte mir schon, dass Sie eher im Norden daheim sind. Ich weiß auch, dass Gülle stinkt (wir sind mehrmals im Jahr da „oben“), aber der Geruch ist kein Indikator für Ausbringmenge.
          Zu den immer mehr oder immer größeren Stallungen – wird hier auch immer wieder an verschiedenen Stellen diskutiert. Die Entwicklung, wie sie im Laufe der Zeit stattgefunden hat, bis zum heutigen Ergebnis, lässt sich nicht so einfach „in Luft auflösen“. Im Nachhinein kann man immer sagen, dieses und jenes hätte so nicht gefördert werden dürfen.
          Mit einer „Verbotskeule“ jetzt um sich schlagen zu wollen ist wohl kein Allheilmittel.
          Ich habe schon oft geschrieben, jeder muss bei sich beginnen. Das trifft auch auf Betriebe zu, nur, das benötigt Zeit. Die Betriebe können sich nicht von heute auf morgen komplett neu erfinden.
          Ich hatte Ihnen ja schon geschrieben : vielleicht suchen Sie mit „Ihrem “ Landwirt vor Ort das Gespräch. Ein Versuch wäre es doch wert.

          1+
      • Ferkelhebamme sagt

        Interessant, dass Sie Überdüngung mit dem bloßen Auge erkennen und sich so gut mit Wachstumsperioden auskennen? Woher nehmen Sie Ihr fulminantes Wissen? Zum Thema „überschwappende Massentierhaltung“ dürfte Sie dieser Artikel interessieren:
        https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/landvolk-deutsche-tierhalter-stellen-weichen-auf-ausstieg-11854569.html
        Die Nutztierbestände sinken seit Jahren rapide, wie passt das in Ihr Weltbild?
        Wissen Sie, wo ihr Schnitzel geboren wurde?

        0
        • Bernd Klemme sagt

          Die Wachstumsperiode liegt so ca bei 5-8 Grad das ist allgemein Bildung. Darunter wird dann auch kein Nährstoff verbraucht, wozu dann Gülle bei diesen Temperaturen? Die kann dann ja nur ungenutzt ins Grundwasser gelangen. Wenn neue und immer größere Boxenlaufställe gebaut werden nehme ich mal an das diese auch genutzt werden. Wenn wir dann einen rapiden Rückgang der Nutztiere haben ca. 11,8 Mio Rinder, 26,9 Mio Schweine!, dann brauchen wir uns um unsere Natur wohl keine weiteren Sorgen machen, dann wird das alles nur Panikmache sein und das mit dem Grundwasser, dem Insekten Sterben und der schwindenden Artenvielfallt ist nur eine Horrorvision von irgendwelchen Dunkelgrün Spinnern. Ich sehe eine Überdüngung auch an den Gewässern die dicht an den Nutzflächen liegen, eine schleimige dicke Algenschicht schwimmt an der Oberfläche, der den Sauerstoffgehalt aufzehrt und nimmt den Wasserbewohnern jegliche Lebensgrundlage. Mit bloßem Auge sehe ich auch was es noch für Leben auf den riesigen Grasland Steppen gibt, Krähen und Aas fressende Möven gibt es hier noch, was die dort suchen oder nur vom Gestank angelockt werden ist mir Schleierhaft. Ich sehe um nur einige zu nennen keine Feldlerchen, keine Kibitze, Brachvögel und Stare mehr.

          0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Einige Kleinstädte beklagen sich heftig über die Saatkrähen, die in den Bäumen nisten und den Marktbesuchern auf die Köpfe kacken.

            Früher waren die auf den Feldern und haben dort Schäden hinterlassen.

            Warum haben die Viecher die Bauern nicht mehr lieb?

            Am Bodensee wurden jahrelang die Bauern für den Phosphateintrag verantwortlich gemacht. Jetzt wo alle Abwässer in Kläranlagen gereinigt werden, klagen die Fischer, die Fische hätten nichts mehr zum Fressen.
            Die Landwirtschaft düngt immer noch.

            1+
          • „Die Wachstumsperiode liegt so ca bei 5-8 Grad das ist allgemein Bildung.“

            Aha, Sie geben also einen Zeitabschnitt in Grad an? Und nennen das Bildung?
            Herr Klemme, Sie dürfen davon ausgehen, dass alle Landwirte tatsächlich über ein gewisses Wissen, was ihre Arbeit angeht, verfügen. Es würde uns alle hier deutlich weiterbringen, wenn Sie wenigstens das einsehen würden.
            Die Ausbringung von Gülle unterliegt einer einer „Sperrfrist“. Darüberhinaus gibt es weitere Gegebenheiten,bei denen weder Gülle noch Festmist noch sonstwas ausgebracht werden darf. Normalerweise ist es auch nicht im Interesse der Landwirte wertvollen Dünger zu vergeuden. Daher kann ich mehr schwer vorstellen, dass bei Ihnen regelmäßig im Winter Gülle ausgebracht wird.
            Überdüngung heißt zunächst einmal, dass die Pflanze mehr Nährstoffe aufnehmen muss als sie benötigt. Und richtig, das kann man sogar sehen. Zuviel Stickstoff etwa zeigt sich sehr deutlich. Haben Sie tatsächlich mal ein „überdüngtes“ Getreidefeld gesehen? Ich nicht!
            Wozu sollte das auch gut sein, das Gewebe wird mastig, anfällig für Krankheiten, der Ertrag wird schlechter. Warum sollte ein Bauer so vorgehen?

            0
          • Ferkelhebamme sagt

            Und mit Ihrem Kinderwissen wollen Sie Agrar-Ingenieuren erzählen, wie sie ihren Job zu machen haben. Das stelle man sich in anderen Berufen vor. Meine knappe Zeit ist zu kostbar, um Ihnen jetzt Ackerbau zu erklären, aber es gibt da tolle Fachliteratur. Oder fragen Sie doch mal einen Ackerbauern. Ansonsten liefern Sie sich einige Antworten gerade selbst: blenden Sie Ihre vorgefertigte Meinung mal aus und lesen z.B.mal nach, was Krähenvögel und Möwen sonst noch so fressen. Dann schauen Sie im Jagdrecht, warum es so viele gibt, und machen sich schlau, wer das durchgedrückt hat. Vielleicht finden Sie auch einen Zusammenhang zwischen Viehhaltung, Insekten und insektenfressenden Vögeln. Natur und ihre Zusammenhänge sind alles, nur nicht einfach. Bauern wissen das. Und ,nicht böse sein, wenn Sie nach Radtouren immer nach Gülle stinken, sollten Sie ihr Deodorant überdenken. Oder fahren sie so selten?
            Wo wurde denn jetzt Ihr Schnitzel geboren? Oder zumindest zum Aufschnitt heute Abend sollten Sie es sich wissen, oder? Wo Sie doch so wert auf die Haltung legen

            2+
            • Bernd Klemme sagt

              So Ihr lieben Leute, mein letzter Beitrag zu diesem Thema. Es geht hier nicht darum was Möwen oder Krähen fressen, das sind so ziemlich die einzigen die sich dort noch wohl fühlen da die anderen Arten so ziemlich ausgelöscht wurden. Insekten, Flora und Fauna leiden arg unter dem Bewirtschaftsdruck, wer das nicht sehen will…dann last es halt. Zu unseren belasteten Gewässern wollte hier niemand Stellung nehmen? Ist wahrscheinlich auch nicht so dramatisch, denn wo es kein Leben mehr gibt kann auch nichts mehr sterben. Und zu Lady, nein ein Getreidefeld wird wohl eher selten gedüngt, es geht hier mehr um Grasland welches nach jedem Schnitt gedüngt wird. Wenn die Güllegruben voll sind wird der „Wertvolle“ Dünger eher zur Last, und muss halt weg. Dann gibt es in der Sperrfrist gerne mal eine Ausnahme Regelung, oder aber man fährt dort wo es die Öffentlichkeit nicht sieht, das kann durchaus auch im Dunkeln geschehen. Glaubt es oder last es, mein Fleischbedarf ist so gut wie auf Null gegangen, genießen kann ich das fettige oder Wässerige (keine Ahnung was damit los ist, wird beim Braten immer kleiner) Mastfleisch sowieso nicht. Ein letzter Satz noch zu der albernen Bemerkung mit meinem Deo…wenn Sie nach Sportlicher Betätigung nach Gülle riechen dann sollten einen Arzt aufsuchen (nicht böse sein), bei mir liegt es an der Kleidung die den Geruch an nimmt, so wie, wenn man nach Rauch riecht wenn man im Qualm steht. Ausreichend erklärt? Hat mich sehr gefreut Ihre Aufmerksamkeit erregt zu haben. Bewegen zum Nachdenken werde ich hier im Moment wohl noch keinen, vielleicht irgendwann einmal, hoffe das es dann nicht zu spät ist und auch der letzte merkt, Provit ist nicht alles, und die Natur braucht uns mit Sicherheit nicht…

              1+
              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Soweit mir bekannt, darf auch ein Landwirt einen gerechten Lohn fordern.

                Da ich direkt an einem Bach wohne, kann ich ihnen sagen, dass der Zustand des Gewässers nach Behördenangaben gut ist.

                1+
              • firedragon sagt

                Guten Abend Herr Klemme,

                ich kann Ihre Reaktion nachvollziehen.
                Es ist schwierig hier jetzt ganz konkret auf Ihr Problem mit „Ihrer“ LW einzugehen.
                Wie ich schon geschrieben habe, ich weiß nicht, wie die Landwirte in Ihrer Region arbeiten.
                Es gibt Richtlinien und Auflagen, nach denen i.d. Regel gearbeitet wird.
                Deshalb: versuchen Sie mit „Ihren“ Landwirten ins Gespräch zu kommen.
                Die Grünen Kreuze und auch die Demo’s laden dazu ein.

                1+
              • Thomas Apfel sagt

                Ich muss es bei soviel UBA-Propaganda-Gläubigkeit doch nochmal erwähnen. Das was am Tag vor der DEMO über die Sender ging (fast alle Gewässer in Niedersachsen in „schlechtem ökologischen Zustand“) ist so wie die meisten Fake-Meldungenen der UBA Propaganda blanker Schwachsinn. Glücklicherweise gibt es langjährige Messreihen (die auch dem UBA vorliegen), die das genaue Gegenteil beweisen: Die meisten Gewässer haben insbesondere was das Nitrat betrifft Trinkwasserqualität.
                Der Trick besteht darin, dass 2016, nachdem nach dem Trinkwasserrichtwert von 50 mg/l fast überall erreicht war, die Grenzwerte einfach abgesenkt wurden und schwupps war ganz Niedersachsen wieder rot. Zudem führt jede Veränderung des „natürlichen Flusslaufes (und das betrifft fast Fließgewässer) zu der Beurteilung „Schlechter ökologischer Zustand“, weil einfach nicht besser werden darf, das würde ja die Panikmache ausbremsen. Also, lieber Herr Klemme, nicht jeden Müll glauben. unsere Umwelt geht sowenig kaputt, wie („Der Stumme Frühling“) im Jahr 2000 alle Schmetterlinge und Vögel ausgestorben waren.

                7+
              • Ferkelhebamme sagt

                Ach Herr Klemme, man könnte meinen, Sie seien ein Westfale, so stur wie Sie sind. Ich bin einer, darum geb ich noch nicht auf 😉: Da Ihnen die Vögel so am Herzen liegen, möchte ich Ihnen jetzt aus meiner Welt erzählen: Vorab: Krähen und Möwen fressen Küken. In den letzten Jahren ist die Population von Kibietzen und Feldlerchen hier definitiv gestiegen, auch wenn das scheinbar nicht sein darf. Die Kibietze leben auf Flächen, die lt. NABU nicht für sie geeignet sind. Nur hat ihnen das wohl niemand gesagt. Für die erste Brut haben wir das Maisland extra länger liegen gelassen (OHNE dafür irgendwie entschädigt zu werden!), die zweite Brut haben wir die Nester gekennzeichnet und drumherum geackert. Beide Bruten waren erfolgreich, bis die Dohlen kamen… Es treibt einem die Tränen in die Augen, wenn die Eltern versuchen, ihre Küken zu verteidigen: sie hatten keine Chance. Am nächsten Tag waren alle Küken weg. Fragen Sie doch mal, warum diese sch. Biester unter Naturschutz stehen. Ich kann es nicht verstehen. Für Feldlerchen haben wir wie empfohlen (freiwillig!) Drilllücken gelassen (Lerchenfenster). Der Bussard hier ist allerdings nicht doof, und wusste sofort, wo er suchen musste. Schade. Und Stare gibt’s hier jede Menge in den (von Bauern angelegten) Hecken, die machen einen Höllenlärm. Möchten Sie welche abhaben?
                Wie soll ich Ihre Gewässer beurteilen? Nur so viel: Eutrophierung kann von Gülle, muss aber nicht dadurch entstanden sein. Heiße, trockene Sommer können z.B. auch ursächlich sein (war da nicht was?) Deshalb möchte ich Sie bitten, nicht so verbohrt zu sein. Landwirtschaft kann, muss aber nicht zwingend für alles verantwortlich sein. So einfach ist das nicht. Und ich rieche tatsächlich jeden Tag nach Gülle, genauer gesagt nach Schwein. Allerdings nicht nach sportlicher Betätigung, da hab ich keine Zeit für.
                Für Ihr Fleisch kann ich Ihnen nur raten, zum Metzger zu gehen und sich beraten zu lassen. Richtig gutes kostet aber auch mehr.
                Und wenn es mir nur um Profit ginge, hätte ich einen anderen Job, das können Sie mir glauben. Sie bekommen bestimmt mehr Rente als ich mit meiner 60 Std. Woche verdiene. So, jetzt muss gut sein, einen schönen Abend.

                6+
          • Sabine sagt

            Vögel haben viele Probleme. Die immer noch, teilweise inzwischen illegale, durchgeführte Jagd auf den Zugstrecken vieler Singvögel, die Lichtverschmutzung, die ihnen die Orientierung erschwert, die pflegeleichten Gärten bei uns, in denen streunende Katzen, Eichhörnchen und Rabenvögel leichtes Spiel haben. Die überall vorhandenen Hunde, die durch die letzten Hecken und wilden Wiesen stöbern und so Bodenbrüter stören, aber die Versorgung auch Ästlinge erschweren. Alles Dinge, die wir in den Städten und Dörfern sofort abstellen könnten, wenn wir nur wollten. Da brauchen wir nicht einen einzigen Landwirt für.
            Vllt. gelänge es noch die Schottergärten und Kirschlorbeerhecken einzudämmen, auch wenn ich befürchte das D dann kollektiv „Rücken“ haben wird.
            Den Aufschrei will ich mir allerdings nicht ausmalen, wenn man dem vereinsamten Städtern ihre emotionale Krücke wegtritt und ihnen die Haltung ihre Lieblingsraubtiere verbietet. Die sie sich übrigens nur leisten können, weil durch den Kückenschredder und Co. das Futter so billig geworden ist, dass es kein Problem mehr ist die Ersatzfamilie aus Fleischfressern gut zu ernähren. Da ist es besser man versichert ihnen, dass ihr Liebling nichts mit der Umweltsituation zu tun hat und nur die bösen Kühe den Regenwald auffressen und die Luft mit ihren Pupsen vergiften.

            1+
      • bauerhans sagt

        „Ein Aufschrei an alle die Rücksichtslos und Egoistisch mit unserer Umwelt umgehen.“

        dann auch wirklich an alle und nicht nur auf bauern verbal eindreschen!

        0
  6. Bernd Klemme sagt

    Ich stelle ein grünes Kreutz für jedes Insekt das durch die Landwirtschaft vernichtet wurde, eines für jede Pflanze die tot gespritzt wurde, eines für jeden Vogel dessen Lebensraum umgepflügt wurde, eines für jedes Tier das der Kulturlandschaft weichen musste, eines für jeden Strauch, jeden Baum der für ein paar qm Land weichen musste, eines für jedes Gewässer das durch die Überdüngung kein Leben mehr aufweist, eines für unser immer schlechter werdendes Grundwasser, eines für jeden Feld oder Wirtschaftsweg der in Grund und Boden gefahren wurde, eines für jedes „Nutztier“ das noch nie eine Weide gesehen hat, eines für Überproduktion auf kosten der Umwelt, eines für jeden kleinen Hof den die „Großen“ kaputt gemacht haben, und eines für Gier und Uneinsichtigkeit das es ein weiter so nicht geben darf.

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Möchte ihnen nicht zu Nahe treten, deshalb die Frage:

      Ist ihr Arzt zur Zeit im Urlaub?

      3+
  7. firedragon sagt

    Guten Morgen,

    ich lese immer mal wieder querbeet ältere Beiträge und manche Kommentare.
    Vielleicht sollte das der Ein odere Andere auch mal machen, bevor hier auf die LW losgegangen wird. Als Aussenstehender entwickelt man dann vielleicht ein bischen Gespür, was den Landwirt derzeit bedrückt.
    Warum still mit grünen Kreuzen gemahnt wird und warum sich morgen viele des Berufstandes auf den Weg in grössere Städte machen und sich Gehör verschaffen wollen.

    Wir gehören keiner Gewerkschaft an, die zu Streiks aufrufen kann und beispielsweise Flugverkehr, Bahnverkehr u.ä. lahmlegen kann. Wir gehören keiner Gewerkschaft an, die mehr Lohn für uns einfordert oder für uns fordert, dass die Wochenarbeitsstunden runtergesetzt werden. Wir gehören keiner Gewerkschaft an, die die Auszahlung von Überstunden oder Freizeitausgleich fordert.
    Mindestlöhne gibt es nur für diejenigen, die in der Landwirtschaft eingestellt sind.
    Nicht für den „Chef“ oder die Familie, die einen Familienbetrieb führen.

    Es wird der LW hier des öfteren vorgeworfen, wir würden jammern.
    Ja, es wird wohl auch gejammert werden…. woran könnte das liegen ?

    Vielleicht ist Ihnen, die Sie Arbeitnehmer oder Beamter sind, aufgefallen, dass in den letzen Jahren 20 Jahren die Kosten in allen Bereichen gestiegen sind. Ob das Versicherungen, Steuern, Reparaturen, Autos, Mieten, Lebensmittel und andere meteriellen Güter sind.
    Uns ist das auch stark aufgefallen.
    Wissen Sie, die Verteuerungen der Lebenshaltungskosten geht an uns auch nicht spurlos vorüber.
    Wenn Sie zur arbeitenden Bevölkerung gehören, steigt gelegentlich Ihr Stundenlohn.
    Wir haben keinen, also steigt da auch nichts.
    Jetzt werden Sie sagen, das Brot wird beim Bäcker aber immer teurer, also bekommt die LW auch mehr Geld – Nein.
    Im Verhältnis bekommen wir den gleichen Preis für unsere Produkte, wie vor zwanzig-dreißig Jahren. Wie sieht’s bei Ihnen aus ? Wirtschaften Sie noch mit dem Lohn der damaligen Zeit ? Nein ? Sehen Sie !

    Morgen werden Sie, wenn Sie in einer der demobetroffenen Städt wohnen, einige Traktoren sehen. Darunter werden nicht nur „alte Schüsseln“ sein. Es werden auch hochmoderne „Monster“ auftreten. Sie werden denken, warum jammern die, die haben doch riesige Traktoren mit allem „Scheiß“.
    Ja haben wir. Brauchen wir auch teilweise !
    Arbeiten Sie im Büro mit einem Computer ? Wie alt ist der ? Arbeiten Sie mit hochmoderner Technik ?
    Diese Maschinen sind unsere Arbeitsplätze ! Wir sitzen mehrere Stunden auf diesen „Böcken“ und wir sind über den Komfort sehr glücklich – fahren Sie mal mit einem alten Traktor mehrere Stunden über den Acker, Ihnen tun alle Knochen weh.
    Jetzt sagen Sie, die kosten doch ein Vermögen, wenn ihr die Maschinen habt, verdient ihr doch genug – sprechen Sie doch mal einen Landwirt an, wem die Maschine gehört. Möglicherweise der Bank.

    Ich wollte das hier sehr gerne noch los werden, bevor morgen viele von uns auf sich und die Landwirtschaft aufmerksam machen.

    6+
      • Ferkelhebamme sagt

        Außerdem wurden vielfach zur Liquiditätssicherung die abbezahlten Maschinen verkauft und neue finanziert. Das ist günstiger als ein Liquiditäts-Darlehen.

        1+
    • wederw sagt

      Es ist stets ein schwerer Weg ein Gleichgewicht zwischen sich gegenüberstehenden Seiten zu finden.
      Wir alle müssen essen, wollen gut essen. Aber hier hören die Gemeinsamkeiten auch auf.
      Die EU verklagt Deutschland, weil hier Grenzwerte nicht eingehalten werden, obwohl sie das schon längst sollten. Wir haben einen Rückgang in die Anzahl der Insekten. Ich wohn auf dem Land, fahre täglich 50 km durch Agrarwüsten und hatte dieses Jahr 5 Insektenflecken auf der Windschutzscheibe. Vor 20 Jahren musste ich täglich die Windschutzscheibe putzen. Das sind nur 2 von vielen Argementen gegen ein „Weiter so!“.
      Die ganze Landwirtschaft ist kaputt und die Bauern rufen laut „Weiter SO! Wir müssen mehr Gift ausbringen um mehr Ertrag zu haben um den nächsten Bauern unterbieten zu können“ Und dann kommen Argumente wie die würden den selben Lohn bekommen wie vor 20-30 Jahren.. Dann hört doch auf damit! Dann macht Ihr was Falsch! Hört auf euch mit immer billigerem Kack zu unterbieten! Bestimmt sagt jetzt wieder jemand „Du verstehst das nicht!“ Nein, tue ich nicht. Aber Ihr auch nicht. Und das ist seit 20 – 30 Jahren euer Untergang und wird es weiter sein! Eure Sturheit ist eurer Kreuz, nicht das Agrarpaket!

      0
      • Schmeckt gut sagt

        Hilfe, nicht schon wieder die toten Insekten auf den Windschutzscheiben. Das Thema haben wir schon gefühlt 1000mal durchgekaut. Nur soviel: Könnte es sein, dass sie mit geschlossenen Augen fahren, denn seit den ausgiebigen Regenfällen in den letzen Wochen gibt es so viele Insekten, dass ich die Windschutzscheiben mehrfach pro Woche reinigen muss. Könnte es vielleicht sein, dass jetzt wieder viele Habitate Wasser führen und so Insektenlarven wieder eine Chance haben, den kompletten Lebenszyklus zu durchlaufen. Zum Thema Pflanzenschutz: Bei uns ist es so, dass durch das wiederum sehr trockene Witterung, nur sehr wenige Mittel gegen Pilze und Insekten eingesetzt werden mußten. SIE UNTERSTELLEN DEN LANDWIRTEN, DASS SIE NICHTS BESSERES ZU TUN HABEN, ALS GELD (PSM sind sehr teuer) ZUM FENSTER RAUS ZU SCHMEIßEN. Das Gegenteil ist der Fall.

        5+
        • Bernd N. sagt

          Leider, muss ich dem Schreiber ‚wederw‘ Recht geben. In diesem Sommer musste ich meine Frontscheibe nicht putzen, der Scheibenwischer schaftte es allein, die 5 oder 6 Insekten von der Scheibe zu entfernen. Wer das immer noch leugnet, dass es ein Artensterben großen Ausmaßes gibt – tut mir leid, wache auf und sehe der Realität in das Gesicht.
          Die gülleverseuchtesten Böden Europas – Bußgeldandrohung durch Brüssel – ein Bauernpräsident der von der Regierung fordert, (Landwirtschaft zum größten Teil der Verursacher) wie die Landwirte entschädigt werden sollen, sollte das Trinkwasser teuer aufbereitet werden müssen – wer dann immer noch meint, es ist alles in Ordnung, der bekommt wirklich irgenwo etwas nicht auf die Reihe.
          Der Bürger wird es nicht mehr hinnehmen, für alles seinen Geldbeutel aufmachen zu müssen.

          0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            @ Bernd N.

            Sie sollten mal der Realität in das Auge sehen.

            1, Die Autos sind viel Windschnittiger als Früher, das bedeutet dass Insekten über die Windschutzscheibe geleitet werden.

            2. Bei nüchterner Betrachtungsweise sollte man feststellen, das der starke verkehr und die damit verbundenen Verwirbelungen den Insekten keine Chance lässt, in Richtung Straße zu fliegen.

            3. Vielleicht ist es ihnen aufgefallen, dass kaum mehr Weidebetrieb an den Straßen herrscht, wo sollen die dicken Brummer herkommen, die auf Kuhfladen angewiesen sind.

            4. Da ich wohne gibt es kein Gülleüberschuss, da es wenig Ställe gibt und die Bevölkerung Sturm läuft, selbst wenn ein Stall in 4 Km Entfernung geplant ist. Die Gülle fällt halt woanders an.

            5. Ein Umweltskandal unglaublichen Ausmaßes findet der zeit in Mittelbaden statt, zu dem sich noch niemand mittels eines Leserbriefes geäußert hat. Kleiner Tipp, das kann man nicht der Landwirtschaft anhängen.

            https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/april/22243.html

            0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Dieser Schwachsinn ist kaum zu überbieten, außer dass sie es nicht verstehen, das stimmt.
        Statt ihre Absonderungen hier verbreiten, könnten sie es mal mit Informationen versuchen.

        2+
      • firedragon sagt

        Guten Morgen wederw und Bernd N.,

        wo wohnen Sie?
        Denken Sie bitte 20 oder 30 Jahre zurück.
        Erinnern Sie sich, gab es damals eventuell mehrere kleine Betriebe? Hatten die möglicherweise einen Misthaufen „vor der Tür“? Waren da möglicherweise die Äcker kleiner und wurde der Mist zu unterschiedlichen Zeiten ausgebracht?
        Wenn es eventuell so gewesen war, ist es heute immer noch so??
        Viel Mist (Stroh und Scheisse) =viel Insektenmasse

        0
  8. Schmeckt gut sagt

    Abstoßend und auch anmaßend, was im Moment aus Teilen der „Agrarwende“-bewegung abgeliefert wird. Wir wissen, dass keine Sachargumente angehört werden; ausgetauscht werden und/oder alle Erfahrungen und Beobachtungen von Seiten der Bauern konsequent angezweifelt werden. Es ist offensichtlich, dass hier eine ganz perfide Strategie dahinter steckt. Durch die Gegenwehr aus der Basis der Bauernschaft wird aber jetzt endlich offensichtlich, dass dieses miese Spiel der falsche Weg ist. Und was fällt den „Scharfmachern“ hierzu ein? Kein einziges, wirklich treffendes, gutes Argument. Nein, nur persönliche Angriffe, Diffamierungen und „Kriminalisierung“ der Bauern. Ich finde , dass sich so der überwiegende Teil der vielen LW-interessierten darüber klar werden kann, dass die LW eben nicht die Hauptschuld am ganzen Übel in der Welt trägt. Nein, es wird so deutlich, dass hier alle verlieren werden. Macht ruhig so weiter payoli, N“ws“ … dann wird eure Verbohrheit immer deutlicher. Wir erwarten Argumente und keinen „Rufmord“. Übrigens verfällt der ehemalige niedersächsische LW-minister Christian Meyer ins selbe Muster, oder wie ist es sonst zu erklären, dass er nur noch mit „miesen“ TAZ-artikeln postet. Ich empfinde es nur noch als abstoßend und peinlich. Zeigt doch endlich mal Argumente und Lösungen auf. Wir haben hier oft genug Wege aus dem Schlamassel aufgezeigt.

    4+
  9. Nicht "Weiter so!" sagt

    Obstbäuerin:
    „Allerdings gebe ich Ihnen recht, es haben sich Parallelwelten gebildet und so sehr ich mich auch bemühe, die Gegenseite zu erreichen, es gelingt mir nicht. “

    – Dafür gibt es ganz einfache Erklärungen.

    1+
      • Das glaube ich nicht, nachher ist der Arzt auch in der Parallelwelt!

        Da kann nur Bildung helfen, in das Bildungssystem mit übernehmen!

        4+
  10. Nicht "Weiter so!" sagt

    Lieber Bauer Willi – ich zitiere Sie: „Wir können auch mehr Naturschutz. Wir können mehr Artenschutz. Wir können mehr Tierwohl. Aber davon können wir nicht leben. Vielleicht denken Sie darüber mal nach…. “

    Definieren Sie bitte „leben können“.
    Heißt das, den dritten Riesentraktor und die Mega-Masthalle, und das neueste Modell Spritzmonster finanzieren zu können? Die „Must have!“ der Agrarlieferanten rauf und runter zu bestellen? „Pflanzenschutzmittel“ und Kunstdünger kaufen zu können, um Hochleistungs-Pflanzen zu päppeln und dann die Ernte zu verramschen?

    Oder wäre Ihnen mit einem Einkommen gedient, dass Sie „gut leben“, Ihre normalen Rechnungen bezahlen, die Kinder auf gute Schulen schicken können? Wo Leute gerne zu Ihnen kommen, weil die von Ihren Produkten überzeugt sind, Sie ein angenehmer Mensch sind und für beste, giftfrei produzierte Waren stehen?

    Wann, lieber Bauer Willi, ist die Verbindung zwischen Direktvermarkter Bauer Willi und dem Bürger, der gerne seine Kartoffeln gekauft hat, wann ist das Band zerschnitten worden? Und von wem?
    Wer weiß das noch? Oder war das ohnehin nur Idylle, dass ich die Milch beim Bauern geholt habe und auch die Kartoffeln?

    Ich kaufe immer noch ab Hof… – aber nicht da, wo grüne Kreuze oder Roundup-Puster stehen. Da danke ich für die Warnung an dieser Stelle und mache einen großen Bogen drum herum.

    Ich wünschte mir, es wäre anders. Aber hier wird hartnäckig gegen Veränderungen (könnte doch was Schönes sein sogar, oder?) gemauert.

    9+
  11. Thomas Apfel sagt

    Hallo „payoli“
    soviel Gehässigkeit und gleichzeitige Unkenntnis der Mechanismen des Marktes, denen auch Sie Ihren Wohlstand verdanken habe ich selten in einer Einlassung versammelt gesehen.
    Genau diese „populistisch-populären“ Fehleinschätzungen führen zu dem was Sie beklagen:
    Das Gesalber von „Massentierhaltung“ hat in den letzten 10 Jahren 75 % der Schweinehalter in Deutschland zur Aufgabe bewegt. Das Gleiche gilt etwas abgeschwächt für die gesamte Tierhaltung. Dabei wäre es wichtig die Tierhaltung insbesondere im Osten wieder stärker zu fördern. Langzeitversuche (teils über 100 Jahre) zeigen dass der Humusgehalt der Böden nur über 10 t/ha Stallmist pro Jahr (oder halt 30t/ha alle 3 Jahre) gehalten werden kann. Die Ackerflächen im Osten haben die höchsten Verluste an Humus in den letzten 30 Jahren. Hauptgrund ist zu wenig organische Düngung und in dem Zusammenhang zu geringe Tierbesätze (0,4 GVE/ha statt der notwendigen 1,2 GVE).
    Die großen Tierhaltungsbetriebe sind nach der Wende weitgehend verschwunden (minus 50 %) und neue Kleine und Mittlere sind kaum entstanden. Die Notwendigkeit grundsätzlich höherer Tierbesätze insbesondere im Osten sieht interessanterweise auch der Demeter-Verband so. Das geht natürlich vollkommen gegen den Nutztier-feindlichen Trend in der Gesellschaft.

    6+
  12. Ganz ehrlich: Ich bin ein ‚alter Kracher‘ und hab mich gefreut, als die Handelsketten die Bauern etwas auf den Boden brachten. Denn was die sich früher gegenüber den Direktkunden rausnahmen war eine Frechheit.
    Heute sind vielleicht die Handelsketten ‚zu groß‘ und nehmen sich zuviel heraus.
    ABER: Ihr Bauern habt Euch in diesen Markt begeben! Ihr wolltet nicht mehr handarbeiten, sondern spritzen! Ihr wolltet nicht mehr Mist- oder Kompost- sondern Kunstdünger- düngen. Ihr wolltet Agroindustrie statt Bauerntum, mit immer größeren Maschinen! Ihr überzieht das ganze Land mit Glyphosat, obwohls krebserregend ist und niemand will.
    Also was jammert Ihr jetzt, dass Ihr weltweit mit ähnlich größenwahnsinnigen Vergiftern in Konkurrenz steht!?
    Ich denke mir, ehrliche Arbeit wurde immer noch gut bezahlt. Doch heutige Bauern sind Lichtjahre von jeglicher Ehrlichkeit entfernt.

    4+
    • firedragon sagt

      Guten Morgen payoli,

      Vielleicht haben Sie Zeit und lesen sich einen Großteil der Beiträge mal durch. Nicht nur die grünen Kreuze. Einfach mal querbeet.

      2+
    • Thomas Apfel sagt

      Die „Direktkunden“ kaufen freiwillig bei Bauern. Die zwingt Keiner dazu. Die Preise der Direktvermarkter liegen größtenteils unterhalb derer der LEH-Ketten bei gleicher Produktqualität. Was der Direktvermarkter nicht kann, nicht soll und auch nicht will, ist das Verramschen über Sonderangebote. Auch Sonderangebote haben natürlich ihren Sinn, um Spitzen wegzudrücken und den Markt für „Normalpreisige“ Ware wieder freizumachen. Nur wird der Anteil „Normalpreisiger Waren“ auch im LEH immer kleiner, zu Gunsten von Hausmarken mit „Mehrländer-Herkunftsangaben“ oder gar keine Herkunftsangaben. Da kann kein Bauer mit kleinteiligem Sortiment in der DV gegenhalten. Im Übrigen hat der Handarbeitsintensivere Bio-Bereich die größten Probleme Standards wie Mindestlohn und Arbeitszeitgesetz einzuhalten. Was ist aus ihrer Sicht „Ehrlichkeit“? Niemand macht ein Geheimnis aus den Methoden der modernen Landwirtschaft die überhaupt erst ermöglicht haben, dass Sie da sind und nicht 80 % Ihrer Tageszeit aufbringen müssen der Natur mühsam Ihr Essen abzutrotzen. Der Ökolandbau ist weder Pestizidfrei, noch frei von Nitratproblemen er lügt nur halt erfolgreich mit Hilfe der Medienpräsenz. Zur Ernährung der Menschheit hat er bislang NICHTS beigetragen.

      13+
      • Mein Beitrag wollte darstellen, dass Direktkunden damals eben nicht ‚freiwillig‘ bei Bauern einkauften und die Bauern sich in ihren Monopolstellungen einfach unverschämt verhielten. So gesehen kann ich das heutige Bauern- Gejammere nicht wirklich ernst nehmen, wenn jetzt eben andere ‚Oberwasser‘ haben und mit den ehemaligen Monopolisten ’schlittenfahren‘.
        Aber vielleicht erleben wir ja noch, dass jeder sich fair jedem gegenüber verhält. Da hätten Bauern, die doch echt alles, von Nutztieren, über Insekten bis zu Bodenorganismen umbringen, mehr als genug zu tun …

        1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sie treten manchmal auf in Herden,
          Trolle, völlig Hirn verbrannt.
          Und wieder wird gepostet werden,
          Völlig ohne Sachverstand.

          Und weil der Troll nichts weiß,
          schreibt er auch nur Scheiß,
          Und will hier einer Landwirtschaft loben,
          Fangen Sie gleich an zu toben.

          Zu Trollen, die hier Stress verbreiten,
          Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
          Denn wenn wir uns mit ihnen streiten,
          Geht das Getrolle munter fort.

          So lasst uns mal genau betrachten,
          Was hier den Trollen fast gelingt:
          Dass wir einander nicht mehr achten,
          Was wiederum nur Frust bedingt.

          Das sei es, was den Poster zieret,
          Und dazu ward ihm der Verstand,
          Dass er die Trolle ignorieret,
          Für Sie nicht Futter hält zur Hand.

          Dass dieser Geist sich hebt,
          Und hier im Forum lebt.
          Dass es wieder Spaß bedeute,
          Auch an Tagen so wie heute.

          3+
        • Thomas Apfel sagt

          Hallo Payoli, ich geb mal Paroli,
          Auch wenn mir die Beschimpfungen Ihrerseits gewaltig auf den Nerv gehen, folgende Frage: Hatten Sie, hatte Ihre Familie nach dem Krieg in der Schwarzmarktzeit irgendein traumatisches Erlebnis mit Bauern? Dann empfehle ich Ihnen dringend einen Psychiater aufzusuchen, weil die damaligen Umstände NICHTS mit den heutigen zu tun haben.
          Die Nutztiere tötet im übrigen meist der Metzger, der Bauer sorgt dafür, dass sie überhaupt da sind und zieht sie auf, damit Sie ,falls Sie nicht Veganer sind , was zu fressen haben. Landwirtschaft ist seit je her die Unterdrückung von Artenvielfalt zu Gunsten der Nutzpflanzen auf den Feldern. Der Umstieg der Menschheit vom Jäger und Sammler auf Ackerbau und Viehzucht (nennt man Landwirtschaft) hat die Gesellschaftliche Entwicklung zur Sesshaftigkeit, festen Häusern und allem Komfort, den Sie heute genießen überhaupt erst ermöglicht. Sich aus Boshaftigkeit oder Dummheit in die Diskussion mit derart unqualifizierten Kommentaren einzumischen, wie Sie das tun, ist einfach schäbig!!

          7+
          • „Hatten Sie, hatte Ihre Familie nach dem Krieg in der Schwarzmarktzeit irgendein traumatisches Erlebnis mit Bauern?“

            Daran wird es liegen,
            was bin ich schon beschimpft worden weil ich aus der Landwirtschaft stamme.
            Dabei bin ich 10 Jahre nach dem Krieg geboren!
            Ich kann gar nichts dafür!

            Einzelheiten erspare ich mir!

            0
          • Dir, werter Thomas Apfel,
            gehen meine ‚Beschimpfungen‘ ‚gewaltig auf den Nerv‘!?
            Nicht EIN Schimpfwort findest Du auf meinen Beiträgen. Während Du mir einen Psychiater empfiehlst und mi# ‚Boshaftigkeit‘, ‚Dummheit‘ und ‚Schäbigkeit‘ unterstellst!
            Also benimm Dich bitte!
            Und dann können wir über meine Fakten reden, auf die Du wohlweislich nicht eingegangen bist!

            0
            • firedragon sagt

              Guten Tag payoli,

              Ihr erster Beitrag beinhaltet eigentlich nur Vorwürfe. Sie haben keine Frage gestellt, auf die man hätte antworten können.
              Hier im Blog finden sich zu Ihren Vorwürfen diverse Themenbereiche (Beiträge). Ich hatte Ihnen bereits geschrieben, dass Sie dort fündig werden.
              Falls Sie dann noch Fragen haben sollten, auf die Sie keine Antwort finden konnten, ist möglicherweise jemand bereit darauf zu antworten.

              0
    • bauerhans sagt

      „Doch heutige Bauern sind Lichtjahre von jeglicher Ehrlichkeit entfernt.“

      rad ab!

      1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zitat payoli

      „Ganz ehrlich: Ich bin ein ‚alter Kracher“

      Manchmal spricht man davon dass man Altersweise wird, manchmal gibt es auch das
      Gegenteil. Es gibt die Altersradikalität. Eine gewisse Unduldsamkeit, Starrsinn, das sind typische Phänomene.

      2+
      • Echt!? Mehr fällt Dir zu meinem Kommentar nicht ein?
        Nichts über Euer Spritzen und Kunstdüngen, nichts über Euren Glyphosateinsatz? Nichts über Eure Entscheidung freiwillig in diesen wahnwitzigen Agroinsustriematkt zu gehen!?
        Traurig!

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nein,
          ich möchte unter meinen Bäumen nicht mehr mit der Handhacke das Gras fernhalten, nein mit meinen 71 Jahren würde das keine Freude bereiten.

          Da nur unsere Ausscheidungen als Dünger zur Verfügung stehen, das wird das nix, das ist im Obstbau verboten. Kompost? Na ja. nehmen sie mal diesen Link:

          https://bnn.de/lokales/baden-baden/pfc-mittelbaden-eine-dokumentation

          Ich verrate ihnen mal was, bei uns werden nur Streifen mit Herbiziden behandelt, der Rest ist begrünt, deshalb ist der Humusgehalt kein Problem.

          Und wenn der Verbraucher ihre Ansprüche an die äußerliche Qualität etwas zurückschrauben würde, könnte man auf die eine, oder andere Spritzung verzichten.

          2+
  13. Nicht "Weiter so!" sagt

    „Dein Kommentar befindet sich in Moderation“ In Zensur? – Aha ! Ist das, was „Dialog“ heißt?

    0
  14. Nicht "Weiter so!" sagt

    Zum Symbol „grünes Kreuz“. Ich habe gefragt, „Ihr wählt die Farbe grün und ihr wählt das Kreuz. – Was soll das bedeuten? “ Da schreibt ein copy-paste-„ehemaliger“ (ehemaliger – er war mal, ist aber nicht mehr) was von „horizontal, vertikal, Zeichen der Erdverbundenheit und der Liebe“ etc., etc. Stuss! Leute, liebe Leute. Wisst ihr, was das grüne Kreuz bedeutet? Es ist das Giftkreuz! Ihr kennzeichnet euch selber als Giftspritzer! Das grüne Kreuz wird euch um die Ohren fliegen! Wisst ihr nicht, was „Grünkreuz“ bedeutet? Seid ihr so ahnungslos? Wer das erdacht hat, hat nicht wirklich weit gedacht. Aber…. macht weiter so! Besser kann man sich nicht selber zerlegen! Macht weiter mit „Grünkreuz“. Grünkreuz – das Gift aller Gifte! Gelbkreuz, Blaukreuz, Grünkreuz – Macht euch mal schlau Stichwort „Buntschießen“ – Ja, das seid ihr wohl, Buntschießer. Ihr werdet ernten, was ihr gesät habt! Wärt ihr mal besser bei den Möhrchen geblieben!

    1+
    • firedragon sagt

      Hallo Nicht „Weiter so“,

      ich hatte lange überlegt wie und ob man Dir antworten kann.

      Über „Buntschießen“ wusste ich bisher nichts. Liegt wohl daran, daß ich mich damit nicht beschäftigt habe und das nicht in meinem Interessengebiet liegt. Danke an dieser Stelle für Deinen Hinweis.

      Weißt Du, jeder interpretiert ein Thema gerne für sich und sein Weltbild. Nun ist es so, dass eine Grünkreuzgranate und das Grüne Kreuz optisch und inhaltlich gar nichts gemeinsam haben.
      Aber das wirst Du wohl anders sehen und daran
      werde ich nichts ändern (können).

      6+
  15. Nicht "Weiter so!" sagt

    Hallo Landwirte. Ich habe jetzt so ein grünes Kreuz gesehen. Ich habe mich informiert, was es bedeuten soll. Ist das euer Ernst? Ihr wählt die Farbe grün und ihr wählt das Kreuz. – Was soll das bedeuten?

    0
    • Obstbäuerin sagt

      Ganz im Ernst, wir wollen weiter für die Mehrheit der Bevölkerung (96%) gute Lebensmittel produzieren. Wir werden weiterhin sorgsam mit unseren Produktionsmitteln, den Tieren, den Bäumen und dem Acker, umgehen. Wir achten auf unsere Umwelt und werden uns sinnvollen Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung nicht verschließen.
      Aber wir wollen auch von unserer Arbeit leben können. Wir wollen unsere neue moderne Landwirtschaft, die uns die Arbeit erleichtert, nicht in ein mittelalterliches, mühsames Wirtschaften durch unsinnige Gesetze zurückentwickelt sehen. Jeder, der das von uns fordert, möglichst als Gesetz, sollte sich darauf einstellen, 20 Stunden in der Woche Unkraut zu hacken oder andere Handarbeiten zu erledigen. Und auch das müsste vom Staat ebenfalls per Gesetz vorgeschrieben sein.

      5+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sollten sie sich tatsächlich über die Kreuze informiert haben, dann müssten sie es wissen.

      Das Lateinische Kreuz oder Passionskreuz ist das verbreitetste Kreuz in den westlichen lateinischen Kirchen. Der Längsbalken ist dabei länger als der Querbalken, welcher oberhalb der Mitte den Längsbalken kreuzt. Es symbolisiert zum einen den Opfertod Jesu Christi. Zum anderen symbolisiert es die VERBUNDENHEIT des Menschen mit der ERDE und den MITMENSCHEN (waagerechte Achse des Kreuzes), sowie mit dem Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes).

      Quelle: Wikipedia

      Storicamente siamo sempre stati emarginati, ma non vogliamo emarginare nessuno.

      6+
      • und Grün soll die Landwirtschaft oder Natur bedeuten, gell Ehemaliger?

        Wer bearbeitet einen großen Teil der Natur?
        Die Bauern, dazu brauchen sie Höfe um die Kreislaufwirtschaft zu garantieren und die Biodiversität zu erhalten.

        Und wenn diese Höfe sterben???

        Leute wollen wir das?

        2+
    • Nicht "Weiter so!" sagt

      Warum schreibe ich hier ganze Aufsätze, wenn die dann verschwinden?
      Ich schreibe hier und es verschwindet. Was soll das?

      0
  16. Bernd N. sagt

    Wenn ich so manchen Kommentar aus der Landwirtschaft lese, so kann ich manchmal nur noch den Kopf schütteln: die gülleverseuchtesten Böden Europas. Viele Länder haben Glyphosat verboten, natürlich Deutschland noch nicht. Mit einer Landwirtschaftsministerin Klöckner die der Agrar- und Chemielobby näher steht, als der Landwirtschaft die ökologisch produziert.
    Der BfN warnt eindringlich vor den Folgen des Artenrückgangs, dass dies Folgen für das Ökosystem hat, die wir noch gar nicht überschauen können. Der Bestand fast jeder zweiten in Deutschland vorkommenden Insektenart ist rückläufig. Bei Wildbienen- und Hummelarten sind es 41%. Die am meisten bedrohten Vogelarten, sind die der Offenlandschaft. Feldsperling auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Wo sind sie geblieben, die Kiebitze, Goldammern, Feldlerchen, Rebhühner. Nicht einmal Randstreifen lässt man diesen übrig. Sogar Wege werden zum Acker hinzugefügt. Verursacher, Sie erraten es bestimmt: die Landwirtschaft.
    Ein immer weiter so kann es nicht mehr geben. Eine Neuorientierung muss auch aus der Landwirtschaft kommen.
    Wenn eine Randpartei wie ÖDP, in Bayern, über 1,7 Mio. Bürger, unter beschwerten Bedingungen, in die Rathäuser bringt, dann sollte es auch dem letzten Landwirt sagen, dass die Bürger auf diese Landwirtschaft schon langen Bock mehr haben.
    Jetzt auch noch christliche Symbolik, für ihren Protest zu vereinnahmen, hat für mich schon ein „Geschmäckle“. Ich denke aber, dass man hier darauf wartet, jegliche Kritik lächerlich zu machen.
    Ich bin gerne bereit, für meine Milch 1€ mehr zu zahlen, für Wurst und Fleisch ebenso einen bestimmten Betrag mehr zu geben, dann muss aber auch die herkömmliche Landwirtschaft etwas mehr tun, um diese Natur und Umwelt, in der wir alle leben müssen, auch ihren eigenen Kindern lebenswert zu hinterlassen.

    9+
    • Bauer Willi sagt

      Die Neuorientierung muss vom Markt kommen. Wenn alle Bio-Milch kaufen oder Bio-Fleisch werden die Landwirte es liefern. Wir können auch mehr Naturschutz. Wir können mehr Artenschutz. Wir können mehr Tierwohl. Aber davon können wir nicht leben. Vielleicht denken Sie darüber mal nach….

      20+
      • bauerhans sagt

        „Die Neuorientierung muss vom Markt kommen.“

        NEIN!
        die muss von der politik angestossen werden,was ja teilweise erfolgt.
        aussenklimaställe werden mit 30% bezuschusst,ob der tierhalter auch einen höheren preis bekommt,ist fraglich.

        1+
    • Ferkelhebamme sagt

      Ich wiederhole mich heute:

      5-gliedrige Fruchtfolge, zig Hektar Blühflächen, Wild-Hecken und Beeren-Sträucher an den Rainen (auch was für Ihr Auge), Strom und Wärme aus regenerativen Energien, Schweine von der Geburt bis zur Schlachtung unter meiner Fittiche, gefüttert mit eigenem Getreide und eigenem Soja, gentechnikfrei, strunzgesund durch Kräuter-Mineralergänzer in Bio-Qualität aus dem Nachbarort. Butter bei de Fische: was ist Ihnen das wert? In Erwartung einer langfristigen Geschäftsbeziehung
      MfG

      P.S. Ihre Aussagen und Beteuerungen habe ich so oder ähnlich schon so oft gehört. Bla, bla, bla. Wir leben Ihren Traum, doch wissen Sie, wo das Fleisch hingeht? Nach China, denn die wissen es zu schätzen. Der Handel in D will es nicht, weil seine Kundschaft die Kaufentscheidung zwischen Daumen und Zeigefinger fällt. Willkommen in der Realität

      16+
      • sonnenblume sagt

        Genau so ist es. Den Landwirten wird aber eine Produktion für den Export vorgeworfen. China nimmt nur Ware mit 4x D. Es sollte sich niemand beschweren, das der Handel einheimische Produkte gegen Auslandsware austauscht. Die Nachfrage bestimmt den Handel.

        1+
        • Ferkelhebamme sagt

          Siehe auch aktueller Wurst-Listerien Skandal. Scheinbar fragt sich niemand außer mir, woher denn das Fleisch stammt, was dort verarbeitet wurde

          2+
          • bauerhans sagt

            „woher denn das Fleisch stammt, was dort verarbeitet wurde“

            das fleisch wurde/wird über ausschreibungen eingekauft.
            hier wurde der schulcaterer aus dem münsterland beauftragt,der aber mittags immer zu spät kam und das essen schmeckte nicht.
            zum glück meldete der nach ein paar tagen insolvenz an.
            die verwaltungsleute,die das entschieden hatten,sind alle von einer partei,die noch nie wirtschaften konnte.

            1+
    • Inga sagt

      „Mit einer Landwirtschaftsministerin Klöckner die der Agrar- und Chemielobby näher steht, als der Landwirtschaft die ökologisch produziert.“

      Der Chemielobby vielleicht?
      Wenn ja, dann steht ja der Chemiefirma nichts mehr in Wege, ein neues Mittel auf den Markt zu bringen, vielleicht auch mit dem selben Wirkstoff (Glyphosat) drin oder einem anderen. Jedenfalls verdient sie daran und zwar viel mehr als am jetzigen!

      Das kann sie ganz leicht mit der Stimme des Verbrauchers erreichen!
      Wollen wir das?

      Das ist doch ein Unding,
      dazu braucht man ein christlichen Symbol,
      damit die Wirtschaft und Politik nicht mit den Bauern spielen kann!

      Deswegen muß diese Neuorientierung von Verbraucher kommen, damit die Bioprodukte vermarktet und somit in der Natur (bedingt viel Nachhaltigkeit u. längere Planung) hergestellt werden können.

      1+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Inga, du träumst zu viel. Die knallharte Realität sieht ganz anders aus.

        0
          • Der Brandenburgbauer sagt

            Moin Inga, Zitat von dir “ Deswegen muß die Neuorientierung vom
            Verbraucher kommen“ Vergiß es, der Verbraucher wie ich ihn kennen gelernt habe, will nur eins. Es muss billig und gut sein, und den höchsten Ansprüchen genügen.
            Ist leider die Realität. Gefällt mir als Landwirt überhaupt nicht.

            3+
            • Inga sagt

              Ich habe doch nur an Verbraucher Bernd N. appelliert!

              Um ihm etwas zum Denken zu geben!

              Er soll auch die Realität erkennen!
              Nicht nur fordern, sondern auch tun.

              2+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin , meines Wissend,s hat noch kein Land in Europa Glyphosat verboten. Österreich hat es versucht, ist aber am güldigen EU -Standard gescheidert. Ihre Aussage der gülleverseuchtestens Bödens Europas , wo liegen diese den örtlich , sollten sie näher definieren. Was tun sie persönlich gegen diese von ihnen dargestellten Unzulänglichkeiten ????. und noch etwas, ihre Aussage ich bin gerne bereit für usw. mehr zu gezahlen, können sie voll vergessen. Die Ladenkasse in jedem großen LME spricht eine ganz andere Sprache.

      4+
      • Bernd N. sagt

        Sie sollten einfach einmal Zeitung lesen, dann wäre Sie darüber informiert, dass erst vor wenigen tagen die französische Regierung der französischen Bahngesellschaft verboten hat, Glyphosat einzusetzen. Auch die städtischen Anlagen dürfen nicht mehr mit Glyphosat behandelt werden.
        Bitte sachlich bleiben, sonst disqualifizieren Sie sich selbst als ernstzunehmender Gesprächspartner.

        4+
        • Thomas Apfel sagt

          Lieber Bernd,
          in Frankreich sind das meist Show-Aktionen der Regierung, die nach lauter Ansage still und leise zurückgenommen werden. Das laut angekündigte Verbot der Neonikotinoide war schon 4 Wochen später Makulatur über erst Sonderregeln und dann wieder die allgemeine Zulassung weil das Problem der Schädlingsbekämpfung ungelöst war und Alternativen nicht zur Verfügung standen.
          Bei der Bahn bin ich gespannt, wie die mit Thermischen und elektrischen Verfahren insbesondere in den trockenen Monaten ihre Gleise freihalten wollen. Na klar, abfackeln mitsamt der trockenen Böschung ist eine Glyphosat freie Alternative, haben die ja voriges Jahr schon mal geübt, gleich mit einer Wohnsiedlung als Kollateralschaden.

          6+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Vor ein paar Jahren führ Sonntage immer ein 100 Jahre altes Dampfross ( Historische Lokomotive mit Wagen) auf den Gleisen durch unser Tal.

            Na ja, ein bis zwei Böschungsbrände gab es jeden Tag.

            Offensichtlich ist unsere Feuerwehr schlagkräftiger, ein Hausbrand ist nicht entstanden. 😉

            0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Eine Unterschrift auf dem Rathaus ist einfacher, als sein Brot mit der Landwirtscht zu verdienen.

      Wenn die Bürger auf diese Landwirtschaft keinen Bock mehr haben, dann sollen die BIO Lebensmittel kaufen, warum machen die das nicht?

      „Ich bin gerne bereit, für meine Milch 1€ mehr zu zahlen“

      Eine interessante, aussagekräftige Wortwahl.

      Ich bezahle gerne 1 Euro und mehr für meine Milch, weil ich BIO Milch kaufe, nur so kommt man glaubwürdig rüber.

      3+
      • Bernd N. sagt

        Die 1,7 Millionen Bürger, ändern doch etwas, deshalb stellt Ihr doch Eure Kreuze auf. Darüber sollten Sie einfach einmal nachdenken. Auch darüber, dass Eure eigenen Landwirtschaftsvertreter, die doch selbst inzwischen Lobbyisten sind, den Karren in den Dreck gezogen haben. Wo waren da Eure Auschreie. Wenn ein Bauernpräsident von der Bundesregierung fordert, dies muss man sich einmal vorstellen, „wie die Landwirtschaft entschädigt wird, wenn das verseuchte Grundwasser teuer aufbereitet werden muss, wer hat da wohl A…-Karte gezogen. Wir Verbraucher.

        0
        • Inga sagt

          Die LW ist nicht der einzige Verursache des angeblich verseuchten Grundwassers! Wenn alle wie du BIO kaufen würden, könnte mit weniger N gearbeitet werden!

          1+
        • Schmeckt gut sagt

          Sie sind nicht die Verbraucher. Sie gehören zu dem Schlag Menschen, die ganz genau wissen, was Andere falsch machen. Aber sie haben keine Antwort auf die komplexe Fragestellung, wie eine gute Lösung für alle Seiten aussieht. Genauso sieht es in der EU mit dem „Green Deal“ aus. Bin mal gespannt, wer die angedachte Billion Euro investieren soll, um die Zukunftsfragen rund um den „grünen Handelsabschluß“ erfolgreich zu bearbeiten. Hier können sie sich schon mal in die lange Liste der weltrettenden Käufer eintragen, die nach den sicher eintretenden, massiven Teuerungen, ihr Kreuz nach wie vor bei den Initiatoren des „Green Deals“ machen – Ironie off. Die LW wird übrigens der erste Kollateralschaden sein, weil die politische Strategie nach wie vor die LW als Inflationsbremse vorsieht. Wie soll es auch anders funktionieren. Wer klar denken kann und Zusammenhänge realistisch beurteilt kann nur zu diesem Ergebnis kommen.

          6+
    • Lady sagt

      “ Sogar Wege werden zum Acker hinzugefügt. Verursacher, Sie erraten es bestimmt: die Landwirtschaft.“
      Echt unerhört. Ich habe mir sagen lassen, dass auch Straßen gebaut werden. Sogar ganze Städte inkl. Industriegebiet etc. auf der grünen Wiese. Aber das kann natürlich nichts mit dem fehlenden Lebensraum für Wildtiere zu tun haben.
      Stehen Sie eigentlich auch vor dem Werkstor von VW und erklären dort die Welt? Wenn nicht , sollten Sie das ändern.
      Ihre Argumente haben die meisten hier schon x mal gehört. Sie werden dadurch weder besser noch richtiger.

      4+
      • Bernd N. sagt

        Wissen Sie, was Ihnen fehlt: Sachlichkeit. Mit Ihren gebetsmühlenartigen Antworten: „die Schuldigen sind immer die Anderen“, disqualifizieren Sie einfach, als ernstzunehmnder Gesprächspartner. Ich bin gerne bereit, mehr für Milch zu zahlen, auch für für gutes Fleisch. Dann müsst Ihr eben Eure Kraft dafür aufwenden, es dieser Klöckner einmal klar sagen. Rauf mit den Preisen, damit auch die Landwirtschaft leben kann. Der Verbraucher, hat keinen Bock mehr, für alles seinen Geldbeutel aufmachen zu müssen.

        1+
        • firedragon sagt

          Guten Morgen Bernd N.,

          Ich weiß nicht, ob Sie’s schon wussten….
          Was Sie geschrieben haben, seht hier schon sehr oft. „ICH würde….“ – dann TUN Sie es doch einfach !
          Mehr wird gar nicht verlangt.
          Zeigen Sie doch ganz einfach der Ladenkasse was Sie wollen und was Sie nicht wollen.
          Das ist das Einfachste der Welt – man muss es nur einfach tun.
          Nur, vor ewigen Forderungen sieht man anscheinend das Naheliegende nicht mehr.

          4+
    • Berthold Lauer sagt

      Auch ich muss den Kopf schütteln, wenn ich manche Kommentare lese! Ist halt eine Frage des Standpunkts. Deshalb möchte ich einige Ihre Punkte aufgreifen:
      Es gibt sicher (wenige) Regionen in Deutschland, wo sehr intensiv mit Gülle gedüngt wird. Aber Verseuchung??? Wenn dort ein Betrieb heute auf BIO umstellt, so liefert er in 2 Jahren von diesenBöden allerbeste BIO-Produkte. Wie verhält es sich mit vielen Industriebrachen oder Militärflächen oder Deponieflächen?? Oft für alle Zeiten unbrauchbar! Das verstehe ich unter verseucht!
      Wo bitte ist Glyphosat verboten? Ganz abgesehen davon, dass es aus meiner Sicht eher zu den unproblematischeren Pflanzenschutzmittel gehört. Aber Pflanzenschutzmittel sollen diejenigen verteidigen, die mit dem Verkauf viel Geld verdienen.
      Artenrückgang: Nach meinem Kenntnisstand sid in den letzten Jahrzehnten keine Arten ausgestorben. Die Populationen sind bei vielen Arten geringer geworden, ganz sicher auch ein Alarmzeichen. Das mit der roten Liste ist so eine Sache, wer es einmal darauf „geschafft“ hat, kommt da nicht mehr runter. Viele sind schon seit Jahrzehnten darauf.
      Moderne Landwirtschaft macht es auch möglich,dass pro Tag 70 ha (für die nicht so bewanderten: 100 Fussballfelder) zu Siedlungs-,Industrie- und Verkehrsflächen umgewandelt werden können, dazu nochmal in mindestens gleichem Umfang „Ausgleichsflächen“, auf denen in der Regel auch keine Produktion von Nahrungsmittel mehr stattfindet. Nicht zu vergessen die Flächen, aus denen sich Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten zurückgezogen hat, weil eine Bewirtschaftung nicht mehr lohnte. Trotzdem bleibt kein Regal leer.
      Wieviele Bürger auf diese Landwirtschaft keinen Bock mehr haben, weis ich nicht, auf die Produkte dieser Landwirtschaft scheinen sie noch ziemlich viel Bock zu haben.
      Und was ist mit den Wählern einer bestimmten Partei, die auf vieles andere keinen Bock mehr haben? Wer oder was müsste sich denn dann für die ändern?
      Christliche Symbolik: ach Gott, wer schmückt sich nicht alles mit christlicher Symbolik und hat schon lange nichts mehr damit am Hut.
      Zum letzen Abschnitt ist alles gesagt! Wie Willi und andere immer wieder betonen: wir können fast alles machen, aber letztendlich muss es für uns als Bewirtschafter auch noch ökonomisch attraktiv sein! Und wir betrachten diese Natur und Umwelt, in der wir tagtäglich wirtschaften, mit unseren Augen und finden sie auch für unsere Kinder und Enkel noch lebenswert!

      4+
      • Bernd N. sagt

        Sehr geehrter Herr Lauer,

        meinen Standpunkt habe ich mitgeteilt, wollte eigentlich nicht mehr antworten, denn was ich da in diesem Forum lese, da sind die Meinungen inzwischen so verhärtet, dass eine jegliche Diskussion hier nichts mehr bringt.
        Wenn aber von der landwirtschaftlichen Seite verschwiegen wird, dass gerade diese in den letzten 30 Jahren über 100 Ackerwildkräuter verschwunden, verschollen, oder vom Aussterben bedroht sind, wenn gerade viele Arten ob es die Vogelwelt betrifft, nur z.B. Braunkehlchen, oder die Insektenwelt, Rückgänge um 80%, viele Solitärbienen- oder Hummelarten, Schmetterlinge Rote Liste-Arten 1 sind „Vom Aussterben bedroht“, wer dies leugnet, entschuldigung, der entzieht sich einer sachlichen Argumentation, der disqualifiziert sich selbst, als ernstzunehmender Gesprächspartner. Über 1,7 Millionen Bürger allein in Bayern, sind wohl Antwort genug. Glyphosat steht im Verdacht krebserregend zu sein. Ist Ihnen noch nie aufgefallen, oder haben Sie das noch nie gehört, dass gerade die Landwirte , auffällige Zunahmen von Krebserkrankungen aufweisen, dass in Amerika ein Urteil nach dem anderen gegen Monsanto gefällt wird. Ich habe noch nie eine amerikanische Firma erlebt, die so mit offenen Armen sich an Bayer „gelehnt“ hat. Einmal dürfen Sie raten warum? Als ehemaliger Banker habe ich das kommen sehen, in was dieser Konzern da hinein geschlittert ist! Leider haben wir die falschen Leute, als Politiker. Die schlechtesten Politiker der letzen Jahre begleiteten das Landwirtschaftsministerium. Deshalb hängt ihr so in der Klemme. Die Landwirtschaft muss sich verändern, sonst haben Ihre Kinder, oder Enkel keine Chance mehr, diesen Berufsstand als Vollerwerbsbetrieb zu unterhalten. Meine Familie und ich, sind bereit und dies machen wir auch, ein mehr an Geld für Milch und Fleisch auszugeben. Wir gehen zum Metzger, der das Fleisch aus der näheren Umgebung bezieht. Wir sind als Steuerzahler aber nicht mehr bereit, als Melkvieh angesehen zu werden, vor allem wenn das Grundwasser teuer aufbereitet werden muss. Da hat sich hier Bauernpräsident sehr weit aus dem Fenster gelegt, als er von der Regierung forderte, dass gerade hier die Landwirtschaft entlastet werden muss. Die A….-Karte hätte dann wieder einmal der Verbraucher.
        Ich stehe auf Ihrer Seite, aber nicht uneingeschränkt. Ein jeder muss sich bewegen. Ich habe dies in meinem Berufsleben des Öfteren durchziehen müssen.
        Eine weitere Reaktion, werden Sie von mir jetzt nicht mehr bekommen.

        2+
        • Schmeckt gut sagt

          Herr N. Sie sind dem populistischen Bombardement der NGOs aufgesessen. Wie wäre es denn mal mit einem Ausflug mit ihrer Familie auf einen modernen Bauernhof, um sich die Artenvielfalt hier anzuschauen. Sie werden sicherlich keine Ponyhofidylle erleben, denn das funzt schon lange nicht mehr. Aber sie und ihre Familie wird garantiert nicht vergiftet. Auf den meisten Höfen leben tatsächlich immer noch 3 Generationen, man sollte es nicht für möglich halten ;-l

          4+
          • Sabine sagt

            Ja, weiß Du, da ist dann das Braunkehlchen ein Opfer der Bauern. Sicher ist ne Wiese mit 3 Schnitten nicht ideal, doch eigentlich hat der kleine Kerl noch mehr Problem. Er ist ein Zugvogel mit Überwinterung südl. der Sahara, bekanntermaßen kein friedlicher Ort und wird leider all zu oft gejagt.
            Dann ist er ein Bodenbrüter, das macht ihn nicht nur empfindlich in Sachen Mahd, sondern auch die Überpopulation von Fuchs und Hauskatzen machen ihm zu schaffen. Er mag niedriege Hecken und Zaunpfähle und möchte möglichst in Gewässernähe oder auf feuchten Wiesen in einer hochgewachsenen Staudenflora jagen.
            Sicher sind auch zu viele feuchte Standorte entwässert worden, aber nicht immer für die LW, sondern besonders – wenigstens hier- für die Häuslebauer, die recht wenig Freude an Unkrautfluren haben und wenn, dann lassen sie ihren Hunde dort stöbern, weil die tun nix, die wollen nur spielen.
            Man kann gezielt seinen Garten für Wildbienen und Singvögel gestalten. Dazu gibt es X-Broschürchen und Bücher und das macht dir jeder Landschaftsgärtner auf Anfrage. Ich hätte Knaller-Ideen z.B. für einen Garten, der auch dem Braunkehlchen gefallen würde, aber die krieg ich genauso wenig los wie meine Gartengestaltung mit Disteln. Will niemand.

            6+
        • Lady sagt

          Gerade wenn Sie Banker gewesen sind, Bernd N., sollten Sie wissen, wie schnell eine Branche in Verruf gerät. Hätten Sie nach der Finanzkrise über die „Bankenrettung“ abstimmen lassen? Ich nicht! Weil jemand , der die Komplexität der Materie nicht durchblickt, dazu auch wenig sagen kann und sollte.
          Das ist bei Landwirtschaft nicht anders.
          Wer sich aber dazu wirklich eine fundierte Meinung bilden möchte, sollte zunächst mal das Wissen der Profis anzapfen. Und das haben ganz sicher nicht 1,7 Millionen „Bienenretter“. Sie sehen das offensichtlich anders. Und damit ist dann in der Tat eine Austausch beendet.

          4+
        • firedragon sagt

          Schmeckt gut, Sabine, Lady,

          Bernd N. „hört“ nicht mehr zu.
          Manchmal möchte ich gerne die Menschen aus diesem Blog hier heraus fischen und ihnen die echte Welt, meine Welt, zeigen.
          Vielen sind wir tatsächlich unbekannt und landwirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge lassen sich in kurzer Schriftform nicht immer so klären, dass es nachvollziehbar ist.

          Nun denn, Euch allen einen schönen Abend.

          5+
        • bauerhans sagt

          „vor allem wenn das Grundwasser teuer aufbereitet werden muss.“

          jedes grundwasser wird zu trinkwasser aufbereitet,weils sonst nicht getrunken werden kann.
          nitrathaltige wässer werden verschnitten,was keine teure aufbereitung ist.

          0
        • Cornelia Mauch sagt

          Ihr hackt immer nur auf den Landwirten rum .
          Es hat sich doch in den letzten Jahren noch mehr auf der Welt verändert .
          Immer mehr Personen benutzen das Flugzeug, deren Treibstoff verteilt sich in der Luft in der die Insekten herumfliegen .Was ist mit den Funkstrahlen .Jeder will ein gutes Handy Netz. Aber was macht das mit den Insekten?

          2+
          • firedragon sagt

            Guten Abend Frau Mauch,

            ich und andere auch, sind ebenfalls Ihrer Meinung.
            Ich habe leider keine Ahnung, ob es wissenschaftlich bewiesen ist, dass Insekten durch diese zwei Faktoren beeinträchtigt sind, ich nehme es aber stark an.
            Angenommen dem ist tatsächlich so, was würde das bedeuten?
            Denken Sie, irgendein Politiker lässt Mobiltelefone verbieten oder das Fliegen würde verboten werden?
            Nein Frau Mauch, da steht eine riesige Menschenmasse auf, die sich das nicht bieten lassen würde.
            Und da ist der kleine aber feine Unterschied : Die LW hat diese Massen nicht mehr, deshalb stellen wir weiterhin Kreuze. Zum Mahnen, zum Nachdenken und als Zeichen, dass wir (noch) da sind.

            2+
            • sonnenblume sagt

              Bezüglich Licht liegen schon Studien vor, der Flugverkehr steht zur Diskussion, wenn auch aus anderem Grund. Die Digitalisierung muss noch ausgebaut werden um internationalen Standards zu genügen. Sollte man hier jetzt negative Auswirkungen feststellen, wie könnte das Problem gelöst werden? Es geht bestimmt nicht mit zurück in die Vergangenheit. Allerdings würde die LW. vielleicht teilentlastet. Das wäre schon ein Fortschritt. Beim Handy gibt es Untersuchungen wie sich die Benutzung auf den Menschen auswirkt. Bei Windkraftanlagen werden auch Beeinträchtigungen durch Frequenzen genannt. Warum sollte sich das nicht auch bei den Insekten auswirken.

              1+
  17. Jörg Schweitz sagt

    Diese Protestaktion dürten sich eigentlich nur Landwirte erlauben die auch wirklich Lebensmittel, die für Verbraucher bestimmt sind, prodozieren. Leider stellen in der gegen aus der ich komme, auch die Landwirte, die überwiegend nur Mais für Biogasanlagen anbauen und als Futtermittel für das Vieh, Grüne Kreuze auf. Es herrscht eine reine Monokultur. Soweit das Auge reicht Mais.
    Die Maschienen der Landwirte werden immer größer sodas die kaum noch auf unsere Straßen passen. Ein schlepper reicht ja auch nicht mehr wenn man sich so manch einen Hof anschaut. Meiner Meinung nach sollte man den Groß Bauern die Subventionen streichen. Warum muss ein Hof ein paar hundert Kühe haben. Warum nicht wieder viele kleine Höfe, denen die Subvention geben sodas Sie davon leben können. Vielleicht hätten wir dann wieder eine bessere Qualität der Milch, des Fleisches usw. Und wir hätten vielleicht keine Monokultur und keine Überdüngung den Ackerflächen durch Gülle. Dazu gehört natürlich auch das der Verbraucher umdenkt.

    2+
    • firedragon sagt

      Guten Morgen Herr Schweitz,

      Ihr Gedanke ist nachvollziehbar, in Teilen auch richtig.
      Was machen Sie beruflich?
      Haben Sie ein geregeltes monatliches Einkommen?
      Haben Sie 28 Tage Urlaub?
      Wenn Sie Überstunden auf häufen, erhalten Sie Ausgleich?
      Erhalten Sie später eine gute Rente?

      Das hat ein Landwirt, wie Sie ihn vorschlagen, nicht. Das ist mit ein Grund, warum es die vielen Kleinbetriebe nicht mehr gibt. Und wenn weg, dann weg.

      So einfach, so logisch. So traurig.

      7+
      • firedragon sagt

        Herr Schweitz,

        ein Nachtrag :
        Die Obstbäuerin hat bei
        Grüne Kreuze – gemeinsam geht’s
        einen Link von agrarheute über Höfesterben eingestellt. Vielleicht haben Sie Zeit und lesen sich das mal durch.

        2+
    • bauerhans sagt

      „Warum muss ein Hof ein paar hundert Kühe haben.“

      bauer ewald hatte 8ha und 8kühe und 2 trecker,einen mähdrescher.
      er behauptete,er käme zurecht,ach ja,die arbeit machte die ehefrau und der opa,der 93 wurde.
      das haus hatte kein badezimmer und holzöfen,opa hackte im sommer das holz.
      bauer ewald philosophierte gern,er hatte ja zeit.
      bauer ewald lebte gut von der rente des opas,der als zimmermann in den aufbaujahren nach dem krieg sehr gut verdient hatte.

      2+
    • Obstbäuerin sagt

      Kennen sie viele in ihrer Verwandschaft und Bekanntschaft, Jörg Schweitz, die unter den genannten Bedingungen von firedragon gerne Kleinbauer werden möchten?

      3+
      • firedragon sagt

        Guten Morgen Obstbäuerin,

        Deine Frage war nicht an mich gerichtet, ich möchte Dir und anderen trotzdem antworten.

        Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass wir so ein Hof sind, der gewünscht wird, aber irgendwie merkt man das nicht.

        Wir haben gestern (nur) zwei Bullen umgestallt. Da war ein Landwirt dabei, der hat seine Tiere schon längst abgegeben.
        Die Frage : warum bloß tut ihr euch das an?
        Er meinte den ganzen Aufwand für Nichts.

        Wir selbst kennen keinen, der in die Landwirtschaft einsteigen möchte und wir kennen verdammt viele Menschen.
        Wir kennen allerdings (zu) viele Betriebe, die es nicht mehr gibt oder die, die in absehbarer Zeit nicht mehr sein werden.

        Es sind Betriebe, wie wir einer sind.

        5+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Warum nicht wieder viele kleine Höfe, denen die Subvention geben sodas Sie davon leben können. Vielleicht hätten wir dann wieder eine bessere Qualität der Milch, des Fleisches usw. Und wir hätten vielleicht keine Monokultur und keine Überdüngung den Ackerflächen durch Gülle. Dazu gehört natürlich auch das der Verbraucher umdenkt.“

      1. Sind ihre Gedanken in das Reich der Fabel einzuordnen.

      2. Selbst wenn die Moneten stimmen würden, gäbe es keine mehr, welch diese kleinen schnuckligen Höfe bewirtschaften möchten. Kaum wären die Höfe eingerichtet, käme die Forderung die Subventionen müssen abgeschafft werden. Na ja, ein paar mit Rasterlocken würden sich melden.

      0
  18. Trixi vom Storch sagt

    Nach letzten Statistiken gehören 3 von 5 Kreuzen ohnehin dem Steuerzahler, dessen Subventionen jetzt also nicht nur für schlechtes Wirtschaften und Umweltzerstörung, sondern auch noch jammervollen Pharma-Lobbyismus mißbraucht werden.

    3+
    • bauernolte sagt

      Leute, euch ist schon kar, dass dies pure Lobbyarbeit ist oder??
      „Herr Dr. Willi Kremer-Schillings“ ist leitender Mitarbeiter eines Dax notierten Nahrungsmittel & Chemie Konzerns.
      Ist es nicht blanker Hohn mit Parolen Respekt zu fordern von der Seite die euch über Jahre um den gerechtfertigten Lohn gebracht hat?

      6+
      • Bauer Willi sagt

        @bauernolte
        Ich bin Rentner. Das Zuckerunternehmen, bei dem ich gearbeitet habe, war ein Familienunternehmen und nicht an der Börse notiert. Ad-hominem-Argumente verwendet man immer dann, wenn die fachlichen Argumente fehlen.

        25+
  19. NutzeDieseChance sagt

    Was meint ihr, sollen wir unsere Bilder mit den Kreuzen auch auf den Seiten von Klöckner, Schulze und Co posten. https://de-de.facebook.com/juliakloeckner/
    https://de-de.facebook.com/svenja.schulze/
    https://www.facebook.com/WinfriedKretschmann/
    https://www.facebook.com/volksbegehrenartenvielfalt/
    https://www.facebook.com/EDEKA/
    https://www.facebook.com/Rewe/
    https://www.facebook.com/aldi/

    Und Mails versenden an all diese??? Wenn es alle machen sind die Postfächer am Montag voll…. Und überall gibts nur grüne Kreuze.
    julia.kloeckner@rlp.cdu.de
    buero@spd-muenster.de
    winfried.kretschmann@
    gruene.landtag-bw.de
    info@edeka.de
    kundenservice@rewe.de
    mail@aldi-sued.de

    Bittet bei euren Tageszeitungen um Termine, damit diese berichten.
    Wir haben am Donnerstag einen Termin…

    6+
  20. Hey Willi, du bist ein Fuchs, wegen was brauche ich wirklich nicht erwähnen, es finden sich auch in Baden Württemberg immer mehr grüne Kreuze, die offensichtlich Wirkung zeigen, der 4. September ist nicht nur dein Geburtstag er ist für uns künftig ein Feiertag der Landwirtschaft, der Blick in die Medien hat uns die letzen Tage sehr demotiviert, aber das ist auf einmal wie weg geblasen, ein Kreuz habe ich schon gestellt, aber ich habe noch viel grüne Farbe übrig, die Verwendung findet… Willi vielen Dank, bist ein cooler Typ…

    16+
  21. Obstbäuerin sagt

    Die grünen Kreuze haben es sogar in den Bundestag geschafft. Nachzulesen bei topagrar:
    ….. Die Stoßrichtung des Insektenschutzplanes lasse Bauern verzweifeln, sagte Connemann und verwies auch auf die „grüne Kreuze“ Aktion, die Landwirte in einigen Regionen seit Veröffentlichung des Agrarpaketes aufstellen. Sie kritisierte vor allem die Absichtserklärung im Insektenschutzplan artenreiches Grünland und Streuobstwiesen unter den Schutz eines Biotopes zu stellen. „Hier ist eine Grenze überschritten“, sagte Connemann. Es dürfte keine Einschränkung der Bewirtschaftung ohne eine Entschädigung der Landwirte dafür geben, sagte sie. Außerdem sprach sie sich gegen das Verbot von Herbiziden und biodiversitätsschädigenden Insektiziden in Schutzgebieten aus. ….

    9+
      • Ja hier geht es los. Mein Mann hat heute auch ein grünes Kreuz – als „Hochkreuz“ gebaut- an der A 20 gesehen. Er fragte dann seinen Mitfahrer, ob er wisse , was das sei. Klar, das ist das grüne Kreuz von Bauer Willi.

        7+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Obstbäuerin, das ist der Brandenburgbauer wie er leibt und lebt .Ich bin sehr überrasch
      das Du mich gefunden hast. Danke für diesen Link. Ich persönlich bekomme das nicht auf die Reihe. Warscheinlich bin ich zu alt für so neine Sache.

      2+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Obstbäuerin , ich bin Überrascht. Den Link kenne ich noch garnicht. Danke für die Nachricht. Weist Du was, ich bin ein sehr kühler Typ. Ich habe auch ein persönliches Lieblingssprichwort. Ganz ruhig bleiben und erst überlegen was Ihr sagen wollt.
      “ Einen Feind tötet man von hinten , einen Freund ersticht man von vorn“,
      Auf deine Reaktion bin ich jetzt gespannt.

      1+
      • Obstbäuerin sagt

        Ich verstehe nicht, was Du mir damit sagen willst? Hätte ich es nicht einstellen sollen?
        Wenn ich gewusst hätte, dass es sich um Dich handelt, hätte ich vorher gefragt. Nun ist es zu spät.

        1+
        • Der Brandenburgbauer sagt

          Moin, ganz ruhig bleibe, ich habe mich über diesen Link, pesönlich sehr gefreut.
          Das mit dem Lieblingssprichwort von mir klären wir beide bei Gelegenheit.

          1+
    • Alexander Schwede sagt

      Hallo, eins verstehe ich nicht, wenn alles so toll läuft und alle Bauern nur das Wohl der Kunden und der Natur im Blick haben, WARUM haben wir dann diesen Insektenschwund? Am Bodensee haben wir dadurch über die Jahre 1/5 weniger Vögel. Ein „Weiter so“ kann doch nicht die Lösung sein. Ihr Bauern müsst nicht immer nur jammern, seit Jahren ist es zu trocken, zu nass, zu stürmisch, zu ach was weiß ich. Versucht doch lieber andere Wege zu finden an Lösungen zu arbeiten. Wie gesagt ein „Weiter so“ hilft niemandem.

      2+
      • Bauer Willi sagt

        Ich habe zwei Fragen:
        1. Können Sie mir einen Beleg über 1/5 weniger Vögel am Bodensee beibringen? Oder haben Sie das nur „irgendwo gehört“?
        2. Haben Sie konkrete Vorschläge, „was ihr Bauern anders machen sollt?“
        Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar

        7+
      • Gurkenhobel sagt

        Lieber Alexander,

        „zu trocken, zu nass, zu stürmisch“ beschreibt genau das Dilemma. Dafür gibt es keine pragmatische Lösung vom Reißbrett, denn wir arbeiten unter freiem Himmel und müssen es nehmen, wie es kommt. Ob wir schwitzen werden oder einen nassen Arsch bekommen, wissen wir vorher nicht. Ob es Streicheleinheiten von Petrus gibt oder auf die Fresse, wissen wir vorher nicht. Unseren Job machen wir trotzdem. Planen und unser Feld bestellen müssen wir. In diesem Sinne… Keep on going!

        3+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin, kritisieren ist einfach, Lösungen aufzeigen aber schwierig.
        Wir Landwirte sind sehr an Vorschlägen interessiert, wo beide Partner damit klarkommen. Weiter so wollen auch wir nicht. Aber es muss umsetzbar sein.

        1+
      • firedragon sagt

        Guten Morgen Herr Schwede,

        ich hoffe Sie lesen das hier noch.
        Ja, die LW ist am Rückgang der Vögel schuldig.
        Bitte lesen Sie jetzt genau weiter :
        Die LW ist schuldig, da sie verschwindet.
        Was genau verschwindet?
        Die „bäuerlichen Kleinbetriebe“, was immer man sich darunter vorstellen mag, verschwinden.
        Ich gebe Ihnen jetzt ein Beispiel, danach machen Sie sich bitte Ihre EIGENEN Gedanken.
        Wir hatten Kühe, nur eine Hand voll. Kühe machen Mist (Stroh und Scheisse). Im Mist (der stinkt) vermehren sich viele Insekten (lästige Fliegen) Vogeleltern ziehen ihre Jungen mit dieser Masse an Insekten auf. Damals hatten wir Schwalben (zwei Aufzuchten im Sommer).
        Wegen „netter“ Nachbarschaft mussten wir die Kuhhaltung aufgeben (bei anderen Betrieben liegen andere Gründe vor). Wir hatten viele Jahre keine einzige Schwalbe mehr am Hof.
        Seit einiger Zeit haben wir wieder Kühe und Mist und Fliegen.
        Herr Schwede, diesen Sommer hatten wir drei Schwalbenpaare, zweimal wurde gebrütet und FÜNFZEHN Jungvögel haben unseren Hof vor zwei Wochen verlassen.
        Herr Schwede, wir sind so ein Hof, den sich angeblich jeder wünscht (nur bitte nicht in der Nachbarschaft).
        Ich frage Sie : wie viele kleine Viehhalter gibt es bei Ihnen?

        8+
        • firedragon sagt

          Herr Schwede,
          nur noch zu Ihrer Information :
          Wir können von dieser Art der Mutterkuhhaltung nicht existieren – wir halten eine kleine Herde, weil es uns Freude macht. Weil wir der Meinung sind, eigentlich gehört es dazu. Das „leisten“ wir uns, dafür fahren wir nicht in Urlaub. Das geht auch nicht, da die Tiere versorgt werden müssen. JEDEN Tag!
          Und es ist NICHT idyllisch!

          4+
        • Ja,
          dann vertreiben ja „netten“ Nachbarn Insekten und Schwalben, oder?

          Und dann Schuldzuweisung üben?

          Und nicht wissen, wissen was das mit Biodiversität zu tun hat!

          1+
          • firedragon sagt

            Hallo Inga,
            bei uns waren es Nachbarn. Ich glaube aber nicht, dass die damals an Fliegen und Schwalben gedacht haben. Denen hat’s einfach nur gestunken und zu laut war’s auch.

            Bei anderen Betrieben wird die Kuhhaltung aus ganz anderen Gründen aufgegeben.
            Der Hauptgrund ist bei allen meistens :
            Auflagen, die finanziell nicht gestämmt werden können.
            Und für ’s Vieh gibt es nicht genug Geld.

            Daraus ergibt sich ganz logisch eben das Aufgeben der Viehhaltung. Oder die komplette Hofaufgabe, die ist auch logisch.
            Die Jugend erwarte was anderes vom Leben und dazu gehört nicht Aufopferung für Nichts.

            Wenn aber diese vielen kleine Höfe nicht mehr existieren (wenn es denn noch viele gibt), verschwindet auch erhebliche Biomasse an Insekten, daraus folgt auch ein Rückgang der Vögel. So ist das eben, ganz einfach.

            3+
      • bauerhans sagt

        Alter Schwede,schuldzuweisungen haben noch nie geholfen, sondern lösungen aufzeigen!
        wir alle sind für alles verantwortlich!

        2+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Nein,
        mir fällt keine gangbare Lösung ein, aber unseren Kindern.
        Beide haben sich für andere Berufe entschieden, wo sie ihr gutes Geld verdienen und sich nicht jeden Tag für die Bereitstellung von Lebensmitteln rechtfertigen müssen.

        Sollten meine Pächter das genau so sehen, werden wir eine unberührte Natur bekommen.

        6+
      • Alexander Schwede sagt

        Hallo an Alle,

        Erst einmal bin ich positiv überrascht von dem Umgang hier. Vielen Dank dafür. Jetzt zu den Antworten auf Ihre Gegenfragen.

        Sorry es sind sogar 1/4 weniger Brutpaare https://www.pipeline.de/www/index.php?kat=40&a=111766503-1-80383&PIPID=4272fb2f9784975523054ff33918995e

        Eine Lösung habe ich leider auch nicht aber das wäre ja so, als ob ich Sie fragen würde wie man Flugzeuge baut. Könnten sie mir das beantworten wäre ich in meinem Job falsch. Mir ist schon bewusst, dass es hier keine Musterlösung gibt aber wie schon gesagt, ein Weiter so kann nicht die Lösung sein, Innovation ist in jedem Job gefragt, ob man nun Tischler, Maler oder Bauer ist, die Zeit bleibt nicht stehen.

        Jetzt zu der Antwort von firedragon, das ist doch ein ganz anderes Problem, was meiner Meinung nach auch angegangen werden muss, hat aber mit Obst und Weinbauern nix zu tun. Btw. Ich gebe gerne 1,30€ für einen Liter Milch aus, auch kaufe ich Fleisch nur direkt beim Bauern (kaufeinhuhn, etc.).

        Ich sehe es wie mit dem Klimapaket, die Ignoranz der Politik und Konzerne (auch der für den ich arbeite) braucht eine extreme Gegenbewegung um sich irgendwann in der Mitte zu treffen. So sehe ich das jetzt auch mit dem Volksbegehren. Ich hoffe, dass dies einiges in Bewegung setzt und die Bauernlobby ist so groß, dass sie bestimmt weiter gut existieren können.

        Und noch etwas, ich habe Respekt vor der Leistung der Bauern, ABER dies haben sie sich selber ausgesucht. Mein Wunsch wäre es, wenn alle Seiten ihre extreme Haltung verlassen und wirklich versuchen ein Lösung zu finden.

        Grüße vom Bodensee,
        Alexander Schwede

        1+
        • firedragon sagt

          Herr Schwede,

          wir sind auch Weinbauern!
          Was soll sich ändern?
          In einem meiner Kommentare habe ich PiWi’s
          angesprochen.
          Das ist eine sehr gute Lösung (im Prinzip) für den Weinbau. Hm, wenn sie aber keine Direktvermarktung haben, werden diese Sorten unter diverse weiß oder eben diverse rot in den Handel gebracht, dafür gibt es kaum Geld. Und glauben Sie mir eins, wenn ein Kunde seinen jahrelangen „Hauswein“ möchte, ist es sehr schwer, ihn zum Neuen zu bringen. (Der Handel kann sich das nicht leisten).

          Bevor Sie jetzt den Getreideanbau ansprechen, wir haben auch Getreide. Auch hier sind wir in den Sorten, die wir anbauen sehr breit aufgestellt. Aber auch hier die gleiche Problematik, wie im Wein.

          Es ist (zumindest bei uns) kein Problem Forderungen zu erfüllen. Die Folgen, die sich aber daraus ergeben, die können wir nicht abfangen.

          0
        • Obstbäuerin sagt

          Wie kommen sie darauf, dass ausgerechnet die Landwirtschaft das Zurückgehen der Brutpaare verursacht, Herr Schwede, und nicht z.B. der zunehmende Flugverkehr oder die Zunahme der Greifvögel oder anderer Nesträuber? Ihren Optimismus – es wird schon alles wieder gut – teile ich nicht. Höfe, die einmal aufgegeben wurden, kommen nicht mehr zurück. Ein WEITER SO der modernen Landwirtschaft verbunden mit dem bereits vorhandenen Respekt vor der Natur und der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse ist nicht nur wünschenswert sondern erforderlich. Aber wenn laut Thünen-Institut NGO`s den höchsten Glaubwürdigkeitswert erreicht haben und uns Bauern, die in der Praxis stehen, 8 von 10 Verbrauchern zutrauen, dass wir Informationen verfälschen, wenn es unserem Interesse dient, dann ist Hopfen und Malz verloren. Ich erlebe es seit 3 Jahren, dass meine Informationen, selbst wenn sie mit eigenen Augen in der Praxis überprüft werden können, nicht dazu führen, meinen Informationen zu glauben. Ganz im Gegenteil handelt man sich auch noch massiv Kritik ein.

          5+
        • Thomas Apfel sagt

          Lieber Herr Schwede,
          auch hier (bei dem verlinkten Artikel des Ornithologen Hans Jürgen Bauer) ist der Rückschluss auf die Anwendung von Herbiziden und Insektiziden einfach nur dem vorgegebenem Mainstream folgend. Wenn wir Bauern etwas ändern können, dann in der Landschaftsstruktur, wenn die daraus resultierenden Einkommensverluste kompensiert werden. Verluste von Randstrukturen sind(neben dem Rückgang der Viehhaltung und der Abschottung der Ställe und unserer generell immer cleaner werdenden Umgebung) die Hauptursache für Mengen- und Artenrückgänge. Wären es, wie immer wieder behauptet, die Insektizide, Fungizide und Herbizide die den beobachteten Rückgang bewirken, müsste der Rückgang in den Obstbaubereichen besonders hoch sein. Ist er aber nicht!! Es ist das Gegenteil der Fall, wegen der vorhandenen Randstrukturen !
          Der Rückgang beim Rebhuhn ist in erster Linie auf Beutegreifer (z.B. nicht mehr bejagte Füchse, streunende Katzen, Waschbären usw. zurückzuführen.
          Was ist mit „Ein Weiter so“ eigentlich gemeint ? Die Landwirtschaft hat sich weiterentwickelt, und zwar entgegen allen anders lautenden Behauptungen, in Richtung einer besseren Ressourceneffizienz. Heute wird in der modernen Landwirtschaft jedes Gigajoule an Energie, das Feld und Stall verlässt mit sehr viel weniger Energieinput als noch vor 20 Jahren erzeugt. Agrarumweltmaßnahmen werden auf mehreren 100.000 ha umgesetzt.
          Im Übrigen sind die großen Flächen und „ausgeräumten Landschaften“ eher in Ostdeutschland zu finden und trotzdem ist hier der Arten- und Mengenrückgang bei Vögeln und Insekten viel geringer als im Westen und Süden (wenn Sie den ganzen Artikel gelesen haben). Warum ist das so und was hat das mit den vielgescholtenen Insektiziden und Herbiziden zu tun ?

          5+
          • Danke für die Worte,
            denn das mußte endlich mal gesagt werden,

            ein erst zu nehmende Mitredner oder Journalist hat sich erst nach Sachlage und Fakten zu informieren
            um den Mainstream aufzuklären und zu korrigieren!

            0
        • Schmeckt gut sagt

          Hallo Alexander, diskussionsanregende Beiträge sind hier, denke ich, gerne gesehen. Leider hören und lesen wir immer wieder die Aussage: Wir geben gerne mehr für Lebensmittel aus, wenn sie besser, regional und/oder Bio sind. Kennen wir. Nervt aber mittlerweile schon ziemlich, denn das Einkaufsverhalten spricht eine andere Sprache. Direktvermarkter außerhalb von Ballungsräumen haben immer größere Sorgen und in den Ballungsräumen ist der Markt verteilt. Und was der LEH mit den deutschen Erzeugern macht, sollte ihnen geläufig sein. In diesem Jahr hat der LEH in allen Produktkategorien mehrere Erpressungversuche gestartet mit der Aussage europäische u.a. Mitbewerber sind deutlich günstiger. Der LEH hat auch massiv die Margen erhöht. Wenn dann Verkaufsdruck dazukommt, ist der mögliche VK schnell im schmerzhaften Bereich. Wir benötigen aber zur Deckung der weiter steigenden Kosten eine gewisse Verkaufsmenge mal gut kostendeckendem Preis. In ihrer Region – dem schönen Bodenseeraum – sind ihnen sicherlich schon die vielen grünen Kreuze aufgefallen. Bei BW erfahren sie, warum im Bodenseeraum eine solche Angst vor einer möglichen Betriebsaufgabe herrscht. Werden uns nähmlich fast alle Möglichkeiten der (wie der Bürokrat sagt) „guten Agrar-Praxis “ genommen, bleiben nur Verluste. An Höfen, an kleinräumigem Landschaftsbild, an Biodiversität, an Jungvögeln, an Insekten… Also redet mit uns Bauern. Wir wollen auch (immer) Veränderung, Verbesserung, wenn sie so wollen eine Wende. Aber wir müssen eine gesicherte Perspektive haben. Sonst gibt es keine Hofnachfolge und damit keine LW in Deutschland. Es ist eigentlich ganz einfach. Wenn wir einen Betriebszweig „Monitoring und verbesserte Beeinflußung von Umweltbedingungen und Biodiversität in der deutschen Landwirtschaft“ installieren könnten und diesen auch noch so gestalten könnten, dass er langfristig Zukunft hat – sozusagen ein neuer Generationenvertrag -, wären wir sehr dankbar. Den (neudeutsch) Stakeholdern ist allerdings bewußt, wieviel diese „Wende“ an Kraft, Forschung, Menpower und auch Geld kosten wird. Wird dies dann auch konsequent umgesetzt? Denn die Komplexität der LW erfordert dies. Ich befürchte, die Wähler – denn um diese geht es einzig und allein – werden für blöd verkauft.

          4+
          • Alexander Schwede sagt

            Hallo,

            Vielen Dank für die Aufklärung, das geht übrigens an alle hier. Es war für mich sehr hilfreich und meine Intension war es auch mal die Meinung der Bauern zu hören abseits irgend welcher Zeitungsartikel.

            Ich sehe also, es würde gehen, wenn alle mit ins Boot geholt würden. Aber wie so oft ist diese Debatte sehr emotional getrieben umso mehr weiß ich Ihre Kommentare zu schätzen.

            Ich kann nur hoffen, dass meine Entscheidung, den Volksbegehren nicht zu unterschreiben richtig ist.

            Ich drücke Ihnen und uns allen die Daumen, dass es eine für uns alle eine zufriedene Lösung gibt. Nichts desto trotz werde ich versuchen mich weiter zu informieren.

            Die besten Grüße,
            A. Schwede

            4+
          • Bettina Werner sagt

            Die Wähler sind doch eh die dummen.
            Deutschland ist ein so Reiches Land.
            Die Landwirtschaft könnte in jeder Hinsicht unterstützt werden.
            Aber solange die von uns gewählten Politiker mehr Zeit in den Konzernvorständen als im Bundestag verbringen…
            Da ist doch gar keiner interessiert sich für unsere Bauern und deren Landwirtschaft einzusetzen.
            Irgendwann, in nicht all zu langer Zeit, wird es dann zu spät sein.

            2+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „Und noch etwas, ich habe Respekt vor der Leistung der Bauern, ABER dies haben sie sich selber ausgesucht. Mein Wunsch wäre es, wenn alle Seiten ihre extreme Haltung verlassen und wirklich versuchen ein Lösung zu finden.“

          Sind sie da so sicher?

          Als einziges männliches Kind ist man als Nachfolger vorgesehen, da war nix mit Gymnasium, die Volksschule (jetzt Hauptschule) reicht. Meine Mutter, damals schon krank, hätte es damals nicht überlebt, wenn es keine Nachfolge gegeben hätte.

          Da war nichts mit Berufung, nichts mit Begeisterung, das einzig positive war, ich war nie Arbeitslos.

          1+
          • firedragon sagt

            Ehemaliger Landwirt,
            das betrifft Deine Generation, die davor, teilweise die, die in den nächsten 10 – 20 Jahren in „Rente“ gehen wird.
            Die Generation, die sich heute für LW entscheidet, die macht das freiwillig, deswegen gibt es kaum noch jemanden, der diese Ausbildung anstrebt.
            Dreh die Zeit zurück, wir hätten unseren Betrieb auch nicht weiter geführt, hätten wir damals gewusst, wie es heute ist.
            Es ist „Herzblut“ was uns weiter machen lässt. Ich selbst habe allerdings keine Ahnung, wie lange noch.
            Fakt ist, hätten wir potentielle Nachfolger, wir würden ihnen abraten, den Hof zu übernehmen.

            4+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Die Entscheidung die Landwirtschaft zu übernehmen, habe ich meine Söhnen überlassen, sie haben sich dagegen entschieden, was in meinen Augen vernünftig war.

              1+
  22. Bauer Fritz sagt

    Interessante Zitate:
    1) Klimaschutz wird zur Milliardenfalle für Generationen
    2) „Und ich halte es für eine Zumutung, solche Ziele zu formulieren, ohne zu überlegen, was es kostet, diese Ziele zu erreichen.“
    3) „Wir haben zurzeit einen Überbietungswettbewerb der Parteien und politischen Akteure, wenn es um das Erreichen der EU-Klimaziele geht“. Doch wenn nicht geklärt sei, wie der Klimaschutz bezahlt werden solle, „können wir uns das abschminken“.
    4) „Selbst bei konservativen Annahmen sind ……… jährlich mindestens sechs Milliarden Euro Unterstützung nötig, wenn die Klimaziele ….. erreicht werden sollen“

    Diese Zitat stammen NICHT aus dem Bereich Landwirtschaft.
    Sondern: (https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article200075640/Klimaschutz-Wohn-Verbaende-fordern-Milliarden-Zuschuesse.html)

    Wird „lustig“ werden in Deutschland, wenn sich das untere Einkommensdrittel nicht mal mehr geförderte Wohnungen wird leisten können und dann auch noch die Nahrungsmittel teurer werden.

    7+
    • Thomas Apfel sagt

      Auf welchem Level sind eigentlich die anderen EU-Länder ? Was ich in anderen Ländern an unsaniertem Gebäudealtbestand sehe nährt den Verdacht hier geht´s wieder nur gegen Deutschland. Oder geht’s wie beim Nitrat wieder nur um das sogenannte „Verschlechterungsverbot“ bei dem Dänemark, England und die Niederlande gut dastehen weil sie von einem doppelt so hohen N-Überschusslevel wie Deutschland jetzt etwa auf unserem Niveau gelandet sind. Gleich hohe (oder niedrige) N-Überschüsse können positiv oder negativ gewertet werden, ja nach dem, von welchem Level das betroffene Land kommt. Das ist gelebte „Relativitäts-Theorie“ (oder -Praxis).

      10+
      • Brötchen sagt

        Thomas ich glaube es ist egal, welche Massnahmen zur CO2 Emissionsverminderung man einleitet, es geht nur um die Einsparung.
        D stellt sich da besonders deppert an.

        0
  23. Gewisse Kollateralschäden wird es bei Aktionen immer geben. Hier werden sich diese auf absolut unbedeutendem Niveau befinden und daher bedenkenlos in Kauf zu nehmen sein. Im Übrigen bin ich der festen Überzeugung, dass es sich nicht „auszahlt“ eveybody´s darling zu sein. Klare Kante wirkt immer authentischer und überzeugender. Ich werde deshalb ein Kreuz setzen, in Neongrün, um auch wahrgenommen zu werden!

    7+
  24. Thomas Apfel sagt

    „Die Aktion hat Erklärungsbedarf“ : Natürlich hat sie das, dazu muss es aber erst einmal eine werden ! Ich kann nur bitten: „Macht doch verdammt nochmal alle mit ! Was genau soll denn Schlimmes passieren ?Die Zeit zu erklären kommt nur wenn möglichst Viele mitmachen und nicht schon wieder die Spalter und Zweifler das Sagen bekommen. Und das Greenpeace und Andere sich belustigen war zu erwarten. Für die sind wirksamere Aktionen immer möglich weil die genug zusammengelogene Spendenknete haben. Die Befürchtung es könnte als „Vergiftete Felder“ verstanden werden teile ich nicht, Hier haben die NGO´s mit Warnfarbe, Schutzanzügen und Totenkopfschildern die Reizschwelle schon viel zu weit überzogen.
    Es wird als das wahrgenommen, was es ist: Ein stiller Mahnruf und die Erwartung mit in die Gespräche über Dinge die uns betreffen einbezogen zu werden. Und die acht Schilder die ich aufstelle stehen tatsächlich auch für je einen Familienbetrieb aus unserer kleinen Gemeinschaft, der die Segel einholen musste !

    Passend hätte ich da noch 2 Strophen aus den 70-gern:

    Am Abend da kommen die Spötter
    mit dem Lächeln um den Mund
    schmälern uns jeden Posten, machen zum Gramm das Pfund
    kommen uns gern mit Zitaten, keiner bleibt da verschont
    Ach, und sie wollen uns raten: nichts hat sich gelohnt!

    Am Abend da kommen die Zweifler mit den Falten im Gesicht
    blättern in alten Briefen, traun unsern Worten nicht.
    Halten sich raus aus dem Ganzen, altern weit vor der Zeit.
    Ach, und ihr Schmerz wie von Lanzen, weltenweit ihr Leid.

    3+
  25. Friedrich K. sagt

    Tut mir leid, Willi, aber diese Aktion ist von Außenstehenden schwer zu verstehen.
    Wir hatten Verwandtschaft am Wochenende zu Besuch und zeigten stolz Fotos der Kreuze im Internet. Die Gegenfrage war: „Warum weist ihr mit den Kreuzen auf den Tod hin, der uns (Nichtlandwirten) auf dem Acker droht? Habt ihr was gespritzt?“ Die Perspektive der Bauern einzunehmen, fiel ihnen schwer.
    Ohne eine erklärende reichweitenstarke Kommunikation bis in alle Redaktionen werden sich die Grünen und ihre NGO-Truppen über diese Aktion ins Fäustchen lachen,

    9+
    • Gurkenhobel sagt

      „Ohne eine erklärende reichweitenstarke Kommunikation bis in alle Redaktionen werden sich die Grünen und ihre NGO-Truppen über diese Aktion ins Fäustchen lachen“

      Abwarten. Es fängt doch gerade erst an. Grundsätzlich hast du Recht. Etwas Geduld. Das wird schon. Mitmachen. Fragende aufklären. Läuft…

      13+
      • Bauer Willi sagt

        Stimmt. Die Grünen regen sich bei Twitter schon mächtig auf. Und Greenpeace macht sich lustig. Ziel erreicht. Läuft. Wir werden wahrgenommen und man spricht darüber…

        16+
    • Bauer Willi sagt

      Kritik ist erlaubt. Und jetzt Vorschläge zum besser machen. Kommt da was? Verfügst Du über die Mittel einer weitreichenden Kommunikation bis in alle Redaktionen? Dann her damit!! Kommt da was?

      Wir haben bewusst auf eine Pressenotiz verzichtet. Da passiert dann, was immer passiert. „Ach ja, die Bauern jammern wieder.“ So ist es ein stummer Protest.

      Wenn viele mitmachen, wird es immer mehr Fragen geben. Man wird herausfinden wollen, was das bedeutet. Dann kommt unsere Stunde. Wenn aber wenige mitmachen, wird es ein Flop. Es liegt an uns ob hopp oder topp. Du kannst den Artikel von morgen, Dienstag schon mal an Deine Tageszeitung schicken….

      13+
    • Der Außenseiter sagt

      Lieber Friedrich K. sich solche Gedanken zu machen ist berechtigt. Ich bin aber so ein Außenstehender. Ich habe die besagten Kreuze gesehen und bin nach weniger als einer Minute suchen hier gelandet. Da ich mich seither mit der Materie wenig beschäftigt habe hat es genau den richtigen getroffen. Unterschätzt eure Mitbürger nicht. Die mündigen werden bei entsprechender Anzahl an Kreuzen auch zum Mobiltelefon greifen und eine einschlägige Suchmaschine verwenden um sich zu informieren.

      1+
      • firedragon sagt

        Guten Abend Außenseiter,
        schön, dass Du da bist.
        Wenn Du Fragen hast, hoffe ich Du findest hier Antworten.

        0
  26. Gurkenhobel sagt

    Lieber Willi, liebe Forumsteilnehmer,

    ich finde die Aktion großartig. Was ich ein wenig schade finde, dass sich fast stets nur Landwirte als Betroffene fühlen. Auch der gesamte vor- und nachgelagerte Bereich ist betroffen. Pflanzenzüchter, Pflanzenschutz, Beratung, Müller, Zuckerfabrik, Landtechnik, und weitere. Ich selbst bin kein Landwirt mit Betrieb, arbeite aber als Agraringenieur in der Pflanzenzüchtung, Versuchwesen und Beratung mit Zuckerrüben. Bauer Willi kenne und schätze ich seit über 20 Jahren.

    Durch meinen täglichen persönlichen, herzlichen und freundschaftlichen Kontakt zu vielen verschiedenen Landwirten und ihren Familien hier und über Deutschland hinaus fühle ich mich dem Berufsstand sehr eng verbunden. Sollte es irgendwann keine Rüben mehr geben, ist mein Job auch überflüssig. Nach fast einem Vierteljahrhundert der intensiven Arbeit mit dieser wunderbaren Kulturpflanze und ihren Anbauern würde mich das nicht nur beruflich treffen, sondern auch traurig machen. Auch ich möchte mir das nicht durch die Politikerkaste, diesem selbstzufriedenen Club der Ahnungslosen, zerstören lassen.

    In diesem Sinne werde auch ich ein Kreuz vor meinem Häuschen aufstellen. Und ihr Landhändler, Treckerverkäufer, Zuckerbuden, Landberater usw. könnt das auch. Auf geht’s.

    29+
    • Obstbäuerin sagt

      Das ist ein Superkommentar, der müsste auch bei topagrar eingestellt werden. Agrar heute hat noch keine Notiz von unserer Aktion genommen und auch sonst ist es still im Medienwald. Mal sehen, wann sich das ändert.

      2+
      • Gurkenhobel sagt

        Ich denke schon, dass davon Notiz genommen wird. Wir müssen einen friedlichen Flächenbrand mit grünen Kreuzen entfachen, dessen Ernsthaftig- und Dringlichkeit nicht in Frage gestellt werden kann.

        4+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Obstbäuerin, der Chefredakteur der Bauernzeitung dem ich heute einen Leserbrief zum Thema gesendet habe, hat sich bei mir gemeldet.
        Die Aktion ist ein Thema in der neusten Ausgabe, die ab Freitag den 13.9.19 erscheint.

        1+
        • Bauer Willi sagt

          Die LZ Rheinland ist nicht dabei. Sie empfindet die Aktion als Blasphemie (=Gotteslästerung) Die Agrarzeitung kommt demnächst. Dort wird ein Artikel drin stehen.

          2+
          • Ferkelhebamme sagt

            Die Kirche darf sich gerne auch angesprochen fühlen: wir haben Post von unserer Gemeinde bekommen mit einer saftigen Erhöhung des Pachtzinses. Wieviel Ackerfläche besitzt die katholische Kirche in Deutschland?

            0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ob Kirche, oder die Kommunen, alle verlangen Höchstpreise bei der Pacht und sprechen von einer weiteren Ökologisierung der Landwirtschaft.

              Die kath. Kirche besitzt 825.000 Hektar, die ev. 325.000 Hektar.

              Macht zusammen 1.150.000 Hektar.

              0
            • firedragon sagt

              Ziemlich viel liebe Ferkelhebamme.
              Hast Du Dir mal die Pachtverträge durchgelesen. Da darfst Du Dir keinen Fehltritt erlauben, ohne Kündigungsfrist, sofort weg vom Fenster.
              Dir Kirche unterliegt auch nicht dem Grundstücksverkehrsgesetz.

              1+
              • Ferkelhebamme sagt

                Wie? Durchlesen? 😉
                Höchstpreise verlangen sie noch nicht, Ehemaliger, aber trotzdem ein Niveau, dass den Ackerbau unrentabel werden lässt.

                0
                • firedragon sagt

                  Tja, die Kirche ist nicht zu unterschätzen, wenn es ums Geschäft geht – Konzern eben. Unterliegt eben auch der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit, so was aber auch, tz, tz, tz

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @firedragon

                  Will jetzt keines Falles in ein Kirchenbashing eintreten, aber wenn es um Ländereien geht, sind die knallhart.

                  2+
                • firedragon sagt

                  Ehemaliger Landwirt,
                  soll auch kein „bashing“ sein.
                  Schon wieder ein neudeutsches Wort.
                  Kann man ganz allgemein zur Kenntnis nehmen, da der LW oftmals Rentabilität und Wirtschaftlichkeit vorgeworfen wird und anderen Ortes will man es eben nicht wahrnehmen.
                  Ganz einfach, nicht mehr und nicht weniger.

                  2+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Habe dich nicht angesprochen mit dem Bashing, habe nur meine kritische Meinung gesagt über das Geschäftsgebaren der Kirche.

                  Unsere Kirchengemeinde ist eh so arm wie eine Kirchenmaus was Grundstücke betrifft.

                  0
                • firedragon sagt

                  Ehemaliger Landwirt,
                  unsere Kirchengemeinde schwimmt ebenfalls nicht im Geld. Mit den Leuten vor Ort kann man auch immer reden. Aber sobald du mit der nächst größeren Instanz zu tun hast, wird es kritisch.

                  0
                • Paulus sagt

                  @firedragon
                  Ich habe schon mal an Sitzungen teilgenommen, in denen mit wenig Empathie ausgestatte Vertreter eines Kapitalinvestors aus den USA gnadenlos ihre Vorstellungen durchsetzen wollten. Das betraf den mittelständischen bzw. Industriebereich.
                  Etwas später durfte ich, gemeinsam mit einem Waldnachbarn, mit dem Generalvikariat des Bistums Paderborn in Grundstücksangelegenheiten verhandeln. Da ging es lediglich um Kauf und Tausch von nicht allzu großen Flächen, mit dem Ziel die Bewirtschaftung zu vereinfachen und einen eigenen Jagdbezirk außerhalb der Genossenschaft in vernünftiger Größe zu schaffen. Ich sage dir, von den Prälaten und sonstigen Vertretern der kath. Kirche hätten die Jungs aus Santa Monica in ihrem sonnigen Kalifornien noch so einiges lernen können. Wenn Kritik am Kapitalismus angebracht ist, wäre mein Vorschlag, nicht bei den ehrlichen Kapitalisten sondern bei den Pharisäern mit dem Heiligenschein anzufangen.

                  4+
                • firedragon sagt

                  Paulus,
                  keine Ahnung, warum Du so reagierst. Ich habe niemanden kritisiert.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  firedragon,
                  der Paulus spricht eine klare Sprache, so wie er es denkt.
                  Für mich eine lobenswerte Eigenschaft.

                  1+
      • Bauer Willi sagt

        Das rheinische Wochenblatt LZ Rheinland ist nicht dabei. Sie empfinden die Aktion als Blasphemie (=Gotteslästerung)

        1+
    • Ulfrid sagt

      Super Einwand und tolle Aktion von Dir.
      Ich habe nun Vor, ein weiteres Kreuz auf einem Feld vor unserem Dorf zu platzieren. Das dies dann gemeinsam stibt, sollte vielleicht die Aufmerksamkeit noch erhöhen.

      0
    • firedragon sagt

      Hallo Gurkenhobel, Du bist ein Schatz.
      Du hast recht. Durch unsere Landwirtschaft kennen wir natürlich auch viele Landmaschinenhändler. Einige von ihnen stehen ebenfalls kurz vor dem Aus. Ist schon so, hat die Landwirtschaft kein Geld, investiert sie nicht…

      1+
  27. Friedrich sagt

    Jedes Kreuz ist ein Wählerkreuz weniger für die immergewählten Parteien. Dazu kommen noch die Landeigentümer , die ihr Land verpachtet haben und ein großer Teil der Familienangehörigen. Meine 15 Familienangehörigen wählen jedenfalls bei so einem Enteignungsfeldzug nicht mehr die Immergewählten. Hier muß endlich ein „So geht es nicht Punkt “ gesetzt werden , damit die da in Berlin mal in ihrem Glashaus aufwachen und einmal nicht nur an sich , sondern auch mal an die Wähler denken. —- Das die NGOs sagen , daß es nicht weit genug geht , ist doch klar . Wenn nur noch ein Bauer übrig bleibt , würden die das immer noch sagen , um ihr Geschäftsmodell zu erhalten.Auch hier kann man sagen , steht jedes Kreuz , „bis hierher und nicht weiter“! Jetzt gehts ums Ganze . Das sollte jeder Bauer wissen . Also nichtstun und ducken geht nicht . Aufstehen und kämpfen für die Freiheit des Wirtschaftens ist angesagt. Nur mit Kampf kann unsere Freiheit und Demokratie gesichert werden. Unsere sozialistische Regierung will uns als letzte Bastion für die Freiheit und Demokratie fertigmachen , damit der Sieg der 68er zu Feiern ist. Jedes Kreuz steht deshalb auch für unsere Demokratie und den Rechtsstaat !

    10+
  28. Christian von Wendorff sagt

    Redet nicht so viel, sondern stellt Kreuze auf!!
    Ich finde es eine super Idee, nachdem immer wieder festzustellen ist, dass von Seiten unserer Verbände etc. kläglich wenig oder auch gar nichts passiert!! Mehr als traurig!!!Es wird nur zugeschaut…!
    Also : KREUZE AUFSTELLEN!!!

    Danke an dieser Stelle an Bauer Willi!!
    Davon brauchen wir mehr!
    Gruß aus McPomn

    9+
    • Christian Ahrens sagt

      Genau! Nicht reden sondern machen.
      Haben heute auch ein Kreuz aufgestellt.

      Gruß aus Sachsen

      2+
  29. Michael Behrens sagt

    Einen Flächenbrand entfachen!
    Hallo, wie wäre, es die Dorfjungenden, bzw die Landjugenden mit einzubeziehen? Das in jedem Dorf 10 Kreuze aufgestellt werden und zeitgleich geht die Pressemitteilung an die örtlichen und auch überregionalen Medien raus.

    3+
  30. Bauer Fritz sagt

    Wohin der Weg der Anspruchsteller führt, läßt sich absehen.
    Das Problem: hat mit Rechnen, Mathe und Logik zu tun. All das muß man ja als Anspruchsteller weder kennen noch können. Viel einfacher ist ja: „Ich will – also macht mal.“
    Hier wird sichtbar, wo wir heute schon (vielfach) stehen:
    Über 200 ha zur Existenzsicherung notwendig
    (https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/ueber-200-ha-existenzsicherung-notwendig-557981?utm)
    Ökonomische Zwänge stehen im Widerspruch zu Forderungen aus der Politik, dass Ackerbauern künftig noch mehr für den Insekten- und Naturschutz tun. Nicht alles, was gesellschaftlich wünschenswert ist, ist für einen Familienbetrieb auch zu leisten.

    10+
  31. Hagbard Celine sagt

    Anstelle von blindem, symbolischem Aktionismus könnte man natürlich auch anfangen die umfassende Situation zu betrachten und geeignete Schritte in diese Richtung zu unternehmen.
    Einen guten Überblick für die notwendigen Fragen und eine umfassende Handlungsweisen gibt es bei Dr. Daniel Wahl:
    https://www.youtube.com/watch?v=uNS_8m7C3EI

    Weitere sinnvolle Ansätze gäbe es z.B. bei
    – Buckminster Fuller (https://www.bfi.org/)
    – Robert Gilman (https://www.context.org/iclib/ic36/gilman1/#histoutline)
    – David W. Orr (http://www.oberlinproject.org/about/founder-visionary/david-w-orr/)
    – Joanna Macy (https://workthatreconnects.org/foundations-of-the-work/)

    Für viele Menschen sind diese Ideen und Entwicklungen so unglaublich weit entfernt. In ihrer umfassenden, systemischen Betrachtungsweise erscheinen sie aber derzeit als die fortschrittlichsten Mittel, um unsere Beziehung zum Planeten Erde wieder zu regenerieren und eine nachhaltige Zukunft für das Netz des Lebens im Rahmen unseres Handelns anzustreben.

    1+
    • Bauer Willi sagt

      Liebe Celine
      Ich hoffe, ich darf Sie so nennen. Als Betreiber der Seite fände ich es sehr hilfreich, wenn Sie Ihre Meinung äußern. Es hat sich leider eingebürgert, diese durch den Verweis auf externe Links zu verschlüsseln. Glauben Sie mir, bei mehr als einem Link schaut sich die niemand mehr an.
      Sie haben doch eine eigene Meinung! Sagen Sie mir und uns, was Sie uns sagen wollen. Was sind Ihre Wünsche, Gedanken, Vorstellungen. Was soll anders laufen? Und ganz wichtig: wie sehen Lösungen aus. In der Analyse der Fehler Anderer sind viele schon sehr gut. Mit den Lösungsvorschlägen hapert es noch was.

      17+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Willi, gebe ich Dir Recht. Eine große Bitte habe ich persönlich an Dich, eventuell andere auch. Schränke bitte den Umfang der Beiträge in Deinem Blog, was den Umfang der Meinungsäußerungen betrifft etwas, „Stark“ ein.
        Wir reden hier wohl doch von Mensch zu Mensch. Politiker typische Antworten die hier immer mehr geäusert werden zerstören den guten Diskussionsstiel in Deinem Blog.

        2+
    • Obstbäuerin sagt

      Hallo Hagbrod, wir haben genug eigene Probleme. Intergalaktische Lösungen liegen uns nicht so. Oder habe ich da was falsch verstanden?

      2+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sehr geehrter Herr Hagbard,

      sie sind sicher ein kluger Mensch, deshalb bringen sie jede Menge Links in Englisch geschrieben hier im Forum.

      Wir sind hier in Deutschland und nicht jeder beherrscht diese Sprache., somit kann ich nicht an ihrem Wissen teilhaben.

      Vielen Dank

      5+
  32. Christian Bothe sagt

    meine Leserzuschrift in Top agrar von eben…

    Eine gute Aktion und bildhafte Darstellung von Dr. Willi Kremer-Schillings im Sinne unserer stark gebeutelten LW. Hoffentlich gibt es viele Nachahmer von Praktikern. Das Logo ist auch gut gestaltet und sollte man als Aufkleber verbreiten. Auf den Dienstwagen von Merkel, Klöckner, Schulze und Co.ist genügend Platz für so etwas und trägt zur Erinnerung bei…

    6+
  33. Ren'e Lehmann sagt

    Hallo Bauer Willy,
    Hallo auch ihr anderen Landwirte!
    Ich bin seit 36 Jahren in einem brandenburgischen Landwirtschaftlichen Betrieb mit Leib und Seele beschäftigt!
    Ich kann dir nur zustimmen und es wird höchste Zeit, das wir unseren Berufsstand wieder in ein würdiges Licht stellen!
    Ich gehe fest davon aus das alle Landwirte egal ob Familienbetrieb, im Nebenerwerb, als Biobauer ,als konventioneller Bauer oder als Landwirt in einer Genossenschaft oder GmbH Landwirte sind die gesunde Grundnahrungsmittel produzieren wollen und es auch machen!!! Jede Betriebsform hat seine Daseinsberechtigung! Darum müssen wir endlich mit einer Sprache sprechen und uns nicht gegenseitig ausspielen ! Das ist nämlich unser Problem, warum wir es zugelassen haben, unsere Arbeit die wir leisten so schlecht zu machen! Uns für Geldgierige, tötende, vergiftende, rücksichtslosen Bauern in der Öffentlichkeit darzustellen und der mit Hauptverantwortlich für den Klimawandel ist!
    Lasst uns endlich gemeinsam die Menschen, die es durch die Medien, Politiker ,NOks nicht besser wissen können aufzuklären! Das wenn diese Politik so umgetzt wird, es den Verbrauchern definitiv schlechter gehen wird und der Klimawandel nicht aufgehalten wird!!!!

    15+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, Ren`´e Lehmann,ich nehme mal an, Du bist hier bei Willi, neu im Blog.
      Alle Achtung ,super Deine Meinung die Du hier der Öffentlichkeit preis gibst.
      Wenn Du so weiter machst ,bis Du für uns alle ein willkommener Blogger.

      1+
  34. Arnold Krämer sagt

    @Herr Suhr!
    Viele Ihrer Einlassungen zeigen mir, dass Sie Landwirtschaft und insbesondere Wirtschaft nur aus der Theorie kennen. Dafür bietet ihr letzter Beitrag auf meine Ausführungen wieder ein gutes Beispiel. Dort schreiben sie unter anderem:

    „Ich sehe heute das Ergebnis, das schon damals mit dem Mansholt-Plan angestrebt wurde. Kerngedanke: Durch Handel und bürokratische Maßnahmen werden die Kleinen weggebissen und verdrängt, die großen werden Größer. Jetzt haben Großbetriebe nicht nur niedrigere Produktionskosten und bessere Einkaufskonditionen…..“

    Sie verkennen das Wesen der marktwirtschaftlichen Ordnung, das Grundprinzip des Kapitalismus, in dem durch Produkt- und Prozessinnovationen Produkte jeglicher Art immer kostengünstiger hergestellt und für breite Bevölkerungsschichten verfügbar gemacht werden. Der Massenwohlstand, den es ohne Zweifel im Vergleich zu früheren Jahrzehnten gibt, wäre anderweitig nicht möglich gewesen. Bei allen Kollateralschäden also ein Segen für die Menschen, oder?
    Es ist der autonome technische Fortschritt, der gerade in der Landwirtschaft zum Segen für die Landwirte selbst aber vor allen Dingen auch für die Verbraucher in den letzten 50-60 Jahren wirksam war. Diesen nicht zu nutzen, musste praktisch immer zur Betriebsaufgabe führen. Aber viele Familienbetriebe sind dadurch nicht unendlich groß geworden. Das müssen sie auch nicht.
    Zitat Fredmund Malik, St. Gallen: „Ein Unternehmen muss nicht groß sein, ein Unternehmen muss stark sein“.
    Ich kenne sehr viele landwirtschaftliche Familienunternehmen in meiner Region, die es mit den Großbetrieben im Osten alle Male aufnehmen können, weil sie ein hohes Maß an Arbeits-, Kapital- und Flächenproduktivität aufweisen können.
    Mir ist um den in der Tat größer gewordenen landw. Familienbetrieb nicht bange, es sei denn er wird durch bürokratische, kleinkarierte Auflagen systematisch in eine organisatorische Enge mit überhöhten Kosten getrieben,
    oder die wettbewerbsverzerrenden nationalen Eingriffe nehmen über Maßen zu.

    16+
    • Stadtmensch sagt

      Massenwohlstand …also ein Segen für die Menschen, oder?

      Das müssen wir später mal die Enkel fragen. Bis jetzt sieht es so aus, als hätten wir alles vergeigt. Aber das kommt davon, wenn man stumpf vor sich hin wirtschaftet.
      Ich sage nur 13% Ackerfläche für Energiepflanzen! Mit einem lausigen Wirkungsgrad verglichen mit der direkten Nutzung der Sonnenenergie (120W im Jahresmittel pro m² für PV zu 0,5W für Mais). Aber den NGO Propaganda für Flächenimport vorwerfen.
      Sie verachten jeden, der in ihren Augen keine Ahnung von grundlegenden Zusammenhängen hat. Springen sie mal über ihren Schatten und erklären sie nicht alles mit dieser „Genialer Unternehmer wird von Bullshitjob-Inhabern an der Daseinsvorsorge für Letztere gehindert – Schablone“!
      Ich frage mich, was das Aufstellen von Kreuzen bewirken soll. Schlechtes Gewissen beim Grünen-Wähler? Bauer Willi ist für mich aus vielerlei Gründen nicht so überzeugend in der Opferrolle, aber sicher irre ich mich wieder mal gewaltig.
      nAcht

      7+
      • Arnold Krämer sagt

        Stadtmensch
        1. Gut, der Mensch ist eine Belastung für die Erde, er produziert unentwegt und zunehmend Müll, anders als alle anderen Lebewesen. Irgendwann muss die Spezies Mensch dafür einen Preis zahlen.
        2. für Biogas habe ich mich noch nie begeistert, aber sie ist zumindest grundlastfähig
        3. ich verachte niemanden, stelle aber fest, dass Sie meiner Argumentation auch aus früheren Beiträgen (nicht zustimmend) folgen können
        4. Nachdenklichkeit, oder besser “Vordenklichkeit“, weil die Politik auf dem Weg ist sehr viel kaputt zu machen, was nicht reversibel ist, und das gilt nicht nur für die Landwirtschaft

        13+
      • Thomas Apfel sagt

        Guten Morgen Stadtmensch,
        beim Thema Energiepflanzen über Biogas stimme ich Ihnen zu. Wir wollen, auch, um besser aufgestellt zu sein, 100 ha unserer sandigen Böden mit Photovoltaik belegen. Das ist im Moment so Mode wie vor 18 Jahren BioGas. Wie sich das vom Landschaftsbild einordnet, da bin ich gespannt. Es ist keine zusammenhängende Fläche und kann durch Gestaltung (Hecken/Baumreihen) aufgelockert werden, trotzdem wird das das Landschaftsbild nach den Windmühlen nochmals heftig verändern. Ich bin schon gespannt woher die Bürger- und anderen Proteste kommen werden. Von den Grünen können sie ja eigentlich nicht kommen.

        Was die Kreuze betrifft bin ich ganz anderer Meinung als Sie: Die Politik verliert bei ihren Entscheidungen (nicht nur zur Landwirtschaft) die Wissenschaftlichkeit zu Gunsten von Glaubenssätzen aus den Augen und trifft daher Entscheidungen an der Realität vorbei. Insbesondere ist das an den Diskussionen zu Pflanzenschutz und Bodenfruchtbarkeit zu sehen, von echter Diskussion über „Nachhaltigkeit mal ganz zu schweigen.
        Diese Entscheidungen sind nicht Ursache für das Wachsen und Weichen, beschleunigen aber diesen Prozess (bei gegenteiliger Absicht) insbesondere bei den (gewünschten ??) kleinen Betrieben.. Und daher finde ich schon, dass es höchste Zeit ist darauf aufmerksam zu machen.
        Bei uns haben in den letzten 15 Jahren 8 von 17 Familienbetrieben (alles Wiedereinrichter) aufgegeben. Es gab in den letzten 25 Jahren 3 Suizide die direkt mit der Situation (Überlastung) zu tun hatten. Allein dafür kann ich ganz berechtigt 8 Kreuze aufstellen um endlich mal öffentlich darüber zu reden was diese Politik mit den Menschen (auch Bauern sind Menschen !!) macht.

        28+
        • Arnold Krämer sagt

          Volle Zustimmung, die Politik beschleunigt ohne Not strukturelle Veränderungen in eine Richtung, von der man vorgibt, sie nicht zu wollen.

          18+
        • Stadtmensch sagt

          Guten Morgen zusammen,
          ich wünsche mir auch eine Diskussion um echte Nachhaltigkeit. Zur „Verschandelung“ der Landschaft mit Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung kann ich nur sagen, dass sich die Menschen auch an die Zumutungen des motorisierten Individualverkehrs gewöhnt haben. Unter PV-Anlagen hat man je nach örtlichen Gegebenheiten angeblich nur 30% Ertragseinbuße. Auch was Herr Steggeman schreibt, finde ich immer sehr interessant. Wenn man jetzt noch Biokohle zur Bodenverbesserung zu einem großen Thema zu machen würde, hätten wir genug Stoff für konstruktive Diskussionen. Für echte Nachhaltigkeit sind lw. Praktiker unverzichtbar.

          „Auch Bauern sind Menschen“.

          Natürlich! Als ich vor einiger Zeit meine ehrliche Betroffenheit ob der vergeblichen Bemühungen des Gemüsebauern (s. Doku), von seiner schönen sinnstiftenden Arbeit leben zu können, hier zum Besten gegeben hatte, wurde ich von Ihnen drauf hingewiesen, dass die Familie selber Schuld gewesen wäre, da sie keine ausreichende Marktanalyse betrieben hätten. Deshalb will ich es mit Mitleid nicht übertreiben. Wie soll ich als kleines Verbraucherlein dazu beitragen, dass sich im „leistungsorientierten“ Wohlstandssystem nicht alle niederkonkurrieren und bei diesem Getobe alle Lebensgrundlagen verwüsten?

          3+
          • Thomas Apfel sagt

            Biokohle ist ganz am Rande Schwachsinn und Ressourcenverschwendung, aber das ist ein anderes Thema.
            Um Mitleid geht es auch nicht, sondern um Betrachtung des Vergangenen, um daraus zu lernen. Und bei den Grünen Kreuzen geht es um ein Ausbremsen falscher Agrarpolitik. Irgendwie muss man doch diesen Pendelrythmus der Entwicklung von einem Extrem ins andere mal an eine praktikable Mittellinie bringen. Nur kann die Basis dafür nur Wissenschaft und nicht Dogmatik sein. Darum geht es und um nichts Anderes.

            4+
            • Stadtmensch sagt

              „praktikable Mittellinie“
              Dazu müsst man nur die vielen Einzelinteressen (meist ökonomischer Natur, Stichwort 40000€ Pacht für WK-Anlagen Standort) in Richtung solare Kreislaufwirtschaft dirigieren. Wenns die Politik nicht macht, macht es die Natur (was sowieso passieren wird). Das Thema Energiepflanzen war sicher auch wissenschaftlich induziert aber wie heißt es so schön „es irrt der Mensch so lang er strebt“.
              Den Schwachsinn der Biokohle können sie ja bei Gelegenheit mal erklären. Es geht nicht drum, statt dessen Braunkohle-Substrate zu nehmen (weil die Tagebaue gerade mal offen sind), sondern um THG-Sequestrierung, also Kohlendioxid wieder im Boden als Kohlenstoff binden.

              1+
              • Thomas Apfel sagt

                Biokohle ist so etwas wie schwarze Farbe. Sie ist neutral, hat keine Kationen Andockmöglichkeiten, ist prinzipiell eher wasserabweisend und geht mit nichts im Boden Verbindung ein. Sie hat maximal eine belüftende Funktion. Kohle ist ein Endprodukt und erhöht den C-Gehalt im Boden, wenn ich sie verbuddle. Irgendein Effekt auf Erträge taucht erst bei Aufwandmengen über 30 t/ha auf, wahrscheinlich wegen guter Durchlüftung. Dafür müssen Sie aber 100 to Pflanzenmasse „verkohlen“. So ineffektiv und dann noch mit einem derart unbrauchbaren Ergebnis-Stoff ist nicht einmal die ineffektivste Form der Kompostierung,
                die „Biodynamisch-vegane Kompostierung“ bei der zwar nur 25 % der Ausgangsmasse verwendbares Produkt entsteht, hier aber wenigstens mit der Chanche auf einen gewissen Anteil echter Humusstoffe (Huminsäuren, Humate).
                Ansonsten weiß ich nicht was Sie mit „wenn es die Politik nicht macht, macht es die Natur“ .. meinen ?? Lässt „Die Natur“ einen Solarfolienbelag auf alle beleuchteten Oberflächen wachsen oder wie macht sie das ?
                Da sind mir wahrscheinlich irgendwelche „neuesten Erleuchtungen“ entgangen.

                3+
                • Stadtmensch sagt

                  Wieso ist Verkohlung ineffektiv? Das Holzgas kann doch genutzt werden. Der enstehende Kohlenstoff muss natürlich mit Nähstoffen „aufgeladen“ werden. Durch die große innere Oberfläche sind damit auf jeden Fall positive Effekte im Hinblick auf Nährstoff-Verfügbarkeit und Verlustminimierung nachgewiesen worden. Das UBA (ich weiß – nicht zitierfähige, realitätsferne Dogmatik) hat hunderte Seiten Studien dazu bereitgestellt. Auch ein Strategiepapier der Bundesregierung zur CO2 Sequestrierung beschäftigt sich eingehend mit diesem Thema.
                  Bei klassischer Kompostierung entweicht der enthaltene Kohlenstoff innerhalb kurzer Zeit komplett als CO2.

                  0
                • Thomas Apfel sagt

                  Sie können Kohle nicht aufladen, die hält nichts fest. Die übliche belüftende Kompostierung hat tatsächlich CO2 Verlustraten von 40 – 70 %, nicht belüftende hat quasi keine C-Verluste und bildet hohe Anteile von Dauerhumus, die dann tatsächlich die Kationen-Austauschkapazität verbessern und ebenso die Wasserhaltefähigkeit (unter anderem auch chemisch zeitweise fixiertes Wasser) Kern-Ausgangsstoff für Dauerhumus ist Lignin. Lignin wir bei belüftender Kompostierung pilzlich zersetzt und bei der Verkohlung verbrannt.

                  1+
                • Kohle finde ich spannend als Thema, Stichwort Terra Preta.

                  Humus besteht zu ca. 60% aus Kohlenstoff.

                  Man kennt es von der Aktivkohle, daß diese Gift absorbiert. So ähnlich ist es auch mit Holzkohle, wenn man diese vorher quasi im Kompost sich mit Nährstoffen aufsaugen läßt, dann das Ganze im Boden verarbeitet. NIE PUR VERBUDDELN, absorbiert Nährstoffe, die dann Pflanzen nicht mehr zur Verfügung stünden. Quasi ein Nährstoff- und Wasserschwamm.

                  Der Gedanke dahinter: Eine Art künstlicher Humus. Und wie Humus – siehe vor allem moorigen Grund – eine hohe Speicherkapazität für Nährstoffe und Wasser. Vorteil in Trockenzeiten, Nachteil beim Ausbringen von zuviel Gülle bzw. Dünger, da die Nährstofferosion niedriger ist (aber so sickert auch weniger ins Grundwasser, wenn man so will).

                  Von physikalischen Prinzip her super. Nur wie man diesen Humusersatz am wirksamsten umsetzt, das ist die Frage. Das Fermentierungsverfahren hat beispielsweise das Problem, daß der Boden übersäuert.

                  1+
                • Brötchen sagt

                  @Stadtmensch,

                  Es sind ja Projekte, die begründet werden müssen und sobald im Antrag was von Klima steht, dann hat man gute Chancen. Solche Projekte werden auch gesucht.
                  Die Projekte sind ja an sich nicht schlecht.
                  Ich habe teilweise ab und an mit sowas zu tun und mir ist fast noch kein Projekt bekannt, was wirklich zu einem großen Umbruch oder Riesennutzen geführt hat.
                  Das UBA muss ja positive Begutachtungen schreiben, weil sie das fördern.
                  Wenn das mit der Solarkohle so gigantisch wäre, dann würden das schon längst private Firmen machen.
                  Meines Wissens gibt es dafür nur kleine Versuchsanlagen und auch nicht seit gestern.
                  Also nicht von dem medialen „Hype“ blenden lassen.
                  Wir reden hier von Erlösen pro ha von 2000 – 3000 Euro mit den Feldfrüchten, da muss ein Verfahren schon sehr sehr günstige Pflanzenkohle herstellen können und eine Gelddruckmaschine ist leider in der LW nicht erlaubt. Du kannst Dir an allen fünf Fingern abzählen, was der Spaß kosten darf. Ich sage jetzt mal 1000 € pro ha wären schon viel Geld und wir reden hier über 100 derte oder 1000 de Tonnen.
                  Ich staune ja auch, das für Dich die 40000 € Pacht für Windräder so eine Neuigkeit ist! Das ist alles Geld was jede Omi mit einer kleinen Rente, über den Strompreis bezahlt und Omi kann den Stecker nur in die eine Steckdose stecken. Also ist sie gezungen den Strom nur aus dieser Steckdose abzunehmen. In der Windradbranche steckt viel mehr Geld drin, als in unserem lächerlichen 1000 Euro für das bisschen Getreide. Der Investor verdient ja auch noch recht gut, die Hersteller, die Wartungsfirma und und und….Deshalb habe ich Dir die Zahl auch genannt, um Dir die Relationen klar zu machen.
                  Getreide gibt es zur Zeit im Überschuss, die Preise sinken zur Zeit, da Frankreich und Osteuropa sehr gute Ernten haben.

                  Fazit: für die LW sind nur Verfahren interessant, die fast nichts kosten und große Mengen bereitstellen können! Oder der Nutzen wäre gigantisch. Lw. Ackerbau ist in der Hauptsache oder zu 60 % reine Transporttätigkeit!
                  Wir sind arme Schweine im Gegensatz zum Gesundheitswesen o.a.

                  1+
                • Thomas Apfel sagt

                  Herr Suhr, Terra Preta ist keine Holzkohle, sondern Ergebnis der sauerstoffarmen Umsetzungsprozesse von Abfallhaufen aus organischen Materialien sowie Holzkohle und Holzasche. Die positive Auswirkung beruht nicht auf dem Kohlegehalt sondern dem Gehalt an Dauerhumusstoffen. Das ist im Prinzip ähnlich der Wirkung der „Tiefstallmistes“ der zu den extrem hohen Dauerhumusgehalten im Plaggenesch geführt hat die man, verwundert ob ihrer Höhe und Dauerhaftigkeit, gerade wieder untersucht.

                  4+
                • Ws ist Kohle denn anderes als Kohlenstoff, egal woher dieser kommt, es ist Kohlenstoff! Zirka 60% vom Humus ist Kohlenstoff.

                  Die Speicherkapazität ist der Kohlenstoff. Egal, ob man da irgendwelche Holzkohle verarbeitet oder organischen Dünger aus Mist verwendet. Es geht um die Absorptionsfähigkeit der Kohle! Organische Verbindungen sind Kohlenstoffverbindungen nebenbei.

                  Bedenkt man, daß man so auch den Kohlenstoff aus der Luft raushalten kann, wäre Boden ein sehr starker Speicher, eine massive CO2-Senke.

                  Stellen Sie sich vor, die kaputten Wälder würden teilweise verkohlt und dann im Boden verarbeitet/gespeichert.

                  Sie haben es doch selbst gesagt, Terra Preta ist eine Mischung aus Holzkohle und -asche mit organischen Resten. Ich habe nichts anderes behauptet. Sogar das mit der Fermentierung habe ich angesprochen.

                  Oder noch einfacher gesagt:
                  Der von Ihnen angesprochene Dauerhumusstoff ist der Kohlenstoff. Pflanzen nehmen diesen über die Luft auf, nicht über den Boden.

                  Ton und Lehm werden auch angesprochen bei Dauerhumusstoffen, aber wie auch schon verwiesen siehe Aktivkohle und deren Speichervermögen.

                  Es geht nicht um chemische Reaktionen, es geht nur um Speicherkapazitäten. Die anaerobe Fermentierung basiert auf dem Gedanken, daß es im Boden auch anaerobe zuginge, als würde man bei der Organtransplantation darauf achten, daß Spender und Empfänger zusammenpassen, sonst brauchen die Prozesse länger zur Umstellung. Aber es steht und fällt mit dem Kohlenstoff. Siehe auch die Humusbildung bei der Verarbeitung verschiedener organischer Dünger im Vergleich auch zu mineralischem Dünger, mit dem Humusaufbau nicht möglich ist … weil kein Kohlenstoff drin ist, keine organischen Kohlenwasserstoffverbindungen.

                  Hier macht man es aus Braunkohle …
                  https://f3.de/bodenkur-aus-braunkohle/

                  Es geht um den Kohlenstoff.

                  Und wer weiß, vielleicht ist der Boden deswegen Schwarz … bevor Sie wieder mit schwarzer Farbe kommen …

                  0
                • Brötchen sagt

                  Herr Suhr!

                  Dauerhumus ist eben NICHT! nur profaner Kohlenstoff.
                  Dauerhumus ist Kohlenstoff mit einer besonderen Qualität. Das ist das Problem dabei.

                  Irgendwie komme ich mir auch langsam irre vor, alle Welt will mit Gewalt CO2 einsparen und hauptsächlich soll die Lw das tun, obwohl die schon den Hauptanteil für unsere wirkliche Lebensgrundlage liefert. Alles andere ist nämlich reiner Luxus.
                  Irgendwie ist das eine Welt auf dem Kopf!

                  7+
                • Brötchen sagt

                  Die Kreuze müßten eigentlich verkehrtherum stehen und damit man es auch erkennt, einen Bauern verkehrt ans Kreuz genagelt. Oder schreibt oben und unten dran.

                  0
                • Stadtmensch sagt

                  @Brötchen

                  „Wenn das mit der Solarkohle so gigantisch wäre, dann würden das schon längst private Firmen machen“

                  Liegt daran, dass der Zusatznutzen bei der Fäkalienbehandlung nicht „zertifiziert“ ist.
                  Und niemand das dicke Brett Kreislaufwirtschaft durch Fäkalien-Kompostierung bohrt. Alle faseln von E-Mobilität. Welch Irrsinn in Zeiten von Arbeitsplatzzwang. Warum sollte D nicht Exportweltmeister von Umwelttechnologie werden?

                  „schon sehr sehr günstige Pflanzenkohle herstellen können und eine Gelddruckmaschine ist leider in der LW nicht erlaubt“

                  Man muss immer die ganze Rechnung aufmachen:
                  Was kostet es die Gesellschaft, Vorkehrungen für Überschwemmungen zu bauen oder wie in diesem Jahr, 100T ha Hitze- und schädlingsgestressten Wald neu hochzuziehen. Bei uns in der Stadt sind 2000 Straßenbäume vertrocknet (Pro Baumpflanzung 2000€).

                  1+
                • Brötchen sagt

                  @Stadtmensch da gebe ich Dir recht und das wäre der Einstieg in eine Diskussion und da rennst Du bei mir offene Türen ein!!

                  Ich sehe das nur nicht, die werden genau das Gegenteil erreichen!

                  1+
                • Brötchen sagt

                  @ Stadtmensch, was die Straßenbäume betrifft.

                  Die werden schon recht groß gepflanzt. Da haben die noch keine richtigen Wurzeln . Unter normalen Wetterbedingungen funktioniert das auch, bei der Trockenheit dieses Jahr schaffen die das mit dem Wässern nicht bzw. hat sich keiner oder nur unzureichend gekümmert

                  2+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  besser wären die Wassersäcke, die brauchen in der Regel nur einmal IN DER WOCHE gefüllt werden.

                  0
                • Stadtmensch sagt

                  @Ehemaliger

                  “ haben die Einwohner deiner Stadt das Recht verloren, die Landwirtschaft zu kritisieren.“

                  Mist!
                  …zum Glück haben wir jetzt auch Wassersäcke.
                  😉

                  0
          • @Brötchen

            Es ist schade, daß nur jeder liest, was er hören will.

            Humus ist nicht nur profaner Kohlenstoff, das stimmt, sondern … wie schon erwähnt … knapp 60% Kohlenstoff. Was soll denn die besondere Qualität sein, Bio-Siegel?! Im Kern sprechen wir hier von Chemie. Und ein wichtiger Bestandteil von Humus ist Kohlenstoff, oder anders formuliert: In der Regel das, was von organischen Kohlenwasserstoffverbindungen so alles übrig bleibt. Und so lange die Kohle nicht verunreinigt wurde oder aus Regenwäldern kommt, ist es nunmal Kohlenstoff.

            Wer weiß, vielleicht haben die Maya einfach nur die Holzasche mit allen Essensresten in einen Pott geworfen, und damit keine Tiere drangingen, ’nen Deckel draufgemacht, bevor es später dann im Boden verbuddelt wurde.

            Es geht doch auch nicht um CO2-Speicher. Sondern mit Blick auf Klimawandel und Dürren vor allem und die Wasser- und Nährstoffspeicherkapazitäten. Das mit der Kohlenstoffbindung im Boden ist der nette Nebeneffekt, der es einem erlaubt, dafür die nötige mediale und politische Aufmerksamkeit zu erhalten.

            Nochmal sehr einfach ausgedrückt: Es wäre künstlicher Humus, mit dem man prinzipiell sogar Weideland aufwerten könnte. Und das alles mit positiver Klimabilanz, was will man mehr?!

            0
            • Thomas Apfel sagt

              Herr Suhr, jetzt reichts aber mit der Klugscheisserei. Sie übernehmen sich da gewaltig. Im Gegensatz zu Ihnen arbeite ich an dem Thema wissenschaftlich.

              8+
            • Brötchen sagt

              Chrtistian Suhr, Sieh bitte bei den einschlägigen Webseitne nach!
              Es gibt Dauerhumus und schnell abbaubaren Humus!
              Ich bin da auch nicht der Experte, da Tierhaltungsspezialist.
              Humusbildung ist ziemlich kompliziert.

              Terra Preta ist wahrscheinlich Holzkohle aus Brandrodungen gesammelt und mit menschlichen Fäkalien versetzt ! Wahrscheinlich speziell geschichtet.
              Das sind sehr mächtige aber räumlich sehr begrenzte Schichten, so eine Art Torflinsen im Urwald.

              Was Wasserhaltekapazität betrifft, das wissen Landwirte auch!

              Ohne Glyphosat bekommst Du das mit der Dauerhumusanreicherung nicht oder nur schwer hin, weil Du den Boden immer wieder bearbeiten mußt und da geht Dir dieser wieder verloren.
              Wenn Du dann noch beim N im Defizit bist, weil Du immer zu knapp düngst ( weil mehr nicht erlaubt ist) schafft man das mit dem Dauerhumus nicht!

              Im Prinzip dreht sich das alles im Kreise! Das ist ja gerade das was die LW so aufregt!

              7+
      • Dorfmensch sagt

        Sehr geehrter Herr Stadtmensch,
        zum Massenwohlstand für alle gehört eine Stadtbevölkerung, die immer aus dem Vollen schöpfen kann, auch bei Lebensmitteln und das ohne Arbeitseinsätze z.B in der Ernte. Wenn die deutsche Landwirtschaft kaputt ist, könnte ich mir vorstellen, das hier freiwillige oder Zwangsmaßnahmen für die städtische Bevölkerung in der Landwirtschaft wieder aktuell werden. Früher ist man auch selbst eingelagerten Kartoffeln, Rotkohl, Weißkohl, Wirsingkohl, Sauerkohl und Möhren über den Winter gekommen. Geht heute mit Sicherhet auch.
        Sie singen das Hohelied der Windenergie.Ich gehe davon aus, dass Sie gern unter einem wohnen und dieses Privileg nicht der Landbevölkerung allein gönnen. Wieviel man Energiepflanzen braucht, weiß ich nicht. Fragen Sie mal Fachleute aus der Energieplanung, woher die Grundlast kommen soll, wenn nach Ende von Kohle und Strom bei Dunkelflaute die Energienetze zusammen gebrochen sind und Strom für das Hochfahren benötigt wird. Antwort: z.B. aus Biogas.
        Sehr geehrter Herr Stadtmensch, warum wollen Sie den Landwirten nicht das Recht eines friedlichen Protestes (grüne Kreuze) zugestehen, wenn durch städtische Politik der deutschen Landwirtschaft der Garaus gemacht werden soll.
        Landwirte stellt überall grüne Kreuze auf!

        7+
        • Stadtmensch sagt

          Ach Dorfmensch. Mit Power to Gas ließen sich jetzt schon bis zu 3TWh
          ins Gasnetz durch Wasserstoff-Einspeisung puffern (70% Wirkungsgrad ohne Rückverstromung). Das ist 30 Mal so viel wie unser aktueller Puffer (die Pumpspeicherkraftwerke). Danach ginge es weiter mit Methanisierung des Wasserstoffs (Khlekraftwerke fürs CO2, das man dafür braucht, haben wir ja noch). Allemal besser als Ladeinfrastruktur für e-autos zu fördern oder für Stromexport draufzuzahlen. Man könnte anfangen, statt zu lamentieren, dass nix geht. Übrigens wohne ich an einer zu „Pendlerzeiten“ stark befahrenen Straße und unter einem Sendemast (man denkt man hat Tinitus, aber es ist der Scheiß-Mast), damit die Leute mit ihren Endgeräten daddeln können und ihre Konzentration zerfasert, bis sie komplett zu einer willenlosen exakt steuerbaren Konsumentenschar herabgesunken sind. Aktuell: amerikanische Veggie-Burger. Was soll es bringen, wenn sie einen Stadt-Land Gegensatz als Grund allen Übels herbei reden? Ein Arbeitsplatz in der Landwirtschaft wird einfach immer teurer. Wie kann man das kompensieren und Beschäftigung sichern. Ihre Vorschläge bitte. Meiner wäre: weniger arbeiten finanziert aus Umverteilung. Will keiner. Also baut Kreuze…

          0
          • Thomas Apfel sagt

            Wer soll (oder darf) weniger arbeiten und durch welche Umverteilung ?
            Machen Sie´s doch mal konkret: Wer soll die Arbeit, die ich gern bereit wäre weniger zu machen für mich tun und von wem wie bezahlt bekommen ? Und wie schlägt sich das Mehr an zu erarbeitendem Einkommen oder umgekehrt Kosten auf den Produktpreis nieder ?
            An fehlendem Zwang zu Produktivität ist die DDR Wirtschaft zu Grunde gegangen. Man kann nicht auf Dauer teurer produzieren als der Endverkaufspreis es abdeckt, es sei denn man druckt einfach mehr Geld.

            3+
            • Stadtmensch sagt

              Die EZB druckt auch Geld, indem sie schrottige Staatsanleihen kauft.
              Geht alles. Der Glaube ans Geld ist eben von der gleiche Art wie der Glaube an den lieben Gott.

              „Man kann nicht auf Dauer teurer produzieren als der Endverkaufspreis es abdeckt“

              bzw.

              Man kann nicht auf Dauer weniger bezahlen, als es tatsächlich kostet.

              3+
              • Thomas Apfel sagt

                Vollkommen richtig, aber nicht einmal der Sozialismus hat es geschafft in der Beziehung eine neue Idee hervorzubringen.

                2+
      • firedragon sagt

        Hallo Stadtmensch, in gewisser Weise hast Du recht. Ich gehe jetzt nur kurz auf das Thema Biogasanlage ein.
        Der ursprüngliche Gedanke war :Biogas aus Viehscheisse zu gewinnen. Eigentlich hätte die Politik den Bau einer Biogasanlage an viehhaltende Betriebe koppeln müssen, Grünschnitt der Gemeinde dazu und unverwertbare Biomasse. Hat sie leider nicht! Entstanden sind maisbetriebene Anlagen, staatlich gefördert! Dazu kann man stehen, wie man will, es ist egal. In diesem Fall allerdings der Landwirtschaft zuzuschreiben, sie trägt die alleinige Verantwortung ist nicht korrekt und trifft definitiv nicht zu.
        Anmerkung : Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für eine Tätigkeit, die ausgeführt werden soll, mehr Geld anbietet, schlägt der AN dieses Angebot aus oder nimmt er an?

        2+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        @ Stadtmensch

        2002 habe ich die erste PV Anlage, 2012 die zweite PV Anlage installiert.

        Auch ich bin schon heftig angegangen worden, nein nicht nur in Foren musste ich mir anhören, dass ich einer Mafia angehöre.

        Nach der Kompanie von Norbert Röttgen und Philipp Rösler waren selbst Menschen, die mir sonst sehr gesonnen waren, der Meinung dass ich ihnen das Geld aus der Tasche ziehe.

        Egal was man macht, ob Biogas, oder PV, es wird kritisiert.

        0
    • Ein Segen für die Menschen? Mit den Wirtschaftswunderjahren wurde Fleisch selbstverständlich, der Sonntagsbraten alltäglich. Essen wächst gefühlt im Supermarkt, Wertschätzung siehe wie gesagt ALDI in Australien, Link siehe oben. Oder lieber das Experiment Gänseschlachtung in der Öffentlichkeit?!
      https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-das-experiment-gaense-schlachtung-in-der-oeffentlichkeit-100.html

      Fortschritt zu nutzen ist richtig und wichtig. Aber man muß nicht jeden Mist mitmachen. Informieren Sie sich gern übers dreckige Dutzend, Stichwort PCBs. Asbest war auch super. Contergan ein Traum und wie schön unkontrollierbar Gentechnik ist zeigt die Ausbreitung der orangen Petunie. Vierzig Jahre wurde das erbgutschädigende Netzmittel Tallowamin bei Wirkstoff Glyphosat eingesetzt … joah, reicht wohl nicht, wenn man nur die Wirkstoffe durchtestet, bei Tensiden etwas schlurig ist …

      Also ist Ihre Aussage: Ja, sollen Rethmann, Fielmann und Co. die Höfe schlucken, die können viel besser produzieren und investieren in technische Neuerungen für maximale Produktivität?! Ewiges Wachstum, wachse oder weiche?!

      Mal so ein Gedanke: Wenn alle immer nur die Arbeitskräfte wegrationalisieren, wo soll dann die Kaufkraft herkommen so makroökonomisch?

      Es werden mehr Lebensmittel an der Börse gehandelt als real existieren.

      Mit Palmöl läßt sich schön billig arbeiten, geil muß ich es dennoch nicht finden.

      Unsere Wälder sind oft keine Mischwälder, um optimal bewirtschaftet werden zu können, wie steht’s gerade um diese? Effizienz ist nicht alles, siehe auch Humusaufbau von Böden!

      Und wenn Sie mir nicht glauben wollen von wegen Mansholt-Plan und Co., dann vielleicht dem Beitrag hier?
      https://www.bauerwilli.com/ein-radikaler-plan/

      Aber vielleicht lese ich auch nur zuviel, bin ja nur zehn Jahre Einzelunternehmer im Marketing, was für Ahnung hab ich schon von Bilanzen, Marktwirtschaft und Co. …

      Mal andersrum gefragt:
      Es Ihnen nicht aufgefallen, daß Kosten solidarisiert werden und Gewinne privatisiert? Oder denken Sie, unsere Pflege wäre super, woanders wäre sie ja schlechter? Nach unten orientieren sollte kein Maßstab sein für unsere Zukunft! Klingt immer schön, wenn jemand weniger Steuern und Kontrollen verspricht, oder? Hindert jedoch Verarbeiter und Handel nicht daran, daß einzupreisen, wenn der Staat nicht eingreift, oder?

      BIP zu betrachten, ist nicht ausreichend. Kaufkraftflüsse zu beachten, ist viel wichtiger.

      Und von wegen „… ein Unternehmen muß stark sein“. Hat was von Platitüden wie von Frau Klöckner, die Landwirtschaft muß dann halt „vor der Welle schwimmen“. Toi, toi, toi!

      Fragen Sie sich denn nicht, woher das Höfesterben kommt, ob es gewollt sein könnte? Der eine hat Kapital und kann sich modernisieren, der andere nicht und geht unter?! Und jede Produktivitätssteigerung wird wieder eingepreist, Stichwort auch Unfair Trading Practices wäre auch noch zu nennen.

      Auch jemand, der viel liest, kann eine Meinung haben. Ich bin auch kein Soldat, finde Krieg trotzdem schei*e!

      Sie sind wieder auf keinen der von mir angesprochenen Anträge und Ansätze eingegangen und wollen mir nur diskreditieren mit Blick auf ökonomische Zusammenhänge. Versuchen FDPler auch immer gern … aber die interessieren sich auch selten für Makroökonomie und glauben ans ewige Wachstum …

      Nun, ich bin Keynesianer wirtschaftsphilosophisch. Wenn Sie diskutieren wollen, geben Sie alles … ob Nominallöhne, daß Derivate nur Wettscheine sind oder wie das mit Angebot und Nachfrage läuft, wer am Unterbietungswettkampf am Weltmarkt wohl die besseren Karten hat, das lütte Deutschland oder eher USA, Südamerika und Co.?!

      Und was die Produktivitätssteigerung dank Technik angeht, einfach mal auf Michael Horsch hören:
      https://www.agrarheute.com/management/michael-horsch-digitalisierung-lohnt-ackerbau-551105
      Da geht noch was!

      Vielleicht lesen Menschen heutzutage zu wenig … wer weiß … Kleiner Gedanke: Man wird zum Antikapitalisten, weil man Kapitalismus versteht, nicht umgekehrt 😉 Und einen grünen und sozialen Kapitalismus gibt es nicht, Stichwort brandgefährlicher biozidgetränkter Wärmedämmsondermüll für mehr Energieeffizienz für Mietwucher oder der Bullsh** mit Klimazertifikaten.

      0
      • Arnold Krämer sagt

        Ihnen zu antworten fällt schwer, weil Sie in Ihre Kommentare alles reinpacken, was Ihnen so im Kopf rumschwirrt: Manches davon ist interessant und bemerkenswert, aber….
        Ist ja schön und gut, dass Sie Eifer und Sendungsbewusstsein an den Tag legen, aber überzeugender wäre es, wenn etwas mehr Klarheit, Ordnung und Richtung erkennbar wäre. Und: „In der Kürze liegt die Würze“. Dies nur als kleiner Tipp.

        Hier nur jetzt ein (willkürlicher/unvollständiger) Auszug aus dem, was Sie oben stehend geschrieben/angerissen haben:
        1. Gänseschlachtung in der Öffentlichkeit?! (mit Link)
        2. Fortschritt zu nutzen ist richtig und wichtig. Aber man muß nicht jeden Mist mitmachen.
        3. Ja, sollen Rethmann, Fielmann und Co. die Höfe schlucken
        4. Arbeitskräfte wegrationalisieren,
        5. Mit Palmöl läßt sich schön billig arbeiten
        6. Unsere Wälder sind oft keine Mischwälder,
        7. Und wenn Sie mir nicht glauben wollen von wegen Mansholt-Plan und Co.
        8. bin ja nur zehn Jahre Einzelunternehmer im Marketing, was für Ahnung hab ich schon von Bilanzen, Marktwirtschaft und Co.
        9. BIP zu betrachten, ist nicht ausreichend. Kaufkraftflüsse zu beachten, ist viel wichtiger.
        10. Und von wegen „… ein Unternehmen muß stark sein“
        11. Fragen Sie sich denn nicht, woher das Höfesterben kommt, ob es gewollt sein könnte?
        12. Auch jemand, der viel liest, kann eine Meinung haben.
        13. Nun, ich bin Keynesianer wirtschaftsphilosophisch.
        14. Und was die Produktivitätssteigerung dank Technik angeht, einfach mal auf Michael Horsch hören:
        15. Kleiner Gedanke: Man wird zum Antikapitalisten, weil man Kapitalismus versteht, nicht umgekehrt Und einen grünen und sozialen Kapitalismus gibt es nicht,
        16. Stichwort brandgefährlicher biozidgetränkter Wärmedämmsondermüll für mehr Energieeffizienz für Mietwucher oder der Bullsh** mit Klimazertifikaten.

        5+
      • „Kleiner Gedanke: Man wird zum Antikapitalisten, weil man Kapitalismus versteht, nicht umgekehrt“
        „Nun, ich bin Keynesianer wirtschaftsphilosophisch. “

        Ich kann mich da nur Arnold Krämer anschließen: Christian, Sie schreiben viel, machen sich auch sehr viele Gedanken. Aber den Überblick verlieren Sie dann im Eifer des Gefechts.
        Wenn Sie ein Keynesianer wären oder überhaupt näher wüssten, um was es Keynes damals ging, dann würden Sie sich niemals als Antikapitalisten beschreiben. Das beißt sich nämlich! Keynes wollte doch gerade den Kapitalismus „retten“ , er war ein bürgerlicher Ökonom, Börsenspekulant und eigentlich Kapitalist durch und durch. Mit irgendwelchen sozialistischen Ideen hatte er rein gar nichts am Hut, hielt Marx eher für einen Idioten. In dem Sinne bin ich auch Keynesianer , sonst gebürtiger Ostwestfale. Ist ähnlich sinnig.
        Ich glaube Ihnen gerne, dass Sie tatsächlich denken, die Vorschläge Ihrer Partei würden Landwirten oder sozialschwachen Menschen helfen/nützen. Aber vielleicht wäre da mal eine Überprüfung mit der Realität gut: Das beste Mittel , um weiterhin „Mietwucher“ zu begünstigen, ist durch einen Mietendeckel oder die Androhung von Enteignung den Wohnungsbau auszubremsen. Da hilft es auch nichts ,das Gegenteil zu behaupten.
        „Ohne Fackeln und Forken wird das nichts mehr …“
        Lassen Sie sie bitte im Westen. Mir sträuben sich die Nackenhaare bei dem unten verlinkten Artikel aus der TAZ. Es ist doch schlicht falsch, dass hier im Osten sehr vermögende Familie irgendwie Geld rausschleppen. Erstmal bringen sie welches ein, denn so ein Genossenschaftsanteil geht hier nicht für lau für den Ladentisch. Und das wollen Sie unterbinden? Und dann wundern Sie sich noch, dass Landwirte ihre Partei überwiegend nicht wählen? Welche Kriterien muss denn potentieller Käufer erfüllen, damit er Ihnen gefällt ? Das ist für mich Willkür pur und Ausdruck von Missgunst und Neid. Und für nicht wenige , die hier Genossenschaftsanteile halten , ist das die Altersvorsorge! Und genauso würden sich wohl im Westen Landwirte beklagen, wenn sich noch nicht verkaufen dürfen, an wen sie wollen.
        Hier in MV gibt es nun diverse vermögende Familien, die sich große Betriebe gekauft haben. Und die meisten davon sind ein Segen für die Region. Und auch das Wort „Spekulant“ ist da völlig unpassend. Das sind langfristig ausgelegte Investitionen, die in ihrer Bedeutung weit über die Landwirtschaft hinausgehen. Und da wird auch niemandem etwas weggenommen. Das ist pure Stimmungsmache.

        Willi, heute auf dem Weg zum Einkaufen habe ich nach einem grünen Kreuz Ausschau gehalten. Das wird hoffentlich noch werden. Allerdings wäre vielleicht etwas Farbe auch nicht schlecht. In einer dicht besiedelten Region ist das vielleicht nicht so wichtig. Hier steht aktuell noch der Mais, und zum Glück sind wir auch dabei , die dringend notwendigen Hecken – gut für die Natur und den Landwirt, geht doch- verstärkt anzupflanzen. Ich fürchte, da gehen die Kreuze etwas unter…
        Wir werden am Wochenende mal basteln und vielleicht fällt mir da auch farblich noch was ein.

        2+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Zu Ihren Ausführungen fällt mir ein Zitat des Ökonomen Mathias Biswanger ein: „Wir leben zunehmend nicht in einer Bedürfnisdeckungs-, sondern in einer Bedürfnisweckungswirtschaft. Dieses Sättigungsproblem hat sich eigentlich schon in den 1950er Jahren in den USA bemerkbar gemacht. Da gab es wirklich Befürchtungen, dass die Haushalte schon alles haben und das Wachstum gefährdet sei … Man hat in der Wirtschaftstheorie die Rolle des Geldes systematisch ausgeblendet … Dabei sind Geld und Gewinn das wichtigste Ziel in der kapitalistischen Wirtschaft … Die Hauptantreiber des Wachstumszwanges sind heute die Aktiengesellschaften … Sie werden von der Börse bewertet und das Management steht unter einem entsprechenden Druck, einen höheren Kurs zu generieren, der wiederum von den zukünftigen Gewinnerwartungen abhängt …Andere Formen, wie etwa Genossenschaften, haben mehr Möglichkeiten … Eine solche Entwicklung gibt es schon im Lebensmittelbereich … Das funktioniert bei Lebensmitteln durchaus … Hundertprozentig nachhaltig wird das Wachstum nie werden … „

      1+
      • Arnold Krämer sagt

        Ein früherer SPD-Oberbürgermeister der Stadt Freiburg hat vor vielen Jahren mal einen Buch/Büchlein geschrieben mit einem Titel, der menschliches (wirtschaftliches) Verhalten treffender und pointierter nicht beschreiben kann:
        „Je mehr wir haben, desto mehr haben wir zuwenig“

        0
        • Stadtmensch sagt

          Dann doch lieber Erich Fromm: Haben oder sein
          Oder moderner: Niko Paech: Befreiung vom Überfluss

          Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass schon jemand den Begriff „Bedarfsweckungsgesellschaft“ erfunden hat (s.o. Kommentar von Elisabeth aka Bergbäuerin). Dachte, den hätte ich mir fein ausgedacht, um das System zur Sicherung von Arbeitsplätzen für die Beibehaltung der Ungleichverteilung von Produktionsmitteln usw usf… aufrecht zu erhalten.
          Nehmen sie das „unstrukturierte vor allem aber auch unökonomische linke Gebrabbel“ nicht so ernst. Es ist einfach nur noch Sarkasmus oder Neo Dataismus…

          0
  35. Günter Reichard sagt

    Hoi Willi,
    zunächst noch alles Gute zum Geburtstag, ich wünsche vor allen Dingen Gesundheit und
    immer das richtige Gespür für die Unabwägbarkeiten des Lebens.
    Ich finde die Idee mit den grünen Kreuzen großartig. Es hätte oder könnte ein Symbol werden, für alle Bauern in Deutschland und Europa.
    Eine Bewegung.
    Aber es gibt schon wieder Neider, Negativseher, einfach Menschen die glauben immer alles negativ sehen zu müssen.
    Die Bauern der Zukunft werden um des Überlebens willen noch über viele Schatten springen müssen
    Bei uns hat es heute einen halben Meter geschneit und die ersten Tiere sind wieder gesund zu hause.
    Was gibt es schöneres. Viele Grüße aus Südtirol Günter

    5+
    • Bauer Willi sagt

      Hoi Günter, schön von Dir zu hören. Bei meinen Besuchen in Südtirol habe ich mich immer sehr wohl gefühlt. Und natürlich gut erholt. Gerne hätte ich was von dem Niederschlag hier bei uns. Aber lieber als Regen und nicht als Schnee. 🙂 In den letzten zwei Wochen hatten wir 5 mm und für die nächsten zwei Wochen sind wieder sommerliche Temperaturen angesagt. Ich möchte kein „schönes Wetter“ mehr…
      Gruß
      Willi

      5+
  36. Alexander Borchert sagt

    Hallo Willi,
    Ich fand Deine „Grüne Kreuz“ Idee anfangs sehr gut.
    Jetzt finde ich sie richtig abschreckend und abstoßend.

    Ein Kreuz am Straßenrand, weist immer daraufhin, dass hier einer gestorben ist.

    Denk mal über die Wirkung nach!!!!! Hier ruht der Bauer Willi.

    Das erweckt Mitleid und Trauer, aber niemals Aufbruch und Aktionen. Dort ist alles tot sagt ein Kreuz. Das bringt mal einem jungen Hofnachfolger bei………

    6+
    • Bauer Willi sagt

      Anfangs gut… jetzt abschreckend…
      Erbitte Gegenvorschläge. Oder gerne auch eine eigene Initiative.

      7+
      • Obstbäuerin sagt

        Hier gab es mal eine Initiative gegen Fracking mit gelben Kreuzen aber diagonal. Bei einem einzelnen Kreuz hat man sich nichts bei gedacht aber es waren eine ganze Menge und da hat man schon gefragt, was das soll. Kam auch in den Medien. Ich finde die Idee wirklich gut, weil sie auch branchenübergreifend ist. Und gerade die Hofnachfolger werden doch wohl in die Aktion eingeweiht sein oder? Ein Kreuz ist ja auch ein Symbol für Mahnung und dann wird da wieder ein Schuh draus. Wir mahnen eine Politik an, die eine fortschrittliche Landwirtschaft für Alle ermöglicht. Es haben sich spontan so viele bereit erklärt mitzumachen, dass es garantiert ein Erfolg wird. Unsere 4 Kreuze werden morgen nach dem Regen (hoffentlich) an ihre Plätze gestellt.

        5+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Willi, lass dich durch so eine Meinung wie sie der Borchert hier vertritt nicht aus der Ruhe bringen. Du hast soviel Zustimmung für Deine und Eure Idee erhalten das ziehen wir gestandenen Landwirte und Bauern konsequent durch.
        Ich sage nur, wie bei den Musketieren, ohne Furcht und Tadel. Packen wir es an.
        Ein zurück geht gar nicht mehr. Meine 6 Kreuze stehen. Auf die Resonanz warte ich jetzt.

        1+
    • Ich dachte auch erstmal an Gelbkreuz, Weißkreuz und Co., chemische Kampfmittel, Achtung, hier setzt der Landwirt wieder was ein … so wie Kreuze an Bäumen, die man fällen will oder ähnliches. Grünkreuz waren Lungenkampfstoffe …

      Selbst würde ich wohl die Billigangebote – schei* aufs Urheberrecht – in super groß ausdrucken und an jedem Hof als Bauschild aufbauen, Tierwohl Hähnchenschenkel für 15 Cent und ähnliches. Oder den Direktvergleich Erzeugerpreise und Verkaufserlös, z.B. 14 Euro für ein ganzes Schwein. Das Bestmögliche fürs Tierwohl ist so nicht finanzierbar.

      2+
    • Bauer Willi sagt

      Anfangs gut…jetzt abschreckend…Woher des Sinneswandel?
      Erbitte Gegenvorschläge. Gerne auch eine eigene Initiative.

      0
    • Bauer Fritz sagt

      Bei uns werden üblicherweise zu Allerheiligen (kleine) weiße Kreuze aufgestellt, dort wo bei Verkehrsunfällen jemand verstorben ist.

      Außerdem halte ich die großen grünen Kreuze als Mahnmal mehr als angebracht, zumal die Möglichkeit durchaus real ist, daß an genau diesen Stellen Betriebe dem Absterben ausgesetzt werden durch eine nicht nachvollziehbare, weil hysterische Show-Politik.

      (das fällt übrigens inzwischen auch anderen auf: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt vor Aktionismus und „Hysterie“ in der Klimapolitik. „Immer neue Vorschläge für immer mehr Verbote bringen uns nicht weiter“ https://www.welt.de/politik/deutschland/article199876190/Klimaschutz-Vorschlaege-fuer-immer-mehr-Verbote-bringen-nicht-weiter.html )

      2+
    • Paulus sagt

      Alexander Borchert, es handelt sich um „grüne Kreuze“, die besitzen allein aufgrund der Farbe und der Aufstellungsorte eine eigene Qualität. Es beginnt mit einem stillen Protest, in wenigen Tagen kann oder wird es dank der Medien schon ganz anders sein.
      Insofern haben Bauer Willi und seine Mitstreiter mit dieser Initiative alles richtig gemacht.

      5+
    • Aber bei einem Verstorbenen ist es ein kleines braunes Kreuz mit Blumen, oder?

      Ein großes grünes ist eben für Bauernsterben.
      für Bauern-und Natursterben!?!

      0
  37. Brötchen sagt

    Ich stelle ein Kreuz für den fuchs auf , der heute in meiner hahnvoliere war. Leider habe ich ihn nicht erwischt, mußte erst die Gabel holen. Hat mich wieder einen halben Tag Arbeit gekostet, alles dicht zu machen und Strom neu zu legen. Mal sehen, in den das beeindruckt.

    1+
  38. Heinrich Steggemann sagt

    Stelle heute Nachmittag meine grünen Kreuze auf.

    Mit dieser Gesetzesvorlage macht man den fünften vor dem ersten Schritt und versucht Ziele mit immer mehr Detailregelungen zu erreichen, die nicht passgenau sein können, bei der noch grossen Betriebsvielfalt.
    Gesamtgesellschaftlich sollten wir ein grosses gemeinsames Ziel vor Augen haben.
    Das ist aus meiner Sicht der Humusaufbau über die Förderung eines vielfältigen Bodenlebens, um die Ernährung langfristig zu sichern und den Klimawandel auszubremsen. Pro 1% Humus pro Hektar werden rund 60to CO2 aus der Atmosphäre gesaugt und zusammen mit 1500kg Stickstoff fest verbaut. Gleichzeitig werden Ertragsschwankungen durch mehr Wasserspeicherkapazität verringert und der lokale Wasserkreislauf (Taubildung etc. ) stabilisiert.
    Der finanzielle Anreiz muss aus dem Klimaschutzfond oder über einen wirklichen CO2 Zertifikatehandel kommen.
    Das sind aus meiner Sicht die weiteren positiven Nebeneffekte ohne gesetzlichen Zwang und ohne Detailregelungswut:
    – geht nur mit einer Förderung des Bodenlebens ( Technik und Chemie kann es nicht)
    – ein vielfältiges Bodenleben versorgt die Pflanzen langfristig mit zusätzlichen Mikronährstoffen und fördert damit die Gesundheit von Pflanze, Tier und Mensch
    – Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel wirken eher dämpfend aufs Bodenleben, haben aber in den letzten 100Jahren die Ernährung gesichert (geringere Einnahmen aus der CO2 Speicherung in Abwägung zu geringeren Erträgen bzw. Ernterettung, wobei ich langfristig von einer Beibehaltung des jetzigen Ertragsniveaus ausgehe bei sinkendem Mineraldünger- undPflanzenschutzmitteleinsatz)
    – Rückführung der separat gesammelten menschlichen Ausscheidungen in die Ackerbauregionen als Mineraldüngerersatz. Schliessen des Kreislaufes insbesondere im Mikronährstoffbereich/ Entlastung der Klärwerke und damit auch der Flüsse und Meere
    – Ganzjährige Versorgung des Bodenlebens mit Wuzelexcudaten durch fast ganzjährig vorhandene lebende Wurzeln im Boden
    – vielfältige blühende Zwischenfruchtmischungen und Herantasten an Untersaaten fürs Bodenleben, als Nebeneffekt profitieren die Insekten
    – Wegfall der Sperrfristen bei den Wirtschaftsdüngern (bringt nur Effekte bei wenig belebten Böden und einer nitratdominanten Versorgung der Kulturpflanzen), stattdessen mehrere angepasste Teilgaben übers Jahr verteilt, speziell auch in die wachsenden Zwischenfrüchte, um die Nährstoffe schon mal im Wurzelbereich für die nächste Hauptkultur vorzuverdauen
    – saisonal mehr Weidevieh in den Ackerbauregionen über Winter zur Abweidung (Mobgrazing) der Zwischenfruchtflächen und mikrobiellen Beimpfung der Böden durch ihre Ausscheidungen( Ähnlich Wanderimker zum Bestäuben)
    – steigende Nachfrage und damit Forschungsbedarf nach mikrobieller Aufbereitung der Wirtschaftdünger menschlichen und tierischen Ursprungs während der möglichst kurzen Zwischenlagerung um möglichst kompatibel zum Bodenleben zu bleiben, Nebeneffekt wird ein sinkender Anfall von Ammoniak bei gleicher Einwohner- und Tierzahl sein.
    – ein mehr an Aufbauendem Bodenleben hilft uns beim Speichern von freigewordenem Nitrat im Sinne von noch mehr Grundwasserschutz
    usw.
    Das alles ist nur auf freiwilliger Basis möglich.
    Praktiker müssen sich zur Umsetzung viel neues aber auch sehr altes ackerbauliches Wissen (vorm Mineraldüngerzeitalter) aneignen. Dazu sind aktuell die allermeisten Berater mit ihrem aktuellen Wissen nicht in der Lage. Da nicht alle Betriebe gleich intensiv einsteigen, bleiben Vergleichsmöglichkeiten über längere Zeiträume zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsformen erhalten, um frühzeitig Fehlentwicklungen mit „geringen Schmerzen“ zu korrigieren.
    Wir brauchen einen Übersetzungsservice im Netz, um ausländische Praxiserfahrungen dem deutschen Praktiker nutzbar zu machen.
    Es wird nur mit Motivation funktionieren.

    Mit noch mehr Gängelung und schwarz weiss denken fahren wir als Gesamtgesellschaft das Ding vor die Wand.

    Ich fordere die Forschung auf, Pioniere des schnellen Humusaufbaues wissenschaftlich zu begleiten.

    Ich fordere die Politik auf ein Gesamtpaket auf den Weg zu bringen und nicht Einzelpakete für Acker, Tier, Klima, Grundwasser, Wolf, Insekten etc. , die sich auch noch in Teilbereichen widersprechen.

    Schönen Restsonntag euch allen

    Muss jetzt selber im Stall noch vorarbeiten, um die Zeit für den 7. und 8. Tag Bodenkurs 2019 am Montag und Dienstag in Ostwestfalen freizuschaufeln.

    8+
    • bauerhans sagt

      „den 7. und 8. Tag Bodenkurs 2019 am Montag und Dienstag in Ostwestfalen freizuschaufeln.“

      wo findet der statt und was wird da erklärt??

      1+
      • Heinrich Steggemann sagt

        @bauerhans
        https://www.dreymann-agrar.de
        Die Teilnehmer sind bunt gemischt. Von klein bis gross. Bio und Konventionell. Sonderkulturen, Grünland und Ackerbau mit und ohne Vieh, Biogas.

        Zum reinschnuppern in die Thematik empfehle ich einen Feldtag bei Michael Reber, da er aus meiner Sicht als konventioneller Landwirt gut und selbstkritisch den Spagat zwischen der Theorie und der komplexen Umsetzung in die Praxis rüberbringt.
        https://innovativelandwirtschaft.de/termine/

        2+
  39. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Hochverehrter Herr Niemann,

    warum eigentlich sprechen Sie gebetsmühlenartig den konventionellen Bauern generell ihre fachlichen Kompetenzen ab; verirren sich dabei nicht selten sogar in verbale Entgleisungen zurück in Zeiten von Dunkeldeutschland!? Für mich signalisiert das eigentlich eine gemeine Schwäche in der eigenen Diskussionskultur. Anständige Überzeugungsarbeit sieht so jedenfalls nicht aus!

    Fakt ist, dass auch die von Ihnen gehypte „BIO-KLASSE“ oftmals nicht dem entspricht, was Sie den vermeintlich aufgeklärten Verbrauchern auf ihren Tellern suggerieren möchten. Viele „Agrarknete-Bioflächen“ offenbaren in der Praxis die dahingehend grausamen, wenig romantischen Wahrheiten.

    Die Volksbegehren in Bayern, jetzt sogar in noch verschärfterer Form in Baden-Württemberg, sorgen aktuell bereits dafür, dass viele berechtigt besorgte Wein- und Obstbauern sich in ihrer Existenz massiv bedroht sehen. Diese „Monokulturen“ verschwinden vielleicht bald von der regionalen Bildfläche, das würde eine durchaus zu betrauernde Leere auf den mit Designerporzellan und Edelkristallen hübsch eingedeckten Tischen in so manchen stylischen heimischen Esszimmern hinterlassen.

    Die ersten Opfer dieser Volksbegehren: Brach liegende bzw. gerodete Weinberge, von der Motorsäge effektiv bereinigte Streuobstwiesen, widerspiegeln eben ein genau solches urban utopisches Naturzerrbild.

    Die Natur selbst, werter Herr Niemann, ist grausam; überleben wird immer der/die/das Stärkere, auch wenn man das bei der ganzen hippen „BIO-Schönfärberei“ geflissentlich gerne vollkommen ausblendet.

    Ich jedenfalls weiß nicht, ob ich mir die hierdurch schleichend heraufbeschworenen bürgerkriegsähnlichen Zustände in unseren ländlichen Räumen wünschen soll, geschuldet alleine einem starrsinnigen Schreibtisch-Schwarzweißdenken, das ein farbenfroh fröhliches Kunterbunt in der Natur ablösen soll, …und bei letzterem habe ich nicht an Ihre Blümchen-Almheidi-Spielwiesen gedacht!

    29+
  40. Eckehard Niemann sagt

    Gegen perspektivlosen Kreuzigungs-Abgesang:

    Grünes Kreuz am Ackerrand?
    = Resignation im Bauernstand?
    Ohne eignen Zukunfts-Plan –
    spricht man so die Menschen an?
    Was viele Bürger von uns wollen,
    was wir als Bauern machen sollen –
    das ist sicher oft illusionär,
    umzusetzen sehr, sehr schwer –
    dennoch bleibt unsre Zukunfts-Devise
    keine andre als wie diese:
    diese Wünsche diskutieren;
    Umsetzungsmöglichkeiten eruieren:
    ob sie faire Preise schaffen –
    Chancen durch mengenreduzierte Klasse
    statt wie bisher mit ruinöser Masse…

    19+
    • Thomas Apfel sagt

      Dieses Dauerthema „mengenreduzierte Klasse statt ruinöser Masse“ tut so, als könnten die Bauern bei Neo-liberaler Globalisierung und uneingeschränkter Fusionitis im Handel gegen Aldi und Co. ankommen. Richtig ist schon, dass es ein Ziel bleiben sollte bessere Preise zu bekommen und regional vor billig. Die Mehrheit der Betriebe hat nicht und wird nicht die Möglichkeit haben das schrumpfende Hochpreissegment am Markt zu bedienen. Die immer wieder kolportierte „schlechte Qualität“ der „Massenware“ ist ein Affront an die 90 % der Betriebe, die diese Ware produzieren. In den Discountern wird eben nicht billiger Müll, sondern Markenqualität über die Marktmacht verramscht.
      Der von Herrn Suhr ganz unten eingestellte Artikel aus dem Handelsblatt bezüglich der Aktivitäten der ALDI Brüder in Australien zeigt das eigentliche Dilemma: Die Preise wurden in kürzester Zeit um 35 % gedrückt, und die Kunden haben dieses Angebot begeistert angenommen. Die einheimischen Supermärkte haben in kürzester Zeit 25 % Marktanteile verloren und haben jetzt ihre Preise ans Aldi-Niveau angepasst – und dreimal dürfen Sie raten zu wessen Lasten ?
      Wenn die Politik z.B. das unselige „Eigenmarken-Unwesen“, das die Preise nochmals um 25 – 30 % senkt, nicht gewillt ist zu beenden, ist alles Gelaber von weniger Masse und mehr Qualität Unsinn. Eigenmarken machen bei steigender Tendenz inzwischen über 50 % der Umsätze des LEH aus. Sie sind offiziell gestützter und von wohlwollenden Gesetzen begleiteter Betrug am Kunden und vor allem am Bauern.

      37+
      • Sehr geehrter Herr Apfel,

        Sie können es besser beschreiben als ich. So bekam ich gerade eine Gänsehaut, das Thema Eigenmarken muß ich zukünftig auch stärker ins Gespräch bringen, war ich doch als Azubi selbst jemand, der stolz darauf war, wie er mit Gut&Günstig-Produkten „bewußt einkaufen“ gegangen ist.

        Der Umstellungsprozeß war abhängig davon, überhaupt erstmal genug Einkommen zu haben, dann aber auch die Infos, was da wie zusammenhängt. Ich hatte mich damals nie gefragt, ob es für die Landwirte gut oder schlecht wäre. Läuft ja …

        Mein Auslöser war das Bewußtsein, daß ich nicht immer Zeitungsartikel von gemobbten Bauernkindern lesen wollte. Dann informierte ich mich erst näher. Doch ich sehe leider keine Mehrheit, die diese soziale Frage stellt 🙁

        Von der Selbstmordrate unter europäischen Landwirten ganz zu schweigen, überhaupt von Landwirten weltweit bis nach Indien. Das ist ein Systemfehler, Landwirtschaft wird dabei immer zum Opfer 🙁

        Hier noch ein Artikel von ALDI in den USA:
        https://www.supermarkt-inside.de/leh-usa-aldi-miamihomstead/

        0
        • Ja, so ist es, können wir in der wohlhabenden Welt uns keinen Naturschutz leisten und somit dem Bauern ehrliche Preise zukommen lassen, damit er naturgerecht wirtschaften kann? Und jeder Familienbetrieb eine ökologische Nische bleoben kann?

          0
      • Paulus sagt

        Thomas Apfel, es mag ja sein das ich mich irre, aber das „Eigenmarkenunwesen“ betrifft nach meiner Kenntnis nicht unbedingt die Erzeuger der Grundprodukte, sondern eher die Markenhersteller, die seitens des LEH zu diesem Konzept
        gezwungen werden. Für die Hersteller ist es noch nicht einmal eine zweite Schiene. Ich kenne da genügend Beispiele, bei denen die Produkte absolut identisch sind und sich nur anhand unterschiedlicher Verpackungen und im Preis unterscheiden. Einen Betrug am Kunden kann ich da beim besten Willen nicht erkennen. Es ist doch illusorisch anzunehmen, dass bekannte Hersteller eine eigene kostenintensive Produktionslinie fahren, nur um den Wunsch (oder den Zwang) nach No-Name-Produkten oder Eigenmarken mit einer deutlich geringeren Marge zu erfüllen. Industrielle Produktion an sich ist relativ unflexibel und erfordert nun mal die Produktion von Masse, unabhängig davon was anschließend auf dem Etikett der Konservendose steht.

        3+
          • Arnold Krämer sagt

            Das Essen wird nicht nur gefühlt teurer sondern auch ganz real.
            Beim Rohstoffproduzenten, dem Landwirt, ist kaum noch etwas zu holen. Dort gibt es keinen nennenswerten technischen Fortschritt mehr, der zu einer Produktionskostensenkung führen würde. Im Gegenteil. Auch die Kostendegegressionseffekte durch die Betriebs-/Bestandsgrößen sind in den Haupterzeugerländern der EU weitgehend ausgeschöpft. Sein Anteil am Endverbraucherpreis wird immer geringer und liegt mittlerweile bei allen Produkten deutlich unter 50 %, beim Getreide unter 10 %. In den nachgelagerten Verarbeitungs- und Vermarktungsstufen werden aber alle Kostensteigerungen weitgehend überwälzt, weil dort andere Wettbewerbsverhältnisse herrschen.

            7+
            • Erschreckend daran ist, wie man immer von noch höheren Erträgen träumt, noch günstigerer Produktion bis hin zur Gentechnik etc. Aber nicht bemerkt, daß es doch nur wieder alles eingepreist wird, das Ende nur aufschiebt 🙁

              Die Marge muß erstmal nach Risiko verteilt werden. Aber wer haut Verarbeitern und Handel auf die Finger? Wer macht einen auf Protektionismus?

              0
              • Arnold Krämer sagt

                ja, wer denn?
                Die Hauptverantwortung liegt bei denen, die die Rohstoffe der Landwirte verarbeiten und konsumfähig machen. Das sind Genossenschaften wie Privatunternehmer.
                Komisch, dass dort, wo Privatunternehmer die ersten Kunden des Landwirts sind, das oft besser klappt, als bei den Genossenschaften. (Geflügel, Kartoffeln, (nicht Stärke-K.) Eier ). Denken Sie mal darüber nach, warum das so ist.
                Meine Hauptgründe:
                1. fehlende Subventionshistorie
                2. keine institutionelle/personelle Verpflechtung
                3. günstigere (teilweise ideale) Produktionsstrukturen für den 1. Kunden

                Dagegen spricht nur das Totschlagargument „Agrarindustrie“. Aber in allen 3 Bereichen arbeitet die Mehrzahl der Landwirte (alle geht nicht) vollkostendeckend und darüber hinaus.

                3+
                • Hallo,

                  ich konnte jetzt nicht folgen. Aus meiner Sicht sind es die Verarbeiter und der Handel, die die Niedrigpreismisere verursacht haben (siehe Alois Müller als Treiber der Milchkrise meines Wissens). Oder halt Cargill und wie sie alle heißen.

                  Wenn der Landwirt nicht selbst im Wertschöpfungs-/Veredelungsprozeß einbezogen ist, am besten von Erzeugung über Verarbeitung bis Handel, zahlt er immer drauf.

                  Direktvermarktung wäre ein Ausweg, nur ist der Verbraucher zu bequem geworden. Der Erzeuger allerdings auch. Supermärkte verdrängten Tante Emma Läden und letztlich auch ein Stück weit die Wochenmärkte, Bei den Subventionen galt anfangs die Abnahmegarantie und heute ist der Kunde für den Landwirt meist nicht der Verbraucher direkt, sondern die, die dazwischensitzen.

                  Und die Politik läßt es gewähren. Ein System, das Landwirte dazu zwingt, möglichst billig zu produzieren, gleichzeitig aufgrund der dann gewählten Produktionsweisen Volkes Zorn erweckt, so daß Landwirte keine Lobby mehr haben. Und mit dem Höfesterben bricht der Widerstand zunehmend zusammen, waren 5.000 Höfe jährlich, meine ich, aktuell unter 270.000 verbliebene Höfe?!

                  Hier auch ein Beitrag von Bauer Willi bzw. Alois damals:
                  https://www.bauerwilli.com/das-system-landwirtschaft/

                  1+
  41. Haselnuss sagt

    Hallo Willi, in der bayerischen Oberpfalz werden bald einige und noch mehr Kreuze stehen. Ich habe in der jungen Vergangenheit hinter die Kulissen der bayerischen Agrarpolitik geschaut. Man meint immernoch, die Bauern kann man mit warmen Worten besänftigen…

    11+
      • Thomas Apfel sagt

        Herr Niemann
        Ihr verwendetes Zitat/Liedzeile wird gemeinhin für rechtsnationale Einstellungen mit Nähe zur Nazivergangenheit verwendet. Welche Aussage des Kommentars über Ihnen berechtigt Sie zu dieser „Einordnung“ ?
        Symptomatisch ist diese reflexhafte Reaktion für Sie aber schon irgendwie. Nur hilfreich in keinem Falle.

        13+
      • Bauer Willi sagt

        @ Herr Niemann
        bitte beachten Sie die Spielregeln. Keine Diffamierung von Personen. Auch nicht von Kommentatoren. Die Zielsetzung Ihres Kommentars ist eindeutig.
        Zum Hintergrund: Dieser Kommentator hatte mit Klarnamen geschrieben, mich aber per Mail gebeten, ihn zu ändern, weil er persönliche Konsequenzen befürchtet. Diesem Wunsch bin ich nachgekommen. Der Anonymus „Haselnuss“ stammt also von mir. Nie im Traum hätte ich daran gedacht, dass ein Mensch auf die Idee kommen würde, den Namen so zu interpretieren.
        Inhaltlich: Der Kommentator kritisiert die bayrische Agrarpolitik. Was hat das mit dem Nationalsozialismus zu tun?

        21+
        • Arnold Krämer sagt

          E. Niemann ist gestern/heute wieder einmal als verbaler Heckenschütze unterwegs. Neulich als es um sein „Leib- und Magenthema“ „Agrarfabriken“ ging , hat er sich zur Sache nicht gemeldet. Ist er an sachlicher Auseinandersetzung zu Agrarthemen überhaupt interessiert? Manchmal habe ich da meine Zweifel.

          5+
          • Ich halte es nicht für zielführend, persönlich zu werden und nicht konstruktiv zum Dialog beizutragen! Egal von welcher Seite!

            Jeder mag sich politisch in einem anderen Lager verorten. Deswegen wäre es am objektivsten zu schauen, was man in Programmen nachlesen kann und wer wie im Bundestag und auf EU-Ebene agiert.

            Dann spart man sich auch das ganze linksgrünrotschwarzgelbbraun-Gedöns der Beleidigungen!

            Wir sind hier doch nicht auf Facebook 😀

            2+
          • Eckehard Niemann sagt

            Lieber Herr Krämer,
            Zweifeln bzw. Hinterfragen ist immer löblich;
            „Wer recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.“
            (Aristoteles)

            Und:
            Bitte teilen Sie mir doch regelmäßig mit, wo ich Ihrer Meinung nach (arglos oder bösartig) übersehen oder versäumt haben sollte, mich zu einem Thema oder Anlass zu äußern…

            9+
            • Arnold Krämer sagt

              Herr Niemann
              Ich war doch so interessiert an einer Diskussion zum Thema Agrarfabriken mit Ihnen. Wenn Sie sich dazu nicht äußern, fehlt das Salz in der Suppe. Deshalb meine Enttäuschung.
              Den Begriff „Heckenschütze“ nehme ich zurück. Der passt nicht, weil Sie ja genau wie ich mit offenem Visier „kämpfen“.
              Aber „Schrotschütze“ passt schon irgendwie zu Ihrem aktuellen Diskussionsverhalten.

              6+
              • Bauer Willi sagt

                Ich habe keinen Jagdschein. Auf welche Tiere schießt man mit Schrot, auf welche mit der Kugel? Interessiert mich jetzt….

                1+
                • Eckehard Niemann sagt

                  Ich betrachte die Verwendung jeglicher Schießwaffen-Begriffe in einer Diskussion als voll daneben…

                  6+
                • Obstbäuerin sagt

                  Es war ein bildhafter Vergleich; Herr Niemann, den ich gut verstanden habe, ohne anzunehmen, dass irgendjemand zu Tode käme. Denn vor dem Schützen stand das Wort verbal. Wollen wir uns jetzt jeglicher sprachlicher Instrumente berauben, die einen Dialog erst interessant machen?

                  2+
                • Auf Niederwild und Geflügel schießt man meistens mit Schrot. Mit der Kugel triffst du schnelle und kleine Opfer eher schlecht. Allerdings darf das Gefieder/Fell nicht zu dicht sein, dann prallen die Schrotkugeln ab.
                  Einen Jagdschein habe ich zwar auch nicht, aber durchaus schon mal Schrot aus dem Braten aussortiert.

                  1+
  42. Paulus sagt

    Willi spricht in seinem Beitrag auch die französischen Bauern an, deshalb noch Folgendes: Meine Frau und ich waren von einer solchen Blockade schon einmal betroffen, ich hatte es hier schon einmal geschildert. Die ganze Aktion verlief, zumindest dort wo wir sehr lange aufgehalten wurden, außerordentlich friedlich und völlig unaufgeregt. Die Bauern verteilten freundlicherweise auch kleine Häppchen, also ein paar Scheiben Baguette mit ein wenig Käse oder Wurst und Getränke gab es auch. Selbst für die Unterhaltung der Kinder wurde gesorgt. Fehlte nur noch ein Dixi-Klo aber das sieht man in Frankreich nicht so eng. Vor allem hatte man viel Zeit für gemeinsame Gespräche, das schien mir das Wichtigste zu sein und es ist nun mal die einfachste Art der Kommunikation. Man sieht also, dass man den Verbrauchern seine Anliegen zwar sehr ernsthaft aber gleichzeitig auch sympathisch und ohne Krawall vermitteln kann. Wir haben da eine wirklich positive Erinnerung. Die Bilder, die nicht nur in den deutschen Medien gezeigt wurden, betrafen wohl eher die Ausfälle.
    Und was machen die deutschen Bauern? Sie treffen sich in Berlin zu gemeinsamen Demos ausgerechnet mit denen, die ihnen den Garaus machen wollen und infantiles Topfschlagen finden sie scheinbar auch ganz toll. Allein der Ort Berlin wird doch schon als so etwas wie ein rotes Tuch empfunden.
    Abgesehen davon, die Kampagne mit den grünen Kreuzen halte ich für durchaus gelungen und nach dem Singen der Möhrenarie dürfte Bauer Willi wohl ausreichend gestählt sein.

    11+
    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      Interessanter Hinweis aus erster Hand. Tatsächlich transportieren die deutschen Medien nur den militanten Aspekt: brennende Autoreifen, krakelende Bauern. Deshalb haben wir (es waren an der Aktion im Hintergrund mehrere Personen beteiligt) auch diese Form gewählt. Ist sicher auch suboptimal, aber auf die Schnelle ist uns nichts besseres eingefallen, was relativ einfach zu realisieren ist. So kann jeder Einzelne entscheiden, ob er dabei sein will oder nicht.

      Der Deutsche an sich neigt ja dazu, sich in der Gruppe anders zu verhalten als normal. Ohne jemandem nahe treten zu wollen: ich war einmal im Stadion eines Fußballvereins einer nahegelegenen Großstadt, östlich meines Wohnortes. Das ist nicht meine Welt…

      Ich bin jetzt häufiger in Berlin. Das ist auch nicht meine Welt. Bei der letzten Veranstaltung gab es vegane Häppchen. Ganz o.k. aber Mettbrötchen mit Öllich (=Zwiebeln) finde ich auch ganz lecker.

      6+
      • Eckehard Niemann sagt

        Aber hallo…
        Fleischessen nicht nur als persönliches Verhalten – sondern als Programm??!

        5+
        • Thomas Apfel sagt

          Herr Niemann,
          Ihrer stattlichen Erscheinung nach sind Sie weder Veganer noch Vegetarier, also was sollen solche Kommentare ??

          4+
        • Bauer Willi sagt

          Der Sinn dieses Kommentars erschließt sich mir nicht. Ich habe geschrieben:
          „Bei der letzten Veranstaltung gab es vegane Häppchen. Ganz o.k. aber Mettbrötchen mit Öllich (=Zwiebeln) finde ich auch ganz lecker.“

          Übrigens habe ich vorgestern eine Einladung zu einem Veganer-Kongress bekommen, um dort einen Vortrag zu halten. Werde ich gerne machen, wenn es zeitlich passt. Es ist immer wieder interessant, dass Menschen in der Lage sind, auch über ihren Horizont zu schauen.

          10+
          • Hi,

            ich ernähre mich selbst vegan. Auch wenn es provozieren wird, dennoch wäre das mit den Stoffkreisläufen wichtig. Mineralischer Dünger hilft nicht beim Humusaufbau mangels Kohlenstoff, Kompost deckt nicht die Nährstoffe, die man über die Nahrung aus der Produktionskette genommen hat.

            Wenn Deine Zuckerrübenreste von Tieren verwertet und dann ausgeschieden werden, ist das ein deutlicher Vorteil für die Nährstoffversorgung.

            Dazu noch Themen Mikroplastik auf Äckern etc.

            Und bring sie dazu, Wege der Direktvermarktung stärker zu nutzen, ob diverse Online-Portale wie Marktschwärmer, eine Hofkiste, falls es so ein Angebot vor Ort geben sollte, SoLaWi oder ähnliches.

            Mit dem Beispiel eines Veganers hier kannst Du punkten und auch selbstkritisch zeigen, daß Veganer eine gute Ernährung haben können. Zumal sie im Gegensatz zu Vegetariern keine Milchprodukte aufnehmen, denn Calcium hemmt die Eisenaufnahme. Veganer haben das Problem nicht.
            Such mal nach Patrik Baboumian. Veganer Strongman sozusagen.

            Bitte auch virtuelles Wasser ansprechen, Stichwort Avocado.

            Ein Vorteil: Pflanzliche Zutaten haben nicht selten höhere Haltbarkeit als tierische Produkte.

            Und ein Appell: Wenn ein Schweinestall abfackelt, kommen von veganer Seite Kommentare wie mir ihrer Ernährung wäre es nicht passiert. Aber von Fleischliebhabern Sprüche wie es rieche bestimmt lecker nach Grill. Beide scheinen die verendeten Tiere und die womöglich von der Existenz bedrohte Familie zu vergessen. Auch sollte man nie persönlich werden, wenn es beim Thema Ferkelkastration soweit geht auf Facebook, daß alle Landwirte kastriert werden sollten 🙁

            Ein weiterer Appell: Von den Mitmenschen nicht immer das Maximum verlangen, dann wird das nichts. Sondern zur Wertschätzung finden und Vorbild sein. Besser eine Millionen Menschen machen es gut (fleischarm, mehr Wertschätzung, bessere Preise und weniger Tierhaltung insgesamt) als eine Handvoll Menschen 100%ig.

            Ich hoffe, da sind Aspekte dabei, die Dir helfen, wenn Du daran teilnehmen solltest.

            1+
    • Eckehard Niemann sagt

      Nachdenkseiten – 06. September 2019 – Redaktion

      Die Gelbwesten in Frankreich marschieren weiter – wenn auch mit gebremster Kraft. Sie geben nicht auf, die gesellschaftliche Situation in Frankreich verändern zu wollen. Trotz allen Widerstandes, der ihnen vonseiten der Staatsmacht entgegengebracht wird. Andrea Drescher sprach für die NachDenkSeiten mit dem Politikwissenschaftler Sebastian Chwala, der als Experte für französische Politik die Bewegung fast von Anfang an beobachtet und dafür gesorgt hat, dass viele Informationen, die man in den Massenmedien nicht lesen konnte, den Weg in die Öffentlichkeit fanden.

      Kurz zu Ihrer Person, damit die Leser einordnen können, mit wem sie es zu tun haben.
      Gerne. Ich bin 39 Jahre alt, stamme aus Ostdeutschland und lebe jetzt in Marburg an der Lahn. Als Diplom-Politikwissenschaftler war ich früher Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und stehe jetzt in den letzten Zügen meiner Promotion zum Thema „Die radikale Rechte in Frankreich“. Daher auch mein Versuch, einen objektiven Blick über die politische Lage dort zu gewinnen. Ich stamme aus einer linken sozialdemokratischen Familie aus der DDR und bin seit meinem 16. Lebensjahr politisch aktiv. Bis zur Agenda 2010 war das bei den Jusos und dann, nach einiger Zeit im inneren Exil, wurde ich aktives Mitglied der Linkspartei. Dort war ich zeitweise Vorsitzender im Kreisverband, ein Amt, das ich aber wegen der Promotion niedergelegt habe, und bin als Geschäftsführer der Marburger Linken im Kommunalparlament tätig.

      Wie entstand Ihr Bezug zu Frankreich?
      Ganz banal. Ich habe mich immer für Frankreich interessiert, habe lange Jahre in Calw an der Grenze zum Elsass gelebt und intensiv Französisch gelernt. Ich mag Land und Leute. Die Spezialisierung hat sich dann im Studium ergeben. Mein Betreuer fragte mich, was ich machen wolle, und da es bei den Linken kaum jemanden gab, der sich in diesem Themenbereich wirklich auskannte, bot sich das einfach an.

      Sie engagieren sich jetzt im Umfeld der Gelbwesten – warum?
      Anfangs war ich zunächst eher zurückhaltend und habe das Ganze nur aus der Ferne verfolgt. Die Traditionslinien der Bewegung, die politische Stoßrichtung erschienen mir problematisch. Dann kamen aus meinem politischen Umfeld viele Nachfragen nach meiner Einschätzung und Bewertung. Dass ich nach Frankreich über die sozialen Medien sehr gut vernetzt bin und viele Kontakte habe, ist auch innerhalb der Rosa-Luxemburg-Stiftung bekannt. Zwei Wochen nachdem es in Frankreich losging, begann ich, mich intensiv mit dem Thema und der Bewegung zu beschäftigen.

      Woher beziehen Sie Ihre Informationen?
      Ich war in der Vergangenheit mehrfach in Frankreich, bei den Demos war ich jedoch nicht dabei – zugegebenermaßen aus Angst vor der Polizei. Ich bin aber eng über linke Gruppen online mit den Gelbwesten vernetzt, habe viele Kontakte ins wissenschaftliche Umfeld, lese viele Artikel und Studien und besuche Diskussionsveranstaltungen, bei denen Menschen auftreten, die vor Ort waren bzw. immer wieder sind.

      Die Linken waren ja insgesamt anfangs eher zurückhaltend, nicht wahr?
      Richtig, auch mich hat es am Anfang nicht begeistert. Das Milieu, aus dem die Bewegung entstand, war ja alles andere als unproblematisch. Im Dezember sah man die Bilder der „militanten“ Proteste. Richtig interessant wurde es dann, als der Forderungskatalog kam. Um den Jahreswechsel 2018/2019 wurde deutlich, welche Sprengkraft dahintersteckte. Die Regierenden in Frankreich hatten die Bewegung wohl zunächst als unkritisch eingeschätzt, sahen in ihr keine Bedrohung für die bestehenden Strukturen. Die ideologische Gefahr wurde erst nach Weihnachten wirklich deutlich.

      Wie entstand die Bewegung aus Ihrer Sicht und wie hat sie sich entwickelt?
      Anfangs hat man über rechte Netzwerkstrukturen für den 17.11. mobilisiert, den ersten größeren Aktionstag. In Facebook-Gruppen und Foren wollte man Menschen erreichen, die nicht in den rechten oder gar rechtsradikalen Organisationen organisiert sind. Der „Volkszorn“ wurde mit Themen hochgekocht, die klassischerweise eher von rechts kommen: Steuern, aufgeblähter Staat, Benzinpreiserhöhung, verbunden mit der gefühlten bzw. realen Erhöhung der Lebenshaltungskosten. Man zielte auf die Kleinbürger mit „rechter Tendenz“ ab. Richtige Parteiaktivisten wurden eher rausgedrängt. Kleinunternehmer, Handwerker, das weniger akademische Milieu – Menschen, die zwischen der Arbeiterklasse und den Unternehmern verortet sind, waren aktiv.
      Das hat sich ab Dezember dann verändert. Es stießen mehr und mehr Menschen hinzu, für die es über die Themen Preise und Steuern hinausging. Es wurden Forderungen an Macron, an das System laut. Und dann kam der Forderungskatalog: höhere Mindestlöhne, weg mit Obdachlosigkeit, Vermögensteuer wieder einführen. Die Demokratiefrage wurde gestellt. Es wurden soziale und systemische Fragen aufgeworfen. DAS war die Bedrohung, die dann in entsprechenden Reaktionen seitens der Regierung mündete.
      Es gibt aus meiner Sicht zwei Fraktionen bei den Gelbwesten. Die einen haben (noch) ein festes Arbeitsverhältnis, d.h. in Familien arbeiten beide Ehepartner, aber die Preissteigerungen und die langen Anfahrtswege zur Arbeit führen zur subjektiven Deklassierung. Die Einkommen halten den steigenden Preisen nicht mehr stand. Die zweite Fraktion sind Menschen, die bereits in prekären Verhältnissen leben, die heftige Brüche im Leben schon hinter sich haben und die für linke Themen von vornherein eher offen sind. Da beide Fraktionen aktiv zusammenarbeiten, brachten sie so viele auf die Straße. Und auch wenn die Zahlen aufgrund der massiven Repressionen zurückgehen: Zu speziellen Anlässen lassen sich immer noch in den vielen Städten Menschen mobilisieren.

      Von wievielen Städten sprechen wir denn?
      Das kann ich gar nicht genau sagen. Ob Paris, Lille, Marseille, Lyon, Toulouse, Bordeaux … In allen relevanten großen bzw. mittelgroßen Städten hat Woche für Woche etwas stattgefunden. Zunächst wurden die Kreisverkehre in den umliegenden Gemeinden der Städte belagert, dann gingen die Demonstrationen los. Es war nie eine Bewegung, die zentral auf Paris fokussiert war, sondern sie ist in ganz Frankreich regional verankert. Auch wenn das Innenministerium immer niedrigere Zahlen nannte: Über Monate waren allein in Toulouse und Bordeaux zwischen 20.000 und 30.000 Menschen jede Woche auf der Straße. Überall in den Städten tat sich etwas, nicht jedes Wochenende überall, aber überall immer wieder. Auch während der Sommerferien wird weitergemacht und wir erwarten alle, dass die großen Aktionstage nach den Ferien wieder losgehen. Aber keiner weiß etwas Genaues, es gibt ja kein zentrales Aktionsbüro, dass das Ganze steuert. Es gibt nur Zusammenkünfte, bei denen Aktive die gemeinsame Stoßrichtung besprechen. Bisher waren es drei solcher Zusammenkünfte, eine vierte ist geplant, aber wann und wo ist noch offen.

      Wie haben sich die Teilnehmerzahlen denn entwickelt?
      Im Frühjahr waren mehr als 130.000 Menschen an einem Wochenende auf der Straße, dann gingen die Zahlen – auch aufgrund der massiven Gesetzesverschärfung und Gewalt – wieder runter.

      Apropos Gewalt – es geistern ja viele Zahlen von Verletzten bzw. Toten und Verhafteten durch die sozialen Medien. Wie ist Ihr Kenntnisstand?
      Es gibt keine offiziellen Zahlen – der Inlandsgeheimdienst und die Sicherheitsstrukturen kennen sie natürlich, aber offiziell bestätigt wird wenig. Fakt ist, dass es enorm viele Schwerstverletzte durch das Eingreifen der Polizei gibt. Bestätigt sind 23 Menschen, die ein Auge verloren haben, 5 Menschen mit Verlust von Gliedmaßen und 300 Kopfverletzungen. Darüber hinaus gibt es noch eine große Anzahl Schwer- und Leichtverletzter – aber keine akkuraten Zahlen. Zwei Tote lassen sich eindeutig der Polizeigewalt zuschreiben, 12 weitere Menschen sind aufgrund der Unfälle an den Kreisverkehren zu Tode gekommen. Das darf man meines Erachtens aber nicht zusammenzählen. Es gibt auch eine hohe Zahl an Selbstmorden unter den Polizisten. Über 50 sollen sich das Leben genommen haben, man weiß aber nicht warum, da es keine Abschiedsbriefe gibt.
      Auch bei Verhafteten fehlen seriöse aktuelle Zahlen. Stand April waren es rund 2.000 Gerichtsverfahren, von denen 800 mit Haftstrafen geendet haben. Die Dunkelziffer der Verhaftungen liegt bei über 8.000.

      Wie verhält sich die Polizei? Was haben Sie wahrgenommen?
      Die französische Polizei greift hart und brutal durch. Teilweise kommen Einheiten zum Einsatz, die seitens des Staates zusammengestellt wurden, aus Angst, dass sich migrantische Gruppen gegen ihre schlechten Lebens- und Arbeitsverhältnisse erheben. Diese dienen jetzt dazu, die Gelb-Westen-Bewegung niederzuwerfen. Man hatte ja nach Dezember 2018 wirklich Angst davor, dass die Regierung gestürzt werden könne, und nutzt das gesamte repressive Potential der Staatsmacht.
      Revolutionäre Umstände sollten auf jeden Fall verhindert werden – dafür hat man gegen die bis dato eher unpolitische untere Mittelklasse alles rausgeholt, was man hatte. Die „Brigade Anti- Criminalité“ sollte mit einem hohen Grad an Repression gegen Migranten vorgehen. Jetzt ist das die Einheit, die den Großteil der Gummigeschosse verbraucht hat. Eine Art bewaffneter Kriminalpolizei, die in kleinen Einheiten sehr aggressiv und konfliktorientiert vorgeht. Das gesamte Waffenarsenal – alles was angeblich nicht tödlich ist, wie Granaten, Gummigeschosse und Drohnen – kommt zum Einsatz. In Frankreich sind das keine „Bürger in Uniform“, wie das noch in Deutschland der Fall ist.

      Sie sagten, dass die Gesetzgebung verschärft wurde. Inwiefern?
      Bereits seit dem Ausnahmezustand im November 2015 nach den Anschlägen wurden die Bürgerrechte massiv eingeschränkt. Hausarreste oder Hausdurchsuchungen ohne Richtervorbehalte wurden schon länger intensiv gegen Linke genutzt. Diese Regelungen hat Marcron schon im Herbst 2017 in das reguläre Antiterrorgesetz übernommen. Das wurde jetzt alles noch durch das Anti-Randalierer-Gesetz verschärft, das Demonstrationsverbote auf administrativem Wege ohne Richtervorbehalt ermöglicht. Darüber hinaus gibt es zwei Gesetze, die unspezifische Personenkontrollen erlauben und Vermummung zu einer Straftat machen, für die Gefängnis droht.
      Es gab bereits das Gesetz gegen Bandenkriminalität, das erlaubt, dass Menschen präventiv verhaftet werden, wenn vermeintlich eine Straftat drohen könnte. In Verbindung mit neuen Gesetzen und vermeintlichen Hinweisen im Vorfeld einer Demonstration kann man jetzt alle Menschen festnehmen, weil sie vielleicht eine Straftat begehen könnten. Die Gesetze zur Prävention, die ursprünglich dem Antiterrorkampf dienen sollten, werden übertragen auf die Zivilgesellschaft und hebeln damit sämtliche Rechte und Möglichkeiten der Bürger aus, sich zu wehren.

      Das heißt, die Repression nimmt zu?
      Ja, der Weg in den autoritären Polizeistaat in Frankreich setzt sich unvermindert fort. Ein weiteres Zeichen dafür ist die Entfernung kritischer Köpfe aus dem Lehrpersonal der Ausbildungsstätten des Polizeiapparates. Dieses Schicksal wurde gerade auch dem Soziologen Sebastian Roché zuteil, der bis vor kurzem Vorlesungen für zukünftige Leitungskader der Polizei halten konnte. Sein Forschungsgebiet sind die Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft und Polizeiapparat. Roché hatte in den letzten Monaten vermehrt die Polizeigewalt und die Repression gegen die Gelbwesten in der Öffentlichkeit kritisiert. Es verwundert daher nicht, dass die Leitung der ESPN, der wichtigsten Polizeischule im Land, sich jetzt mit den Worten, dass man Rochés Ausbildungsbereich umstrukturieren wolle, von diesem trennt.
      Eine selbstkritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln ist im Apparat nicht erwünscht. Lieber soll sich die französische Polizei in einen Bürgerkrieg mit breiten Teilen der Gesellschaft verstricken, wie es die herrschende Politelite im Land fordert.
      Wie erleben Sie in Frankreich den Umgang mit „rechts“ und „links“ – in Deutschland ein Thema, das zu einer massiven Spaltung in der Gesellschaft führt?
      Eine Bruchlinie ist auch in Frankreich vorhanden – aber im Kontext der Gelbwesten dominierte die massive Unzufriedenheit mit der Politik der letzten Jahrzehnte. Beide Seiten arbeiten unter dem Banner der Nation zusammen. Für die Linke ist die Nation ein Emanzipationsprojekt, für die Rechte ein ethnisches Thema.
      Aber es ist eine gemeinsame Bewegung, die ein anderes Frankreich will und die gemeinsam mit der Polizeigewalt konfrontiert ist. Das führt – überraschenderweise – wohl auch dazu, dass auf der Rechten Autoritäts- und Staatsgläubigkeit an Bedeutung verlieren. Staat und Polizei werden zunehmend in Frage gestellt. Bürgerliche begrüßen den schwarzen Block, der sich der Polizei mutig entgegenstellt. Die Bewegung entwickelt sich nicht entlang der traditionellen Linien, sondern die Menschen agieren zunehmend gemeinsam.

      Wie ordnen Sie die Gelbwesten in Deutschland ein?
      In Deutschland ist die Bruchlinie zwischen rechts und links deutlich größer. Im Grenzbereich zu Frankreich, also Baden, Saarbrücken und an der Grenze zum Elsass, gibt es sehr enge Verbindungen mit den französischen Gelbwesten. Viele andere Gruppierungen habe ich aber eher als fremdenfeindlich, konservativ und reaktionär wahrgenommen. Aber man kann und muss die Debatte mit Rechten führen. Das Ergebnis sieht man in Frankreich. Dort sind die Gelbwesten immer sozialer geworden, das Nationalistische wurde immer mehr rausgedrängt. In Deutschland war es leider umgekehrt, da wurde es immer deutschtümeliger – und nicht sozialer. Die “Anti-Merkel-Rhetorik“ hat nichts mit der Protestbewegung in Frankreich zu tun.

      Wie sehen Sie die weitere Entwicklung?
      Aufgrund der gesetzlichen Maßnahmenpakete und der explodierten Polizeigewalt trauen sich viele nicht mehr auf die Straße. Ich hatte schon befürchtet, es bricht im Sommer zusammen. Aber jedes Wochenende sind Menschen aktiv. Kommt nach den Ferien ein deutlicher Anstieg? Das hoffen wir alle.
      Gleichzeitig sehe ich ein Problem: Was macht man politisch aus den Gelbwesten? Es gibt klare Forderungen, es ist aber nicht klar, wie man diese in die gesellschaftliche Debatte so einbringt, damit sich Kräfteverhältnisse verschieben oder die politischen Verhältnisse ändern können. Als Politikwissenschaftler muss ich die Frage stellen: Wie kommen wir konkret zu der von allen gewünschten Veränderung?
      Meine Überzeugung ist, dass die Gelbwesten an sich es nicht schaffen, eine starke politische Organisation zu gründen. Das wollen sie ja auch nicht. Bestehende progressive Organisationen sollten sich daher öffnen und den Aktivisten der Gelbwesten auch den Einfluss geben, ihre politische Programmatik einzubringen und das politische Programm insgesamt weiterzuentwickeln.

      4+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin.Herr Niemann ,mir persönlich gefallen Beitäge hier bei Willi überhaupt nicht, wen sie den Umfang einer Tageszeitung ausmachen.Manchmal sollte man auch nach dem Sprichwort“ In der Kürze liegt die Würze handeln“.

        11+
          • Der Brandenburgbauer sagt

            Moin Obstbäuerin, wie ist dein Tipp für die neue Landesregierung?
            Meine Vermutung, es wird auf SPD-CDU und Grüne herauslaufen.
            Die Grünen stellen ja als Bedingung das Umwelt- und Landwirtschafts-ministerium zu besetzen. Es wird dann für uns Landwirte noch schwieriger uns irgendwie am Markt zu behaupten,wenn nicht sogar aussichtslos.

            Angenehmen Sonntag an alle hier im Blog bei Willi.

            3+
            • Obstbäuerin sagt

              Guten Morgen Brandenburgbauer, ich befürchte Rot-Rot-Grün und Axel Vogel (Grüne) soll schon für den Landwirtschaftsministerposten vorgesehen sein. Da wird dann gemeinsam lamentiert: DAS GEHT UNS NOCH NICHT WEIT GENUG. Was auf Landesebene gegen uns durchgesetzt werden kann, wird kommen. Mein Optimismus befindet sich im Minusbereich.

              4+
              • Der Brandenburgbauer sagt

                Moin. Bin ich absolut nicht deiner Meinung.
                So wie ich Woidke kenne, will er eine gesunde Merheit für seine neue Regierung.Aber warten wir es ab.
                Nach dem Rücktritt von Senftleben CDU, ergibt sich ja jetzt eine ganz andere Konstellation.

                0
                • Obstbäuerin sagt

                  Brandenburgbauer, wir werden sehen. Die Grünen bleiben uns so oder so erhalten.

                  0
          • Danke für diese nicht konstruktive Kritik. Tut mir leid, daß Ihre Partei wohl nicht ganz so engagiert auftritt wie meine, oder was darf ich dahinter vermuten?

            Besonders doof, weil ich ’n oller Verbraucher bin, oder? Im eigenen Dunstkreis manövriert’s sich leichter?!?

            Hier mal der Text eines Memes, den ich neben vielen gesammelt habe, und vergessen Sie nicht, Sie müssen’s nur lesen, ich muß es schreiben!

            Das eigene Brot

            Es stehen Scheunen Ställe leer,
            keine Kuh und kein Schweinchen mehr.
            Was in Jahrzehnten schafften Hände,
            verfällt und bitter ist das Ende.
            Der alte Bauer begreift es noch nicht,
            ihm stehen Tränen im Gesicht.
            Bei Mehrarbeit und wenig Lohn
            verläßt den Hof so mancher Sohn.
            Jahrhunderteland in unserem Land
            war Rückgrat stets der Bauernstand.
            Und mancher denkt bei vollem Tisch,
            die Bauern brauchen wir doch nicht.
            Die Menschen planen, doch es lenkt
            ein anderer anders als man denkt.
            Ein Blick weit in die Welt uns lehrt,
            das eigene Bort ist Goldes wert.

            (vielleicht ja auch von Ihnen?!)

            P.S.: Nachdenkseiten sind mit Vorsicht zu genießen, sie bedienen eher die Kommunitaristen, also nationalen Linken, um Sahra Wagenknecht, Diether Dehm und Co. Aufstehen, Querfront etc. inklusive. Auch wenn manche grundlegende Analyse in sich stimmig sein mag.

            2+
            • Obstbäuerin sagt

              Ich versichere hoch und heilig, dass das Gedicht 2023 das erste Landwirtschaftsgedicht meines Lebens ist. Ich fröhne nicht der Dichtkunst – ich male. Sahra Wagenknecht gehört, meiner Meinung nach, zu den wenigen wirklich sehr intelligenten Politikern, von der wir noch hören werden.

              4+
              • Hallo!

                Dichten kann ich gar nicht! Das klingt dann immer eher nach Muppet Show, könnte aber auch an zwei Kleinkindern liegen …

                Doch wäre es mir wichtig, in der Sache zu diskutieren, einen Plan zu entwickeln. Das mit den Kreuzen kann was bewegen, Stichwort „Ambient Marketing“. Aber womöglich hätten zwei Vogelscheuchen, wo ein dicker mit Zylinder und Monokel die andere Vogelscheuche (Landwirt oder Verbraucher) in den Hintern f***t, plakativer.

                Das Kreuz kann heißen: Wir haben was gegen alles Grüne und wünschen ihnen den Tod. Das hätte dann die total falsche Wirkung. Oder es wirkt für Laien als Kennzeichen, Markierung für irgendwas, wovon sie wieder keine Ahnung hätten, schlimmstenfalls ein neues Herbizide, so wie auch Ackerflächen gekennzeichnet sind, wenn neuer Energiemais ausprobiert wird.

                Wenn die Dinger nicht so teuer wären, wären auch die Skelettpuppen aus dem Unterricht plakativ … auch gefährlich mit Blick auf die Assoziation. Doch ohne Provokation geht es nicht, da hat Willi Recht.

                0
                • Obstbäuerin sagt

                  Hallo Herr Suhr, was ich mit meiner Antwort sagen wollte, ist ganz einfach: Ich distanziere mich von ihrem, leicht Blut und Boden angehauchten Gedicht.
                  Wenn sie hier ausführen:
                  … schlimmstenfalls ein neues Herbizid, so wie auch Ackerflächen gekennzeichnet sind, wenn neuer Energiemais ausprobiert wird…
                  frage ich mich, was Sie hier im Blog eigentlich wollen. Wir brauchen Herbizide für die Unkrautbekämpfung und wenden diese so umweltschonend an, wie es geht.
                  Und wenn ein neues umweltverträglicheres auf den Markt kommt, das auch getestet werden muss, um so besser. Ich denke die grünen Kreuze wurden von den Bauern mehrheitlich favorisiert und schon in die Tat umgesetzt. Vielleicht können Sie mir einen großen Wunsch erfüllen? Hören Sie auf, für Ihre Partei zu missionieren und diskutieren Sie möglichst nur einen Sachverhalt.

                  2+
              • @Obstbäuerin

                Ich finde es spannend, ob steht sogar was von Politikern, deswegen mein Hinweis, was Sie als Missionieren betrachten. Tut mir echt leid, daß da eine Partei sich für Landwirtschaft einsetzt, die nicht in Ihrem Interesse ist! Manch ein Landwirt ist ja selbst politisch aktiv im Lager derer, die nichts tun oder es verschlimmern …

                Nun weiß man, wer hier wie drauf ist politisch, wer gern das weiterso hätte und einfach nur weniger Steuern und Auflagen, aber wer auch den Wandel begrüßt, nur dabei nicht unter die Räder kommen möchte.

                Oder wie auf Facebook: Der Kampf um Deutungshoheiten.

                Und das, was einem nicht gefällt – zum Beispiel wenn die Gegenseite sich mehr für Landwirtschaft einsetzt als die eigenen Politiker – wird diskredtiert.

                Ich versuche wenigstens, was zu ändern und für jeden Hof zu kämpfen! Und ich bin NUR ein Verbraucher. In der Sache haben Sie leider nichts gesagt, während ich mir den Mund fusselig laber und dafür noch kritisiert werde.

                Ich halte Sie nicht auf, die oben genannten Anträge auch den von Ihnen favorisierten Leutchen zu schicken, vielleicht klappt’s ja.

                Mimimi nervt! Wollen Sie über was sprechen?
                Michael Horsch‘ Kritik an der Digitalisierung
                PCBs
                Konventionalisierung im Bio-Bereich
                Höfesterben
                Selbstmordrate unter Landwirten
                Bauernkindermobbing
                Unfaire Erzeugerpreise und Handelspraktiken
                Wertschätzung
                Dürren und Klimawandel
                usw.

                Aber dissen Sie mich ruhig weiter, nach unten tritt’s sich leichter. Nach vierzig Jahren Ariel wechselt man ja nicht mehr zu Persil!

                Wenn Sie wirklich in der Sache diskutieren wollen, bitte! Meine Kritik zu den Kreuzen: Es erzeugt bei Verbraucher wieder den Eindruck des jammernden Landwirts, der die Hand aufhält, aber weitermachen möchte wie bisher (siehe mediale Wirkung der pauschalen Forderung nach Dürrehilfe von Herrn Rukwied). Und das könnte nach hinten losgehen.

                Die Zeit wird’s zeigen …

                0
              • @Obstbäuerin

                Ich finde es spannend, oben steht sogar was von Politikern, deswegen mein Hinweis, was Sie als Missionieren betrachten. Tut mir echt leid, daß da eine Partei sich für Landwirtschaft einsetzt, die nicht in Ihrem Interesse ist! Manch ein Landwirt ist ja selbst politisch aktiv im Lager derer, die nichts tun oder es verschlimmern …

                Nun weiß man, wer hier wie drauf ist politisch, wer gern das weiterso hätte und einfach nur weniger Steuern und Auflagen, aber wer auch den Wandel begrüßt, nur dabei nicht unter die Räder kommen möchte.

                Oder wie auf Facebook: Der Kampf um Deutungshoheiten.

                Und das, was einem nicht gefällt – zum Beispiel wenn die Gegenseite sich mehr für Landwirtschaft einsetzt als die eigenen Politiker – wird diskredtiert.

                Ich versuche wenigstens, was zu ändern und für jeden Hof zu kämpfen! Und ich bin NUR ein Verbraucher. In der Sache haben Sie leider nichts gesagt, während ich mir den Mund fusselig laber und dafür noch kritisiert werde.

                Ich halte Sie nicht auf, die oben genannten Anträge auch den von Ihnen favorisierten Leutchen zu schicken, vielleicht klappt’s ja.

                Mimimi nervt! Wollen Sie über was sprechen?
                Michael Horsch‘ Kritik an der Digitalisierung
                PCBs
                Konventionalisierung im Bio-Bereich
                Höfesterben
                Selbstmordrate unter Landwirten
                Bauernkindermobbing
                Unfaire Erzeugerpreise und Handelspraktiken
                Wertschätzung
                Dürren und Klimawandel
                usw.

                Aber dissen Sie mich ruhig weiter, nach unten tritt’s sich leichter. Nach vierzig Jahren Ariel wechselt man ja nicht mehr zu Persil!

                Wenn Sie wirklich in der Sache diskutieren wollen, bitte! Meine Kritik zu den Kreuzen: Es erzeugt bei Verbraucher wieder den Eindruck des jammernden Landwirts, der die Hand aufhält, aber weitermachen möchte wie bisher (siehe mediale Wirkung der pauschalen Forderung nach Dürrehilfe von Herrn Rukwied). Und das könnte nach hinten losgehen.

                Die Zeit wird’s zeigen …

                0
                • Stadtmensch sagt

                  Herr Suhr, in der DDR-„Zwangskollektivierung“
                  hatten alle in der LW Beschäftigten eine gute soziale Absicherung. Man konnte bedarfsgerecht produzieren und Möglichkeiten der Mitsprache waren gegeben.
                  Das will man nicht mehr. Also lassen wir den Karren an die Wand fahren. 40% Agrarfläche im Osten in der Hand von Spekulanten – interessiert keinen. Ist gut so. Skaleneffekte – toll! Und dann meckern die Betreiber der „Wohlstandsmaschine“ über Bullshit-Jobs.
                  Kapitalistische Monaden quälen sich bis zum Suizid
                  und freuen sich, wenn Dienstleistungen für psychologische Betreuung ins BIP einfließen.

                  0
            • Aktueller Artikel in einer – oh, weia – linken Zeitung zum Thema Ostdeutschland. Jetzt mischt auch noch ALDI mit.

              Ohne Fackeln und Forken wird das nichts mehr …

              https://taz.de/Landgrabbing-in-Ostdeutschland/!5621001/

              Rot-Rot hat noch versucht, im Zusammenhang mit KTG Agrar Bodenspekulation auszubremsen, und angeblich wollten die Grünen was Entsprechendes dort bei Koalitionsgespräche einbringen (wer weiß), in Thüringen will man als ersten Schritt Transparenz in den Bodenmarkt bringen (Strohmänner etc. aufdecken). Aber ich sehe im wahrsten Sinne des Wortes Schwarz.

              0
      • Bauer Willi sagt

        Auszug aus den Spielregeln:

        „Kommentare sollten auch nicht länger als der dazugehörige Beitrag sein.“

        7+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Zitat aus dem obigen Bericht:

        „Ich stamme aus einer linken sozialdemokratischen Familie aus der DDR und bin seit meinem 16. Lebensjahr politisch aktiv. Bis zur Agenda 2010 war das bei den Jusos und dann, nach einiger Zeit im inneren Exil, wurde ich aktives Mitglied der Linkspartei. Dort war ich zeitweise Vorsitzender im Kreisverband, ein Amt, das ich aber wegen der Promotion niedergelegt habe, und bin als *Geschäftsführer der Marburger Linken* im Kommunalparlament tätig.“

        * wurde zur Kenntlichmachung von mir zugefügt

        Sauber Heer Niemann, mit was für sauberen Menschen sie sich vereinigen, auf den Rest meiner Gedanken nieder zuschreiben verzichte ich.

        Die Reaktionen nach den Ausschreitungen linksextremer Gruppen in Hamburg, bei denen ganze Stadtviertel und Straßenzüge in Schutt und Asche gelegt und Polizisten mit Stahlkugeln, Molotowcocktails und Steinplatten angegriffen wurden, sodass hunderte Verletzte zu beklagen waren, haben abermals gezeigt, dass Gewalt von links in breiten Teilen des bürgerlich-linken Milieus auf Verständnis trifft. Dieser Missstand sollte vielmehr angeprangert werden, anstatt eine mediale und gesellschaftliche Hetzjagd auf friedliche Patrioten zu veranstalten!

        3+
  43. Moin!

    Irgendwie habe ich das Gefühl, die Menschen denken, das wäre irgendeine neue Anbautechnik …

    Also auch, wenn es jetzt total eigennützig ist, weil ich da mitmache bei dem Verein. Aber wenn jeder Landwirt ’ne LINKE-Fahne in den Acker stellt (die Anträge im Bundestag entsprechend dem ja, wäre glaubwürdig und niemand rechnet mit Konservativen bei der Linken 😀 ), dürfte es auch aufscheuchen 😉
    Aus Angst vor den Roten hatte die CDU mal das so genannte Ahlener Programm.

    AfD wäre übrigens Blut und Boden Nazi-Kram, zumindest wäre das die Assoziation. Würde der AfD helfen, aber nicht den Landwirten. Die Wirtschaftspolitik der AfD steht auch für entfesselte Märkte, zerstört Kaufkraft etc. Vom Rassistischen ganz zu schweigen.

    Ansonsten geht wohl nur noch verbrannte Erde. Feuer bis zum Horizont. Wobei da die Großinvestoren etc. nie mitmachen würden. Das würde einen auch einholen.

    Chris

    0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es gab mal einen Arbeiter und Bauernstaat.

        Die jetzigen Linken machen doch einen Klassenkampf auch gegen die Bauern, weil Bauern etwas haben, was viele Anhänger der Linken nicht haben, nämlich Grund und Boden.

        15+
        • Es wäre wirklich hilfreich, wenn man verfolgt, wer da welche Anträge im Bundestag eingereicht hat:

          Unser Antrag gegen Bodenspekulation:
          http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/018/1901853.pdf

          Abgelehnt von der Regierung.
          https://www.agrarheute.com/politik/koalition-lehnt-linken-antrag-bodenmarkt-transparenz-ab-550257

          Von R2G in Thüringen jedoch weiter verfolgt (wer regiert da noch gleich?):
          https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/thueringen-will-geschaefte-von-bodenspekulanten-durchleuchten-id225243775.html

          https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/rot-rot-gruen-will-bodenspekulation-mit-agrarland-erschweren-id225033971.html

          Anträge für steuerfreie Risikoausgleichsrücklage:
          2014: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/034/1803415.pdf
          Nochmal 2018: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/012/1901298.pdf

          Fairerweise muß man sagen zusammen mit den Grünen, die uns jedoch auch in vielen Dingen fremd sind, die Forderung nach einer Weidetierprämie:
          http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/016/1901691.pdf

          Aktuell aus April, während alle von Insekten sprechen, ein Antrag zur GAP allgemein:
          http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/093/1909344.pdf

          Auszug Zitat:
          Politik muss deshalb zwingend für Rahmenbedingungen sorgen, damit notwendiges Handeln nicht zum existenziellen Risiko für diese Betriebe wird.

          Die Landwirtschaft muss zum Verbündeten werden.

          Um die Artenvielfalt insgesamt und die Insektenvielfalt insbesondere zu erhalten und zu bewahren, braucht es eine Ökologisierung der Landwirtschaft und eine Sicherung der Lebensräume. Eine starke, in die Gesellschaft eingebundene und gemeinwohlorientierte Landwirtschaft braucht aber auch regionale Produktions-, Verarbeitungs- und Vermarktungsketten. Erzeugerinnen- und Erzeugerpreise müssen auch dann kostendeckend sein, wenn nachhaltig produziert wird. Ein strukturelles Umdenken in der Gemeinsamen Agrar-politik (GAP) hin zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft, die nachhaltig produ-ziert und mit guten beruflichen Rahmenbedingungen den Ländlichen Raum stärkt, wird dringend benötigt.

          Zitat Ende

          Ja, man kann die Linke hassen, weil man irgendwie an ewiges Wachstum, weiterso, wachse oder weiche glaubt und mit Ausländern ein Problem hat und die Linke wirklich wirkt wie ein streitlustiger Haufen (nervt mich auch manchmal). Aber ich sag’s mal andersrum: Landwirte sind nicht die übliche Klientel für die LINKE, und trotzdem hauen wir da haufenweise Anträge raus, die von anderen vermeintlichen auf Seiten der Bauernschaft stehenden Parteien immer wieder abgeschossen werden. Wir haben da keinen Nutzen von wegen urbanes Milieu, oder?

          Wir setzen uns erstmal für die Schwächsten in der Gesellschaft ein, damit keiner unter die Räder kommt. Es gibt auch bei uns einige Betonköpfe, dennoch steht die LINKE für ein starkes Deutschland und einen starken Staat statt eines schlanken Staates, Öffentliches in öffentlicher Hand, mehr Fokussierung auf den Innenmarkt, höhere Löhne und würdevolle Sozialleistungen, so daß man sich auch faire Preise leisten kann.

          Wie heißt es so schön: Man wählt gern gegen seine Interessen, weil man lieber Menschen wählt, die einem sympathisch und ähnlich sind.

          Bis mir jemand den Gegenbeweis liefert, würde ich sagen, die LINKE versucht wenigstens aktiv was seit längerem. Alle anderen labern nur von wegen fairer Erzeugerpreise, aber machen nichts!

          Ja, wir sehen die Notwendigkeit eines Wandels. Doch dabei muß man alle Landwirte mitnehmen!

          Siehe Artikel hier:
          https://www.deutschlandfunk.de/linke-ueber-eu-kommission-agrarpolitik-ist-gescheitert.697.de.html?dram:article_id=454090

          Wir kämpfen für diejenigen, die uns kategorisch ablehnen.

          Naja, nach vierzig Jahren Persil wechselt man nicht zu Ariel 🙁

          2+
        • Ich habe heute gerade etwas im Vergleich von Rudi Dutschke und Greta Th. gelesen.
          Da habe ich den Rudi erstmal richtig verstanden,
          wie kann er denn die junge Demokratie schlecht machen, nur weil da en paar besitzende sind!
          Ich war im 8. oder 9. Schuljahr, unser damals 58 jähriger Sozialkundelehrer war auf unsere junge Demokratie und soziale Marktwirtschaft stolz und wir sollten auf sie aufpassen, wertschätzen und sie nicht vergehen lassen.
          Die soziale Marktwirtschaft lebt nun mal vom Eigentum, das ordentlich bewirtschaftet wird.
          Egal eine Fabrik, Handwerk oder Bauernhof!
          Wer wirtschaftet am elektivsten?

          Darum muß das Betriebsvermögen in der Erbschaftsteuer auch anders behandelt werden als Privatvermögen!

          Denn da profitieren wir alle von und deren Mitarbeiter zahlen auch in die Solidarkassen!
          Das Unternehmen schafft eben Arbeitsplätze!

          Und wir Unternehmer können von dem Betriebsvermögen nichts abbeißen, denn dann sind wir arbeitslos!
          Wenn das Lieschen Müller nicht versteht, das ist ja nicht schlimm,
          aber Politiker, die müßten das verstehen, sonst sind sie keine richtigen Volksvertreter!

          Na da steckt bestimmt die Industrie dahinter, oder?

          7+
          • Altbauer Jochen sagt

            So sehe ich das auch Inga,
            vom Betriebsvermögen ,sprich Bauernhof
            kann man nichts abbeißen.
            Es sei denn man verplempert das ererbte.
            Das macht man aber nur einmal und dann
            war´s das mit Betrieb.
            Wir sind doch nur Bewahrer des „Betriebsvermögens“
            für die nächsten Generationen.
            In der Hoffnung das sie noch bestehen.

            9+
            • Mit Betriebsvermögen spielen Sie sicherlich auf eine Vermögenssteuer an?!

              Dann informieren Sie sich über die Details, sonst kann man nicht kritisieren. Das wäre BILD-Stil:
              https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw03-de-vermoegenssteuer-537032

              Zitat:
              Danach sollen die Vermögen (private Geldvermögen und Verkehrswerte der privaten Immobilien- und Sachvermögen) zum Stichtag 31. Dezember 2016 festgestellt werden. Private Verbindlichkeiten sollen abgezogen werden können. Das so ermittelte Nettovermögen einer Person solle bis zu einem Betrag von einer Million Euro steuerfrei bleiben. Für betriebsnotwendiges Sachvermögen soll es nach Abzug von Verbindlichkeiten einen erhöhten Freibetrag von fünf Millionen Euro geben. Das oberhalb des jeweiligen Freibetrags von einer Million beziehungsweise fünf Millionen Euro liegende Nettovermögen will Die Linke mit einem Steuersatz von fünf Prozent besteuern.
              Zitat Ende

              Steuern muß nur zahlen, wer was hat. Ich selbst plädiere eher wieder für den alten höheren Einkommenssteuersatz und eine entsprechend hohe Kapitalertragssteuer, das wäre gerechter. Doch bedenkt man, daß der Soli auch nur eine Art Vermögenssteuer war, tut sich damit nichts. Und nicht zu vergessen, daß die Vermögenssteuer mit einem Instrument einhergeht, daß auch die Reichen zwingt, sich transparent zu machen bis hin zu Agrarflächen etc., mit denen sie spekulieren.

              Einfache Lösungen gibt es nicht, deswegen stehen Sie in der Pflicht, vorher auch zu recherchieren, was sie da kritisieren!

              Steuern dienen dem Sozialstaat, dem Erhalt der Infrastruktur, Bildung, Renten usw. Niemand sollte von der Wohltätigkeit derer abhängig sein, die ihr Vermögen nicht unbedingt immer ethisch und moralisch einwandfrei erworben haben!

              Aber schade, daß sie auf meine genannten Anträge nicht eingegangen sind oder Gegenbeispiele aufgezeigt haben, erstmal anti, schon klar … ich fühl mich schon wie ein Landwirt unter Grünen …

              0
              • Arnold Krämer sagt

                „Steuern dienen dem Sozialstaat, dem Erhalt der Infrastruktur, Bildung, Renten usw.“
                Das ist die Theorie. Auf das „usw.“ kommt es an.
                Damit werden all die überflüssigen Gruppen, Firmen, Organisastionen subventioniert bzw. lebensfähig gemacht (gehalten), die den Menschen, die reale Werte schaffen, das Leben (und Arbeiten) immer schwerer machen.

                5+
                • Was war noch gleich der größte Finanzposten der EU, weil in sich selbst wirtschaftlich nicht tragfähig?

                  Das Leben machen Ihnen Müller Milch, ALDI, Edeka, Nestle und Cargill schwer und die Politik, die dagegen nichts tut.

                  Aber bestimmt liegt’s am NABU, daß der Verbraucher eine Geiz ist geil Mentalität hat …

                  Machen wir’s anders, ich zitiere mal eine vernünftige Stimme aus Reihen der CDU, auch wenn diese selten zu hören sind:

                  CDU-Abgeordneter Karl-Heinz Florenz:
                  „Als ich meine Ausbildung angefangen hab, hatte mein Vater 80 Mastschweine, ich hatte dann eine Generation später 800, und mein Nachbarssohn, der den gleichen Betrieb hat, der hat jetzt 3.000. Wenn man sich das vor Augen hält, dann kann man nicht sagen, weiter so.“

                  „Nicht jeder, der sich über die Nachhaltigkeit Gedanken macht, ist ein Aussteiger oder ein Träumer, sondern ganz im Gegenteil. Es kann so nicht weiter gehen. Es muss eine ökologische Komponente da rein, aber nicht als Almosen, sondern als Dienstleistungsauftrag.“

                  „Ich bleib dabei, dass es eine falsche Strategie ist, wenn eine Bauernfamilie 3.000 Mastschweine halten muss, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn sie nur halb so viele Schweine haben auf derselben Fläche, dann haben sie weniger Gülle, dann haben sie weniger Antibiotika, das würde allen helfen. Voraussetzung ist aber, dass der Landwirt sein Betriebsergebnis weitgehend über den Markt bekommt.“

                  1+
              • Arnold Krämer sagt

                Herr Suhr:
                Sie haben sich ja eine ganze Menge angelesen, das kann man nicht abstreiten.
                „Was war noch gleich der größte Finanzposten der EU, weil in sich selbst wirtschaftlich nicht tragfähig?“

                Trotzdem sind ihnen noch nicht alle Geheimnisse der Agrarpolitik der EU geläufig. Die aktuellen EU-Subventionen sind entstanden aus gekoppelten, also an die Produktion gebundenen Subventionen (bei weitem nicht für alle Produkte) und diese wiederum aus indirekten Subventionen über Interventionen und Exporterstattungen auf Großhandelsebene (dort, wo es lagerfähige Produkte gab).
                Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es für Speisekartoffeln nie eine dafür notwendige Marktordnung gegeben hat. Lediglich die Stärkekartoffel war über die Getreidemarktordnung extrem stark abgesichert und hat zum Beispiel dort wo es Stärkefabriken gab (Niederlande, Emsland, Bayern) zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen auf dem Bodenmarkt geführt.

                Möglich wäre gewesen, die Subventionen ab 2005 nach und nach gänzlich abzuschaffen. Denn sie sind gänzlich eingepreist in das, was man den Landwirten zahlt, wenn ein funktionierender, und dass ist wichtig zu wissen, Außenschutz, besteht. Man kann dieses ganz klar zeigen am Beispiel von Rindfleisch. Hier gab es in den siebziger und achtziger Jahren Exporterstattungen und Intervention. Als diese im Rahmen der GATT-Verträge abgeschafft werden mussten, wurden gekoppelte Prämien je Bulle (altersabhängig) bezahlt. Als dieses wiederum nicht mehr gewollt oder rechtlich möglich waren, wurden zunächst die gekoppelten Prämien über betriebsindividuelle Beiträge an die ehemaligen Bullenmäster ausgezahlt, dann ab 2006 nach und nach aber eingeschmolzen, und umverteilt an Milchviehhalter und an alle Landwirte, die aktiv Flächen bewirtschaften. Gleichzeitig stiegen die Rindfleischpreise für die Landwirte, um den Wegfall der Subventionen aufzufangen. Die Bullenmäster haben unter dem Strich vorher und nachher dasselbe verdient.

                Die aktuellen EU Prämien sind eine Subventionierung des Produktionsfaktors Boden, bei Biobetrieben zusätzlich auch des Produktionsfaktors Arbeit, um die Agrarrohstoffe preislich niedrig verfügbar zu halten.

                Ich bin fest davon überzeugt, dass bei einem kompletten Wegfall der Ausgleichszahlungen die wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft nach einer relativ kurzen Übergangszeit nicht schlechter, sondern besser wäre. Dann würde auch ihr abschließend geäußerter Wunsch in Erfüllung gehen:
                „Voraussetzung ist aber, dass der Landwirt sein Betriebsergebnis weitgehend über den Markt bekommt.“

                Voraussetzung wäre allerdings ein wirksamer Außenschutz, den man nicht will, weil man im Gegenzug Industrieprodukte weltweit verkaufen möchte. Und wie viel (unproduktive) Arbeitsplätze hängen mittlerweile an der Verteilung und Kontrolle der EU-Subventionen. Was sollen die Leute alle machen?

                So einfach und so kompliziert zugleich!!

                6+
                • Hallo, Herr Krämer:
                  Jetzt wird’s ja langsam interessant. Auch wenn wir immer noch nicht über die von mir angesprochenen Anträge und Schlußfolgerungen sprechen, sondern über sowas wie Vermögenssteuer und GAP, ganz andere Themen.

                  Die Geschichte der GAP kenne ich so von wegen Abnahmegarantien, Butterbergen und Milchseen, hier auch schön zu sehen:
                  https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/akte-d-folge-1-video-100.html

                  Aber dem kann man auch entnehmen, daß der Bauernschaft vertreten durch den Bauernverband etc. zunehmende die Zügel entglitten sind.

                  Mit den EPAs in Afrika und was nicht alles hat das eine mit dem anderen getauscht. Aber besser wurde es alles nicht. So manch einer möchte die 2. Säule abschmelzen.

                  Bei Kartoffeln könnte man auch über Kartoffelkartelle sprechen oder wie die Dürre zu fairen Preisen geführt hat, siehe hier, zirka ab Minute 27:
                  https://www.youtube.com/watch?v=TwelcZf5rd0

                  Ob FDP oder LINKE, aber viele Stimmen sind dafür, weg von den Subventonen zu kommen, um wieder Fairneß reinzubringen. Doch den Umstellungsprozeß würden viele nicht überstehen.

                  Wer da in der EU wie Geld verdient, ist mir wurscht.

                  Ich sehe heute das Ergebnis, das schon damals mit dem Mansholt-Plan angestrebt wurde. Kerngedanke: Durch Handel und bürokratische Maßnahmen werden die Kleinen weggebissen und verdrängt, die großen werden Größer.

                  Jetzt haben Großbetriebe nicht nur niedrigere Produktionskosten und bessere Einkaufskonditionen, sondern auch noch mehr Subventionen, ein mehrfacher Wettbewerbsvorteil. 5.000 Höfe müssen jährlich aufgegeben werden und für Herrn Rukwied ist es ein natürlicher Strukturwandel. AfD, FDP und Co. labern nur von Steuervergünstigungen, aber an Kaufkraft und Co., an den Marktverhältnissen werden sie nichts ändern, außer vielleicht mal über Freihandelsabkommen zu diskutieren.

                  Das System ist darauf ausgelegt, mit wenigen Großbetrieben günstiger produzieren zu können, immer auf Ertragssteigerung ausgelegt. So bleibt das Essen billig. Billiges Essen gleich billige Löhne und niedrige Lohnkosten in der Industrie, damit sich unsere Exportwirtschaft freut.

                  Mercosur zeigt es gleich doppelt: Unsere Landwirtschaft wird an die Wand gedrückt, aber das Auto kann man billiger nach Südamerika verticken, indem der Staat quasi auf Steuergelder (Zölle) verzichtet, die dann auch nicht für Renten, Infrastruktur und Co. zur Verfügung stehen.

                  0
          • Also erstmal ist das Ablenkung, Sie sind nicht auf die ganzen Bundestagsanträge etc. eingegangen, nennt sich Derailing, kenne ich auch auf Facebook, da aber eher vom politisch gegenüberliegendem Lager.

            Rudi Dutschke und die Studentenbewegung waren Grundpfeiler für die Grünen heute. Vielen von denen sind jetzt genauso wirtschaftsliberal wie diejenigen, die sie damals kritisiert haben.
            https://www.nwzonline.de/politik/berlin-rudi-dutschke-zur-ikone-der-linken-wurde-er-nie_a_50,1,1365820863.html

            Die Anspielung auf Greta nervt. Sie fordert doch nichts weiter als mehr Beachtung der Umwelt. Wenn es Sie aufregt, dann entweder, weil sie wissen, daß Sie auch verzichten müßten, nicht unbedingt jeden Tag Fleisch essen sollten oder sowas, also Ihre Lebenswelt beeinträchtigen würde (Stichwort Earth Overshoot Day), oder weil man schon vorher nicht vernünftig wirtschaften konnte als Landwirt, die Umweltauflagen der Tropfen sind, der das Faß zum Überlaufen bringt.

            Aber Kritik am Dumpingpreis vermisse ich, daß hätte Rudi besser gekonnt als Sie 😉

            0
        • Dann bring das den LINKEN mal bei, Ehemaliger Bauer!
          aber auf dich hören sie ja nicht, weil du nur ein Bauer bist,
          die sind aber was besseres!
          wenn die auf dem Baum sitzen…
          würde mein Mann jetzt sagen!

          Warum kapieren die das nicht!
          Die waren doch auch in der Schule
          die wissen doch auch, das unsere Landwirtschaft eine Säule unserer Volkswirtschaft ist.

          Wenn die Privatvermögen besser verteilen möchten, das ging ja!

          Von Einkommensmillionären zu HARTZ4lern
          Das würde vielleicht sogar die Wirtschaft ankurbeln!?!

          2+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Glaube kaum, dass die sich als was besseres fühlen.

            Manche, bis auf die Oberen verdienen zu wenig Geld, oder sie können mit dem wenigen das sie haben nicht umgehen und bringen nichts auf die Reihe.
            Erfahrungsgemäß bringt Neid auf andere nicht mehr in die Kasse.

            Inga, ein Cousin von mir hat in jungen Jahren eine blendende Idee, er hat ein Müllabfuhrunternehmen gegründet, ohne einen Pfennig von seinen Eltern.

            Wie viele Millionen der auf dem Privatkonto hat, ist mir nicht bekannt.

            Neidisch bin ich nicht, höchstens verärgert, dass ich nichts ähnliches gemacht habe.

            4+
          • Inga,

            Sie plädieren demnach fürs weiterso, immer mehr für immer weniger Geld.

            Also Sie erhöhen das Angebot und erwarten, daß der Preis steigt?

            Ich denke, beim Thema Kapitalismus und wie der Markt funktioniert, haben Sie jetzt Jahrzehnte erlebt, wie es ausgeht.

            Erst spart man bei der öffentlichen Hand durch Abschaffung von Steuern und Zöllen, der Staat wird marode (siehe Schulen, Brücken, Renten usw.).
            Dann reicht das auch nicht mehr Löhne fallen auch gern als Erstes.
            Und mit fehlender Kaufkraft landen alle irgendwann bei 0.

            Ist Ihnen etwa noch nicht aufgefallen, daß der Autoexport wichtiger ist als eine sichere, vielfältige und uns selbstversorgende Landwirtschaft?

            Wie gesagt siehe Anträge der LINKEN oben. Zeigen Sie mir, wer’s besser macht. Denn das sind Anträge im Bundestag.

            Und wir LINKE gewinnen sicherlich keinen Blumentopf, wenn wir für Landwirte kämpfen, die immer CDU oder FDP wählen, also das weiterso, den Henker, den man kennt. Wir machen trotzdem was.

            Aber … vermutlich wirken Herr Altmaier und Co. auch sympathischer, die sagen ja nicht nein zum Schnitzel … wie das so ist … und Parteiprogramme etc. liest ja eh keiner, das Geschriebene ist ja alles gelogen. Lieber glaubt man dem Gesprochenen … toi, toi, toi … 😀

            0
  44. Ernst A. Hahn sagt

    Liebe Obstbäuerin,
    das Gedicht ist absolute Klasse, darf man es weiter veröffentlichen? Würde „geschrieben von einer Obstbäuerin“ drunter schreiben … Oder wie soll ich Sie zitieren?
    LG
    Ernst A. Hahn

    0
    • Obstbäuerin sagt

      Fühle mich geehrt, Ernst A. Hahn, wenn Sie das machen wollen. Muss nur noch darüber nachdenken, ob ich mit meinem vollen Namen darunter stehen will oder als Obstbäuerin oder beides? Melde mich später noch mal.

      0
    • Obstbäuerin sagt

      Wenn sie meinen Namen nennen wollen, fragen sie bei Bauer Willi nach ansonsten reicht auch Obstbäuerin.

      0
      • Bauer Willi sagt

        Ich meine, „Obstbäuerin“ reicht.

        Ich möchte nicht gerne den Namen herausgeben um die Privatsphäre aller Kommentatoren zu schützen.

        4+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Sie kennen den Klarnamen von der Obstbäuerin nicht?

            Ich kenne ihn, man musste nur immer im Block von Bauer Willi lesen.

            0
  45. Hallo Willi, eine Frage noch, gibt es Möglichkeiten, die ganzen Kreuze mit QR Codes auszustatten um auf den Pressebericht zu stoßen?

    2+
      • Ferkelhebamme sagt

        Einfach mal QR Code Generator googeln 😉. Ich suche in der Zeit Hilz und Farbe zusammen

        0
    • Bauer Fritz sagt

      @ Mr.T: Sie haben da eine gute ergänzende Idee angesprochen. Wäre toll, wenn sie oder sonstige affine Leser hier einen Ablauf posten können, wie denn auch weniger technikaffine Berufskollegen so einen QR-Code dann auf ihre grünen Kreuze (halbwegs wetterbeständig) anbringen können.
      Ist ja nicht auszudenken, wenn da Menschen der Generation I-Phone vor etwas stehen, und dann bei Google oder Wikipedia nix finden.

      1+
  46. Die grünen Kreuze finde ich eine Spitzenidee um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu bekommen und um vielleicht den ein oder anderen Städter zum Nachdenken darüber anzuregen, was passieren wird, wenn die heimische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion stirbt👍🏻Weiter so! Aufgeben ist keine Option!

    1+
    • Bauer Willi sagt

      Ob das sympathisch wirken kann? Doch eher nein, oder?

      Wir haben die Sympathien vieler unserer Mitmenschen. Die sollten wir nicht mit unüberlegten Aktionen aufs Spiel setzen.

      9+
  47. Friedrich sagt

    Tolle Idee Willi. Jetzt haben wir alle auf dem Land lebenden Menschen mal in aller Stille die Möglichkeit unseren Protest gegen die da in Berlin raus zu lassen. Auch die Mainstreammedien sind damit genauso gemeint , denn die ldw. Demos in den letzten Monaten in Hannover und Münster haben die ja regelrecht mißachtet und nicht gebracht , aber sowie 20 Leute auf einem REWE-Markt demonstrieren dann sind sie da. Das ist Rot-Grüne Meinungsselektion. Jetzt können wir als schweigende Mehrheit unseren Einheitsparteipolitikern mal mit den Kreuzen unseren Widerstand und so denen mitteilen , daß bei der nächsten Wahl , die nicht unsere Wahl sind. Diese ,vor einigen Tagen vorgestellten Vorhaben sind ein Schlag gegen die Landbevölkerung und solche menschenverachtenden Politiker sind abzuwählen. Ich warte jetzt darauf , daß die Farbe trocknet und stelle dann meine vier Kreuze auf.

    15+
  48. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin Willi, ich bin schon fleißig am bauen. Meine Frau war sofort damit einverstanden, kommt auch nicht so oft vor. Die Mittagsruhe fällt heute aus, das Thema ist für mich wichtiger. In unserer sächsischen Nachbarschaft steigt heute das größte Volksfest Sachsen.
    Der Tag der Sachsen und hundert Jahre Riesa.
    Meine Frau will unbedingt dahin . Kein Problem habe ich ihr gesagt, ich schneide das Holz für das Kreuz zu und du nimmst den Pinsel in die Hand ,und wenn alles fertig ist fahren wir.

    10+
  49. Idee ist super, bin ich absolut dabei, dies hat meiner Meinung nach nichts mit jammern zu tun, wir müssen uns wirksam kenntlich zeigen… Wir müssen nur aufpasssn, dass wir mit dem Symbol „Kreuz“ nicht die Kirche unbeabsichtigt verärgern…

    5+
    • Rene Rempt sagt

      Das Kreuz kann auch so aussehen ❌➕

      Es geht nicht um Religion. Das Kreuz auf dem Bild steht bei uns und ich bin Atheist und das letzte an das ich dabei gedacht habe ist die Kirche. Muss man dann den erklären.

      0
  50. Obstbäuerin sagt

    Gute Idee, vor allem, wenn man an viel befahrenen Straßen hockt.
    Altbauer Jochen hat mich inspiriert:

    2023
    Seht, wie die Felder blühen
    und sich die Bauern mühen
    das Korn steht klein
    das Kraut steht gut
    im Boden hockt die Käferbrut
    im Unkraut summt es wunderbar
    und alle Träume werden wahr
    für kurze Zeit
    das Frühjahr kommt
    das Geld ist rar
    der Bauer ist bereit
    er stellt ein grünes Kreuz ans Feld
    dahin, wo jetzt Insekten wohnen
    nimmt seinen Hut, sein letztes Geld
    und geht …

    Nachsatz
    Essen kommt flott übers Meer
    nur bleibt der Teller dort oft leer

    45+
  51. Elisabeth Ertl sagt

    Vor allem bei den Supermärkten finde ich das sehr gut! Die Idee muss ich mir merken. Wenn bei uns die Grünen in die Regierung kommen, gibts es auch hierzulande bald einen Anlass dafür.

    1+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Eventuell noch einen grinsenden Amazonas-Bauern vor einer Rauchsäule daraufkleben.

      0
      • Oberländer sagt

        den Ur-Bauern ( Indios ) am Amazonas ist das Lachen ob der
        brennenden Wälder schon lange vergangen,
        Hie lachen nur unsere Konzerne .

        2+
  52. Werner sagt

    Ob man so als Unternehmer wahrgenommen wird???
    Das Bild des Jammerlappen wird bestärkt.

    Realismus ist angebracht. Man legt keinen Wrrt auf unsere Arbeit. Baut Biogasanlagen …

    3+
    • Bauer Willi sagt

      Ich wünsche Ihnen viel Glück mit dem Bau von Biogas-Anlagen…
      Haben Sie Begriffe wie Raiffeisen, Solidarität, Zusammenhalt schon mal gehört?

      Aber Ihr Kommentar ist irgendwie symptomatisch: Die krampfhafte Suche nach dem „Haar in der Suppe“…

      17+
      • Werner sagt

        Dass Sie schon viele Haare in der Suppe verloren haben, ist offensichtlich. Das Problem ist aber Ihr xxxxx (Administrator: bitte halten Sie die Spielregeln ein. Keine persönlichen Beleidigungen)

        1+
    • Aber, aber Herr Werner,

      ein Bilderbuchbauernhof (wie in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit) ist doch kein Unternehmer!
      Vielleicht ist er ein respektloses Märchen, Spielzeug oder eine Illusion?

      Da ist der Weg zum Unternehmer in der Wahrnehmung weit!

      Oder?

      1+

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