Monate: Mai 2016

Trolle…

Aus gegebenem Anlass (Kommentare zum Artikel „Ihr Bauern seid zu dumm…“ vom 31.5.2016) möchte ich folgenden Auszug aus Wikipedia zur Kenntnis geben: Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich (intentional, repetitive and harmful). Trolle ignorieren und verletzen die Grundsätze der Community. Trolle richten nicht nur inhaltlichen Schaden an, sondern versuchen auch, Konflikte innerhalb der Community zu schüren. Trolle sind innerhalb der Community isoliert und versuchen ihre virtuelle Identität zu verbergen. Aus den Fallanalysen (einer Untersuchung) ergaben sich verschiedene Motivationen der Trolle: Langeweile, Suche nach Aufmerksamkeit, Rache Spaß und Unterhaltung Wunsch, der Community möglichst großen Schaden zuzufügen Kommunikationswissenschaftler raten, den Trollen keinerlei Aufmerksamkeit zu schenken. Don´t feed the troll = Den Troll nicht füttern Euer Bauer Willi 0

„Ihr Bauern seid zu dumm…für Marktwirtschaft“

Heute ein Gastbeitrag von Janine. Sie macht sich Gedanken, ob wir Bauern wirklich nicht wissen, wie Marktwirtschaft funktioniert Immer wieder dürfen wir uns von Menschen, die keinerlei Ahnung von LW haben, aber dank dem Lehrplan der Klasse 7 meinen, sie seien die marktpolitischen Alleskönner, erklären lassen, wir seien komplett unintelligent und zu dumm, diese einfachen Regeln zu kapieren. Mal von der Überheblichkeit und Respektlosigkeit solcher Menschen abgesehen – sind wir das wirklich? Ist es wirklich so einfach: Angebot und Nachfrage?  Nein. Ist es nicht. Erstmal vorweg: Die hohen Qualitätsstandards der deutschen Landwirtschaft suchen weltweit ihresgleichen, die Milchproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr kaum merklich gestiegen. Nehmen wir als Beispiel mal Aldi – Wegbereiter im Preiskampf des LEH und damit in Vertretung für den Rest des deutschen LEH: Aldi fragt für die weiße Linie (Milch, Käse, Butter, sowie sämtliche Molkereierzeugnisse) überwiegend deutsche Erzeugnisse nach – deutsche Molkereien bieten diese Produkte an.  Nachfrage = deutsche Erzeugnisse Angebot = deutsche Erzeugnisse So, bis hierhin sind wird uns alle einig? Wunderbar! Kommen wir nun zur Preisgestaltung – deren Regeln wir …

Liebe Frau Hendricks…

Ich darf Sie aus Ihrer Videobotschaft zitieren: „Meine Position ist klar: Solange wir nicht zweifelsfrei wissen, ob Glyphosat für die Gesundheit unbedenklich ist, sollten wir diese Chemikalie auch nicht zulassen.“ Nun könnte man ja das Wort „Glyphosat“ auch durch andere Worte ersetzen. Zum Beispiel durch Botox, von dem erwiesen ist, dass es in höchstem Maße toxisch ist. Und das lassen sich Menschen ganz freiwillig in die Haut spritzen. Müsste eine solche Chemikalie nicht erst recht verboten werden? Es gäbe auch noch viele andere Beispiele. Was ich Sie als Bauer fragen möchte: Warum sprechen Sie sich gerade gegen diesen Wirkstoff aus? Haben Sie sich mit den Alternativen befasst? Klar können wir wieder mehr pflügen oder grubbern, aber ist das wirklich besser? Wir praktizieren seit vielen Jahren ein tolles System der Minimalbodenbearbeitung, das aber so ohne weiteres ohne diesen Wirkstoff nicht mehr machbar ist. Sollen wir also wieder mehr pflügen, mit negativen Auswirkungen auf das Bodenleben, mit höheren Emissionen durch den Dieselverbrauch, mit der Gefahr von Erosion? Wir setzen das Produkt seit über 30 Jahren ein. Können Sie mir Fälle nennen, …

Aldi-Zettel

Bitte diesen Text ausschneiden und ab Montag bei Aldi-Süd ins Milchregal legen. Da, wo die Billig-Milch liegt, ganz hinten im Kühlregal. Wenn das viele machen….. Gerade gelesen (Sonntag Mittag): Netto erhöht ab Montag den Beitrag der Eigenmarke “ Ein Herz für Erzeuger“ um 10 Cent…Wie soll man das jetzt kommentieren?   0

Hofchips – oder wird Verbraucherfeedback nicht ernst genommen?

Liebe Firma Lorenz Bahlsen Snack-World, kürzlich habe ich beim Einkaufen Ihre „Hofchips“ entdeckt. Kartoffelchips in verschiedenen Geschmacksrichtungen, bei denen 100 g immerhin 1,81 Euro kosten! Auf der Verpackung und auf der dazugehörigen Website werben Sie sehr stark mit Regionalität, sprich Anbau und Bauernhöfen aus der Lüneburger Heide, der Oberpfalz und Niederbayern. Außerdem setzen Sie voll auf das deutsche Bauernhofklischee, verbunden mit dem sympathischen Bauern von nebenan mit dem Spitznamen „Erdäpfel-Sepp“.  So weit, so gut! Nachdem die stinknormalen Marken-Kartoffelchips ohne Herkunftswerbung daneben 85 Cent pro 100g kosten, wollte ich vor über einem Monat von Ihnen wissen ob und wenn ja, wie sich der viel höhere Verkaufspreis auch über höhere Auszahlungspreise für ihre Kartoffellieferanten auswirkt. Eine freundlich Dame hat mir kurz nach meiner Anfrage für mein Interesse an den Produkten und dem Unternehmen gedankt, betont wie wichtig jedes Verbraucherfeedback ist und versprochen meine Anfrage an den zuständigen Produktmanager weiterzuleiten. Nehmen Sie meine Anfrage nun ernst, oder nicht? Ich warte bis heute auf eine Antwort auf meine sehr ernst gemeinte Frage, weil ich hoffe, dass es sich nicht …

Fronleichnam bei uns auf dem Hof

Heute hatten wir bei uns auf dem Hof Besuch von oben. Aber von ganz oben! Warum ich das bringe? Wir Bauern machen mehr als nur Lebensmittel, wir kümmern uns auch um andere Dinge, die den Leuten bei uns im Dorf wichtig sind. Nächstes Jahr ist die Prozession im Nachbarort. Und wieder auf einem Bauernhof. Schließlich haben Christen und Bauern ja eines gemeinsam. Beide werden immer weniger… 0