Bauer Willi
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„Ihr Bauern seid zu dumm…für Marktwirtschaft“

Heute ein Gastbeitrag von Janine. Sie macht sich Gedanken, ob wir Bauern wirklich nicht wissen, wie Marktwirtschaft funktioniert

Immer wieder dürfen wir uns von Menschen, die keinerlei Ahnung von LW haben, aber dank dem Lehrplan der Klasse 7 meinen, sie seien die marktpolitischen Alleskönner, erklären lassen, wir seien komplett unintelligent und zu dumm, diese einfachen Regeln zu kapieren.

Mal von der Überheblichkeit und Respektlosigkeit solcher Menschen abgesehen – sind wir das wirklich? Ist es wirklich so einfach: Angebot und Nachfrage? 

Nein. Ist es nicht. Erstmal vorweg: Die hohen Qualitätsstandards der deutschen Landwirtschaft suchen weltweit ihresgleichen, die Milchproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr kaum merklich gestiegen.

Nehmen wir als Beispiel mal Aldi – Wegbereiter im Preiskampf des LEH und damit in Vertretung für den Rest des deutschen LEH:

Aldi fragt für die weiße Linie (Milch, Käse, Butter, sowie sämtliche Molkereierzeugnisse) überwiegend deutsche Erzeugnisse nach – deutsche Molkereien bieten diese Produkte an.

  •  Nachfrage = deutsche Erzeugnisse
  • Angebot = deutsche Erzeugnisse

So, bis hierhin sind wird uns alle einig? Wunderbar!

Kommen wir nun zur Preisgestaltung – deren Regeln wir ja alle nicht kapieren, wir dummen Bauerntrampel?! Unsere Molkereien bieten die Erzeugnisse an, die bei uns nachgefragt werden. Nun werden wir in den Preisverhandlungen mit dem Argument, dass das Weltmarktangebot (allen voran Neuseeland, USA, Brasilien) so hoch sei, an die Wand gedrückt. Ja, das Angebot auf dem Weltmarkt ist viel zu groß: Aber wurden nicht deutsche Erzeugnisse nachgefragt?

  •  Angebot und Nachfrage = deutsche Erzeugnisse
  • Preis = Erzeugnisse aus Übersee?

Es ist also unschwer zu erkennen, dass hier diese Grundregel nicht so einfach greift. Dass unsere Kühe sind nicht einfach abstellen lassen, sollte mittlerweile jedem klar sein – aber ebenso sollte es klar sein, dass selbst eine erhebliche Mengenreduzierung in Deutschland derzeit keine Entlastung bringt, solange die weltweite Produktion explodiert! 

 Nehmen wir mal das Worstcase Szenario an (und damit den Vorschlag jener, die uns Marktwirtschaftslegasthenie bescheinigen) – die deutschen Milchbauern geben es dran, die Kühe werden trockengestellt, später als Schlachtvieh vermarktet. 

Keine deutsche Milch mehr: Problem gelöst, gibt doch genug aus dem Ausland?

Sicher. Nur würde diese Milch auf dem gleichen Weg zu uns kommen, den heute unsere gute Milch nach China nimmt: Im Sprühturm vernebelt, als Milchpulver verschifft, mit Wasser aufgerührt. Mhh, lecker! 

Was kostet diese „Milch“ dann? Dank kostenintensiver Verarbeitung zu Pulver, Frachtkosten und Wiederaufbereitung hier: Vermutlich das 3fache vom heutigen Preis, den hohen Preis für die Verödung von Kulturlandschaften und das Abschaffen einer ganzen Branche mal außen vorgelassen…

Schöne Aussichten. 

Janine Schemmann

https://www.facebook.com/www.landwirt.einberufderzukunft

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122 Kommentare

  1. Günter Hofmann aus Höchst/Odw. sagt

    Unsere Bauern sind nicht dumm, Sie sind leider nur zu klein, zuwenig und haben deshalb keine Macht. Nicht jeder kann VW heisen, die können mit uns alles machen.
    Wer von den Kunden will denn diesen Job machen ?? Von morgens bis Abends an Feiertagen u.s.w. und dann keinen Urlaub ! Eine Kuh hat keinen Schalter zum abstellen !
    Meine Hochachtung an unsere Bauern, die diesen Mist jetzt schon Jahrelang mitmachen, ich hätte den Scheiss, für dass bischen Gewinn ( wenn überhaupt ) schon hin geschmissen.
    Ein Dankbarer Michltrinker & Verbraucher.

    3+
  2. Walter Parthon sagt

    Werner Schwarz: Wir haben etwas zu verlieren!
    Wie der Käfer zwischen Baum und Borke, so fühlen wir Bauern uns im Moment. Eingezwängt zwischen einem Markt, der uns in die eine Rich-tung drängt und der gesellschaftlichen Meinung, die in die andere Rich-tung weist. Da kommt nicht nur Unsicherheit auf, da wachsen Spannun-gen, auch innerhalb der Landwirtschaft.
    Es fällt auch mir in einer solchen Situation schwer, nicht in eine ankla-gende Haltung zu geraten. Denn wir hätten Grund genug: Politische Märkte, die Kostenlast einer überbordenden Bürokratie, ein verbreitetes Misstrauen gegenüber unserer Erzeugung und eine mediale Kritik, die zumindest fachlich schwer nachzuvollziehen ist.
    Und doch verstehen wir uns als Betriebsleiter, Unternehmer. Daher wis-sen wir: der Markt birgt Risiken, eröffnet aber auch Chancen. Nur eines werden wir im Markt nie finden: Stabilität. Nur ein komplett geregelter Markt ist stabil – aber zugleich ist er tot. Wer Chancen sucht, wird sie dort nicht finden!
    Deshalb sind wir sehr wohl dafür, dass eine fundamentale Krise beson-dere Instrumente braucht. Wenn selbst solide aufgestellte Betriebe nicht weiter wissen, dann ist das Marktversagen. Dann muss man helfen. Aber nur, damit die Betriebe nach der Krise allein weiterlaufen können. Diese Instrumente fordern wir im Markt und nicht statt des Marktes..
    Wir als Bauernverband wollen nur eines: Unseren Betrieben in möglichst großer Anzahl über diese Krise hinweg zu helfen. Wir sorgen dafür, dass Prämienzahlungen rechtzeitig aufs Konto kommen. Wir sorgen für die Möglichkeit, Liquiditätshilfen in Anspruch zu nehmen. Aber noch viel wichtiger: Wir gehen an die Politik heran und fordern sie auf, Verantwor-tung zu übernehmen.
    Im Markt können wir bestehen, davon bin ich überzeugt.
    – Aber das Russland-Embargo ist nicht Markt, es ist Politik.
    – Der Zusammenschluss von Edeka und Tengelmann ist nicht Markt, es ist Politik gegen den Markt. Coop und Rewe suchen in Schles-wig-Holstein jetzt den Weg der Kooperation. Ich bin gespannt, was das Kartellamt und die Politik dazu sagen werden.
    – Die Weltmarktpreise sind Markt. Die Kostenstruktur unserer Betrie-be aber ist Politik.
    Auf den Produktpreis haben Landwirte wie Politik keinen Einfluss. Es bleibt nur die Möglichkeit der Kostensenkung. Wir Landwirte drehen an der Kostenschraube. Ich sehe aber auch die Politik in der Pflicht, bei staatlich verursachten Kosten Maß zu halten. Unser Ministerium in Kiel „verwaltet“ 6171 Rechtsvorschriften und ca. 300 Erlasse. Das ist im landwirtschaftlichen Alltag nicht mehr tragbar. Immer mehr Auflagen, Kontrollen, Dokumentationspflichten und Sanktionen machen Tierhaltung und Ackerbau ja nicht wirklich besser, sondern nur schwieriger.
    Es reicht nicht, wenn Politiker steigende Preise fordern. Gesetze werden routinemäßig auf ihre finanziellen Folgen für den Staat geprüft. Ich forde-re eine realistischere Prüfung der Gesetze auf ihre ökonomischen Aus-wirkungen! Für jede neue gesetzliche Regelung ist eine bestehende zu streichen! Wir haben etwas zu verlieren:
    – Es geht um eine bäuerliche, familiengeführte Landwirtschaft.
    – Es geht um einen lebendigen ländlichen Raum mit einer auch heu-te noch spürbaren Agrarkultur.
    – Es geht um Lebensmittel von hoher Qualität und regionaler Aus-prägung, wie sie weltweit ihresgleichen sucht.
    – Und am wichtigsten: Es geht um unsere Familien.
    Wir sind gerne Bauern, aber es muss sich lohnen. Niemanden hält die Schönheit der Natur allein im ländlichen Raum. Es ist die wirtschaftliche Aktivität, die Landwirte auf dem Land hält.
    Delegiertenversammlung des WLV am 31. Mai 2016 auf Gut Havichhorst

    4+
  3. Ehrlicher sagt

    An den Außengrenzen der EU gibt es ja einen Außenschutz, der aber innerhalb der EU wenig nützt wenn einige Länder ihre Chance auf dem Milchmarkt sehen nach dem ende der Quote. Gerade in der milchviehhaltung sind doch viele Einzelkämpfer mit ihren Familien am Rande der arbeitswirtschaftlichen Möglichkeiten angekommen, warum sollte da nicht der eine oder andere mit Wachstum und Fremd-AK-Einsatz reagieren. Wenn wir in dem Hochlohnland der EU (ja Deutschland ist gemeint) weiter Landwirtschaft haben wollen zu erschwinglichen Preisen für die meisten, dann wird das nicht ohne Steigerung der Arbeitsproduktivität gehen und diese ist i.d.R. mit Wachstum verbunden! Oder aber man geht den „Bioweg“ bei gleicher Produktqualität über eine andere Prozeßstruktur einen höheren Marktpreis regenerieren, allerdings geht das auch nur mit hohen zusätzlichen Subventionen und die Vertreter der Biobranche rudern ja nun schon zurück, dass nicht alle auf Bio umstellen können, weil der Markt nur begrenzt aufnahmefähig ist. Vor einem Jahr hat man noch deutlich höherer Bioprämien für die Bauern gefordert mit Marktanteilzielen von deutlich über 20 %, davon wollen momentan auch nicht viele mehr etwas wissen. Um aber die Preise wieder zu Stabilisieren plädiere ich dafür Handelsmarken zu verbieten, der Konsument muss merken, wenn die Diskonter den Milchlieferanten wechseln und die Milch vielleicht plötzlich aus dem ausland anstatt von der molkerei aus der Region kommt.

    4+
    • May Rudolf sagt

      Die Schlauberger sollen doch aus ganz Deutschland einen Golfplatz ⛳ machen dann sind wir alle Probleme los Glyphosat Nitrat und Lebens-Mittel kommen dann aus Marokko und Ägypten grundlos die Milchquote abgeschafft und jetzt machen die Blinden die Zuckerwirtschaft auch noch kaputt.
      Aber dafür bauen Reiche Englische Farmer in Südafrika mit Zuschüssen der EU Zuckerrohr und daß soll einer verstehen

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Nein, das Nitrat sind wir nicht los, die Golfclubs reden immer davon, wie wenig sie verbrauche, stimmt über die Gesamtfläche, die Rasenteile werden aber mit jeder Menge Stickstoff gefüttert

        2+
      • Inga sagt

        So ist es wenn Nichtwisende mitreden!

        Sie haben doch auch keinen Respekt und keine Ahnung von den Zusammenhängen wo es hier drum geht;

        Wir mischen uns ja auch nicht in deren spezifischen Wissen zu ihrem Beruf!

        0
  4. Ehemaliger Landwirt sagt

    Der Ökonom Heiner Flassbeck schreibt zum Michpreisproblem:

    „Wer eine vernünftig strukturierte Agrarproduktion mit einer artgerechten Tierhaltung, hoher Produktqualität und einer gesunden Umwelt will, muss die Marktwirtschaft in diesem Bereich endgültig zu den Akten legen. Entweder man kehrt zu den alten Agrarmarktordnungen mit Milchseen und Butterbergen zurück, was weit weniger schlimm ist als Bauern, die an Bäumen hängen, oder man setzt auf eine weitgehende staatliche Ordnung, bei der die Bauern für die Landschaftspflege entschädigt werden und versprechen müssen, mit der Natur schonend umzugehen. Mindestpreise sind jedoch das Mindeste, was die Landwirte von der Gesellschaft verlangen können, weil auch sonst niemand in einer Marktwirtschaft investiert, wenn er bei der Preisentwicklung seines Endprodukts Überraschungen nicht ausschließen kann, die innerhalb von Monaten seine wirtschaftliche Existenz vernichten können.“

    Allerdings müsste man bei festgelegten Milchpreisen auch bei der Produktion eingreifen, sonst würden die Großhersteller wieder einmal am meisten profitieren.

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  5. wolfgang leyk sagt

    ich bin ja nur Laie, aber… unabhängig von Weltmärkten gibt es doch faktisch in Deutschland ein Überangebot in fast allen landwirtschaftlichen Produkten. Da sind die Landwirte in einer Spirale. Unter Druck immer mehr immer billiger produzieren. Aussteigen kann keiner, weil dann die eigene Existenz bedroht ist oder Billigprodukte – nun doch von außen kommen. Wie auf anderen Märkten braucht es hier eine Intervention um einen Markt zu regulieren, der nicht frei, sondern viele zu Abhängigen macht.

    1+
    • Bauer Willi sagt

      Stimmt so nicht. Bei Eiern, Geflügel, Obst, Gemüse und einer Reihe von anderen Produkten sind wir Importland.
      Bei Getreide, Raps sind wir sowohl Import- als auch Exportland. Klingt komisch, ist aber so. Und auch bei vielen Bio-Produkten sind wir Importland. Das allerdings, weil die Lohn- und Sozialkosten bei uns im Vergleich wesentlich höher sind. Siehe Mindestlohn.
      Bauer Willi

      1+
      • Marty sagt

        Stimmt so auch nicht. Wir sind zwar sowohl Importeur als auch Exporteur, aber dies ist den normalen paritätischen unterschieden zu verdanken, die sich nunmal ergeben, wenn mein Exportgetreide direkt neben dem Hafen liegt und meine Produktion genau 5 km von der polnischen Grenze entfernt ist. Netto sind wir Getreide Exporteur, sowohl in Deutschland als auch für gesamt Europa gesprochen.
        Für Rapssaat sind wir Importeur. Zumindest für die Saat. Teile der Produzierten Mengen an Öl und Schrot werden wieder exportiert.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der Selbstversorgungsgrad erreichte 2012/2013 insgesamt 97 % – ohne Auslandsfutter 92 %.

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  6. Friedrich sagt

    Unsere Agrarpreise richten sich nach den Weltbörsen in Paris und Chicago. Das sind Weltmarktpreise. Die Landwirte bekommen dann entspr. der Transportkosten und Handels-
    spannen weniger. Die EU steuert die Mengen so , daß die Versorgung der EU-Bevölkerung
    gesichert ist. Gibt es zu wenig Rindfleisch , wird importiert oder umgekehrt. Dafür bedarf es
    aber jedesmal der Genehmigung der EU. So geht das mit fast allen ldw. Produkten. Also
    Planwirtschaft wie in der DDR , nur mit etwas Marktwirtschaft. Auch z. B. wird die Wirtschaftlichkeit der Mastschweineproduktion berechnet. Wenn höhere Verkaufspreise
    drohen für den Mäster , wird wieder mehr importiert. Es wird alles getan um die Verbraucherpreise niedrig zu halten. In China kostet das kg Schweinefleisch 3,45 Euro,
    hier 1,40 Euro für den Erzeugerverkauf. So geht es mit allen Produkten. In Neuseeland
    können die Farmer den ltr. Milch für unter 20 ct produzieren, weil dort die Lohnkosten
    niedriger und keine teuren Stallbauten nötig sind. Auch ist der Weltmarktpreis für z.B,
    Diesel bei 30 ct . Wir zahlen wie an der Tankstelle , abzgl, 21 ct Vergütung.Der Weltmarkt hat keine Tierschutzverordnung, keine Betriebskontrollen,keine Mehrwertsteuer,keine
    Grundsteuern,keine Straßenreinigungsgebühren usw. ,usw.. Wir bekommen aber nur
    rd. 200 Euro/ha als Ausgleich (Greening nicht gerechnet , da hierfür ja Gründüngung
    angebaut werden muß). Diese Summe reicht bei weitem nicht aus. Ich gehe von 800 Euro/ha mehr aus, um zum vergleichbaren Weltmarktausgleichpreis zu kommen. Zum
    Schluß sollte man auch nicht das EEG vergessen, was unsere Stromkosten in die Höhe
    treibt. Die Industrie zahlt in Deutschland nur 10/12ct/KW, während die Landwirte wie
    jeder Verbraucher zahlt. Bei mir im Betrieb sind das über 10.000 Euro mehr im Jahr. So
    liebe Freunde jetzt könnt Ihr mal nachdenken was für eine Marktwirtschaft wir in der
    Landwirtschaft haben – keine- nur Planwirtschaft !!Nur wer kostengünstiger arbeitet,
    wird ein besseres Einkommen haben, alle Anderen leiden und arbeiten wie die Sklaven.

    11+
    • Ja, Friedrich das sehe ich genauso wie Sie auch. Deswegen kann ich die Bauern nicht verstehen, die trotzdem in Beton und Stahl für Kühe Investiert haben. Weil jeder der das gemacht hat, kennt diese Situation am Weltmarkt, oder?

      3+
  7. Christian Krupp sagt

    „…die Milchmenge ist im Vergleich zu Vorjahr kaum merklich gestiegen…“

    Betrachtet doch bitte mal die letzten 5 Jahre!
    Im letzten Jahr gab es eine Rekord-Überlieferung der Quote und damit ein Rekord Super-Abgabe, da bezweifle ich ganz stark das es keine Produktionsausweitung im Bereich Milch in den letzten Jahren gab….
    Genauso wenig, wie man eine Kuh von heute auf morgen trocken stellen kann, kann man eine Kuh von heute auf morgen melken.

    Viele Grüße Biobauer Christian

    0
  8. Schweinebauer Piet sagt

    Mit dem Getreidemarkt setzen sich nach Auskunft eines bekannten bei der Genossenschaft nur wenige auseinander. Einfach auf hohe Preise warten ist die Divise. Naja wir haben mal den Weizen Ernte 16 für 16.50 ab Feld abgesichert, wer bietet mehr?

    1+
  9. Gepard sagt

    Gibt es denn Belege für die Behauptung, Aldi würde die Tetrapacks mit Milch aus dem Ausland füllen, wenn die Molkereien die Milch nicht unter Wert verkaufen würden? Ich glaube nicht, dass die Einkäufer so blöd sind, zu glauben, dem Verbraucher wäre das egal. Spätestens, wenn es die Presse aufgreift.

    Das Argument erscheint mir arg spekulativ, um den schwarzen Peter weiterreichen zu können. Für mich widerlegt es nicht die These der Marktwirtschaft. Hätten die Molkereien weniger Milch als nachgefragt, würden sie doch sicher nicht den Preis weiter senken.

    Außerdem: Solch beleidigenden und patzigen Beiträge bringen meiner Ansicht nach überhaupt nichts. Jemanden mit Respektlosigkeit eine Respektlosigkeit vorzuwerfen wird keinen Menschen dazu bringen, über sein Verhalten nachzudenken oder es zu ändern.

    2+
  10. Rebecca sagt

    Zu dumm für die Marktwirtschaft sind die Bauern sicher nicht.
    Aber etwas kurzsichtig. Oder zu vertrauensseelig zu ihren Verbänden.

    Zum Beispiel CMA -> abgeschafft
    Russland -> Sanktionen Anfangs „kein Problem“ jetzt „doch ein Problem, aber wenn mit Steuergeldern ausgeholfen wird ist es OK“.
    TTIP -> Bauernverband „USA zum verlässlichen Partner im Agrarhandel machen“

    Da frag ich mich, wie bescheuert muss wohl der Bauernverband sein zu denken das die Masse der mittelständischen Erzeuger hier langfristig mit den Agrarfabriken in den USA mithalten kann? Und weshalb der Mittelstand nicht die Funktionäre, die so fleissig am Ast sägen auf dem er sitzt aus dem Amt jagt.

    Davon abgesehen war es eure Entscheidung Kapatzitäten auszubauen , zu moderniserien und Bestände zu vervielfachen. Oder wurdet Ihr dazu gezwungen?

    Oder weshalb wird die Tatsache das Ihr mit massiven Kampagnen der Empörungsidustrie wie Reta, Campact und Co, deren Geschäftsmodell es ist aus Mücken Elefanten zu machen, Empörung und Angst zu schüren um Spenden zu generieren angegriffen werdet. Unterstützt von Fanatikern wie der Grünen Partei die daraus gleich noch politisches Kapital schlagen möchten und das fast völlig ignoriert?

    Waraum wird statt dem ewigen „Die bösen Verbraucher“ *Heul – Zähneklapper* nicht mal da genau so massiv gegengehalten?

    Warum wird nicht mal klar kommuniziert das romantische Ziegenhirten mit Nutztier- Altersheim und wildromatische Hofkonzepte die von Vereinen bewirtschaftet werden weder in der Lage sind die die Masse der Bevölkerung zu ernähren, noch ohne kräftige staatliche Förderung zu überleben können?

    Nee, ihr Bauern seit ganz sicher nicht zu dumm für die Marktwirtschaft. Ihr seit nur wie viele andere die versuchen mit harter ehrlicher Arbeit zu überleben , und denken dass das genügt und wenn nicht, das man es mit noch mehr Arbeit regeln kann.

    Das funktioniert aber so nicht. Das ist schade, aber das Leben ist nun mal so.

    6+
    • Sonja Kaiser sagt

      Wurden wir gezwungen zu modernisieren ? Jein, aber mit altem Anbindestall mit 36 Kühen würde es uns als Milchbauern nicht mehr geben. Warum steigt die Anzahl der Kühe pro Bauer – weil selbst bei 40 Cent ein 30- Milchkuhbetrieb nicht mehr als ein Hobby ist.

      3+
    • Welche Euphorie wurde noch vor einem Jahr verbreitet, alle haben sich gefreut. Hier ein paar Beispiele!
      Das Milchfiasko und mehr!
      Veröffentlicht auf 27. Mai 2016 von Karl-Dieter Specht
      Das Milchfiasko war vorauszusehen – wer es denn wollte!
      Alle am Milchmarkt beteilige verbanden mit dem Ende der Milchquote unterschiedliche Erwartungen an das Ende.
      Milchindustrieverband:
      „In 70 Tagen läuft am 1. April 2015 nach 31 Jahren die Milchquote in Deutschland aus und damit die Mengenregulierung der Milchproduktion in der EU. Der Milchmarkt geht damit einen wichtigen Schritt in Richtung Liberalisierung und unternehmerisch gestalteter Milchproduktion und Verarbeitung in Deutschland“, erläutert Dr. Karl-Heinz Engel, Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes, im Rahmen des traditionell stattfindenden „Milchpolitischen Frühschoppen“ anlässlich der Grünen Woche in Berlin.“.
      Bauernverband:
      „Wenn in wenigen Tagen die Mengenregulierung bei Milch beendet wird, gehört staatliche Bevormundung und Planung auch auf dem letzten wichtigen Agrarmarkt in der EU der Vergangenheit an. Wie in anderen Agrarmärkten und in der übrigen Wirtschaft wird für die Milchbauern dann unternehmerische Verantwortung, Wirtschaftlichkeit und Entscheidungsfreiheit im Vordergrund stehen.“ Dies erklärte der Milchbauernpräsident und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Folgart, zum Abschluss des 6. Berliner Milchforums, das mit über 500 Teilnehmern aus Landwirtschaft und Molkereien einen Rekordbesuch verzeichnete.“
      Bauernverband S-H:
      „Lässt einen Michbauern sprechen: Klaus-Peter Lucht feiert im ZDF das Ende der Milchquote. Das Quotenende macht Klaus-Peter Lucht aus Mörel keine Angst. In den „heute-Nachrichten“ sagte er: „Für mich bedeutet Unternehmerische Freiheit, selbst zu bestimmen wie viel ich produzieren will. Die Quote hat für die Betriebe nichts gebracht.“
      Bundesregierung:
      “ Chance für die Milchwirtschaft:Nach 31 Jahren läuft Ende März die EU-Milchquotenregelung aus. Die Abschaffung der Quote begrüßte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt als Entwicklung hin zu mehr Marktorientierung. Das neue Direktzahlungssystem sichere und stabilisiere die Einkommen der Milcherzeuger, so der Minister“.
      Raiffeisenverband:
      “ Das Ende der Milchquotenregelung im Jahr 2015 ist unwiderruflich. Für eine Umkehr dieses Beschlusses oder eine Nachfolgeregelung gab es weder in den letzten Jahren, noch gibt es aktuell politische Mehrheiten in der EU. „Diese Realität ist von allen Beteiligten, auch von der nationalen Politik anzuerkennen und klar zu kommunizieren“, so der DRV-Präsident. Als Konsequenz aus den politischen Weichenstellungen muss das Bewusstsein weiter wachsen, dass sich die Milchproduktion am Markt und nicht an den Milchquoten zu orientieren hat.“
      Der Bund der Deutschen Landjugend
      “ hat sich stark für die Abschaffung der Milchquote eingesetzt – darum stößt der Bundesvorstand des BDL mit einem Glas Milch auf das Ereignis an. „Der Ausstieg aus der Milchquote kommt zur richtigen Zeit“, so der Bundesvorsitzende des BDL Matthias Daun in einer Mitteilung. Die deutschen und europäischen Milchbauern seien gut gerüstet und die Molkereien solide aufgestellt. Junglandwirte könnten die lang ersehnten Veränderungsprozesse in den Betrieben durchführen. „Der Weltmarkt wird das Volumen aufnehmen können“, schätzt der Landwirt ein.“
      Aufgrund der angenommen rosigen Erwartungen auf dem Weltmarkt, die noch durch die Interessenvertretungen befeuert wurden, und die Milchindustrie den Slogan herausgab:“ Wir sind auf alles vorbereitet- Wir haben alles im Griff“, wurde noch eins daraufgesetzt.
      Jetzt Frage ich, warum „Diese“ nicht in die Pflicht nehmen, „Sie“ haben doch sicherlich einen Plan „B“ in der Tasche? Jetzt wieder zum Staat zu laufen, der soll es richten, man war doch froh „Ihn“ los zu sein, oder wie war das gerade vor 1 Jahr?
      Da wurde sich über 1,2 Milliarden Eure Strafgeld für die Überlieferung von wenigen Milchbauern aufgeregt, jetzt haben wir schon für 2016 erst 5 Monate schon 4 Milliarden Verlust, aber leider bei allen Milchbauern! Wer trägt die Verantwortung? Das ist nicht mit Entlassungen von Vorständen getan! Denkt mal darüber nach, und wir müssen nicht die Welt ernähren, das können wir sowieso nicht, brauchen wir auch nicht!

      5+
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Rebecca, die Wahrheit ist, dass die Verbandslenker der Bauern meist ziemlich wenig Ahnung von der Marktwirtschaft haben. Die internationalen Rohstoffbörsen wie Matif und so sind nicht gleich Marktwirtschaft. Mit diesem Weltmarktglauben hat sich die Landwirtschaft vom Verbraucher abgekoppelt und sich von der Ernährungsindustrie und den Markeninhabern und dem LEH total abhängig gemacht. Als anonyme Lebensmittel-Rohstofferzeuger sind die Bauern immer unter Mengen- und Preisdruck austauschbar. Auch die oft so hochgelobte Ausbildung der Landwirte enthält zu Marketing und Marktstrategien nur graue Theorie. Die Beratung, oder sagen wir die „beamtete Intelligenz“ der Landwirtschaft, hat auch davon nur sporadische Kenntnisse, schließlich muss ein Beamter nie in Ihrem Leben überhaupt mal etwas verkaufen um Gehalt zu beziehen. Die Verbände bestimmen auch maßgeblich das Selbstbild, die Ernährer (der Welt) zu sein und Vorzeigelandwirte sind „Landwirt aus Leidenschaft“ usw. Aber Unternehmer und auch Kaufmann zu sein, ist schon eine andere Nummer. Aber die Bauern sind keineswegs zu dumm! Sie blicken nur in die falsche Richtung. Es sind alle Fähigkeiten bei den Bauern da. Ich beobachte das immer wieder, wie unternehmerisch engagiert Bauern werden, sobald sie eigenverantwortlich das Heft in die Hand nehmen und die „beamtete Intelligenz“ und auch die Verlockungen der Politik links liegen lassen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass der bäuerliche Mensch wesentlich mehr kann als Überschüsse erzeugen um hinterher die Politk um 100+X anzubetteln.
      Alois

      5+
      • Rebecca sagt

        Genau das ist es ja was ich meine Alois.
        Ich kann nachvollziehen das die Bauern (wie viele andere Gewerbetreibende denen es nicht so gut geht) versuchen mit ihrem Kerngeschäft auf die Beine zu kommen, weil sie einfach den Kopf voll haben und damit voll ausgelastet sind.

        Verstehen angesichts der Schwierigkeiten kann ich das allerdings nicht.
        Irgendwann muss einem doch mal klar werden das es so nicht weitergeht.

        Wenn ich ein Haus mit einem Loch im Dach hab, kann ich nach jeden Regen den Boden trocken wischen. Das Problem wird damit aber nicht gelöst. Und wenn man immer nur wischt ohne das Dach zu reparieren wird es irgendwann über einen zusammenbrechen. Egal wie toll und viel man wischt.

        Die Wurzeln des Übels gehen aus meiner Sicht viel weiter. Es beginnt schon am Grundverständnis. Alles muss immer größer, besser, schöner, toller sein. Der Weltmarkt, Der moderne Bauer ist kein bauer mehr, sondern Agragrmanager…
        Wer nicht wächst und größer wird ist ein Looser.

        Keiner möchte mehr Schaf in der Herde sein, sondern großer wilder Wolf.

        Was aber viele vergessen, man überlebt nicht als Schaf unter Wölfen. Das ist nur eine Abkürzung zur vernichtung.

        Ich denke auch das Bauern viel mehr können als es derzeit den Anschein hat. Allerdings müssten sie vermutlich zunächst einmal ihr Selbstaverständnis dahingehend ändern das sie sich als Regionale Produzenten sehen, die im und für das Land produzieren. Und nicht als „Global Player“ Großmachtsphantasien nachhängen. Und wenn Ihnen das klar ist, das auch der Politik klar machen und die Funktionäre ihrer Verbände die das anders sehen zum Teufel jagen.

        Vielleicht seh ich es ja von außen falsch. Aber beim Bauernverband und der realität hab ich immer das Gefühl der Schwanz wackelt mit dem Hund

        1+
    • Hans-Georg Lanner sagt

      Wenn es noch keiner kapiert hat … ES KÖNNEN DIE BAUERN DEN PREIS NICHT MITGESTALTEN … der Preis wird von der Molkerei vorgegeben und man erfährt erst im nächsten Monat ( also im Juni welchen Preis man für die Milch aus dem Mai) welche Preis man für die Milch im Vormonat bekommen hat. Die Molkereien bestimmen die Milchpreise und lassen sich von Konzernen wie z. B. Lidl bzw. Aldi runterdrucken weil Sie Angst haben einen KO-Partnern zu verlieren. D. h. die Preise die die Molkerei für die Milch erhält bestimmt der Handel … Wie sollte eine Person die sich selbst mit Produktionskosten etc. nicht auskennt für ein Produkt einen Preis erstellen … Ich lasse ja für mein 3-Gänge Menü ind er Gastro auch nicht meinen Elektriker kalkuliern — nur als Beispiel

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      • Alois Wohlfahrt sagt

        Rund 70% der deutschen Milchmenge wird von Genossenschaften verarbeitet die den Bauern selbst gehören. Also, wer hat in den Genossenschaften das sagen?

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Alois,

          in der Weinbranche wird das so gemacht, der Einkäufer vom Discounter ruft an und sagt sie brauchen 150.000 Flaschen Wein und sagen den Preis, den sie gewillt sind zu bezahlen.
          Wird nicht zu dem Preis geliefert, fragt man in Frankreich nach,
          geht dort auch nichts, dann liefert halt Chile.

          Wehe dem, dessen Bestand so hoch ist, dass er Liefern muss und in dieser Situation sind die meisten Milchwerke, egal ob privat, oder in Genossenschaftshand.

          1+
          • Alois Wohlfahrt sagt

            ja genau, wehe der so viel Milch im Tank hat, und sie nur noch 3 Tage hält, der muss….
            In der Fahrschule lernt man „vorausschauend fahren“, damit man keine unkontrollierbaren Vollbremsungen hinlegen muss. Haben die Lenker bei den genossenschaftlichen Molkereien einen Führerschein?

            1+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Alois,

              bin noch Mitglied in einer Obstgenossenschaft mit 35 Millionen Umsatz. Größere Zwetschgenernten wurden vom Handel gnadenlos ausgenutzt und soweit, dass nicht mehr geerntet wurde, weil es sich nicht mehr lohnte. Inzwischen gibt es Lagermöglichkeiten in den Kühlhäusern, die sonst für die Äpfel vorgesehen sind. Das gibt in Spitzenzeiten Entlastung.

              Wenn jetzt wieder besonders “ kluge“ meinen, selbst schuld, dem muss auch gesagt werden, dass mit deutschen Steuergeldern Zwetchgenplantagen in Spanien, Polen usw. errichtet wurden.

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  11. Carsten sagt

    Es gibt nicht die deutsche Milch. Jede deutschenMolkerei tritt gegen die andere an. Wenn das so nicht wäre, und sich alle absprechen würden, dann wäre das vermutlich ein Fall für das Kartellamt. Der Wettbewerber der billiger liefern kann kommt nicht aus dem Ausland sondern aus dem Inland. Vielleicht der Nachbar? Ich bin selber „Bauer“, zu gegebener masen kein Milchbauer. Wenn ich den Beitrag aber lese, muss ich dich zweifeln ob wirklich alle das Prinzip Marktwirtschaft verstehen. Es hätten rechtzeitig lieferbeinbarungen mit den Molkereien getroffen werden müssen um sich einen Preis zu sichern. So läuft man in das offene Messer der marktwirtschaft

    2+
    • Rebecca sagt

      Ein großes Problem ist aber auch das Marketing.
      Wo ist der Unterschied zwischen gefärbten Zuckerwasser mit Coffein oder Taurin, hergestellt für ein paar Cent/Liter und teuer verkauft und Milch?

      0
  12. Robert Gaul sagt

    Das schlimmste ist :
    Jeder hat zum Thema Milch eine
    Meinung,aber die Wenigsten eine
    Ahnung.

    3+
  13. RR sagt

    Es ist jetzt genügend diagnostiziert worden wer hat denn die Medizin parat?

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ob man ihnen mit Medizin weiterhelfen kann?

      Schwer zu sagen, vielleicht wechseln sie mal den Arzt.

      0
  14. Egbert Mast sagt

    Das grünland einfach umreißen und anders verwenden ist ein wesentlicher Nachteil der Milch wirtschaftliche Entwicklung. Was macht man mit dem vielen grün flachen ohne kühe? Sollen die , die Produktion einstellen oder reduzieren Hobby Pferde halten um davon leben zu können? Umwelt denken einerseits Marktwirtschaft andererseits.!!

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  15. RR sagt

    HORROR SZENARIEN AUS ZUMALEN tut gut ,mehr nicht !!! Es ist quasi schon Vorwahlkampf oder hätte sich plötzlich ein Minister mit nichts ausser einem „Flachgeschenk“ in die Arena begeben?

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  16. bauerhans sagt

    bauern produzieren unflexible güter d.h. die produktion von milch,fleisch,eiern und getreide kann nicht einfach kurzfristig erhöht oder verringert werden.
    investitionen in der landwirtschaft sind sehr langfristig d.h. ein kuhstall kann z.b. nicht einfach so anders genutzt werden.
    das zeigt,dass bauern eben langfristig denken müssen und eben nicht kurzfristig im markt agieren können.
    offensichtlich sieht die politik das bz. der milchbauern auch so.

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  17. Christian sagt

    hallo,
    wir sind alle in einer „freien“Marktwirtschaft mit „freien“ Handel. Aber dies ist nicht die ganze Wahrheit.
    Der Freie Markt funktioniert nur dann, wenn man unter gleiche Produktionsbedingungen produziert. Leider werden soziale und ökologische Standards immer ausgeblendet (und von der Allgemeinheit getragen – je nach Land und Kontinent unterschiedlich) – dies ist in allen Branchen so, nicht nur in der Landwirtschaft.
    Was in der Landwirtschaft zusätzlich erschwerend hinzukommt ist: a) der Arbeitsplatz unter freien Himmel – das Wetter kann man nicht beeinflussen b) eine Fruchtfolge isist einzuhalten (Mindestmaß ist immer einzuhalten), c) die Produktion kann man nicht mal kurzfristig abstellen zb. Milchproduktion, Mast – man hat immer 100% Aufwand d) aufgrund a) sind Rekordernten und Missernten innerhalb weniger Monate möglich, ohne darauf noch reagieren zu können.

    Aber wichtig ist: wenn wir (EU, Politiker, Verbraucher, etc. alle) für freien Handel und Marktwirtschaft sind, müssen wir auch dafür aktiv stark dafür eintreten, soziale und ökologische Standards weltweit zu vereinheitlichen, anstatt weiterhin billigst produzierte Ware zu kaufen. UND viel Geld zu Spenden um das Gewissen zu beruhigen, da die Umweltverschmutzung und modern Sklaverei (Ausbeutung) weit weg von uns passiert.
    Jeder muss selbst bei sich anfangen – nicht nur ich und Geiz ist geil Mentalität forcieren so lange es einen selbst nicht betrifft. lg Christian

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