Palla
Kommentare 36

Hofchips – oder wird Verbraucherfeedback nicht ernst genommen?

Liebe Firma Lorenz Bahlsen Snack-World,

kürzlich habe ich beim Einkaufen Ihre „Hofchips“ entdeckt. Kartoffelchips in verschiedenen Geschmacksrichtungen, bei denen 100 g immerhin 1,81 Euro kosten! Auf der Verpackung und auf der dazugehörigen Website werben Sie sehr stark mit Regionalität, sprich Anbau und Bauernhöfen aus der Lüneburger Heide, der Oberpfalz und Niederbayern. Außerdem setzen Sie voll auf das deutsche Bauernhofklischee, verbunden mit dem sympathischen Bauern von nebenan mit dem Spitznamen „Erdäpfel-Sepp“.  So weit, so gut!

Nachdem die stinknormalen Marken-Kartoffelchips ohne Herkunftswerbung daneben 85 Cent pro 100g kosten, wollte ich vor über einem Monat von Ihnen wissen ob und wenn ja, wie sich der viel höhere Verkaufspreis auch über höhere Auszahlungspreise für ihre Kartoffellieferanten auswirkt.

Eine freundlich Dame hat mir kurz nach meiner Anfrage für mein Interesse an den Produkten und dem Unternehmen gedankt, betont wie wichtig jedes Verbraucherfeedback ist und versprochen meine Anfrage an den zuständigen Produktmanager weiterzuleiten.

Nehmen Sie meine Anfrage nun ernst, oder nicht? Ich warte bis heute auf eine Antwort auf meine sehr ernst gemeinte Frage, weil ich hoffe, dass es sich nicht nur um einen billigen Werbetrick auf Kosten der Erzeuger handelt!

Ihre Palla

PS: Vielleicht würde es ja helfen, wenn sich noch mehr Verbraucher/Landwirte über ihr Kontaktformular auf ihrer Website  https://www.lorenz-snackworld.de/de/kontakt/verbraucher_service oder direkt über ihre Zentrale (Tel: 06102 / 293-0) mit dieser Frage an Sie wenden?!

(Aufrufe 1.381 gesamt, 1 heute)

36 Kommentare

  1. Inga sagt

    2006 war ein heißer Sommer, im Radio wurde gemeldet, dass es in Brandenburg deswegen Mißernten gebe.

    schn wurde der Preis für die brötchen erhöht, mit dem Arument, dass im heißen trockener Sommer weniger geerntet wurde und deswegen sei der Preis gestiegen!

    Das war doch auch Irreführung, oder?

    also die selbe Masche!

    PS: Wer kennt Gottes Streusandbüchse?

    0
  2. RR sagt

    Man kann bei allen Produkten bei denen die Agrarfolklore raus gehängt wird, feststellen… the Winner is……… zu Deutsch: verarsche hoch 3, so ist auch die Potenz der Gewinnverteilung.
    Soll ich für NRW Möhren mehr bezahlen als für Pfälzer Ware? oder für „Weidemilch“ im Lidl.?
    Es werden jeweils, wenn man Glück, hat die höheren Kosten ausgeglichen

    2+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn die Erzeuger von NRW Möhren besser bezahlt werden, als die von der Pfalz, da sollten sie diese kaufen. Ein höherer Erzeugerpreis wäre doch gerecht, man denke nur an den Mindestlohn der Erntehelfer.

      Für die Milch wäre es das selbe.

      2+
      • RR sagt

        Da stimme ich Ihnen 100 % zu.!
        Wenn man das einfach rausfinden könnte wäre viel gewonnen da gibt es bestimmt „Einige die das nicht wollen.
        Der Slogan:“ Leute kauft bitte die teure Milch dann ist dem Bauern viel geholfen“, da sollte man die Bilanz des Bauern nicht mit der der Molkerei verwechseln. Wenn die 5 größten Molkereiunternehmen die Ja-Milch und die Eigenmarken nicht mehr abfüllen was passiert dann ? Nichts,…. dann rennen die Verkaufsleiter den Discountern trotzdem die Tür ein.

        1+
        • Andreas Schmid sagt

          Da ist die Gefahr groß, dass die Molkerei oder ein anderer eine Mischkalkulation macht, und das Billigprodukt noch billiger verschleudert(Quersubventioniert). Alle anderen Milchbauern anderer Molkereien haben das Nachsehen, weil die beim Preis mithalten müssen.

          1+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.