Bauer Willi
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Schädliche Subventionen…

Das Umweltbundesamt hat eine Studie gemacht, welche umweltschädlichen Subventionen in Deutschland aus deutschen Steuergelder direkt gezahlt werden. (ohne EU)

Auweia, dachte ich, da wird wohl die Landwirtschaft wieder schön eins drüberbekommen. Doch dann war ich verwundert. wer da alles „versorgt“ wird und wie wenig doch eigentlich die Bauern „abbekommen“.

Im Bereich Energie  (21,6 Mrd) entfallen rund 6 Mrd. auf die Kostenfreie Zuteilung der CO2-Emissionsberechtigungen, 3,5 Mrd. auf die Privilegierung von Sondervertragskunden bei der Konzessionsabgabe für Strom und 2 Mrd. auf den Spitzenausgleich bei der Ökosteuer für das produzierende Gewerbe.

Im Bereich Verkehr (24,1 Mrd.) werden je 7 Mrd. für die Energiesteuervergünstigung für Dieselkraftstoff  (gilt für alle Dieselfahrzeuge!), 5 Mrd. für die Entfernungspauschale, rund 7 Mrd. für die Energiesteuerbefreiung des Kerosin veranschlagt. Die Mehrwertsteuerbefreiung für Internationale Flüge beläuft sich auf rund 3,5 Mrd.

Im Bau- und Wohnungswesen (5,9 Mrd.) ist der größte Posten die Eigenheimzulage mit rund 4,8 Mrd. Bausparförderung und Sozialer Wohnungsbau machen jeweils ca. 0,5 Mrd. aus.

Der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei schlägt mit 0,53 Mrd. zu Buche. Davon sind 0,4 Mrd. die Steuervergünstigung für Agrardiesel. Die Subvention für die Branntweinproduktion macht 0,075 Mrd. aus.

Nochmal, bevor sich wieder jemand künstlich aufregt: In dieser Aufstellung sind nur die Subventionen genannt, die Deutschland ausschüttet. (ohne EU-Zahlungen)

Ich frage mich auch: wer profitiert z.B. von der Steuerbefreiung für Kerosin und der Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge? Die Bauern?

Ich mache ja Urlaub im Allgäu…

Mmh, na ja, ich fahre einen Diesel, von Volkswagen 🙁 (deutsche Produktion)

Euer Bauer Willi

Quellen:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umweltschaedliche-subventionen#textpart-2

http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/umweltschaedliche_subventionen_2014_0.pdf

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101 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Willi toll gemacht. Zu dem Agrardiesel ist folgendes zu sagen . Wir bekommen rd. 21 ct/ltr auf Antrag und Nachweis erstattet. Z.Zt. kostet der Diesel im Einkauf frei Hof rd. 93 ct/ltr. zzgl. 19%Mwst. und Heiöl rd. 53 ct/ltr.zzgl. Mwst. Z.B.. in Frankreich , Niederlande und GB kaufen die Bauern Agrardiesel zum Heizölpreis. Das sind dann rd 40 ct weniger . Trotz der Agrardieselverbilligung zahlen wir hier in Deutschland immer noch rd. 20 ct mehr als in den Nachbarländern. Deshalb ist das mit der Subvention so eine Sache , oder ? Außerdem wird der meiste Diesel auf dem Acker verbraucht. Bei uns im Betrieb über 80% .
    Die Flächenprämien der EU sollten mal ein Ausgleich für den Weltmarkt sein. Denn unsere Produkte werden nach Weltmarktpreisen bezahlt . Bei den hohen Kosten , Vorschriften und Abgaben wäre hier in Europa kaum zu produzieren. Diese Prämien haben nur zu Neid und Mißgunst geführt , sodaß ich heute der Meinung bin, daß alle Prämien verschwinden müßen und das Geld am Markt verdient werden muß und der Verbraucher auch“ Marktgerechte Preise “ beim Einkauf zahlen muß. Nur das wird uns die Akzeptanz wieder geben. Auch haben dann die Populisten und Hetzer keine Chance mehr. Die fordern von uns immer Kompromisse , sind aber selbst nicht bereit dazu. Da muß sich das ganze ja festlaufen. Das kann man sehr gut hier im Block bei einigen stellvertretend sehen ! Kritik ist gut , aber dann müßen auch konkrete Verbesserungsvorschläge kommen und die fehlen dann immer . Wir sind ja hier um von einander zu lernen , oder ?

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    • Stadtmensch sagt

      Ja, ich lerne von dir, dass alle, die nicht deiner Meinung sind, Populisten und Hetzer sind.
      Dazu passt auch „Bauern sind Staatsfeind Nummer 1“ oder „Ich will meine Freiheit!“
      DAS ist dämlichster Populismus! Sowas kann man beim besten Willen nicht ernst nehmen. Jeder, der noch nicht völlig in einer Parallelwelt unterwegs ist, kann sich vorstellen, dass eine der Grundlegitimationen eines jeden Staatswesens die Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung ist. Wenn sich der Staat ab jetzt hier raushalten soll, werden ab morgen alle eigentumslosen Bürolurche wie ich auch ihre Freiheit fordern. Nämlich die Freiheit davon, täglich um die eigene Existenz betteln zu müssen. Aus dieser Kalamität kommt man bekanntlich nur, wenn man über eigene Produktionsmittel (z.B. Ackerland) verfügt. Womit wir wieder bei der bäuerlichen Subsistenzgesellschaft währen.
      Die sogenannten Subventionen kann man auch als eine Form des Interessenausgleichs oder Marktkorrektur in einer arbeitsteiligen Gesellschaft sehen und auf die wird niemand gerne verzichten, der halbwegs verstanden hat, wie alles zusammen hängt. Nach deiner Logik (Sozialdarwinismus) müsste man dann auch andere Marktkorrekturen abschaffen (Sozialleistungen usw).

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Jeder, der noch nicht völlig in einer Parallelwelt unterwegs ist, kann sich vorstellen, dass eine der Grundlegitimationen eines jeden Staatswesens die Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung ist.“

        Nein, nicht jeder lebt in einer Parallelwelt, in der man meint, man kann jede Menge Lebensmittel importieren, zu einem noch günstigeren Preis, wenn man in verschiedenen Foren liest, dann kann man sich nicht des Eindruckes erwehren, dass nicht wenige meinen, das Fleisch des Discounters wächst in der Plastikfolie.

        Wenn ich lese, dass der Mehrwertsteuersatz von 7 % für manche Lebensmittel als Umweltschschädliche Subvention gilt, dann muss ich sagen:
        Die haben einen an der Waffel.

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      • Pflanzenernährer sagt

        Sehr geehrter Stadtmensch,

        jedem eigentumslosen Bürolurch ist die Möglichkeit gegeben, auch Produktionsmittel (z. B. Ackerland) zu erwerben oder zu pachten und damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wie man das macht, hat Bauer Willi übrigens schon vor Monaten schon beschrieben. Die Flächenbeihilfe der EU müssen Sie ja nicht in Anspruch nehmen. Notfalls kann man auch den Landwirt nebenan fragen ….. . Übrigens müssen viele Landwirte um ihre Existenz bangen, nicht nur wegen der Preisproblematik sondern wegen Diskreditierung ihre Arbeit, die ja „nur“ zur Ernährung der Menscheit beiträgt.

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      • jochen böhrer sagt

        ich kann Ihre absurde Interpretation des Beitrags von Friedrich nicht nachvollziehen.

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  2. Brigitta Blume sagt

    AUS-GLEICHS-ZAH-LUN-GEN.
    Landwirte erhalten Ausgleichszahlungen, keine Subventionen. Es ist nicht, wie gerne behauptet wird, keine „gesellschaftliche Leistung“ damit verbunden, sondern die Zahlungen erfolgen auf Basis der kontrollierten Einhaltung der CC-Richtlinien.
    Diese beeinträchtigen den möglichen Erfolg des Betriebs, ihre Wirkung wird ausgeglichen.

    Subventionen sind „verlorene Zuschüsse“ und eben NICHT mit einer Leistung verbunden.

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    • Diese „Ausgleichszahlungen“ sind in erster Linie ein probates Mittel, um die Rohstoffpreise für die Nahrungmittelproduktion niedrig zu halten. Ohne EU-Prämie gäbe es den dt Brotweizen für 15,25 Euro schlicht und einfach nicht. Dass CC noch draufgesattelt wird ist in dem Zusammenhang einfach nur erbärmlich.

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    • Josef sagt

      Sollten die Ausgleichszahlungen von ca. 300 EUR pro Ha wirklich als Ausgleich für gesellschaftliche Leistungen gelten, müssten alle Landwirte die gleichen Leistungen je Ha erbringen. Alle Betriebe müssten auch im gleichen Umfang von der Einhaltung der CC-Richtlinien betroffen sein. Das ist aber nicht der Fall. Ackerbauern z.B. haben wesentlich weniger CC-Richtlinien zu erfüllen und erbringen weniger Leistungen als Tierhalter mit Grünland und vielfältigen Fruchtfolgen.

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      • bauerhans sagt

        „Tierhalter mit Grünland und vielfältigen Fruchtfolgen.“

        bekommen zusätzliche zahlungen.
        ackerbauern die grundprämie plus greening.

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        • Josef sagt

          Welche zusätzlichen Zahlungen gibt es in der ersten Säule, von der wir hier reden, für Tierhalter, Grünland und Fruchtfolge ?

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      • Ich seh das so sagt

        Es ist immer schön zu sehen, wenn ein Bauer dem anderen seine Zahlungen „vorwirft“ für die er eigentlich weniger oder eh gleich gar nix zu tun braucht, während ich ja dafür ……..

        Kann mir nicht helfen, aber mir fällt da nur das Bild ein von 2 Hunden die sich um einen abgenagten Knochen streiten. Das Fleisch vom Knochen hat aber schon längst wer anderer verspeist und schaut dem lustigen Treiben genüsslich zu.

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        • Josef sagt

          Ich werfe niemandem seine Zahlungen vor. Aber wenn mit gesellschaftlichen Leistungen argumentiert wird, muss man auch zugeben, dass diese nicht von allen in gleicher Höhe erbracht werden, die Flächenzahlungen dagegen für alle gleich sind.

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      • Stefan K sagt

        Habe 7 verschiedene Früchte in der Fruchtfolge, habe Zwischenfrüchte, pflege die Landschaft (Hecken, Strassenränder, auch Feldwege, …). Ich weiß nicht, warum ein Bauer dem Anderen vorwerfen muss, er bezieht zu viel? Wenn es als Ackerbauer so einfach ist, an Geld zu kommen, warum schwenkt man dann nicht um??? Bitte fair bleiben!

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    • EU-Prämie ist in den Zahlen des UBA gar nicht drin. Auch die zwiete Säule nicht.

      Die 0,53 Mrd € setzen sich ausschließlich zusammen aus : Agrardieselrückerstattung, grüne Nummer steuerfrei und Branntweinmonopol. Alles nicht CC-relevant.

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    • Rudi Klein sagt

      zu den EU-Zahlungen in Höhe von 7 Mrd. Euro an die deutschen Landwirte hat der WWF seine Meinung:

      http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/internationale-agrarpolitik/subventionen/?gclid=CJWctpq7o9ICFYc_GwodZi4LyQ

      Die klassischen Agrarsubventionen – die erste Säule
      Mit über fünf Milliarden Euro geht in Deutschland der Löwenanteil in die so genannte erste Säule. Sie hat zum Ziel, durch Marktregulierung und Direktzahlungen das Basis-Einkommen der Landwirte zu sichern. Diese Zahlungen sind jedoch nicht nur im höchsten Maße ungerecht verteilt, sondern auch vollkommen ungenügend an wirksame soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien gekoppelt. Besondere umwelt- und tiergerechte Qualitätserzeugungen, die mehr Arbeitskräfte benötigen, werden benachteiligt.

      Die ländliche Entwicklung – die zweite Säule
      Etwa 1,5 Milliarden Euro gehen in die zweite Säule, die Förderung des ländlichen Raumes. Die zweite Säule gewährleistet eine nachhaltige ländliche Entwicklung. Der umfassende Förderungskatalog ermöglicht die Honorierung von Umweltleistungen, die Landwirte erbringen. Dazu gehören die Förderung von erneuerbaren Energien, die Förderung von Regionalvermarktung, die Pflege und das Management für das europaweite Schutzgebietssystem Natura 2000 und vieles mehr.

      EU-Agrarpolitik – Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück
      Mit den EU-Finanzbeschlüssen 2005 und 2006 sind massive Kürzungen für die ländliche Entwicklung vereinbart worden. Damit wurde die lange überfällige Wende der europäischen Agrarpolitik zu einer sozial gerechteren, ökologisch verträglicheren und tiergerechteren Landwirtschaft auf die lange Bank geschoben.

      Forderungen des WWF für die Europäische Agrarpolitik
      Der WWF setzt sich weltweit für eine soziale und ökologische Qualifizierung der Agrarsubventionen ein. Handlungsfelder sind dabei insbesondere die europäische Agrarpolitik sowie die Agrarverhandlungen der Welthandelsorganisation WTO.

      Noch immer werden viel zu wenige Subventionen gezielt für eine Landbewirtschaftung eingesetzt, die den Erhalt der Artenvielfalt, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit oder die Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft fördern. Deshalb fordert der WWF:
      •Langfristige Aufhebung der Säulenlogik und Schaffung eines einheitlichen Finanzierungsinstrumentes für die Entwicklung der ländlichen Räume;
      •Jegliche Zahlungen an die Landwirtschaft und an die Akteure des ländlichen Raumes müssen an wirksame ökologische und soziale Kriterien gekoppelt werden;
      •Kurzfristig sollte die so genannte freiwillige Modulation (Umschichtung der Gelder von der ersten in die zweite Säule) von bis zu 20 Prozent von allen EU-Mitgliedstaaten eingeführt und damit eine Stärkung der ländlichen Räume erreicht werden;
      •Innerhalb des umfangreichen Maßnahmenkataloges der zweiten Säule müssen in der nächsten Förderperiode (2007 bis 2013) eine ökologischen Effizienz Priorität haben – etwa durch Umsetzung von Natura 2000 und der Wasserrahmentrichtlinie.

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  3. Stadtmensch sagt

    Ich frage mich immer, wieso immer noch Wachstum subventioniert wird, wo doch längst klar ist, dass weiteres Wachstum dem Ziel (Steigerung der Lebensqualität) längst zuwiderläuft. Mit Verboten, wie kürzlich beim Flughafenausbau in Wien, wird man das Problem nicht lösen, denn der Wachstumszwang ist unserem Wirtschaftssystem so immanent wie die Sauerstoffatmung bei z.B. Säugetieren. Man muss also auch an der Selbsterkenntnis „arbeiten“: H. Welzer: Wie das Wachstum in die Köpfe kam.
    Ich bin längst bereit für die Ökodiktatur und hoffe auf noch mehr Studien, die den Zusammenhang zwischen Siechtum und Unglück (auch das verdrängte) und Straßen, Zersiedlung, Luftverschmutzung, Lärm und sinnlosem Konsumismus herausarbeiten.

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    • bauerhans sagt

      „Ökodiktatur“

      haben wir doch schon!
      durch die vielen biostationen,die die umwelt vor den bauern retten,leider sind deren festkosten so hoch,dass zum retten wenig übrig bleibt.

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    • Ich seh das so sagt

      So wie alles bei Bio: ein Öko-Adolf ist einfach besser als ein konventioneller Adolf.

      Schwer zu argumentieren, wenn einer sagt: „Ich bin bereit für die (Öko-) Diktatur.“ Und gleichzeitig am anderen Politikufer wieder die kommen, die meinen: „So ein kleiner Adolf wäre wirklich oft wieder richtig“.

      Die Menschen, die aus solchen -anscheinend wieder herbeigesehnten- Welten in Afrika oder Asien kommen, mit sooooo lieben, netten Diktatoren, möchte man dann aber auch nicht hier haben – könnten ja einem das Bild vor der guten Diktatur doch ein wenig zerstören.

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      • Stadtmensch sagt

        Jetzt haben wir eine Marktdiktatur bzw. „marktkonforme Demokratie“ (A. Merkel)
        Ich sehe keinen Unterschied beim Repressionspotential. Wir haben eine Produktivität die so hoch ist, dass wir die ganze Welt versorgen (Exportweltmeister) und zwingen uns immer weiter auf unsere Arbeitsplätze. Überall Zwang und Repression. Wer nicht mitmachen will wir auf Existenzminimum gesetzt und kann sich davon noch nicht mal Bücher leisten.

        Schwierig zu argumentieren ist es nur für seelenlose Marktmenschen, die so gefangen sind in ihren Vorstellungen, dass sie immer gleich zur ultima Ratio Blockade „dem Nazivergleich“ greifen, wenn sie zwar einen „raushauen“ wollen aber zu faul für ein vernünftiges Argument sind.

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        • Ich seh das so sagt

          Tut mir leid, daß ich nicht gleichberechtigt auch die „Diktatur des Proletariats“ genannt habe. Es fällt halt nur auf, wenn jene, die aus dieser kommen, sie eigentlich nicht so richtig wieder haben wollen und darum (vereinzelt, aber laut genug um gehört zu werden), zur Abwechslung von der Diktatur der Übermenschen träumen.

          Sie können ja live auch miterleben, wie anderswo eine Sultansdiktatur installiert wird. Sie können auch Diktatur eines „Gottgesandten“ in Simbabwe bewundern. Und zur Abrundung im Angebot noch die Diktatur á la Nordkorea.
          Überall Gewaltfreiheit, null Korruption, glückliche, wohlgenährte Menschen, die frei von Zwang und Repression kurz zur Arbeit laufen um die Produktivität nur ja nicht ausufern zu lassen. Dafür geben sie sich dann entzückt dem Auswendiglernen des einzigen Buches des Landes hin.

          Ich stehe zu meiner Seelenlosigkeit, die ich mir in der Demokratie als Schlechteste alles Staatsformen habe antrainieren lassen.

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          • Stadtmensch sagt

            Sie offenbaren nur Ihre Bequemlichkeit, über ihren Tellerand zu schauen.
            Sonst würden sie nicht mit „Diktatur des Proletariats“ als Alternative zur seelenlosen Markgesellschaft kommen. Die Lektüre von „Kollaps der Modernisierung“ hätte sie vielleicht davor bewahrt. Wenn durch die Machtorgane seelenloser Marktgesellschaften oder ihrer Helfershelfer anderswo gewählte Regierungen gestürzt werden, kann man sich ja bequem zurück lehnen und weiter die bunte Warenwelt genießen. Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun?! Noch etwas: unser Wohlstand ist ohne die billige Werkbank eines sogenannten diktatorischen Einparteienstaates, oder übelste Ausbeutung und brutale Entrechtung anderswo gar nicht denkbar.

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    • Brötchen sagt

      In den förderprogrammen der EU sind schon seit längerer Zeit die Zielsetzung einer reinen Produktionsförderung schon seit längerer Zeit Geschichte. Sowas brauchen sie in einen Förderantrag nicht mehr rein schreiben. Deshalb gibt es ja auch die erste Säule und da ist das eine reine einheitenprämie pro ha. Ob die Ziele damit erreicht werden ist wieder eine ganz andere Geschichte.

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    • jochen böhrer sagt

      WO und WIE wird in der Landwirtschaft „Wachstum“ subventioniert? Sie schreiben in Rätseln

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  4. Ehemaliger Landwirt sagt

    „Der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei schlägt mit 0,53 Mrd. zu Buche. Davon sind 0,4 Mrd. die Steuervergünstigung für Agrardiesel. Die Subvention für die Branntweinproduktion macht 0,075 Mrd. aus.“

    Das Branntweinmonopol läuft dieses Jahr aus, soll nach der Definition der EU eine unerlaubte Subvention sein, dennoch wird der Streuobstbau von unserer Gesellschaft gefordert.

    Zum Ausgleich wird Apfelsaftkonzentrat von China in das Apfelschorle gepackt. Was für eine verrückte Welt. 🙁

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  5. Es ist auch ein Staatsversagen: was einmal ein sog.Besitzstand ist wird nie wieder abgeschafft. Siehe die“Vorsteuererhöhung“ als die Mehrwertsteuer eingeführt wurde (1966?)gab es völlig ander Verhältnisse. Wer schreit am lautesten dagegen ? Wer sind die profiteure? Stellt euch vor der Finanzminister , macht Schluss mit der Förderung der fossilen Energiegewinnung etc. Da gehen die Vorstände zur Angela ohne anzuklopfen!!!!

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    • Ist so nicht richtig, man denke an die Abschaffung der Milchquote, mit der über Nacht Milliardenwerte verschwunden sind.

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      • jochen böhrer sagt

        Hähh? Was für Milliardenwerte? Die Quote wurde ursprünglich KOSTENLOS zugeteilt und dann mit der Handelbarkeit kapitalisiert. Von Anfang an wurde darauf aufmerksam gemacht, dass sie vermutlich nur bis 2015 gilt und jeder Kauf wurde steuerlich bis 2015 abgeschrieben.. Wie verwegen ist es, bei einem abgeschriebenen Inventar von „Milliardenwerten“ zu schreiben?

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  6. Schöne Grafik, aber ohne Berücksichtigung der EU-Zahlungen ist das ziemlich nutzlos. Zumidest sollte das „ohne EU“ auch im Aufmacher-Bild erwähnt werden, sonst ist das in meinen Augen vorsätzliche Irreführung.

    Und ja, ich weiß auch, dass die „Gegenseite“ gerne mit dem Argument Stimmung macht, 40% des EU-Budgets flössen in die Landwirtschaft. Und dabei nationale Zahlungen außen vor lässt.
    Auch das ist vorsätzliche Irreführung.

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    • Bauer Willi sagt

      Jetzt hat der Herr auch noch Wünsche an die grafische Gestaltung!!! Toll!!
      Lade Sie herzlich ein, den nächsten Artikel zu schreiben, mit Bild und Meta-Text. Und dann auch die Kommentare zu moderieren.
      Junge, wir haben auch noch ein normales Leben, so ganz nebenbei…
      Bauer Willi

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      • fred huber sagt

        🙂 ich hätte gerne eine andere Hintergrundfarbe. dieses hellgrau ist doch langweilig!!

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      • „Der Herr“ hat lediglich darauf hingewiesen, dass seiner Meinung nach die Grafik der üblichen Qualität von Herrn Willis Blog nicht gerecht wird. Und dass er den Verdacht hegt, dass Herr Willi nicht ohne Hintergedanken eine Information weggelassen hat, die für die korrekte Interpretation der Grafik essentiell ist.

        Nun ist „der Herr“ aber irritiert, dass Herr Willi nicht einfach den Vorwurf der vorsätzlichen Irreführung von sich weist oder idealerweise die Grafik um diese Information ergänzt, sondern gleich recht pampig wird.

        Ist Herr Willi heute mit dem falschen Fuß aufgestanden? Oder fehlt ihm heute einfach sein Sparringspartner aus dem Schwarzwald? 😉

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