Bauer Willi
Kommentare 81

Wollen ja, können nein – warum wir uns anders ernähren

Eine Studie der Techniker-Krankenkasse hat sich mit den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen beschäftigt und kommt zu dem „überraschenden“ Ergebnis, dass Aussage und Verhalten auseinanderklafft.

https://rp-online.de/panorama/deutschland/deutsche-wollen-gesund-essen-sie-scheitern-aber-am-alltag_vid-110370907

Hier ein Auszug:

„Für 92 % ist Gesundheit einer der wichtigsten Aspekte beim Essen. Aber weniger als zwei Drittel der Befragten essen täglich Obst oder Gemüse. Bei den 18-39-Jährigen greift nicht mal die Hälfte (49 %) täglich in die Obstschale. Mehr als jeder Dritte nascht oft nebenbei Chips, Schokolade oder Ähnliches.“

Was für mich immer wieder erstaunlich ist: wir belügen uns selbst. Warum? Vermutlich, weil man sich gerne die sozial erwünschte Antwort zurechtlegt.

Was die Studie auch sagt: 2% der Deutschen ernährt sich vegetarisch, 1% vegan. Die öffentliche Wahrnehmung ist eine völlig andere: da wird -gefühlt – jeden Tag behauptet, dass man ja neuerdings ja auf Fleisch verzichtet… oder zumindest weniger konsumiert. Die Zahlen dazu findet ihr auch im Artikel.

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81 Kommentare

  1. Kemetbauer sagt

    Man denke an den Versuch von VW, den Mitarbeitern eine Ernährungslast zu nehmen und die Currywurst vom Menüplan zu nehmen. Lange hat es nicht gedauert und die Currywurst wurde wieder angeboten. Was gut ist, setzt sich durch und bleibt.

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  2. Rathje Clasen sagt

    Es ist schon interessant, wie so ein simples Thema , wie dieses , in den Diskussionen ausarten kann.
    Vom Kommunismus , zum Neandertaler, über Roboter statt Arbeiter , die letzte Tablette , und dem Kiezbewohner , usw.
    Immer wieder spannend hier.😁

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich finde es nicht ungewöhnlich, wenn das Thema Nahrung im Kontext einer überernährten Wohlstandsgesellschaft zu Ursprüngen und Zukünften der Ernährung und den mit ihr zusammenhängenden sozialpsychologischen Fragestellungen führt. Ich fände es merkwürdiger, wenn man sich lediglich über die besten Currywurst-Anbieter streiten würde 😎

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  3. Ina Körner sagt

    Wenn es in unserer Mensa das abgebildete Essen gibt, bilden sich immer besonders lange Schlangen. Dabei scheint es egal zu sein, ob der Wuerstling eine Naehrmasse mit tierischen oder vegetarischen Inhaltsstoffen enthält. Es ist wohl die würzige Zuckersosse, die als Lockstoff dient. Und auch das Fett in den Pommes. Die Studenten können das ja noch gut ansetzen.

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    • Stadtmensch sagt

      Hab mal eine Doku gesehen, … in unserer Gesellschaft sind Heerscharen von Menschen damit beschäftigt, Geschmack von Nahrungsmitteln so zu optimieren, dass der geneigte Kunde zugreift und kauft. Ich hätte nicht gedacht, dass es einen bestimmten Maximal-Zuckergehalt (oder eben Süßstofgehalt) gibt, den man als Produzent ziemlich genau kennen sollte. Also bis einem Drittel Zucker im Joghurt erhöht den Kaufanreiz und jedes Körnchen drüber lässt ihn wieder steil abfallen.

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      • Bauer Willi sagt

        @Stadtmensch
        Zu Zeiten des Neandertalers war es ein Segen, wenn man an Nahrungsmittel gelangen konnten, die fett und süß waren. Die machten für längere Zeit satt.
        So gesehen sind wir heute immer noch Neandertaler. Daran wird auch eine Zuckersteuer nichts ändern.

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        • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

          Ich bin überrascht unseren Willi hier im Forum zu treffen. Ich war mir sicher er wäre heute aus traurigem Anlass in Eferding(Oberösterreich). Unser lieber Bauer Fritz wird heute zur letzten Ruhe geleitet.

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          • Bauer Willi sagt

            @ehemaliger Forenteilnehmer
            Das Internet gibt es auch in Oberösterreich.
            Die soziale Kontrolle gibt es weltweit.

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            • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

              Ich habe den Bauer Fritz ja gut gekannt. Lebte in der Nachbarschaft von mir. Nix gegoogelt lieber Willi!

              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Wenn Du den Fritz so gut gekannt hast, kannst Du uns mal den ersten und letzten Buchstaben seines Nachnamens nennen?

                • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

                  OR Er heisst (Admin: Name gelöscht.) Ich hofffe, dich beruhigt das

                • Bauer Willi sagt

                  @Ehemaliger Forenteilnehmer
                  Ich habe den Namen in Ihrem Kommentar gelöscht. Wer anonym kommentiert, soll sicher sein, dass die Anonymität auch gewährt bleibt. Sie möchten ja auch nicht, dass ich Ihren vollen Namen hier nenne, oder?

                • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

                  Soll ich auch seine Person beschreiben oder genügt sein Name?

                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Or ist richtig.
                  Bin auch im Besitz der E-Mail-Adresse. Wir haben damals vereinbart, dass wir beide unsere Adressen bei uns behalten. Dabei bleibt es auch.
                  Mir ginge es darum, ob sie den Fritz auch gekannt haben.

                  Fritz, ruhe in Frieden.

  4. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Ist das abgebildete Essen denn jetzt gut oder schlecht…?

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Mama hätte das gewußt.
      Ich glaube, es kommt darauf an, wie brav man war.
      Grüße
      Nicolai

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  5. Marian E. Finger sagt

    Seit Tausenden von Jahren werden die Menschen durch Religionen und Morallehren darauf konditioniert, Ziele anzustreben, die nicht realistisch sind und aufgrund biologischer, gesellschaftlicher, sozialer, ökologischer Faktoren überhaupt nicht erreicht werden können. Ständig wird dem Menschen suggeriert, er könnte ein ganz anderer sein, wenn er sich nur entsprechend anstrengen würde, aber das Scheitern am Anspruch ist ja bereits Teil des Programms.

    Wer ein schlechtes Gewissen hat, ist leichter manipulierbar. Da wir aber nicht zugeben können, dass Religionen vor allem Instrumente der Manipulation sind, hat der zivilisierte Mensch schon vor langer Zeit damit begonnen, sich selbst zu belügen. Man könnte sogar sagen: je zivilisierter eine Gesellschaft, desto mehr belügen sich die Menschen selbst. Nach rund 3000 Jahren Prägung durch altorientalische Religionen und 2000 Jahren Christentum können wir gar nicht mehr anders, als uns selbst zu belügen. Das sitzt inzwischen so in uns Zivilisierten drin, dass wir uns auch weiterhin belügen, selbst wenn wir der Religion inzwischen abgeschworen haben.

    Auch dass Bauer Willi dem Verbraucher in regelmäßigen Abständen schizophrenes Verhalten und das Auseinanderklaffen von Wort und Tat vorhält, wird daran nicht das Geringste ändern.

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      • Arnold Krämer sagt

        Wenn eine Markteinschätzung falsch ist, (das kommt auch bei top agrar vor!), heißt das noch lange nicht, dass der Blog mit seinen Themen und Diskussionsbeiträgen auf „Verbraucherbeschimpfung und Lügen“ aufgebaut ist.

        Der Berufsstand hat in großen Teilen ein Problem damit, die ökonomischen (nicht die emotionalen) Marktbeziehungen zwischen dem Rohstofferzeuger Landwirt und dem Endverbraucher richtig einzuordnen. Das beginnt bei der Tatsache, das der Landwirt z. B. von den Schlachthöfen bezahlt wird und endet noch lange nicht bei der (nicht nur von Ihnen gewünschten) Möglichkeit, dass die Schlachthöfe das sogenannte 5. Viertel vom Schwein (Rüsselscheibe, Schwänze etc., was in D niemand isst) auch an Chinesen verkaufen dürfen.

        Und nur ganz nebenbei die Info (ganz frisch gestern auf der DLG-Wintertagung in Hannover von REWE gehört): Nur 25 % vom Schwein werden in D über den LEH an den Endverbraucher vermarktet.

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        • Altbauer sagt

          @Arnold Krämer

          Warum fällt es Ihnen so schwer, einfach zu sagen, dass Marian E. Finger 100% recht hat und dies auch noch brillant schreibt?

          Sehen Sie sich als Platzhirsch gefährdet oder warum schreiben Sie konfus alles durcheinander von Top agrar, Rüsselscheibe und Rewe und Co., die nur 25% des Schweins vermarkten?

          Warum darf man einen positiven Impuls am Fleischmarkt, nach einem langen Tal der Tränen, nicht feiern. Haben Sie das Recht, alle Bauern als dumm darzustellen, die nicht merken, dass die Schweine vom Schlachthof abgerechnet werden und emotional werden wenn es um deren Existenz geht?

          Also, seit 2015 werden hier Verbraucher zu unrecht beschimpft. Wir leben nicht im besten Deutschland aller Zeiten sondern haben eine Lebensmittelinflation. Soll heißen, Verbraucher müssen immer tiefer Tasche greifen um satt zu werden. Allen Verbraucher, also auch den weniger kaufkräftigen, „Geiz ist geil“ zu unterstellen, ist eine Frechheit.

          Zum fünfte Viertel des Schweins Infos an Verbraucher:
          Der Schlachthof rechnet etwa 79% vom Schwein an den Landwirt ab. Das sind fast nur Edelteile und etwas Knochen.
          Verwertet werden bei einem Spitzenschlachthof etwa 99% des Schweins. Das geht von den Borsten als Biodünger für Biobauern bis zum Blut für die Industrie.

          Von den 79% vermarktet nach Krämer 25% nur der LEH. Das andere geht im Gastrogewerbe über die Theke und sonst wo.
          Diese 25%, die vermutlich falsch sind, werden genannt um sich rein zu waschen wenn es darum geht, wer schuld am Höfesterben ist. „Wir sind es doch nicht…“.

          Fazit:
          Junge Menschen sollten etwas hoffen und sich dafür einsetzen, dass mit deutschem Steuergeld in Osteuropa Stallbauten fast vollständig subventioniert wird während man hier Fußfesseln anlegt.
          Landwirte und Verbraucher/Steuerzahler sollten gemeinsam protestieren, wenn hier die Wertschöpfung erschwert wird und ins Ausland gelagert wird wo dann auch die Steuern sprudeln und hier nicht. 

          • Arnold Krämer sagt

            @Altbauer
            Wenn Sie meine Kommentare und auch Beiträge der vergangenen Jahre hier im Blog kennten, hätten Sie das Vorstehende, (da wo Sie mich adresssieren) nicht geschrieben.

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            • Stadtmensch sagt

              Nicht aufregen Herr Krämer! Hier trampelt immer mal wieder ein „prächtige Exemplar“ durch und bietet dem staunenden Beobachter Möglichkeiten für das Studium der Artgenossen 😉

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              • Peter sagt

                …und wenn es nur ein linker Kietzbewohner Berlin`s mit gemäßigt radikaler Tendenz ist…😁

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            • Altbauer sagt

              @Herr Krämer

              So weit ich Ihre Beiträge kenne, sind die zum einen betriebswirtschaftlich interessant für Landwirte und das ist Ihr Job den Sie vermutlich sehr gut machen, aus der ferne betrachtet.
              Die Nickeligkeiten wie: „der top agrar Artikel ist dann relevant, wenn aus der Absichtserklärung was Handfestes wird“, ist oberlehrerhaft und so reden Sie sicher nicht mit Bauern von Angesicht zu Angesicht. Was soll das?

              Ich lese auch Ihre Leserbriefe im Wochenblatt, wo Sie im letzten erklären, dass Bauern die ohne Vertrag angebaut haben, die Schuldigen dafür sind, dass im laufenden Jahr an Kartoffeln nichts zu verdienen sein wird. Das ist richtig, man hört 11€ für Fontane Pommes bei 50% Vertragsmenge nur. Ein Skandal wie ich finde, wenn man wieder so viel freie Ware provoziert.

              Was ich sagen will ist, es muss wohl Spaß machen Bauern als Idioten zu brandmarken. DENN: Es war nicht nur die hohen Anbaufläche und hohe Erträge die zu der Kartoffelkrise geführt hat, die immer noch anhält, sondern auch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Kosten in der EU, verursacht durch die EU.

              Fazit:
              Der heutige Oberlehrer Beitrag hier, mit der Mantaplatte und dem Dummbürger der sich nicht beherrschen kann beim Essen, war so überflüssig wie ein Kropf.

              Ihre Intervention lenkt ab von einen hoch intelligenten Beitrag von Mirian E. Finger,
              und sie bereiten Gossensprache von „Stadtmensch“ und „Peter“ den Humus über den Dünnsinn von „Kietzbewohner bis Prachtexemplar“ beleidigend zu philosophieren.
              Das ist Ihr Plan und Niveau, Herr Krämer?

              Nein, aus küchenpsychologischer Sicht sind sie getrieben von der Angst, dass Bauer Willi die Schnauze voll hat und sie nicht wissen wie sie ihre Weisheiten loswerden sollen.
              Also die Angst vor einer „Kolik“ eines Informationsbedürfnisses… 😉 

              • Reinhard Seevers sagt

                Was für ein dämliches Geseiere…..wenn man die Zusammenhänge nicht mehr versteht, dann spätestens sollte man sich zurückhalten.

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              • Bauer Willi sagt

                @Altbauer
                Ich empfehle Ihnen das Studium der „Spielregeln“ oben auf der Seite. Dass Sie mich beschimpfen ist mir ja egal, aber unterlassen Sie es bitte, andere Kommentatoren persönlich anzugreifen.

                Und dann noch ein Tipp: wenn Ihnen die Inhalte, die Kommentatoren und die Kommentare auf diesem Blog nicht gefallen, suchen Sie sich doch einfach einen anderen Blog mit ähnlichem Niveau.

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                • Altbauer sagt

                  @ Bauer Willi

                  Ich werde ihren Rat beherzigen und es kann nicht sein, dass ich die Anzahl Beiträge pro Tag, den Herrn Seevers noch toppe.

                  Ich wurde auf Ihrer Seite als „Kietzbewohner Berlins“ und „prächtiges Exemplar (vermutlich Wildschwein oder ähnliches“ betitelt und daraus ist sicher nicht die beste Reaktion von mir entstanden.

                  Als Bauernkollege möchte ich Ihnen abschließend mitteilen, dass ich Empfindungen von Bauern äußere, die es sehr schwer haben in der Politik und bei Vertragspartnern ernst genommen zu werden.
                  Beim derzeitigen Höfesterben ist es völlig normal, dass Bauern auch emotional reagieren (was ich nicht tat) ohne von Herrn Krämer lächerlich gemacht zu werden.

                  Aber auf einem Blog mit und für Stadtmenschen ist das nicht von Belang und das habe ich verstanden.

                  Richtig stellen möchte ich, dass ich Leute wie Krämer und Seevers mag. Aber darum geht es doch nicht. Man sollte Themen diskutieren und nicht Personen.

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    • Stadtmensch sagt

      Wenn der rationale Möglichkeitsraum, der Sachzwang, nicht zu unserer über Millionen Jahre eingeprägten ersten Natur passt, haben einige eben Schmerzen und wissen nicht, wo sie her kommen. Ich zum Beispiel empfinde Trauer, wenn wie hier aktuell in der Nachbarschaft Bäume irgendwelchen Stellplätzen für PkW weichen müssen. Warum? Keine Ahnung, Wachstum, Beschäftigung, …

      Das was der mit der dritten Natur dressierte Mensch zu tun im Stande ist, würde einem genügsamen Jäger und Sammler im Traum nicht einfallen: „Arbeitszeitverlängerung“, „Überwachungssysteme“, „Privatisierung“, „Akkumulation“, „Konzentrationslager“, …

      Kann nur empfehlen, mal das „Tagebuch der Menschheit“ zu lesen.
      https://bibelwelt.de/tagebuch-der-menschheit/#naturen

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      • Arnold Krämer sagt

        Danke für den Link.
        Ihre Trauer wegen der Bäume sollte nicht zu stark sein. Auch Bäume haben kein ewiges Leben. Und überall in D werden mehr Bäume neu angepflanzt als abgeholzt. Und die jungen Bäume wachsen auch schneller als die alten. Es ist fast so wie bei den Menschen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Gehört Ihrer Meinung nach der Kommunismus als „Ersatzreligion“ auch zu diesen „Morallehren“? Wenn ja, stimme ich ihren Aussagen auch vollumfänglich zu.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Der Kommunismus ist doch die Säkularisierung religiöser Anschauungen. Die institutionelle Umsetzung christlicher Werte unter Zuhilfenahme des kollektivistischen Zwangs…..immer rechtfertigt mit dem „Gutes tun für alle“.

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        • Peter sagt

          Der Kommunismus sind die Roten Khmer…und umgekehrt. Genau darum bekomme ich „Puls“, wenn der „Rote Christian“ und andere „Weichspüler“ auch nur Teile der DDR-Diktatur als ach` so toll verzerren… Ich lasse religösen Menschen gerne ihren „Spielraum“ …nur Inquisition und andere „Entgleisungen“ gab und gibt es auch noch…🤮

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          • Stadtmensch sagt

            Alles gut Peter…

            Mal lesen: „Wem gehört Deutschland“ (Jens Berger), oder mal schauen was der Herr Thiel gerade so treibt: https://www.telepolis.de/article/Palantir-Wenn-Big-Data-zur-Staatsraeson-wird-11188931.html

            Dagegen ist die ehemalige Stasi ein Kindergarten. Ach was, die taugt noch nicht mal als Vorlage. Revolution, Revolte, Unmutsbekundungen, Nischen in der total verwalteten Welt sind demnächst unmöglich.

            Btw: Debanking ist viel eleganter und preiswerter als Einsperren.

            Mal schauen: Das Kaninchen bin ich (DEFA Film auf Youtube). War nicht alles schlecht…

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            • Christian Bothe sagt

              Stadtmensch: Genauso ist es, wenn man die Entwicklung in den USA und hier analysiert! Der gläserne Mensch wird und ist mittlerweile Standard trotz aller gegenteiligen Bekundungen vom Staat, EU u.a. Unser „schwarzer Peter“ hat sich aus irgendwelchen Gründen auf die DDR eingeschossen… P. Hahne( ehemals ZDF) hat das in seinen Büchern gut dargestellt.

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      • Marian E. Finger sagt

        @Arnold Krämer
        Meiner Wahrnehmung nach schadet es dem Menschen, seiner Motivation, Leistungsbereitschaft und Lebensfreude, wenn er nicht in erster Linie für sich selbst, sein eigenes Vorankommen, seine eigenen Interessen und für die ihm wichtigen Personen (vor allem die eigenen Kinder) sorgen darf. Die Idee, dass alle für einen „gemeinsamen Topf, aus dem nach dem Gleichheitsprinzip an alle verteilt wird“ arbeiten, funktioniert umso weniger, je größer und damit anonymer die Gemeinschaft/Gesellschaft ist. Wie die Geschichte zeigt, funktioniert die kommunistische Idee noch nicht mal dann, wenn die Menschen alle an denselben Gott glauben, der eben diese Forderung an die Gläubigen stellt. Ohne Gottglauben funktioniert die kommunistische Idee einer „großen Menschheitsfamilie, in der alle eifrig füreinander sorgen“, allerdings noch weniger.

        Andererseits ist es so, dass unsere Zivilisation nicht von der Klassengesellschaft zu trennen ist, in der die Menschen tatsächlich höchst ungerecht behandelt werden. Was in Mesopotamien mit Gottkönigtum, Bauern, Handwerkern und Landlosen (Sklaven) als Klassengesellschaft begann, hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Auch heute gibt es die Eliten, den Mittelstand und die Unterschicht, in der die Einen auf Kosten der Anderen leben. Auch heute bestimmt im Wesentlichen immer noch die Geburt darüber, welche Möglichkeiten (Wohlstand, Bildung) ein Mensch verwirklichen kann. Unsere gesamte Zivilisation beruht darauf, dass Menschen eben nicht gleich behandelt werden und nicht die gleichen Chancen haben. Wenn der Kommunismus diesen Umstand thematisiert, hat er in dieser Hinsicht meiner Wahrnehmung nach Recht.

        Die soziale Marktwirtschaft hat versucht, einen Ausgleich zwischen diesen Gegensätzen zu schaffen. Sie suggeriert dem Einzelnen, dass er für sich selbst, seine Familie und sein Vorankommen sorgen darf bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Klassengesellschaft. Dieser Spagat hat mittel- und langfristig dazu geführt, dass eine extrem kleine Schicht ultrareich geworden ist, während eine ständig wachsende Unterschicht offenbar jegliche Motivation und Eigeninitiative verloren hat und hauptsächlich vom Sozialstaat lebt. Der Mittelstand, das sog. Rückgrat der sozialen Marktwirtschaft, erodiert rapide, weil er einerseits dafür sorgen muss, dass die Reichen immer reicher werden und andererseits immer mehr vom Sozialstaat Abhängige mitversorgen muss. Diese Auswirkungen der sozialen Marktwirtschaft werden verschleiert durch eine raffinierte Geldwirtschaft, die es so aussehen lässt, als würden insgesamt ALLE von diesem äußerst ungerechten System profitieren und insgesamt immer reicher werden.

        Der Kommunismus ist also einerseits tatsächlich eine Ersatzreligion, weil er wie die Religionen fremde statt die eigenen Interessen favorisiert, andererseits beinhaltet er aber eine durchaus gerechtfertigte und bedenkenswerte Zivilisationskritik.

        Bei alledem haben wir noch nicht die Rolle der Technologie berücksichtigt, deren ständige Weiterentwicklung dazu führt, dass wir das, was „Gott“ für die Religionen ist, in Form eines allwissenden und alles überwachenden und regulierenden technischen Systems (gerne mit KI-Unterstützung) nun sozusagen auf die Erde runterholen und Wirklichkeit werden lassen. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die neuen Gottkönige und Weltherrscher nun eben Technokraten wie Peter Thiel und Konsorten sind.

        Ich weiß nicht, ob Ihre Frage damit beantwortet ist.

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        • Reinhard Seevers sagt

          ….am Ende ist es egal, wie die Staatsform sich nennt. Der Hungrige wird der Maßstab für seine Handlungen und der Wahl seines Beschützers.

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        • Thomas Bröcker sagt

          Der Kommunismus war die Idee einer „gerechteren“ Gesellschaft und ist im Blick auf den „Manchester Kapitalismus“ und die damit verbundene Massenverelendung in England entstanden. Seinen Aufschwung hat er dem Verwerfungen des ersten Weltkriegs und der darauf folgenden Massenverelendung in ganz Europa zu verdanken. Das führte zur breiten Akzeptanz einer scheinbaren Alternative zur Klassengesellschaft. Das ganze hat sich in der bekannten historischen Entwicklung erst in eine mörderische Diktatur und dann in eine (nach Stalin) relativ graue scheinbare Perspektivlosigkeit entwickelt.
          Damit ist aber die Sehnsucht nach einer gerechteren Gesellschaftsordnung ja nicht zu den Akten gelegt. Bunter, in arm und reich weit ausdifferenzierter als Jemals haben wir jetzt … in der Endphase … mit der Aussicht auf eine neue Diktatur der Tech-Milliardäre.
          Was man nicht aus den Augen verlieren darf, sind die gesamten Maßnahmen des „Kapitalistischen Systems“ und seiner Vertreter in Politik und Wirtschaft. Gegen alternative Entwicklungsmöglichkeiten gerechterer Strukturen wird seit 300 Jahren mit allen mitteln zu Felde gezogen:
          Sanktionen, Bürgerkrieg, Aufbau und Unterstützung militärischer paramilitärischer Gegenbewegungen, Schüren von Konflikten zwischen Nationalitäten und religiösen Gruppen in jedweder Form und Eskalationsstufe.
          Ansätze zu gerechteren Strukturen waren im „real existierenden Sozialismus“ nach dem 2. Weltkrieg durchaus da. Und im „Inneren“ in den privaten Lebensräumen hat vieles bunter und menschlicher als jetzt funktioniert.
          Ich will damit nur sagen, die Suche nach gerechteren Strukturen ist mit dem Experiment Sozialismus nicht beendet. Vielleicht wächst diesmal tatsächlich etwas von unten heraus. „Ein Recht auf ein analoges Leben“ wäre ganz vereinfacht zum Beispiel ein Ansatz.

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          • Reinhard Seevers sagt

            „Ich will damit nur sagen, die Suche nach gerechteren Strukturen ist mit dem Experiment Sozialismus nicht beendet. Vielleicht wächst diesmal tatsächlich etwas von unten heraus. „Ein Recht auf ein analoges Leben“ wäre ganz vereinfacht zum Beispiel ein Ansatz.“

            Thomas, diese Hoffnung habe ich auch. Leider sind Diskussionen über alternative Staats- und Lebensformen nur schwer möglich, erst recht im derzeit so stark polarisierten Diskursraum. Ich fand die Rede von Ulrike Guerot auf der Münchner Friedensdemo (MACHT FRIEDEN) den einzigen wirklichen Lichtblick, der die Zusammenhänge zwischen Ursachen und Wirkung der globalisierten Eliten-Politik offenlegte……aber sie ist ja im Diskursraum auch verbrannt weil „umstritten“. Es ist einfach ermüdend…

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          • Marian E. Finger sagt

            Nach dem 2. Weltkrieg schien die soziale Marktwirtschaft ein Erfolgsmodell zu sein, weil „das Kapital“ zu seiner (endlosen) Vermehrung den Arbeiter notwendig brauchte und ein großer Teil einer großen Arbeiterschaft in Gewerkschaften organisiert war, also ein funktionierendes Gegengewicht zum „Kapital“ bilden konnte.

            Mit der Entwicklung von der Produktions- zur Dienstleistungsgesellschaft hat dann ein Prozess begonnen, in dem der arbeitende Mensch an Bedeutung verliert, denn im Gegensatz zur Produktion sind Dienstleistungen häufig nicht lebensnotwendig, oft reiner Luxus. Auch der ständig wachsende Verwaltungsapparat, der meist so überflüssig ist wie der Schwanz vom Pfau, gehört zu dem Luxus, den die Gesellschaft sich leisten kann. Die Zahl der in der Produktion Beschäftigten ist dramatisch gesunken, entsprechend haben die Gewerkschaften massiv an Mitgliedern und Bedeutung verloren und bilden kein Gegengewicht mehr weder zu den Kapitalgebern, den Technokraten noch gegenüber dem Staat.

            Der Arbeiter ist aus der Produktion heute weitgehend wegrationalisiert, d.h. durch Technologie verdrängt worden, dasselbe Schicksal könnte nun im Rahmen der sog. Digitalisierung auch dem angestellten oder selbständigen Dienstleister blühen.

            Das Problem besteht darin, dass der Mensch in der Arbeitswelt auf irgendwelche Funktionen reduziert wird, diese Funktionen im Laufe der Zeit von Maschinen übernommen werden, worauf der Mensch sich neue Funktionsfelder erschließt, die wiederum von Maschinen übernommen werden und immer so fort, bis alle Funktionsfelder erschlossen, durch Technologie ersetzt und der Mensch in der Arbeitswelt bedeutungslos geworden ist. Wer bedeutungslos ist, verliert alle seine Rechte, weil er nichts mehr hat, um diese zu verteidigen. Deshalb bin ich nicht sehr optimistisch, was gerechtere Strukturen und die Zukunft des Otto Normalverbrauchers angeht.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Es gibt Funktionsfelder, die nie von Maschinen übernommen werden können. Dies sind fast alle Arbeiten, die sich mit der Reparatur von Haustechnik und Dingen an individuellen Orten beschäftigen. Zudem fast alle „Arbeiten mit und am Menschen“. Keine Maschine wischt dir den Hintern ab…..obwohl Koreaner bereits eine Menschenwaschmaschine erfunden haben.😎
              Es gibt eigentlich genug zu tun, nur eben zunehmend weniger Arbeit zur Herstellung von Konsumgüter. Ergo folgt irgendwann doch noch die Maschinensteuer, die diejenigen bezahlt, die die oben genannten Arbeiten am Menschen verrichten müssen.

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              • Altbauer sagt

                @ Herr Seevers

                Zitat: “ Keine Maschine wischt dir den Hintern ab…..obwohl Koreaner bereits eine Menschenwaschmaschine erfunden haben.😎“

                Das mag ich an Ihnen. Vorrausschauend denken. So wie sie Menschen herabsetzen, sollte die Menschenwaschmaschine schneller erfunden sein bevor sie ein Pflegefall werden. Kleiner Scherz zum Wochenende. 😉

                Wenn ich mir Gedanken mache zum Thema Alter und Pflege, muss ich immer an ein Verfassungsgerichtsurteil denken, zur Sterbehilfe und das Medikament, das einen in Würde sterben lässt.
                Das Gericht hat geurteilt, dass man ein Recht auf Selbstbestimmung hat – die Politik setzt es nicht um.
                Was bleibt ist die Schweiz.

                Vielleicht ein Themenvorschlag für Bauer Willi. Überzuckerung durch seine Rüben ist nicht die optimale Art der Sterbehilfe…

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              • Marian E. Finger sagt

                Selbstverständlich können die Funktionsfelder in der Haustechnik und in der Pflege von Maschinen übernommen werden. Man nennt diese Dinger halt nicht Maschinen, sondern Roboter.

                Wenn ich zwischen einem Platz im Pflegeheim mit menschlichen Altenpfleger*innen, deren Persönlichkeitsspektrum von Unwilligkeit bis Helfersyndrom reicht ,und einem Multifunktions-Altenpflegeroboter, der mich zu Hause betreut, wählen müsste, dann würde ich auf jeden Fall den Roboter wählen.

                ChatGTP ist ja heute schon ein angenehmerer und interessanterer Diskussionspartner als so mancher Kommentator hier auf dem Blog.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Das ist wohl eher ein Wunschtraum Marian. Die Spülmaschine oder den kaputten Abfluss macht dir kein Roboter wieder ganz. Das bisschen, was durch den Roboter im Heim übernommen werden kann, ist ziemlich überschaubar. Und wenn der selbst defekt wird, muss immer noch mind. jemand ihn austauschen kommen usw.

                  Und das mit der technisierten Pflege ist komplett daneben. Nur weil hier und da Unterstützung durch Technik möglich wird, kann der Mensch nicht ersetzt werden. Dann bin ich eher bei der von Altbauer angesprochenen „Pille“, die beiden Seiten von den Lasten befreien kann. Ich glaube mittelfristig wird es verbreitet „Abschiedszentren“ geben …..und geben müssen.

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                • Bauer Willi sagt

                  @Marian
                  Kann man mit ChatGPT diskutieren? Hat die KI eine Meinung? Auch eine andere Meinung? Oder ist sie nur deshalb so angenehm, weil sie die eigene Meinung spiegelt?

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  6. Altbauer sagt

    Hier mal ein relevantes Thema:
    https://www.topagrar.com/schwein/news/china-kanzler-offnet-tur-fur-regionalisierungsabkomen-20023615.html

    Es ist nur eine Absichtserklärung aber vielleicht gelingt das Undenkbare, dass die jetzige Schrottregierung was hinbekommt.

    Es geht um Exporte von Schwein und Hühnerfüßen nach China, die wegen Ausbruch von Schweinepest und Vogelgrippe ins Stocken geraten sind.
    In Deutschland sagt man „igitt“ zu der Steckdose, Füße und Ohren des Schweins – in China fahren die voll drauf ab. Ebenso Hühnerfüße.

    Wenn Schlachter diese Vermarktungswege offen kriegen, gibt das einen Schub im Markt – den Schweinebauern dringend brauchen.

    Ist nicht nur ein Thema für Bauern sondern auch für Stadtmenschen. Die Mantaplatte könnte bald 10€ statt 7,5€ kosten, und dann gibt es sicher solche unsinnigen Debatten über Ernährungsgewohnheiten nicht mehr, sondern der Geldbeutel entscheidet.
    So bei Normalbürgern – nicht bei den überbezahlten akademischen Spinnern … 

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    • Arnold Krämer sagt

      „Es ist nur eine Absichtserklärung aber vielleicht gelingt das Undenkbare, dass die jetzige Schrottregierung was hinbekommt.“

      Ja, dann ist es relevant, vorher aber auch nicht!

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  7. Arnold Krämer sagt

    Die deutschen Umfragewissenschaften liefern doch eigentlich immer und überall den Nachweis, dass politisch und medial gewünschtes sowie moralisch hoch geschätztes Verhalten behauptet aber nicht gelebt wird. Man kann auf die meisten Studien dieser Art verzichten. Kostet nur unnötig Geld, das immer weniger vorhanden ist.

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  8. Bergamasca sagt

    Zitat: „Vom Nutri-Score haben zwar fast alle Befragten gehört, mehr als die Hälfte orientiert sich beim Einkauf aber nicht daran.“
    — Heißt im Umkehrschluss , dass sich knapp die Hälfte daran orientiert? Das darf man wohl bezweifeln.
    Mich würde vielmehr interessieren, ob in anderen Ländern die Verbraucher bei solchen Umfragen auch nahezu geschlossen so brav das sozial Erwünschte antworten wie in Deutschland. Wäre eine vergleichende Studie wert.

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    • Bauer Willi sagt

      @Bergamasca
      Aussage eines Soziologen: „In Umfragen wird soziale Schizophrenie empirisch abgebildet“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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  9. Altbauer sagt

    Ich habe bei diesem Thema ein vielschichtiges Störgefühl und es macht mich traurig, wenn hier mainstreammäßig wie in der TAZ oder ARD kommuniziert wird.

    Weder über die Zuckersteuer noch über Ernährungsvorschriften sollten Landwirt philosophieren. Wir stellen Nahrungsmittel oder deren Rohstoffe her, die nachgefragt werden.
    Punkt aus – Ende der Diskussion.

    Eine „richtige Ernährung“ gibt es nicht.
    – Cholesterinmärchen – Eier ungesund. Sagt heute keiner mehr.
    – Margarine gesund – Butter schlecht … hat sich als falsch erwiesen
    – Die üblichen Vorurteile und Legenden über Fleisch die ich nicht alle aufzählen will.

    Es ist schade, wenn wir nicht darüber sprechen, ob die leckere Mantaplatte oben im Bild (Anmerkung, die gesunde Majo fehlt), die auf keinem Volksfest fehlen darf weil es sonst riesen Ärger gibt – zurecht wie ich finde – , noch künftig in Deutschland hergestellt werden kann.

    Denn, man diskutiert gerade, wie hoch die Subventionen in östlichen EU Ländern sind und hier auf die Bremse getreten wird. Das interessiert Landwirte.

    Wenn ich auf dem Schützenfest 30 Bier trinke und zum Schluss die leckere Currywurst esse, mache ich das im Bewusstsein, dass das nicht unbedingt der Gesundheit dient.
    Aber es ist mir egal weil Lebensqualität auch wichtig ist und diese vielleicht auch gesund ist, wenn man sich über etwas freut. Ich kenne jedenfalls Menschen die damit 90 wurden.

    

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    • Bauer Willi sagt

      @Altbauer
      Dieser Blog ist nicht nur für Landwirte. Ursprünglich war es gedacht als Plattform zwischen Bauern und Bürgern. Von Letzteren sind hier nicht mehr viel übrig geblieben.

      Zum Glück gibt es ja noch Facebook und Twitter. Da diskutiere ich mit „normalen“ Menschen 🙂
      (Ironie off)

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      • Altbauer sagt

        @Bauer Willi

        Naja, 23 Kommentare auf Facebook ist jetzt auch nicht gerade eine Begeisterung „normaler Menschen“ für das Thema „Ernährungsbevormundung“.

        Wie gesagt, das Thema ist Quark, wie TAZ und ARD, aber jedem das Seine. 

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        • Bauer Willi sagt

          @Altbauer
          Auf Facebook und auf dem Blog wird unterschiedlich diskutiert und es sind andere Artikel dort zahlenmäßig erfolgreicher. Die Zahl der Aufrufe ist da auch schon mal sechsstellig. So hatte der Artikel über „Hart aber fair“, den ich persönlich nicht für sehr bedeutsam gehalten habe, über 80.000 Aufrufe.

          Twitter ist nochmals anders. Dort trifft man auf Journalisten und Politiker, Landwirte sind dort eher selten zu finden.
          Auf LinkedIn wird sehr niveauvoll diskutiert.
          Bei Instagram und Youtube bin ich nicht sehr aktiv, schau aber gerne mal rein, was dort diskutiert wird.

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      • Civilitas sagt

        @BW:
        „… nicht mehr viel übrig geblieben.“
        Aber ein paar schon. 😎

        Mit Dank für die Links zu den beiden interessanten Beiträgen aus dem Jahre 2015,
        Bürger C.

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    • Limes sagt

      „ob die leckere Mantaplatte oben im Bild (Anmerkung, die gesunde Majo fehlt),…“
      @Altbauer Augen auf und genau auf das Bild schauen und mit weniger Errregung kommentieren dann finden sie vielleicht auch die Mayo….

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      • Altbauer sagt

        @Limes

        Endlich diskutieren wir über wichtige Themen.
        Bei uns wird die Mayo immer oben drauf geklatscht und nicht am Rand versteckt.
        Höheres Lebensalter, schlechte Augen ohne Brille und nur ein Handy als Endgerät, kann schon mal die Mayo übersehen.
        Schwerer wirkt der Schreibfehler mit j statt y. Ich glaube es ist des erste Mal, dass ich „Mayonnaise“ geschrieben habe in meinem Leben.
        Ohne Hilfe aus den Netz hätte ich das nochmal falsch geschrieben.

        Von Erregung kann nicht die Rede sein. Komm mal in mein Alter, dann weißt du wovon ich spreche. Das Wasser läuft mir schon eher im Mund zusammen bei solchen leckeren Speisen. 

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        • Limes sagt

          „Endlich diskutieren wir über wichtige Themen.“
          @Altbauer gut das sie die Manta Platte und auch ihre Trinkfestigkeit („Wenn ich auf dem Schützenfest 30 Bier trinke“) thematisiert haben scheint ihnen ja sehr am Herzen zu liegen. Respekt 30 Bier oder Mass?
          „Bei uns wird die Mayo immer oben drauf geklatscht und nicht am Rand versteckt.“
          Es gibt wohl kulturelle Unterschiede bezüglich der Manta Platte auch mancherorts als Currywurst mit Pommes Schranke bezeichnet. Bei der draufgeklatschten Variante werden die leckeren Pommes teils in Mayo bis zur Ungenissbarkeit ertränkt. Bevorzuge die andere Variante da kann man die Mayo besser nach persönlichem Geschmak dosieren.
          Probleme mit den Augen köönen schon früh beginnen häufig schon in den 40ern deshalb kann ich ihr Alter nicht einschätzen aber auf jeden Fall besser unverzüglich zum Augenarzt gehen.

  10. Reinhard Seevers sagt

    Die kognitive Dissonanz ist dem Menschen immanent. Sie ist Bestandteil der Sozialpsychologie. Da der Deutsche als soziales Wesen von moralischen Imperativen gesteuert wird, mehr als andere Menschen, anderer Länder, deshalb ist diese Dissonanz bei uns besonders ausgeprägt. Wie soll man gegenüber den Weltrettern auch seine Unfähigkeit rechtfertigen?🤗
    Dieser Satz:“Das größte Hindernis ist zu wenig Zeit im Alltag. Zu diesem Ergebnis kommt eine Ernährungsstudie der Techniker Krankenkasse. “
    ….ist wohl die größte Dissonanz und eine Lachnummer.

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    • Kemetbauer sagt

      @RS
      Wir müssen sogar die Arbeitszeit reduzieren damit das Daddeln ausgebaut werden kann. Wer will da noch Zeit für die Nahrungszubereitung aufbringen? Das Gute ist, dass wir den Zenit bei Lebenserwartung und Fruchtbarkeit schon überschritten haben. Einfach abwarten.

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      • Bauer Willi sagt

        @Kemetbauer
        Gibt es Belege dafür, dass wir den Zenit der Lebenserwartung überschritten haben?
        Mir wäre diese Information völlig neu.

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        • Kemetbauer sagt

          @BW
          In Sachsen-Anhalt betrug die durchschnittliche Lebenserwartung, für den Zeitraum 2010 bis 2020, für Männer 79,13 und für Frauen 83,45 Jahre. In der Zeit von 2022 bis 2024 lagen die Werte bei 78,87 bzw. 83,19 Jahre.

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        • Limes sagt

          lt destatis: Etwa seit Ende der 2000er-Jahre ist der Anstieg der Lebenserwartung nicht mehr so deutlich wie in den vorangegangenen Jahrzehnten. Hierzu haben außergewöhnlich starke Grippewellen sowie ab März 2020 auch die Coronapandemie beigetragen. Im Vergleich der Sterbetafeln 2017/2019 und 2022/2024 ist die Lebenserwartung bei Geburt sogar etwas zurückgegangen. Die Verluste an Lebenserwartung während der Pandemie sind somit in dem aktuellen Dreijahreszeitraum noch nicht kompensiert. Ohne Pandemie hätte man hingegen sogar mit einem – zumindest leichten – weiteren Anstieg rechnen können.

          https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbetafel.html

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          • Reinhard Seevers sagt

            Und? Wem hilft diese Statistik, den Toten oder den noch Lebenden?
            Und vor Allem, was ist die Conclusio daraus? Oma ist die Älteste, hat mein Lehrchef immer gesagt…..😎

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              • Reinhard Seevers sagt

                Diesen Wunsch an alle ausgesprochen ergäbe ein ziemlich anderes Erscheinungsbild des blogs, oder?

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            • Limes sagt

              es ist die Antwort auf die Behauptung von @Kemetbauer „dass wir den Zenit bei Lebenserwartung und Fruchtbarkeit schon überschritten haben…“
              Sollte dies zutreffen ist es ja relevant für sehr viele Bürger denn dann hätte dies signifikante Auswirkungen auf die Berechnung der Rentenzahlungen. Die Beiträge könnten gesenkt werden oder alternativ die Rente stärker erhöht werden. Letzteres ist wohl eher unwahrscheinlich.
              Die Auswirkungen bei Pensionen habe ich mal aussen vor gelassen.
              Aber gut evtl für sie nicht relevant da sie keine Beiträge in die Rentekasse zahlen und auch keine Ansprüche Rente bzw Pension haben.

          • Kemetbauer sagt

            @L
            Wollen wir jetzt bestimmte Lebensrisiken ausschließen? Z.B. theoretische Lebenserwartung ohne Krebs oder so?

            • Limes sagt

              @Kemetbauer verstehe nicht wie sie jetzt auf Krebs kommen aber kann ihnen aus dem persönlichen Umfeld sagen durch Krebsfrüherkennung und entsprechende sich immer weiter verbessernde Behandlungsmethoden wurde die Lebenszeit signifikant erhöht. Konkret Brustkrebs bei einigen Frauen. Bin optimistisch das durch weitere Forschungen nicht nur im Bereich Krebs es weitere Möglichkeiten geben wird bei Krankheiten die Lebensdauer zu verlängern.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Es ist doch völlig egal, ob WIR den Zenit in kollektiver Weise über- oder unterschritten haben. Was soll diese Messlatte, die uns seit Jahrzehnten vorgehalten wird denn bewirken? „Bessersein“ als andere Völker? Mehr und länger arbeiten können und dürfen?
        Wann schaut mal jeder auf sich und nicht immer auf das Kollektiv? Ist wie bei Olympia…warum müssen wir immer oben mitspielen? Weil wir „unten“ nicht können oder dürfen?
        Wenn die meisten ältesten Menschen auf Sardinien leben, heißt das dann, dass wir dorthin ziehen müssen, oder dass wir wieder arme Hirten sein müssen, und bis 90 körperlich arbeiten sollen und müssen? Nein, man filtert irgendwelche Attribute der Sarden aus und meint Teile daraus in Kombination mit dem „Weiterso“des übrigen Handelns werden zum gleichen Erfolg führen….Träumer allesamt.
        Wie geht noch der Spruch: Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum….🤘

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        • Kemetbauer sagt

          @RS
          Dabei ist Ihr Streben nach Maximalwerten hier doch unverkennbar. Kein Thema ohne seeversche Kommentarhöchstzahl.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Kemet, es steht für heute 4:4…also halt den Ball flach…..Inhaltlich könnte auch mehr kommen als ad hominem, denke ich.

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  11. Frikadellen piet 47 sagt

    moin es wird also viel gesabbelt und die Landwirte soll so produzieren wie gesabbelt wird aber leider wird ganz anders gehandelt. also sollten wir Landwirte so weiter produzieren wie gehabt, da der Verbraucher nie der gleiche ist! schönen Tag

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