Alle Artikel in: Bauer Willi

Diskriminierung…

Erst dachte ich, dass es ein Artikel aus einem Satire-Magazin ist: PETA fordert Sexverbot für alle fleischessenden Männer – Speiseplan von Männern verursacht 41 Prozent mehr Treibhausgase als der von Frauen Doch dann lese ich, dass eine “wissenschaftliche Online-Fachzeitschrift” eine Studie herausgebracht hat. (Es ist übrigens die gleiche, die auch die Insektenstudie veröffentlich hat.) Bevor Sie kommentieren, bitte den Artikel lesen. Dort ist auch folgendes nachzulesen:  “Schließlich spart jedes nicht geborene Kind 58,6 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr ein.” P.S.: ich habe länger überlegt, welches Titelbild ich wählen soll, mich dann aber für ein wenig Aufregendes entschieden… 🙂

REWE, NABU und das Moor…

Dieser Gastartikel stammt von Heiner Husmann, der sich Gedanken zu den Zielen der Bundesregierung zur Moorvernässung gemacht hat und dabei auf eine interessante Allianz gestossen ist. REWE, NABU und das Moor oder „Mit meinem Einkauf das Moor wiederbeleben“ https://umdenkbar.rewe.de/klimafonds/ Wachsendes Moor zu erschaffen, scheint für REWE und NABU kinderleicht zu sein. Eine Art „Memory-Spiel“ suggeriert eine kinderleichte Umsetzung des Moorschutzes: Einige Klicks genügen und schon erscheint das Bild einer „romantischen“ Moorlandschaft, die so auch vor 100 Jahren in der Künstlerkolonie Worpswede entstanden sein könnte. Es ist für mich oberdeutlich: es soll der Eindruck erweckt werden, wachsendes Moor „wiederzubeleben“ ist ganz einfach. Es benötigt nur ein wenig Interesse und kaum Einsatz. Zunächst war ich schon irritiert und ein wenig sauer über die „Macher“ dieser „naiven“ Werbe-Kampagne. Die Parole „Moorschutz ist doch ganz einfach“ zeigt deutlich die gedanklichen Fehler und die Gedankenwelt der Strategen von NABU und REWE. Moorschutz ist äußerst komplex und das Gegenteil von einfach. „Memory“ und „Wiederbelebung“ des Moores passen als Aussage nicht zusammen und verhöhnt die vielen Generationen Moorbauern, die mit Blut und …

Resignation…

Egal, ob es um eine schriftliche Stellungnahme bei der EU oder um eine Demonstration geht: die Zahl der Bauern, die an solchen Aktionen teilnehmen ist sehr überschaubar geworden. Vorbei die Zeit, in denen sich Tausende mit oder ohne Trecker auf den Weg nach Berlin gemacht haben. Warum ist es ruhiger geworden? Meiner Meinung nach gibt es dafür mehrere Gründe. Einer davon ist Corona. Seit vielen Monaten war es schwierig, sich persönlich zu treffen. Das aber ist unabdingbar, wenn man sich organisieren´will. Wenn es Meetings gab, so waren diese digital und damit viel unpersönlicher. Kreativität und Spontanität können da nicht entstehen und das Gefühl der Zusammenhörigkeit leidet. Ein weiterer Grund für die relative Ruhe in der Agrarbranche ist die neue Bundesregierung. Der neue Bundes-Agrarminister enttäuscht auf voller Linie. Es ist festzuhalten, dass er seine Aufgaben ganz offensichtlich nicht ernst nimmt. Wie anders ist es zu erklären, dass auf seiner persönlichen Homepage www.oezdemir.de erst seit kurzem erwähnt wird, dass er Agrarminister ist. Statt dessen rühmt er sich seiner Rede auf dem Weltfrauentag oder lässt sich beim Christopher-Street-Day …

Eine Abfuhr für den Minister

Es ist nur eine kurze Meldung in einigen landwirtschaftlichen Wochenblättern. Aber eine, die es in sich hat: Minister Özdemir hat die Borchert-Kommission, die von nahezu allen politischen Parteien und gesellschaftlichen Organisationen für ihre Arbeit gelobt wurde, erneut eingeladen. https://www.landundforst.de/landwirtschaft/agrarpolitik/borchert-kommission-erteilt-oezdemir-abfuhr-568073 Die Mitglieder haben sich höflich bedankt und die Einladung im Prinzip angenommen, wollen die Arbeit aber erst einmal ruhen lassen.Die Experten begründeten dies damit, dass ein Fortsetzen der Arbeit nur sinnvoll sei, „wenn die Bundesregierung den Einstieg in eine langfristig vertraglich zugesicherte und staatlich finanzierte Tierwohlprämie beschließt“. Richtig so. Die Fachleute sollten sich nicht für ein durchsichtiges und billiges politisches Manöver hergeben.    

Herr Özdemir, tun Sie was gegen ungleichen Wettbewerb!

Dieser Brief wurde von Andreas Gerner verfasst: Leserbrief zu Özdemir´s angestrebten Exportverbot von Mitteln, die bei uns keine Anwendungszulassung haben: Herr Özdemir, unterlassen Sie den sinnbefreiten Zeitvertreib! Nutzen Sie Ihre Zeit, um sich für zielführende Dinge einzusetzen und Dinge, die auch in Ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Wie wäre es denn ENDLICH MAL mit einem IMPORTverbot oder wenigstens einer verpflichtenden klaren Kennzeichnung für Produkte mit bei uns so nicht  erlaubten Erzeugungs- und Haltungsmethoden? Warum müssen wir mit Ware konkurrieren, die – mit gesundheitsschädlichen Pflanzenschutzmitteln – ohne Betäubung beim Schlachten – mit Kükentöten – mit Stopfleber – mit Fütterungsantibiotika – mit Gentechnik – mit Glyphosatspritzung während des Wachstums – mit Regenwaldrodung – mit Kinderarbeit – mit Ausbeutung – ohne Rückverfolgbarkeit – ohne Gewässerschutz – ohne Neonicverbot usw. erzeugt wird? Warum wird weiter sowas unseren Verbrauchern untergejubelt und wir verar…t? Warum werden weiterhin solche Methoden im Ausland finanziert durch Konsum bei uns? Zur Erinnerung: Ihr Posten heißt: “Bundesminister FÜR Landwirtschaft und Ernährung. Sie treten bislang ausschließlich als Bundesminister GEGEN Landwirtschaft und Ernährung in Erscheinung. Gastartikel stellen die Meinung des …

Weniger Bio, mehr Plastik

“Sparen schadet dem Klima”. So die Aussage des Beitrages. Begründung: Es wird weniger Bio eingekauft und wieder mehr Plastik eingesetzt. Die “Unverpackt”-Läden werden kaum noch besucht. Wenn gespart wird, dann besonders bei Lebensmitteln. https://www.ardmediathek.de/video/mex/weniger-bio-mehr-plastik-wie-der-sparzwang-dem-klima-schadet/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xNzk3MDc Eine Aussage im Film: “Die fetten Bio-Jahre sind vorbei”. Die Prognose: die typischen und eher kleinen Bioläden werden auf Dauer verschwinden, Discounter werden deren Umsätze übernehmen.

Aktivisten…

Bin gespannt, ob man davon noch mal etwas hört oder ob das als freie Meinungsäußerung durchgewunken wird. Den gesprochenen Kommentar finde ich übrigens sehr neutral https://m.bild.de/video/clip/video/bohrer-als-waffe-tier-aktivisten-zerstoeren-lkw-81265840.bildMobile.html  

Lebensmittelverband: Warten auf Wunder ist kein Lösungsansatz

Christoph Minhoff ist Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands Deutschland sowie des Dachverbands der deutschen Lebensmittelindustrie. Hier ein lesenswertes Interview mit dem “Tagesspiegel”. https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/lebensmittelhersteller-warnen-es-drohen-weitere-grosse-preissteigerungen-8627773.html Hier ein paar Auszüge: Die Unternehmen stehen vor der schwierigen Frage, welchen Preis man den Konsumenten noch zumuten kann, ab wann Verbraucher ein Produkt nicht mehr kaufen. Die Ernährungsindustrie ist der zweitgrößte Gasverbraucher. Auf Platz vier kommen die Glashersteller, auf Platz fünf die Verpackungsindustrie. Denken Sie mal in einem Supermarkt alle Produkte weg, die im Glas oder anders verpackt sind, die gebraten, gekocht oder sonst wie erhitzt worden sind. Dann wären die Regale ganz schön leer. Wenn die Lieferketten zusammenbrechen, die Energiepreise weiter explodieren und die Ernährungsindustrie implodiert, wird es in Deutschland unangenehm. Ich glaube nicht an Wunder als Lösungsansatz. Cem Özdemir hat kürzlich intensiv für die Einstufung der schwäbischen Brezel als Kulturgut gekämpft. Das ist sicher lobenswert. Aber wir erleben gerade die größte Herausforderung der Lebensmittelindustrie seit 70 Jahren. Es wäre hilfreich, wenn der eigentlich für die Ernährungssicherheit zuständige Minister sich genauso intensiv um die Probleme der Hersteller kümmerte. Wir sind bis heute …

Nehmen Sie Stellung!

Nur noch bis zum 19. September kann jeder seine Stellungnahme zur Verwendung von Pflanzenschutzmitteln abgeben. Hier der Link und das Schreiben, das Hans-Heinrich Voigts nach Brüssel geschickt hat und das ich hier veröffentlichen darf. https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12413-Pestizide-nachhaltige-Verwendung-aktualisierte-EU-Vorschriften-_de Mit dem Ackerbau fing die kulturelle Entwicklung der Menschheit und die Schaffung von Wohlstand an.  Der Bundesgesetzgeber hat im Bundesnaturschutzgesetz klargestellt, dass die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bewirtschaftung keinen Eingriff in den Naturhaushalt darstellt. Siehe Paragraph 17 Abs. 2 Bundesnaturschutzgesetz! Die Reduzierung des Pflanzenschutzmittelaufwandes im Ackerbau, durch Fruchtwechsel, Anwendung neuster Landtechnik, Sortenwahl sowie ackerbauliches Wissen und Können, unterstütze ich ausdrücklich. Aber deutschlandweit auf 3.546.000 ha Fläche den Pflanzenschutzeinsatz in den Schutzgebieten zu verbieten, lehne ich strikt ab. Wir sind ein Ackerbaubetrieb im Calenberger Land mit vielfältiger Fruchtfolge. Die Gegend zeichnet sich durch hohe Bodenfruchtbarkeit, mit Bodenwertzahlen von 66 bis 98 Punkten aus. Im Anbau wechseln sich Zuckerrüben, Weizen, Kartoffeln, Weizen, Raps, Mais und Erbsen ab. Wobei die gleiche Frucht, mit Ausnahme des Weizens,  mindestens  im 5-jährigen Abstand auf dem gleichen Feld angebaut wird. Wir wirtschaften im Landschaftsschutzgebiet auf zwei Betriebsteilen. Mit dem …

Debatte um den Etat des BMEL – die Reden im Bundestag

Heute ist Sonntag. Normalerweise hat man am Sonntag etwas mehr Zeit, sich auch längere Beiträge anzusehen. Am 8.8.2022 ging es im Bundestag um den Etat für Ernährung und Landwirtschaft, der von Cem Özdemir vorgestellt wurde.   ab Minute 8:00 der Redner der CDU ab Minute 14:00 die Mitteilung vom Tod der englischen Königin Ab Minute 14:45 die Rednerin der SPD Ab Minute 23:10 der Redner der AfD Ab Minute 28:30 der Redner der FDP Ab Minute 33:50 die Redner der Linken Ab Minute 39:00 die Rednerin der Grünen Ab Minute 44:10 der Redner der CDU/CSU Danach sind weitere Redner aufgerufen. Interessant die Frage von Gitta Connemann bei Minute 1:04. Alle Zeitangaben sind ungefähr.   Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren