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Fleisch ist gut fürs Klima

Das klingt erst mal sehr provokativ. Auch die Aussage, “dass man nicht die ganze Welt vegan ernähren kann” ist es. Das Besondere daran ist, dass diese Aussagen von Urs Niggli kommen, der bis vor kurzem Leiter des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau in der Schweiz war. https://www.blick.ch/politik/agraroekologe-urs-niggli-sagt-warum-fleisch-gut-fuers-klima-ist-wir-koennen-nicht-die-ganze-menschheit-vegan-ernaehren-id16752635.html Verständlich wird es dann, wenn man weiß, dass rund zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche weltweit Grünland ist. Dieses kann nur über die Tierhaltung in für uns verwertbare Nahrung umgesetzt werden. Das sagt er zur konventionellen Landwirtschaft: “Die Landwirtschaft ist zu intensiv, aber das liegt nicht nur an den Landwirten. Viel einschneidender sind Bevölkerungswachstum und Ernährungsweise.” Und er hat auch Ideen, wie die Lebensmittelproduktion sich in den nächsten Jahrzehnten verändert.

Auf Chemie verzichten?

Es diskutieren Werner Eckert vom SWR mit Prof. Holger Deising, Agrarwissenschaftler, Universität Halle-Wittenberg Prof. Dr. Maria Finckh, Expertin für ökologischen Pflanzenschutz Guido Höner, Chefredakteur der Fachzeitschrift “top agrar” Die Radio-Sendung dauert 45 Minuten. Es sind einige erhellende Momente dabei. Man kann die Sendung auch im Hintergrund hören, zum Beispiel beim Anstreichen… https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/spritzen-oder-schuetzen-koennen-bauern-auf-chemie-verzichten-swr2-forum-2021-01-25-100.html

Nicht alles ist Klimawandel

Nachdem das Hochwasser an Erft und Ahr etwas aus den Schlagzeilen verschwunden ist, kann man darüber vielleicht etwas stressfreier diskutieren. Wenn dann noch eine Tageszeitung aus der Schweiz dem Leser eine statistische Auswertung zum Lesen anbietet, ohne eine Meinung vorzugeben, so ist dies sehr hilfreich, um sich eine eigene Meinung zu bilden. https://www.nzz.ch/international/deutschland/klimawandel-hochwasser-deutschland-ld.1636734?mktcid=nled&mktcval=166_2021-07-22&kid=nl166_2021-7-22&ga=1&trco= Ebenfalls in der NZZ, (die einige “Westfernsehen” nennen, weil sie Fakten bringt, die in Deutschland nicht zu lesen sind) werden die typischen Argumente der Klimaleugner zwei Klimaforschern vorgelegt, die dazu ihre wissenschaftliche Meinung abgeben. Sehr interessant zu lesen. https://www.nzz.ch/wissenschaft/klimawandel-forscher-antworten-auf-die-argumente-von-skeptikern-ld.1468011

Kühe fressen CO2

Die Schweizer sind schon ein pfiffiges Völkchen. Pfiffig sind auch die Journalisten, die von einem Bauern berichten, der Holzkohle an Kühe verfüttern und so das Klima rettet. https://www.srf.ch/news/schweiz/neue-idee-fuer-den-klimaschutz-kuehe-fressen-co2-weg?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Ich bin ehrlich: so ganz verstanden habe ich das Prinzip noch nicht. Oder ist da eventuell ein Denkfehler drin???

Zero Emission Tractor

Die Landwirtschaft soll ja noch klimafreundlicher werden. Mit einem neuen Verbrenner-Motor wäre das möglich. https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/deutz-wasserstoffmotor-verbrenner/ Allerdings müsste dafür genügend Wasserstoff zur Verfügung stehen. Und eine Hoflagerung dürfte wohl ausscheiden… 🙂 Was meint ihr? Hat das Zukunft?

Ackerland in Bauernhand

Die Überschrift stammt aus dem BMEL. Dort wurden Probleme, die es auf dem Bodenmarkt in Deutschland gibt, aufgeschrieben und mit Lösungsmöglichkeiten versehen. Ackerland-in-Bauernhand-Initiative.pdf;jsessionid=B46D087285CCF4074A1D9C88A69E847B Bisher sind alle Versuche, Verkäufe von Grund und Boden im Sinne der Landwirte zu steuern, mißlungen. Ob es mit den hier gemachten Vorschlägen gelingt? Eure Meinung ist gefragt. Habt ihr eventuell bessere Vorschläge? Dann könnte ich die mitnehmen zur nächsten Sitzung des Praktikernetzwerk Anfang Oktober. Übrigens: es gibt auch ein Papier der AbL e.V. mit dem gleichen Titel “Ackerland in Bauernhand” 2020-07-10_Ackerland_in_Baurenhand_-_Vorschlag_der_AbL_zu_regulierung_des_Bodenmarktes

Essen als Droge? Morphium in der Milch?

Ich habe ja schon viel Blödsinn gelesen, aber der hier war mir neu: Morphine in der Milch. Wie schon häufiger, so kommt auch diese Aussage vom SWR unter der Rubrik “Wissen”. https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/gesundheit/1000-antworten-2238.html Übrigens: Die Milchflasche mit dem pfiffigen Etikett stammt aus dem deutschsprachigen Belgien. Der unterste Satz ist von mir…

SoLaWi wächst… aber langsam…

In meinem Buch “SAUEREI” habe ich mich in 2016 auch mit dem Thema Solidarische Landwirtschaft befasst. Seitdem hat sich etwas getan, aber der Durchbruch ist dieser Form der Nahrungsmittelerzeugung und -verteilung nicht gelungen. Hier ein paar Zahlen: https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/solidarische-landwirtschaft-paradies-fuer-bauern-585640?utm_campaign=ah-mo-fr-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2021-09-24

Zieht euch warm an…

Ist das alles nur Panikmache oder ein realistisches Szenario? In Großbritannien jedenfalls könnte es ernst werden. https://www.n-tv.de/wirtschaft/Energiekrise-bedroht-Europas-Wirtschaft-article22812178.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Und was ist mit Nord-Stream 2? Soll ja am Jahresende in Betrieb genommen werden. Bin eben an der Tankstelle vorbeigefahren. Wir werden wohl in diesem Jahr bei einigen Sorten noch eine Zwei vor dem Komma sehen. Mit den 5 Mark für ein Liter Benzin ist es also nicht mehr so weit. Weitere Folgen: Diesel für Trecker wird teurer, Düngemittelpreise explodieren, Pflanzenschutzmittel werden sicherlich auch teurer. Wir haben die Rübenherbizide für 2022 schon vorgekauft. Auf der Bank gibt es ja keine Zinsen.

Und was ist in 10 Jahren?

Am Abend nehme ich an einer Konferenz teil, in der ein international tätiges Unternehmen aus der Agrarbranche sieben Landwirten aus Deutschland, Großbritannien und Russland die unten stehenden Fragen stellt. Die Zuhörer sind überwiegend keine Landwirte, sondern Manager. Die Antworten sollen kurz und knapp sein und, wenn möglich, in zwei Sätzen gegeben werden. Ich wüsste gerne, wie eure Antworten aussehen. Ganz schön knifflig… 1. Was sind die größten Herausforderungen, denen sich Ihr Betrieb kurzfristig stellen muss (Zeithorizont 1-5 Jahre)? Wie sieht es langfristig aus (Zeithorizont 10-20 Jahre)? 2. Sprechen Sie mit uns über die Kosten, die Qualität, die Beschaffung und das Management von Arbeitskräften. Wie werden sich Ihrer Meinung nach die Arbeitsbedingungen im Laufe der Zeit verändern? 3. Mit welchen Problemen haben Sie bei Ihren Anbauprodukten am meisten zu kämpfen? Zum Beispiel: Fruchtbarkeit, Schädlinge, Unkrautbekämpfung, Rückstandsmanagement, Bodenfeuchtigkeit, Vegetationsperiode usw.? Bei welchen Kulturen und welchen Hauptproblemen? 4. In welchen Kategorien sehen Sie die größten Möglichkeiten zur Verbesserung der Rentabilität? Welche Kosten könnten gesenkt werden? Gibt es eine Möglichkeit, den Erntepreis zu verbessern oder den Ertrag zu steigern? …