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Kommentare 181

Getreide…satt

Wir haben es uns in unserem Wohlstand gut eingerichtet. Wir unterhalten uns lange und kontrovers darüber, welche denn nun die „richtige“ Ernährung ist, ob man Fleisch essen „darf“ und ob man mit Milch oder Weizen eventuell den Körper vergiftet. Wir schimpfen über Agrarexporte, kritisieren die heutige Landwirtschaft und geben gleichzeitig Milliarden für Heimtier-Nahrung aus. Dabei sind andere Länder durch die Auswirkungen des El Nino unverschuldet in Not geraten. Müssen wir da nicht helfen? Oder machen wir da auch mit Agrarexporten deren Märkte kaputt? Und ist eine solche Denkweise angesichts einer drohenden Hungersnot nicht zynisch? 
#fleisch #hunger #katzenfutter #agrar #elnino

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181 Kommentare

  1. Stephan Becker sagt

    Ein Hinweis zum Thema Soja.
    Da ich mich seit über 11 Jahren mehr oder weniger intensiv, mit Unterbrechungen, mit Landwirtschaft beschäftige, weiß ich, dass Leguminosen, die hier in Europa (überall auf der Welt?) ausgesät werden, vorher mit einer Bakterienlösung geimpft werden müssen, damit dann später überhaupt die Knöllchen an den Wurzeln, mit den bekannten Knöllchenbakterien, entstehen können. Der Grund ist ganz einfach: In den heutigen konventionell bearbeiteten Böden ist kaum noch Leben drin, deswegen müssen diese Bakterien künstlich dem Boden bzw. der Pflanze/dem Sämling zugeführt werden.
    Allerdings könnten die Erträge sicher noch höher ausfallen, wenn die Böden wirklich gut wären. Und mit gutem Boden meine ich einen Humusanteil von 11% oder mehr, nicht die 1 oder 2 %, die es in den USA üblicherweise gibt.
    Quecken sind Zeigerpflanzen für verdichtete Böden – sie helfen den Boden aufzulockern. Zum Thema Bodenverdichtung werde ich, in Zusammenhang mit dem Begriff Rübenroder, in ein paar Stunden noch was schreiben.

    Beim Soja gibt es z.B. das spezielle Bakterium Bradyrhizobium japonicum. Entdeckt wurde dies von der brasilianischen Agrarforscherin Johanna Döbereiner:

    Der Ernährer der Welt
    4. Mai 2006
    Es begann auf dieser satten Wiese, die leuchtet wie ein blank polierter Granny Smith. Wenn die pralle Sonne die dicken Wolken durchbricht, schließt man schnell die Augen – der Grünstich blendet zu sehr. Im Hafen von Porto Paranagu werden die Lastwagen entladen, die das Sojakorn aus dem Inland heranschaffen.
    Johanna Döbereiner hat der Grünstich die Augen geöffnet. Die deutsch-tschechische Agrarforscherin, damals Mitte 40, stand in den siebziger Jahren im wuchernden Gras vor den Toren Rio de Janeiros, als ihr ein »Wow!« entfuhr. Und eine Prophezeiung: »In diesem satten Grün liegt Brasiliens Zukunft.«
    zeit.de/2006/19/Brasilien-Ernhrer/komplettansicht

    Es gibt aber noch viele andere sogenannte diazotrophe Bakterien, die ganz normale Nutzpflanzen (Reis, Kartoffeln, Mais etc.) quasi in Leguminosen verwandeln können:

    Assoziationen stickstoffbindender Bakterien mit tropischen Gramineen
    web.archive.org/web/20080505220316/http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d34/t1.htm

    Aber auch hier gilt: Die Mikrobe ist nichts das Milieu ist alles. Nur in einem guten Boden entfalten diese kleinen Helfer ihre volle Wirkung.

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  2. Schweinebauer Piet sagt

    Moin zusammen, wir haben also genug und müssen es nur besser verteilen!

    Aber wie? ????

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  3. Altbauer Jochen sagt

    -Ohne Verstand-

    Spricht mir aus der Seele !
    Es ist ja fast pervers für Katzenfutter ein mehrfaches an Geld auszugeben
    als für Nahrungsmittel , man hat den Eindruck das den Menschen die Befriedigung ihrer
    Grundbedürfnisse, und dazu gehört als allererstes die Ernährung,
    als Gottgegebene Selbstverständlichkeit erscheint.
    Eine Wertschätzung die auf dem Kopf steht !

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  4. Walter Parthon sagt

    Ohne Verstand
    Wer wünscht sich nicht solche Verbraucherreaktionen: „Er ist ganz verrückt danach.“ Oder: „Meine Zwei lieben diese Milch! Jeden Abend freuen sie sich auf eine kleine Schale voll und sie ist ruck zuck weg. Super“ Und: „Diese Katzenmilch ist einfach genial.“
    Richtig, es handelt sich um Katzenmilch und die Antworten entstammen einer Verbraucherwertung im Internet. Es geht bei dem begehrten Produkt um eine offenbar gelungen Kombination aus Milch und Molkereierzeugnissen, pflanzlichen Nebenerzeugnissen, Ölen und Fetten und Mineralstoffen. Dafür langt man gerne und tief in die Tasche. Ein Liter ist nicht unter zwei Euro zu haben. Schnöde Kuhmilch dagegen gibt es im Angebot für 56 Cent. Selbst Katzenwasser – ja das gibt es! – kostet mehr. Ähnlich ist es mit fleischhaltigem Katzenfutter: Unter 3,50 Euro je Kilo ist da wenig zu machen. Der Schweinehalter bekommt 1,33 Euro je Kilo Schlachtgewicht, Handelsklasse E.
    Wenn es noch eines Nachweises bedurfte, welchen Stellenwert das Haustier in unserer individualisierten Gesellschaft innehat, dann ist klar: Meinen Liebsten nur das Beste! Bei immer weniger menschlichen Liebsten um uns herum rückt das Tier an eine Stelle, die nicht nur aus biologischer Sicht völlig überhöht ist. Wer den Tierschutz ernst nimmt, der sollte das arme Haustier von seinem Thron holen, auf den es unwissentlich und unwillentlich gehoben wurde.
    Für Bauern und ihre Nutztiere aber, die beide im Kampf um ihr tägliches Brot und Schrot stehen, hört sich das an wie verkehrte Welt. Und das ist es auch. Viele Menschen aus den Entwicklungsländern der südlichen Erdhalbkugel würden sich nur zu gerne an diesem Katzentisch niederlassen, vorausgesetzt, er steht in deutschen Haushalten.
    Natürlich steckt in einem Liter Katzenmilch erheblich mehr Werbung als in einem Liter Kuhmilch. Und sicherlich steckt in der Katzenmilch ein etwas höherer Forschungsaufwand als beim Naturprodukt Milch. Aber ist eine Katzenmilch das Mehrfache der Kuhmilch wert?
    Solche Preisdifferenzen sind nicht nur nicht artgerecht. Sie verderben auch die guten Sitten. Preise spiegeln Werte wider und Preisrelationen dem entsprechend Wertrelationen. Preise zeigen aber nur die eine Seite, nämlich die materielle, indem sie das tagtäglich wechselnde Verhältnis von Angebot und Nachfrage ausgleichen. Es ist die dahinter liegende Wertverschiebung bei Lebensmitteln, die zu Auswüchsen führt. Und hier ist uns das richtige Verhältnis verloren gegangen.
    Zum einen: Ist es nicht seltsam, dass für das Haustier das Beste gerade gut genug ist, für den Haustierhalter das Billigste aber immer noch zu teuer? Zum anderen wird vergessen, dass in jedem Liter Kuhmilch und jedem Kilo Schweinefleisch viel mehr drin steckt: grüne Wiesen, herrliche Knicklandschaften, ein lebendiger ländlicher Raum mit Bauern, die sich einsetzen für Familie, Nachbarschaft und das Dorfleben.
    Folgt man dem Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel, kam mit der Landwirtschaft überhaupt erst der Verstand in die Welt. Vielleicht hat er Recht. Wenn er – der Verstand – uns jetzt offenbar mehr und mehr verlässt, muss das wohl auch mit der Behandlung der Landwirtschaft durch unsere Gesellschaft zu tun haben.

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    • Stadtmensch sagt

      Ich muss Walter leider ein Plus geben. Insbesondere für den letzten Satz. Wenn sich die Leute mehr für bereits Gedachtes, als für Alufelgen und Amzon interessieren würden, wäre unsere Gesellschaft eventuell weiter. Man muss ja nicht gleich mit Hegel anfangen. Aber der Intellektuellenhass kommt ja meist aus den „bodenständigen“ Kreisen und von den Krämerseelen, die dieses Land fest im Griff haben.

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      • Walter hat recht, aber es ist trotzdem insgesamt wieder die übliche Verbraucherbeschimpfung. Die Zeiten haben sich geändert. Während früher der Wert eines Produktes eher materiell bemessen wurde schlagen heute viel mehr ideelle Werte zu Buche.

        Es mag für manche ärgerlich sein, aber Marketing und Werbung gehören heute dazu.
        Beispiele dafür das damit das rationelle denken verdrängt wird gibts zuhauf. Red Bull, oder der Erfolg der Kaffekapseln mit einer verheerenden Umweltbilanz und Apothekenpreisen auf das Kilo gerechnet sind da nur einige Beispiele.

        Sicher kann man sich darüber ärgern das der Verbraucher Geld für überteuerte Produkte mit gutem Marketing ausgibt, während gute und hochwertige Erzeugnisse nur mit einer geringen Wertschätzung bedacht werden.

        Aber wenn ihm keiner etwas anderes erklärt, dann wird sich auch nichts ändern.

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    • Steinpfälzerin sagt

      Auf einem Radiosender bei uns in Bayern kam vor ca. 1 Woche ein Beitrag zum Thema „vegane Ernährung bei Haustieren“. Jetzt springt auch die Heimtierernährungsindustrie genauso wie zahlreiche namhafte Wursthersteller auf diesen (lukrativen) Zug mit auf. Besorgte vegan/vegetarisch lebende Besitzer von Hund und Katz können jetzt ihren Liebling genauso ernähren. Ganz nach dem Motto: Wie der Herr, so das Gescherr. Eines der Hauptargumente der Herrchen und Frauchen war, man wolle ja nicht mal durch die Fütterung des Haustieres die Massentierhaltung unterstützen! Ein Test der im Handel befindlichen veganen Futter hat übrigens durchweg die Note mangelhaft ergeben. Aber diverse Hundehalter konnten schon beobachten, dass es ihrem Liebling jetzt deutlich besser geht. (Was laut Kommentar eines hierzu konsultierten Tierarztes aber der Placeboeffekt ist, der durch die übersteigerte Aufmerksamkeit durch den Besitzer begründet werden kann.) Tierärzte raten eigentlich strikt davon ab.
      Anscheinend bräuchten wir auch eine Initiative Tierwohl für nicht artgerecht gehaltene Haustiere… Da sträuben sich mir echt die Nackenhaare bei so viel verbohrter Ignoranz!!! Welche Katze fängt sich draußen ein Tofuwürschtl, gesetzt dem Falle, sie darf überhaupt in die freie Wildbahn?
      Uns geht´s sauber zu gut! Ein Einwohner eines Entwicklungslandes macht sich dazu sicher keinen Kopf…

      2+
  5. Stephan Becker sagt

    Somalia wurde vor einigen Jahren von Äthiopien überfallen. Warum weiß ich nicht mehr. Die Jahre vorher hatte der ehemalige Schauspieler Karlheinz Böhm mit Hilfe seiner Organisation „Menschen für Menschen“ eine sehr gut funktionierende Landwirtschaftsschule aufgebaut (http://www.menschenfuermenschen.de/). Die Organisation unterstützt weiterhin aber auch Hilfsprojekte bzw. die Hilfe zur Selbsthilfe. Warum musste dann die Regierung einen Krieg vom Zaun brechen?
    Es sind sicherlich allein von Äthiopien dutzende Millionen von Euro in Panzer, Artillerie, Munition und Sold drauf gegangen – im Grunde für nichts, außer vermutlich für die Bankkoten einiger weniger in Äthiopien sowie diverser Waffenhändler und Waffenproduzenten. Damit hätte man den jetzt hungernden Menschen wahrscheinlich jeden Tag ein Steak kaufen können.
    Somalia, Äthiopien, Eritrea und auch der Jemen sind aufgrund ihrer Lage am Roten Meer von geostrategischer Bedeutung (wichtige Handels- bzw. Ölverschiffungsroute durch das Rote Meer und den Suez-Kanal in Ägypten).
    Vor der Küste Somalia fingen oder fangen große Fischtrawler Fisch für Verbraucher in aller Welt und nehmen damit den somalischen Fischern die Fische weg:

    Wer ist hier der Pirat?
    http://www.zeit.de/2008/49/Piraten/komplettansicht

    Der Südsudan wurde vor ein paar Jahren unabhängig. China hatte begonnen eine Eisenbahnlinie in dieses Gebiet zu bauen. Dann kam der Krieg. Im Südsudan gibt es jede Menge Öl und damit große Interessen für die Industriestaaten.

    Man kann wirklich nur hoffen und beten, dass in all den armen Länder keine neuen Bodenschätze mehr gefunden werden.

    Es gibt eine Möglichkeit El-Nino-Ereignissen aber auch sonst vorkommenden Dürren entgegen zu wirken: Die Anpflanzung von Bäumen bzw. Wäldern. Dies geht auf eine Theorie der beiden russischen Physiker Victor Gorshkov und Anastassia Makarieva zurück („flying rivers“):

    Revolution in der Windmaschine
    02.04.2009, Daniel Lingenhöhl
    http://www.spektrum.de/news/revolution-in-der-windmaschine/987877

    Ein Interview mit den beiden und etwas ausführlichere Darstellung der Theorie (auf englisch):

    New meteorological theory argues that the world’s forests are rainmakers
    1st February 2012 / Jeremy Hance
    http://news.mongabay.com/2012/02/new-meteorological-theory-argues-that-the-worlds-forests-are-rainmakers/

    Wie man einfach und kostengünstig Steppen und Wüsten aufforsten kann – es werden einfach schon im Boden befindliche Baumstrünke vor der ständigen Abgrasung durch Ziegen, Schafe etc. geschützt bis sie groß genug sind:

    The Development of Farmer Managed Natural Regeneration
    Posted September 24, 2008 by Tony Rinaudo
    http://permaculturenews.org/2008/09/24/the-development-of-farmer-managed-natural-regeneration/

    Als Vortrag:

    Tony Rinaudo: „Against the odds: Reversing desertification in arid and semi arid lands“

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    • ehemaliger Apfelbauer sagt

      Lieber Herr Becker, mit Hinweisen auf Forschungsansätze und Erkenntnisse aus verschiedenen Klimazonen und Kontinenten können wir hier selbstverständlich versuchen, einen Lösungsansatz für die Menschen in den betroffenen Gebieten zu entwickeln. Es würde aber den Rahmen dieses Forums sprengen. Und es hilft den Menschen nicht unmittelbar. Wenn ich Bauer Willi richtig verstehe, möchte er darauf hinweisen, dass wir in Europa in einer absoluten Gunstregion leben. Mit vielen hier erzeugten, hochwertigen Lebensmittel, die auch in Hungergebieten helfen könnten. Auf den Anbau und die Verarbeitung hier zu verzichten, kann und darf keine Option sein. PS: Vor den Hilfsprojekten vor Ort, insbesondere vor denen von „Menschen für Menschen“, ziehe ich den Hut. Nur so kann Hilfe und Wissensvermittlung funktionieren. Entstanden aus den eigenen Ideen und Leistungen vor Ort.

      2+
      • Stephan Becker sagt

        Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass wir bald ein Ernährungsproblem bekommen würden.
        Und man weiß nicht wie man verhindern kann, dass Flüchtlingsströme entstehen.
        Für beides bieten meine Links Lösungen.

        Wenn alle Menschen z.B. in Afrika über dieses Wissen verfügen würden, von dem ich ein bischen hier verlinkt habe, gäbe es dieses Thema Hungersnöte auf der ganzen Welt nicht mehr.
        Aber die meisten Menschen in Afrika kennen aber doch diese möglichen Lösungen bis heute nicht, abgesehen von der Sahelzone wo sich das immer mehr herumspricht.
        Fragen Sie doch mal in einer deutschen Fußgängerzone irgendwelche Passanten ob sie wüßten dass man Wüsten ganz einfach in nicht allzu langer Zeit (ein paar Jahrzehnte) in fruchtbares Land umwandeln könnte.
        Wieviel Prozent würden das wohl wissen? 0,5%? 0,2%? 0,01%?
        Durch die Verbreitung dieses Wissens kann man einen öffentlichen Druck erzeugen. Denn „die Politik“ und die Regierungen, genauer deren Fachabteilungen, wissen sicher genau über diese Dinge Bescheid, nur passieren tut nichts. Deswegen verlinke ich so oft wie es geht dieses Wissen an entsprechender Stelle, weil es sonst niemand (für umme) macht.

        P.S.: ich schreibe gerade noch an einer Antwort

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        • Das Wissen muss vor Ort vermittelt werden, umgesetzt werden und erlebt werden. Dann erarbeiten die Menschen sich selbst den Erfolg. Aber wie lange dauert es, bis die Hungerregionen davon profitieren? Eine Generation? Nur was passiert zur Zeit? Afrika verhungert. Wir müssen schnell helfen.

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          • bauerhans sagt

            “ Wir müssen schnell helfen. “

            die einzige lösung sind die minikredite,
            die dort frauen gewährt werden,weil die zuverlässig arbeiten.

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            • Stephan Becker sagt

              Wie ich gerade gelernt habe reichen Mikokredite nicht aus, um langfristig für einen wirtschaftlichen Erfolg in einer Region oder in einem Land zu sorgen. Das Problem ist die fehlende Kaufkraft, die durch einen Mikrokredit in einer Region ja nicht mit entsteht.
              Die fehlende Lösung ist das BGE (Bedingungslose Grundeinkommen).
              Das mit den Mikrokrediten wird hier von Frau Adrienne Goehler erklärt:

              ZDF Nachtstudio – 1000 Euro für jeden – Zukunftsmodell Grundeinkommen?

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          • Stephan Becker sagt

            Äthiopien könnte z.B. ein paar seiner Panzer an Saudi-Arabien verkaufen. Die Saudis würden sich gerade sicher freuen an günstige Panzer zu kommen und Äthiopien hätte dann Geld um seine Bevölkerung, vielleicht auch noch die von Somalia, einige Monate durchzubringen so dass bis dahin schon die nächste Ernte gewachsen ist. Das Ganze, Panzer zu Brot, wäre eine echte Win-Win-Situation.

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            • Bauer Willi sagt

              Herr Becker
              was halten Sie davon, wenn Sie als Berater nach Äthiopien gehen. Ich habe mich beim Senior Experten Service (SES) angemeldet und warte auf einen Einsatz. Das ist mehr als Kommentare schreiben.
              Mit besten Grüssen
              Bauer Willi

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            • Stephan Becker sagt

              Mich nehmen ja nicht einmal die hiesigen Bauern ernst. Genausowenig wie die hiesigen Biolandwirtschaftsexperten ernst genommen werden (Stichwort: 90-95% der Flächen in Deutschland werden nach wie vor konventionell bewirtschaftet). Es gibt bereits genügend gute Initiativen in Äthiopien, die Gutes bewirken („Menschen für Menschen“, das PRI aus Australien, nicht zu vergessen sicherlich die GIZ, ehemals GTZ etc.).

              SMART Permaculture in South Ethiopia (Part 1)
              http://permaculturenews.org/2014/12/03/smart-permaculture-in-south-ethiopia/

              Report on 5-Day Permaculture Workshop for the Etse Fewus Herbalists Association in Fitch, North Soha, Ethiopia: Part 1
              http://permaculturenews.org/2014/10/09/report-5-day-permaculture-workshop-etse-fewus-herbalists-association-fitch-north-soha-ethiopia-part-1/

              Report on Permaculture Training in Dembe Dollo, Western Ethiopia (Part 1)
              http://permaculturenews.org/2013/07/29/report-on-permaculture-training-in-dembe-dollo-western-ethiopia-part-1/

              Im übrigen ist der erwähnte Tony Rinaudo, ein Mitarbeiter von World Vision, u.a. auch in Äthiopien unterwegs. Der hat jahrzehntelange Erfahrung im Thema Wüstenbegrünung. Das Wissen ist vorhanden, aber es passiert praktisch nichts. Warum nicht?
              Weil die „Verhältnisse“ es nicht wollen, dass es zu vielen Menschen gut geht.

              In Afrika gibt es seit Jahrzehnten Entwicklungshilfe, nicht nur von Deutschland, d.h. es sind in dieser Zeit zig Milliarden nach Afrika geflossen, damit die Menschen ein besseres Leben haben können. Und was hat es gebracht?
              Natürlich muss den Menschen jetzt sofort geholfen werden. Aber genauso dringend muss die Frage beantwortet werden warum all diese Hilfe nichts gebracht hat, wenn man an die vielen afrikanischen Flüchtlinge denkt, die nach Europa kommen wollen.
              Ein paar Gründe, die mir jetzt so einfallen: Kriege, Verminung von landwirtschaftlichen Gebieten, Verseuchung der Böden, des Wassers und der Luft durch Giftmüll aus Industriestaaten, Degradierung der Böden durch nicht angepasste landwirtschaftliche Techniken (Pestizide + Kunstdünger + Pflug).

              Und im übrigen wäre die äthiopische Regierung sicher nicht begeistert davon, wenn ich ihr vorschlagen würde ein paar Panzer zu verkaufen.

              Bei der GIZ habe ich mich schon mal beworben, aber ohne entsprechende Zeugnisse (Agraringenieur, Diplombiologe, Diplom-Wasserbauingenieur) geht da gar nichts, selbst wenn man mehr weiß als die Experten. Auch bei einer Wüstenbekämpfungsfirma, die hauptsächlich in Israel arbeitet habe ich mich schon beworben, mit gleichem Ergebnis.

              Ach ja und bei einer kirchlichen Hilfsorganisation habe ich mein Wissen auch schon wie Sauerbier angeboten. Aber denen war ich wohl nicht demütig genug.

              Aber dennoch: Falls Sie dies wirklich ernst gemeint haben sollten, woran ich meine Zweifel habe, und sie dafür sorgen könnten, dass die mich nehmen, bin ich für jede Schandtat bereit.

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            • bauerhans sagt

              „… habe ich mein Wissen auch schon wie Sauerbier angeboten. “

              wissen ohne nachweis ist schlecht, praktische erfahrung wär gut.
              denke gerade an den kommilitonen aus der fachhochschule,der excellente zeugnisse hatte und sich damals beim ded bewarb,aber nicht genommen wurde,weil er nicht kommunikativ war.

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  6. Friedrich sagt

    Wenn 50 Millionen Menschen der Hungertod droht , hilft erst einmal keiner. Erst wenn sich
    alle in Richtung Europa bewegen , dann ist Alarm. Vor einem Jahr hat unser Geheimdienst
    genau das was jetzt mit Syrien passiert, vorhergesagt, da ist auch nichts passiert und jetzt stehen alle Kopf. Armes Deutschland , arme EU. Haben die Engländer doch recht ?? Mit
    Nahrungsmittelhilfe ist man allemal preiswerter dran , als hier alle her zu holen , oder ? Die
    Getreidepreise bleiben erst einmal niedrig bis sich die Spekulanten den Gewinn gesichert
    haben.

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    • Gernot sagt

      Und jetzt erklären Sie mir bitte noch wie Sie mit Getreideexporten den Bürgerkrieg in Syrien, Afghanistan und Irak eindämmen wollen.
      Scheint mir ein genialer Weg zu sein, kann mir aber nicht vorstellen wie es funktioniert……..

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die Bürgerkriege wird man mit Getreideexporten nicht stoppen, wenn die Flüchtlinge in den Lagern dort mit genügend Lebensmittel versorgt werden, tut man viel gutes für die armen Menschen.

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    • bauerhans sagt

      die getreidepreise sind niedrig,weils angebot weltweit durch gute ernten sehr hoch ist.

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  7. Plabst Christine sagt

    Wir müssen nicht nach Afrika wir vergiften uns hier…..

    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/vor-ort-die-reportage/trailer-pestizide-100.html

    Gift im Essen- Wie gesund sind Obst und Gemüse wirklich?
    Montag, 22.02.2016
    22:30 bis 23:00 Uhr
    Video demnächst in der Mediathek verfügbar
    Bayerisches Fernsehen
    2016
    Obst und Gemüse gelten als besonders gesund. Doch was ist, wenn Obst und Gemüse im Anbau häufig gespritzt werden? Was landet von den Giftstoffen auf unserem Teller? BR-Reporter treffen Landwirte, Forscher und Ärzte und decken auf, welche Gefahren in gespitztem Obst und Gemüse tatsächlich lauern. Wie wirken verschiedene Gifte in den Lebensmitteln, welche Rückstände findet der Verbraucher auf seinem Teller?

    Zum Teil gibt es einen regelrechten Giftcocktail in Obst und Gemüse. Die Recherchen zeigen, wie neue Spritzmethoden die Situation noch verschärfen und das Gesundheitsrisiko erhöhen. Verschiedene Labore haben im Auftrag der Redaktion Obst- und Gemüsesorten auf giftige Rückstände getestet – mit erschreckenden Ergebnissen. Aber wie können sich die Verbraucher schützen? Auch dieser Frage gehen die Reporter nach und erklären, worauf beim Einkauf zu achten ist.

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    • ehemaliger Apfelbauer sagt

      Liebe Christine. Ich finde es immer wieder interessant, wenn nach einer Veröffentlichung, die nicht auf der momentanen Anti-export, -Fleisch, -Roundup(Pestizid), -konv.Landwirtschaft Welle reitet, gleich die „Ihr werdet alle vergiftet“-Keule herausgeholt wird. Na, der Beitrag im BR lässt aber doch in vielen Bereichen zu wünschen übrig. Nur 2 möchte ich herausgreifen. Es werden keine Mengenangaben über die gefundenen Pflanzenschutzmittel gemacht. Aus gutem Grund. Sie sind nicht überhöht. Bei uns nicht zugelassene Mittel dürfen in deutschen Erzeugnissen nicht gefunden werden. Falls doch, macht sich der Erzeuger strafbar – Punkt. Nachweise von den Wirkstoffen können, abhängig von der Witterung, nicht ganz vermieden werden. Zweitens: Auch im Bioanbau sind Pestizide zugelassen. Mikroorganismen, Anorganische Verbindungen, aber auch Mittel, die chemisch hergestellt werden. Ohne diese funktioniert Bio nicht, zumindest nicht bei unserem Schmuddelwetter. Auch dies ist unstrittig und ich kann jedem Kritiker nur empfehlen, Schluß zu machen mit der Aussage „ungespritzt“. Der Bioanbau benötigt selbstverständlich auch Pflanzenschutz. Es ist ungesund, kein Obst mehr zu essen, weil wieder einmal „Giftalarm“ verkündet wurde.

      2+
  8. Stadtmensch sagt

    Zum Thema Auswirkungen des Fleischkonsums stehen sehr viele schwer widerlegbare Fakten in diversen Studien/Atlanten der Spendensammelindustrie. Die verlinke ich nicht, weil das ja sowieso alles Lüge ist. 😉

    Diesen Artikel aus einem konservativen Wirtschaftsblatt fand ich sehr interessant:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/david-r-montgomery-dreck-diesen-boden-wird-die-menschheit-bald-nicht-mehr-gutmachen-koennen-11057611.html

    Ach was solls – ich machs doch:
    vebu.de/themen/umwelt/ressourcenverschwendung-und-welthunger/201-welthungerkrise-durch-fleischkonsum

    1+
    • bauerhans sagt

      es hat sich aber einiges hinsichtlich bodenschutz getan!
      es gibt in usa,australien direktsaat,wo bodenbearbeitung nur aus einer saatrille besteht.
      bei uns in eu gibts die pfluglose mulchsaat,zwischenfruchtanbau und fruchtwechsel zwischen blatt und korn.
      tierhaltung wird sich sicherlich nicht wegen der hungerproblematik zurück entwickeln,da immer noch viel nachfrage vorhanden ist.
      aufstrebende länder wie china oder indien fragen mehr veredelungsprodukte nach.

      1+
    • Sandra Harms sagt

      @ stadtmensch
      es erwähnt niemand, das 2/3 der weltweit zur verfügung stehenden landwirtschaftlichen nutzfläche nur für die tierhaltung geeignet sind. es sagt niemand, das nur auf einem drittel der fläche überhaupt pflanzenbau möglich ist… aber alle und jeder spricht permanent von veganismus….
      ich möchte mal leute sehen, die für veganismus einstehen, wenn sie weizen in der thundra von sibirien anbauen sollen, wenn sie kartoffeln auf den deichen der nordsee anbauen und die nordsee hinterher die deiche wegspült, ich möchte sehen, wie karotten und erbsen großflächig auf almen und steilhängen in den alpen angebaut werden und diese nach ein paar jahren nur noch aus felsen bestehen dank der errosion die dann eintritt, ich möchte auch gerne sehen, gurken in der sachel zone wachsen, interessant wären sicher auch weintrauben in den moorgebieten bei cloppenburg und vechta…

      diese ewige diskussion um den fleischkonsum, über bioanbau im großen stiel ist einfach nur dämlich und bescheuert! wenn wir hier,wo wir die besten vorraussetzungen haben, nicht produzieren was das zeug hält, und das was wir selbst nicht brachen dahin exportieren wo es gebraucht wird , dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn ganz afrika, einer nach dem anderen zu uns kommt, weil dort bittere armut herrsch.
      wir reden davon das wir 2050 rund 10 milliarden menschen sein werden, auf der blauen kugel,und alle müssen satt werden, das tun sie aber nicht, wenn man bio produziert,und wertfolle flächen zur energiegewinnung hernimmt, und eins sag ich dir schon mal vorraus, es wird kriege geben, weil in afrika und asien die leute nicht satt werden….

      3+
      • Stadtmensch sagt

        „alle und jeder spricht permanent von veganismus“

        „In den vergangenen 50 Jahren hat sich die globale Fleischproduktion von 78 auf 308 Millionen Tonnen pro Jahr gut vervierfacht.“
        Hat sich etwa auch die Weltbevölkerung vervierfacht?

        „Doch am meisten vertilgt der „Durchschnittsdeutsche“ Schweinefleisch. Das hat er mit dem „Durchschnittschinesen“ gemein, der in den letzten 40 Jahren seinen Fleischverbrauch versechsfachte. Da sich die Bevölkerung gleichzeitig auf 1,3 Milliarden fast verdoppelte, stieg die globale Nachfrage nach Fleisch und Futtermitteln enorm“

        http://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/fleisch-und-futtermittel.html

        „es wird kriege geben“
        gibt es schon!!

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        • Sandra Harms sagt

          Merkwürdig ist , lieber stadtmensch,
          das der Viehbestand in deutschland seit 1990 zurück geht, einzigste ausnahme geflügel.

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          • Stadtmensch sagt

            Ich habe gelesen, dass der Rückgang nur bei Rindern zu verzeichnen ist.
            Deshalb bin ich immer dankbar für Links, die mein Weltbild erschüttern.

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            • Stadtmensch sagt

              @Sandra: Von den Tierhaltungszahlen kann man nicht automatisch auf die erzeugte Fleischmenge schließen. Die hat sich in den letzten Jahrzehnten auch verdoppelt (High-Input-LW). Kann man alles bei der Spendensammelindustrie nachlesen. Es ist wie es ist, nur 43% des erzeugten Getreides weltweit landen direkt auf dem Teller. Soviel Weideland gibt es gar nicht, wie der weltweite Nutztierpool zur Aufrechterhaltung seiner Körperfunktionen braucht.
              Es ist soweit, wir konkurrieren mit unseren eigenen Nutztieren um Futter.

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            • Sandra Harms sagt

              Ein schwein hat früher genauso viel gefressen wie heute, das ist mal fakt, früher hat aber anderes futter bekommen und ist langsamer gewachsen als heute. früher wurde so ein schwein auch nicht unterhalb von 4 zentnern geschlachtet…. und um da hin zu kommen, hat so ein schwein garantiert 2/3 mehr nahrung gebraucht als heute. von daher hinkt dein vergleich aber arg…

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            • Sandra Harms sagt

              reche doch mal die schweine von 1913 mal 4 zentner also 200 kg aus und die schweine von heute mit 110kg… als 1913, 26 millionen mal 200kg sind 52 millionen tonnen, heute 27 millionen mal 110kg sind 29,7 millionen tonnen. ist doch ein deutlicher unterschied

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            • Stadtmensch sagt

              @Sandra, es geht aber um die Fleischproduktion pro Zeiteinheit. Und da hatten wir 1913 eben 52Millionen Schweine mit jeweil 200kg pro 4 Jahre
              und jetzt 27 Millionen Schweine je 100kg pro Jahr. Ist immer noch eine Steigerung. Wobei ich für 1913 eine andere Zahl nämlich 25 Millionen Schweine
              gefunden habe. Das wäre dann eine Verdopplung der Fleischproduktion von 1913 bis jetzt. Man darf nicht vergessen, dass mit Beginn des 20. Jh. die Schweinemast stark intensiviert wurde. Man würde also ohne Not wieder auf die Fleischproduktion von vor 100Jahren zurück gehen können, ohne zu hungern.

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            • Sandra Harms sagt

              jetzt sind wir beide etwas durcheinander gekommen, ich sprach von 1913 von 26 m. schweinen a 200kg, macht bei ca einem jahr mast dauer bei mir 5200 millionen tonnen schweinefleisch.
              heut reden wir von 25 mi. schweinen a 100 kg, macht bei 6 monaten mast dauer 2500 millionen tonnen, und bei 2 durchgängen a 6 monaten 5000 millionen tonnen, also 200 millionen tonnen weniger.

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            • Stadtmensch sagt

              @Sandra,eigentlich müssen wir nur klären, wie alt ein Schwein um 1913 geworden ist. Nur so kann man einen „Massenstrom“ berechnen. Ich sage 4 Jahre…
              😉

              1+
            • bauerhans sagt

              „…wie alt ein Schwein um 1913 geworden ist. “

              das schwein ist längst tot,der mensch,ders gegessen hat,auch…….so what.

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            • Stadtmensch sagt

              @bauerhans, nee – es geht hier um die Glaubwürdigkeit der Kampfaussage der Spendensammelindustrie: die Fleischproduktion pro Zeiteinheit hat sich verdoppelt (Wahlweise findet man das eventuell auch in der Werbung für die Hochleistungstierproduktion). Also bei nahezu gleichem Tierbestand wie zum Vergleichszeitpunkt 1913. Einem verdoppelten Massenstrom (Masse/Zeiteinheit) steht logischerweise ein verdoppelter Input (Futter) und Output (Gülle) gegenüber. Ich muss es wohl selber rausfinden.

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            • Sandra Harms sagt

              na da hast du es ja stadt mensch ! wenn das so ist das ein schwein früher die viefache menge fressen musste, sind demzuzolge jede menge resourssen frei geworden.
              ein besseres beispeil sind aber noch die pferde!
              wie man noch pferde als zugtiere brauchte ging etwa 1/3 der ente eines jeden landwirts dafür drauf pferde zu fütter. seit den 1950er jahren sind die pferde nun über, was spricht dagegen die menge an futter die vorher pferde gebraucht haben an rinder und schweine zu verfüttern???

              1+
        • Stephan Becker sagt

          @Stadtmensch

          Sind bei den Pro-Kopf-Zahlen in Deutschland einfach nur die Verkaufsmengen der Schlachtereien, egal an wen, durch die Einwohnerzahl Deutschlands dividiert worden oder wird da nur der Verkauf an Metzgereien und Großküchen mit berücksichtigt.
          Irgendwo habe ich vor kurzem gelesen, dass wir in Deutschland einen Versorgungsgrad mit Schweinefleisch von 125% haben, d.h. dass wir 25% mehr produzieren als wir selber verbrauchen. Wird diese Mehrproduktion auch bei diesen Pro-Kopf-Zahlen verwendet?

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          • Stadtmensch sagt

            @Stefan, Gute Frage. Ich weiß nicht, ob da auch das „Haustierfutter“ dabei ist.
            Auch bei der Definition des Versorgungsgrades (was wir brauchen) bin ich skeptisch.
            Ins Haustierfutter wandern wahrscheinlich hauptsächlich die Teile der Schlachttiere, die heutzutage niemand mehr isst. Weiter als Leber und Nierchen habe ich mich auch noch nicht getraut. Als Kind hab ich bei meinem Opa noch Flecke (Pansen?) vorgesetzt bekommen. Weiß nicht mehr, ob mir das damals geschmeckt hat 😉

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            • Sandra Harms sagt

              Pansen??? das frisst nichtmal meine katze…. und die frisst sonst alles, sogar diesen neumodernen grünen blümenkohl… brockolie heist das zeug glaub ich.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Nieren, Leber, Schweinebäckchen, Zunge, Ohren, Schwänzel, Schweinefüße und der Magen, richtig zubereitet, eine Delikatesse und nicht zu vergessen, das Hirn, damit ich hier mitschreiben kann. 🙂

              Kutteln vom Rind, da habe ich was mit der Katze von Sandra gemein, die mag ich nicht. 😉

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            • Stadtmensch sagt

              Ehemaliger Landwirt:
              >>damit ich hier mitschreiben kann

              nur keine Hemmungen. Ich war auch noch nicht in Ägypten aber dank I-Netz kann man sich fast alles zusammen reimen.

              Z.B. könnte ich jetzt einfach sagen: Entweder Staudamm oder fruchtbarer Nilschlamm. Man muss sich entscheiden. Oder: Ok – Willis Getreide geht dauerhaft (entwicklungshilfefinanziert) nach Ägypten. Da freut sich Willi und die Empfänger. Aber eine dauerhafte Lösung kann es nicht sein – oder?

              Oder wir sagen wie immer – der Markt soll es richten. Da siehts aber ganz düster aus. Auch für uns…

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Stadtmensch

              Ich war schon in Ägypten, bin auch über den Nil geflogen, es war interessant, ein grünes Band mitten in der Wüste.

              Na ja, ob derzeit der Nilschlamm jetzt noch die Bedeutung hätte wie früher, ich glaube nicht.
              Auch ohne den Assuanstaudamm wären die Ägypter nicht zu ernähren, die Fläche fehlt.
              Auch wenn der Nassersee gewaltige Ausmaße hat, viel Lebensmittel sind in Nubien bestimmt nicht angebaut worden.

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  9. Andreas sagt

    Lieber Bauer Willi, als ich von den Problemen im süd osten Afrikas hörte, hatte ich die gleichen Gedanken wie Du. Erstaunlich dabei, dass sich die Situation da verschärft und gleichzeitig der Weltgetreidepreis fällt.
    Leider sagst Du auch nicht was zu tun ist. Du und ich sind gleich. Wir meckern nur und beklagen Missstände.

    Wir brauchen eine starke humanitäre „Un -Eingreifmannschaft“, die in akuten Hungersnöten eingreift aber gleichzeitig dortige Märkte nicht zerstört.
    P.S.
    Es heißt ja immer: „Frag den Landwirt“ , Willi, Ihr seid ja bald auf einem großen Podium in Niedersachsen. Ich werde kommen. Werde ich da klüger werden?
    http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Jetzt-reicht-s-Wir-wollen-mitreden-2815797.html

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  10. Gut Mensch sagt

    Lieber Bauer Willi,

    bitte belegen Sie doch einen Fall indem jemand hier im Forum oder von mir auch sonstwo Nahrungsmittelexporte im Rahmen einer Nothilfe als kontraproduktiv verurteilt hat.
    Nicht durch Nothilfen, sondern durch den Export subventionierter Argargüter wobei der Verkaufspreis unter den örtlichen Herstellungspreisen liegt wird der lokale Markt zerstört.

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    • Sandra Harms sagt

      @ gutmensch
      es geht hier nicht um exporte sondern darum das die menschen da unten hungern weil sie wegen el nino dürre haben.
      subventioniert wird hier, damit unsere produkte für den hiesigen markt billiger sind, wäre das nicht der fall würden die herren einkäufer von aldi und konsorten nur noch auf den weltmarkt einkaufen, dann hätten die erst recht nix mehr zu fressen da unten.
      man muss schon arg schlecht in mathe sein, wenn man solche behauptungen aufstellt wie sie! wenn die subventionen fallen, dann wird hier nicht mehr alles produziert, weils sich nicht mehr lohnt, wem ist denn geholfen wenn wir als nächstes zucker von überall herbekommen nur nicht mehr von unseren feldern… den leuten in ärmeren ländern sicher nicht, die werden dann nämlich weniger zucker zur verfügung haben, weil wir den markt leeerkaufen werden… und einige wenige davor reich werden. so siehts aus.
      Leute wie sie, zeigen gleich wider mit dem finger auf die landwirtschaft, in diesem falle auf die direktzahlungen, fassen sie sich doch mal an die eigene nase! müssen es im februar , neue kartoffeln aus ägypten sein, melonen aus algerien, spargel von sonst wo??? nein, muss nicht sein, werden sie jetzt sagen! erklären sie mir aber mal, warum man das in jedem supermarkt bekommt, warum angeboten und verkauft wird… anstatt bis juni auf neue kartoffeln zu verzichten, auf spargel bis mai zu warten, anstatt der melone, einen apfel zu essen… usw usw…

      2+
      • Gernot sagt

        @ Sandra Harms

        Sehr geehrte Frau Harms,
        es sagt viel über Sie als Person aus, dass Sie auf eine kritische Hinterfragung eines Statements und einer Klarstellung direkt aufbrausend und beleidigend reagieren.

        Es geht also nicht um Exporte, bzw. eine provokativ gestellte Frage?
        „Müssen wir da nicht helfen? Oder machen wir da auch mit Agrarexporten deren Märkte kaputt? “

        Hmm, scheint ich leide unter einer Leseschwäche….
        Und das bei der von Ihnen attetestierten Matheschwäche.
        Aber ich bin ja für jede Art der Aufklärung dankbar. Wie also helfen die Deutschen Bauern, die Deutsche Lebensmittelindustrie den Verbrauchern hier oder im Ausland dadurch, dass Hühnerschenkel nach Afrika exportiert werden, dies zu einem Preis, der unter den lokalen Herstellungskosten liegt?
        Es ist den lokalen Geflügelzüchtern dadurch nicht gedient, aber da täusche ich mich sicherlich wieder.

        Wieso ist es schlimm, böse, was auch immer auf die Direktzahlungen hinzuweisen? Fakt ist, das ein Bestandteil des Einkommens in der Landwirtschaft von der öffentlichen Hand, also dem bösen, bösen Verbraucher finanziert wird.

        Zu Ihrer Frage warum Kartoffeln aus Ägypten und Melonen von sonstwo importiert werden müssen.

        Weil es die Nachfrage gibt. Ich verstehe auch nicht wieso Leute scharf darauf sind, aber wir leben in einer freien Welt.

        Ich selber fasse mir gerne an die Nase, aber helfen Sie mir doch bitte.

        Wo kann ich in den Monaten April bis September eine vernünftige Kartoffel kaufen?
        Heimische Ware ist ja in den Supermärkten nicht mehr zu bekommen sondern nur dieser Kartoffelersatz, der nach nichts schmeckt.
        Einlagern, so wie es noch in meiner Kindheit gemacht wurde kann ich die Kartoffeln leider nicht im Herbst, da ich keinen Keller habe.
        Soll ich wirklich auf Südfrüchte verzichten nur um den Apfelabsatz zu steigern? Hat man in Teilen von Deutschland schon mal versucht, ist gescheitert.

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  11. bauerhans sagt

    die entscheidende frage ist:
    wer will/soll das bezahlen,zumal flüchtlinge hohe ausgaben verursachen…..

    1+

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