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Edeka: Bio billiger als konventionell – wie geht das?

Eine aufmerksame Leserin hat mir ein Prospekt von Edeka Nord zugeschickt, dass seit dem 8.4. gültig ist. Auf der Rückseite findet sich ein Vergleich von gleichen Produkten in Bio und konventioneller Ausführung. Bei diesem Warenkorb, so die Aussage, ist der Warenkorb in Bio 11,60 € billiger als konventionelle Ware. Angezeigt werden auch die Kassenzettel, die das belegen (sollen). Die Leserin fragt mich, wie das möglich ist.

Eine wirkliche Erklärung habe ich nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass bestimmte Bio-Produkte z.B. aus China importiert wurden und hier nur nach Bio kontrolliert wurden. Bei Tomaten und Tomatenmark z.B. ist das bekannt.  Was auch möglich ist: Edeka hat die Preise für diese Aktion bewusst angepasst, also bei Bio gesenkt und bei konventionell erhöht. Mir fehlen dazu aber langfristige Preisbetrachtungen.

Habt ihr noch eine Idee?
Findet ihr das Verramschen jetzt auch von Bio-Produkten gut? Ich nicht…

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92 Kommentare

  1. Ich habe beim Kattendorfer Hof nachgefragt: die sagen, bei Edeka kann es nur billiger sein, wenn die Erzeuger (egal ob in Deutschland, Spanien oder China) entsprechend unfair bezahlt werden vom Edeka-Einkauf. Geht gar nicht anders. Der Kattendorfer Hof macht nur Direktvermarktung, dadurch kann deren Bio-Abo (Ernteanteil) in der solidarischen Landwirtschaft (Solawi) echt und fair bezahlt wirklich billiger sein als konventioneller Lebensmitteleinkauf. Die haben das ausgerechnet, hier kann man es nachlesen: https://www.kattendorfer-hof.de/

  2. Elvira sagt

    Edeka u. Co werfen immer mehr Markenprodukte aus dem Sortiment, angeblich um den Verbraucher vor Wucherpreisen zu schützen. Sind wir unmündige Bürger und brauchen Edeka als Beschützer ?
    Hat sich die Eigenmarke in Bio oder konventionell erst mal etabliert werden die Preise auch steigen.
    Hat schon mal jemand gesehen/ gelesen wieviele Containerladungen allein an Lebensmittel täglich in DE ankommen ?
    Das kann kein Mensch kontrollieren und schon gar nicht ob es tatsächlich Bio ist.
    Aber am besten zum “Bio” dann noch hochverarbeitete Fertigprodukte kaufen dann hat der Irrsinn die Spitze erreicht.
    Würde es Edeka um Umweltaspekte gehen würde es ganz viele Frischwaren, weder in Bio noch konventionell im Markt, zu fast jeder Jahreszeit geben. Es geht einzig und allein um Profit was durchaus normal ist sie sind ja schließlich nicht die Wohlfahrt brauchen sich dann auch nicht als ” Weltenretter” darstellen.
    Die Preise für die Produzenten, die “vielleicht oder auch nicht” in Bioqualität produzieren wäre schon interessant. Warum sollte jemand viel aufwendiger in Bio anbauen und dafür weniger Geld erhalten ?
    Erhalten sie mehr Geld müssen die Produkte teuerer sein oder die anderen haben eine riesige Gewinnmarge.

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  3. Limes sagt

    @Lützen :Was sie mit den vielen einzelnen Kommentaren ausdrücken sind die diffusen Ängste eines besorgten Bürgers der irgendwo im www etwas aufgeschnappt hat.
    Sie sollten zur Kenntnis nehmen Pflanzenschutzmittel (PSM) auch Glyphosat werden von der Produktion über die Anwendung aber auch ebenso bezüglich ihrer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt nach sehr vielen gesetzlich definierten Standards weltweit geprüft. Weiterhin erfolgt eine regelmässige Überprüfung (review) der Zulassungen durch unabhängige Behörden auf Landes als auch EU Ebene. Das Pflanzenschutzgesetz regelt die Anwendung, Vertrieb, Beratung, Werbung und Handel aber auch die Dokumentation der verkauften Wirkstoffmengen.
    Es werden weiterhin z.B die Einstufung der verwendeten chemischen Bestandteile nach Chemikaliengesetz und Gefahrverordnung nach REACH (EU Vorgaben) vorgenommen. Zulässige Rückstandswerte MRL in Lebensmitteln werden weltweit mit einem Sicherheitspuffer festgelegt. Sie sehen unabhängige staatliche Institutionen bewerten regelmässig PSM Wirkstoffe als auch die Produktformulierungen.
    Natürlich gibt es neben den staatlichen Institutionen noch diverese andere von Interessen auch wirtschaftlichen, geleitete Einzelmeinungen zu diversen PSM häufig steht Glyphosat im Fokus . Leider sind diese häufig sehr selektive Darstellung häufig auch mit böswilligen Unterstellungen orchestriert mit entsprechenden Schlagzeilen. Sie sollten sich davon nicht verwirren lassen und a den staatlichen Instiutionen vertrauen. Wie sonst können wir in einer Gemeinschaft vernünftig zusammenleben.
    Hinsichtlich des Umfangs und Vollständigkeit werden andere chemische Verbindungen die durch Menschen produziert und konsumiert werden leider inhaltlich wesentlich oberflächlicher geprüft als PSM.
    Ich denke da z.B an C2H6O auch als Ethanol bekannt. Ethanol ist wenigstens noch als Gefahrstoff nach UN1170 gekennzeichnet und es hat einen Nutzen nicht nur in der Lebensmittelproduktion sondern auch als Reinigungsmittel oder Lösungsmittel aber für eine andere derzeit im Fokus stehende chemische Verbindung das Tetrahydrocannabinol kurz THC genannt die zur oralen Anwendung als auch zum Inhalieren im öffentlichen Raum freigegeben findet man als Extrakt folgende UN Klassifizierung “H361: Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen”. Verbindlicher Rückstands- und Toleranzwerte analog einem MRL für PSM Wirkstoffe vor sind mir für diese Chemikalie THC nicht bekannt.
    Eine weitere interessante nicht nachvollziehbare Tatsache ist die laschere Prüfung von Grundstoffen als Pflanzenschutzmittel ohne Dokumentation der eingesetzten Mengen. Warum erfolgt dies nicht im Sinne Verbraucherschutz? Haben Sie eine schlüssige Antwort?
    Jeder kann individuell entscheiden welchem Risiko er sich aussetzen will bei mir ist es klar Ethanol in begrenzten Mengen, kein THC und bei Lebensmitteln wähle ich die Varianten die mit geprüften und amtlich zugelassenen PSM inkl Glyphosat Produkten erzeugt werden. Grundstoffe Produkte meide ich aber die können gerne andere essen.

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  4. Ertl Elisabeth sagt

    Entweder müssen sie liegengebliebenes Bio verramschen oder sie finanzieren Bio mit Konvi, um die Bevölkerung zu bio zu erziehen. Vielleicht beides.

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    • Limes sagt

      Da wird nichts verramscht das wurde für die Aktion von den Herstellern der Bio Produkte für diese Aktion produziert. Bezahlt wird es wohl vom LEH zeitverzögert nachdem der Verbraucher es gekauft hat, Bestände d.h Ware die nicht vekauft wurde wird der LEH dann wohl zurückgeben. So läuft das im Business. Vermute der LEH liebt die Marge und kostenlose Promotion weniger das Risiko.

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  5. Frank sagt

    Mir ist es egal, ob das als Bio (oder sonstwas) deklariert wird. Ich finde das Verramschen von Lebensittel grundsätzlich daneben. Sonderprofite mit vegan & Co. allerdings auch.
    Mal ehrlich, meine Großeltern und Eltern haben ihre Lebensmittel zum Teil selbst angebaut, oder zum Teil gekauft, zeitgemäß “normal” produzierte Lebensmittel allesamt, etliche von den Verzehrern sind im gesegneten Alter von 85+ gestorben. Vielleicht liegts daran, dass es zwar konventionelle Ware war (“Bio” gabs da eh nicht, wobei die häuslichen Gärten weitgehend dem entsprachen), aber die Zubereitung zu ca. 90-95% selbst erledigt wurde und nicht einer Lebensmittelindustrie oblag.

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    • Elvira sagt

      oh mir gedenkt aber aus Kindertagen noch gut das auf alles Kunstdünger kam.
      Auch die kleinen Äcker die noch viele selbst bewirtschafteten war ein blaues Meer aus Kunstdünger.
      Kühe gab es fast keine mehr, Hühner und Hasenmist, soweit vorhanden, wurde im Garten genutzt.
      Nun zum Thema Bio, ist mir auch schon öfters bei Edeka aufgefallen das Bio günstiger ist.
      Dafür steht auf TK Erbsen &Co vegan, damit die Doofen wissen das Gemüse vegan ist und für den Hinweis natürlich der Preis höher.
      Zum Glück muss ich selten einkaufen da ich mit Gemüse, Obst, Nüsse und Geflügel den Bedarf ziemlich gut selbst decken kann, ausser Kartoffeln die gibts vom Bauer direkt.

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  6. firedragon sagt

    Das ist ein falscher Vergleich, nicht gültig, da Mogelpackung!

    Es wird Edeka Hausmarke Bio mit Markenprodukten verglichen.

    An das Edeka Marketing Team,
    bitte legen Sie Ihre Ksmpagne neu auf.

    entweder: Ihre bio Hausmarke mit bio Markenprodukten

    oder: Ihre bio Hausmarke mit Ihrer konvi Hausmarke

    Alles andere ist Verbrauchertäuschung.

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  7. Limes sagt

    Einen Teil dieser Markenartikel z.B Kölln Flocken… kaufen wir ebenfalls aber nicht zu diesen Preisen sondern im Angebot zu deutlich geringeren Preisen auf Vorrat. Wurst kaufen wir beim Metzger. Guten Apfelsaft gibt es auch zu günstigeren Preisen als 2.29 Euro pro l. Auch die Milchprodukte gibt es deutlich günstiger wenn man Angebote nutzt. Kaufkriterium ist die Herkunft d.h Ort Abfüllung möglichst Wohnortnah der muss auf jeder Packung angegeben werden. Bsp DE-HE007 oder DE-RP…. oder …
    Bei billiger Bio Milch sieht man zunehmend AT- auf der Verpackung.
    Dieser Vergleich ist geschickt zusammengestellt es werden Äpfel mit Birnen verglichen. Dem aufmerksamen Verbraucher der sich informiert und vergleicht ist dies wohl nicht entgangen.
    P.S zu “Mandelmilch” kann ich nichts sagen verfolgen wir nicht die gibt es für uns nicht denn Mandeln sind Pflanzen und Milch trinken wir vom Tier früher als Kleinkind mal Milch vom Mensch.

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    • Sabyne sagt

      Milch ist ja auch so ein Thema. Ich glaube, da könnte man einen Extrabeitrag zu schreiben. Beim örtlichen Edeka finde ich ein Regal mit ungezählten Milchsorten. Biomilch, Weidemilch, Bauernmilch, Milch aus der Region und Milch vom anderen Ende der Republik, alle von der Kuh und ALLE sind länger haltbar. Es gibt nur eine “normale” frische Vollmilch, die nicht länger haltbar gemacht wurde, und das ist eine Demeter-gelabelte Milch der Norddeutsche Demeter-Milchbauern Drochtersen (liegt im Kreis Stade, Niedersachsen) abgefüllt durch Luisenhof Milchmanufaktur Velten (Brandenburg).

      Die Packungsaufschrift zeigt das Portrait einer behornten Schwarzbunten mit dem schriftlichen Hinweis “von horntragenden Kühen”, mit Liebe gemolken für EDEKA.

      Der Preis für dieses Produkt lag letzte Woche bei 1,59 Euro (Werbung).

      Aber zurück zu diesem Fimmel “länger haltbar”: Was soll das? Warum tut man dem Naturprodukt Milch so eine industrielle Verarbeitung an? Hängen vielleicht die vermehrt auftretenden Laktose-Intoleranzen mit dieser Art der Verarbeitung zusammen?

      Sollte die längere Haltbarkeit zur Vermeidung von “Wegwerfen” gedacht sein, könnte man ja – wie früher auch – Halbliterverpackungen anbieten. Aber nein, damit lässt sich dann nur etwas mehr als die Hälfte verdienen.

      PS: Ich könnte auf beim Bauern vor Ort Milch zapfen. Mache ich aber nur in der Not, denn diese Rohmilch (so deklariert) rahmt nicht auf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Mich jedenfalls irritiert das schon.

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      • zmp_nachfahre sagt

        Die Vermutung, daß Laktose-Intoleranz durch die Milchbehandlung gefördert wird, habe ich auch schon gelesen. Grund sei, daß durch die Wärme ein Enzym zerstört wird, das ansonsten bei der Verdauung hilft. Halt umso mehr, je “intensiver” die Behandlung ist.
        Andersherum ist es aber tatsächlich so, daß frische Milch nicht so gut für Cappuccino etc funktioniert (mal unauffällig beim Barista schauen, was er so verwendet…)

        In Stade gemolken, in Brandenburg verarbeitet – sind ja nur 300 km?!? Nun ja, der “Einzugsbereich” dessen, was hier als “Alpenmilch” verkauft wird, sind auch so 50 km… 😉

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      • Reinhard Seevers sagt

        Es geht eben in einer arbeitsreiligen, urbanen und demographisch entkoppelten Gesellschaft nicht mehr, wie bei Oma oder wie bei Meyers aufm Dorf. Die länger haltbare Milch ist ein Zugeständnis an den Verbraucher und den Handel. Ich finde es außerordentlich sinnvoll. Die Abfüllung in Halbliter-Portionen ist aber dennoch sinnvoll.
        Rohmilch, die nicht aufrahmt kann ja nur homogensiert sein….ansonsten ist es Magermilch? 😎

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        • Sabyne sagt

          Nun ja, ein Zettel am Milchautomaten weist darauf hin, dass die Rohmilch vor Verzehr abzukochen ist.

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      • Smarti sagt

        Sabyne, früher hat der Landwirt oft die Milch direkt aus dem Melkeimer umgefüllt in die Milchkanne, diese wurde dann mit Brunnenwasser gekühlt. Dieser Milch konnte man beim aufrahmen zugucken, schnell gab es so eine dicke, fette Schicht.
        Heute wird die Milch via Milchleitung direkt in den Tank geschossen, wo meist schon kalte, gerührte Milch liegt. Sie wird so schnell wie möglich auf 4-5 Grad runter gekühlt und dauernd gerührt. Diese Milch rahmt langsamer auf ( mind. 12 h ) und die Rahmschicht ist “locker”, kann also ganz einfach wieder untergerührt werden.
        Wenn die Kühe nicht auf der Weide sind, ist diese Schicht schneeweiss, nur bei viel Gras wird sie leicht gelblich.

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        • Sabyne sagt

          Danke, Smarti, für die Erklärung. Was ich nicht verstehe: Die Milch rahmt auch bei mir im KS nicht auf und da steht sie schon mitunter mal 24 Stunden unberührt. Im Vergleich: Die Demeter-Milch hat den Rahm innerhalb kurzer Zeit.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Das ist schon etwas merkwürdig….ist das ein Betrieb mit Melkroboter und/oder Käseherstellung = Mikrofiltration?

          • Smarti sagt

            Eigenartig, das wundert mich jetzt auch. Vielleicht macht der Landwirt einen Emulgator rein, weil die Kunden keine aufgerahmte Milch mögen ? Oder in der Kanne hinter dem Zapfhahn rahmt die Milch schon auf und Sie kriegen nur den unteren Teil ab ? Ich würde einfach mal nachfragen. Auf die Antwort bin ich gespannt.

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            • Sabyne sagt

              Wenn ich da mal wen sehe, frage ich.

              Aber darf man Rohmilch noch als solche verkaufen, wenn ein Emulgator dazugefügt wird?

              Die zweite Idee, dass nur der untere Teil des Behälters in die Kundenflasche läuft, finde ich nachvollziehbar.

              • Smarti sagt

                Ich habe nur nach Erklärungen gesucht, keine Ahnung, ob es das überhaupt gibt und dann erlaubt wäre.

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    • Elvira sagt

      Apfelsaft kommt aber relativ oft aus Fernost als Granulat nach DE und wird dann zu Saft gemacht, daher kann man sich auf “hergestellt in DE” nicht verlassen Prost.
      Es gibt mittlerweile soviele ( zumindest bei uns Kreis Germersheim) verwilderte Streuobstwiesen mit ein wenig Recherche und Fragen kommt man da zu günstigem einwandfreien Obst das man an vielen Stellen pressen lassen kann.
      Ich nutze seit Jahren von meinen uralten Mostbirnenbaum die Birnen gemixt mit Äpfel um eigenen Saft pressen zu lassen. Letztes Jahr kostete der L 0,92€ bei 150L und der Saft ist nicht gemischt mit anderen Abgeber sondern nur von meinem Obst.

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  8. Andreas sagt

    Ich persönlich finde das alsolut logisch, dass Bio-Lebensmittel für die Konsumenten preisgünstiger sind.
    Wer unbedingt mit Glyphosat behandelte Nahrung will, soll dafür auch mehr bezahlen(:-))

    • Christian Bothe sagt

      Was für eine schwachsinnige Antwort von Andreas!!!!!
      So wie ich den LEH kenne, dreht sich das ganz schnell wieder…Eine Marketingaktion von Edeka und weiter nichts! Wird und wurde ja im konventionellen Bereich mit Markenprodukten und Eigenprodukten ständig gemacht! Nicht nur bei Edeka, kenne es sehr gut von Globus u.a. wie man meinen Original Thüringer Klossteig mit Thüringer HKZ,DLG,CMA Label verramscht hat.

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            • schmeckt gut sagt

              Bei Linsen, Kicherbsen und Hafer gelten die gleichen Anbaubedingungen, wie beim Senf. Und Tee mit Gly zu behandeln wäre töricht. Der mehrjährige Strauch stirbt dann. Gly-nachweis gleich Reiniger.

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              • Wolf Lützen sagt

                Glyphosat in:
                Bier, Erdbeeren, Spinat, Äpfeln,
                Mehl, Brot,
                Honig, Birnen,
                Kichererbsen, Spaghetti, Johannisbeeren, Mandarinen, Tafeltrauben, Orangen, Pfirsichen, Aprikosen,
                Paprika, Kräutern.
                Wo bitte nicht?
                Außerdem natürlich auch im Blut.
                “Glyphosat-Rückstände halten sich in Lebens- und Futtermitteln 2 Jahre lang, in Produkte Mit hohen Stärkeanteilen bis zu 4 Jahren, sie werden durch Kochen und Backen nicht zerstört.” Bund

                • Bauer Willi sagt

                  Wetten, dass Sie keine Belege für Ihre Behauptungen haben? Den BUND e.V. als Beleg zu nennen ist schon mutig, da er mehrfach bei Falschbehauptungen erwischt wurde. Ich sage nur “giftige Erdbeeren”.

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          • schmeckt gut sagt

            Der Senf kommt bei Nachweis aus Import. Sikkation ist in D verboten, bei Senf aber möglich.

            • Thorens sagt

              “Der Senf kommt bei Nachweis aus Import.”

              Und die Kichererbsen wie der Tee sowieso.

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            • Wolf Lützen sagt

              Hallo Bauer Willi, es gibt Belege über Belege.
              Sie als Glyphosatfan verschließen die Augen. Bayer hat 10 Milliarden US-Dollar allein in den USA an Schadenersatz gezahlt. Da soll in allen Fällen nichts gewesen sein?

              • Inga sagt

                Man kann die Anwendung von Glyphosat nicht mit der Anwendung in der EU vergleichen, denn wir haben ein anderes Pflanzenschutzgesetz!!!

                Haben Sie das noch nicht gewusst, Herr Lützen?

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                • Schmeckt gut sagt

                  Inga, es ist zwecklos. Herr Lützen ist im Panik-modus. Da kann man nix machen.

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                • Wolf Lützen sagt

                  Nachweise von Glyphosath nicht nur ein eingeführten Lebensmitteln!

                • Schmeckt gut sagt

                  So, Herr Lützen, dann mal Butter bei die Fische: Quellen bitte nennen. Und kommen sie nicht mit BUND, Greenpeace… Etliche male wiederlegt mit beispielsweise falscher Datenbasis/-erhebung, falschen Schlussfolgerungen, Panikmache mit Mikromengen…

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                • Wolf Lützen sagt

                  Es sind ja wohl etliche Urteile. Nicht mehr liegen US-Gerichte falsch, siehe Diesel-Skandal.

                • firedragon sagt

                  Herr Lützen,

                  als Bayer in der Überlegung war Monsanto zu “übernehmen”, war ich der Überzeugung, wenn die das machen, ist es ihr Grab.
                  Vielleicht kann man ja mal einen klitzekleinen Gedanken in diese Richtung wagen und sich die Frage stellen, warum es Klagen hagelt, nachdem eine dt. Firma eine us Firma übernommen hat.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Genau Herr Lützen. Es wurde ja auch kein Nachweis der Schädigung ausgehend von Glyphosat beurteilt, sondern ausschließlich die “Möglichkeit” eines Zusammenhanges zu Erkrankungen nicht ausgeschlossen. Da kann auch ein Kettenraucher mit einem guten Anwalt Recht bekommen…die US-Justiz ist eben anders, als die unsrige. Aber seien Sie beruhigt, wenn dieses System ert bei uns etabliert ist, dann kann auch hier ein heißer Kaffee bei MC Donalds zu einer einträglichen Anwaltlichen Geldquelle mutieren.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Trinken Sie endlich etwas anderes Herr Lützen, Glyphosat schadet Ihnen, ehrlich!

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        • schmeckt gut sagt

          Bei Gewürzgurken kann es sich bei Glyphosatnachweis nur um Fake oder Reste von Reiniger handeln. Wenn Gurken mit Gly behandelt werden, sterben sie ab und können nicht mehr verarbeitet werden.

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    • Limes sagt

      stattdessen einfach N-Phosphonometyhlglycin verwenden da erhalten Sie qualitativ hochwertige Lebensmittel und dies auch noch nachhaltig da die weltweit begrenzt verfügbaren Anbauflächen vernünftige Erträge ergeben.
      Hat sich weltweit bewährt und ist zum anerkannten Standard geworden.

    • Smarti sagt

      Andreas, was sagen Sie zu den Beobachtungen, dass Glyphosat auch natürlich von Bakterien in Abwasserleitungen und in der Kläranlage gebildet werden ?
      Von welcher Pflanze kann man ernten, nachdem sie mit Glyphosat behandelt wurde ?

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    • Stef sagt

      “mit Glyphosat behandelte Nahrung”

      Schönes Oxymoron. Da es aber in Europa keine Glyphosat-toleranten Kulturen gibt, sehr unwahrscheinlich.

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    • evo.... sagt

      Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass das Theater um Glyphosat wieder- wie damals das Tiermehl bei BSE- ein Scheingefecht ist. Dann braucht man den Leuten nicht die Wahrheit (BSE stammte von Medizin aus Rinderhirnen) zu sagen.

      Gewisse Kreise nutzen aber leider jede Chance um an Geld zu kommen oder sich wichtig zu machen und dann wird das Thema ausgeschlachtet.
      Wenn es um Insekten geht, sollte man sich wohl eher mit Reifenabrieb, Auspuffen und Schloten befassen.

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    • Elvira sagt

      Andreas von Landwirtschaft scheinen Sie aber recht wenig Ahnung zu haben. So wie früher die Städter ( mittlerweile ist der “Virus” weiter verbreitet) oder Leute die meinen mit einem Hochbeet ein ” Selbstversorger” zu sein und Bioanbau im Haupterwerb ohne Spritzmittel auskommt.
      Es mag keine große Rolle spielen wenn man für sich gärtnert und die Ernte mickrig ausfällt aber Landwirte stehen für die Ernährungssicherheit.
      Anscheinend wollen das viele einfach nicht kapieren und den Preis für Bioanbau in DE auch nicht bezahlen. Da kauft man selbst während der Erdbeerzeit in DE ausländische Ware aus Trockengebieten in Bio was ja wohl ein Hohn ist.

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    REAL-SATIRE:

    Gefühlt in Stein gemeißelte Wettbewerbsverzerrungen befeuern WEN – WAS – WIE – WARUM – WOHIN!? Fünf „W‘s“ deren Sinnhaftigkeiten sich jedem Otto Normalverbraucher nicht unbedingt sofort erschließen wollen. Muss ja auch nicht, wenn‘s dem eigenen geschundenen Geldbeutel hilft und dabei auch noch Balsam für die notleidende Öko-Seele liefert.

    Wem könnten wir an den Kittel flicken, wie pervers hier schlecht getarnt bewusst getäuscht wird.

    Die AMPEL ist aktuell anderweitig beschäftigt, sich in den eigenen Ruhmestaten erst einmal sonnen zu wollen, warum sich gleich wieder neuen unbrauchbaren Ärger ans Bein heften wollen!?

    Hoch die Krüge! – Gelb gibt grünes Licht für unsere Hobbybrauer!

    Immerhin will Christian Lindner diese Spezies jetzt für die auch für den Hausgebrauch fällige Biersteuer befreien mit einer Änderung des Biersteuergesetzes dürfen künftig 500 anstelle von nur 200 Liter steuerfrei hergestellt werden – na ja, noch(!) ausschließlich für den Hausgebrauch. Besagt ein Referentenentwurf zur Änderung der Jahressteuergesetzgebung 2024 dem Vernehmen nach.

    Billigend nimmt man dafür wohl das „riesige Haushaltsloch“ für dieses Steuer-Freibier in Kauf: Statistisch ermittelt im Gesamtjahr 2021 ein Steueraufkommen mit immerhin rund 11.000,00 € (in Worten: elftausend EURONEN!!!)

    …Denksportaufgabe:

    Wieviel Male 500 Liter privat gebrautes Bier für den Privathaushalt könnten Platz finden in den Heiligen Hallen unserer LEH‘s!? Schließlich sind wir alle ja ein bisschen Mensch und sollten wieder dem Philanthropen in uns mehr Raum gewähren. – Win-Win für Körper, Geist und Seele, und nicht zuletzt für jeden einzelnen Geldbeutel. Vertrauen wir auf EDEKA und Co. – man wird das geeignete Schlupfloch vielleicht schon bald entdecken!? 😉

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      1,37 Liter pro Tag, da wird man direkt zum Alkoholiker, wo soll der Hobbybrauer noch den Schnaps unterbringen, den ich erzeuge?😒

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  10. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Ich finde das Verramschen von Bioprodukten zumindest nicht bedauernswert. Bio ist immer hofiert worden und zumindest anfangs wurde zur Biowerbung auch das “schlechtmachen” der Konviprodukte eingesetzt. Selbst Biobauern argumentierten gegen ihre konventionellen Kollegen. Mein Mitleid hält sich stark in Grenzen. Da man aber eine Ernährungswende will mit wenig Einfluß der Landwirtschaft und viiiiieeel Industrie ist die Umstellung auf Bio mit stärker vegetarischen und veganen Produkten ein Mittel zum Zweck. Edeka arbeitet der Regierung zu, was sonst! Aber bitte, wie heißt es so schön beim DBV: “Ich bin Zukunftsbauer, weil …”

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Noch was vergessen. Die Biosachen auf dem Plakat stehen offensichtlich auf einer saftigen, naturbelassenen Wiese während die (schlechten) konventionellen Produkte auf einer naturzerstörenden, versiegelnden Asphaltstraße stehen. Einfach Natur pur dieses Bio!

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      • Sabyne sagt

        Gut beobachtet. Aber auf den zweiten Blick finde ich die Abbildungen auf der linken Seite besser und deutlicher lesbar als die auf der rechten Seite.

    • Thomas Bröcker sagt

      Ich bin trotzdem erstaunt, wie es der Weltretterszene gelingt ihre Ziele umzusetzen. Der Handel dürfte sich wohl zum Schlüssel für die Weltrettung aufschwingen. Das ist eine Symbiose bei der Umsetzung falscher Prämissen auf der Basis falscher Erzählungen, die eigentlich (Über)lebensgefährlich ist. Wenn die praktische Wirklichkeit nicht passt, werden abweichende Erkenntnisse und Erzählungen unter Bann gestellt. Die jeweils machthabende Gesellschaftsschicht/-gruppe ist mit dieser Verfahrensweise seit Jahrhunderten erfolgreich. Manchmal habe ich doch den Eindruck, dass die Zeit sich seitwärts bewegt.
      Die Osterinseln lassen grüßen.

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  11. Reinhard Seevers sagt

    https://www.gabot.de/ansicht/edeka-neue-kampagne-422046.html
    “„Als Lebensmitteleinzelhändler sind wir die Schnittstelle zu täglich zwölf Mio. Kundinnen und Kunden. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Wir möchten es deshalb so einfach wie möglich machen, sich beim Einkauf für nachhaltigere Lebens­mittel zu entscheiden – und das zum kleinen Preis. Unsere Partnerschaft mit dem WWF liefert uns dafür die inhaltlichen Leitplanken und klare Zielsetzungen“, sagt Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG.

    Zusammen mit dem WWF arbeitet der EDEKA-Verbund bereits seit 2009 daran, die natürlichen Ressourcen der Erde zu schonen und immer mehr Kund:innen für nach­haltigere Produkte sowie nachhaltigeren Konsum zu begeistern. Mehr als 500 Eigen­markenprodukte erfüllen dabei die ökologischen Standards des WWF und dürfen den WWF-Panda auf ihrer Verpackung tragen – eine klare Orientierung für die EDEKA-Kund:innen. Um künftig noch mehr zu erreichen, haben die Partner die erfolgreiche Zusammenarbeit um weitere zehn Jahre verlängert mit dem Ziel, die Lieferketten und somit die Versorgung von Menschen und Märkten noch ökologischer zu gestalten und langfristig abzusichern. Auch Netto Marken-Discount und Budni sind Teil der wegweisenden Partnerschaft.”

    Die Welt wird und muss von EDEKA gerettet werden!
    Wer soll es denn sonst machen? 😎

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  12. Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

    BILLA Österreich (REWE Konzern) hat 2 Bioschienen, wie der Konzernchef erläuterte. Die qualitatativ hochstehende “Ja, natürlich” Schiene und die billigere Bioschiene, die sich BILLA bio nennt und fast ausschliesslich aus dem Ausland importiert . Für die Konsumenten scheint nur wichtig zu sein, dass Bio draufsteht. Und das ist das Problem für alle Produzenten, dass durch diese Geschäftspraktiken des Handels alle Bauern, konventionelle oder bio, gewaltig leiden.

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    • Inga sagt

      Was anderes ist ja da auch nicht zu erwarten.
      Nur damit der Konsument sich keine weiteren Gedanken darüber machen muß.

      Damit er manipulierbar bleibt?

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      • Solange diese Groß Konzerne der Lebensmittelbranche das sagen haben wird sich nichts ändern, der Kunde will halt meist nur noch billig billig und der Lobbystab von Edeka und Co.wird immer einflussreicher bei den Regierenden.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Das zeichnet sich auch bei allen Bio-Direktbelieferern ab. Gegen die Möglichkeiten der großen Ketten kannst du nicht “anstinken”. Die sind in der Lage das ganze Jahr gleichbleibende Mengen und Qualitäten überall einzukaufen und dann dem Endkunden kontinuierlich anzubieten.
      Der Mensch … auch der bio-affine … ist letztlich bequem. Die Leidensfähigkeit bezüglich der wechselnden Angebote und Qualitäten in ABO- und SOLAWI Kisten ist begrenzt. Die wenigsten wollen wirklich sehr viel mehr Zeit für die regional- basierte Ernährung investieren. Das ist letztlich auch der bestimmende Faktor. Fast Niemand ist langfristig wirklich bereit, die Zeit für die vielen bequemen und schönen Dinge zu Gunsten einer aufwändigen ” althergebrachten” Selbstversorgung mit viel Zeitaufwand (Haltbar machen, verarbeiten, Vorratshaltung) zu beschneiden.
      Auch bei “meiner” SOLAWI gehen die Kistenzahlen jetzt zurück. Die beiden Chefs sehen das Heil jetzt ebenfalls im Handel. Einkauf – Verkauf – Belieferung und Spannen maximieren. Willkommen in der schönen neuen Welt kann ich da nur sagen. Man stellt sich darauf ein oder geht unter.
      Die Bequemlichkeit siegt. Wenn Versorgungssicherheit irgendwann ein Problem wird, ist der Handel (bzw. seine Eigentümer) mit dem Geld über alle Berge und Schuld haben alle Anderen.
      Es handelt sich um ein generelles Politikversagen durch Ausblenden der Gesetze des Marktes und das völlige aussetzen der richtigen Steuerung der Rahmenbedingungen für den Erhalt des sozialen Friedens. DAS ist die originäre Aufgabe der Politik, die reinen Marktkräfte als solche sind durch die derzeitige Konzentration auf wenige Akteure in ihrer Wirkung prinzipiell “asozial”.

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  13. Antje Koslowski sagt

    wie sicher u. geschützt ist denn der Begriff “Bio”
    hat EDEKA da vielleicht eigene Standarts, die einfache einzuhalten sind?
    oder Untersuchungsmethoden für ausländische Ware … ?

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    • Limes sagt

      Die Siegel bzw Logo Industrie z.B wwf und andere sind auf den Verpackungen prominent vertreten damit ist Edeka fein raus und der Verbraucher zahlt es über den Preis.

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  14. feizelmeier sagt

    Ich habe die Artilel über die Preiszettel verglichen. Konventionelle Rechnung nur Markenware. Biorechnung nur Eigenmarken mit zum Teil zusätzlichem Rabatt zur ständigen Preisliste. Interessant wäre ein Vergleich Konventionell Markenware zu Eigenmarke und Biovergleich Markenware zu Bioware. Der Vergleich dieses Flugblattes hinkt.

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  15. Jörg Naumann sagt

    Bio Eigenmarken gegen normale Markenprodukte.
    Stellt die selben Waren mal mit deutschen Verbandsbio zusammen.
    Hier werden, dem Mainstream folgend, Äpfel mit Birnen verglichen.
    Ich möchte nicht wissen, unter welchem Druck der Handelsketten, die Eigenmarken eingekauft werden.

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  16. Thomas Bröcker sagt

    2001 hatte Ruth Kratchowvil von der BOKU Wien mal alle Untersuchungen zur zu erwartenden Preisentwicklung bei stärkerem Bio-Anteil in der LW zusammengefasst.
    Mich hat schon damals beim lesen verwundert, dass sie davon ausging, dass die Preise Bio und konventionell sich annähern und konventionell in Teilen sogar durchaus teurer werden könnte als Bio-Ware.
    Als Hauptgrund wurde eine allgemeine Verknappung am Markt angesehen, die vom Handel genutzt wird. Bio-Preise wandern nach unten z.B. durch Verlagerung der externen Werbekosten in die Medien (vom Handel unbezahlte Werbung für Bio findet doch jeden Tag und überall statt … die Kirche hat dieses Modell über 1000 Jahre erfolgreich betrieben … “die “Gläubigen” freiwillig für sich arbeiten lassen) Über die direkte hohe Flächenförderung wird der Eindruck suggeriert, BIO rechne sich auch für die Erzeuger trotzdem.
    Auch bei verarbeiteten Bio Erzeugnissen ist der Rohwareanteil wie bei konventionell kein wirklich relevanter Kostentreiber. 100 € mehr je Tonne Getreide schlagen da kaum zu Buche. Der Handel hat die Preise insgesamt deutlich erhöht um mehr Spanne zu generieren. Damit man nach außen auch noch als Weltretter dasteht, kann man die Bio-Preise durchaus auch mal erheblich absenken. Bio-Ware macht im Durchschnitt 12 – 15 % der Umsätze aus. Das “große Geld” wird mit den 85 % konventioneller Ware verdient.
    Wenn so ein Preissprung, wie sie bei Lebensmitteln stattgefunden hat, ungestraft durchgeht, hat der Handel danach alle Möglichkeiten für Scheinrabatte in allen Ebenen.

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    • Schmeckt gut sagt

      Gut zusammengefasst. Alle Verordnungen, Gründungen von Kontrollinstanzen (Bsp. BLE BLE, Markt- und Aussenhandelsregelung), UTP… führen sich so ad ad absurdum. Herr Dr. Jüntgen, BLE, Abt. 5, der hier bei BW schon gute Beiträge eingebracht hat, werden kaum Möglichkeiten gegeben, kraftvoll den “Auswüchsen” der Konzerne entgegenzutreten. Ich behaupte mal, dass dies eindeutig politisch so gewollt ist. Erzeuger, Kunden und “Beobachter” werden verarscht. Das öffentliche Feigenblatt der “Weltrettung” soll weiterhin ganz hoch beworben (zur Beweiräucherung des Publikums) und im Hintergrund findet maßloser Kapitalismus statt: Kapital wandert von der breiten Verteilung in der Mittelschicht in die Taschen von Staat und selbsternannten “Weltenrettern”, die gleichzeitig zufälligerweise auch superreich sind. Auch auf die erfolgreiche Vereinnahmung des Landeigentums wird in nicht allzu ferner Zukunft das Hallali geblasen – Jagd zu Ende, Jagdziel erreicht.

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  17. Smarti sagt

    Bauer Willi, anscheinend gehen Sie bei diesem Beispiel davon aus, dass die Lebensmittel zu einem fairen/ angemessenem Preis verkauft werden. Diese Annahme ist falsch. Die Lebensmittel werden so hochpreisig wie möglich verkauft, unabhängig vom Einkaufspreis. Schon seit einiger Zeit wirbt der Handel extrem mit Eigenmarken versus Markenartikeln. Mit den Eigenmarken hat der Einzelhandel den perfekten Mechanismus für sich gefunden – der Inhalt spielt keine Rolle, es liefert der mit dem besten Angebot. Der Lieferant ist jederzeit austauschbar, die Verpackung kann ja bleiben. Die Marge ist viel höher und deshalb werden Eigenmarken jetzt radikal beworben.
    Eigenmarken waren wahrscheinlich mal das Kampfargument gegen Discounter, jetzt ist die Sparte so mächtig, dass sie viele Markenprodukte in Bedrängnis bringt. Was geht den Verbraucher das an ? Die Firmen, welche Markenartikel verkaufen, produzieren ja auch die Eigenmarken – andere Verpackung aufs Band stellen und schon produziert Edeka…
    Es ist halt immer die Frage: hochpreisig verkaufen und dann (viel) weniger oder leicht über der Gewinnschwelle aber viel Masse.
    Es gibt schon so viele Leute, die regelmässig zu “gut und günstig” greifen, und es werden immer mehr.

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    • Reinhard Seevers sagt

      WAs ich mich frage ist, woher diese Masse an Bioprodukten wirklich kommen kann, denn alle werben mittlerweile mit Bio in billiger Ausführung. Hier stinkt doch etwas ganz gewaltig. Oder die LEHs stehen vor dem Dilemma, abwägen zu müssen, ob EDEKA, REWE, LIDL, NETTO oder wer auch immer sich als der bessere Bioanbieter zu positionieren, um die Konkurrenz rauszudrängen. Am Ende ist fast sämtliche Werbung, von den Beauty-Produkten, über Lebensmittel, Autos, Versicherungen, Reisebranche oder Finanzprodukte mit dem Label Nachhaltigkeit, Weltrettung, Vielfalt, Heiteitei – Wohlbefinden verknüpft. Es ist schlicht der Versuch sich neue Käuferschichten der jüngeren Generation zu sichern.
      Jede Ware wird moralisch aufgeladen und mit einem guten Gewissen verknüpft….wenn schon Konsumieren, dann wenigstens “richtig”.

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      • Smarti sagt

        Herr Seevers, nur weil das Zeug in Inseraten abgebildet ist, muss es ja nicht gleich in grossen Mengen verkauft werden. Denn im Laden findet sich ja auch “noch günstiger, aber nicht bio” – Hauptsache, die Kunden sind erstmal drin. Milchprodukte kann man gut in bioqualität produzieren und wird ja über Prämien finanziert-kenne keinen, der in Deutschland Biomilch macht weil der Milchpreis so toll ist. Tomaten gehen im Gewächshaus in Spanien auch rel. leicht. Kölln Haferflocken sind wirklich vergoldet, da hat Edeka es leicht, die zu unterbieten.

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        • Sabyne sagt

          Weiß nicht, ob Kölln wirklich überteuert ist. Die Bio-Haferflocken, die ich neulich kaufte, waren nicht nur deutlich kleiner und bröseliger, was vielleicht in der Natur der Sache liegt. Im Vergleich zum Markenprodukt, das ich eine Woche später im Angebot kaufte, roch der Inhalt der Bio-Tüte schon beim ersten Öffnung seltsam, kurz vor unangenehm. Und so arm bin ich nicht, dass ich an einer Ersparnis von etwas über einen Euro glücklich werde – gerechnet auf die mehr als zwanzig Portionen Frühstücksgrundlage ist das dann wirklich nicht der große Wurf. Abgesehen davon bleibt die idealistische Hoffnung, dass Kölln (oder andere austauschbare Marken) Lieferanten und Angestellte ordentlich bezahlen.

          Zum Thema Marke und Eigenmarke läuft vom selben Band: Das mag sein, aber immer mit anderer Rezeptur bzw. anderem Qualitätsanspruch.

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          • Smarti sagt

            Sabyne, bei Haferflocken habe ich halt den Vergleich zu 20 kg Sackware Biohaferflocken – ist ja genau das gleiche – und auch den ungefähren Preis, die wir für eine Tonne selber erzeugt erzielen würden. Dagegen ist ein 500g Päckchen schon gut bezahlt. Ja, auch ich kaufe wann immer es das Konto zulässt keine Eigenmarken, einfach aus Prinzip. Andere nennen das auch Trotz.
            Es würde mich wundern, wenn es derzeit Biohafer aus Deutschland in Lebensmittelqualität gibt, es hat ja letzten Sommer nur geregnet und alles ist verpilzt.

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  18. Stef sagt

    Wie schon von Reinhard Seevers angemerkt, es werden konventionelle “Markenprodukte” mit Bio-Eigenmarkenprodukten verglichen. Der Vergleich hinkt also ganz gewaltig.

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  19. Peter sagt

    Man beachte das Kleingedruckte: “Wenn Lieferanten Artikel nicht liefern, erlauben wir uns Ersatzartikel anzubieten.” …na lustig.

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  20. Reinhard Seevers sagt

    Sind das nicht alles “Eigenmarken” von EDEKA? So machen es die anderen doch auch. Gestern wollte ich eine 9V-Batterie bei Rewe kaufen. Die Varta kostet 6,49€, zwei Stück von “Ja” hab ich für 1,59€ bekommen…..Schulterzuck.

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    • Bauer Willi sagt

      War die billigere Batterie Bio? Das es Eigenmarken sind, ist mir auch klar. Aber Bio mit konventionell so zu vergleichen war mir neu. Aldi vergleicht immer nur im gleichen Segment.
      Als Biobauer würde mich dieser Vergleich gewaltig aufregen. Er signalisiert doch: jetzt bei uns Bio zum Schnäppchenpreis.

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      • Smarti sagt

        Bauer Willi, 97 % der Deutschen finden Schnäppchenbio super ! Die drei Prozent Bioproduzenten und Verarbeiter sind doch schnuppe. Wer braucht die schon.

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      • Smarti sagt

        Bauer Willi, aufregen konnte man sich, bevor Bio in den Discountern Einzug gehalten hatte – jetzt ist der Drops gelutscht.

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      • Limes sagt

        Bio Bauern ob Milch-, Mandel-, Obstbauer… werden sich doch freuen. Für Biobauern ist es eine kostenlose Werbung da ja überall Bio drauf steht, unterstützt zusätzlich durch das Qualitätsversprechen prominent auf der Verpackung durch vielfältiges Siegel oder Logo Gedöns der Zertifizierungs Lobby. Ein süßer Bär im Logo oder eine grüne Schrift wirkt Wunder beim Verbraucher und schon fühlt er sich besser. Beim nächsten Mal wenn die Aktion vorbei ist zahlt er gerne etwas mehr für die Edeka Produkte.

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        • Schmeckt gut sagt

          Haben wir dieses Vorgehen nicht schon in der Vergangenheit bei Konvi gesehen? Das macht sehr nachdenklich und sollte Biokollegen dazu bringen, deutlichen Druck auf ihre Verbände auszuüben. Passt auf, liebe Kollegen. Hier läuft etwas komplett schief.

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          • Smarti sagt

            Aldi hatte mal die Cola-Eigenmarke gegen Coca-Cola, die eigenen Chips gegen Markenchips und Gummibärchen gegen Haribo etc. Unsere Lebensmittelhändler wollen die Weltherrschaft übernehmen 🙂 ? Und wenn´s dann in die Hose geht, dann ist alle anderen Schuld und niemand konnte das ja wissen…
            Ja, unsere Generation kann sich nicht über Langeweile beklagen.

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  21. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen vielleicht haben die sehr viel Bioprodukte eingekauft und wollen sie jetzt unbedingt verkaufen eine andere Lösung habe ich nicht

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