Bauer Willi
Kommentare 27

#wednesday for future

Ich bin genervt. Deshalb, außer der Reihe, in der Mittagspause schnell das Ergebnis vom Vormittag. Diesen Müll meiner lieben Mitbürger habe ich heute morgen aus unserem Raps geholt. Und das ist nur einer von 3 Haufen, die jetzt am Wanderweg liegen, der daran vorbeigeht. Wenn das alles in den Mähdrescher kommt, tut das nicht gut.

Von den professionellen Umweltschützern war übrigens niemand zu sehen. Und die vielen, die ihren Fiffi dort ausführen, scheint das auch nicht zu interessieren. Den Mist kann ich alleine wegräumen. Aber ein Volksbegehren ist schnell unterschrieben.

So, ich muss jetzt wieder „raus in die Natur“. Es wird Frühjahr und jetzt fängt die Arbeit im Feld wieder an.

Wie heißt noch mal mein Buch? „SAUEREI!“. Ja, das passt.

Bauer Willi

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27 Kommentare

  1. Bergbäuerin sagt

    Das Mistablagern ist ja irgendwie schon ein Klassiker. Meine Schafzüchterfreunde haben da noch ganz anderes zu berichten. Da schneidet jemand oben im Bannwald, direkt in einer gefährliche Lawinenrinne, 100 Jungbäume um, damit er mit dem Paragleiter besser starten kann. Anzeige gegen Unbekannt ohne Ergebnis. Ein Bauer hat seinen Grund zwischen einem öffentlichen Weg und einem Alpenvereinssteig. Aber die Wanderer finden, über seinen Grund gehen ist schöner. In seiner Abwesenheit werden Tore, Zäune und Absperrungen demoliert. Und jetzt, wo die Arbeit beginnt, und er wahrlich keine Zeit hat, Schmiere zu stehen, haben diese Leute eine 40 cm breite Wegterrasse in einen instabilen Hang gegraben, wo jetzt das Regenwasser eindringt und die Gefahr eines Murenabgangs besteht.
    Und die neueste Lieblingsbeschäftigung der Spaßgesellschaft ist es, auf Almwanderungen Kühe mit lila Lackspray anzumalen.

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  2. Sabine, die schaffiebrige sagt

    Ich frag mich ja immer, wie kommen die Leute auf die Idee?
    Haben die keine Angst, bei ihrem frevelhaften Tun beobachtet zu werden?
    Gibt es nicht überall Wertstoffhöfe, wo man seinen Müll hinbringen kann?

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    • Lars sagt

      Wo vor sollen die Leute denn Angst haben? Was soll da denn wirklich passieren? Angenommen Sie hätten jemanden beim Müllabladen beobachtet und würden es zur Anzeige bringen. Wenn Sie jemanden finden, der bereit ist die Anzeige aufzunehmen, dann wird der Beschuldigte behaupten er wäre das gar nicht gewesen. Es steht Aussage gegen Aussage und wenn der Beschuldigte nicht gerade eine „Visitenkarte“ hinterlassen hat, so wird die Sache eingestellt und Sie bekommen unter Umständen noch eins wegen Verleumdung rein gewürgt.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei uns gibt es einen Zwang für die Müllabfuhr. Wählen kann man die Größe der Müllbehälter, ein 60 Liter Behälter muss jeder bezahlen, selbst wenn der Behälter nicht benutzt wird. Abgefahren wird 14 tägig.

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  3. Sunshine sagt

    wassnlos Willi?

    Das ist wenig!!!

    Wir haben einen Acker, an dem eine Straße Richtung A7 vorbeiführt. Mein Mann fährt den Müll mit dem Heckcontainer weg.

    So sind sie, unsere lieben Zeitgenossen: Do, what I say. Don´t do what I do.

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  4. bauerhans sagt

    ich leg den müll immer am feldrand ab und informier das ordnungsamt.
    die hatten sogar mal ne adresse gefunden und wollten da nachhaken.
    fleischreste vom grillen sind sehr „läcker“.

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    • Bauer Willi sagt

      Nervt trotzdem. Was soll der Scheiss! Aber dann mit mir Diskussionen über Umweltschutz führen wollen. Für heute reichts…

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    • Berthold Lauer sagt

      Bei uns holt kein Ordnungsamt was ab! Auf wessen Grundstück es liegt, der bezahlt die Entsorgung! Aber Hauptsache die Restmülltonne ist klein und wird nur viermal im Jahr geleert! Öfter kostet extra!

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  5. Lars sagt

    Hier hat auch gerade wieder jemand eine Mischung aus Leuchtstoffröhren, Glaswolle und Bruchglas in der Feldmark abgeladen. Demnächst ist wieder Müllsammelaktion mit der Jugendfeuerwehr und der Jägerschaft, ich bin jedes Jahr wieder „überrascht“ was man ind er Feldmark so alles finden kann.

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    • Bergbäuerin sagt

      Bei uns geht die Diskussion sogar schon in diese Richtung: „75% der österreichischen Naturflächen sind im Eigentum von 2,5% der Bevölkerung, der Bauernschaft …. Es gibt Leute …. die sagen: das, was es im Wald gibt, ein Wegerecht, muss es auch auf der Weide geben, muss es auch auf Grünflächen geben …. Es geht darum, dass man in einer Freizeitgesellschaft nicht mehr so tun kann, wie wenn die Bauern die Großgrundbesitzer wären …. Das ist so ein aristokratisches Gehabe. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert, wo die Alm den Bauern gehört, sondern wir leben in einer Gesellschaft, in der die Leute gern in die Natur gehen …. Eigentum verpflichtet …. Sie können ein Tier, das sie nicht einschätzen können, nicht auf eine bewirtschaftete Alm, neben ein Wirtshaus stellen“ Und wenn der Bauer die Verantwortung für seine Tiere und für das Risiko nicht mehr tragen kann, dann möge er die Almbeweidung halt lassen. https://www.servus.com/tv/videos/aa-1xmr88gjh1w12/
      Die Kalorienproduktion auf Österreichs Almen beträgt zwar nur wenige % der Gesamtproduktion, aber da geht es um die Versorgung hunderttausender Menschen, denn auf der Alm wachsen nun einmal keine Kartoffeln, und verlorene Flächen kann man durch nichts kompensieren!! Das aber wird von den Befürwortern des Kuhurteils lächerlich gemacht. Die Alm sei eben ein Betriebsgelände, das als Natur verkauft wird, und das der Bauer zum Schutz der Freizeitgesellschaft absichern muss.
      Gott sei Dank lässt sich unsere gegenwärtige Regierung von solchen Argumenten nicht beirren. Es wird die Verantwortung der Wanderer und Touristen ins allgemeine bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen werden.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Bauer Fritz, meine Borstenviecher sind jetzt schwer beleidigt. . 😉
      Habt ihr schon mal ein Festival-Gelände gesehen, nachdem es von der Generation, die gerade so selbstlos die Schule für die Umwelt schwänzt, verlassen wurde? Liebe Leute, da passt was nicht…

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      • Sabine sagt

        Naja, die meisten die gerade die Schule schwänzen werden wohl kaum alt genug für ein Festival sein.
        Ich kann die Kinder gut verstehen, wir hinterlassen denen eine Welt, die immer noch zu ungerecht und zu unsicher ist. Das sie sich u.U. vor eine Propaganda-Karren spannen lassen, hat auch was damit zu tun, dass eben nicht alles in Ordnung ist.
        Ich kann Dir versichern auch klassische eher von älterem Publikum besuchte Veranstaltungen erzeugen nicht weniger Müll und die jeweiligen Veranstalter haben auch keine besseren Müllvermeidungskonzepte. Das Festkomitee Kölner Karneval ist nun nicht gerade von Teens besetzt und die Leute von der Stadtreinigung haben trotzdem ein paar Großkampftage hinter sich.
        Dass man denken kann, wir Erwachsenen hätten alle den Schuß nicht gehört, kann ich mir sehr gut vorstellen.
        Kleines Beispiel zum Müll-Schwachsinn. Ich skype mit meiner Schwester auf Sizilien und erzähle ihr, dass hier die Supermärkte medienwirksam Aktionen gegen Plastik fahren und sie fasst sich an den Kopf, weil gerade in ihrem Landkreis ein unglaubliches Theater um Plastiktüten ein einigermaßen vernünftiges Ende fand. Die kleinen Markthändler und Einzelhandelsgeschäfte bekamen nämlich höchst offizielle Post, sie sollten, der Hygiene wegen, doch bitte Obst und Gemüse nicht mehr lose verkaufen. Es wurden Schreckenszenarien entworfen, inkl. der bösen Salmonelle, die Kinder und Alte tötet. Jetzt kosten die Tüten Geld, nicht nur dem kleinen Händler, sondern auch den kleinen Gemeinden, wo kaum Möglichkeiten einer sinnvollen Abfallbehandlung vor Ort existiert. Keiner, keiner will noch mehr von den dünnen Mist-Tüten, die fünf Minuten gebraucht werden und dann 1000 Jahre Müll sind. Trotzdem es mussten Tüten her, man hat nun nach langem hin und her Tüten gefunden, die lebensmittelecht, relativ schnell abbaubar und nicht ganz so teuer sind, wie befürchtet. Trotzdem sind die Herren, die übrigens oft noch umweltfreundlich mit Eseln oder Mulis den Müll abholen, nicht glücklich über den verordneten Zusatzmüll, kann man doch die „guten Tüten“, die schnell verrotten, kaum von den „bösen Tüten“ unterscheiden, die möglichst nicht auf den Müllhalden der Gemeinden landen sollten. Vllt. einfärben, wenn ja wie und gibt es da einen Hersteller, der das machen würde……. Fragen, die noch nicht beantwortet sind, aber die Tüten sind schon da.
        Da frag selbst ich mich, ob es sich wirklich lohnt, in die Schule zu gehen, wenn Menschen, die durch Schulen und Unis gewandert sind, hinterher so einen Schwachsinn veranstalten. Wo einfaches Waschen von Händen, Obst und Gemüsen bewiesenermaßen ein viel wirksamerer Schutz gegen Infektionskrankheiten ist, wie eine Plastiktüte.

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        • Ferkelhebamme sagt

          Versteh mich nicht falsch, es ist gut, klar Stellung zu beziehen und dafür auch auf die Straße zu gehen, aber doch nicht während der Schulzeit. Das kann man auch in seiner kostbaren Freizeit. Denn es ist so wichtig zu lernen! Die komplexen Zudammenhänge der Natur und des Klimas zu begreifen, zu lernen, was jeder einzelne für Klima-und Umweltschutz leisten kann. In Berlin war ein Mädchen zu sehen, dass ein Schild hochhielt: „Better fuck eachother than the nature!“ Klimaschutz von morgen?
          Die hiesigen Gesamtschüler sagen übrigends, dass sie das nicht nötig haben. Die haben eine rührige Umwelt-AG, die viel auf die Beine stellt: jetzt wollen die z.B. den Schulhof insektenfreundlich begrünen. Selbst etwas tun, nicht nur Fähnchenschschwenken, das finde ich super. Wir haben der AG jetzt angeboten, mit Ihnen einen großen Blühstreifen an einer Hauptstraße zu säen, den sie dann für sich nutzen können, für Plakataktionen, quadratmeterweise vermieten, was immer Ihnen einfällt. Mal sehen, was das gibt

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          • Obstbäuerin sagt

            Bei uns ist das Potential an Klimahüpfern sehr begrenzt, um nicht zu sagen gleich Null. Ein Gymnasium hat seinen Schülern extra am Freitag einen freien Tag gegeben aber den haben sie dann doch anders genutzt.

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          • Bergbäuerin sagt

            Ich würde die Demos als Lehrer klar verbieten und sanktionieren. Dann zeigt sich, wer es ernst meint: diejenigen, die dann trotzdem gehen. Und die versteh ich dann schon. Das Problem ist nur, dass sie die Politiker maßlos überschätzen. Was sollen die machen ohne das Commitment der Mehrheit? In der Schweiz machen die Kids vor allem Druck auf die Erwachsenen in ihrer Umgebung: stellen sie zur Rede, warum sie schon wieder ins Auto steigen; stellen unangenehme Fragen bei dem, was im Supermarkt gekauft wird; wollen nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen etc. Die habens begriffen. Aber die Schweiz ist halt eine der wenigen vollwertigen Demokratien, wo man wirklich weiß, dass das Volksverantwortung heißt. Österreich ist keine vollwertige Demokratie mehr, Deutschland auch nicht.

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        • Mark sagt

          „Ich kann die Kinder gut verstehen, wir hinterlassen denen eine Welt, die immer noch zu ungerecht und zu unsicher ist“
          Mein Verständis für die Kinder hält sich doch sehr in Grenzen. Wenn ich drann denke wie wir die Welt übernommen haben, in Schutt und Asche verbunden mit unendlichem Leid….
          Wir hätten auch mit Plakaten um die Häusser ziehen können und unsere Altvorderen anklagen können, was sie uns hinterlassen haben. Im Vergleich dazu jammern die KIDS heute auf verdammt hohem Niveau. Das heisst etzt nicht dass ich behaupte, dass die heutigen „Alten“ alles richtig gemacht hätten, aber dort wo nötig, sind doch Korrekturen längst auf den Weg gebracht. Das gilt eben auch für das Klima. Mit Extremforderungen, wie sie von Klimahysterikern vorgebracht und den KIDS eingetrichtert werden, hat man noch nie was zum Positiven bewegt.

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          • Sabine sagt

            Naja, da waren die Demos gegen die Wiederbewaffnung der BRD und stolperten sehr wohl Leute über ihre NS-Vergangenheit, da sind Horden von Studis gegen den Vietnam-Krieg auf die Straße gegangen, da gab es Streit ums System inkl. diverser Terror-Gruppen, die unbedingt die Arbeiter befreien wollten oder wahlweise die Unabhängigkeit von Regionen forderten, wir hatten Regierungskrisen wegen Energieversorgungsstrategien und Mittelstreckenraketen. Es wurden öffentlichkeitswirksam BHs und Wehrpässe verbrannt.
            Eine (Groß)- Eltern-Generation, die Ho-Ho-Ho-Chi-Minh skandierend durch die Straßen gezogen ist und mit der RAF sympathisierte, Che-Plakate im Zimmer hängen hatte oder mit Palästinenser-Schal behängt durch die Gegend liefen, darf sich eigentlich über die heutige Jugend nicht beschweren. Höchstens darüber, dass die kleinen Scheißer sich zu wenig für die Politik interessieren.
            Das hart erstrittene Karfreitags-Abkommen z.B. ist noch nicht so alt, dass sich hier niemand mehr an die Troubles erinnern kann, oder? Alter, ich kann mich erinnern und es war nicht lustig. Und es sind wohl genau die Leute in meinem Alter, die sich noch an die Bomben in Belfast erinnern können, die genau diesen Frieden mit nationalen Alleingängen gefährden. … und wir alten schauen zu und hoffen darauf, dass die Regierungen das irgendwie doch noch hinbiegen.
            Da sind Blümchen und Bienchen doch geradezu ein erfrischendes Thema für Zwergenaufstände.

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            • Paulus sagt

              Hallo Sabine, im Gegensatz zu früher sind es tatsächlich eher Zwergenaufstände die dank der Medien hochgepusht werden.
              Ich selbst war in meinen besten Zeiten auch nicht ganz ohne, allerdings bereit für meine Überzeugung auch Nachteile in Kauf zu nehmen bzw. die Konsequenzen zu tragen. Genau das vermisse ich bei den heutigen Kids und nehme sie deshalb nicht ernst.
              Meine Frau war wohl noch etwas besser (um nicht zu sagen radikaler) aufgestellt und als wir unserer Tochter mal darüber berichteten konnte sie sich gar nicht vorstellen, dass Mama und Papa mal „so schlimm“ waren.
              Tja, unsere Vorstellungen endeten in einem spießbürgerlichen Dasein in einem rheinischen Kaff, unter Befürwortung sozialer Kontrolle und der Hoffnung, dass das Kind nie mit einer blutenden Fresse nach Hause kommt.
              Alte, WIR sind es die diese Generation der kleinen Scheißer herangezogen hat.

              1+
          • Lieschen Müller sagt

            Naja, aber 1945 gab es noch Rohstoffe, kein Plastikproblem, kein Ozonloch, Aufstieg durch Bildung war möglich. Und ja, viele Junge haben damals gegen die Altnazis demonstiert, weil die immer noch ihre Posten hatten oder an Hochschulen das Sagen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Soweit mir bekannt, ist der Aufstieg mit Bildung immer noch möglich.

              Wer damals im „1.000 jährigen Reich“ etwas gelten wollte, der musste Parteimitglied sein.
              Heutzutage, wären alle Widerstandskämpfer, aber mit de Gosch, in unserer Mundart gesprochen.
              Nach dem Krieg hätte es nicht genug „Unbelastete“ gegeben, um die Ämter zu besetzen.

              PS:
              Nein, mein Vater war kein Parteimitglied.

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            • bauerhans sagt

              protestiert hatten studenten 1968!
              ein ehemaliger schüler berichtete hier auf dem 50 jährigen klassentreffen,dass sie 1969 gegen die preiserhöhung im öpnv massiv denonstriert hatten,die dann zurück genommen wurde und der grosszügige steuerzahler hats bezahlt.

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  6. Inga sagt

    So ist es,

    die Spaziergänger mit Umweltbewusstsein müssen ihr Wissen darum
    noch mal richitg überdenken!

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