Bauer Willi
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Früher…

          Der Eintopfsonntag

Meine Mutter ist über 90 Jahre alt und hat folglich schon viel erlebt. So erzählte sie auch von diesen wöchentlichen Eintopfsonntagen, für die in ihrer Jugend geworben wurde. Den Bewussten und Gebildeten ging es schon weiland um die Gesundheit des Einzelnen oder gleich der ganzen Gesellschaft. Die Ökonomiebedachten gaben vor, sich um die Vorteile für die Inlandsversorgung oder die Eindämmung von Importen(!) zu sorgen. Die Regierenden achteten mehr darauf, wie jeder Einzelne (Zitat)„ideell dem Gedanken der Volksgemeinschaft dienen“ könne. Und den ganz Fürsorglichen ging es vordringlich um die Unterstützung der Ärmsten – offiziell egal wodurch diese zu den Ärmsten wurden. Damit auch wirklich alle sich dem Ideal verpflichtet fühlten, gab es als „Reminder“ gleich entsprechende Kalender, in denen die jeweiligen Tage fett vorgedruckt ins Auge sprangen. Gleichsam als Urform des wöchentlichen Dauerauftrags. Andernorts erhielt man sogar persönliche Besuche von Propagandatrunkenen, die einen zu Spenden(!) aufmunterten. Wer den Eintopf in einem Gasthaus zu sich nahm, erhielt in Kassel sogar eine Quittung. Quasi als vorzeigbaren Beleg für Haltung und Gesinnung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eintopfsonntag

Angesichts der Argumente und Vorgehensweisen der heutigen Zeit, die einem gebetsmühlenartig nahelegen, was man unbedingt tun müsse und zwingend vermeiden sollte, stellt man verblüfft Ähnlichkeiten in Penetranz, Stil und Oberflächlichkeit fest, die man so eigentlich nicht erwarten würde. Bin mal gespannt, ob eine solche „kollektive Opferbereitschaft“ und „Volkserziehung“ bald wieder Realität wird.

 

          Das gesunde Volksempfinden

 In diese Zeit gehört auch der Begriff des „gesunden Volksempfinden“ in der Rechtsprechung. 1935 wurde das Strafgesetzbuch geändert. In §2 hieß es nun: Bestraft wird, wer eine Tat begeht, die das Gesetz für strafbar erklärt oder die nach dem Grundgedanken eines Strafgesetzes und nach gesundem Volksempfinden Bestrafung verdient.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundes_Volksempfinden

Mit dieser „elastischen“ Regelung erhielten Richter einen größtmöglichen Ermessensspielraum. „Die inhaltliche Bestimmung erfolgt in der Regel durch die Deutungshoheit der jeweiligen Machthaber oder der veröffentlichten Meinung.“

Heute sieht, liest und hört man täglich, was (angeblich) die Meinung der Gesellschaft ist („Umfragen haben ergeben, das 85% der Bevölkerung für …ist). Wahlweise auch dagegen. Diese Meinung wird dann medial auf allen Kanälen gepusht und ständig wiederholt, um so in der Bevölkerung dieser Meinung zum Durchbruch zu verhelfen. Jeder wird so zum sympathisierenden Berichtiger, der seine veröffentlichte Meinung zur gerade gültigen Rechtsnorm macht. Und wehe, man stellt sich ihr entgegen.

Jetzt darf man nur noch gespannt sein, ob dies dann auch in der heutigen Rechtsprechung seinen Niederschlag finden wird. Wobei… (…ich diesen Satz jetzt nicht zu Ende schreibe. Jedenfalls nicht ohne meinen Anwalt)

Ein nachdenklicher

Bauer Willi

 

 

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35 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Ich lese mal hier, mal da…

    Nun bin ich bei „Früher“ gelandet und der Link der Obstbäuerin über Frau Künast, den sie bei „eine Stunde mit…“ eingestellt hat, passt hierzu ganz wunderbar.
    Entweder ist „Bauer Willi“ Hellseher oder Frau Künast guckt hier auch rein und holt sich Ideen.
    Dann lasst uns mal gespannt sein, welche Ernährung wir vom Staate verschrieben bekommen.
    Und wenn es nicht den gewünschten Erfolg hat, wissen wir jetzt schon, wer dafür verantwortlich ist, die L……..

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  2. Eckehard Niemann sagt

    Lieber Willi,
    diesen wirklich billigen, falschen, unsäglichen Nazi-Vergleich finde ich voll daneben.
    Es mag auch heute manches oder auch vieles kritikwürdig sein – aber Du kannst in unserer Demokratie diese Kritik offen äußern – wir leben eben nicht mehr in einer Diktatur.
    Denk noch mal drüber nach, ob man mit sowas wirklich kokettieren sollte.
    Und Dein Schlusssatz erinnert mich an das feige Grenzen-Verschieben der AfD:
    „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“…
    In diese Ecke gehörst Du wahrlich nicht hin.
    Der billige Applaus auf Deinen Text diskreditiert aber auch Dich…
    Überlege mal, ob nicht eine Korrektur gut wäre…

    5+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Herr Niemann,ich finde Ihre Kritik an Willi unberechtigt. Wenn er Kreuz hat wird er Ihren Vorschlag nicht annehmen.Lassen Sie die Kirche im Dorf.

      5+
      • Brötchen sagt

        Willi hat recht!
        Wie steht heute in der welt: die größeren Rassisten sind die, welche keine sein wollen.

        Sagt mir meine Lebenserfahrung, das stimmt.

        6+
    • Ackerbauer sagt

      Kennedy, Herrhausen, Haider, Mölleman, Rowedder…….

      Wer in der Demokratie schläft,
      wacht in der Diktatur auf.

      Johann Wolfgang von Goethe

      3+
    • Stadtmensch sagt

      Sehe ich auch so: „billige Nazi-Vergleiche“! Die Agrarindustriellen sind leicht zu erkennen. Sie sind zufrieden, wenn ihre Sprachrohre (INSM, Bertelsmann-Stiftung, Uniter uvm.) „gemeinnützig“ sind, und „systemkritische“ Vereine (die es wagen Kritik an den Machtverhältnissen zu äußern – attac, campact) in den Staub getreten werden. Ist das jetzt Oberflächlichkeit oder Penetranz Eisenstangenführungsfriedrich? Natürlich darf auch die Häme über Frauen ohne akademische MINT-Meriten nicht fehlen.
      Wenns so weiter geht, muss ich mir wohl beim Bukowski ein paar passende Zuschreibungen besorgen.

      2+
    • Sunshine sagt

      mir gefällt der Artikel. Es gibt auch ein anderes Wort dafür: Gesinnungsterrorismus. Und auch in Bezug auf Landwirte paßt der Artikel: wenn eine Partei sich eine Minderheit aussucht, diese dizzt, Lügen über sie verbreitet und den Konflikt dafür nutzt, Wählerstimmen zu bekommen, dann haben wir als Land einen seltsamen Zustand erreicht. Und man springt wieder genauso unreflektiert auf den Zug auf, wie wir das schon mal hatten. Und fühlt sich dabei noch moralisch überlegen. Was meinen Sie, woher der Argwohn – gelinde gesagt – gegen Landwirte herkommt? Googeln Sie mal Sönke Hauschild pdf Für Landwirte ist das inzwischen ein Problem. Und wenn man was sagt, wird man noch als Opfer-Mentalität verhöhnt. Ich finde, Willi soll den Artikel so lassen. Sie müssen sich mal tiefer in die Thematik einarbeiten

      6+
  3. Paulus sagt

    Also, wir essen auch und vor allem sonntags gerne Eintopf, wenn er am Freitag, nachdem man endlich vom Stress der Woche loslassen kann, gekocht wurde und schön durchgezogen ist. Meine Frau und ich empfanden es immer als unnötig wenn sich unsere Mütter, gerade an Sonntagen bemühten ein aufwendiges Menü auf den Tisch zu bringen. Gegen einen Eintopfsonntag und einen Veggieday ist vom Prinzip her nichts einzuwenden. Dem von der katholischen Kirche „verordneten“ fleischfreien Freitag sind ja auch alle treudoofen Schäfchen gefolgt, insofern ist das nun wirklich nichts Neues. Dies nur am Rande.

    Bauer Willi hat seine Botschaft geschickt in Metaphern verpackt rübergebracht. Nicht schlecht – hoffe nur es richtig interpretiert zu haben.

    Interessant (oder auch nicht) scheint mir in diesem Zusammenhang das Ansinnen dieser unerträglichen Sarah Wiener zu sein, die im glücklichen Österreich für das EU-Parlament kandidiert. Ich zitiere aus Welt.de: „Was wir brauchen, ist eine Lebensmittelwende“, sagte die Österreicherin. Nur mit ökologischer Vielfalt auf den Feldern und in der Natur könne sich der Mensch in der Zukunft ernähren.“
    Diese Frau hat zwar weder einen Schulabschluss noch eine Berufsausbildung, aber ich bin mir sicher, sie wird es schaffen. Noch Fragen?

    Ach so liebe Bauern, ich hätte aus rein ästhetischen und nicht zuletzt ernährungstechnischen Gründen gerne wieder blaue Kornblumen, roten Klatschmohn und was mir sonst noch so gefällt auf euren Äckern. Kann doch nicht so schwer sein.

    3+
    • Bauer Willi sagt

      Kornblumen und Klatschmohn. Aus ästhetischen Gründen kann ich verstehen, aber warum aus ernährungstechnischen?
      Können wir machen, wahrscheinlich müssen wir die aber säen, denn auch bei unserem Biobauern im Nachbardorf waren die im letzten Jahr nicht zu sehen.

      3+
    • Obstbäuerin sagt

      Auf Gut Kerkow hat Sahra Wiener da schon gute Ansätze, Paulus. Irgendwie haben die Grünen eine große Anziehungskraft auf Schriftsteller, Schauspieler und Köche.

      0
    • bauerhans sagt

      Friedel,ein biobauer hier,hatte immer viel klatschmohn,kornblumen usw. und ein verbales sendungsbewusstsein,jetzt isser pleite.

      2+
    • Sunshine sagt

      klar machen wir Biobau. Und dann verwenden wir Spinosad, das die höchste Gefährdungsstufe für Bienengiftigkeit hat. Nur damit keine Mißverständnisse entstehen: Spinosas wird im Biobau eingesetzt.

      0
    • Sunhsine sagt

      Lieber Paulus,

      ich freue mich immer, wenn Leute wie Sie oder Sarah Wiener ihre Wünsche an Landwirte richten. Das ist erst mal gut. Ich höre mir schon jahrelang an, wie gut sich die Menschen ernähren, wie bewußt sie einkaufen, daß sie sehr viel Bio kaufen, auf artgerechte Tierhaltung und Qualitätssiegel achten und so weiter.

      Ich hab mich eine ganze Zeit lang mit den Absatzzahlen im Biobereich beschäftigt. Der Bioabsatz incl. Auslandsanteil liegt derzeit bei 5 % gemessen an den Gesamtlebensmittelumsätzen in Deutschland.

      Das ist sehr, sehr wenig. Ich habe dennoch für Ihre Wünsche Verständnis. Aber bitte verstehen Sie auch unsere Seite: mit sehr wenigen Käufern für DEUTSCHE Bioware kann eben nur eine gewisse Anzahl Landwirte Biobewirtschaftung betreiben.

      Für die Bevölkerung ist nur schwer verständlich, daß wir Einnahmen brauchen. Manche meinen, uns reichen die Subventionen zum Leben. So ist das aber nicht. Von irgendwas muß Saatgut, Schlepper usw. bezahlt werden. Und ohne Absatz müssten wir Bioware zum konv. Preis verkaufen. Das geht langfristig nicht gut und früher oder später geht man pleite.

      3+
      • Obstbäuerin sagt

        Sahra Wiener hat das Gut Kerkow im Norden Brandenburgs übernommen und betreibt dort selber Bioanbau, Sunshine. Sie ist Köchin, Schauspielerin, Grüne und Bio-Bäuerin in Personalunion. Ich glaube, sie weiß, warum sie in die Politik geht.

        1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Was sagte Sarah Wiener in einem Interview der Berliner Zeitung?

          „Wenn ich als theoretische Landwirtin – und das bin ich ja – mit der Praxis konfrontiert werde, schlucke ich schon manchmal und hole mir blaue Flecken. Aber ich verstehe inzwischen auch besser, warum es bestimmte Entwicklungen gibt, die ich eigentlich ablehne.“

          „Das heißt auf einen simplen Nenner gebracht: Wenn man alles hundertprozentig nachhaltig und so gut wie möglich machen will, bleibt kein Gewinn. Ohne Gewinn kann aber niemand überleben. „Dann kommt dazu: Viele Menschen hier in der Uckermark haben kein Geld, um sich Bio leisten zu können, oder wissen zu wenig über ökologische Lebensmittel“.

          8+
        • Sunshine sagt

          Hallo Obstbäuerin,

          da macht die gute Sahra aber viel auf einmal. Eigentlich sollte man Eines machen und das gescheit. Ich kenne sie nur von früher mit ihren Kochsendungen und als Veganerin. Schon damals fiel sie mir unangenehm auf, da sie so hysterisiert ist. Aber die Partei paßt zu ihr. Nicht mein Fall. Ich mache keinen Hehl daraus, daß ich eine Grünen-Allergie habe. Weil die machen, was Willi in dem Artikel beschreibt, In mir löst das sehr unangenehme Gefühle aus.

          2+
      • Paulus sagt

        Liebe(r) Sunshine,
        ich lege ausdrücklich Wert darauf nicht dieser impertinenten Person namens Wiener in den gleichen Topf geworfen zu werden. Hätten sie meine früheren Beiträge gelesen, wüssten sie, dass ich mich immer für eine gerechte Entlohnung der Bauern einschl. notwendiger Subventionen und eines finanziellen Ausgleichs für gesellschaftlich erwünschte Maßnahmen ausgesprochen habe.
        Kornblumen und Klatschmohn erfreuen nun mal mein Auge und mit Sicherheit auch das vieler Bauern. Es reicht mir allerdings wenn diese am Straßen- oder Wegesrand wachsen und nicht in der Frucht.
        Entweder hatte ich mich missverständlich ausgedrückt oder sie hatten mich falsch verstanden.

        Noch ein Wort zu den kritischen Beiträgen der wahrscheinlich linksgrünen Fraktion. Bauer Willi und meine Wenigkeit vertreten in manchen Dingen ja häufig konträre Auffassungen. In seinem Artikel hat er mit geschickten Worten gerade Mal an der Oberfläche gewisser Wahrheiten gekratzt und bis auf den Ausflug ins Juristische meine volle Zustimmung. Letzteres steht ihm nicht zu.
        Und schon geht es los! Billiger Applaus, billige Nazivergleiche, Eisenstangenführungsfriedrich, etc. – ohne zu verstehen, dass sie mit ihrer Geisteshaltung genau die Aussagen des Artikels unterstützen. Was müsst ihr für erbärmliche Figuren sein. Nein, ich bin kein Rechter und auch kein Wähler der AfD.

        2+
  4. Alexander Borchert sagt

    Ich weiss nicht wieviele von Euch folgenden Artikel 20 des Grundgesetzes kennen.
    Ich kenne ihn auch erst wenige Wochen.
    Die Väter unserer Republik haben an Vieles gedacht. Lest bitte den Absatz 4

    Art. 20
    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
    (2) 1 Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. 2 Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    5+
    • bauerhans sagt

      „haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand“

      den allermeisten in D gehts sehr gut,das essen ist billig,das reisen auch.
      widerstand brauchs nicht,weil sowieso die anderen schuld sind!

      4+
      • Alexander Borchert sagt

        Alle hätten wir dieses Recht. Doch warum sollen wir das Nutzen, wenn es auf dem Sofa so bequem ist.

        1+
  5. Friedrich sagt

    Unser Rechtssystem ist auch sehr elastisch. Wenn ich mir die Bundesverfassungsgerichtsurteile in den letzten Jahren ansehe , dann muß ich für mich feststellen , daß dort dem Mainstream und der Regierungspolitik gefolgt wird. Schade. Auch sollten die Richter dieses hohen Gerichtes keine medialen Auftritte hinlegen. Pervers sind auch die Urteile der Sozialgerichte. Wenn über 90% der Urteile zu gunsten des Arbeitnehmers gefällt werden , obwohl nur noch Arbeitgeber dort aufschlagen , die mit 200%
    Erfolgsaussichten dort hingehen. Fast alle Sozialgerichtsurteile haben die Gerechtigkeit ausgehöhlt. Auch die Eigentumsrechte werden immer mehr zum Spielball der Gerichte.
    Es fällt schon schwer an die Gerechtigkeit vor Gericht zu glauben.

    7+
  6. Oberländer sagt

    zustimmendes Schmunzeln ?
    Aber Nein , wir haben doch alle aus der Geschichte gelernt ,
    oder doch nicht ?
    Und außerdem darf man unsere Justiz doch gar nicht mit dieser Zeit vergleichen , die trägt doch nur rein äußerlich den gleichen Kittel.
    >>Sarkasmus Ende<<

    Aber eines ist nicht zu leugnen , die große Masse der Bevölkerung
    soll sich auch heute noch von einer selbst ernannten Elite bevormunden lassen

    11+
    • Ackerbauer sagt

      Wer die Vergangenheit kontrolliert- kontrolliert die Zukunft,
      wer die Gegenwart kontrolliert-kontrolliert die Vergangenheit!

      1+
      • Inga sagt

        Was gibt es an der Vergangenheit zu kontrollieren?
        Aus ihr kann man höchstens lernen!

        Gut dazu muß man sie kennen!

        0
        • Ackerbauer sagt

          Die Bauern haben das wichtigste Argument an die Gesellschaft
          in der Hand.
          Zwischen Demokratie und Anarchie liegen genau 3Tage/Mahlzeiten!

          3+
        • Sabine sagt

          Nun, es kommt darauf an, wie man die Vergangenheit aufbereitet. Da gibt es z.B. die Nil-Dynastien, die schlicht die Kartuschen unliebsamer Machthaber von Bauwerken entfernt, ihre Bilder zerstört und die Erwähnung ihrer Namen verboten haben. Die UDSSR löschte oder überarbeitete Bilddokumente so, dass Kritiker oder in Ungnade gefallene Weggefährten der Machthaber aus der Geschichte verschwanden.
          Jeder hier wird vom Dunklen Mittelalter gehört haben, dabei könnte man das Mittelalter als Zeit großer Aufbrüche und Errungenschaften mit Hochphasen der Dichtung etc. darstellen. Weder das dunkle noch das Mittelalter der Troubadoure und Ritter sind Lügen, nur ein andere Betrachtungswinkel.
          Genau deshalb macht ja gerade ein Historiker Schagzeilen in Davos, der Bullshit sagt, wenn er Bullshit meint.

          3+
        • Obstbäuerin sagt

          Genau Inga, und derjenige, der die Deutungshoheit hat, kann auch die Vergangenheit so darstellen, dass sich derjenige der dabei war nur wundert. Davon können Ossis ein Lied singen.

          4+
          • Inga sagt

            Ja, Obstbäuerin,
            gut dass du darauf eingehst!

            Das kann man auf verschiedene Staatsformen übersetzten, auch auf die, die hier vor der DDR und BRD war!

            Einem Lehrer von uns in den 60igern lag das sogar sehr am Herzen, er war 1933 ca. 23 Jahre alt.
            Er konnte uns Schülern nicht in die Augen sehen, als er erklärte, wie das Volk (bestimmt auch er) darauf reinfallen konnte.

            Und andere selbstverständlich auch!

            Auch große Konzerne, die die Politik beeinflussen, machen das mit uns!
            Jüngstes Beispiel Autoindustrie!
            Also das gleiche, nur mit anderen Vorzeichen.
            Da müssen wir aufpassen.

            1+

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