18 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Ja die meisten Berufskollegen suchen immer den einfachsten Weg. Landwirt sein, heißt
    kämpfen oder untergehen. Nur volle Pulle arbeiten bringt auch nichts. Jeder sollte sich in der Woche einmal zwei Stunden Zeit nehmen , um nachzudenken. Das hilft. Wie ernst man uns nimmt, geht doch schon bei Entschädigungsfragen , durch Autounfälle, Bauarbeiten an
    Leitungen usw. hervor. Da will doch keiner zahlen und die Landwirte lassen sich das gefallen.
    Ebenso erleben wir das mit den Medien. Die kloppen auf uns ein und keiner tut was dagegen. Da muß erst unser Willi kommen, ein Buch schreiben und mit dieser Homepage
    dagegen halten. Das macht Eindruck und führt zum Erfolg (Deutschlandfunk). Inzwischen
    haben das viele begriffen und nachhaltig wird sich das Blatt wenden. Wir müßen eben nur
    dran bleiben und weitermachen !!

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    • Stadtmensch sagt

      „zurück schlagen, kloppen, kaputte Gesellschaft, kämpfen oder untergehen“

      Was soll denn diese bellizistische Rhetorik? Man wird doch wohl noch bissel plaudern dürfen? Ich habe hier schon viel gelernt und mir ist durchaus bewusst, dass ich ein kompletter Fachidiot bin. Deshalb beschäftige ich mich seit einiger Zeit auch gerne mit Dingen aus dem „richtigen Leben“. Eben Landwirtschaft, Permakultur (Stadtgärtnerei), Aquaponic (in der Nachbarschaft). Ich hoffe ihr verliert nicht Mut und versucht auch mal uns bedauernswerte Stadtmenschen zu verstehen: Lärm, Autos überall, Menschenmassen und dann den ganzen Tag nur Papier bemalen…

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      • bauerhans sagt

        „Lärm, Autos überall, Menschenmassen und “

        hier auch……und schweine(massen),die ich toll finde,riechen etwas,aber schmecken……

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        bedauernswerte Stadtmenschen ?

        Derzeit zieht es doch viele in die Städte,
        da muss doch irgendwie das Paradies sein.
        Da kann man die Kartoffeln und Tomaten auf dem Balkon ernten und gleich nebenan auf den Grill werfen. Wenn das alles nicht klappt, ist die Straßenbahnhaltestelle direkt vor der Türe, mit der kann man neuerdings auch auf das Land fahren.

        Bei so viel Vorteile, braucht man die Stadtmenschen nicht zu bedauern.

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  2. Andreas sagt

    Der größte Fehler in der Öffentlichkeitsarbeit ist der Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“. „Wahrheitsverkündung“ wäre das richtige Wort. Nur macht man sich in dieser kaputten Gesellschaft mit solchen hohen Ansprüchen lächerlich. Tarnen – Täuschen – Tricksen auf beiden Seiten des Frontgrabens.

    Grüne und NGO`s lügen, um gewählt zu werden oder um Spenden einzutreiben.

    Bauern lügen auch. Man betrachte die Gruppe Bauern (Frag den Landwirt „FdL“). Die verteidigen alles. Von Straathof bis „Bio“gas. Wer keine Fehlentwicklungen zu gibt, der lügt.

    Nein, es ist immer gut wenn sich die Landwirtschaft wehrt. Akzeptanz bekommen wir aber nur durch Angebotsverknappung und die daraus resultierende Wertschätzung. Es hat sich in den Köpfen der Menschen eingebrannt, dass wir Überschüsse produzieren. Vor 30 Jahren gab es die Getreideberge, Butterberge und Milchseen. Dann kam Flächenstilllegung. Danach Weltnachfrage durch China und so. Nun haben wir wieder eine Delle im Markt, die jeder für sich überstehen muss.
    Hilfreich ist immer eine Anstrengung, Produktionsmengen zu begrenzen. Da sind sich „denkende Bauern“ auf der einen Seite und „Satt – und Plattmacher“ auf der anderen Seite nicht einig. Das ist das Dilemma.

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    • Sabine sagt

      Ich glaube nicht, dass es über Angbotsverknappung geht. Inzwischen kommt ja nicht nur der Kaffee aus Lateinamerika.
      Daher sehe ich das so:
      Is ja inzwischen bekannt, dass ich Hühner mag. Nicht nur als Braten, sondern auch als Tier und ich es sehr schön für diese Tiere fände, wenn in der Landwirtschaft anders mit ihnen umgegangen würde.
      Trotzdem will ich nicht, dass deutsche Landwirte mit der Geflügelzucht aufhören.
      Der einfache Grund ist, hier gelten für die Tiere, aber auch für die Arbeiter in den Anlagen, Mindeststandards, die einen schon recht hohen Schutz garantieren.
      Wie es mit Importware aussieht, kann ich nicht sagen und habe ich genau NULL Einfluss drauf. Das Gleiche gilt für Umwelt und Tierschutz-und Arbeitsschutzgesetze in anderen Bereichen der Landwirtschaft. Wer kann schon nachvollziehen, was den Rindern;Schweinen und Hühner in China oder Argentinien oder Sonstwo gespritzt und gefüttert wird? Wer kann mir garantieren, dass z.B. Zucker im Ausland wirklich ohne Kinderarbeit erzeugt wird?
      Ich kann mich hier darauf verlassen, dass „sauber“ gearbeitet wird und deshalb ist es mir wichtig, dass die Landwirte in meiner Umgebung im Geschäft bleiben.
      Das heißt aber auch, dass ich wissen muss, wie ich als Verbraucher unsere Landwirte im Geschäft halten kann.
      In welcher der vielen Verpackungen im Supermarkt ist wirklich eure Ware und bei welcher ist nur die Verpackung von hier?
      Welche Firma zahlt faire Preise an euch und wo zahl ich u.U. nur den Markennamen?
      Welche Umweltauflagen sind völliger Humbug und wo seht ihr Chancen für Um- oder Neugestaltung, um künftig weiterhin hohe Qualität erzeugen zu können.
      Mir ist es doch lieber, wenn ihr mir hier sagt, hey, schaumal, ich hab mich für diese oder jene Anbautechnik entschieden, um weniger Diesel zu verbrauchen, muss aber im Notfall mal mit der Spritze übers Feld, als wenn meine Lebensmittel zweimal um die Welt transportiert werden und irgendwo erzeugt werden, wo Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, die hier schon seit Jahrzehnten verboten sind.
      Deshalb redet mit uns.
      Vielleicht findet ihr auf die Art auch Wege eure Arbeit besser entlohnen zu lassen. Wenn ich hier z.B. lese das Galloways beim 0815-Viehhändler landen, finde ich das sehr schade, nicht nur für die Tiere, sondern auch für den Halter. Es gibt Ecken im Internet, wo sich Leute treffen, die solches Fleisch sehr schätzen und bereit sind, gutes Geld zu bezahlen. Es gibt spezialisierte Händler, die für eine recht kleine, aber zahlungskräftige Kundschaft, nach ausgefallenen Lebensmitteln suchen. Das ist nicht die Masse an Leuten, aber vielleicht lohnt es sich auch für den ein ode anderen Landwirt hier mal mit den Einkäufern und Foodis zu reden. Denn wenn ihr niemandem sagt, was ihr tolles im Stall und auf dem Feld habt.. ich mein, dass kann ich von der Autobahn aus ja nicht sehen.
      Werdet sichtbarer und wenn es nur das Schild an der Bundesstraße ist, wo draufsteht: Hallo, ich bin’s, ich baue hier Mais, Raps…. was auch immer an.

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      • bauerhans sagt

        unsere wasserkoop(seit 1994)stellte uns grosse schilder zur verfügung,die am feld standen und darauf hinwiesen,dass z.b. umweltschonend gedüngt würde…..
        alle schilder sind zerstört worden.

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        • Sabine sagt

          Weiß man wer die Drecksäcke waren?
          Also ich hab letztens einen recht „offenen“ Hof besucht. Der hatte am Eingang zu den Ställen ein Schild aufgestellt und darauf erklärt, was und vieviele Kühe er hat, was die so im Winter am Tag zu fressen bekommen, ab wann die auf der Weide sind, an welche Molkerei er liefert ….Wieviele Kälber er grade hat, konnte man nachzählen, der Kindergarten war direkt am Eingang.
          Ich weiß, viele Leute mögen nicht unbedingt ihr Essen besuchen, aber es fanden doch recht viele Leute am Wochenende ein. Gerade Familien mit Kindern. Kälbchen streicheln ist wohl eine sehr zeitloses Vergnügen für Kinder.
          Ich fand das eine gute Idee, auch wenn ich so ein bisschen Angst hätte, dass mir irgendwer bei Nacht und Nebel die Kälber klaut.

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        • Stadtmensch sagt

          Vielleicht waren es auch Berufskollegen, die beim Thema Umweltschutz einen Hals kriegen. Das Thema Blühstreifenzerstörung hatten wir ja schon hier im Forum…

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Vielleicht sollte der Stadtmensch mal zu Kenntnis nehmen, das Bauern mehr für dem Umweltschutz tun, als dumm daher schreibende Menschen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wenn sie sich diesen Schuh anziehen wollen, bitte sehr.

              Sie sind in meinen Augen ein Bürostuhl-Umweltschützer, zu mindestens haben sie noch nichts anderes verlautbaren lassen.

              Woher wissen sie, dass der Bauer 150 Feldhecken widerrechtlich gerodet hat? Nur wenn ein Gast es sagt?

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  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    Wir tragen eindeutig Mitschuld an der Situation, wie die Städter die heutige Landwirtschaft sehen.
    Anstatt mit Wort und Schrift zurück zuschlagen, haben wir all die Beschimpfungen über uns ergehen lassen.
    Dies muss ein Ende haben und da sind gerade die Jungen Betriebsleiter gefordert und die es noch werden wollen.

    Wir müssen denen Zeigen, dass nicht die von „Bauer sucht Frau“ den Berufsstand vertreten, sondern weltgewandte bestens Ausgebildete Menschen auf den Höfen das sagen haben.

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    • Bauer Willi sagt

      Genau! Du bist es, ich bin es. Wo sind die restlichen 275.000? Zu bequem? Zu kniepig? Leute, macht mit!
      Bauer Willi

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