Bauer Willi
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Was für die Zukunft…

Eigentlich wollten wir diesen Artikel schon längst gebracht haben. Aber dann kam immer wieder was anderes dazwischen. Aber besser spät als nie!

In der Woche vor Ostern haben unsere Kinder und ich rund 2000 qm Wald angelegt. 450 Eichen und 450 Buchen sind in die Erde gekommen.

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Hier seht ihr, wie wir mit dem Motorbohrer die Löcher (rund 40 cm tief) bohren. Geht ganz schon auf die Knochen. Im Bündel liegt das Pflanzgut schon da.

Am nächsten Tag wird weitergepflanzt. Das Wetter ist dunkel und leicht regnerisch, aber die Pflanzen müssen in den Boden, damit die Wurzeln nicht austrocknen.

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Hier die gepflanzten Buchen, die noch das Laub vom Vorjahr tragen.

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Schließlich noch den Zaun setzen, weil es im Wald Wildschweine und Damwild gibt.

Jetzt sieht es gar nicht mehr nach so viel Arbeit aus. Mit drei Personen haben wir rund drei Tage gebraucht. Und wissen jetzt, wo der Körper überall Muskeln hat.

Die Kosten: rund 700 € fürs Pflanzgut, 55 € Leihgebühr für den Bohrer, 270 € für die Holzpfosten. Die Rechnung für den Gatterzaun haben wir noch nicht, werden aber wohl auch so um die 200 € sein. Die Arbeit rechnen wir mal nicht. Hat ja auch irgendwie Spaß gemacht, mit der ganzen Familie an der Zukunft zu arbeiten.

Der Erlös: werden wir in 50 Jahren wissen. Ich bin dann 111 Jahre alt. Oder man hat vorher schon ein Loch für mich gemacht. Aber ein Größeres.

Euer Bauer Willi

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26 Kommentare

  1. Bei uns im Allgäu werden Erstanpflanzungen überwiegend nur auf Grenzstandorten durchgeführt. Das sind Flächen, die sich für eine maschinelle landwirtschaftliche Nutzung nicht eignen.
    Wenn ich deine Bilder sehe, Bauer Willi, macht mich das schon nachdenklich. Ihr bepflanzt eine ackerfähige Fläche. Nichts gegen eure Zukunftspläne, aber es ist ein bezeichnendes Beispiel, dass anscheinend ausreichend landw. Flächen vorhanden sind. Oder es zeigt, dass viele Betriebe ihre Hoftore für immer geschlossen haben, und die Grundstücke keiner mehr bewirtschaftet.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Franz,
      die Fläche liegt einige Kilometer von unserem Hof in der Nähe des Rheins. 25 BP, anmooriger Sand. So was wird bei uns nicht als „ackerfähig“ angesehen. Gut, Spargel könnte man noch machen… Und für 2000 qm dort mit dem Schlepper hinzufahren lohnt sich auch nicht.
      Bauer Willi

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  2. bauerhans sagt

    ich hatte 1981 auf 1,2 ha buchen pflanzen lassen,weil ich das allein nicht geschafft hätte,allerdings gabs damals einen zuschuss des landes nrw,insbesondere für buchen.
    ist mittlerweile ein sehr schöner bestand geworden.

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    • Schweinebauer Piet sagt

      Das sind dann ja 35 Jahre und in 35 Jahren müsste Willi 96 sein. Wir hatten Besuch vor kurzem von einer 93jährigen, wenn Willi vom gleichen Stamm ist, schafft er es mit einem Spaziergang durch den Wald!

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  3. Andreas sagt

    Ist das die ganze Wahrheit? Bauer Willi vergrößert einfach die Waldfläche? Oder stecken staatliche Förderprogramme dahinter?

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  4. Altbauer Jochen sagt

    Hier im Norden sagt man >auf Plattdeutsch< "Is de Boom erst groot , is de Planter doot"
    das was Martin Luther mit seinem Apfelbäumchen zugeschrieben wird
    "und wenn ich wüsste das morgen die Welt unterginge……….."
    So handeln wir als Bauern seit eh und jeh ,-Generationsbewusst
    zu pflanzen und zu säen,auch wenn wir vielleicht selbst nicht mehr ernten.
    Das ist Verantwortung für die Zukunft für unsere Kinder und Enkel
    Tolle Aktion, Bauer Willi !

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