Bauer Willi
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Alternative für Bauern?

Immer wieder einmal habe ich die Positionen der Parteien zu diversen Themen rund um die Landwirtschaft dargestellt. Dabei habe ich bisher die AfD ausgeblendet. Dies will ich nun nachholen und habe mir dazu das Bundesprogramm und die Programme einzelner Landesverbände angesehen und mich dabei ausdrücklich auf die Themen rund um die Landwirtschaft beschränkt. Die Quellenangaben findet ihr am Ende des Artikels.

Gleich zu Beginn stelle ich fest, dass der Bereich Landwirtschaft keine primäre Rolle spielt sondern meist nur mit wenigen Worten erwähnt oder in andere Kapitel eingeschoben sind. Ich werde daher hier die mir besonders auffälligen Aussagen aufführen, die natürlich in ihrem Zusammenhang mit dem Originaltext gesehen werden müssen. Es geht mir hier mehr um die grundsätzliche Ausrichtung als um das wortgetreue Zitat, das in den Quellen nachgelesen werden kann.

Die AfD spricht sich in ihrem Bundesprogramm aus

  • gegen den Einsatz von Glyphosat aus (bis die Unschädlichkeit nachgewiesen ist)
  • für die gesetzliche vorgeschriebene artgerechte Haltung von Tieren, (bei nicht artgerechter Massentierhaltung in der Landwirtschaft)
  • die tierhaltende Betriebe dafür verantwortlich zu machen, dass ihre Produkte frei von Antibiotikarückständen und MRSA-Keimen sind
  • den Einsatz von Gentechnik in Medizin und Landwirtschaft nur nach sorgfältiger Prüfung zu genehmigen und gentechnisch veränderte Futter- und Lebensmittel zu kennzeichnen
  • die Abhängigkeit von multinationalen (Saatgut)Konzernen zu verringern
  • die Subventionierung der Biogasanlagen durch Abschaffung des EEG zu beenden
  • gegen Subventionsverteilung nach dem Gießkannenprinzip
  • für rückstandsfreie Nahrungsmittel und marktgerechte Preise

Besonderheiten in den einzelnen Bundesländern

Baden-Württemberg

  • soll gentechnikfreie Region werden
  • Tiere sind vor unnötigem Leid zu schützen
  • regionale Vermarktung von Marken wie „Alblamm“ und „Albbüffel“
  • Tierversuche möglichst vermeiden
  • Kennzeichnungspflicht für Tierhaltungsstandards

Mecklenburg-Vorpommern

  • Ablehnung der zusätzlichen Subventionierung von Öko-Landwirtschaft
  • Aufhebung des Russland-Embargos
  • Keine Monokulturen, deshalb gesetzliche Maximalzyklen für bestimmte Pflanzen (gemeint sind wohl Fruchtfolgen)
  • Strengere Überwachung der landwirtschaftlichen Standards, mehr Geld für Kontrollinstanzen

Sachsen

  • keine Flächenbeihilfe für Energiepflanzen
  • Wildtiermanagement statt Wolfsmanagement

Sachsen-Anhalt

  • Keine Gentechnik, wohl aber Kennzeichnungspflicht und Forschung
  • keine pauschalen Beihilfen, sondern Focus auf Leistungen der Landwirte für Artenschutz, Gewässerschutz, Bodenschutz und Landschaftsbild
  • Massentierhaltung ist entgegenzuwirken
  • Ausverkauf von Ackerland an Spekulanten stoppen
  • sofortiges Verbot von Glyphosat in der Vorerntezeit (Stand März 2016)

Thüringen

  • Energiepflanzenanbau zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion stoppen, Maismonokultur fördert die Bodenerosion (Hochwasser durch Bodenverschlämmung), fördert die Nitratbelastung im Trinkwasser und gefährdet die biologische Vielfalt
  • erhebliche Absenkung der Förderung erneuerbarer Energien
  • kein subventioniertes Bioobst für den Ramschtisch sondern geprüfte Bioware und konventionelle Lebensmittel im Verhältnis zum Bedarf
  • Massentierhaltung so tiergerecht zu gestalten, dass kein vorbeugender Einsatz von Antibiotika mehr notwendig ist
  • sachliche Aufklärung über Chancen und Risiken der Gentechnik, keine Verteufelung

Mein ganz persönliches Fazit:

Viele der getroffenen Aussagen sind nicht neu, sondern erinnern in ihrer Ausrichtung an auch von anderen Parteien schon gemachten Statements, insbesondere der Grünen. Bei bestimmten Standpunkten (z.B. Gentechnik) sind Widersprüche zwischen den Programmen des Bundesprogramms und innerhalb der Landesverbände zu erkennen. Begriffe wie „Massentierhaltung“ werden nicht näher erläutern. Energiepflanzenanbau und Biogasanlagen sieht diese Partei kritisch, insbesondere den Anbau von „Maismonokulturen“, der allerlei schädliche Auswirkungen nachgesagt werden, die fachlich nur schwer haltbar sind. Auch die Aussagen zu Antibiotika und MRSA-Keimen zeugen von keiner hohen fachlichen Kompetenz. Bezüglich der Subventionen stehen sie – wie die Grünen – auf dem Standpunkt, dass „öffentliche Gelder nur für öffentliche Leistungen bereitgestellt werden sollen. Ich interpretiere dass als Verschiebung von der ersten in die zweite Säule, was man ja auch schon von anderen Parteien gehört hat.

Die Wertung der hier zitierten Aussagen möge nun jeder selbst vornehmen. Mir erscheint es jedenfalls notwendig, auch mit der AfD dann in einen Dialog einzutreten, wenn erkennbar ist, dass sie sich von radikalen Tendenzen innerhalb der eigenen Reihen klar und deutlich distanziert. Meine geplante Teilnahme an einer Podiumsdiskussion habe ich abgesagt.

Selten war ich so gespannt auf eure Reaktionen!

Euer Bauer Willi

Quellen:

https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/05/2016-06-27_afd-grundsatzprogramm_web-version.pdf

http://www.alternative-mv.de/wp-content/uploads/2016/06/AfD-MV_Wahlprogramm2016.pdf

https://afd-bw.de/afd-bw/wahlprogramme/landtagswahlprogramm_afd_2016_1.pdf

http://afd-thueringen.de/wp-content/uploads/sites/2/2014/07/AfD_Thueringen_Wahlprogramm.pdf

http://www.sachsen-anhalt-waehlt.de/fileadmin/LTW2016/Wahlprogramme/wahlprogramm_afd.pdf

http://www.afdsachsen.de/download/AfD_Programm_Lang.pdf

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128 Kommentare

  1. Peterchen sagt

    wenn man die radikalen Tendenzen der Rechtspopulisten wegdenkt hat man nichts weiter als die CDU/CSU zurück und die standen ja gemeinsam mit SPD und FDP in den letzten Jahrzehnten der Landwirtschaft und deren Talfahrt Pate. Im meisten bedrückt mich , dass es immer wieder vereinzelte aber lautstarke Versuche gibt den Hass auf die Grünen als bäuerliche zu verkaufen. Die aktuelle Infratest Dimap Umfrage in Nds. spricht da eine deutlich andere Sprache und im Januar 2018 werden wir es ein wenig genauer wissen….

    2+
  2. Sabine sagt

    Man könnte eine Partei nur mit Themen aus der Landwirtschaft gründen? Bekäme die Zulauf? Welche Themen wären das?
    Ich merke schon, dass hier viele liberale Positionen vertreten werden.
    Ich bin da skeptisch. Viel von unserem nicht nur sozialem Frieden, verdanken wir auch der oft gescholtenen Umverteilung und der Erkenntnis, das Kapital sehr viel mehr wie nur ein scheues Reh ist.
    Ich kann nur feststellen, dass die bürgerliche Mittelschicht bröckelt. In unseren Nachbarländern oft noch heftiger als bei uns. In Frankreich rutscht da z.B. viel mehr Bürgerlichkeit weg und die Angst von einem schlecht geflicktem Sozialsystem nach ganz unten durchgereicht zu werden ist dort viel stärker.
    Die AfD, aber auch andere Parteien, versuchen das in Wahlerfolge umzumünzen.
    Dabei sind es weder die Zuwanderung noch der Terror, die ursächlich sind, wenn man mich fragt. Wir hatten schon mehr als eine Terror-Orga, die das Paradies in verschiedenen Farben herbei bomben wollte und wir haben schon größere Migrationsbewegungen gesehen.
    Für mich geht es daher weniger um die Steuerung von Flüchtlingsmassen, als um Steuerung von Kapitalflüssen und Produktionswegen. Da empfinde ich unsere Länder in Europa oft eben nur als politische Flickschuster, die irgendwie verpasst haben, was die Technik und Globalisierung für unsere Volkswirtschaften und unsere Gesellschaft an Risiken und Chancen bereit hält.

    1+
  3. Andreas sagt

    Wenn Bauer Willi ausgerechnet am 27. Januar das Fass AfD auf macht, dürfte das, das erste große Fettnäpfchen sein auf seiner Seite.
    Heute ist ein Gedenktag:
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/holocaust-gedenken-lammert-100.html

    Man darf die AfD und die Wähler nicht pauschal als Nazis bezeichnen. Solche Vergleiche verbieten sich grundsätzlich. Wir haben aber alle die Worte von Björn Höcke noch in den Ohren, wie er sich missverständlich über das Mahnmal geäußert hat.

    Fazit: Die Afd ist eine Gefahr für unser Land und unserer Kultur

    Warum Fettnapf Bauer Willi?

    Falsches Thema am falschen Tag und falsche Form. Durch diesen Threat mit der Fragestellung: was die AfD zu Landwirtschaft sagt, betreibt Bauer Willi eine Verniedlichung der Situation. Auch wenn die AfD eine super Agrarpolitik machen würde, dürfte man sie auch als Bauer nicht wählen. Geht gar nicht!!!!!!!!!!

    9+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Hallo Andreas, aus meiner Sicht trägst Du mächtig dick auf, was Deine Kritik an Willi mit diesem Gedenktag betrifft. Ich finde nicht das er die Situation verniedlicht ,wie Du das empfindest. Er steht mit beiden Beinen im Leben, was man von Dir bei dieser Meinungsäußerung nicht behaupten kann.

      8+
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Andreas
      1. Was den Termin angeht: Ich habe nicht recherchiert, ob und welcher Gedenktag heute ist. Gut, dass Du aufgepasst hast und mir so eine reinwürgen kannst. Es gibt aber einen schon einen Grund, warum ich diesen Artikel heute bringe. Lass Dir den mal von anderen erklären.
      2. Ich weiß nicht, warum Du den Begriff Nazis ins Spiel bringst. Macht kein anderer hier.
      3. Ich verniedliche nichts, sondern habe lediglich eine Vielzahl von Standpunkten dieser Partei zum Thema Landwirtschaft zusammengetragen, damit sich jeder, der sich damit bisher noch nicht beschäftigt hat, sich sein eigenes Urteil erlauben kann. Ich wüsste nicht, wer das bisher getan hat.
      4. Natürlich steht es Dir frei, hier deine Meinung zu äußern. Wir leben schließlich in einer Demokratie. Ob es aber sinnvoll ist, mit Ausgrenzung und Dialogverweigerung zu reagieren, steht auf einem anderen Blatt. Irgendwer scheint diese Partei ja zu wählen, oder?
      5. Wenn es Dir nur darum ging, mich hier als Person zu diskreditieren, so weiß ich nicht, ob Dir das gelungen ist. Mühe hast Du Dir ja gemacht…
      Bauer Willi

      9+
      • Andreas sagt

        Das Wort „Diskreditieren“ scheint in der FdL Ecke, der Du nahe stehst, ein Lieblingswort zu sein wenn Argumente fehlen. Die Technik des Diskredetieren beherrsch Du selbst ganz gut und ich zieh mir den Schuh sicher nicht an.

        Es war so:
        Heute Morgen habe ich den Faden hier gesehen und habe den ignoriert weil ich meinen Senf nicht wieder dazu geben wollte. Das kannst Du ja nicht haben und schickst dann mal Mails an Dritte die das dann im topagrar forum perfide gegen mich einsetzen.
        Dann sah ich den TV Beitrag im Bundestag und wurde auf diesen Gedenktag aufmerksam. Sofort dachte ich an diesen Thread hier und wollte wach rütteln ob man nicht anders mir der AfD umgehen soll, weil sie grundsätzlich nicht wählbar ist ob sie nun agrarpolitisch gut oder schlecht ist. Das war die Quintessens meines Beitrages.

        Ich stelle fest: Der „Brandenburger“ und Bauerwilli machen ihre Wahlentscheidung von der Agrarpolitik der AfD abhängig. Das macht mich traurig.

        Es ist richtig, ob man hinterfragen kann, ob man das Wort Nazis einsetzen kann wie ich das gemacht habe. Ich denke ja, weil ich dabei geschrieben habe, dass das kein Vergleich sein soll.
        Wenn ich sehe, dass der oben genannte AfD Höcke heute von einer Gedenkfeier ausgeschlossen wurde, gibt mir das auch recht. Du siehst, heute ist ein besonderer Tag und jeder sollte genau nachdenken was er wählt. Bevor ich das oben geschrieben habe hatte ich das Bild im Kopf, wie Frauke Petry und Höcke am 27. Januar 2018 blöd grinsend im Bundestag sitzen und mir wurde schlecht. Nein ich wollte Willi keinen reinwürgen – dafür ist das Thema zu wichtig.

        3+
  4. Der Brandenburgbauer sagt

    Hallo Willi, das Du die Teilnahme an dieser Diskussionsrund abgesagt hast kann ich verstehen. Du bist eine Persönlichkeit die Deutschland weit bekannt ist, und möchtest wie es so schön neu Deutsch heißt,“ denen keine Plattform bieten“. Ich als unbekannter hätte überhaupt kein Problem mit Petri und Gauland mich öffentlich zu „fetzen“. Wie soll man diese Leute den sonst konfrontieren als das sie öffentlich Ihre Meinung sagen.

    3+
  5. Zunächst als Partei gegen den Euro in Erscheinung getreten, verlor die AfD bald an Bedeutung. Die Flüchtlingskrise verhalf der AfD wieder zu Einfluss. Dass eine ungesteuerte und zudem unrechtmäßige Zuwanderung nicht hinnehmbar und besonders aus Ländern mit freiheitsfeindlicher Staatsideologie problematisch ist, liegt auf der Hand. Deswegen handeln die etablierten Parteien, handelt die Bundesregierung. Die AfD ist ohne eigenes Thema, und als Sammelbecken für Streithähne, Stänkerer und Querulanten zerlegt sie sich selbst. Für Rechtskonservative taugt die AfD nicht; die wollen Ruhe und Konformität.

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  6. Der Brandenburgbauer sagt

    Hallo Willi, ein teil der Bevölkerung hat die Politik der Etablierten Parteien satt. Ich bin sogar der Meinung es ist die Mehrheit. Welche Chance haben wir bei diesem Zustand in einer Demokratie. Man wählt Protest um seine Meinung zu artikulieren. Die AfD die in diesem Sinne zur Verfügung stehen würde, macht es nicht besser eher schlechter. Aber wie soll man dann im Vorfeld anstehender Wahlen reagieren, wenn es keine „Alternative für Deutschland gibt“. Die letzten Tage haben doch wieder gezeigt, man ist nur mit sich selbst beschäftigt und vergisst uns den Bürger, Es bewegt sich einfach nichts. Egal wie man zur Politik von Trump steht.Meiner Meinung nach macht er einen neuen Versuch was Politik betrifft. Er holt die Wirtschaft ins Boot.Die letzten Jahrzehnte haben doch anschaulich bewiesen, das es so in Deutschland, Europa und der Welt nicht weiter gehen kann. Man sollte diesem neuen Stiehl nicht zu skeptisch gegenüber stehen.

    1+
    • Tja, was macht einer richtig, was alle anderen falsch machen? Mit Protektionismus wäre gerade Deutschland sofort am Arsch. Andere Länder würden Gegenmaßnahmen ergreifen, der Export ginge zurück, Unsicherheit allenthalben, und der Binnenmarkt würde einbrechen. Die USA haben im Gegensatz zu Deutschland eine starke Binnenkonjunktur, so dass Trump dort einige Strohfeuer entfachen könnte. Trump ist vielleicht erfolgreicher Händler, Kaufmann – Volkswirtschaft ist aber eine andere Liga.

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      • Was wollen Sie sagen? Interessante Einschätzung von Gabriel. Ob Merkel nun aus humanitären Motiven oder, wie Gabriel sagt, aus Übermut oder Naivität handelte, beides schließt einander nicht aus. Dass Minister an ihrem Ministerstatus kleben – egal ob Wirtschaftsminister oder Außenminister, Hauptsache Minister – ist keine bahnbrechende Erkenntnis von Tichy. Es ist menschlich, deshalb haben wir ja die Möglichkeit, die regierungstragenden Parteien abzuwählen. Meinen Sie, die von der AfD seien eine edlere Sorte Mensch? Also ich glaube das nicht. Wenn Gabriel gegangen wäre, hätte es geheißen, so könne er seine Vorstellungen nicht verwirklichen. Als Außenminister kann er sogar mehr Einfluss auf die Flüchtlingspolitik nehmen (Rücknahmeabkommen).

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        • Brötchen sagt

          Man kann da einige Gedankenspiele anstellen, es wurde ja regierungsamtlich bestätigt. Die afd besteht zu großen Teilen aus hasardeuren. Das war nach der Wende in der CDU auch so !

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          • Sie sprechen in Rätseln. Meinen Sie Deserteure? Wer denn? Problemnachbar Gauland, Lucke, der weiter „desertierte“. Den meisten, die mit Merkels Grenzöffnung im September 2015 hadern, ist ein AfD-Beitritt zu dumm, selbst der nationalkonservativen Erika Steinbach.

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            • Brötchen sagt

              Gauland ist noch mit der vernünftigste. Ich habe nicht gesagt, das ich diese afd gut finde. Nur wie gesagt ,man lasse sich obigen link mal bezogen auf SPD und CDU auf der Zunge zergehen. Das hat mit demokratischen Strukturen nicht mehr viel zu tun. Und die Bauern trifft es besonders. Bin auch ratlos….

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            • Die Grenzöffnung im September 2015 war allerdings kein Rechtsverstoß. Die Dublin-III-Verordnung ermöglicht es Staaten, von der Regel abzuweichen, wonach das zuerst betretene Land das Asylverfahren durchführt, z.B. wenn in einem Erstaufnahmeland im Asyl- oder Aufnahmeverfahren systemische Mängel bestehen. Das stellte der EGMR im Fall Griechenlands fest. Umstritten ist, ob Deutschland Flüchtlinge einfach an der Grenze abweisen darf. Juristen sind der Ansicht, dass Deutschland verpflichtet sei, Flüchtlinge zunächst aufzunehmen, um dann festzustellen, welches EU-Land für das Asylverfahren zuständig ist. Die politische Bewertung ist eine andere. Heldin oder Übermut und Naivität in Person?

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Hallo ich staune was Du alles so weist, ich kenne hunderte von Landwirten in diesem Bundesland, aber keinen der in der AfD ist. Naja wie immer, wist Ihr alles besser und müsst uns wieder einmal aufklären.

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        • Brötchen sagt

          Ok dann kennst du alle, dann widerrufe ich. War vielleicht etwas unüberlegt, die Äußerung.

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  7. Eckehard Niemann sagt

    Lieber Bauer Willi,
    ich finde Deine Entscheidung, nun nicht an der AfD-Veranstaltung teilzunehmen, richtig. Wir von der AbL haben vor kurzem in einer Pressemitteilung unsere Position zur AbL formuliert:

    AbL gegen völkisch-reaktionäre und akzeptanzgefährdende Milchkrisen-Instrumentalisierung durch die AfD

    Gegen Versuche der AfD, die Milchbauern-Krise für ihre völkisch-reaktionären Ziele zu instrumentalisieren, wendet sich der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Die AbL verweist dabei unter anderem auf einen Beitrag des AfD-Ideologen Björn Höcke auf dessen Facebook-Seite, in dem dieser die Ursachen der Milchbauern-Existenzbedrohung pauschal-unkundig auf eine „falsch angelegte EU-Landwirtschaftspolitik“, die „Russland-Sanktionen“ und angebliche „Kartellstrukturen des Handels“ zurückzuführen suche. Die Soforthilfen der Bundesregierung bewerte Höcke nicht grundsätzlich als falschen und ablenkenden Ansatz, sondern lediglich als zu niedrig – zum vordergründigen Zweck der Hetze gegen „Milliarden Euro“ für die „Masseninvasion“ von Flüchtlingen. Höcke, so die AbL, versuche sich bei den Bauern vergeblich anzubiedern mit dem schwülstig-hohlen Aufruf zu einem „verantwortungsvollen Konsum“ von „fairer Milch“ als „gelebter Vaterlandsliebe“.

    Während Höcke eine angeblich drohende Schlachtung deutscher Milchkühe an die Wand male, gehe der schleswig-holsteinische Landes-Fachausschuss der AfD an diesem Punkt sogar so weit, eine Stilllegungsprämie für Ställe und damit in praxi ein Milchbauernhöfe- und Milchkühe-Reduzierungsprogramm zu fordern.

    Die AbL kritisiert diese „agrar- und ernährungsindustrie-freundlichen und zugleich sachunkundigen und völkisch-ideologischen Auslassungen der AfD“ wie folgt:
    Die Hauptursache der Milchkrise, nämlich die von der Molkerei-, Agrarindustrie- und Bauernverbands-Lobby (und nicht vom Handel) angeheizte Überproduktion für einen ruinösen „Weltmarkt“ spiele für Höcke überhaupt keine Rolle, weil der offensichtlich nur sein AfD-Thema der Russland-Sanktionen gern auch hier platzieren wolle. Damit werde den Milchbauern nicht genützt, sondern massiv geschadet.

    Wohl kaum ein Milchbauer wolle sich für eine akzeptanzschädliche Ausländer-Kampagne der AfD instrumentalisieren lassen: Die sogenannten „Sofort- und Liquiditätshilfen“ seien nicht – wie von Höcke behauptet – zu niedrig, sondern ganz im Gegenteil prinzipiell ungeeignet, an der Grundursache der ruinösen Überproduktion etwas zu ändern. Die Mengenreduktionsforderungen der Milchbauern gegenüber EU, Politik und Molkereien lehne die AfD offensichtlich ab. Die Bauern bräuchten faire Milch-Erzeugerpreise – die erreiche man aber nicht durch hohle und völkisch- ausländerfeindliche „Vaterlandsliebe“-Parolen, sondern vielmehr durch die Solidarität mit den europäischen Berufskollegen (wie beim Milchstreik) und mit den Bauern, die durch die ruinösen Dumping-Milchpulverexporte in den „Drittländern“ verdrängt werden sollten.

    Völlig zu Recht habe sich deshalb der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) heftig dagegen verwahrt, dass auf AfD-Plakaten ein Foto des BDM-Sprechers Romuald Schaber mit BDM-Politikern abgebildet worden sei.

    Die AbL forderte alle Landwirte dazu auf, sich auch weiterhin nicht für völkisch-rassistische und zugleich hohl-oberflächliche AfD-Parolen instrumentalisieren zu lassen: „Bauern brauchen eine partei-unabhängige, starke Interessenvertretung mit gesellschaftlicher Solidarität – und keine ausgrenzende, menschenverachtende und schädliche Schein-Unterstützung von AfD-Ideologen.

    7+
  8. Biobauer Andreas Fendt sagt

    Ich kann da kein klares Profil erkennen, kein Konzept. Die einzige Strategie ist Proteste zu bündeln. Gegner der Massentierhaltung und Biogas sollen eine Heimat finden.

    Insofern werde ich mich mit dieser Erscheinung nicht näher befassen.

    Ähnliches sehe ich bei FDP, SPD und Linken.

    Einzig die Grünen haben eine +/- klare Vorstellung wie eine Agrarwende auszusehen hat und diese in Studien/Strategiepapieren kurz- und mittelfristig fundiert beschrieben. Daher halte ich die Grünen in Sachen Landwirtschaft für die kompetenteste Partei insgesamt.

    Die CDU/CSU kann sich ausführliche Positionen zu Landwirtschaft sparen, sie können sich gar einen Bundeslandwirtschaftsminister leisten, der gar nichts macht, keinen Plan hat und nichts erreicht und mit als Wurstminister Schwein im Kindergartenessen fordert.

    Ein Konzept braucht die CDU/CSU auch gar nicht, denn das liefert der Bauernverband und das wird ungeprüft übernommen. Der wesentliche Inhalt: „alles weiter wie bisher“ incl. Höfesterben und Ignoranz der Probleme und der verbundenen gesellschaftlichen Proteste (Nitrat, Tierwohl, Klima, MRSA, Artensterben usw).

    Ich würde mir daher wünschen, wenn Bauern ihre Scheuklappen ablegen und sich inhaltlich und fundiert mit einer Agrarwende befassen anstatt mit Antidemokraten der AfD denen Landwirtschaft doch vollkommen egal ist.

    5+
    • Berglens, Peter sagt

      100% Zustimmung Herr Fendt. Auch ich kann nicht verstehen, dass die Grünen hier immer gebasht werden. Ich habe den Eindruck, es wird gebasht, ohne sich mit dem grünen Programm (dem Kern) auseinandergesetzt zu haben.

      2+
      • bauerhans sagt

        frau göring-eckardt hatte gestern abend bei maybritt illner erklärt:
        „die massentierhaltung in niedersachsen ist abgeschafft!“

        5+
        • Biobauer Andreas Fendt sagt

          ich kann diese pastorale Quotenfrau nicht leiden und auch den Berufspolitiker Cem nicht und werde die Grünen daher auch nicht wählen. Da wollten die Grünen sich Schwarz-Grün nicht verbauen. Hätten sie mal besser Toni gewählt oder den moderateren Robert Habeck, die haben wenigstens Ahnung bzw. Erfahrung von/mit Landwirtschaft.

          Es ist ja auch nicht so, daß Grüne ihre Konzepte zu Landwirtschaft selber machen, sondern sie beauftragen (dank Parteispenden aus der Waffenindustrie haben sie die Kohle dazu) Wissenschaftler bzw. NGO´s. Seit es FIBL oder germanwatch und was da rauskommt sind wenigstens Daten / Ideen die man diskutieren kann.

          Beiträge von Grünen in Talkshows zu Landwirtschaft sind nicht der Rede wert, wenn diejenigen die sie tätigen Null Ahnung davon haben. Aber ich halte die Politik von Christian Meyer in NDS durchaus für diskutabel und teilweise auch für erfolgreich, er hat auf jeden Fall mehr Agrarwende erreicht als der grüne Ex-Minister Bonde im grün regierten Musterländle, der machte es wie der Bundeslandwirtschaftsminister: wer nix macht, macht nix falsch.

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          • Der Brandenburgbauer sagt

            @Biobauer Andreas Fendt, Du bist so widersprüchlich in Deinen Aussagen, da fällt es mir ganz schwer Dich zu verstehen. Grüne ja, dann wieder Grüne nein. Du weist nicht was Du willst. So kommt man zu keinem offenen Dialog. Schlaf mal eine Nacht über Deinen Aussagen.

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            • Brötchen sagt

              @ brandenburgbauer Ich kann ihn schon verstehen, man kann ja „grün“ naturverstehend ticken und trotzdem eine differenzierte Meinung haben, die in kein ParteiSchema passt. So sehe ich ihn, geht mir manchmal ähnlich. Er ist vielleicht doch sehr eng an der Praxis. Was den Meyer betrifft, kann ich auch nachvollziehen.

              1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Echt?

          In der Nähe wird ein Bio-Hühnerstall für 12.000 Hennen gebaut und habe immer geglaubt, alles über 100 Hühner wäre schon Massentierhaltung, so habe ich jedenfalls die Meinung der Grünen verstanden.

          2+
          • Bauer Willi sagt

            Nö, wenn es 12.000 BIO-Hennen sind, ist es keine Massentierhaltung. Das ist schon o.k. so…
            Bauer Willi

            2+
            • Sabine sagt

              Weisste, Willi, ich hab da so ein klitzekleines Problem mit den Köpfen bei den Grünen. Im April letzten Jahres erklärt uns z.B. Robert Habeck, dass es für die Tötung von Nutztieren überhaupt keinen Grund gäbe, weil ja genug andere Lebensmittel zur Verfügung stehen.
              Dann rollt ein Virus durchs Land und der selbe Robert Habeck ist ganz vorne dabei wenn es ums Einsperren, Absperren und Keulen geht. Ein Schelm….

              3+
      • Bauer Willi sagt

        Herr Berglens, meine persönliche Wahrnehmung der Grünen (ich habe mit Renate Künast in Berlin in der Talkrunde „Günther Jauch“ gesessen und auch das Buch von Herrn Hofreiter „Fleischfabrik Deutschland“ gelesen) ist so, dass seitens der Grünen gerne gegen die konventionelle Landwirtschaft gebasht wird ohne jedoch zu erklären, wie sich diese Partei die Agrarwende konkret vorstellt.
        Ich habe gerade eine 100-seitige Masterarbeit gelesen, in der der Umbau eines landwirtschaftlichen Betriebes auf Öko-Landbau rein betriebswirtschaftlich kalkuliert wird. Ergebnis: Der Gewinn beläuft sich auf die Höhe der Summe der Transfer-Leistungen. Es werden auch Alternativen gerechnet, die aber Investitionen in Höhe von 480.000 € erfordern. Wie gesagt, in der Arbeit ging es nur um die nackten Zahlen, nicht um Ideologie! Und auch Andreas Fendt weiß, dass ein Umbau aller Betriebe in Deutschland für die heutigen Bio-Bauern in einer mittleren Katastrophe enden würde.
        Ich bin das Verbreiten von Parolen ohne Fakten so was von leid. Aber wir leben ja in einem postfaktischen Zeitalter und sollten auch „alternative Fakten“ akzeptieren. Können Sie ja machen, ich mach es nicht. Ich muss von unserem Betrieb leben.
        Bauer Willi

        5+
        • Berglens, Peter sagt

          Keine Sorge, ich versuche immer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Lokal hier im Ländle arbeiten Naturschutz und Landwirtschaft zusammen. Ob Flurneuordnung oder Flächennutzung, wir versuchen die unterschiedlichen Ansichten und Interessen unter einen Hut zu bringen. Gelingt nicht immer, aber immer öfter.
          Erst einmal ist es doch wichtig, dass man sich auf Augenhöhe begegnet. Dazu gehört halt, dass beide Seiten ihre harten (oder härtesten) Positionen zumindest überdenken und der anderen Seite nicht gleich die Kompetenzen abspricht.
          Ich kaufe überwiegend bei unseren Bauern und kommuniziere auch mit ihnen.

          1+
        • Biobauer Andreas Fendt sagt

          Na Willi, da lässt aber der Alzheimer grüssen!

          Zitat: „ohne jedoch zu erklären, wie sich diese Partei die Agrarwende konkret vorstellt.“

          Ich habe Dir Quelle zum Konzeptpapier der grünen Agrarwende hier eingestellt und kann jetzt noch das Diskussionspapier zu EU GAP nach 2020 hinzufügen. (das stellt aber noch nicht die Gesamtposition der Partei dar)

          Anstatt nichtssagende AfD Positionen zu lesen, könntest Du doch mal das in Ruhe lesen und hier im Blog in Auszügen zur Diskussion stellen:
          https://germanwatch.org/de/download/17687.pdf

          5+
    • Stadtmensch sagt

      Tja, dem Konglomerat CDUCSUDBV ist kaum beizukommen. Vor ner Zeit hast du FDP und Die Linke noch nicht in einen Topf geworfen:
      https://www.bauerwilli.com/das-rote-projekt-konkret-die-linke/#comment-8769

      Zitat aus
      http://www.voeoe.de/wp-content/uploads/2016/10/voeoe-dp2-vosse-haselbach-nutzen-was-da-ist.pdf

      „Ohne ein positives Signal aus der Gesellschaft können oder
      müssen politisch Verantwortliche davon ausgehen, dass solcher Wandel von ihren Wähler abgelehnt wird. Aus einer übergeordneten und fachlich begründeten Sicht mag man es als Aufgabe von PolitikerInnen ansehen, auf systemische Krisen mit der Gestaltung von Wandel zu reagieren. Es ist aber nicht überraschend, dass politisch Verantwortliche dies kaum bereit sind, dies um den Preis persönlichen und politischen Scheiterns zu tun. Erschwerend kommt hinzu, dass politische Entscheidungsträger zahlreiche Signale erhalten, den eingeschlagenen Kurs beizubehalten. Denn es gibt mächtige gesellschaftliche Kräfte, die – noch – vom Status Quo profitieren, sonst wäre die Ist-Situation ja nicht stabil.“

      1+
  9. Jan Knappe sagt

    Liebe Bauern ihr schneidet euch doch selbst ins Fleisch wenn ihr eine sogenannte protest-Partei wählt! Die machen ja nur das gleiche wie die Grünen! Also wählt nciht Afd vielleicht etwas anderes…..

    2+
  10. Jan Knappe sagt

    Liebe Bauern ihr schneidet euch doch selbst ins Fleisch wenn ihr eine sogenannte protest-Partei wählt! Die machen ja nur das gleiche wie die Grünen!

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  11. Christian Krupp sagt

    Gedanken machen sollte man sich über alle Parteien die in den Parlamenten vertreten sind. Spätestens seit Bodo Ramelow in Sachsen ist die Linke angekommen. Im Saarland wird von der SPD auf Rot-Rot-Grün spekuliert. 2Monate vor der Wahl sich keine Gedanken über die Linke machen wär fahrlässig.
    Nach etwa 10 Jahren ist die Linke angekommen.
    Gleiches wird auch mit der AFD geschehen, wenn sie die „Eintagsfliegenphase“ übersteht (vgl. Piraten die haben es nicht geschafft) und meiner Meinung stehen die Chancen dazu (leider) gut.
    Im Wahlprogramm sind mir bezüglich Landwirtschaft zu viele Widersprüche zwischen Bundesprogramm und Länderprogrammen sieht sehr nach Stimmungsmache aus mit der man gezielt Leute (auch Landwirte vgl. Mek-Pom) einfangen will.
    Ich finde es gut und richtig das Bauer Willi die Teilnahme an der Podiumsdiskussion abgesagt hat. Für derartigen Diskurs muss die AFD, meiner Meinung, ihr radikalen Tendenzen und die dazu gehörigen Persönlichkeiten aussortieren.
    Also aufpassen, informieren, nachdenken und dann das wichtigste WÄHLEN gehen!

    Mit freundlichen Grüßen Biobauer Christian

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    • rebecca sagt

      Bodo Ramelow ist Ministerpräsident in Thüringen. MP in Sachsen ist Stanislaw Tillich von der CDU.

      Ansonsten verstehe ich nicht weshalb nicht in der Sache mit allen gesprochen wird. Gerade weil die AFD noch in einer Findungsphase ist und vermutlich wesentlich leichter von Positionen zu übrzeugen als andere Parteien.

      Wenn keiner mit ihnen reden will, werden sie dann vermutlich auf die hören die mit ihnen reden. Aber ob das was herauskommt dann den Wünschen der Verweigerer entspricht?

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      • Ich finde auch, dass man immer miteinander reden sollte. Der von mir geschätzte Islamkritiker Hamed Abdel-Samad hat auf einer AfD-Veranstaltung gesprochen (s. Youtube), obwohl er ganz anderer Gesinnung ist. Seine Islamkritik ist differenziert und speist sich aus dem Geist der Liberalität und Aufgeklärtheit. Ein großer Anteil seiner Rede entfiel auf diese Abgrenzung. Das war auch notwendig, um nicht in das geistige Lager der AfD gerückt zu werden (die Grünen luden ihn daraufhin trotzdem aus). Wer die Abgrenzung von der Geisteshaltung der AfD nicht zum eigenen Thema machen möchte, weil es nicht sein Thema ist, dem kann man aus geschäftlichen Gründen nur abraten, bei einer AfD-Veranstaltung zu reden. Auch aus ideellen Gründen, denn so würde man die AfD aufwerten. Insofern: alles richtig gemacht, Bauer Willi.

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        • rebecca sagt

          Erinnert mich bischen an frühere Zeiten wenn zwei Bekannte oder Freunde sich gestritten haben und einer dann meinte „Wenn du mit dem anderen redest bist du nicht mehr mein Freund“.

          Auch im späteren Leben ist sowas gelegentlich passiert. Da hies es dann „wenn du den weiter belieferst kauf ich nichts mehr von dir“

          Ich hab mich nie erpressen lassen, schon aus Prinzip. Mich auch nie in solche Zankereien hineinziehen lasse. Auch wenn es „Geschäftsschädigend“ war.
          Ok dazu braucht man bischen Rückrat und Prinzipien. Versteht jemand der beides nicht hat wahrscheinlich nicht.

          Wobei es stimmt derzeit ist ein eingehen auf die AFD „geschäftsschädigend „.

          Allerdings dachte ich bisher Bauer Wille will wie oft postuliert „Dialog“ und betreibt das nicht als Geschäft.

          Hab mich da wohl geirrt.

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          • Ich denke, dass Bauer Willi sich und seine Prinzipien mit der AfD-Absage nicht verleugnen musste. Nach dem kürzlich aufgetauchten Strategiepapier für den Bundestagswahlkampf will die AfD sich auch gar nicht mit Detailfragen aufhalten, sondern provozieren. Wer nicht zur Zielgruppe gehört, ist Zielscheibe. Reife heißt, etwas zu tun, obwohl es die Eltern gefordert (oder die CDU) haben. Aus Prinzip dagegen sein, ist kein Prinzip.

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            • rebecca sagt

              Das will ich nicht beurteilen, obwohl Verhalten und Äußerungen schon Rückschlüsse zulassen.

              Ich habe so eine Situation wie heute bereits erlebt.

              Die Bürgerbewegung der ex DDR ist zwar nicht mit der AFD zu vergleichen, aber die Situation war dieselbe.

              Viele haben nicht gesagt was sie denken weil jeder der es wagte eine Meinung abseits des Mainstreames zu äußern angegriffen und heruntergemacht wurde. „Lautsprecher“ bestimmten den öffentlichen Dialog.

              Kurioserweise genau die, welche nach 1990 um 180 Grad gewendet das Gegenteil behaupteten und heute gegen die AFD wettern.

              Damals waren wir jung(viele Bekannte und ich) Und wir wollten leben, neue Freiheiten genießen, reisen.. da wars vielen egal was mit den früheren treuen Systemdienern passiert. Die „großen“ wurde ja Medienwirksam abgeurteilt. Die vielen kleinen Lemminge hingegen machten gewendet Karriere. Zwei haben es bekanntermaßen bis in höchste Ämter unseres Staates geschafft.

              Heute weis ich das war ein Fehler. Allerdings konnten wir damals auch nicht mit einem Klick Äußerungen speichern und für die Zukunft archivieren.

              Insofern gucken wir mal was die die sich heute so lautstark und „mutig“ gegen die AFD positionieren in zwei Jahren schreiben sollte sie weiter Einfluss gewinnen. Ich bin gespannt.

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  12. Andrea Fasch sagt

    Wenn Bauer Hans sich da nicht ganz fuerchterlich irrt….

    Der SPD gebe ich nur dann eine Chance wenn sie eine ganz klare Absage zur GROKO macht.
    Rot-rot-gruen wird fuer die Landwirtschaft ein Desaster werden.
    Die CDU ist eh nicht mehr zu retten. Solange sie die Geisterfahrerin nicht los wird.

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    • Sabine sagt

      Na.. also wie sagte Maggi, die Schreckliche einst? „Und wenn ich alleine stünde, es wäre mir egal, solange ich im Recht bin.“
      Ich konnte mir nie vorstellen, dass ich sie vermissen würde.
      Wir werden uns u.U. et Angie auch eines Tages zurück wünschen, wenn das so weiter geht.

      1+
        • Sabine sagt

          Nur um fertig klug zu scheißen… ja, da fehlt das e, nein y wäre ein Mann, soweit will ich nicht gehen.

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  13. Christian sagt

    Naja, ich persönlich halte nicht viel von der AfD. Jeder, der sich nur ein wenig mit deren Programm beschäftigt hat, wird schnell einsehen, dass viele ihrer Themen an der Realität vorbei laufen und haben meines Erachtens mehr den Sinn (ähnlich wie bei Trump) zu polarisieren.
    Landwirtschaftlich sehe ich auch viele Wissenslücken, dass es für diese Partei schwierig macht, in diese Richtung sinnvolle Politik zu machen. Ich denke das ist auch der Grund, weshalb die Landwirtschaftlichen Themen so kurz wie möglich gehalten werden.

    Dennoch bin ich der Meinung, dass es unserer Demokratie ein Stück weit gut tun würde, wenn wieder eine richtige Opposition in der Regierung sitzt. Das soll jetzt nicht heißen dass die AfD diese bilden soll, es muss aber damit gerechnet werden.

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  14. fred huber sagt

    also ich werde wieder die partei „die partei“ wählen, denn sie ist sehr gut!

    (außerdem habe ich in deren wahlprogramm nichts über massentierhaltung finden können)

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    • Martin Grube sagt

      Ich habe Die Partei bei der Europawahl gewählt.

      Sie steht auch für generell Tempo 30 im Ort. Allerdings pro Fahrzeuginsasse.

      Inhalte überwinden!

      In diesem Sinne

      Martin

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    • Ich lese gern die Titanic. Als Herr Sonneborn mich um meine Unterstützerunterschrift bat, lehnte ich ab. Aber ein bisschen freiwilige Politsatire von innen heraus, ist doch nicht das Schlechteste.

      Die AfD macht unfreiwillige Satire. Eine von Storch und ein Höcke sind schon sehr zum Lachen, wenn das einige nicht ernst nehmen würden und sich zu Gewalttaten anstacheln lassen.

      1+
      • Andreas Schmid sagt

        „sich zu Gewalttaten anstacheln lassen.“

        Schau mal bei PETA und Co, was sich dort für Mordaufrufe finden. Die provozieren mit ihren Filmchen massenhaft Gewaltaufrufe. Das Schlimme dabei ist, die Vereine lassen sie im besten Falle einfach stehen. Im schlimmsten Falle löschen die sie einfach heimlich. Die müssten sie aber mit starken Worten kommentieren, dass man solche Gewaltaufrufe nicht duldet.

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  15. Sabine sagt

    Ich kann diese Partei so gar nicht einschätzen, da sind weggelaufene Christ-und Sozialdemokraten dabei, aber auch Leute aus den dunkleren Ecken der Politik.
    Die Frage ist, ob diese wilde Mischung die internen Spannungen aushält und in welche Richtung sie sich dann bewegt.
    Spannend finde ich übrigens immer die Wahl-O-Maten. Bei mir kommen da seit Jahren die etablierten Parteien selten auf die oberen Plätze, allerdings sind die Schwerpunktthemen, nach denen da ja gefragt wird, auch nicht die Themen, die mich im Alltag beschäftigen. Ich schätze, da bin ich nicht alleine. Da entsteht halt auch oft das Gefühl die großen Parteien beißen sich an Themen fest, die für irgendwen wichtig sind, aber eben nicht für mich.
    Jemand der dann ein Reizthema anspricht, punktet da – wie man sieht- sehr schnell.

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  16. bauerhans sagt

    ich mach mir keine gedanken über AFD und DIE LINKE,weil ich davon ausgehe,dass die nur in der opposition vertreten sein werden.

    1+

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