Bauer Willi
Kommentare 84

Wenn man sich dem Trend entgegensetzt…

…kann es schnell vorkommen, dass man selbst „unter die Räder“ kommt. So ist es mir jedenfalls auf einer der Demonstrationen in Berlin ergangen.

Falls ihr den Ton nicht genau versteht: An der Spitze des Zuges, bei der diesmal keine Politiker zu sehen waren, skandieren die jungen Leute den Spruch „Jungbauern, leistet Widerstand, gegen die Agrarlobby im Land. Schließt euch fest zusammen, schließt euch fest zusammen“. Und so war dann auch kein Durchkommen zwischen den Transparenten. Eigentlich wollte ich ja „eintauchen“ in die Schar der Demonstranten. Zumindest mit der Kamera. So konnte ich den Zug nur von der Seite her betrachten. Fand ich persönlich irgendwie befremdlich…

Euer Bauer Willi

Hier das Video:

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84 Kommentare

  1. Der Brandenburgbauer sagt

    An alle User, heute, in den beiden Blöcken. Ich habe die vielen unterschiedlichen Kommentare gelesen. Jeder, hat irgend wie in seiner Meinung etwas Recht oder Unrecht.
    Aus meiner Sicht, sind wir alle, an einem Punkt angekommen, der uns nicht wirklich weiter bring . Wmes gegen Whes führt in eine Sackgasse. Die gesamte Diskussion hat sich verhärtet und total festgefahren. Wie eine Lösung finden? Wie im privaten oder außerhalb, es geht nicht ohne Kompromisse. Die Gunst von uns allen, besteht nun darin diesen zu finden. Auf dem Niveau wie wir bisher unsere Meinung gesagt haben kann es nicht weiter gehen. Offen gesagt eine Lösung habe ich auch nicht.

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  2. Andreas sagt

    Es gibt hier aus meiner Sicht zwei Herangehensweisen. Man verbucht es als Spaßveranstaltung und Ersatz für die nicht mehr stattfindende Loveparade.

    Oder man prüft ob es sich um ein Krankheit-Symptom handelt. Macht man dies, dann muss man feststellen, dass die Krankheit der anderen Flaschmopdemo (Wir machen euch satt) weitaus fortgeschrittener ist. Was der Bauerwilli auf dieser Demo ist, war der Eckehart Niemann auf der anderen Demo. Der wird sich auch so gefühlt haben wie der Willi. Und der Ecki ist noch per Mikro und linker Lügerei rausgemobbt worden, wie sich das jetzt darstellt.

    Bei dem ganzen Demonstrationsgeschichten fällt mir nur der Spruch ein:
    „Wehe sie werden losgelassen“

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  3. Sophus Theophile sagt

    Allein die Parolen die auf der DEMO skandiert werde – Konzerne, Agrarfabriken und Ausbeutung – sagt doch einiges über die politische Ausrichtung der Demonstranten aus.
    Die „Lebensmittel verarbeitenden Betriebe“ sind doch fast alle einer Konzernstruktur untergeordnet.

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  4. Biobauer Andreas Fendt sagt

    an alle Miesmacher und Unkenrufer:

    Was gibt es Schöneres und Beruhigenderes als engagierte Jungbauern und Jungbäuerinnen?

    Das Höfesterben hat doch 2 Ursachen, welche wiederum die Folgen falscher Agrarpolitik sind. Beide hängen zusammen: Nicht auskömmliche Preise und keine Hofnachfolger die bereit sind zu diesen Hungerlöhnen einen Hof zu führen.

    Und dann gibt es jene jungen Menschen, die keine Hoferben sind, die erkennen das Landwirtschaft sinnvoll ist und grosse Lust darauf haben.

    Die hier angesprochenen Jungbauern waren aus dem Netzwerk der Ökojunglandwirte. Die sind gut organisiert und machen z.B, einmal im Jahr eine qualitative hochwertige Tagung.

    Es sind hier also nicht irgendwelche dämlichen Kommentare zu 3 Ziegen oder Gummistiefeln bzw. die senile Behauptung das seien keine Jungbauern angesagt, sondern für so ältere Bauern wie mich nur Eines: Stolz! Stolz auf die Jungen, denn die gegen mir die Zuversicht, daß ich mich nicht sinnlos krumm schaffe und nach meinem Ableben alles den Bach runtergeht und ein Agrarkonzern die Flächen übernimmt, sondern die Hoffnung das genau einer jener Jungbauern oder eine Jungbäuerin kommt und meinen Hof weiterführt.

    Ihr könnt ja gerne weiter lästern und dann Euren Hof dicht machen, einige derer, die hier am lautesten und dümmsten rumpöbeln sind ja keine aktiven Landwirte mehr oder waren noch nie Landwirt*Innen.

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    • bauerhans sagt

      herr fendt,nen dynamischen jungbauern erkennt man an seinem FENDT,
      notgedrungen auch am JOHN DEERE.

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        daran erkennt man allenfalls einen Hoferben der genauso dumm weitermacht und weiterplappert was der Alte vorgibt

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    • Cord sagt

      Naja, Jungbäuerinnen und Bauern waren da bestimmt nicht viele im Video. Das kann man fast schon garantieren.

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        ich hab das Video nicht gesehen, weiss aber wieviele Ökojunglandwirte bei der Demo waren

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „sondern die Hoffnung das genau einer jener Jungbauern oder eine Jungbäuerin kommt und meinen Hof weiterführt.“

      Soll der, oder diejenige sich als Bäcker oder Händler fühlen?

      Bei 2 Ha. Ackerland und 6 Ha. Wiesen auf 900 Meter Höhe und 15 Geißen, kann man höchstens von einer Hobbylandwirtschaft sprechen. Na ja ein paar Aussteiger lassen sich dafür gewinnen.

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        was soll schon wieder dieser gehässige Kommentar von einem der wohl keinen Nachfolger hat und als Rentner soviel Langeweile daß er Stunden nur auf Bauer Willi mit überflüssigem Kommentieren zubringt?

        Ich bin immer noch Vollerwerbsbetrieb und ob meine Nachfolger auch backen und Ziegenkäse machen bleibt deren Neigungen überlassen, vielleicht machen Sie auch Honigbienen, Bergkräuter, Lamawandern oder Pferdearbeit.

        Mir ist ein Aussteiger allemal lieber als jemand aus dem Umfeld von einem Ehemaligen, der nie was dazugelernt hat und nie über sein Brennkessel hinausgeschaut hat.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Für mich ist völlig offen, wo ein Vollerwerbslandwirt, äh Biobauer, die Zeit nimmt, ständig im Forum zu Posten. Zwangsläufig fragt sich der Verbraucher, warum der noch Agrarhilfen bekommt.

          Was dazulernen betrifft, machen sie sich keine Sorgen um mich, unter meinen Gesprächspartnern waren schon andere Persönlichkeiten, als ein gescheiterer ITler.

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        • bauerhans sagt

          „dieser gehässige Kommentar“

          herr fendt,ab innen wald,ne kiefer umarmen und in dich hinein hören!

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Hab das mal im TV gesehen, da soll die ganze Energie des Baumes in den Körper des Menschen gehen, halte selbst nicht viel davon, könnte den Baum schwächen und schon hätten wir wieder das Waldsterben.

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    • Bauer Willi sagt

      Andreas, ist ja auch in Ordnung, wenn Jung-Ökobauern demonstrieren. Ist ja ihr gutes Recht. Auf mich hat die Veranstaltung schon recht aggressiv gewirkt. Wir haben mit ein paar Leuten aus der Demo gesprochen, allerdings wollten sie ausdrücklich nicht in die Kamera sprechen. Was ich gut verstehen kann, weil die Aussagen auch sehr aggressiv waren.
      Ich wünsche Dir, dass jemand Deinen Hof übernimmt, denn dazu gehört sehr viel Idealismus, den Du noch hast. Sonst würdest Du Dich hier nicht so mit Deinen Gedanken einbringen.
      Wünschenswert wäre doch auch, dass beide Seiten es schaffen würden, wieder in einen echten Dialog einzutreten. Bio und konventionell hat seine Daseinsberechtigung, oder?
      Bauer Willi

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        auf mich haben die Worte die Holtkötter über Herrn Niemann und seine Flugblätter ins Microfon brüllte auch aggressiv gewirkt. Auf mich wirken auch sinnlos auf Strassen fahrende und hupende Trecker, egal auf welcher Demo aggressiv und Bauern, die Strohballen anzünden oder Milchpulver auf EU Gebäude sprühen.

        Auch die öde Tante, die mir gerade am Telefon einen anderen Stromanbieter andrehen wollte, wirkte auf mich aggressiv.

        Ich bin nun aber auch nicht der Typ, der gerne auf Demos geht. Stattdessen haue ich hier lieber noch einen raus:
        Weder „bio“ noch „Konventionell“ haben eine Daseinsberechtigung, sondern einzig nur eine Landwirtschaft, die zu ganz grossen Anteilen von bäuerlichen Betrieben mit begrenzten Flächen und begrenzten Tierzahlen betrieben wird, und zwar so, daß Umwelt, Klima und Tier möglichst wenig leiden. Schweinefleisch und Milchpulver für den Export zu erzeugen hat m.E. genauso wenig eine Daseinsberechtigung wie das jetzige maisbasierte Biogas, Glyphosat, Kälber enthornen usw.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Was gibt es Schöneres und Beruhigenderes als engagierte Jungbauern und Jungbäuerinnen?“

      Darf ich mal höflichst nachfragen, was ein Jungbauer ist?

      Sind das die Menschen, die in romantischer Verklärung von einer Landbewirtschaftung träumt, die längst der Vergangenheit angehört?

      Oder sind das junge Menschen, die schon vor Ort erlebt haben, dass die Bank im Gartenhäuschen höchstens für den Sonntagskaffee da ist?

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        Ein Jungbauer ist nach meiner Auffassung ein +/- junger Mann, der sich entschlossen hat eine landwirtschaftliche Ausbildung zu machen und diese auch zu Ende bringt, sei es Lehre, Fachschule, Fachhochschule oder Uni

        und/oder

        ein männlicher Hoferbe, der den elterlichen Betrieb weiterführt.

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        • bauerhans sagt

          „ein männlicher Hoferbe“

          von wegen,es gibt ne menge mädels,die den hof bewirtschaften,siehe sandra!
          ich hab auch ne hoferbin.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Da handelt es sich um eine Jungbäuerin und somit um eine Hoferbin. 😉 🙂

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          • Biobauer Andreas Fendt sagt

            es wurde gefragt was für mich ein Jungbauer ist und nicht was eine Jungbäuerin, kleiner aber meist attaktiver Unterschied.

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    • Stadtmensch sagt

      Oh – die (bösen) Grünen wollen eine Pachtpreisbremse:
      https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article160038875/Gesetzentwurf-soll-steigende-Pachtpreise-fuer-Bauern-deckeln.html

      Ich sags ja, wenn man genauer hinschaut, sind es immer Verteilungskämpfe in einem System, dass auf der Ideologie von Privateigentum an Grund und Boden, einem „Arbeitsmarkt“, und einem Preis fürs Geld fußt. In dem die Marktsubjekte dieses System so verinnerlicht haben und ständig reproduzieren, dass sie schon selbst völlig unreflektiert von Humanressourcen sprechen und damit die Zweck Mittel Vertauschung perfekt machen. Nee – es ist aussichtslos. Der Laden muss uns erst um die Ohren fliegen, bis hier mal wieder etwas Vernünftiges passiert. Und er tut es gerade – von der Peripherie her…

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das ist genau so eine Nebelkerze, wie die Mietpreisbremse.

        Man will doch den bäuerlichen Familienbetrieb erhalten, wer dann von seinem 50 Hektar Betrieb leben kann,braucht kein Pachtland für 1000 Euro Pacht je Ha.
        Somit hat der Verpächter schlechte Karten.

        Oder liege ich da falsch?

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        • Stadtmensch sagt

          Ich denke es ist so, wie es der Kommentator Hellweg im gestern verlinkten TAZ Artikel (https://www.taz.de/Debatte-Ernaehrung-und-Landwirtschaft/!5372745/) beschreibt. Der Verbraucher hat auf diese Monopolisierungstendenzen kaum Einfluss. Schon aus ökologischen Gründen kann man ihn nicht zwingen, sein Essen individuell liefern zu lassen oder mit einem ungeheuren Aufwand an Energie (2t Metall mindestens 20km bewegen) und Zeit zu einem Hofladen zu fahren. Alles folgt der Marktlogik und heraus kommt etwas Unschönes (irgendwie). Kein Vorwurf…

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Warum geht man dann auf die Straße und marschiert bei whes mit?

            Da sollte man vor den LEH protestieren und denen sagen, dass sie gefälligst dem Landwirt einen gerechten Preis zahlen sollen.

            Geht aber schlecht, man will ja am nächsten Tag wieder günstig einkaufen.

            Folglich protestiert man in Berlin, die meisten der Presse sorgt dafür, dass der Bauer aus Hintertupfingen sein Fett abbekommt.

            Ps: das Problem kann nur der Handel lösen, indem er auskömmliche Preise bezahlt. der deutsche Verbraucher hat das „billig“ Gen seit seiner Geburt in sich, die meisten sind schon jetzt nicht bereit, für Qualität einen höheren Preis zu bezahlen.

            Auch wenn es derzeit ein Hauch für Qualität zu erkennen ist, bis die Meisten zu der Erkenntnis kommen, haben sich die potenzieller Hofnachfolger schon längst aus dem Staube gemacht.

            Achso, hätte ich fast vergessen, in Berlin soll ja die Fata Morgana des bäuerlichen Familienbetriebes mitdemonstriert haben.

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    • Walter Parthon sagt

      @Biobauer Andreas Fendt du sollst den Artikel des Bauernverbandes SW lesen

      „Du sollst kein falsch Zeugnis reden.“
      Landwirte gehören sicherlich zu den treuesten Mitgliedern der großen Kirchen, die tendenziell an Schwund in der Kartei leiden. Diese Treue scheint manchmal verwunderlich, angesichts der Ansichten mancher hochrangiger Vertreter beider Volkskirchen.
      Der evangelische Bischof der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge will die Mehrwertsteuer auf Ökolebensmittel auf Null fahren. Zugleich soll der Wert der Lebensmittel in den Mittelpunkt gerückt werden. Die Logik dahinter? Dass er die Bauern damit finanziell endgültig zu Abhängigen des Staates macht – egal.
      Die Nordkirche veröffentlicht eine Diskussionshilfe zur Tierhaltung „Zwischen Landwirtschaft und Industrie“. Dort wird erklärt: Der Grund für den steigenden Antibiotika-Umsatz in der Landwirtschaft dürfte im Trend zu immer größerer Tierkonzentration zu suchen sein: Die Studie ist druckfrisch. Der Antibiotikabedarf geht aber schon seit Jahren zurück, hat sich gar halbiert. Keine Erwähnung im Kirchenpapier. Der Rückschluss zu großen Tierkonzentrationen wäre ja auch weg…
      Der katholische Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch erklärte jetzt in einer Radioandacht: „Wir können die Augen nicht verschließen vor katastrophalen Zuständen in den großen Tierfabriken, die es auch hierzulande gibt. Schweinemäster, deren Tiere nie Tageslicht sehen. Sie behandeln die Kreatur wie ein technisches Fließbandprodukt und schlachten die Tiere unter unsäglichen Bedingungen. Rinderzüchter, die ihren Tieren brutal Gewalt antun, indem sie sie auf tausende Kilometer lange Transporte durch halb Europa schicken.“ Bauern würden in viel zu großen Mastbetrieben allein auf den Profit setzen.
      Lieber Erzbischof, wir kennen Ihr Gehalt nicht. Ein „normaler“ Bischof verdient bis zu 12.000 Euro. Nehmen wir an, Sie mästen Schweine. Da verdient man manchmal gar nichts. Wenn es gut läuft, sind es auch mal 10 Euro am Tier. Sie müssten allein für Ihr Gehalt 14.400 Schweine im Jahr mästen. Und trotzdem noch in den Stall investieren, Maschinen kaufen und so weiter, damit Sie auch in Zukunft noch Geld verdienen. Und sollte es ihren Tieren so gehen, wie Sie es behaupten, würden Sie gar nichts verdienen. Denn kranke Tiere nimmt Ihnen niemand ab.
      Eine Frage: Würden Sie sich als Schweinemäster als jemanden beschreiben, der „täglich aufs Neue unsägliches Leid an der Kreatur“ verursacht? Der Tiere als Ware missbraucht, Grundwasser verseucht und mit Billiglöhnen für ein modernes Sklaventum sorgt? Oder würden sie sich freuen, wenn der Erzbischof erst einmal beim Kritisierten fragt, wie es ihm geht? Ob es sich in der Praxis tatsächlich so verhält? Wissen Sie, was Sie uns antun?
      „Du sollte kein falsch Zeugnis reden“ ist der beste Schutz gegen postfaktische Stimmungsmache. Beherzigen Sie das bitte.
      Landesbischof Gerhard Ulrich der Nordkirche hat in einem Gespräch mit dem Bauernverband zugesagt, sich als Brückenbauer (Pontifex) zu betätigen, um die Sprachlosigkeit zwischen der Landwirtschaft und ihrer Kritiker zu überwinden. Gehen Sie hin und tun Sie hinfort bitte dasselbe.

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      • Lothar Goldmann sagt

        Wenn ich Schweine mäste oder Kühe melke und nichts daran verdiene, sollte ich mich fragen ob das System so in Ordnung ist.
        Wenn ich der Meinung bin, das es nicht in Ordnung ist, sollte ich schauen wer dieses
        System verteidigt und warum er es verteidigt.
        Danach mich dennen anschließen, die es, egal aus welchen Gründen, auch nicht gut finden.
        Gemeinsam habe ich dann die Möglichkeit es zu verändern.

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    • Brötchen sagt

      Bloss die könnten doch ihre Zeit sinnvoller verbringen. Es gibt doch eine sehr große Zahl von Leuten, die ihre Arbeit tun und Tatsachen schaffen. Das einzige wofür es sich lohnt zu kämpfen, wäre das das Land nicht bloss eine anlagerendite ist und jungen Leuten eine Chance haben, auch ohne Erbe zu sein.

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  5. Vielleicht ist es für uns „Altbauern“ auch sehr erschreckend, das die „Jungen“ es erkennen, dass so die Agrarpolitiker nicht mit der Zukunft der Landwirtschaft umgehen können! Natürlich möchte es niemand so wirklich wahr haben.

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  6. Gephard sagt

    Hättest ja auch von der Seite reingehen können. 😉 Aber dieses Begremdlichkeitsgefühl kenne ich. Habe ich bei jeder größeren Menschenmasse, bei der alle das selbe tun. Sei es bei Fußballfans, Konzerten oder eben Demos. Ich war auf einigen Demos gegen Rechts und ich empfand die Seite auf der ich stand immer ähnlich gruselig wie die Gegenseite. Da wird versucht, Stimmung zu machen, dass es alle mitreißt. Das ist mir zu manipulativ. Und es fielen anstachelnde Parolen, mit denen ich mich dann nicht mehr identifizieren konnte. Vonwegen Nazis plattmachen und so. Auch wenn es nur markante Sprüche sind, die teils nur eine Reaktion auf die Gegenseite sind, finde ich es gruselig, wenn einen Masse bei diesen Gewaltphantasien mit einstimmt. Vermutlich würden das viele nicht mal tun, wenn sie denn nicht gerade so in Stimmung wären. Deshalb mag ich keine homogenen Massen, deren Dynamik ist mit unheimlich. Plötzlich sind alle fremdgesteuert und wenn die Stimmung der „Führung“ kippt, macht die Masse unhinterfragt mit. Tja, gemeinsam grölen/singen macht ja auch Spaß, den Effekt nützt ja selbst die Kirche.

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    • Bauer Willi sagt

      Genau so habe ich mich auf gefühlt. Irgendwie gruselig. Ich war vorher nie auf Demos, habe nur in Bonn während der Studienzeit natürlich genug davon von weitem gesehen. Mit einem pauschalen Protest gegen „die Agrarlobby“ kann ich nicht viel anfangen.
      Bauer Willi

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Vor ca. 15 Jahren habe ich mal eine Demonstration in Straßburg mitgemacht (20.000), wir deutschen Demonstranten waren ganz vorn, die Franzosen ganz hinten. Warum, das war bald zu sehen. Blinde Zerstörungswut, war das, was die taten. Auf Straßenlaternen zb. wurde geklettert und so lange in schwanken gebracht, bis sie umknickten. Auf jeden Fall waren wir froh, als wir in der Abschussveranstaltung im Meinaustadion waren.
        Diese Form des Protestes war meiner Meinung nach kontraproduktiv.

        Die Proteste im Video waren gegen die Demonstration in Straßburg ein Kaffeekränzchen.

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