Bauer Willi
Kommentare 62

Verbraucher sind nicht dumm

Folgender Artikel ist lesenswert:

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article160983757/Der-Verbraucher-ist-nicht-dumm-die-Politik-nicht-seine-Nanny.html

Und die 12 Thesen diskussionswürdig

  • Verbraucher sind nicht dumm
  • Politiker sind keine Erzieher
  • Verbraucherschutz statt Verbrauchersteuerung
  • Konsum ist keine Wissenschaft
  • Die Industrie ist nicht böse
  • NGOs sind nicht die Guten
  • Nudging ist keine Lösung
  • Werbung ist Werbung
  • Konsum ist keine Krankheit
  • Konsum ist Privatsache
  • Verbraucherpolitik braucht Öffentlichkeit
  • Demokratie verteidigen

Zum Mitdiskutieren lohnt es sich, mehr als nur die Überschriften lesen….

Euer Bauer Willi

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62 Kommentare

  1. Andreas Müller sagt

    Das ist übrigens KEIN Artikel der WELT, sondern ein KOMMENTAR eines (NEO) LIBERALEN Schreibers.

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  2. Ich seh das so sagt

    Ich kann mir nicht helfen, aber es ist (für mich) erfreulich, wenn man in Medien liest, dass (wie inPunkt 6) NGO´s nicht die Guten sind (per se). Es ist erfreulich zu sehen, dass Medien (anscheinend/hoffentlich) mehr und mehr wahrnehmen, dass es sich bei NGO´s nicht um Altruismus handelt, sondern um ein Geschäftsmodell um richtig Kohle zu machen.

    Und es dazu auch diverser Kommunikationsstrategien bedarf (Kein Tag ohne angeblichen Verbraucherskandal; ….. simplifizierende und nicht selten unwahre Behauptungen; …. ein konstantes Klima der Angst und Verunsicherung)

    Und es ist richtig, all das bei NGO´s zu vermerken, was nicht so ist, wie sie es Lieschen Müller gerne glauben machen (Viele Medien ohne kritische Distanz und gründlichen Faktencheck; demokratisch nicht legitimiert; wie andere Lobbyisten auch verfolgen sie eigene finanzielle und politische Interessen).

    Es ist damit nicht gesagt, dass NGO´s keine Berechtigung haben. Aber angeblich im Besitz der reinen, der einzigen und vor allem der Alle seeligmachenden Wahrheit zu sein, ist eine Allmachts-Phantasie, die sonst eher Diktatoren für sich beanspruchen.

    Darum ist der Satz besonders wichtig: Wir brauchen eine ehrliche Debatte über das Geschäftsmodell und den Einfluss von NGOs.

    8+
    • Stadtmensch sagt

      @Isds
      Was ihr euch ständig an den NGO reibt. Andere Verbände, Stiftungen, Privatunternehmen usw. sind auch nicht demokratisch legitimiert und die schreiben trotzdem Gesetzentwürfe, die dann fast genau so abgesegnet werden. Ich möchte die „kritische Gegenöffentlichkeit“, wie sie von „Big Green“ repräsentiert wird, jedenfalls nicht missen, auch wenn deren Sicht einseitig ist. Jede Behauptug von jeder Seite lässt sich heute überprüfen. A sagt: wir müssen soundsoviel düngen, sonst klappts nicht mit dem Proteingehalt und B sagt, den Proteingehalt brauchen wir ja nur, weil ihr weiter soundso wirtschaften wollt und das geht nicht weil… (es ist mühsam).

      3+
      • Ich seh das so sagt

        Nein, so war es viele Jahre lang nicht. Behauptungen wurden von NGO´s aufgestellt und medial verbreitet, aber Gegenstellungnahmen wurden meist gar nicht gehört oder entgegengenommen. Bis unsachliche Behauptungen auf ihre wissenschaftlich haltbare Information überprüft werden konnten oder die Behauptungen dadurch widerlegt wurden, war „der Käse längst schon gegessen“ oder „die nächste Sau durchs Dorf getrieben“. Zudem wurde jede Gegenstellungnahme gleichsam als Schutzbehauptung abgetan, nach dem Motto „Der Angreifer hat immer recht“.

        Erst seit Medien zunehmend (wenn auch aus anderen Gründen) als „Lügenpresse“ bezeichnet werden und ihnen ihre selektive Wahrnehmung manchmal sogar nachweislich vorgehalten wird, werden selbstgebastelte „Studien“, nicht beweisbare Behauptungen u.d.g.l. nicht mehr nur ungeprüft übernommen und NGO´s nicht mehr gleichsam als „embeded informers“ und damit Teil des Mediums gesehen.

        Die komische bis fast schon belustigende Situation, dass z.B. Attack oder die Grünen mit z.B. ihrer Ablehnung von CETA, TTIP sich jetzt in einem Boot mit Trump befinden, bringt eben neuerdings auch manchen Journalisten dazu, sein eigenes Hirn einzuschalten.

        Ich sehe diese hoffentlich kritischer werdenden Haltung gegenüber NGO´s als positiv. Erst wenn beide Seiten wieder gleichlaut gehört werden, können gangbare Wege gefunden werden.
        Und es gibt da einen schönen Satz von Konstantin Wecker: „Es sind nicht immer die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind“

        11+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es ist eine Tatsache, dass die NGO ihre eigene Ansicht von Naturschutz durchdrücken wollten, in dem sie auf die Landwirtschaft einprügelten.
        Diese Strategie ist wie wir wissen, daneben gegangen, das haben die auch eingesehen, dass diese Art und Weise der falsche Weg war.

        Nur, in den Köpfen der Bevölkerung sind diese Aussagen noch immer vorhanden, da steht der Landwirt immer noch am Anfang alles Übels.

        Wenn man jetzt auf meine Branche, der Weinbau schaut, hier hat man jahrzehntelang eine Flurneuordnung verhindert, weil diese Maßnahme angeblich Biotope vernichtet, heutzutage werden mit der Flurneuordnung Biotope geschaffen.

        Der leittragende, war der Winzer, der musste viel Geld in die Hand nehmen, damit seine steile Reben eigenermaßen maschinell bewirtschaften konnte und jetzt muss er wieder ca. 40.000 Euro je Ha. auf den Tisch legen.

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    • Andreas Müller sagt

      Denkt ihr wirklich NGO Mitarbeiter sind vom Geld getrieben? Schaut Euch mal die Konditionen bei German Watch, Nabu etc an.
      Halbe Stelle Gehalt wie im öffentlichen Dienst bei maximaler Leistung und schlechten Perspektiven…

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      • Ich seh das so sagt

        Oben musste gucken, nicht unten. Dort herrscht genauso viel Intransparenz wie bei jedem anderen Multi. Es gibt sicher bei Nestle – dem Erzfeind – unten genauso viele schlecht Bezahlte, die das tun, was ihnen aufgetragen wird oder was sie eben zu tun haben. Da singt genauso jeder des Lied, des Brot er isst – kein Unterschied zu NGO.

        1+
        • Andreas Müller sagt

          Ich habe schon bei einer NGO und im internationalen Konzern gearbeitet. Woher nimmst du dein Wissen?

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          • Andreas Müller sagt

            Wenn man Geld verdienen möchte sollte man zu BASF oder in die Rüstungsindustrie gehen

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            • Ich seh das so sagt

              Die nehmen aber zumeist auch nur Leute die durch große Leistungen aufzeigen und eher nicht solche mit großer Klappe.

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          • Ich seh das so sagt

            Ich kann lesen. Vor allem auch das, was man mitbekommt, wenn man nicht einäugig ist.

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          • Ich seh das so sagt

            Ich kann lesen. Vor allem auch das, was man nicht mitbekommt, wen man auf einem Auge blind ist.

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  3. Friedrich sagt

    Was da in der Welt steht kann man als Verbraucher und Landwirt unterschreiben. Wundern kann man sich besonders über den Kommentar zu den NGOs. Das hat so noch keiner geschrieben. Vielleicht hat unser bauerwilli-effekt zu einem gewissen Umdenken beigetragen. Gewundert habe ich mich auch vor einigen Tagen über die FDP. Zufällig ist mir der Nieders. Agrarsprecher über den Weg gelaufen. Der hat mir später so einige Texte zur Landwirtschaftspolitik zugemailt. Diese Texte machen mich im positiven sprachlos. Das ist genau das , was wir Bauern uns wünschen. Fach und Sachgerechte Politk. Wenn ich das über das Nitrat, Mwst. auf Fleisch ,Neues Wassergesetz oder den Antrag vom 9.2.2016 zum Düngerecht lese , dann bin ich platt. Von unseren Regierungsparteien lese und höre ich so etwas nicht . Also werde ich mich mehr mit der FDP befassen . Leider habe ich den Eindruck , daß uns die CDU vor einigen Jahren schon
    abgeschrieben hat , denn sonst wäre die Regierungspolitik anders. Bis zu den Wahlen im September bleibt ja noch genug Zeit zur Überlegung. Ich versuche immer das kleinere Übel zu wählen.

    befassen müßen.

    8+
  4. Stadtmensch sagt

    1. Verbraucher sind nicht dumm
    Bis zum „Aber“, stimme ich voll zu
    2. Politiker sind keine Erzieher
    „Wir wollen echte Politik statt technokratischer Verhaltenslenkung“,
    Haha, ich höre schon alle schreien, wenn Alkohol und Zigaretten verboten werden, um jährlich 60 Milliarden Folgekosten zu sparen
    3. Verbraucherschutz statt Verbrauchersteuerung
    Für die Konzernpresse ist natürlich Marketing gut und die „erzwungenen“ und trotzdem nichtssagenden Verbraucherinformationen schlecht
    Die Gesellschaft wird sich schon um die „Opfer“ der Fehlernährung kümmern. Warum soll es hier anders sein als bei den Suchtmitteln. Für mich eindeutig externalisierte Kosten.
    4. Konsum ist keine Wissenschaft
    Eine Meinung muss man sich erst einmal bilden. Dazu gehören: Zeit, Wissen, Disziplin und nicht das gute Gefühl bei der „Ersatzbefriedigung“ Shopping.
    Die Konzernpresse verwechselt (bösartigerweise) Soziologische Wissenschaften mit prekären Beschäftigungsnischen von Ich-AGs
    5. Die Industrie ist nicht böse
    Nein. Wir sollen uns endlich treiben lassen. Genießen, vertrauen, abonnieren, entsorgen und wieder kaufen und genießen und uns keine Gedanken machen…
    Ist ja auch gut für die Arbeitsplätze…
    6. NGO sind böse
    War klar…
    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2010/dezember/alles-aus-zucker
    7. Nudging ist keine Lösung
    Wirklich? Wer als getriebener Malocher kein „standesgemäßes“ Auto fährt und seine Wohnung nicht nach dem Zeitgeist einrichtet und dabei fast seine gesamte Lebenszeit drauf verwendet, ist sowas von draußen
    8. Werbung ist Werbung
    Sie könne etwa „ungesunde Lebensstile“ oder „rückständige Geschlechterbilder“ fördern
    Ich habe noch nie einen Mann bei der Staubsauger oder Waschmittelwerbung gesehen
    9. Konsum ist keine Krankheit
    Jeder entscheidet für sich selbst..
    Das wage ich zu bezweifeln. Momentan geht bei den Kollegen das Smartwatch-Fieber um. Vorher was der HTPC-Hype. Nein – kein Herdentrieb.

    1+
      • Stadtmensch sagt

        Ich bin hier die Sprachpolizei! Zuletzt hab ich vor Jahrzehnten Werbung geguckt. Und da fuhr immer Papi die große Familienschaukel
        und Mami verstaute die Einkäufe in ihrem niedlichen Twingo.
        Manchmal gab es aber auch richtig witzige Werbung…

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          • Stadtmensch sagt

            Man muss nicht unbedingt Werbeunterbrechungen schauen, um die Allgegenwart konsumförderlicher, sexistischer, rassistischer, manipulativer Botschaften zu bemerken. Da reichen schon die Nachichten eines demokratisch legitimierten Senders, wenn es heißt: „In diesem Jahr stieg die Zahl der Krankmeldungen um x% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“. Ansonsten nehme ich „die Erscheinungen“ wie ein Wissenschaftler durch verschiedene Filter auf (Spektralanalyse mithilfe verschiedener Online-Zeitschriften sozusagen).

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          • Andreas Müller sagt

            Jeder hat seine Ideologien… auch Bauer Willi und Alois haben sie. Und Sie sind so offensichtlich zu erkennen.

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            • Bauer Willi sagt

              Du hast ja so Recht mit unserer Ideologie. Nur das man die so einfach erkennt, erstaunt mich doch… 😉
              Bauer Willi

              1+
            • Andreas Müller sagt

              Bauer Willi, du verbreitest permanent wirtschaftsliberale Positionen verquickt mit rheinischen Katholizismus und Bauernschläue. So seh ich das.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      2. Politiker sind keine Erzieher
      „Wir wollen echte Politik statt technokratischer Verhaltenslenkung“,
      Haha, ich höre schon alle schreien, wenn Alkohol und Zigaretten verboten werden, um jährlich 60 Milliarden Folgekosten zu sparen

      @ Stadtmensch

      Es ist schon ein Unterschied zwischen Tabak und Alkohol.
      Tabak ist schon bei der ersten Zigarette schädlich, zu viel Alkohol ist meistens auch schädlich, deshalb als Winzer und Abfindungsbrenner empfehle ich allen, maßvoll mit Alkohol umzugehen, jeder der an Leberzirrhose stirbt haben wir als Kunde verloren. 🙁

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  5. Andreas Schmid sagt

    Verbraucherschutz statt Verbrauchersteuerung

    Man kann Verbraucher vor etwas schützen, was man nicht haben will, das er tut. Dies ist Verbrauchersteuerung. Letztendlich ist das ein „für blödhalten“ des Verbrauchers.

    1+
    • Andreas Müller sagt

      …. ist aber manchmal bitter nötig bei süchtig machenden Konsumgütern, wie Zucker, Tabak, Alkohol und Fett…

      natürlich kann man dann die Folgekosten super der Gemeinschaft aufdrücken oder Privatversicherungen verkaufen… es gibt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten in einer Gemeinschaft

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      • Andreas Schmid sagt

        Man kann Menschen vor etwas schützen. Wenn dieser Schutz dazu führt, dass sie anderswie krank werden, versucht man den Verbraucher nicht nur für blöd zu halten, sondern für „saublöd“.

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  6. Der Brandenburgbauer sagt

    Ich habe die vielen unterschiedlichen Kommentare gelesen, besonders die die die Demos betreffen. Jeder hat irgendwie Recht oder auch nicht. Meiner Meinung nach sind wir an einem Punkt angekommen wo es nicht zielführend weiter geht. Whes gegen Wmes führt in eine Sackgasse. Die Diskussionen haben sich verhärtet und festgefahren. Wie eine Lösung finden?
    Privat so auch gesellschaftlich, es geht nur über ehrliche Kompromisse. Die Gunst von uns allen sollt jetzt darin bestehen diesen Weg zu finden. Auf dem Weg wie wir uns derzeit verständigen kommen wir doch nicht weiter. „Wir, schlagen uns die Argumente um die Ohren“. Einige so kommt es mir vor, machen daraus einen Zeitvertreib. Das, ist mir zu wenig. Dafür ist unsere Zeit zu kostbar. MfG.

    4+
    • Bauer Willi sagt

      Genau, es geht nur über ehrliche Kompromisse. Und dazu müssen beide Seiten aufeinander zugehen. Dabei gewinnt und verliert aber jeder. Und vor dem Verlieren hat jeder Angst und sieht nicht, dass man auch gewinnt. Das Glas ist halbleer…
      Bauer Willi

      2+
  7. Gephard sagt

    Viele Verbraucher sind übrigens gar keine Verbraucher, weil sie nicht wenige Produkte unverbraucht entsorgen. Sei es eine nicht ganz geleerte Zahnpast, das nicht ausgespülte Schampoo oder Seifenreste. Zudem kommt häufig noch vor dem Verbrauch ein neues Produkt dazu, wie man in vielen Badezimmern sieht. Da stehen dann mehrere angefangene Produkte für dieselbe Aufgabe.

    2+
    • Erika Schmidt sagt

      So seh ich das auch, ich kämpfe schon seit Jahren in meinem Bekanntenkreis mit diesem Themen, aber es hat nicht viel gebracht.

      1+
    • Sabine sagt

      Wir müllen ganz schön rum, das ist wahr und da hat uns die Politik auch sehr gut erzogen. Es waren festgeschriebene Normen, die für Jahre krumme Gurken zu „Nicht-Lebensmitteln“ erklärt haben. Inzwischen gibt es diese Normen nicht mehr, trotzdem werden weiterhin jedes Jahr viele Tonnen von Lebensmitteln aussortiert. Wenn die Gurken grade sind, passen halt mehr in eine Kiste und es müssen möglichst viele in eine Kiste passen, weil man muss die ja kreuz und quer durchs Land fahren. Verbrauchern wurde es so lange erzählt, dass mit den krummen Dingern was nicht stimmt, dass sie echt Probleme haben weniger perfekte Produkte zu kaufen. Gestern hat jemand im Radio gemeint, dass alle Bauern in Europa die ersten 220 Tage des Jahres für den Müll arbeiten. Das ist nicht nur krank, sondern auch ne Beleidigung für alle Landwirte, finde ich, Da sagt ein gewachsenes System: Das ist alles nicht gut genug für uns. Wenn meine Kunden mir das in dem Ausmaß sagen würden, müssten die sich echt nen anderen Deppen suchen.
      Beim Fleischverbrauch haben wir auch eine ewig lange Phase der Verbraucherumerziehung hinter uns. Meiner Oma konnte die Sau gar nicht Fett genug sein. Toulouser-Gänse mit ihrer dicken Wampe waren ihr die Liebsten. Überall musste Schmalz dran, denn Schmalz machte satt und schmeckte einfach gut. Dann hielt die von Kellogs gesponserte Ernährungspyramide ihren Einzug und der Verbraucher wurde beraten … oder total verarscht, je nach dem.
      Huhn wurde gesund, Schwein gefährlich, Schmalz der Tot auf Raten… Wir leben in der Tat länger und watschel aber inzwischen so fett durch die Landschaft wie ne gemästete Toulouser im November. Ja, haben wir alles selber so entschieden…. oder ? Is schon recht viel anerzogen. Das Massen von Leuten sich morgens ein ehemals als Masthilfe entwickeltes Produkt in den Kaffee mischen in der Hoffnung es würde ihnen beim Abnehmen helfen, ist fast witzig.. aber nur fast.

      1+
      • Stadtmensch sagt

        Sabine, ich glaube die Effektivität der institutionellen Einflussnahme auf die Kaufentscheidungen der Verbraucher ist sehr gering im Vergleich zum Marketing der Privatwirtschaft. Die Raucher die ich kenne, können die Hinweise auf den Zigarettenpackungen komplett ausblenden. Ok – machne haben sich schicke Etuis besorgt. In den Schulen ist die Einflussnahme so gering, dass die Kinder kaum etwas über Erzeugung unserer Lebensmittel lernen. Sowas kommt bei gelebter „Eigenverantwortung“ eben raus. Andererseits gibts es auch einen riesen „Lifestyle“ und „Wellness“ Markt, der intensiv beworben wird (alles Privatwirtschaft). Ich kann keine Gängelung seitens des demokratisch legitimierten Gemeinwesens erkennen, die etwa Extremsportarten extra besteuert obwohl sich so viele Menschen damit kaputt machen.
        Wir können doch sehen was passiert, wenn sich der Staat nur noch um die Wirtschaft kümmert. Das ist jetzt wieder so eine Frage der Grundeinstellung:
        Jakobiner oder Existenzialontologe, Links oder Rechts, Humanismus oder Barbarei.

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      • Mark Rössler sagt

        Meinst Du Lobbyorganisationen wie Greenpeace können ohne die FDP nicht leben?

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        • Andreas Müller sagt

          eher: ich kann ohne Neo-Liberalismus und überhöhte Werbeversprechen besser leben.
          Vertraue eher Verbraucherschützern als dem Marketing der Lebensmittelindustrie…

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          • Mark Rössler sagt

            Du vertraust ausschließlich PR-Organisationen, denn nichts anderes sind die Konzerne wie Greenpeace, BUND und NABU.

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      Wirklich? Hat irgendjemand sie seit der letzten Bundestagswahl vermisst? Ich nicht!

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      • Bauer Willi sagt

        Doch, Herr Ilchmann, ich vermisse die auch. Weil sie andere Aspekte mit in die Meinungsbildung eingebracht hat. Die muss man ja nicht gut finden, aber in einer pluralistischen Gesellschaft sind auch liberale Gedanken gut für die Meinungsbildung. Es gibt ja auch Grüne und Linke, und auch auf die sollte man nicht verzichten. Obwohl ich persönlich ganz gut ohne die auskommen würde. Aber ich bin halt Demokrat und lasse auch andere Meinungen zu.
        Bauer Willi

        2+
        • Ottmar Ilchmann sagt

          Natürlich war die FDP mal eine wichtige Stimme im Parteienspektrum, vor großen Liberalen wie Theodor Heuss, Gustav Heinemann, Gerhard Baum oder Hildegard Hamm-Brücher habe ich großen Respekt! Die FDP war auch als kleiner Koalitionspartner in welcher Konstellation auch immer ein wichtiges Korrektiv. Aber in den letzten Jahren hat sie sich doch allzu sehr nur noch auf Wirtschaftsliberalismus bzw. zum Schluss nur noch auf das Thema Steuersenkungen eingeengt. Und dann das peinliche Personal! Ein Rainer Brüderle als Spitzenkandidat, ein Phillip Rösler als Vorsitzender! Da konnte man zum Schluss nur noch Mitleid empfinden, und der Niedergang der FDP war selbst verschuldet und verdient. Jetzt kommt sie wieder in Landtage, wird in Rheinland-Pfalz sogar Regierungspartei, übernimmt das Landwirtschaftsressort, und was macht Herr Wissing? Kippt den einstimmigen Beschluss der Länderagrarminister zur Mengenreduzierung und tut damit alles, um das Elend der Milchbauern weiter zu verlängern! So eine FDP bauchen wir Bauern nicht!

          2+
  8. Andreas Müller sagt

    FDP-Mitgliedanträge und Industriezucker satt für alle…

    frei nach dem Motto: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht

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    • Mark Rössler sagt

      Was verstehst Du genau unter „Industriezucker“, ich kaufe immer Kristallzucker.

      1+
        • O.Z. sagt

          @rebecca
          ich verstehe leider deinen Post nicht! Was ist denn schlecht an Glukosesirup? Und vor allem: was soll uns der zweite Link sagen?

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          • Andreas Müller sagt

            Zucker ist als billiger Füllstoff mittlerweile überall drin und süchtig macht er auch…

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Überall?

              Am Sonntag habe ich mir die Mühe gemacht, Rotkraut mit Pellkartoffeln und Schweinebraten zuzubereiten.

              ( In einer modernen Familie verwöhnt man die Ehefrau 😉 )

              Einfacher wäre es gewesen, man kauft ein Glas Rotkraut, der Zuckerzusatz veranlasst mich, selbst zu Kochen.

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            • O.Z. sagt

              Damit geben sie nur unreflektiert den Inhalt dieses Artikels wieder. Es beantwortet aber nicht meine Frage! Versuchen sie mal nur einen einzigen wissenschaftlichen Beweis dafür zu finden, dass Zucker schädlich ist. (Keine statistischen Auswertungen) Sie finden 1000e Beobachtungsstudien, die lediglich Korrelationen aufweisen. Und zum Thema Sucht: Mich würde da mal interessieren, ob in irgendeiner Entzugsklinik (Medizin und nicht Quaksalberei) schon mal eine Zuckersucht behandelt worden ist.
              Und nun noch mal zu dem Artikel. Ich lese da etwas ganz anderes heraus. Da wird z.B. von einem dummen Verbraucher geredet, der unfähig ist, eine Handvoll Zuckersorten auseinander zuhalten. Da wird von einer bösen Industrie berichtet, die Zucker „tarnt“ und „versteckt“, die den Verbraucher mit vielen komplizierten Bezeichnungen verwirrt und als Beweise werden dann Süßspeisen analysiert. Gehts noch? Dieses Zeug muss süß sein, das erwarte ich als Verbraucher. Dieser Artikel ist viel eher eine wunderbare Bestätigung für die 12 oben genannten Thesen.

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