Bauer Willi
Kommentare 66

Zum Schutz der Insekten

Nein, ich will mich nicht über das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ lustig machen. Ich habe mich nur gefragt, wie die Abstimmung ausgegangen wäre, wenn man nicht die Bienen zum Aufhänger gemacht hätte, sondern andere Insekten.

Die Biene Maja ist mir ja schon deshalb sympathisch, weil ihr Freund Willi heißt. Das verbindet. Nun sind die Honigbienen nicht vom Aussterben bedroht, denn es handelt sich um ein Nutztier, so wie Kühe, Schweine oder Hühner. Sie werden vom Menschen gehalten, gepflegt und wir essen ihren Honig. Sie haben daher auch eine starke Lobby, nicht nur bei den Imkern.

Schmeißfliegen, Kakerlaken, Stechmücken und Zecken haben diese Lobby nicht. Letztere können sogar gefährliche Krankheiten übertragen weshalb sie „unerwünscht“ sind. Auch bei Blattläusen scheiden sich die Geister und so gibt es im Gartenmarkt zahlreiche Mittelchen, um diese aus den eigenen Rosen zu „entfernen“. Und das nur, damit die Rosen schön aussehen. Einen wirtschaftlichen Effekt hat das ja nicht.

Spinnen und Bettwanzen sind auch nicht sonderlich beliebt. Man könnte jetzt noch über Ameisen auf der Veranda, Fliegen im Haus, Motten im Kleiderschrank und den Buchsbaum-Zünsler im heimischen Garten philosophieren.

Was ich damit sagen will: wir schaffen es immer wieder, uns die Welt so zurechtzulegen, wie es uns passt. Beim Schutz der Insekten gehen wir da sehr selektiv vor…

Euer Bauer Willi

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66 Kommentare

    • Obstbäuerin sagt

      Sieh Dir das unten eingestellte Video an, geno. Die Feldlerche, die schon vor über 30 Jahren auf 10% geschrumpft war, wird im letzten Stern wiederum als Beweis für das Artensterben herangezogen. Da müssen sich die verbliebenen 10% ja gut gehalten haben, sonst wäre sie wohl schon weg. Der Natur menschengemachte Gesetze aufzwingen zu wollen, grenzt an Wahnsinn. Hätte es vor Millionen Jahren Menschen gegeben, hätten sie bestimmt per Grundgesetz das Aussterben der Saurier verhindert.

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    • brouss sagt

      Seit Jahrzehnten wächst der Ökolandbau kontinuierlich und konventioneller Landbau nimmt parallel ab.
      Wenn nun der Ökolandbau gut für die Insekten sein soll, dann hätten die Insekten in der Zeit eigentlich zunehmen müssen.

      Deshalb vermute ich das Problem ganz woanders und die Biobauern schlachten die Geschichte nur aus. Auch in abgelegenen, unberührten Urwäldern nimmt die Zahl der Insekten ab.
      40-60 kg N /ha werden pro Jahr aus der Luft in die Böden eingetragen. Was kommt da sonst eigentlich noch mit herunter? Staub aus der Sahara wird vom Wind bis über die Alpen und nach Amerika getragen. Da wird unser Feinstaub auch weit herumfliegen.

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  1. Ferkelhebamme sagt

    Im Namen von „SOKO Insektenschutz“, „Insectsrightwatch“, „Die Insektenretter“ usw: Rettet die Insekten! Rettet Stallfliegen, Schmetterlingsmücken, Essigfliegen vor dem Giftcocktail im Massentierhalter-Stall! Gebt Ihnen ein neues Zuhause, sie sind sooo dankbar! (Tüte für 10,- zzgl. Versand)

    Das wird das Geschäft meines Lebens…

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  2. bauerhans sagt

    unser erdbeer/obstbauer hat sich im einklang mit nabu und bund in der NW dafür ausgesprochen,dass monokulturen,insbesondere mais und raps und versiegelung der landschaft aufhören müssen.
    ob er selbst sofort anfängt,seine obstbäume zwischen die erdbeeren zu pflanzen und vor allem keine folie mehr auf den dämmen zu verwenden,muss ich mal abklären.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ein BIO Bauer in meiner Nähe hat seine Folientunnel massiv verteidigt, als er darauf angesprochen wurde.

      Meine persönliche Meinung, er kann nicht darauf verzichten, wenn er mithalten will. Die sollten jedoch ihre Aussagen besser Überdenken, bevor sie die Öffentlichkeit damit überraschen.

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      • Schmeckt gut sagt

        Absolut richtig. Sehr wichtig ist auch für den Erhalt des Bioanbaus in D, dass die Verbände (die Bauern machen es ja längst) langsam mal anfangen, darzustellen, wie sie denn viele Kulturen zu schützen gedenken. Dieser Biobauer hat es richtig gemacht, denn ohne Komplettschutz seiner Kulturen wird er nur Früchte ernten können, die später vom LEH reklamiert werden. Im Handel gilt nämlich entgegen aller Lippenbekenntnisse null Toleranz gegenüber Insekten- und Pilzbefall. Das Gelaber der Politik und auch der Verbandsfunktionäre im Bioanbau gehen mir hier gehörig auf die Nerven. So erreicht man kein Vertrauen, auf Bio umzustellen. Laut Verbänden ist es ja überhaupt kein Problem, die Menschheit „biologisch“ zu ernähren. Die Schlauschnacker müssen sich ja auch nicht den Rücken krumm arbeiten.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der Kunde will einwandfreie Qualitäten, egal ob BIO oder Konventionell.

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        • Schmeckt gut sagt

          Nö. Ich beschreibe das Verhältnis Anbauer zu LEH das ja im Direktgeschäft noch „inniger“ werden soll – laut Zukunftvision der Politik. Der Kunde kauft doch das, was ihm der Einkäufer vorsetzt. In den meisten Fällen bleibt im nur das anonymisierte Massenprodukt zu kundenlockenden Angebotspreisen. Spitzenqualitäten bekommt man nur noch in wenigen Läden. Dafür ist der deutsche Markt berühmt und berüchtigt. Nochmal hier der Hinweis auf den enorm gestiegenen Anteil an Eigenmarken im Verkauf.

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    • Obstbäuerin sagt

      Wenn ein Weidetierhalter das Verbot von Pflanzenschutzmitteln und Glyphosat fordert, das er selber nicht benötigt, für andere Landwirtschafts-Branchen diese Mittel jedoch existenziell notwendig sind, ist das in beiden Fällen mehr als unkollegial und verurteilenswert.

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  3. brouss sagt

    Und in der Realität werden die (Honig-) Bienen immer mehr. In Bayern ist die Zahl der Bienenvölker von 152 000 in 2008 auf 180 000 in 2017 gestiegen. Der Trend soll weltweit ähnlich sein.

    Die Wildbienen leiden unter den Imker-Bienen, weil diese größer und aggressiver gezüchtet sind.

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  4. Bergbäuerin sagt

    Die Profis säen ihre Wiesen- und Weideflächen mit den ertragsreichsten Sorten alle paar Jahre neu ein, düngen kräftig und mähen fünfmal. Letztes Jahr hatten sie eine Engerlingplage. Sie mussten aufwändig bearbeiten und neu einsäen. In Oberösterreich war es so trocken, dass die Saat nicht aufging. Wir Hobbybauern auf unseren Steilhängen mähen unsere Naturwiesen nur zweimal. Wir hatten statt einer Engerlingplage unzählige Maulwurfshaufen. Mehrmals bin ich mit dem Rechen drüber gegangen, jetzt ist das Gras schon zu hoch, aber dicht und üppig. Die Haufen werden sehr stören beim Mähen, aber es fliegen nur wenige Maikäfer. So viel zu Bio versus konvi, Kleinbauern versus industrielle Landwirtschaft. Man muss halt wissen, was man will und was nicht.

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  5. Annick sagt

    Erst kürzlich ist mir die Dokumentation von Dieter Wieland „Grün kaputt“ nochmal unter gekommen. Diese wurde 1983 ausgestrahlt und es kommt mir so vor, als hätten unsere schärfsten Kritiker ihre Anschuldigungen alle, dieser Doku entnommen. Sogar eine Abwandelung der heutigen Steingärten kommt darin vor, damals waren es blos Koniferen. Die Landwirtschaft bekommt, ebenso allerdings auch Privatleute eins übergebraten. Da fragt man sich doch, was hat sich daran, bis heute verändert?
    Für den Sonntag Nachmittag, zum Anschauen, gut geeignet.

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    • Obstbäuerin sagt

      Schon 1983, vor 36 Jahren – 20 Jahre vor der Geburt unserer jetzigen Jugend, waren 90% der Feldlerchen und 66% der Feldhasen verschwunden. Da frage ich mich, welche Berechnungsgrundlage heute verwendet wird. Wann gab es 100% dieser Arten und wie viele waren das? Diesen Film bitte als Pflichtfilm für alle Klimahüpfer und anschließend kritisch auswerten.

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      • der Tom sagt

        > Da frage ich mich, welche Berechnungsgrundlage heute verwendet wird.

        Zum Großteil die Strecken- (sprich Abschuss-) Zahlen der Hegeringe und Jagdgemeinschaften. Werden weniger Hasen geschossen, gibt es per Definition weniger Hasen. Werden gar keine Hasen geschossen, sind sie ergo ausgestorben…
        Die Möglichkeit, dass irgendwo weniger oder keine Hasen geschossen werden, weil dort schlicht versucht wird, die Niederwildbestände zu fördern, würde die Leute doch nur verwirren (Schließlich weiß man ja, daß so’n Jäger unterschiedslos alles über den Haufen ballert, was auch nur den Kopf aus’m Gebüsch steckt) und kommt daher gar nicht erst auf den Tisch…

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    • Paulus sagt

      @Annik
      Zunächst einmal danke für den Link. Als sehr erbaulich für einen Sonntagnachmittag
      empfinde ich den Film jetzt nicht, weil unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden. Wir leben in einem rheinischen Kaff, nichts Schönes was das ästhetische Empfinden betrifft, dafür in einer sozial intakten Umgebung. Aufgrund der hier vorhandenen sozialen Kontrolle und der guten nachbarschaftlichen Beziehungen überlegt man sich dreimal ob man z.B. einen Löwenzahn stehen lässt oder lieber aussticht. Mit derartigen Kleinigkeiten fängt es nun mal an …
      Mein westfälisches Heimatdorf wurde im Rahmen dieses schwachsinnigen Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ gleich 2x mit Gold ausgezeichnet.
      Der ursprünglich vorhandene dörfliche Charakter ging dabei vollständig verloren und wurde durch Kitsch, einschl. Koniferen und ähnlichem Gedöns ersetzt. Die Dörfler dort finden ihre neugeschaffene Mickey Mouse Welt aber ganz toll.
      Ich kenne übrigens eine ausgesprochen gepflegte Hofanlage in der stolzen 19. Generation, da steht, wenn ich mich richtig erinnere, eine einsame Konifere in einem Betonkübel. Der musste jetzt sein. 🙂

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      • Bauer Willi sagt

        @Paulus
        Stimmt. Aber was machst Du mit einem geschenkten Betonkübel sonst? Warst Du auch in dem Wald, den ich zur Geburt unserer Kinder gepflanzt habe? Damals ja 18. Generation 🙂 Aber es geht auch sonst aufwärts
        https://rp-online.de/nrw/staedte/rommerskirchen/rommerskirchen-gemeinde-will-keine-steingaerten-mehr_aid-37502531
        Und man muss sich ja auch mal selbst loben:
        https://rp-online.de/nrw/staedte/rommerskirchen/projekt-in-rommerskirchen-insektenfreundliche-gillbachschule_aid-38483741
        Da ist die Rede von einem ortsansässigen Landwirt… 🙂

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      • Annick sagt

        Lieber Paulus, an Sonntagnachmittag pflege ich ein gemütliches Nachmittagsschläfchen, da sind solche Dokus, die man nur mit einem Auge offen, wie die Feldhasen beim Schlafen, ansehen kann, doch genau die richtige Unterhaltung, oder nicht, man kennt die „unangenehmen Wahrheiten“ doch sowieso schon 😉 Auch ich lebe auf dem Dorf und unsere Gemeinde hat bereits letzten Herbst,(nach der Pflanzung in den 80gern) zum Sturm auf die Thujahecke um den lokalen Bolz-und Spielplatz, geblasen. Ersetzt wurde sie durch eine Buchenhecke und 4 Betonkübeln. Diese wurden widerum mit je einer Konifere und diversen Sukulentenarten bepflanzt. Der Spielplatz bekam allerdings auch neue, allen Normen entsprechenden, Spielgeräte, sogar mit Hackschnitzelunterlage und nicht diesen komischen Gummimatten. Was will man mehr für unsere Enkel…?
        Dem Besitzer der Hofanlage, wünsche ich, dass er die dahinter liegenden, unaufgeräumten Ecken genauso belassen kann, wie er sie uns letztes Jahr bereits im Film gezeigt hat, dann tut die eine Konifere im Betonkübel auch niemandem weh 🙂

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    • Mark sagt

      Dieser Film mit seinem ausgelutschten Betroffenheitgelaber hat sich doch mittlerweile selbst entlarvt. Der prophezeite Weltuntergang ist nicht eingetreten und das Altmühltal erfreut sich großer Beliebtheit ob seiner schönen Landschaft.

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      • Obstbäuerin sagt

        Das sehe ich aber gar nicht, Mark. Aus dem weinerlichen Betroffenheitsgelaber haben sich handfeste Forderungen entwickelt bis zu unsinnigen aber unumstößlichen Gesetzen. Die Begründungen sind die Gleichen geblieben nur hat sich ein Teil der Wissenschaft aus monetären Gründen zu Fürsprechern der Weltuntergangspropheten gemacht. Ob das alles noch aufzuhalten ist, wage ich zu bezweifeln.

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  6. werner locher sagt

    Ein sehr freches Gedankenspiel….. Aber es erweitert die Sicht!

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  7. Thomas Apfel sagt

    Das „Aussterben“ der Insekten ist in erster Linie ein Vorhandensein oder eben Nicht-Vorhandensein der jeweiligen Futterpflanzen. Ist die Futterpflanze, oder das entsprechende Habitat wieder da, sind auch ganz schnell die entsprechenden Insektenarten wieder da. Das war 2018 an vielen Tagfalterarten, die schon als fast als ausgestorben gelten, (z.B. Segelfalter) zu sehen. Der Einfluß des chemischen Pflanzenschutzes (Insektizide) ist marginal und vermag nie Arten zum Aussterben zu bringen. Alle bisherigen Insektizide bewirken lediglich eine Populationseinschränkung.
    Insbesondere die „Fressfeinde“ unserer Kulturpflanzen müssten ansonsten bei dem jahrelangen „Dauerbeschuss“ längst weg sein, sind sie aber nicht. Lediglich die Populationskurven werden durch Pflanzenschutz geglättet.
    Die Abnahme an Rückzugsflächen und Spezialhabitaten dürfte die Hauptursache für die Abnahme von bestimmten Insektenarten sein. Insbesondere das Rand-scharfe Behandeln der Ackerflächen mit Herbiziden beeinflusst auch die (oft schmalen) Randstrukturen. Im Besonderen sind das spezialisierte Getreideherbizide, die die Dikotyle Flora stark beeinflussen. Die Einflussbereiche auf die Randstreifen sind je nach verwendeter Technik und Herangehensweise des Betriebsleiters von 0 bis 80 cm breit. Blühstreifen am Straßenbegleitgrün und im Traufbereich von Randbäumen und Waldrändern würden hier unkompliziert Abhilfe schaffen.

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  8. Friedrich sagt

    Das Volksbegehren in Bayern sagt mir , daß den lieben städtischen Mitbürgern die Realität abhanden gekommen ist und sie sich voll der Propagandamaschine des linksgrünen Mainsstreams unterwerfen. Alle wollen heute so schlau sein und fallen auf diese Leute rein , weil es sich gut anhört. Jeder denkt auch nur an unsere Hausbienen , aber nicht an die anderen wichtigen Insekten. Habe neulich einen Bericht gelesen über den Flug der Insekten vom engl. Institut in Rothamstedt. Danach fliegen die Insekten genau wie die Vögel in größerer Höhe und in großen Scharen. Jetzt weis ich auch warum die Windräder Insekten gefährlich werden können. – Überall an den Häusern sieht man Insektenschutzgitter an den Fenstern der Häuser . Gesetzlich wird den Bauern , Pferde- und sonstigen Tierhaltern das Abdecken des Mistes/Gülle vorgeschrieben. Ställe müßen fliegendicht gemacht werden. Die Gülle/Mist müßen sofort eingearbeitet werden. Alles das kommt vom linkgrünen Mainstream. Das passt doch überhaupt nicht mit der Petition zusammen. Wir zählen Vögel mit dem NABU , aber es werden die Raubvögel unter Schutz gestellt , die diese zu zählenden Vögel niedermachen. Danach , bei Verringerung des Vogelbestandes wird dann festgestellt , daß die bösen Bauern daran Schuld sind.

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  9. Andreas Kainz sagt

    Rettet die in Mitteleuropa vom Aussterben bedrohte Filzlaus. Mit Insektiziden bekämpft und deren natürlicher Lebensraum zusehends durch Kahlschlag zerstört wird.
    Auch eine Filzlaus ist Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Das ist Satire und in Österreich darf Satire alles.)

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  10. Mark sagt

    Der Schutz der Insekten schliesst einen ganz wichtigen Vertreter mit ein: den Borkenkäfer. Wie ich meine ein schönes Beispiel: Waldsterben vs Insektenserben

    12+
    • Mausschubser sagt

      Nach dem Mantra der Umweltbewegten macht der Borkenkäfer in einem natürlichen Wald keine Schäden. Spätestens dann dreht man sich in der Argumentation im Kreis, weil solche Menschen für Naturnutzung kein Verständnis aufbringen. Und schon gar nicht dafür, dass man die Früchte von – Größenordnung – mehr als 40 Jahren nicht als Brennholz entsorgen möchte. Allerdings wäre ich auch dafür, dass der deutsche Forst seine Monokulturen nicht mehr als Wald bezeichnet. Beim Wald geht es, wie auch auf dem Feld, um Profit und dessen Maximierung. Die Förster haben es nur besser geschafft mit den Umweltbewegten gemeinsame Feindbilder zu entwickeln.

      3+
      • fingerphilosoph sagt

        Der Borkenkäfer macht in einem „natürlichen Wald“ keine Schäden, weil es in der Natur die Kategorien „Schaden“ und „Nutzen“ überhaupt nicht gibt. Was zum Schaden des Baums, ist gleichermaßen zum Nutzen des Borkenkäfers, deshalb heben Schaden und Nutzen sich in der Natur IMMER null zu null auf. Selbst wenn ein ganzer Wald abstirbt, ist das kein „Schaden“, sondern Veränderung: es entsteht ein neues Spielfeld, auf dem Arten wie auch immer sich ausbreiten können. Was zum Schaden der Dinosaurier war, war zum Nutzen der sich daraufhin ausbreitenden Säugetiere. Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, gäbe es wahrscheinlich überhaupt keine Menschen.

        Der Erfolg der Umweltbewegten beruht zum großen Teil darauf, dass sie den Unterschied zwischen Natur und Kulturlandschaft geschickt zu verwischen wissen.

        Niemand und wirklich niemand will in Europa „Natur“, denn in einer solchen könnte kaum ein moderner Mensch dauerhaft überleben. Es wäre viel gewonnen, würde der Begriff „Natur“ fallengelassen und würde von dem geredet, was Europa ist: durch und durch vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft.

        17+
        • Mark sagt

          Darf ich Deinen Kommentar an unser Forstamt weiterleite. Die wollen mich zwingen, vom Borkenäfer befallene Nadelbäume aus meinem Wald zu entnehmen. Dazu habe ich überhaupt eine Lust mehr, war dies doch im vergangenen Jahr schon ein riesen Verlustgeschäft. Ich stelle jetzt um auf „Naturwald“ .

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ich denke mal, dass deine Borkenkäfer auch den Wald des Nachbars in Angriff nehmen und der wird anderer Meinung sein.

            2+
          • Inga sagt

            Ja, dadurch vermehren sich Deine Borkenkäfer und befallen auch den Wald des Nachbarn.

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        • fingerphilosoph sagt

          @Mark
          Für eine Kulturlandschaft gelten selbstverständlich die Kategorien „Schaden“ und „Nutzen“. Der Hauptzweck jeder Kulturlandschaft ist der Nutzen für den Menschen.

          In der Debatte zwischen Landwirten und Umweltbewegten geht es deshalb ausschließlich um die Art der Nutzung. Landwirte sind für schnöde materielle Nutzung, die wollen Essen auf den Tisch bringen. Umweltbewegten geht es mehr um die Nutzung geistig-seelischer Art: die wollen sich an Schmetterlingen, Eichhörnchen und Vielfalt erfreuen und sich wie im Paradiese fühlen. Wohl fühlen tut sich der moderne Mensch aber nicht in der Natur, sondern in einer parkähnlichen Kulturlandschaft.

          Wenn Du meinen Kommentar dem Forstamt vorlegst, werden die den gegen Dich verwenden und Dir sagen, dass eine Kulturlandschaft natürlich gepflegt und von Schädlingen freigehalten werden muss. Und so ist er auch gemeint.

          In Deutschland war weniger als 1% Naturwald, da kann man aufgrund der geringen Größe von Urwald gar nicht reden: Der Borkenkäfer richtet in diesem Wald keinen Schaden mehr an, weil der m.W. schon weitgehend abgestorben ist durch eine frühere Borkenkäferplage. 🙂

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Landwirte möchten durch ihre Arbeit auch Geld verdienen, so wie andere auch, dies ist nicht Ehrenrührig.

            Eichhörnchen sind da, wo sie auch was zum Fressen haben, die modernen Gartengestaltungen sind keine Lebensgrundlage für diese Tiere.

            Wer ständig nach mehr Schmetterlingen usw. ruft, sollte sich im klaren sein, dass gerade der Verbraucher sich mächtig umstellen muss.

            5+
        • Inga sagt

          Also Fingerphilosoph, willst du behaupten der Mensch stammt von Säugetieren ab???

          Er ist ein Teil der Natur und muss sich in ihren Gesetzen bewegen, muss sein Umfeld, die Kulturlandschaft nach ökologischen Gesetzen gestalten und auch danach handeln.

          Das macht ganz schon viel Mühe, …

          Eben Aufgabe der Naturwissenschaft, Förster und Bauern…

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          • fingerphilosoph sagt

            Inga, der Mensch ist schon seit mindestens 10.000 Jahren nicht mehr Teil der Natur, sondern ihr erklärter Gegenspieler. Seine Aufgabe ist es, die Natur abzuschaffen, und das tut er sehr gründlich und in der Tat unter großen Mühen. Der Mensch sollte endlich damit aufhören, sich selbst was in die Tasche zu lügen von wegen, dass er „Teil der Natur“ ist. Ist er nicht.

            2+
            • Mark sagt

              Das ist doch letztendlich nur eine Frage der Definition von Natur. Für mich ist der Mensch immer Teil der Natur, auch dann wenn er diese vollkommen und unter umständen bis zu seiner eigenen Vernichtung verändert. Analog Deiner Definition wäre ein Parasit, der seinen Wirt vernichtet, nicht Teil der Natur.

              5+
              • Brötchen sagt

                Sehe ich auch so. Der Mensch ist natürlich. Das Universum ist Natur und unendlich. Eine Unendlichkeit kann man nicht zerstören.

                3+
              • fingerphilosoph sagt

                Wer einen beobachtenden und analysierenden Standpunkt einnimmt, ist nicht länger Teil des Geschehens, sondern steht außerhalb. Bewusste Beobachtung schafft Distanz.

                Der Löwe, der die Gazelle beobachtet, ist nicht identisch mit der Gazelle. Er ist aber Teil der Natur, weil er nicht bewusst über die Natur als Ganzes nachdenkt. Das tut auch dein Wirt-vernichtender Parasit nicht.

                Der Mensch unterscheidet sich vom Löwen dadurch, dass er nicht ein einzelnes Tier beobachtet, sondern wissen will, wie das Ganze funktioniert. Damit schafft der Mensch einen unauflösbaren Widerspruch.

                Um zu wissen, wie das Ganze zusammenhängt bzw. funktioniert, muss sich der Mensch beobachtenderweise außerhalb des Ganzen stellen, was das Ganze notwendigerweise fragmentiert. Je tiefer der Mensch in die Natur (Gesamtheit des Lebendigen) eindringt, desto mehr fragmentiert er sie. Es ist letztendlich dieser Widerspruch, der den Menschen aus der Gesamtheit des Lebendigen (Natur) hinauskatapultiert.

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                • Mark sagt

                  „Es ist letztendlich dieser Widerspruch, der den Menschen aus der Gesamtheit des Lebendigen (Natur) hinauskatapultiert.“ Ich kann keinen Widerspruch erkennen und schon gar nicht einen, der uns aus der Natur hinauskatapultiert. Was uns hochentwickelte Individuen mit dem Rest der Natur verbindet, ist dass die Naturgesetze (auch Leben, Krankheit Tod etc.pp) für uns genauso gelten wie für alles andere. Dass wir Menschen eine Gazelle auf andere Art und Weise jagen müssen liegt im wahrsten Sinne des Wortes in der Natur der Sache. Deshalb gibt es doch keinen Widerspruch, der uns irgendwohin katapultiert. Was ich nicht aktzeptiere ist die Ökophilsophie, wonach der Mensch ein Fremdkörper und damit die Ursache allen Übels auf dem Planeten darstellt. Vertreter dieser Philosophie glauben tatsächlich, über den Dingen zu stehen …..

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                • fingerphilosoph sagt

                  Mark, Naturgesetze erkennt offenbar nur der Mensch und er macht sich zum Herrn über diese Gesetze, auch über Leben, Krankheit und Tod etc. pp. Es ist doch offensichtlich, dass der Mensch Leben im Reagenzglas erschaffen und Krankheit und Tod eliminieren will: damit nimmt er eine einzigartige Stellung im Gesamtgefüge des Lebendigen ein, ob dir das nun passt oder nicht und ob dem Menschen das gelingt oder nicht. Nicht nur der Ökophilosoph glaubt über den Dingen zu stehen, viel mehr glaubt das der Wissenschaftler sowie der Bauer, der alles tut, nur nicht, dem Leben seinen „natürlichen“ Lauf zu lassen.

                  Das hat auch seinen Grund: Feuer in seinen verschiedenen Formen ist sowohl Vernichter des Lebens (Feuerbrand, Blitzschlag etc.) wie auch gleichzeitig sein Erschaffer (Sonnenfeuer, Vulkanismus). Dadurch, dass der Mensch gelernt hat, Feuer zu machen, erhebt er sich zum Vernichter und Schöpfer gleichzeitig. Es hat seinen Grund, warum schon in der Bibel steht, dass der Mensch das Ebenbild Gottes ist. Durch die Beherrschung und Nutzung des Feuers spielt der Mensch im Kontext des Lebens tatsächlich eine Sonderrolle, und es ist Kleinkinderverhalten, diese Sonderrolle zu leugnen.

                  1+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Feuer kann einen Brand auslösen.
                  Feuerbrand ist jedoch ein Bakterium.

                  Feuerbrand ist eine gefährliche, durch das Bakterium Erwinia amylovora verursachte Pflanzenkrankheit. Sie befällt vor allem Kernobstgewächse und kann sich seuchenartig schnell ausbreiten. Für die Gesundheit des Menschen besteht keine Gefahr.

                  1+
                • Thomas Apfel sagt

                  Aus meiner Sicht fragmentiert der Mensch nicht die Natur sondern betrachtet und beobachtet immer nur Teile der Gesamtheit in immer engeren Ausschnitten,Segmenten. Anders ist aber Kenntnis der Zusammenhänge auch nicht zu erlangen.
                  Das Problem ist eher, das verschiedenste Interessenkonstellationen von Menschen und Menschengruppen das Zusammenfügen der Einzelerkenntnisse zu einem „wahren“ Ganzen erschweren.

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                • Stadtmensch sagt

                  @fingerphilosoph

                  brötchen hat recht. Im Vergleich zu dir ist ein Aal ein Pelztier 😉

                  Der wissenschaftliche (nicht der (Öko\Hobby\Sonstwas)philosophierende Mensch weiß natürlich, dass „Wer misst Mist misst“. Deshalb versucht man den Einfluss der Messmethode und der Messapparatur auf das Messergebnis ebenfalls zu ermitteln. Man weiß also, dass man immer Bestandteil von allem (Bekannten) ist. Ebenfalls bekannt ist, dass der durch Messen\Beobachten gefundene Zusammenhang ein Trugschluss sein kein und sich ein weiterer Weg zum Nachweis eines vermuteten Zusammenhangs empfiehlt. Es ist das gleiche Beobachten wie es ein Bandwurm oder ein Süßwasserpolyp oder ein Löwe betreibt – nur etwas umfassender. Man kann dies tun und wissen, dass es aussichtlos ist „die eine Wahrheit“ zu finden. Ab einem bestimmten Punkt (den wir längst überschritten haben) wird es zu komplex und die erforderliche Spezialisierung bringt neuen Übersetzungsaufwand mit sich. Damit die fragmentierte Erkenntnis sich wieder in die „Gesamtschau“ einpasst.
                  Womit wir wieder bei https://aeon.co/ideas/science-has-outgrown-the-human-mind-and-its-limited-capacities wären.

                  Nicht hilfreich sind Setzungen wie „Herr über das Feuer“ oder Feuer und Blitz schaffen und nehmen Leben. Die aktuelle Theorie zur Genese hinreichend komplexer Biomoleküle geht ganz anders.

                  Außerdem kommt die Kritik an der SchwarzWeißHolzhammer-Landwirtschaft nicht von Ökophilosophen sondern von Wissenschaftlern. Und sie wird auch von Wissenschaftlern mit bestimmten Interessen betrieben….

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            • Sabine sagt

              Das ist Quatsch, ehrlich. Wir, und so ziemlich alle anderen Lebewesen, können ihren Lebensraum drastisch verändern.
              Eines der größten (flächenmäßig) Einzel-Lebewesen ist ein schmarotzender Pilz, der „Jagd“ auf Bäume macht und sie tötet und so die Landschaft verändert. Das macht der schon seit mehreren hundert Jahren und er hat seine Umwelt sehr nachhaltig verändert.
              Manche Baumarten erschaffen geradezu regelmäßige Feuersbrünste, um lästige Konkurrenten los zu werden und ihren Lebensraum zu vergrößern. Nicht jede Tier und Pflanzenart verkraftet diese Feuerteufel auf Dauer in ihrer Nachbarschaft.
              Es war das Wechselspiel von großen Pflanzenfressern, Raubtieren und Pflanzen, die eine der größten CO2-Senken in der Geschichte des Planeten geschaffen hat, was unser Klima damals auch nachhaltig veränderte. Ja, die nordamerikanischen Plains sind artenreich, wie sonst kaum ein anderes Ökosystem, aber die Arten, die diese – zugegeben sehr langsame- Veränderung nicht verkraftet haben, kennen wir, wenn überhaupt, nur von Ausgrabungen.
              Human vs. Nature ist genauso Dummfug wie Bison vs. Nature.
              Wir verändern unsere Umwelt und unser Klima, so wie die großen Farnwälder, die wir heute als Kohle verbrennen, einst das CO2 aus der Atmosphäre filterten, blasen wir es jetzt wieder in sie hinein. Die Baumfarne haben ihren eigenen Erfolg nicht überlebt, ob wir unseren Erfolg überleben, wird sich zeigen.

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            • fingerphilosoph sagt

              In dem Sinne, wie diverse Antworten hier den Begriff „Natur“ definieren, sind Autos, Asphalt, Straßenbahnen, Flugzeuge ebenfalls Natur. Hier wird „Natur“ mit „Sein“ gleichgesetzt. Wenn alles, was ist, auch natürlich ist, sind Kunst, Technik, Kultur ebenfalls „Natur“.
              So verwende ich den Begriff „Natur“ nicht, weil der Begriff dadurch jegliche Bedeutung verliert und zur reinen Worthülse verkommt.

              Ich verstehe unter Natur die Gesamtheit des nicht-menschengemachten Lebendigen, von Viren und Bakterien über Pilze, Pflanzen bis hin zu Wildtieren. Auf all das versucht der Mensch, immer weitreicherenden Einfluss zu nehmen, es zu kontrollieren, umzugestalten oder neu zu erschaffen. Im Rahmen dieser Aktivitäten verursacht der Mensch gerade das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier. Das heißt, der Mensch ist dabei, das Nicht-menschengemachte Lebendige sprich die Natur, abzuschaffen.

              Was ihr hier vorführt, ist, dass ihr den Begriff „Natur“ doch tatsächlich nur als Worthülse verwendet und mit beliebigen Inhalten füllt. Mal ist Natur der Urwald, dann die Kulturlandschaft, dann die Bio-Landwirtschaft, dann das Lebendige, dann nicht-menschengemachte Ökosysteme, aber auch vom Menschen angelegte Weiher, in dem ein paar Frösche quaken, dann das innere Wesen, dann wieder die Evolution, das gesamte Universum, Gott und das Ewige ebenso wie das Nicht-Ewige.

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              • Brötchen sagt

                FP du bist aalglatt aber kein Philosoph!

                tschau auf Nimmerwiedersehen!

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                • fingerphilosoph sagt

                  Der Mensch passt sich nicht an die nicht-menschengemachte, sprich „natürliche“ Umwelt an, sondern an seine Werkzeuge, Maschinen und die von ihm künstlich geschaffene Umwelt. Der Mensch passt sich also an Menschengemachtes an, und das trennt ihn schrittweise von der natürlich gewachsenen Umwelt (oder auch Natur) ab und isoliert ihn. Deshalb ist es m.E. richtig, Mensch und Natur als sich ausschließendes Gegensatzpaar zu sehen.
                  Diese Entwicklung ist in ihrer Prozesshaftigkeit zu sehen, hat also den Zielpunkt – die vollkommene Trennung von Mensch und Natur – nur noch nicht erreicht.

                  Der Mensch will inzwischen ja sogar das Klima (eines von vielen physikalischen Phänomenen, das grundlegenden Einfluss auf alles Lebendige hat) nach seinen Wünschen und Vorstellungen gestalten, also selber machen. Kein Tier und keine Pflanze kommt auf so eine Idee.

                  Die menschengemachte Umwelt ist nach allem, was man sehen kann, langfristig eben NICHT mit der nicht-menschengemachten Natur vereinbar. Eins von beiden wird verschwinden, und was verschwinden wird, ist noch nicht entschieden. Bis jetzt sieht es ganz danach aus, als würde die nicht-menschengemachte Umwelt mehr und mehr verschwinden.

                  Es ist deshalb durchaus denkbar, dass der Planet Erde durch menschliche Intervention in einen toten Planet verwandelt wird, auf dem eine Künstliche Intelligenz sinnlos vor sich hinrattert, bis ihr der Strom ausgeht. Die Beherrschung des Feuers ermöglicht eben auch dieses Szenarium. Dieses unangenehme Szenarium zu verdrängen, ist keine Lösung.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Der obige Kommentar ist verrutscht. Er ist die Antwort zu Marks Kommentar weiter unten.

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              • Mark sagt

                „Ich verstehe unter Natur die Gesamtheit des nicht-menschengemachten Lebendigen, von Viren und Bakterien über Pilze, Pflanzen bis hin zu Wildtieren.“ Damit schliesst Du grundsätzlich den Menschen aus der Natur aus, das kann nicht Dein Ernst sein. Der Begriff Natur ist schwammig, es gibt abertausende Definitionen, jeder nimmt die, die ihm gerade passt. Daher ist meine These ebenfalls zulässig, die besagt, dass es streng genommen auf der Erde nichts unnatürliches geben kann. Letztendlich ist das Empire State Building doch nichts anderes als ein potenziertes Vogelnest. Niemand wird auf die Idee kommen ein Vogelnest als unnatürlich zu bezeichnen.
                Dass der Mensch jetzt auch nch das allergrößte Artensterben verursachen soll ist doch derselbe Quatsch wie der Klimawandel. Das Artensterbengetöse hat übrigens einen 37 Jahre alten Bart: Zitat aus März 1982:
                „Mit Ratlosigkeit reagieren die Verbände auf die womöglich größte Vernichtung biologischer Vielfalt seit dem Sauriersterben vor 65 Millionen Jahren: Die Hälfte aller höheren Tier- und ein Drittel aller Pflanzenarten können bis zum Jahr 2000 ausgestorben sein.“

                Quelle hier: https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/14339310

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                • “Niemand wird auf die Idee kommen ein Vogelnest als unnatürlich zu bezeichnen.“

                  Je mehr auf Künstlichem gebaut und Künstliches vom Vogel zum Nest verbaut wird, desto unnatürlicher ist das Nest in der Tat, weil es fremdenergetische Eigenschaften aufweist, wie sie von Natur aus dem Vogel nicht möglich wären. Je länger ANDERE Lebewesen unter uns EINEN leben, desto mehr unnatürliche Möglichkeiten werden ihnen zu eigen. Allerdings müssen sie auch weiterhin die Konsequenzen aushalten, die sich aus diesen Möglichkeiten ergeben, weshalb sie sich besser an den menschlichen Lebensraum anpassen können als wir Menschen selbst. Warum? Weil Menschen weit mehr unnatürliche Möglichkeiten ausleben können und müssen – und weil sie sich, bedingt durch mehr und mehr Fremdenergie, vor immer mehr Konsequenzen dieser unnatürlichen Lebensweise bewahren können, jedoch nur begrenzt. Was ANDERE durch Anpassung ausleben und an Nachwuchs weitergeben, ersetzen wir EINEN vermehrt durch Technologie – und verlernen, uns anzupassen.

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            • Inga sagt

              Er ist vielleicht geistig gesehen ein Gegenspieler,
              Aber in der Realität muss er immer mit der Natur mitspielen, um sie in der Umwelt, ihrer Ökologie noch in Takt zu halten, denn sonst würde er darin nicht überleben können.
              Diese Ökologie ist dem Geistigen übergeordnet. Der Geist muss sich danach richten, eventuell noch daraus lernen und seine Kultur schaffen.
              Aber körperlich ist der Mensch, wie jedes Säugetier echt biologisch mit Haut und Haaren, Fleisch und Blut, auch Knochen.
              Deswegen verträgt er auch keine falsch verordneten Medikamente aus der Chemiefabrik,, sie sind Gift für ihn, bzw. seinen Körper.
              Er muss dem Arzt vertrauen.

              Aus diesem Grund misstraut er auch dem Bauern, wenn der aus der selben Fabrik aus phytopathologischen Gründen Mittel auf seine Kulturpflanzen spritzt, die der Nahrung für alle Menschen dienen.

              Aus diesem Grunde kann er es gar nicht sehr gründlich die Vernichtung der Natur mit allen Mühen machen, denn musst du ja auch behaupten, dass die Ärzte im Krankenhaus alle Patienten tot spritzen.

              Und jeder Ackerbau, egal heute oder vor 10.000 Jahren ist ein Eingriff in die Natur.
              Man musste für sein Feld oder Acker erst mal Sträucher und Hecken beseitugen, ein kleines Habitat für Insekten und Vögel.
              Später hat man dafür Wald gerodet, auch nicht ökologisch sinnvoll.
              Aber der Mensch hat dabei auch gelernt, denn bevor er so ein Stück Land urbar gemacht hatte, hatte er mit der Pflanzenzüchtung schon begonnen und z.B. aus Gras Getreide gezüchtet.
              So hatte er genügend Samen für den ganzen Acker gehabt.
              Und weil er sesshaft wurde und vielleicht auch Häuser mit Ställen gebaut hat, hat er auch Vieh domestiziert und weitergezüchtet.
              Kennst du die Mendelschen Gesetze?
              Die früher schon, denn sonst wäre es ihnen nicht gelungen.

              Mendel hat sie nur ca. 1865 mit Erbsen nachgeprüft und als Regel oder Naturgesetz niedergeschrieben.

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            • Inga sagt

              Ist er er doch, Fingerphilosoph, habe ich eben gerade lang und breit aus der Sicht von Körper, Geist und Seele beschrieben.

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        • Mal wieder ist das Offensichtliche das beste Versteck. Natur bleibt natürlich, solang das lokale Energieangebot mit dem globalen Energiebedarf in HARMONIE, sprich, im Einklang ist. Das erreicht die Ko-Evolution aller Lebewesen durch Diversität und konsequente Habitatausgestaltung. Aus diesem Zusammenspiel vermag sich der Mensch mehr und mehr herauszunehmen und sein Vorstellung von Harmonie auszubilden, mittels K.O.-Evolution, die sich aus der permanenten Verfügbarkeit vom mehr und mehr Energie ergibt. K.O.-Evolution dagegen, sie ist gekennzeichnet durch lokalen Energiebedarf (!), der nicht mit dem globalen Energieangebot (!), wie es von Natur aus gegeben ist, in Einklang zu bringen ist. Die Folge?

          Permanente Verfügbarkeit von immer mehr Fremdenergie löst Seinsbewusstsein auf, was zum Kohärenzverlust mit der Ko-Evolution führt. Das wiederum führt zu EINEM Selbstbewusstsein über das gegenwärtige Dasein vor Ort hinaus und eröffnet so Raum und Zeit, weit über natürliche Ausmaß hinaus – und eröffnet somit künstliche (unnatürliche) Wege von Aneignung und Raub. Von Natur aus gibt es weder Räuber noch Parasiten, geschweige Schädlinge – des lokalen Energieangebots und des globalen Energiebedarfs wegen, der eben nicht auf permanenter Verfügbarkeit von Fremdenergie fußt. Daher stellen Menschen die Natur mehr und mehr auf den Kopf und belassen immer weniger ihrer eigenen Biologie auf dem Boden der Ko-Evolution.

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          • Oops. Das Wort ‚dagegen‘ gehört glöscht. Nicht ‚ … K.O.-Evolution dagegen, sie ist gekennzeichnet durch …‘, sondern ‚ … K.O.-Evolution, sie ist gekennzeichnet durch …‘

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            • ANDERS ausgedrückt:

              Ko-Evolution: lokales Energieangebot mit globalem Energiebedarf durch natürliche Zyklen vereinbar, weshalb Ko-Evolution ganzheitlich ist.

              K.O.-Evolution: lokaler Energiebedarf mit globalem, natürlichem Energieangebot nicht permanent realisierbar, weshalb K.O.-Evolution vereinheitlicht, um die permanente Verfügbarkeit zu gewährleisten.

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    • Inga sagt

      Der Borkenkäfer hatte eben bei den sterbenden Bäumen sein Habitat gefunden. Auch bei den Bäumen, die wegen der Renaturierung des Waldes extra liegen gelassen wurden, wenn ich mich nicht irre. So könnte er sich gut vermehren. Er hat wohl seine Aufgabe in der Ökologie, wie z.B. auch die Kakalaken oder andere für uns unsympatischen Insekten, die oben aufgeführt sind. Diese für uns schädlichen Insekten können wir nur in Schach halten, indem wir ihr Habitat begrenzen. Wie die Feuerwehr, die das Feuer auch mit Sauerstoffentzug bekämpft, oder?

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Durch die Trockenheit im letzten Jahr waren die Bäume geschwächt und konnte sich nicht mehr wehren wie in normalen Jahren.
        Allein in Baden-Württemberg rechnet man mit 1,4 Millionen Festmeter, in Thüringen mit 1 Million Festmeter Käferholz.

        1+
  11. Ludwig sagt

    Moin, Willi, du weisst schon, das. Maja als Arbeiterin irgendwann ihren Willi die Drohne gnadenlos aus dem Stock wirft. Wenn er denoch zurück kommt, wird sie in mit ihrem Stachel umbringen. So nett, wie sie aussieht, ist Maja also nicht.
    Wünsche dir einen friedlichen Sonntag.

    7+
  12. Morgen Willi,
    die gleiche Frage habe ich mir heute Morgen auch gestellt…..aber eine Antwort finde ich einfach nicht…. vielleicht weil heute Sonntag ist und der Kopf im Wochenendmodus ist …..
    In diesem Sinne einen schönen Muttertags Sonntag noch…..
    Gruß Klaus Weber

    1+

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