Bauer Willi
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Was das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) tun soll…

Manchmal ist es gut, wenn man einen Politiker oder eine Politikerin an ihre Worte erinnert. Hier die Rede von Renate Künast zur Einführung des Leiters des BfR, Prof. Hensel. Frau Künast hat in ihrer Zeit als Bundesministerin maßgeblich mit dazu beigetragen, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung gegründet wurde.

https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/rede_der_bundesministerin.pdf

Den vollen Wortlaut findet ihr im Link. Hier ein paar Auszüge aus der Rede von Frau Künast.

  • Wer Risiken bewertet, muss in erster Linie zwei Dingen verpflichtet sein: Den Grundsätzen der Wissenschaft und der Verantwortung gegenüber den Menschen.
  • Wer Risiken bewertet, muss das unvoreingenommen tun können – ohne Schere im Kopf.
  • Es ist keinen anderen Kriterien außer denen der Wissenschaft verpflichtet.
  • das Gegenteil von Leugnen ist die offene und ehrliche Kommunikation.
  • Zwei Dinge sind neu: 1. Auch Erkenntnislücken müssen offengelegt werden. 2. Wir brauchen den offenen Dialog mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern.
  • (Das BfR muss sein) Erstens unabhängig von politischen Erwägungen, zweitens unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und drittens auch unabhängig von den Anforderungen des Krisenmanagements.

Gerade in der gegenwärtigen Diskussion um die Landwirtschaft würde ich mir wünschen, wenn das oben Gesagte wieder mehr Raum einnehmen würde.

Bauer Willi

 

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14 Kommentare

  1. Mark sagt

    Die Erfindung des BfR war Teil des Krisenmanagemantes während der BSE-Krise. Schon deshalb kann es gar nicht unabhängig von den Anforderungen des Krisenmanangementes sein.

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  2. Inga sagt

    Ja Paulus,
    Das sie auch Bundesministerin für Verbraucherschutz und Ernährung war, hatte ich glatt vergessen, aber sie hat es wohl ehrlich gemeint und für die Verbraucher das Amt für Risikobwertung eingeführt.
    So könnten die Verbraucher auch wieder mehr Vertrauen in die Landwirtschaft gewinnen.

    Und sie können sich ja als Verbraucher dann an das BfR wenden, wenn sie kein Vertrauen mehr in die Landwirtschaft haben.
    In dem Sinne: – anstatt leugnen offene und ehrliche Kommunikation -.

    Wie bei Bauer Willi

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  3. Friedrich sagt

    Heute würden die Grünen das BFR nicht mehr mit der Führung besetzen , sondern mit einem Ideologen , der dem Mainstream folgt. Dieses Institut fühlt sich nur der Wissenschaft verpflichtet und so handelt es auch. Das kann man klar an der Stellungnahme zu Glyphosat sehen. Anders ist das beim Bundesumweltamt. Dort sitzen nur Grüne Ideologen an der Spitze , die sich dem Mainstream unterwerfen. Auch sitzen solche Leute auch im Bundesumweltministerium. Die Ministerin dort ist nur das Schild nach außen. Der Staatssekretär im Hintergrund , ehemals BUND-Mann , steuert sowohl die Umwelt- als auch die Landwirtschaftsministerin. Beide sind in ihrem Ministerium ahnungslos und nur schöne Aushängeschilder. So ist das aber überall in unserer Regierung . Es werden keine Werte sondern Beliebigkeit regiert. Da frag ich mich ob die Herrschaften überhaupt ihrem Eid auf die Verfassung gerecht werden. Bin immer noch geschockt von der letzten Rezession , als sich die Regierung von einem Bankmafiosi hat beraten lassen. Statt die kleinen Leute zu retten , wurden die Banken gerettet. Die Rechnung für die Unfähigkeit unserer Regierenden werden wir in den nächsten Jahren präsentiert bekommen. Energiechrasch , Währungschrasch und Industrieabwanderung werfen schon ihre Schatten voraus.

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    • Stadtmensch sagt

      Es wurden die Kleinen Leute gerettet. Sie wurden insofern gerettet, als dass ihre Arbeitsplätze (und darum geht es ja ausschließlich) für eine kurze Aufschubzeit sicher sind. Schuldner in aller Welt können weiter auf Pump unsere Exportüberschüsse aufsaugen. Der „Finanzmarkt“ kann weiter Produkte erfinden und verkaufen. NGO, die diesen Irrsinn ins Bewusstsein bringen wollen, wird logischerweise die Gemeinnützigkeit aberkannt. Denn es ist nicht gemeinnützig, den vielen abhängig Beschäftigeten ihre Arbeitsplätze wegzunehmen denn sie haben nur ihre Arbeitskraft. Nicht dass die noch auf die Idee kämen, Forderungen nach einem gerechten Anteil vom ständig gewachsenen Kuchen zu stellen. Dann könnten sie sich zurücklehnen oder in ihre Infrastrktur und Bildung investieren, bis die Handelsbilanzen etwas ausgeglichener sind.

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  4. Paulus sagt

    Nach meiner Kenntnis betreibt das BfR genau Null eigene Forschung zur Risikobewertung, sondern bezieht seine Erkenntnisse allein aus der Auswertung/Bewertung wissenschaftlicher Veröffentlichungen Dritter. Auch wenn sich das BfR selbst etwas ungeschickt um eine andere Darstellung bemüht, versucht man dort bestenfalls die Forschung Externer im Rahmen bescheidener Möglichkeiten zu koordinieren. Etwas anderes hat Renate Künast in ihrer Rede mit dem zu solchen Anlässen üblichen Blabla, dem Grunde nach auch nicht zum Ausdruck gebracht.
    Die Tätigkeit des BfR ist übertrieben ausgedrückt aber durchaus vergleichbar, nichts anderes als wenn ein Verfassungsschutz Zeitungsartikel zu bestimmten Themen ausschneidet und zusammenklebt, um gewisse Erkenntnisse zu erlangen.
    Aus welchem Grund man dazu eine Behörde mit ca. 500 MA benötigt lasse ich mal dahin gestellt.
    Sollte ich mich irren lasse ich mich gerne belehren.

    4+
    • Inga sagt

      Ach, was hat die Renate Künast im Anfang ihrer Amtszeit die Bauern beschimpft, macht man das als Landwirtschaftsministerin?
      Was ist das denn für eine Vorausetzung?

      Später ging es ja besser, bestimmt weil sie sich mehr mit der Thematik beschäftigt hat.

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      • Paulus sagt

        Inga, Renate Künast war Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. So wie Julia Klöckner heute Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft ist. Das impliziert nicht, dass sie sich ausschließlich oder vornehmlich für die Belange der Bauern einzusetzen hatten oder haben.
        Bei aller grundlegenden Kritik die ich an den Grünen und auch an Renate Künast übe; sie hat ihren Job nach meiner Auffassung nicht schlecht gemacht. Das gilt übrigens auch für eine sich eher geschmeidig verhaltende aber kluge Julia Klöckner.
        Die Dummbeutel sind eher in anderen Ministerien zu finden. Ich mag sie hier gar nicht aufzählen.

        2+
        • Inga sagt

          Ja Paulus,
          Das sie auch Bundesministerin für Verbraucherschutz und Ernährung war, hatte ich glatt vergessen, Paulus, aber sie hat es wohl ehrlich gemeint und für die Verbraucher das Amt für Risikobwertung eingeführt.
          So könnten die Verbraucher auch wieder mehr Vertrauen in die Landwirtschaft gewinnen.

          Und sie können sich ja als Verbraucher dann an das BfR wenden, wenn sie kein Vertrauen mehr in die Landwirtschaft haben.
          In dem Sinne: – anstatt leugnen offene und ehrliche Kommunikation -.

          Wie bei Bauer Willi

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      • Inga sagt

        Dann hat sie die Landwirtschaft wohl auch von wissenschaftlicher Seite betrachtet und ist zu den oben erwähnten ehrlichen Thesen für die Gründung des BfR gekommen und hat sie in der Einführungrede dessen erwähnt, das sie bestimmt für sehr notwendig gehalten hat.

        Ob die Behörde BfR nun nur zur Beruhigung der Verbraucher geschaffen ist, oder doch zum Aufdecken und Beseitigen mancher Risiken?

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    • Bauer Fritz sagt

      @ Paulus
      Wenn ich mir das Organigramm des BfR ansehen, denke ich daß sie den MA Unrecht tun was Forschung und Expertise betrifft.
      Wenn ich mir die Liste der Publikationen von ebendiesen MA ansehe denke ich das noch mehr. 4750 Fachpublikationen und hunderte Veröffentlichungen und Stellungnahmen machen mir doch den Eindruck, daß dort gearbeitet und geforscht wird – und nicht Zeitungsberichte ausgeschnitten werden.

      Aber ich bin auch nicht aus Deutschland. Kann aber euch ein Grund dafür sein, daß man im eigenen Land das Vorhandene gerne eher unterbewertet.
      Angesichts dessen was NGO (NurGeldOrientierte) als „Forschungsergebnisse“ und „Studien“ so auftischen, bin ich geneigt, dem BfR mein uneingeschränktes Vertrauen entgegenzubringen.

      3+
    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      Selbst wenn es so wäre, dass die Mitarbeiter nur „Zeitungsausschnitte zusammenkleben“ so ist das doch auch eine sinnvolle Tätigkeit. Mit dem Unterschied, dass es sich um wissenschaftliche Studien (oder was dafür verkauft wird) sichten und bewerten. Nehmen wir das Beispiel Glyphosat: Sie sichten die vorhandenen Studien und kommen zu dem Ergebnis, dass es bei sachgerechter Anwendung kein Risiko darstellt. Das IARC bewertet die prinzipielle Gefahr eines Wirkstoffes. Sonnenlicht ist in dieser Einstufung „Sicher krebserregend“. (1 A) Wenn man aber nicht oder nicht oft in die Sonne geht, besteht kein oder nur ein geringes Risiko.
      Warum ich die Rede bringe: Heute unterstellt Frau Künast, dass das BfR industriehörig ist. In ihrer Rede betont sie, dass es das genau nicht ist. Die Ergebnisse des Amtes sollten aber auch dann gelten, wenn es einem nicht „in den Kram“ passt.

      6+
      • Inga sagt

        Wie kommt denn Frau Künast darauf?
        Andere behaupten das auch, aber ich kenne die nicht so genau und weiss nicht was die für Interssen haben.

        Oder hat sich die Behörde geändert und ist ihren Grundsätzen untreu geworden?

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  5. Oberländer sagt

    Wenn es um den Machterhalt geht darf das Gewäsch vom Vortag nicht interessieren . Da wird dann auch mal ganz schnell aus der Lüge die „Neue Wahrheit “ gemacht .

    7+

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