Bauer Willi
Kommentare 44

Speziell für die Freunde von #Rezo und #fridays for future

Ich kann heute nicht mitdiskutieren. Ich sitze im Rathaus und habe die Ehre, bei der Wahl mitzuhelfen. Von den jungen Leuten war niemand bereit dazu.

Kritik ist einfacher als praktische Demokratie….

Bauer Willi

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44 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Hallo,

    gestern (15.10.) kam bei 37 Grad im ZDF ein Beitrag über fridays for future Anhänger.
    Sicherlich kann man das in der Mediathek sehen.
    Ich wollte es mir gern ansehen, um den Gedankengang besser nachvollziehen zu können, muss aber gestehen – Ich bin eingeschlafen.

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    • bauerhans sagt

      etwas weltfremd fand ich die meinung der mutter der abiturientin Ragna,die klimaaktivistin anstatt studentin,auszubildende sein will.
      der 14 jährige,der seinen vater in Ecuador besucht hatte,konnte fürs leben lernen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Warum schreibt der geno einmal mit diesem Namen und ein anderes mal mit naturfreak?

      Kann es sein, dass Du in der Schule ab und zu mal gefehlt hast?

      Ps: Mit deiner Qualität eignest du viel leicht noch zum Erntehelfer, zu einen Bauern wäre das zu wenig.

      >>>>>geno
      28. Mai 2019
      auch cdu-urgestein, der frühere generalsekretär ruprecht polenz (72), antwortet rezo und lässt die parteiführung (und bauern) alt aussehen: https://campogeno.wordpress.com/2019/05/28/cdu-will-regeln-fuer-influencer/<<<&lt;

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  2. Ottmar Ilchmann sagt

    Hallo Willi, ich war heute ebenfalls als Wahlhelfer im Einsatz. Wir waren auch alles Leute eher im Alter ab 45 aufwärts. Ich nehme aber an, dass jüngere Leute zunächst gar nicht angefragt werden von den Kommunen, weil sie nicht im Fokus sind. Meistens werden doch Leute angeschrieben, die durch irgendeine Art des gesellschaftlichen Engagements schon mal aufgefallen sind, so ist es zumindestens bei uns. Was mich aber gefreut hat, war die große Zahl von jüngeren und sehr jungen Wählerinnen und Wählern. Da wir auch Bürgermeisterwahl hatten, waren schon Jugendliche ab 16 dabei, in Niedersachsen dürfen die auf kommunaler Ebene bereits wählen. Diese jungen Leute waren alle sehr ernsthaft bei der Sache, teilweise als Erstwähler etwas aufgeregt, manche hielten ihre Ausweise in der Hand, obwohl man die gar nicht vorzuzeigen braucht. Ich denke, die Bewegung Fridays for Future und jetzt in der letzten Wochen noch das Engagement von Rezo und anderen Youtubern haben die an Politik vermeintlich oder tatsächlich wenig interessierten jungen Menschen politisiert. Bei einem Thema, dass ihre Zukunft maßgeblich mitbestimmen wird, sind sie hellwach, informiert und engagiert. Und das ist gut und richtig so! Deshalb auch mein Dank an Rezo und seine Mitstreiter und vor allem an die Klimademonstranten, die freitags auf die Straße gehen!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei uns war es als so, dass die Parteien Wahlhelfer vorgeschlagen haben und fehlende von der Verwaltung gefragt wurden. Bei der Auszählung waren jeweils eine Person von den Parteien vorgeschlagenen Personen dabei. Jungendliche sind wenige aufgefallen, dass sie sich besonders für die Politik interessieren.

      Auf meinen Wahlunterlagen stand deutlich, man müsse den Personalausweis bereithalten, warum ist mir schleierhaft, da niemand den Ausweis sehen wollte.

      Bei uns ist eine 18 Jährige Azubine in den Gemeinderat gekommen, ein nettes Mädel, aber die wird es sehr schwer haben in dem Gremium, weil im Gemeindeparlament jede Menge Sachkenntnis verlangt wird, um Mitreden zu können. Der hilft auch ein Rezo und seine Mitstreiter nicht, wenn es zum Wohle der Gemeinde geht.

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  3. Moin!

    Ich lese hier Kommentare, die die Aussagen im Kern relativieren wollen, als müßte man ein bestimmtes Alter, eine bestimmte Kleidung, eine bestimmte Lebenserfahrung haben, um ernstgenommen zu werden. Das erachte ich als sehr gefährlich. Ist doch dämlich, nur mit denen reden zu wollen, die genau das wissen und genau das denken, was man selbst weiß und denkt, dann bräuchte man nicht mehr miteinander reden!

    Ich verweise auf einen Wirtschaftszuständigen der CDU, dem das rausgerutscht ist, was große Teile der Wirtschaftsliberalen denken, von wegen wir brauchen nicht noch mehr „Sozialklimbim“.

    Bei aller Kritik, doch Portugal schlägt sich ganz gut und fährt den gegenteiligen Kurs der Union und Co. Selbst die Jugendarbeitslosigkeit ist in kürzester Zeit um 20 Prozentpunkte gefallen, und daß, während Spanien immer noch vermurkst ist.

    Deutschland ist der größte Niedriglohnsektor hier und hat die wohl niedrigsten Erzeugerpreise Westeuropas, auch CDU-Politik.

    ALDI und Co. sind Global Player, unsere Landwirtschaft sieht dagegen kein Licht, egal wie wenige Großbetriebe am Ende übrig wären.

    Die Landwirtschaft hat noch vielleicht rund 1% Anteil an der Demokratie, mit jedem aufgegebenem Hof weniger.

    Die CDU hat ein Antwortpapier rausgebracht mit Aussagen wie Elektronik und Textilien wären billiger geworden (Kik und Primark lassen grüßen, Ramschkram zu Ausbeuterlöhnen). Doch doof, wenn Lebenshaltungskosten (Miete, Strom, Lebensmittel) alle deutlich teurer geworden sind, ’nen Fernseher kann man nicht essen.

    Ein anderer Youtuber hat schon angesprochen, daß die Antworten der CDU auch nicht tragfähig wären, siehe hier, soviel zum wirtschaftlichen Erfolg der Union zusammen mit SPD:
    https://www.youtube.com/watch?v=C8EtQ_5PNbo

    Herr Rukwied spricht vom Tausendfachen Höfesterben als natürlichen Strukturwandel, die Regierung lehnt regelmäßig Forderungen nach Bodentransparenz, Weidetierprämie und steuerfreier Risikorücklage ab.

    Die FDP behauptet, so lange es woanders noch schlimmer wäre, ginge es uns gut. Man müsse nur direkt in die Erneuerbaren gehen und die Fossilen überspringen in Afrika, wir verkaufen denen sozusagen Wind- und Solarkraftanlagen, dann würden sie dort weniger Emissionen raushauen und wir dürften weiterhin mehr raushauen. Am Ende muß es ohnehin die Wissenschaft richten. (Hauptsache nicht vor der eigenen Tür kehren …)

    Was ist das für eine Anmaßung, der Jugend nicht zuhören zu wollen, weil sie noch nicht alles wissen könne? Wäre es dann nicht die Aufgabe der Erfahrenen, diese mit Informationen zu versorgen? Sie müssen einem ja nicht persönlich gefallen, doch inhaltlich geben ihnen sogar Wissenschaftler Recht, und nicht nur eine Handvoll.

    Hier ein schönes Beispiel gegenüber all denen, die Greta Thunberg gern schlecht reden:
    https://www.youtube.com/watch?v=NKm8b5HR97E

    Hier ein anderes schönes Beispiel, wie ein Comedian behauptet, Feinstaub wäre halb so wild, dementiert von Satirikern, die da mal etwas mehr Licht ins Dunkel bringen:
    https://www.youtube.com/watch?v=Efb5ytdZaC8

    Ein weiterso funktioniert nicht, und die letzten Jahrzehnte wurden nicht besser. Bei einer angespannten wirtschaftlichen Situation mögen es gefühlt die zusätzlich geforderten Umwelt- und Tierwohlauflagen sein, die nerven; doch sind wir mal ehrlich, wirtschaftliche Probleme muß man wirtschaftlich beantworten! Für das Kaputtsparen und den Unterbietungswettkampf können Verbraucher nichts. Irgendein größerer Landwirt hat sich billig gemacht, daß andere mitziehen mußten, wachse oder weiche wird gefördert (weil größere Höfe günstiger produzieren können) und ähnliches mehr. Wer arbeitet denn jetzt schon alles im Nebenerwerb, weil der Hof ihn nicht versorgen kann?

    Hört auf die Jugend! Oder wie war das noch mit der Alterskasse der Landwirtschaft, die ziemlich doof dasteht, wenn Höfe nicht in die nächste Generation übergehen, sondern aufgegeben werden?

    Wer kämpft denn glaubwürdig für faire Preise? Und wer kämpft für immer höhere Produktivität und niedrigere Produktionskosten, die dann am Ende von Verarbeitern und Handel ohnehin erwartet werden?

    Und nicht gegen Verbraucher lästern. Die Preise gibt der Handel vor, der Verbraucher mag es sich zwar aussuchen, doch die meisten haben auch kaum eine andere Wahl, als zum Billigen zu greifen, Löhne fallen, unterirdische Sozialleistungen bis hin zur steigenden Altersarmut, immer höhere Lebenshaltungskosten (siehe Strom und Miete).

    Lästern hilft nicht. Und Geflüchtete haben auch keine Schuld an Jahrzehnten der Mißwirtschaft.

    Wenn die Landwirte im Nebenerwerb dann teilweise noch für die Agrarindustrie auftreten, wird das Ganze ziemlich gefährlich (wer Maissaatgut für KWS SAAT SE vertickt, fordern auch Verheizen von NawaRos in Biogasanlagen). Ist Rethmann nicht gerade mit seinen Biogasanlagen pleite gegangen, find’sch gut. Zeigt, daß etwas Unrentables gefördert wurde, was nie hätte gefördert werden dürfen … und wer hat’s verbrochen?

    Chris

    3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! (1. Johannes 2,1-6)

      Es ist einfach am Freitag auf die Straße zu gehen und zu den „Alten“ sagen, dass sie die Welt der Jungen zerstören. Ersteinmal haben die Alten Deutschland aus den Trümmern befreit und das Deutschland geschaffen, das den Jungen ermöglicht, nicht nur eine gute Schulbildung, sonder auch Urlaube in fernen Ländern zu ermöglichen.

      Wer für ein besseres Klima demonstriert sollte sich nicht über höher Strompreise auslassen, EE war bis jetzt teurer als Kohlestrom.

      Gerade die Kids sind doch diejenige, die den Schrank voll mit Klamotten haben, die öfters von KiK und Co stammen.

      Die Jugend kann nicht die Alterskasse retten, die steigen nur ein wenn sie zu einem eine Wirtschaftliche Zukunft sehen und in unserer Gesellschaft die Anerkennung finden.

      Wer kämpft glaubwürdig für faire Preise, sagen sie es uns, oder haben sie dies vergessen?
      Sie schreiben doch, dass sich viele keine höhere Lebensmittelpreise leisten können. Dass Lebensmittel deutlich teurer geworden sind, kann ich nicht nachvollziehen.

      7+
    • Bauer Willi sagt

      Moin Christian,
      Es geht nicht darum, der Jugend nicht zuhören zu wollen. Mir geht nur die Radikalität der Forderungen zu weit.
      Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, müssen wir erkennen, dass derzeit keine Partei ein Patentrezept hat, auch nicht die sogenannten Volksparteien, die ja ab heute ja wohl auch eher Geschichte sind. Wir erleben eine unglaubliche Zersplitterung der Parteienlandschaft. Das gab es schon mal. Schau mal in die Geschichtsbücher. Diese Unzufriedenheit allerorten wird hoffentlich nicht dazu führen, dass der Ruf nach einer starken Führung wieder hochkommt. Das macht mir Sorgen. Und wie es um die Meinungsfreiheit bestellt ist, kannst Du morgen (Montag) lesen.

      7+
  4. Bauer Fritz sagt

    Um bei den Argumenten von Hr. Niemann zu bleiben, sollte schon auch angefügt werden dürfen, daß „die Jugend“ nicht automatisch recht hat, weil sie die Jugend ist.
    Gerade die aktuelle Diskussion um (und bislang noch nicht mit) Rezo zeigt das doch sehr deutlich. Als „Influenzer“ (Beeinflußer: braucht das „die Jugend“ um eine Meinung zu haben) schnell mal ein paar coole Sager raushauen, mag ja zeitweise lustig sein. Da sich nun aber renommierte Zeitungen wie die „Zeit“ und „FAZ“ seine Sprüchen auch mal einem „Faktencheck“ unterziehen und auf Inhalt und Wahrheitsgehalt abklopfen kommen doch leider erschütternde Befunde heraus. Sieht man sich dann auch noch in deren Youtubes die Verhaltensweisen derer an die sich als Vorbilder hinstellen, wird es fast schon peinlich, wenn diese „Berufs-Jugendlichen“ fast schon dekadent genau Gegenteil dessen ausleben.

    Man darf ja nun auch gespannt sein, ob er zumindest den Mumm hat die Gesprächsangebote anzunehmen. Mich würde das angenehm überraschen.

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    • Bergbäuerin sagt

      Also, wenn man genau hinsieht, ist die gegenwärtige Jugend extrem gespalten, so gegensätzlich wie eigentlich nie zuvor. Es gibt auf der einen Seite eine Menge (potentielle) Adressaten der Sozialarbeit, junge Leute, die zu nichts so richtig zu motivieren sind, nur mit sich beschäftigt, die nur meckern, dass einem angst und bange wird. Und es gibt auf der anderen Seite die Hochmotivierten, Engagierten,. Verantwortungsbewussten, Leistungsstarken. Letztere Gruppe hat man vor 10 Jahren noch vergebens gesucht. Und auch bei Fridays for future gibt es beide Beispiele. Da gibt es diejenigen, die jetzt eine Ausrede fürs Schuleschwänzen haben. Und es gibt solche, die wirklich bei sich selber anfangen: weder mit dem Flugzeug fliegen noch mit dem Auto fahren, ihre Kleiderkästen bis aufs Minimum leeren, den Rest verschenken; sich vegan ernähren, sich ehrenamtlich engagieren etc.

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    • Bergbäuerin sagt

      Sehr gute Zusammenfassung! Das kommt davon, dass die Sozialisten hier im Westen nach dem Mauerfall nicht verstehen wollten, dass sie eine Rolle hatten in der sozialen Marktwirtschaft, dass es seit dem Krieg nie darum gegangen war, den Kommunismus auch im Westen zu erkämpfen, sondern nur darum, den Kapitalisten die Waage zu halten. Die sind dann in den Nadelstreif geschlüpft und haben sich selbst verraten, und jetzt haben wir das Ergebnis.
      Es stimmt schon, dass viele Bauern aus freien Stücken ökologischer arbeiten würden, wenn sie wirtschaftlich den Freiraum dafür hätten. Es ist aber andererseits so, dass in einer Gesellschaft von 97% Nichtbauern sich Vorstellungen von Ökologie einschleichen, die mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Ich habe als Hobbybäuerin den Freiraum, auch ohne Förderung eine Natur-Mähwiese zu pflegen, anstatt alle paar Jahre umzubrechen, um einige wenige ertragreiche Futtergräser einzusäen. Momentan blühen auf meiner Wiese 25 Kräuter und Blumen und 10 Gräserarten. Im August werden es dann 30 andere Arten sein. Diese höchstmögliche Biodiversität gibt es erst, seit der Mensch Landwirtschaft betreibt, die gab es in der Naturlandschaft nicht. Wenn ich allerdings nicht ständig dahinter bin, Brennesseln und Ampfer zu entfernen, hätte ich irgendwann reine Ampfer- und Brennesselfluren. Diese beiden Arten vergrößern also nicht die Biodiversität meiner so genannten „Naturwiese“, ganz im Gegenteil. Entsprechendes gilt für Fischotter und Wolf. Das einem Städter zu erklären, ist aber unendlich mühsam bis unmöglich.

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    • Bauer Fritz sagt

      Hab übrigens meine „Wette“ mit mir gerade gewonnen. Großmaul Rezo ließt heute verlauten, er will gar nicht, daß man mit ihm redet, sondern über die Themen. Toll ey.

      Früher sagte man dazu „Schwanz eingezogen“, heute heißt das glaub ich „der Typ hat keine fu**ing cojones in der Hose“

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  5. Berthold Lauer sagt

    Wenn man gerade die Welt retten will, kann man seine wertvolle Zeit nicht mit so banalen Dingen vertrödeln. Dabei ist den meisten wohl nicht bewusst, dass die Rettung der Welt im ganz Kleinen anfängt, vor Ort!
    Herr Niemann, ihre Beispiele sollen verdeutlichen, dass schon immer über die Jugend geschimpft wurde. Ja, das ist wohl so. Aber von wem?? Von denen, über die ein paar Jahre oder Jahrzehnte vorher selbst geschimpft wurde! Und so bleibt die Gewissheit, dass auch unsere besorgten Jugendlichen eines Tages über eine kommende Generation schimpfen werden und vielleicht auch von diesen Vorhaltungen gemacht bekommen!

    1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Jugend ist immer ein Abklatsch ihrer Eltern.

      Zufrieden ist man nicht immer, man darf auch nicht zu viel von ihnen verlangen, zb. das Abitur wenn man selbst zwei mal in der Hauptschule nicht versetzt wurde.

      1+
  6. Eckehard Niemann sagt

    „Ich kann heute nicht mitdiskutieren. Ich sitze im Rathaus und habe die Ehre, bei der Wahl mitzuhelfen. Von den jungen Leuten war niemand bereit dazu. Kritik ist einfacher als praktische Demokratie….“
    Lieber Willi, findest Du diese Sprüche im nachhinein nicht selber etwas pathetisch-überheblich-peinlich (kurz gesagt: voll daneben)?
    Komm mal auf den Boden zurück…

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      • Eckehard Niemann sagt

        Beileibe nicht immer – aber immer dann, wenn es Anlässe dafür gibt. Und meistens verbunden mit positiven Alternativen… Vielleicht ja sogar ein anspornendes Beispiel für bestimmte anonyme und perspektivlos-rückwärtsgewandte Meckerer ?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Niemann

      ihre Beiträge sind peinlich, weil sie in vermeintlich päpstlicher Unfehlbarkeit alles kritisieren.

      Setzen sie sich in ihren Garten und lauschen bei einem Glas das Vogelgezwitscher. 🙂

      4+
  7. Eckehard Niemann sagt

    Speziell an die Freunde von Rezo und „Fridays for future“:
    „Thank you so much for all that what you´re doing for our country and for our world – with your youtubes and with your fridays for future“ (John F. Kennedy´s spirit)

    1+
    • Inga sagt

      Kann man da eine Paraĺlele zu der Jugend von 1968 ziehen?

      Wollten die nicht auch gesellschaftliche Ungereimtheiten aufdecken und beseitigen?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Jetzt werden schon die Geister zu Hilfe genommen.
      Ich empfehle ihnen eine Schamanenausbildung.

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    • Paulus sagt

      Hallo Herr Niemann, geht‘s vielleicht auch eine Nummer kleiner?
      Wie wollen sie denn heute noch glaubhaft solche Sprüche a la Kennedy vermitteln, wenn sich eine große Mehrheit der politischen Klasse diametral anders verhält und etwas völlig anderes vorlebt? Ganz vorne dabei sind die Grünen.
      Und ja, Verzeihung – aber wenn sie sich von einer fremdgesteuerten Marionette namens Greta Thunberg, einer Luisa Neubauer oder einem völlig unwichtigen Rezo inspirieren oder gar beeinflussen lassen, fällt es mir schwer sie ernst zu nehmen.

      Was ihren längeren Beitrag weiter unten betrifft, kann ich ihnen aus eigener Erfahrung versichern, dass die Aussagen des DIHK weitgehend zutreffend sind.
      Es gibt tatsächlich eine zunehmende Ausbildungsunfähigkeit sowie eine zunehmende Studierunfähigkeit, zumindest was die technischen Fächer betrifft.
      Genauso wie es einen gewissen sittlichen Verfall gibt, das lässt sich doch nicht leugnen! Selbstverständlich wäre es unfair dies zu verallgemeinern, damit würde man vielen Unrecht tun.
      Das Fatale ist, dass die Betroffenen Jugendlichen im Grunde nichts für ihr Versagen oder Verhalten können, weil sie entweder in der falschen Umgebung mit zweifelhaften Wertvorstellungen aufgewachsen sind oder Opfer einer grandios gescheiterten Bildungspolitik sind.

      Ein gewisser Aristoteles hat es übrigens in der korrekten Übersetzung noch viel drastischer ausgedrückt, ist aber hier nicht zitierfähig.

      2+
  8. Eckehard Niemann sagt

    5000 Jahre Kritik an Jugendlichen – Eine sichere Konstante in Gesellschaft und Arbeitswelt

    Was? 5000 Jahre? Niemand ist 5000 Jahre ähnlicher Ansicht über eine Thematik. Das fragte ich mich, als ich mich in letzter Zeit mit der Geschichte der Berufswahl und den vielseitigen Klagen über den Nachwuchs auseinandergesetzt habe. Dabei bin ich bei der Recherche in einen Zeitraum gekommen, der praktisch die ersten Mangelerscheinungen bei der Jugend auf Tontafeln dokumentierte.
    Die Sammlung der folgenden Zitate weist nach, dass die „Vorgänger“ immer schon die „Nachfolger“ in einer Pauschalität abgewertet haben, wie es auch heute der Fall ist. Und obwohl es keine wissenschaftlichen Nachweise über reduzierte Intelligenz, Kompetenzverluste im Allgemeinen oder moralischen Verfall von Jugendlichen gibt, werden die Stimmen und Klagen über die „Jugendlichen von heute“ immer lauter. So möchte ich gerne ein Zitat hier mal vorweg nehmen, welches einen schönen Gegenpol auf jedes darauf folgende Zitat bildet:
    „Die verschiedenen Altersstufen des Menschen halten einander für verschiedene Rassen: Alte haben gewöhnlich vergessen, daß sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, daß sie alt sind, und Junge begreifen nie, daß sie alt werden können.“ (Kurt Tucholski, Der Mensch, Lerne Lachen ohne zu Weinen, 1931)
    Beginnen wir nun mit den ältesten Klagen über die Jugendlichen. Die Jammerei über die schlechten Jugendlichen lässt sich bis in die Zeit der Sumerer zurück verfolgen. Damals, vor über 5000 Jahren entstanden die ersten Schulen und aus dieser Zeit stammt das erste Zitat…
    • „Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“ (Keller, 1989, ca. 3000 v. Chr., Tontafel der Sumerer).
    • „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe“ (Keilschrifttext, Chaldäa, um 2000 v. Chr.)
    • „Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten“ (Watzlawick, 1992, ca. 1000 v. Chr., Babylonische Tontafel).
    • „Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter steht wider die Mutter, die Schwiegertochter wider die Schwiegermutter“ (Micha 7, Altes Testament um 725 v. Chr.)
    • „Nicht ist der Vater dem Kind, das Kind dem Vater gewogen – Nicht ist der Bruder lieb, wie er doch früher gewesen; bald versagen sie selbst den greisen Eltern die Ehrfurcht“ (Hesoid, vor 700 v. Chr.)
    • „Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer“ (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
    • „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
    • „[…] die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie auf, in Wort und Tat“ (Platon, 427-347 v. Chr.)
    • „Was nun zunächst die jungen Leute angeht, so sind sie heftig in ihrem Begehren und geneigt, das ins Werk zu setzen, wonach ihr Begehren steht. Von den leiblichen Begierden sind es vorzugsweise die des Liebesgenusses, denen sie nachgehen, und in diesem Punkt sind sie alle ohne Selbstbeherrschung. […] zornmütig und leidenschaftlich aufwallend in ihrem Zorne. Auch sind sie nicht imstande, ihren Zorn zu bemeistern, denn aus Ehrgeiz ertragen sie es nicht, sich geringschätzig behandelt zu sehen, sondern sie empören sich, sobald sie sich beleidigt glauben. Auch hoffnungsreich sind sie, denn das Feuer, das dem Zecher der Wein gibt, haben die Jünglinge von der Natur […] sie tun alles eben zu sehr, sie lieben zu sehr und hassen zu sehr, und ebenso in allen anderen Empfindungen. Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
    • „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
    • „[…] bartlosen Jüngling, für Mahnworte harthörig, großspurig im Geldausgeben, hoch hinausstrebend, rasch im Begehren“ (Horaz, um 30 v. Chr.)
    • „[…] auf ihrem Höhepunkt kennt die Jugend nur die Verschwendung, ist leidenschaftlich dem Tanze ergeben und bedarf somit wirklich eines Zügels. Wer nicht dieses Alter nachdrücklich unter seiner Aufsicht hält, gibt unmerklich der Torheit die beste Gelegenheit zu bösen Streichen […] Unmäßigkeit im Essen, sich vergreifen am Geld des Vaters, Würfelspiel, Schmausereien, Saufgelage, Liebeshändel mit jungen Mädchen, Schändung verheirateter Frauen“ Als Gegenmaßnahme wird empfohlen „Hoffnung auf Ehre und Furcht vor Strafe […]. Diejenigen aber, die gegen alle tadelnden Vorstellungen taub sind, muß man durch das Joch der Ehe zu fesseln versuchen“ (Plutarch, ca. 45-125 n.Chr.)
    • „[…] daß man die Flammen der jugendlichen Leidenschaft nur mit Hilfe der klösterlichen Aufsicht und einer strengen Disziplin besiegen könne“ (Gregor von Tours, um 580 n. Chr.)
    • „[…] wenn der Knabe ins Jünglingsalter tritt, so hat er auch dann, weil sich dieses Alter ebenso leicht dem Bösen zuneigt, den Zügel der Zucht nötig“ (Vincent von Beauvais, 1250)
    • „Die Welt macht schlimme Zeiten durch. Die jungen Leute von heute denken an nichts anderes als an sich selbst. Sie haben keine Ehrfurcht vor ihren Eltern oder dem Alter. Sie sind ungeduldig und unbeherrscht. Sie reden so, als wüßten sie alles, und was wir für weise halten, empfinden sie als Torheit. Und was die Mädchen betrifft, sie sind unbescheiden und unweiblich in ihrer Ausdrucksweise, ihrem Benehmen und ihrer Kleidung“ (Mönch Peter, 1274)
    • „Der grenzenlose Mutwille der Jugend ist ein Zeichen, daß der Weltuntergang nah bevorsteht“ (nach Melanchton, um 1530)
    • „Das Sittenverderben unserer heutigen Jugend ist so groß, dass ich es unmöglich länger bei derselben aushalten kann. Ja, oft geschieht es, dass die nicht in Schranken gehaltene oder nicht gebührend ausgetriebene Zuchtlosigkeit eines einzigen Jünglings von ungesunder Triebkraft und verdorbenen Auswüchsen auch die übrigen noch frischen und gesunden Pflanzen ansteckt“ (ein Schulmeister 18. Jh.)
    • „Immer wieder wird die Wirksamkeit der Volksschule bei dem zunehmenden Sittenverfall diskutiert oder die immer lauter werdenden Klagen über die zunehmende Rohheit und Verwilderung unserer Jugend, besonders der erwachsenen Dorfjugend, erörtert“ (Allgemeine Schulzeitung, Darmstadt 1826)
    • „Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß bei der Schuljugend die früher kundgegebene Anständigkeit und das sittliche Benehmen […] mehr und mehr verschwinde“ (Regierungsbericht, 1852)
    • „[…] knapp 50 % aller Lehrlinge zeigen mangelhafte oder stark defizitäre Leistungen in der Mathematik“ (DIHK, 1965)
    • Zusätzlich bemängeln unsere Gesellschaft und die Wirtschaft eine allgemeine Abnahme von Wert- und Moralvorstellungen, sowie fehlende soziale und personale Kompetenzen (vgl. DIHK, 2010)
    • „Fehlende Disziplin, mangelnde Leistungsbereitschaft, geringe Belastbarkeit – die Azubis machen unseren Unternehmen Sorgen“ (DIHK-Chef Hans Heinrich Driftmann 2011)
    • „Auszubildende – faul, ohne Disziplin, kein Interesse. Jedes zweite Unternehmen klagt über mangelnde Disziplin und Belastbarkeit sowie fehlende Leistungsbereitschaft und Motivation. Jedes dritte bemängelt die Umgangsformen der Bewerber.“ (Die Welt, 21.8.2014 Zitat zur neuen DIHK Umfrage „Ausbildungsfähigkeit“)
    … und so weiter und so fort. Der Unterschied zu früher ist heute jedoch, dass die Möglichkeiten der schnellen und unbegrenzten Verbreitung von Aussagen über Jugendliche, diese unmittelbar erreichen. Somit kann sich „der Jugendliche“ dann direkt angesprochen und abgewertet fühlen. Es wird für ihn nicht verständlich sein, dass die Klagen globale Aussagen sind und über den Kamm geschert pauschalieren. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Beitrag ironischerweise gleichermaßen einer Pauschalierung unterliegt. Möglicherweise ist genau dies der Grund für die immer gleiche Klage bestimmter Gruppen.

    4+
    • Inga sagt

      Ja, das stimmt, über dieses Thema habe ich auch schon vor Jahren im Radio einen Beitrag gehört.

      Jetzt überlege ich, ob die Jugend in Krisenzeite, wie z.B. nach dem Krieg dann gewissenhafter war als die heutzutage?

      0
  9. Altbauer Jochen sagt

    Ich bin lange ehrenamtlich tätig gewesen und noch
    immer bei einigem dabei.
    Zu den jungen Leuten muss ich sagen, ich bin
    total begeistert von unserer Landjugendgruppe
    (nicht nur weil mein Enkel dabei ist)
    Hier wird Zusammenhalt gelebt und mit freiwilligen
    Aktionen in den Dörfern sinnhaftes geschaffen.
    Buswartehäuschen, Kinderspielplatz und anders
    „ehrenamtlich“ errichtet.
    -Neben der Zugehörigkeit zu Frw. Feuerwehr und
    anderem Engagement.
    Da wird am Samstag für die Allgemeinheit
    gearbeitet, statt am Freitag zu demonstrieren.

    4+
    • Ähnlich wie bei uns, meine Töchter sind nicht bei der Landjugend aktiv aber da hat sich eine tolle Truppe gebildet die immer und überall präsent sind und immer und überall wo’s brennt einspringen…..
      Meine Töchter haben beide den Trainerschein in ihrem Sport gemacht und sind seit Jahren zwei Mal die Woche aktiv dabei, welches für beide als Ventil zur Ausbildung/Studium und heute zum Berugsleben für einen gewissen Ausgleich brachte und immer noch bringt…..
      Ich glaube das vielen Menschen und nicht nur jungen solch eine Gemeinnützige Tätigkeit gut stehen würde, denn so etwas erdet einen und lässt jemanden in die Realität blicken…..
      Wahlhelfer ist ein kleines Stück Ehrenamt…..

      1+
    • Eckehard Niemann sagt

      Ruft der anonyme „Altbauer Jochen “ zum Subbotnik auf?
      Wikipedia: „Der Subbotnik (von russisch суббота subbota, deutsch ‚Sonnabend/Samstag‘) ist eine in Sowjetrussland entstandene Bezeichnung für einen unbezahlten Arbeitseinsatz am Sonnabend, der in den Sprachgebrauch in der DDR übernommen wurde.“

      2+
      • Obstbäuerin sagt

        Hallo Herr Niemann, ich habe bei vielen Subbotniks mitgemacht und manchmal kamen sie ungelegen aber Spaß hatten wir immer. Da wurden Spielplätze gesäubert oder Grünanlagen gepflegt oder einfach nur Frühjahrsputz gemacht. Es gab immer welche, die nie mitgemacht haben und selbst denen ist nichts passiert in der DDR.

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  10. Bauer Hubert sagt

    Heute geht die Aktion 72 Stunden zu Ende bei der Jugendliche inerhalb dre Tagen soziale Projekte umgesetzt haben.
    Die hatten am Freitag also keine zeit zum Demonstrieren, haben aber im kleinen großes erreicht.
    Rezo und Konsorten leben davon einen alles anderen als nachhaltigen Lebensstiel zu proklamieren, aber dann forden die ANDEREN sollen was tun.

    2+
  11. bauerhans sagt

    hier gibts nie probleme,wahlhelfer zu finden,die aufwandsentschädigung ist wohl für einen sonntag ganz attraktiv,wurde mir so gesagt.

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Am Sonntag im Rathaus zu hocken und abends die Stimmen auszählen, bei der Aufwandsentschädigung gibt es was schöneres zu tun.
      Tränen in den Augen hatte ich nicht, als ich nicht mehr als Wahlhelfer gebraucht wurde.

      1+
      • Inga sagt

        Zu meiner Zeit in den 90igern wurde man bei uns noch verpflichtet, war Ehrensache, natürlich gab es da auch so etwas wie eine Aufwandsentschädigung.

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    • Andi sagt

      Also bei uns gibt es auch nie Probleme genügend Helfer zu finden. Aber bestimmt nicht, weil es so üppig entlohnt wird. Ist halt ein Ehrenamt, dass man ohne triftigen Grund nicht einfach ablehnen kann.
      Praktischer Tipp an Bauerhans: Einfach mal selber bei der Kommune melden und mitmachen, wenn es so attraktiv ist.

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  12. Sabine, die schaffiebrige sagt

    Willi, die Einsicht, dass ohne Ehrenamt vieles nicht läuft, kommt meist später im Leben. Ich bin heute Nachmittag auch dabei, mein Debüt als Wahlhelfer.

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