Alle Artikel in: Bauer Willi

Insekten, Bauern und Berlin

In der nächsten Woche wird das Praktikernetzwerk im BMEL  in  Berlin unter anderem auch über das Thema Insektenschutzprogramm reden. Ich kann nicht dabei sein, deshalb auf diesem Weg ein paar Hinweise und hoffentlich wertvolle Links. Wer weitere Infos hat, schreibe die doch bitte in die Kommentare. Wer wissen will, wie man viele unterschiedliche Insektenarten in die Natur zurückbekommt und warum das weniger mit Naturschutz sondern viel mehr mit der Arbeit der Landwirte geht, muss diesen Vortrag unbedingt durchschauen. Dort ist viel Erhellendes zu finden und so mancher Naturschützer wird sich wundern. Für die Diskussion, was die Landwirte tun können, sehr wertvoll. (Der Download kann etwas dauern) http://www.kunz.hhu.de/fileadmin/redaktion/Fakultaeten/Mathematisch-Naturwissenschaftliche_Fakultaet/Biologie/Institute/weitere_und_ehemalige_Dozenten/Prof._Dr._Kunz/Vortraege/Imker_2019_Vortrag.ppt Wer das Krefelder Naturschutzgebiet schon lange kennt, weil er dort wohnt, ist Herwig Scholz. Für diesen Artikel hat er viel Kritik bekommen. Logisch, denn nicht jeder verträgt die klaren Worte. https://www.bauerwilli.com/weniger-insektenmasse-aber-mehr-vielfalt-gut-so/ Ich war mit Ralf Paulsen im Orbroicher Bruch. Dort, wo die Krefelder Entomologen ihre Fallen aufgestellt haben. Hier berichte ich, was wir dort vorgefunden haben. Passt gut zum Text von Herwig Scholz. Warum weniger Insekten in Orbroich? Hier …

Kompost ist gut? Aber nicht immer…

Ein Bericht des WDR über Kompost für den Garten. Die ersten Minuten sind was für Hobbygärtner. Spannend wird es ab der 4. Minute, wo die Herstellung im Kompostwerk gezeigt wird. Es ist haarsträubend, was alles in der Tonne für organischen Abfall landet. Das kommt mir nicht auf den Acker, der ist ja keine Mülldeponie! https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/markt/video-gartenkompost-im-check-100.html

Bauernprotest – von außen betrachtet

Das schreibt der Tagesspiegel über die Bauerndemos: https://www.tagesspiegel.de/politik/proteste-gegen-landwirtschaftspolitik-sind-die-bauern-die-neuen-gelbwesten/25234536.html Und so stuft ein Protest-Forscher den Erfolg der Demos ein: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/proteste-der-deutschen-landwirte-buergern-ist-das-klima-wichtiger-als-die-probleme-der-bauern/25248244.html?fbclid=IwAR3TxyUSyGQldmKM13YaDQEe0fXzvILCzpkpi9zG5ThYSe5B-QEueYCyNnI Man darf gespannt sein…    

Gabi und Greenpeace – so geht Dialog (Video)

Gabi Mörixmann ist auch eine Graswurzlerin. Gerne hat sie sich dem Dialog mit Greenpeace gestellt, denn wenn man aufeinander zugeht, ist der Weg nur noch halb so weit. Nur wenn man gemeinsam Verantwortung übernimmt, kann man was erreichen und Vertrauen aufbauen. Gabi hat ihren Aktivstall für Schweine und die Schwierigkeiten in der Vermarktung super erklärt. Schaut selbst. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Der längste…Regenwurm (Video)

Heute mal nichts Politisches sondern ein Video vom Acker, dass ich am 8. November aufgenommen habe. Und bevor das Schimmel ansetzt, wollte ich das noch schnell bringen. Wir haben erstmals seit Jahren wieder diese Parzelle gepflügt. Vorher stand dort Petersilie, die vier Mal geschnitten wurde. Wir haben mit Bodenverdichtungen gerechnet, zumal im Sommer auch beregnet wurde. Wir haben uns nicht getraut, so wie sonst üblich, nur zu grubbern. Schaut euch mal an, wie der Boden krümelt. Und wie viele Regenwürmer zu finden sind. Ich bin überrascht und stelle fest, dass man auch im hohen Alter noch neue Erfahrungen machen kann. (Das mit dem hohen Alter war jetzt Ironie) Am nächsten Tag haben wir dort Winterweizen gesät. Vorne am Trecker Kurzgrubber mit Prismenwalze, hinten Kreiselegge/Drillkombination. Es ist ein wunderbares Saatbeet geworden. Und ja, ich weiß, die Furche ist etwas krumm geworden. Aber am Ende hat es wieder gepasst, ehrlich. Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten …

Ausschnitt einer Rede

Am Wochenende war der Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen. Mehr durch Zufall habe ich Teile der Rede von Robert Habeck gehört und die Sätze, die mir besonders ins Ohr gegangen sind, auf eine gelbe Karte geschrieben. Seitdem denke ich da dauernd drüber nach, was er damit sagen will…Was hört ihr da heraus? Hier die ganze Rede. Der Ausschnitt, der oben im Text steht, kommt etwa ab der 12. Minute. Ja, das Video funktioniert. Einfach auf das weiße Dreieck klicken. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Was ich der CDU schon immer mal sagen wollte…(Video)

Am 13.11. war ich von der CDU/CSU-Fraktion eingeladen, im Reichstag ein Impulsreferat zu halten.  (ab ca. min 4:00) Neben meiner persönlichen Meinung zur  derzeitigen Agrarpolitik und zur aktuellen Situation in der Landwirtschaft habe ich mir auch Gedanken zu unserer Interessensvertretung gemacht. Doch damit nicht genug: ich habe auch zahlreiche Lösungen vorgeschlagen. Protest alleine reicht nicht. Wer Dialog fordert, muss ins Gespräch kommen und – wenn er als Gesprächspartner ernstgenommen werden will – auch Vorschläge machen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Wer sich für die weiteren Beiträge der Podiumsteilnehmer und die Diskussion interessiert, muss zweieinhalb Stunden Zeit mitbringen. Aus meiner Sicht sehr empfehlenswert der Beitrag von Dr. Mechthild Frentrup ab Minute 30. Den vollen Wortlaut zum Nachlesen findet ihr hier: Impulsreferat im Reichstag 11_2019 Weitere Details zur Veranstaltung findet ihr hier: https://www.cducsu.de/veranstaltungen/eigentum-schuetzen-rechtssicherheit-schaffen-landwirtschaft-ist-Mittelstand    

Züchtung in Zeiten des Klimawandels (Video)

So versteht es hoffentlich jeder. Und wir können darüber diskutieren…   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren  

Agrarpaket – ein Moratorium

Selten hat ein politischer Vorschlag die Bauern so aufgebracht wie das Agrarpaket. Aber auch innerhalb der politischen Parteien herrscht Uneinigkeit. Manch ein Fraktionsmitglied hadert mit der Ministerin, die ja seiner Partei angehört. Irgendwie ist die Situation verfahren, keiner ist zufrieden, jeder erwartet vom Anderen mehr Verständnis. Wer kennt diese Situation nicht aus seinem privaten Umfeld?! Was dann hilft ist der gute Rat, doch „noch einmal eine Nacht drüber zu schlafen“. Nein, das ist keine Aufschieberitis, sondern mit einem solchen Moratorium besteht die Möglichkeit, eine Lösung zu finden, die für alle Seiten tragbar ist. Was bedeutet das für das Agrarpaket? Die Umschichtung von 1,5% von der ersten in die zweite Säule sollte in der vergangenen Woche schon beschlossen werden. Weil aber spät in der Nacht der Bundestag aus Mangel an Abgeordneten nicht mehr beschlussfähig war, konnte darüber nicht abgestimmt werden. Es wird wohl in Kürze wieder auf die Tagesordnung kommen. Ausgang ungewiss. Die Einschränkungen der Anwendung von Glyphosat stehen ebenfalls zur Entscheidung an. Aus Sicht der Landwirtschaft muss die Anwendung vor der Saat und die Stoppelbehandlung …

Der Name der Krise…

Ein Gastartikel von Reinhard Jung, geschrieben im Jahr 2001, nach der BSE-Krise. Warum ich den Text – nach fast 20 Jahren – jetzt hier bringe? Weil sich der Name der Krise geändert hat, aber sonst (fast) alles geblieben ist. Wer Bauer bleiben will, muß Idealist sein Ich habe Brötchen geholt beim Bäcker um die Ecke am Morgen des 24. November 2000, und weil ich warten mußte, wanderte mein Blick einmal quer über die Titel­seiten der Zeitungen. Bei „BSE-Verdacht in Schleswig-Holstein“ blieb er stehen, zu Hause schaltete ich das Radio ein. Ich weiß nicht, wie die meisten Landwirte die Massenhysterie vor einem Jahr erlebt, die öffentliche De­mü­tigung und existen­zielle Bedrohung empfunden haben, welche sie ausgelöst hat und deren Folgen bis heute nachwirken. Ich weiß nur, daß ich sehr erkältet war und bis Weih­nach­ten jedes Wo­chenende ins Büro mußte, um den Internet-Auftritt meines Arbeitge­bers fertigzustellen. So erinne­re ich mich, wenn ich an diese Zeit zurückdenke, vor allem an das Gefühl der totalen Ohnmacht und tiefen Verzweiflung darüber, nichts tun zu können. Sobald es wieder möglich war, habe …