Bauer Willi
Kommentare 176

Was ich der CDU schon immer mal sagen wollte…(Video)

Am 13.11. war ich von der CDU/CSU-Fraktion eingeladen, im Reichstag ein Impulsreferat zu halten.  (ab ca. min 4:00) Neben meiner persönlichen Meinung zur  derzeitigen Agrarpolitik und zur aktuellen Situation in der Landwirtschaft habe ich mir auch Gedanken zu unserer Interessensvertretung gemacht.

Doch damit nicht genug: ich habe auch zahlreiche Lösungen vorgeschlagen. Protest alleine reicht nicht. Wer Dialog fordert, muss ins Gespräch kommen und – wenn er als Gesprächspartner ernstgenommen werden will – auch Vorschläge machen.

Wer sich für die weiteren Beiträge der Podiumsteilnehmer und die Diskussion interessiert, muss zweieinhalb Stunden Zeit mitbringen. Aus meiner Sicht sehr empfehlenswert der Beitrag von Dr. Mechthild Frentrup ab Minute 30.

Den vollen Wortlaut zum Nachlesen findet ihr hier: Impulsreferat im Reichstag 11_2019

Weitere Details zur Veranstaltung findet ihr hier:

https://www.cducsu.de/veranstaltungen/eigentum-schuetzen-rechtssicherheit-schaffen-landwirtschaft-ist-Mittelstand

 

 

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176 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Und wenn es so weitergeht, und wenn es schließlich dazu kommt, dass Konzerne das Agrarland an sich reißen, wer wird dann deren politischer Ansprechpartner sein, wenn nicht wieder die CDU? Ich fürchte, da kämpft man auf verlorenem Posten.

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  2. Ferkelhebamme sagt

    Lt. unserer Lokalzeitung setzt sich die ostwestfälische CDU in Leipzig offensiv für die Landwirtschaft ein. Letztes Jahr hatten wir vom Unternehmerkreis Sauenhaltung mit Bianca Winkelmann und Henning Rehbaum eine Gesprächsrunde. Dialog ist langwierig, aber fruchtbar! Ein empfindliches, zartes Pflänzchen, das gepflegt werden muss. Diese Politiker brauchen Rückenwind von uns, und nicht Gegenwind durch Wutwählen extremistischer Parteien.

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  3. Andreas sagt

    Jahrzehnte lang wurde uns doch gepredigt: Je mehr Bauern aufhören, um so besser geht es dem Rest.
    Warum soll das nun nicht mehr gelten ?
    Warum gibt es auf einmal diesen Aufstand gegen den Grundsatz „Wachsen und Weichen“ ?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Man sollte schon differenzieren können. Es gibt keinen öffentlichen Aufruf zum „Wachsen oder Weichen“, es gab und gibt nur die ökonomische Herangehensweise an betriebliche Entwicklungen im Rahmen ökonomischer Zwänge, wie z.B. die Marktwirtschaft im globalen Kontext. Die Ökonomie hat sich immer am Einzelbetrieb orientiert ohne den ökonomischen Gesamtkontext zu betrachten, er war und ist als gegeben hingenommen. Kann doch jeder Betrieb für sich entscheiden, welchen Weg er gehen möchte und kann. Ob er seine Produkte hier oder da platzieren und vermarkten kann hängt von seinen Marktpartnern ab. Wenn nun diese Marktpartner monopolistisch aufgestellt sind, dann muss man sich unterordnen oder ein Oligopol organisieren.

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  4. sabsam sagt

    Habe mal eine Frage zur Dünge-Vo in die Runde; vorab; bin kein Landwirt, stehe aber der neuen Regelung auch skeptisch gegenüber und die Landwirte sind nicht die alleinigen Verursacher höherer Nitratkonzentrationen und Dünger ist wichtig, aber, und jetzt meine Frage: Ist es wirklich nötig, Gülletourismus zu betreiben? Wir bekommen in Ostfriesland die Gülle aus dem Vechteraner Raum ( Schweinehochburg) und aus den Niederlande. Ich kenne Landwirte, die Ostfriesland als Kloschüssel des Emsland bezeichnen. Wäre es nicht sinniger, jeder Betrieb kann nur der seiner Fläche entsprechenden Grossvieheinheit auch nur die Anzahl Tiere halten? Der lange Gülletransport, auch zu Biogasanlagen, kann doch auch ökologisch nicht sinnvoll sein.
    Diese Fragen sind nicht polemisch gemeint sondern zeugen von Interesse. Bitte also auch entsprechend antworten. Danke.

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    • Brötchen sagt

      Sabsam ich bin nicht der Ackerbauspezialist, aber ich versuche mal eine Antwort zu geben.
      In der Regel ist das so, das nur so viele Tiere gehalten werden, wie es auch „Düngefläche“ gibt. Das muss bei Antragstellung (Vor Bau, Genehmigung der Haltung) sichergestellt sein.

      Es ist schon nicht sehr effektiv Gülle über weite Strecken zu transportieren, zumal Gülle nur eine geringe Trockensubstanz hat (Schweinegülle ca. 6 – 8 %), Rindergülle liegt höher.

      Es gib auch Verfahren der Feststoffgewinnung bzw. des Wasserentzugs, braucht aber auch Energie und das Wasser muss auch „weg“.
      Anderseits ist es so, das der Unterschied nicht so groß sein wird, ob Du 10 km oder 60 km fährst. In die heutigen Fahrzeuge geht eine Menge rein. Am teuersten ist die Arbeitskraft.
      Wenn alles mit rechten Dingen zu geht, ist dagegen nichts zu sagen, weil sich die günstigsten und effektivsten Prozesse von allein einstellen und die Vorschriften eingehalten werden.
      Die Betriebe müssen ja jetzt sogenannte Stoffstrombilanzen anfertigen, wo alles eingeht, was in den Betrieb geht und was rausgeht. Dazu gibt es Aufzeichnungen über die gehaltenen Tiere, Lagerkapazität, Gülleproben, Bodenproben, Futterproben usw. und das muss grob passen. Also kann man da eigentlich nicht schummeln.
      Zusätzlich gibt es erhebliche Einschränkungen org. Dünger auszubringen, wenn der nicht von den Pflanzen verwertet werden kann und die Gefahr besteht, der geht ins Grundwasser.
      Massnahmen um das zu Verhindern sind:
      – Begrünung um Auswaschung zu Verhindern (Herbst, Winter)
      – Düngergaben immer in enger Beziehung zum erwarteten Entzug
      – Mengenbeschränkung

      organ. Dünger ist sehr wertvoll Kalium, Phosphor und Stickstoff. Bei uns wo es wenig Tiere gibt, sieht man sofort wo organisch gedüngt wurde. Aufgrund der verschärften Vorschriften nehmen bei uns Betriebe zusätzliche Gülle nicht gern auf, obwohl es Sinn machen würde. Aufgrund des Aufwandes wegen der Vorschriften.

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      • Brötchen sagt

        Achso, wenn es noch weiterführende konkrete Fragen gibt, gerne! Ich bemühe mich eine Antwort zu geben.

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    • bauerhans sagt

      pro std. kostet der lkw um 70€ + steuer,da ist der transport von 30m3 z.b. aus vechta 80km zu mir sehr günstig.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Bindung von Tierzahl und Fläche ist eine Forderung, die so weder sinnvoll, noch umsetzbar ist. Die Spezialisierung von Ackerbau und Viehhaltung hat dazu geführt, dass ganze Regionen Viehlos sind und das seit Jahrzehnten. Dort wird man aus Akzeptanzgründen nie wieder Vieh halten. Und die Landwirte müssten auch erst wieder Tierhaltung erlernen. Das fällt also aus. Wenn es in einer Region zu viel Vieh im Verhältnis zur Fläche gibt, dann ist doch der Ausgleich durch Verteilung legitim. Die Separierung von Fest- und Flüssigbestandteilen gewährleisten dann die Versorgung mit organischem Dünger und die Düngung mit mineralischem Dünger kann reduziert werden. Die Frage nach der ökologischen Sinnhaftigkeit stellt sich in anderen Bereichen des bundesdeutschen Lebens ebenfalls und steht komischerweise nicht zur Disposition (Reisen, Paketdienste, Sonntagsausflug zum Hofcafe, Autorennen, ….)
      Gegenfrage: Warum ziehen die Menschen anstatt nach Berlin nicht nach Chemnitz, dort gibt es genügend Wohnraum und man bräuchte weniger Neubauten und hätte weniger Ärger mit Mietwucher? Geht nicht? Achwas…..

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      • Sabsam sagt

        Moin Herr Seevers,
        vielen Dank für Ihre Erklärung, die einleuchtend ist und die mir bei Diskussionen mit ideologisch Verbohrten dann gut weiterhelfen kann…. und mit dem 2. Teil Ihrer Ausführungen bin ich ganz bei Ihnen…. ich „mag“ auch die Menschen, die stolz ihr Gemüse in mitgebrachte Beutel packen und dann in ihre Ferienwohnungen auf Malle fliegen und/oder Kreuzfahrten buchen… und eben für diese Mitmenschen braucht man schlagfertige Argumente.
        Und wie gesagt, ich bin kein Landwirt, lebe aber auf dem Land und ich lebe unter anderem auch von der Landwirtschaft und hoffe, dass uns unsere Familienbetriebe erhalten bleiben.

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      • Ostbauer sagt

        Die Bindung der Tierzahl an die Fläche wäre schon sinnvoll(Kreislaufwirtschaft).Bei der Umsetzbarkeit wird es hapern.Wer sich als Landwirt immer nach den gültigen Gesetzen gerichtet hat,dem muss man auch eine akzeptable und begleitete Übergangszeit einräumen. Und darann wird es scheitern,weil damit enorme Investitionen verbunden sind. Und die Sache mit der ökologischen Sinnhaftigkeit in anderen Bereichen: Erkennen ,Staunen,Wundern;Abhaken .Das ist Wählerpotential!!

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    • Ferkelhebamme sagt

      Hallo sabsam, keine Angst, außer ein paar zahnlosen Altbauern beißt hier niemand 😉. Dieses Thema geht ins sehr komplexe Baurecht, ich versuche es einmal: es gibt zwei Möglichkeiten Ställe zu bauen: landwirtschaftlich oder gewerblich. Landwirtschaftl. ist es schon so, dass entsprechend Fläche hinterlegt sein muss. Das Berechnen der benötigten Vieheinheiten ist eine Wissenschaft für sich. Nun ist es in der Realität aber so, dass die Höfe nicht schön gleichmäßig über D verteilt sind. Im Westen ist die Viehdichte beispielsweise viel höher, als im Osten. In diesen Bundesländern ist Ackerland sehr knapp und teuer, in anderen sind riesige Flächen vorhanden. Die liegt an der Infrastruktur, Schlachter und Weiterverarbeiter sind im Westen, im Osten hat gerade ein großer Schlachter dicht gemacht, die Schweinebauern dort stehen jetzt vor einem großen Problem. Die Tiere wollen wir ja auch nicht quer durchs Land kutschieren. Hat ein Bauer zu wenig Fläche, kann er eine Kooperation mit einem Ackerbauern eingehen: für Vieheinheiten bekommt der dann Geld und Gülle. Jede Abgabe und Aufnahme muss gemeldet werden, es gibt Richtsätze, wieviel Gülle pro Tier anfällt, und wehe, beim Verbleib passt was nicht.
      Durch die Verschärfung der DüngeVO ist die Aufnahme von Gülle zu einem lukrativen Geschäft geworden und wird wie jede andere Ware über die Straßen gefahren. (die Holländer zahlen richtig viel und da die Datenbanken in unserem Digitalen Zeitalter natürlich nicht vernetzt waren, ist da wohl auch so mancher Lieferschein unter den Tisch gefallen) Diese Strukturen sind so gegeben und wollten Sie das ändern, müssten Sie die Konzentration auf der roten Seite rückgängig machen, und das ist utopisch. Oder durch noch mehr Auflagen die Tierhaltung ins Ausland drängen. Unser Betrieb macht noch beides, Ackerbau und Viehzucht, regional und somit ökologisch am sinnvollsten. Den Markt interessiert das aber nicht.

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    • Peter-Wilhelm Timme sagt

      Peter Landwirt

      Wer wissen will wie rote Gebiete entstehen muss über Google / Niedersächsische Umweltkarten /Dargestellte Karten / nach weiteren Karten suchen / gehen und dann Grundwasser – Trends Nitrat eingeben. Da findet man die offiziellen Grundwassermesstellen für Niedersachsen. Jetzt noch irgendeinen Punkt anklicken, und es erscheint ein Kästchen mit einer Adresse. Dann die Adresse anklicken und man bekommt die genauen Nitratwerte der letzten 10 Jahre. Einige rote Punkte liegen tatsächlich über 50 mg. Die Meisten aber weit darunter, sind aber trotzdem rot und aus roten Punkten werden rote Gebiete und dann eine neue Düngeverordnung.

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  5. Bauer Willi – einfach genial! Ein Vortrag, der absolut hörenswert ist, habe ihn gleich weitergeleitet. Tatsachen und Lösungen, beides in wunderbarem Einklang!

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    • Bauer Willi sagt

      Ja, das mit den Lösungen war mich wichtig. Damit nicht unterstellt wird, wir würden nur jammern. Können wir auch gut, aber reicht nicht. Nur Demo ist auch zu wenig…
      Wir wollen ja ernstgenommen werden.

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  6. Phillip Brändle sagt

    Ich hoffe Herr Krämer-Schillings hat auch gut zugehört nachdem er alle seine Punkte losgeworden ist. Vorallem als Herr Saatssertekär Aikens erläutert hat (min. 1.50) wie die Geschichte zur Düneverordnung seit 1991 gelaufen ist. Vielleicht hilft es ihm wenn er die ständigen Veränderungen der Verordnung wieder den NGOs zuschreibt. Viel Hoffnung habe ich nach den Erfahrungen der letzten Montae nicht.

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    • Obstbäuerin sagt

      Diese Geschichte, Herr Brändle, ist wohl allen bis zum Erbrechen bekannt und ändert an den vorgebrachten Tatsachen nichts. Wenn Sie auch den Bauern, die zu Wort gekommen sind, Ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt haben, müßte Ihnen doch auch das eine oder andere Licht aufgegangen sein. Viel Hoffnung habe ich nach den Erfahrungen der letzten Montae nicht.

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    • Thomas Apfel sagt

      Ich weiß gar nicht was Sie damit sagen wollen, Herr Brändle. Sie müssen schon aufpassen wohin Sie beißen. Es sind nämlich vorrangig Bäuerliche Betriebe, denen die Nitratüberschüsse angelastet werden. Die übergroße Menge der Mastbetriebe sind klein bis mittelständisch in der Hand Bäuerlicher Familienbetriebe. Die haben schon auf Grund der Flächenausstattung kaum eine andere Möglichkeit als mit Tierhaltung die Wertschöpfung auf einem Level zu halten, welches ein Überleben des Betriebes ermöglicht. Und wenn Sie Herrn Aikens bis zum Schluß zugehört haben sollten, hätten Sie festgestellt, das das LW Ministerium das durchaus auf dem Schirm hat und technische Lösungen mit 3-stelligen Millionenbeträgen unterstützen will. Anders kann das Problem auch nicht sinnvoll gelöst werden. Die Notwendigkeit der Flächenbindung bei der Tierhaltung ist ein Fake, der von der ABL und den extensiven Weidetierhaltern vorgeschoben wird. Der Osten ist im Umfeld der Wende nicht nur deindustrialisiert, sondern auch der Viehbestände „beraubt“ worden. Das was im Osten weggebrochen ist, ist im Westen dazu gekommen. Das ist nicht optimal gelaufen, ist jetzt aber so! Der Osten mit durchschnittlich 0,5 GVE/ha kann entsprechend gut verarbeiteten organischen Dünger für die Bodenfruchtbarkeit gut gebrauchen. Das kann man doch organisieren. Dass da in der Vergangenheit viel schiefgelaufen ist (insbesondere im Zuge des BioGas Hypes) ist hier schon oft diskutiert worden. Warum Sie Ihren Bäuerlichen Kollegen in den Roten Gebieten in den Rücken fallen sollten Sie bei Gelegenheit mal erklären.

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Thomas, “ das das Aeikens mit dem Ministerium auf dem Schirm hat und
        technische Lösungen mit 3-stelligen Millionenbeiträgen unterstützen will“ ist die Aussage jetzt.
        Aeikens scheidet aus ,auch Stübgen, die neuen Staatssekretäre sehen das eventuell ganz anders. Also Vorsicht ist bei einer solchen Aussage geboten.

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        • Thomas Apfel sagt

          Moin, Brandenburgbauer,
          Ich hoffe, dass solche Aussagen „Wir stellen für Gülle- und Gärrestaufarbeitung und Verwertung für die nächsten Jahre einen dreistelligen Millionenbetrag zur Verfügung“ eine längere Halbwertzeit haben als die Amtszeiten von Staatssekretären.
          Allerdings muss ich Dir in Bezug auf Brandenburg rechtgeben. Derzeit ist das ganze MLU in Schockstarre. Dinge, die schon klar besprochen waren, werden nicht abgearbeitet und liegen auf Eis. Da hat Jeder Angst eine falsche Bewegung zu machen und sein Plätzchen zu gefährden. Wir versuchen unser Anliegen momentan direkt über den Landtag voranzubringen.
          Bei dem jetzigen Ministeriumsduo Vogel und Bender muss man wahrscheinlich wieder bei Null anfangen und landwirtschaftliche Grundzusammenhänge erklären bevor Sacharbeit möglich wird. Ich stelle mich auf mindestens 12 Monate Stillstand wegen Selbstfindung von Verwaltung und Politik ein.

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          • Ostbauer sagt

            Da bist Du aber optimistisch,ich denke länger.Versuch mal von einer untergeordneten Behörde heute eine verbindliche Erklärung zu bekommen. Null!

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      • Stadtmensch sagt

        „Der Osten mit durchschnittlich 0,5 GVE/ha kann entsprechend gut verarbeiteten organischen Dünger für die Bodenfruchtbarkeit gut gebrauchen.“

        Ha! Der Morgenthau Plan ist Kinderkram im Vergleich zu dem, was die Treuhand mit dem Osten veranstaltet hat 😉
        Sogar den ruralen Bereich haben sie deaktiviert. Naja, hinterher ist man immer schlauer.
        „Ist der Kapitalismus zu stark, bist du zu schwach“ 🙂
        Geklaut von „Die Anstalt“.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, etwas zweideutig dieser Beitrag. Wie ich Willi kenne hat er sehr gut zu gehört.
      “ Vielleicht hilft es ihm ( wer ist damit gemeint, Aeikens oder Willi) wenn er die ständigen Veränderungen der Verordnung wieder den NOGs zuschreibt“

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    • Bauer Willi sagt

      Ziemlich billig, der Kommentar, oder? Einfach mal was unterstellen und schauen, ob es einer merkt.

      Was ist ein „Saatssertekär“.

      Ok, das war jetzt auch billig, aber ich konnte es mir nicht verkneifen. Sorry.

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  7. Ich habe mir jetzt das ganze Video gegönnt. Und ich muss klar sagen, nach dem Impulsreferat von Willi hätte ich eigentlich abschalten können. Dabei hat die Politik weit weniger enttäuscht als die Bauernvertreter. Holzenkamp, aber vorallem Krüsken waren erschreckend schwach. Denen kam die weit verbreitete Unsitte bei solchen Veranstaltungen zu Gute, in der Diskussion Fragen zu sammeln und en bloc zu beantworten. Damit kann man die unliebsamen, aber meist die wichtigsten Fragen, welche hier durchaus auch gestellt wurden, unter den Tisch fallen lassen. Seit Jahren fordere ich für solche Veranstaltungen, eine konkrete Frage an eine konkrete Person mit einer unverzüglichen, konkreten Anwort und dann nächste Frage!! Keine Co-Referate und keine Fragensammlungen, denn damit senke ich nur das Niveau der Veranstaltung! Einmal etablierte Unsitten aus der Welt zu schaffen ist allerdings verdammt schwer.

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  8. Astorianer sagt

    Die von der CDU angeführte Groko hat sich bei jedem Gesetzesbeschluss über den Tisch ziehen lassen. Zu Beginn hat die CDU der SPD einen Ministerposten mehr zugestanden nur damit sie sich an der Groko beteiligen. Die SPD ist ja Hauptsächlich ihrer Wählerschicht von Arbeiter und Angestellten verpflichtet. Die CDU vor allem den Selbständigen, Unternehmern und Bauern. Seit die Groko regiert hat die SPD für ihre Wähler bedeutent mehr erreicht als die CDU. Der Mindestlohn ist ja für die deutschen Arbeitnehmer eine gute Sache, aber für die Bauern, die in der Hauptsache Erntehelfer aus Osteuropa beschäftigen eine Katastrophe, denn bei denen liegt der Reallohn weit darunder. Es geht einfach nicht den steigenden Mindestlohn mit seinen erzeugten Nahrungsmittel wie Obst, Gemüße, Fleisch usw. noch Gewinne zu erzielen, wenn die Erzeugerpreise vom LEH bestimmt werden. In den letzten 60 Jahren hat sich der Reallohn um über Tausend Prozend erhöht und selbst der Mindestlohn ist um über 500 Prozent höher. Die Erzeugerpreise hingegen, der Bauern stagnieren seit vielen Jahren. Deshalb ist es kein Wunder, wenn immer mehr Familienbtriebe aufgeben müssen. Ich denke dass es heute viele Selbständige und Bauern gibt, die froh wären sie würden den gesetzlichen Mindestlohn pro Stunde erzielen.

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    • Einfacher Bürger sagt

      Unser Willi verdient zuerst mal einen Orden für diesen Vortrag. Er hat es mal wieder geschafft an der richtigen Stelle den Mund aufzumachen. Es ist schon eine hervorragende Leistung ohne Protzkarre entsprechend wahrgenommen zu werden. Dennoch lieber Willi achte weiter auf deine Gesundheit. Die kann sich keiner kaufen. Willi Spitze!!

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      • Bauer Willi sagt

        Danke. Mach ich. Aber es macht ja auch so viel Spaß!
        Wenn es denn nur was bringen würde…
        Da bin ich mir noch nicht sicher…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „“Die SPD ist ja Hauptsächlich ihrer Wählerschicht von Arbeiter und Angestellten verpflichtet.““

      Glaube nicht, dass die SPD noch daran glaubt, dass sie die Partei des kleinen Mannes ist.

      So wie die die CO2 Steuer massiv gefordert haben, kann sie nie die Partei des kleinen Geldbeutels sein.

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      • Es ist nicht mehr so wie früher, ehemaliger Landwirt,
        auch der kleine Mann muß CO2 sparen.
        Er kann ja die Öffentlichen nehmen!
        Umwelt geht vor, wenn wir die Welt, auch für kleine Männer retten wollen!

        Aber auch sehr viel CO2 verbrauchen ja Großbetriebe, denke ich!
        Die können ja dann die Preise für ihre Produkte danach gestalten (Was Bauern nicht können) ,
        jetzt muß der kleine Mann wieder bezahlen!

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Eine wichtige Forderung von Bauer Willi sind ja EU – weit geltende Auflagen und die Bindung der Importe an unsere Produktionsstandards.
      Was spricht eigentlich dagegen, das System der Mindestpreise für Agrarprodukte wieder einzuführen, ebenfalls EU – weit, mit entsprechenden Importzöllen. Meines Wissens war seinerzeit die Überproduktion einer der Gründe, deshalb man vom System der Mindestpreise abgerückt ist. Bei so viel Verbau landwirtschaftlicher Gründe, so viel Renaturierung und Auflagen und Flächenbelegung für erneuerbare Energien und nach weitgehender Ausschöpfung der Mechanisierungsmöglichkeiten ist aber jetzt mit Überproduktion nicht mehr zu rechnen. Wenn man nun all die gewünschten Auflagen – so weit sie wissenschaftlich begründet und entsprechend evaluiert sind, wie Bauer Willi richtig gefordert hat – da einpreist, kann man die Agrarsubventionen wieder auf die Ungunstgebiete beschränken, viele dadurch überhaupt erst wieder in Kultur nehmen, und es bleibt noch Geld übrig für Lebensmittelzuschüsse an die sozial Schwachen, z.B. mit Negativsteuern. Dass der Handel da etwas dagegen hätte, nachdem ja die Bedingungen für alle gleich sind, kann ich mir nicht vorstellen. Der muss halt dann den Preiskampf mit internen Mitteln führen, und insgesamt werden die Lebensmittel natürlich teurer. Wenn man aber ALDI & Co. ihre Landgrabbing-Pläne verwirklichen lässt, wird es schließlich genauso teuer. Nur kann sich dann die Politik auf den Handel ausreden.

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      • „Was spricht eigentlich dagegen, das System der Mindestpreise für Agrarprodukte wieder einzuführen, ebenfalls EU – weit, mit entsprechenden Importzöllen. “

        Als Ökonomin würde ich es andersrum formulieren, Elisabeth. Was bitte spricht für (willkürliche) Mindestpreise und protektionistische Maßnahmen in einem globalen Markt und in einer marktwirtschaftlichen Ordnung? Nichts! Ich glaube übrigens, das wir sogar noch Mechanismen haben, die in diese Richtung gehen.
        Ansonsten wirkt sich das auf die gesamte Volkswirtschaft gesehen Wohlstands mindernd aus. Hier liegt aus meiner Sicht auch Willi mal schief.
        Denn eine solche Politik hat Folgen, die auch auf die Landwirtschaft zurückfallen. Etwa durch die Verteuerung von Futtermittel bei Tierhaltung. Und es geht weiter, Landmaschinen, EDV etc. Und natürlich geht es weit über den Bereich LW hinaus. Abgesehen davon, dass wir internationalen Regeln haben, die da enge Grenzen setzen.
        Und einem Steuerzahler zu erklären, dass er Ungunstgebiete unterstützen soll, dürfte ganz schwierig werden. Warum sollte er das tun? Gerade da könnten eben Naturschutzräume entstehen, durchaus natürlich mit landwirtschaftlicher Nutzung.
        Ich kann doch auch schlecht erwarten , dass hier MV nun verstärkt Automobilbau gefördert wird. Da wären wir ein Ungunstgebiet. Das wäre rausgeschmissenes Geld,

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        • Brötchen sagt

          Fantasiepreise hatten wir im Osten schon mal.

          Lady das glaube ich nie und nimmer, das sowas kommen sollte, da muss schon viel passieren.

          Das ist ja gerade Marktswirtschaft, dass sich die Preise am Markt bilden.

          Wieder bei Produkten, wo Kunden nicht ausweichen können, wie Stecker in Steckdose.

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          • Brötchen,
            „wir“ Wessis hatten das aber mal. Und irgendeinen „Rest“ gibt es wohl auch noch.
            Es hat natürlich nicht funktioniert. Aber das war durchaus die Politik des Verbandes. Ich glaube auch nicht, dass sich das wiederholen wird. Alte Fehler werden in Neuauflage nicht besser.
            Aber die Idee, in einer Marktwirtschaft, die Preise setzen zu können, hält sich eben in einigen Köpfen.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Ja Lady, das gehört alles zu den Gründen, warum man die Mindestpreise abgeschafft hat. Nebenbei, Brötchen, hat es diese Mindestpreise bei uns in einem MARKTWIRTSCHAFTLICHEN System gegeben – aber NUR bei Lebensmitteln.
          Warum der Steuerzahler Ungunstgebiete fördern soll? Nun, in Österreich ist das etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche. Da stellt sich schon die Frage, ob man bei solchen Größenordnungen die Versorgung von 8 Milliarden Menschen bzw. 500 Millionen Europäern aufrecht erhalten kann. Wenn es zu wenig zu essen gibt, was nützt da das neueste Handy, der nette Urlaub etc.
          Wobei: die Natur ist gerade dabei, sich ohne unser Zutun ihre Schutzgebiete zu errichten. Im Süden Österreichs gab sie letztes Jahr zuerst eine Schneebruchkatastrophe, dann eine Sturmkatastrophe. Jetzt fehlt vielerorts der Bannwald. In den letzten Tagen gab es insgesamt 400 mm Niederschlag, teils Regen, teils Schnee. Jetzt wälzen sich zur gleichen Zeit Muren und Lawinen durch jahrhundertealte Ortskerne. Straßen sind innerhalb eines Jahres zum dritten Mal kaputt. Die führen in Täler mit nur wenigen tausend Menschen. Niemand weiß, woher das Geld kommen soll, sie bei solchen Klimaperspektiven instand zu halten. Man wird viele Gebiete absiedeln müssen – 1500 Jahre altes Kulturland. Das ist die Antwort der Natur auf Individualverkehr, globalisierten Handel, Flugreisen für jedermann, kurz unser Maß an Wohlstand.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Will die Gesellschaft die Ungunstgebiete erhalten – die Gastronomie profitiert mehr als der Landwirt – müssen diese Gebiete subventioniert werden, auch wegen Lawinenabgängen ist eine Bewirtschaftung der Almen dringend notwendig.

            Nur,
            der Klimawandel muss für jedes Unwetter herhalten, so wie in Venedig, obwohl der Wasserstand des Mittelmeeres etwas sinkt.

            Auch früher gab es heftiger Regen, wie im Jahre 1342.

            https://mittelalter.hypotheses.org/3016

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    • Ottmar Welker sagt

      Das “ betreute Denken“ und die „gelenkte Demokratie“ herrscht bei der CDU vor wie einst im Osten oder der früheren „Herrschaft des Unrechts“.
      Die 3% Mehrwertsteuererhöhung zum Beginn des Kabinetts Merkel II wurde damit begründet, dass „Besserverdienende“ mehr belastet würden, was einfach nicht stimmte. Ein reicher Zahnarzt ließ vor seiner Villa einen riesigen, neuen Tank für Heizöl und Diesel einbauen, den er zum günstigsten Zeitpunkt befüllte.
      Bei der EU weite Harmonisierung der Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuern verprellte Frau Dr. Merkel kaltschnäuzig die reicheren Franzosen- auch Landwirte-, die regelmäßig außen aßen, indem sie keinen Nachlass zuließ. Frau Macron wird ihr das nicht vergessen haben.

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  9. Mr Tom sagt

    Allerhöchsten Respekt an Bauer Willi für das Impulsreferat, meiner Meinung nach bewirkst du in Sachen Öffentlichkeitsarbeit mehr als unsere gesamte Berufsstandsvertretung.

    – Schön und traurig zugleich –

    Die Veranstaltung sehe ich zweigeteilt:
    Sie schürt einerseits Hoffnung, dass unsere Branche endlich mehr von der Politik gehört wird und sich etwas bewegt.
    Andererseits belegen die Antworten der Politiker und Funktionäre, dass auf Grund verschiedener Interessenslagen die Dinge nicht so einfach geregelt werden können, wie wir es uns vorstellen.
    Wie der ein oder andere Redebeitrag unserer Berufskollegen belegt, betteln große Teile unseres Berufsstandes förmlich darum, um jeden Preis in Selbstausbeutung billige Nahrungsmittel zu erzeugen.
    Vor kurzem erzählte mir ein Schweinemäster, dass wegen Tierwohl die Belegdichten um 10% reduziert wurden und plötzlich Schweinefleisch wieder Geld kostet.
    Warten wir mal ab, wie lange es dauert, bis sich die Branche das Ganze wieder selbst kaputt macht, in dem die Kapazitäten wieder ausgeweitet werden.

    Ich war am 22. Oktober nicht beim Hupen in irgendeiner Großstadt.
    Denn meiner Meinung nach nützt es schlicht und einfach nichts, am einen Tag Hand in Hand zu demonstrieren und am nächsten Tag zu Hause wieder den anderen die Pachtflächen abzujagen. Das ist leider vielerorts die traurige Realität.

    Wenn wir nur einfach mal in unserer Branche den Konsens finden würden, dass Wachstum um jeden Preis nicht die Lösung der Probleme ist, dann wären wir schon ein ganzes Stück weiter.

    9+
    • Ottmar Ilchmann sagt

      Sehr guter Kommentar, Mr. Tom, aber für manche, die jetzt voller Hoffnung demonstrieren, schwer zu verdauen.

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      • Arnold Krämer sagt

        Das liegt wohl auch daran, dass viele Landwirte die Komplexität der ganzen Thematik nicht mehr durchschauen. Aber da befinden sie sich in guter/schlechter Gesellschaft mit denen, die ständig an den vielen Stellschrauben des System „herumfummeln“, und dabei mehr Schaden anrichten als Nutzen stiften, bzw. auch denen, die ständig nach noch mehr Staatseingriffen rufen.
        Es gibt in der Landwirtschaft u. a. aufgrund der völlig verschiedenen Standorte, Strukturen, Produktionsbedingungen, Markt- und Wirtschaftsverpflechtungen soviele Zielkonflikte und Widersprüchlickeiten bei den Forderungen, dass man dem Sektor „Landwirtschaftliche Urproduktion“ einerseits nur mit einem hohen Maß an Liberalität und andererseits mit einem klaren, einfachen Ordnungsrecht (das wir aktuell nicht haben und wovon wir uns immer weiter entfernen), das entsprechend durchgesetzt wird, gerecht werden kann.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich habe eher das Gefühl, dass Komplexität in allen Bereichen zugenommen hat und daraus auch die Ängste herrühren, die sich nun überall Bahn brechen. Die Menschen projezieren Urängste dann zuerst auf den vermeindlich einfachen aber fundamentalen Bereich: Leben und Gesundheit
          Da kennt sich jeder aus, da kann jeder mitreden. Und die Landwirtschaft bietet sich geradezu an, das Spiegelbild und der Schuldige zu sein. Deshalb ist es umso wichtiger wieder Vertrauen aufzubauen…dazu gehört auch seine Leistung zu präsentieren: Campaining ist eine Möglichkeit.

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          • Arnold Krämer sagt

            Sie haben das Problem richtig beschrieben. Das Zusammenleben in einer Gesellschaft (egal wie groß, wie klein, ob Familie oder Staatsvolk) kann nur funktionieren auf der Grundlage von Vertrauen, weil kein Mensch in der Lage ist, alle ihn betreffenden Dinge wissen und beurteilen zu können. Ich selbst bin zum Beispiel als Agrarökonom auch nicht in der Lage, die moderne Dieseltechnologie oder das Funktionieren von Kernkraftwerken komplett zu verstehen. Ich vertraue aber darauf, dass die Autohersteller oder Kraftwerksbauer ein vernünftiges Produkt abliefern.
            Was die Nahrungsmittelerzeugung (Rohstoffproduktion und Weiterverarbeitung) angeht, kann und will auch nicht jeder Bürger die dazu notwendigen Details wissen. Er ist darauf angewiesen, dass auf allen Ebenen „anständig“ (durchaus im doppelten Sinne des Wortes) gearbeitet wird.
            Leider war und ist das nicht immer der Fall, weder in der Mischfutterindustrie noch in der Landwirtschaft noch im nachgelagerten Sektor. Überall gibt es schwarze Schafe oder die Herstellungsprozesse sind suboptimal aus menschlicher Unzulänglichkeit. Vielleicht ist auch der gesetzliche Rahmen im einen oder anderen Fall nicht klar oder deutlich genug.
            Die Herausforderungen für den landwirtschaftlichen Sektor liegen darin, das extreme Misstrauen, das in breiten Teilen der meinungsbildenden und Meinung verstärkenden Medien (und der Politik) herrscht, aufzubrechen und (so schwer es ist) neues Vertrauen aufzubauen. Dazu gehört vor allem ein hohes Maß an Ehrlichkeit und ein schonungsloser Umgang mit den schwarzen Schafen. Mit Kampagnen, schönen Bildern usw. alleine ist das aber sicherlich nicht getan.

            6+
            • Reinhard Seevers sagt

              Sicher richtig Herr Krämer. Aber Werbung und Kampagnen sind essentieller Bestandteil, begleitend zu politischer Arbeit.
              Die jungen Menschen ticken anders, als die älteren. Man muss alle erreichen. Die Werbung ist das Problem der Landwirtschaft aber sie muss auch zur Lösung beitragen. Es fällt schwer in etwas zu investieren, ohne das Ergebnis zu wissen. Das aber tun alle, die Werbung betreiben. Die Landwirtschaft muss ebenso, wie die Politik aber ein Ziel, eine Vision haben und sie vermitteln…..wer das nicht kann oder tut, der wird nicht wahrgenommen und von außen weiterhin gesteuert werde.

              2+
              • Ottmar Welker sagt

                BK Schmidt “ Wenn einer Visionen hat, dann gehe er bitte zum Arzt“. „Wenn ich den Rhein nicht durchschwimmen kann, mache ich das nicht“. “ Lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit“. Letzteres gilt heute nicht mehr und ist zeitweise veraltet.
                „Kampagnenjournalismus“, „Wirb oder verdirb“, „publish or perish“ usw.

                1+
                • Ottmar Welker sagt

                  Um 1995 betrug die Inflation zwischen 4 bis 6 % und die Arbeitslosigkeit im Durchschnitt fast das Doppelte.
                  Japan fing 1997 mit 2% Mehrwertsteuer an und die Geschäfte trauten sich nicht diese weiter zu geben. Bei 4% spürte das Land plötzlich die Teuerung und eine jahrzehntelange Rezession folgte, die erst durch die „Abenomix“ des MP etwas gelindert wurde. Dieses Jahr 10 %. Das war das, was sie(Liberal Demokraten) sozialistischer Ausprägung, früher auch schon machten: Schulden und die Postrentenrückstellungen wegnehmen.
                  So machten es BK Kohl und Merkel auch mit gegen beste Ratschläge usw.

                  1+
            • fingerphilosoph sagt

              Mein Eindruck ist, dass man in die Funktionsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und in die Politik nicht unbedingt Vertrauen haben kann. Meine Güte, was in den letzten Jahren alles schief gelaufen ist, angefangen von unglaublich vielen Rückrufaktionen über Abgas-Skandale über unendliche Verzögerungen bei allen möglichen Bauprojekten über Kostenexplosionen – was funktioniert denn überhaupt noch?
              Wo sind denn irgendwelche Projekte, die Deutschland stolz vorzeigen kann?
              Die debattieren ernsthaft, ob ein neues Kohlekraftwerk, das mit 8 Jahren (!) Bauverzögerung jetzt endlich fertig geworden ist, überhaupt noch in Betrieb genommen werden soll.
              Mein Eindruck ist, dass Deutschland auf seinem Weg zur Bananenrepublik kurz vorm Ziel angekommen ist.

              9+
              • Arnold Krämer sagt

                Da haben Sie leider wohl recht. Und blindes Vertrauen ist völlig fehl am Platze. Es ändert sich aber nichts an der grundsätzlichen Notwendigkeit, vertrauen zu können und zu müssen. Möglicherweise ist das aber nur noch möglich auf einem technisch deutlich niedrigeren Niveau. Aber das streben politische Kräfte ja auch maßgeblich an.

                1+
                • Ottmar Welker sagt

                  Um vertrauen zu können ,braucht es Gewährspersonen. Jeder Artikelschreiber nennt so einen.
                  Auch in der Wissenschaft sagte der Pflanzenernährer, ursprünglich aus Tschechien vertrieben, dann DDR, Westberlin und Hohenheim ( an Malaria aus Afrika mitgebracht gestorben), muss jemand dafür den Kopf hinhalten, falls einer dem anderen „an den Karren fahren will“, um das Reiten auf Wellen vermeiden zu können, besser vorher.
                  “ Fresswelle“, “ Konsumwelle“, usw..
                  Überall, in den USA, Japan, China ist das so.

                  Mein Professor tönte fest und laut „Ich übernehme Verantwortung für was nicht alles. Er überdächte nur zu Anfang als junger Professor seine Vorhaben und finge schnell damit an. Ab 30 schade dies niemanden bei seiner Karriere.
                  Zuletzt sagte er mir, dass er keine Verantwortung zu haben brauche, wegen misslichen Umständen bei anderen, in die er sie durch sein leichtfertiges Reden auch brachte, auch nicht.
                  Immer nur einer oder eine, der oder die ihm den Rücken stärkte bis er merkte, dass er selbst wie die meisten gebrochenen kein solches Rückgrat hatte.
                  Auch diese, seine „Robustheit“, Fahrradfahrend neben vielbefahrener Straße, um Geld zu sparen, ein anderer mit kurzer Lederhose im kalten Winter immer ein Messer dabei und unser Mahllehrer verlanget Bindfaden und Zeichenstift eben „flink wie ein Wiesel, zäh…), usw. Er starb an Blutkrebs und der andere als Pflanzenschutzindustrieberater sehr früh.

                  1+
                • Ottmar Welker sagt

                  Izumi, bedeutet die Quelle und als sie an diesem Abflugtag von Okinawa als Reiseleiterin gekleidet beim Abflug dabei war, ohne die Institutsmitarbeiter und der Detektor Metall anzeigte, holte ich meinen Schminke metallenen Wasserfarbenkasten hervor und sie nickte nur und ich konnte ihn in mein Handgepäck wieder einpacken und war zu einem neuen Ziel unterwegs.
                  Sie kam auch bei Taifun und jedem Wetter zu ihren Pflichten, eine Geografin, die mich später öfters traf und als ich am Eingang des Aquariums stand in Tokio an der Waterfront und sie und ihr Suzuki Geländewagen verspätet war, rief sie an der Eingangspforte an und jemand kam und sagte ich solle warten.
                  So pflicht- und arbeitsbewusst war auch ein Mitarbeiter, der fast nie sprach, aber über mich verwundert war, weil ich bei schwerem Taifun nicht zur Ernte von im fertigen Stadium zu isogenen Linien von der Sorte Chinese Spring kam, die ein Gen in einem sonst gleichen Genhintergrund aufwiesen.
                  Das Marker Gen, die Benetzung durch Wasser als Ring um den Stängel nach dem Schossen erlaubte seine neue Züchtung von Klebeweizen zu unterscheiden und abzuwehren, dass der CEO eines anderen Institutes oder sonst jemand, diese, wie vorher einmal, als seine Leistung ausgeben konnte. Er bekam sein eigenes Labor sagte mir Dr. Tetsuo Nagamine später.

                  0
    • Obstbäuerin sagt

      Die Hauptprobleme wie z.B. Pflanzenschutzreduzierung, Zielkonflikte, Gülleverordnung, Glyphosatverbot, die uns per Gesetz oder Auflagen übergeholfen werden, können mit Konsens an der Basis, egal welcher Art, nicht verhindert werden. Das eine hat mit dem anderen nur marginal zu tun und deshalb ist jede Form des Protestes richtig. Jeder kann und sollte sich dort einbringen, wo es ihm besser passt. Da sollten auch noch mehr grüne Kreuze aufgestellt werden.

      6+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der Anstieg der Schweinepreise hat meines Erachtens nicht damit zu tun, dass manche der Tierbestand um 10 % verringern, sondern mit der weltweiten Nachfrage nach Schweinefleisch durch die Schweinepest in manchen Ländern.

      Mit den Pachtflächen haben sie Recht, offensichtlich verdient man immer noch dabei, oder man hat eine Matheschwäche.

      5+
    • Reinhard Seevers sagt

      So lange das Wirtschaftssystem so ist, wie es ist, wird man sich nicht lösen können von der Wachstumsdoktrin, das gilt für alle Bereiche der Wirtschaft. Wenn ein start-up-Unternehmen durch den Internethandel mit Reis für einen Kilopreis von 13,-€ 8 Millionen Umsatz macht (www.reishunger) und die Kunden nach eigenen Aussagen wohlhabende urbane Bürger sind, kann man dies wohl kaum als Vorbild für die „normale“ Nahrungserzeugung nehmen…..Überversorgung und Wohlstand generieren merkwürdige Ansprüche.

      3+
    • Thomas Apfel sagt

      @Mr. Tom , lieber Ottmar Ilchmann,
      unsere einheimische „Überproduktion“ hält sich relativ konstant in Grenzen, einzelbetriebliche Betrachtungen mal außen vor gelassen. Das Problem ist nicht das Wachstum an sich, sondern die „Stabilität“ der nominellen Auszahlungspreise auf unterstem Level für Urproduzenten jetzt schon über 30 Jahre. Die Preise beim Endverbraucher sind ja moderat gestiegen (durchschnittlich bei 70 % der realen Gesamtinflationsrate) nur das Mehr an Bruttowertschöpfung je ha wird zu 100 % von Industrie und Handel abgeschöpft. Daran ändern auch Appelle gegen weniger Wachstum nichts. Die Bauern konnten ganz objektiv bei ihren erwirtschafteten Einkommen nur durch Flächenerweiterungen die Inflationsverluste einigermaßen abfedern. Das Ganze mit der logischen Konsequenz der Abnahme der Anzahl der Betriebe. Das kann durch betriebliche Strategien zu mehr Netto-Wertschöpfung für den Einzelnen anders aussehen.
      Aber genau diese „Bio-Diversität“ unter den Bäuerlichen Betrieben macht es den Verbänden auch so schwer alle Interessen unter einen Hut zu bekommen.

      9+
      • Mr Tom sagt

        Überproduktion bleibt Überproduktion, ob nun bei 101% Selbstversorgung oder bei 150%.
        Die Industrie baut Kapazitäten ab, wenn die Rahmenbedingungen nicht mehr passen.
        Und die LW?
        Wachsen um jeden Preis, so jedenfalls meine Wahrnehmung.

        3+
        • Reinhard Seevers sagt

          1. Ist der Selbstversorgungsgrad kein Maß für Produktion, sondern ein Argument der 60er Jahre.
          2. Gibt es bei Nahrung keine Überproduktion, sondern eine fehlende Kaufkraft derer, die hungern. Verteilung ist das Schlagwort.
          Schließlich werden auch mehr Autos produziert, wie es Nachfrager im Lande gibt, und Maschinen und Wein und Bier und und und…..

          3+
          • Mr Tom sagt

            Man kann das Kind am Ende taufen, wie man möchte.
            Fakt ist, der LEH hat die Oberhand, weil eben mehr Ware angeboten wird, als nachgefragt wird. Da kann ich es keinem Einkäufer verübeln, dass er beim günstigsten Anbieter zugreift.
            Darüber sehe ich es nicht als unsere Aufgabe an, die Hungernden dieser Welt mit Nahrung zu versorgen, das könnten die selbst, wenn große Teile der Entwicklungshilfe nicht eine glatte Themaverfehlung wären.
            Der Unterschied zwischen Autos und Nahrungsmitteln ist, dass man sich das eine mit unter auch aus Prestigegründen gönnt, und dass das Andere eben für viele ein notwendiges Übel ist, um zu überleben.

            3+
          • Ja,
            wo sollen denn die Produkte von unseren Äcker hin?
            Man kann die einfach so stilllegen wie eine Fabrikhalle bei Überproduktion.
            Die Äcker und Wiesen sind ein Teil der Ökologie!
            Ställe kann man auch verkleinern, aber nicht so schnell.

            Die Fabrik kann Hallen stillgegen und Leute entlassen, in die Arbeitslosigkeit schicken, sie werden ja sozial aufgefangen!!

            0
        • bauerhans sagt

          Tom,landwirtschaft heisst unflexibel unelastische produkte wachsen zu lassen.
          jeder zivilisierte staat hat jeder zeit seine landwirtschaft geschützt und gefördert,bei uns in D ist das „aus den fugen geraten“.

          7+
          • Mr Tom sagt

            Landwirtschaft heißt aber eben nicht, dass mich der Staat tagein, tagaus von vorne bis hinten pampert. Will ich das haben, muss ich mir eben auch die ständigen Gängeleien bieten lassen.
            Unsere Branche ist derzeit schlicht Opfer seiner eigenen Leistungsfähigkeit.

            1+
            • firedragon sagt

              Mr Tom,
              ich glaube, die wenigsten Landwirte wünschen sich „gepampert“ (wie Du es nennst) zu werden.

              2+
              • Mr Tom sagt

                Wenn ich erlebe, dass auf z. B. Veranstaltungen der Ruf nach z. B. mehr Fördermitteln für Stallbauten erschallt, nenne ich das pampern.

                0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Investitionsförderung ist eines der besten Fördermittel für den ländlichen Raum und war es die letzten 40 Jahre.
                  Das Bauhauptgewerbe auf dem Lande hat davon immer profitiert und die Arbeitswirtschaftlichen Verbesserungen, die Haltungsverbesserungen und die Umweltverbesserungen wären niemals in der Form umgesetzt worden ohne diese Fördermittel

                  0
              • firedragon sagt

                Und wenn wir schon mal bei den Subventionen sind…
                -Die zählen zu den Einnahmen und müssen versteuert werden.
                -Sie sind wichtig für den Staat, denn sie dienen unter anderem als Vorwand für Kontrollen

                Wenn Subventionen für die LW dem Bürger ein Dorn im Auge ist – schaffen wir sie ab.
                ALLE Subventionen, in allen Bereichen!
                In Deutschland, in der EU, weltweit – ich glaube erst dann kann man von der freien Marktwirtschaft sprechen.

                Wäre bestimmt interessant diese Entwicklung zu beobachten, da nicht mehr kalkulierbar.

                2+
                • Mr Tom sagt

                  Wenn ich auf Veranstaltungen erlebe, dass nach mehr Fördergeld für z. B. Stallbauten gerufen wird, nenne ich das pampern.
                  Subventionen abschaffen? Bin ich sofort dafür.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Aber alle abschaffen, auch für Industrie, Gewerbe und den ÖPNV.

                  Dann wirds Lustig. 😉

                  1+
                • Also sind Subventionen ein politisches Regelmechanismus. In allen Branchen, oder?

                  0
                • Arnold Krämer sagt

                  Was bedeutet das für den „Beruf“ und das Selbstverständnis von Politikern, wenn sie keine „Wohltaten“ mehr verteilen können?
                  Vorteil auch, die Parlamente könnten kleiner werden.

                  2+
              • Mr Tom sagt

                @Reinhard Seevers
                Dann soll doch bitteschön das Bauhauptgewerbe an den Tropf gehen, wenn es doch so schön profitiert. Die Bauwirtschaft soll uns mit Hilfe der Subventionen billige Ställe bauen, so wie wir zur Erzeugung billiger Nahrungsmittel gezwungen werden.

                0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich bin eher für gemeinsames profitieren. Seit die Förderung und damit die Bautätigkeit im landw. Bereich (jedenfalls in NI) stark zurückgegangen ist, wird es extrem schwierig in der Fläche kompetente Stallbauer zu bekommen. Die Lösung wird dann in holländischen, dänischen oder belgischen Systemanbietern gesucht….ob das unserer Wirtschaft hilft und den Landwirten wirklich zu Gute kommt, stelle ich mal stark in Frage.

                  0
                • Mr Tom sagt

                  Die bisherige Praxis ist: Der Investitionswillige Landwirt beantragt unter Offenlegung verschiedenster Daten Fördergelder z. B. einen Neubau. Wenn ich richtig informiert bin, bedarf es dazu einen Bauberater – man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege – dessen Honorar sich an der Bausumme orientiert. Die Baufirma hat am Ende ihr Geld auf dem Konto – der Landwirt darf an seinem Bauwerk ein hübsches Schild anbringen, auf dem für jedermann ersichtlich, dass er Fördergelder dafür bekommen hat. Den Wulst an Auflagen gibt‘s gratis dazu – für den Landwirt – die Baufirma hat ihr Geld, der Verbraucher billige Nahrungsmittel.
                  Gegenseitiges Profitieren sieht für mich anders aus, aber es sei jedem seine Sichtweise gegönnt.

                  2+
      • Arnold Krämer sagt

        Thomas Apfel, sie haben mal wieder recht mit ihrer Analyse. Die Nettowertschöpfung in der deutschen Landwirtschaft (das Einkommen im Sektor Landwirtschaft) ist in den letzten 40 Jahren nominal (allerdings mit Schwankungen) nicht gestiegen (siehe verschiedene Agrarberichte). Die heute noch aktiven Landwirte sind deshalb nicht verarmt, weil sich dieses Einkommen auf immer weniger Personen verteilt. Allerdings muss man auch feststellen, dass sie heute ein deutlich höheres Einkommen für die Verpächter landwirtschaftlicher Flächen (ehemalige Berufskollegen) mit erwirtschaften.
        Grund dafür sind die seit 40-50 Jahren real sinkenden und seit etwa 20 Jahren stagnierenden realen Preise für die Agrar-Rohstoffe. Seit etwa 20-30 Jahren gibt es mit Ausnahme der Melkrobotertechnik auch keine nennenswerten mechanisch-technischen Fortschritte, die es den Landwirten ermöglicht hätte, ihre Einkommensansprüche (=Faktorkosten) auf mehr produzierte Erzeugnisse umzulegen. Positive Effekte hinsichtlich einer Stückkostendegression gibt es nur noch durch biologisch-technischen Fortschritt (z.B. mehr Ferkel pro Sau, höhere tägliche Zunahmen pro Mastschwein mehr Milch pro Kuh und Jahr) und noch konsequenteren organisatorisch-technischen Fortschritt über Arbeitsteilung und Auslagerung von Funktionen im Produktionsprozess der landwirtschaftlichen Familienbetriebe.
        Im Bereich der Pflanzenproduktion sind züchterische Fortschritte durch Witterung und Krankheitskalamitäten in vielen Jahren oft zunichte gemacht worden. Deshalb ist gerade in den großen Ackerbaubetrieben in Ostdeutschland die ökonomische Luft auch noch viel dünner geworden als in den klassischen Veredelungsbetrieben in Nordwestdeutschland, denen es teilweise (das „teilweise“ ist zu betonen) wirtschaftlich nicht schlecht geht.

        1+
    • bauerhans sagt

      „Vor kurzem erzählte mir ein Schweinemäster, dass wegen Tierwohl die Belegdichten um 10% reduziert wurden und plötzlich Schweinefleisch wieder Geld kostet.“

      der preis ist wegen der nachfrage aus China gestiegen,die wollen gern deutsche schweinehälften.

      2+
      • Mr Tom sagt

        Ist am Ende doch egal, warum die Preise gestiegen sind.
        Es bleibt nur zu hoffen, dass die deutsche LW nicht glaubt, China ernähren zu müssen und hinterher die Politik irgendwelche Konflikte auf dem Rücken der Landwirtschaft austrägt und hinterher wieder das große Geheule losgeht. Siehe Russlandsanktionen, siehe Mercusor.

        3+
        • Reinhard Seevers sagt

          Ich glaube nicht, dass die LW so naiv ist, das zu glauben. Es muss aber doch möglich sein, sein Einkommen mit der Erzeugung von Nahrung zu erzielen, ohne ideologischen Lügen und Diffamierungen ausgesetzt zu sein.
          Ohne langfristige Leitplanken auch keine langfristige und nachhaltige Produktion. Ohne Nahrung kein Leben.

          1+
          • fingerphilosoph sagt

            Ein Selbstversorgungsgrad von 90% heißt aufgeschlüsselt:
            Fleisch 116,7%
            Milch 112,8%
            Gemüse 37%
            Obst 21,7%
            Eier 72,1%
            Kartoffeln 135%
            Zucker 125%
            Getreide 106%

            0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Rechnen wir mal bei Fleisch die Teile ab, die der deutsche Verbraucher nicht isst, ab.

              Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad dann, kennen sie die Zahlen?

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                Der Selbstversorgungsgrad hat doch absolut gar keinen Aussagewert für nichts….warum wird immer wieder darauf rumgeritten?

                1+
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  weil so versucht wird, der LW Verschwendung vorzuwerfen.
                  Verschwendung von Land /Boden, Wasser, Tieren, Düngemittel und Pflanzenschutz.
                  Wenn man anderen Verschwendung vorwerfen kann, hat man es nicht mehr nötig, das eigene Verhalten in Frage zu stellen.

                  2+
                • Elisabeth Ertl sagt

                  Ja, ich finde es schon wichtig zu wissen, ob ein Land im Ernstfall autark wäre. Nicht so sehr wegen irgendwelcher Kriege oder so, die hoffentlich nie stattfinden werden. Sondern weil es in einer teilweise hungernden Welt schon auch ein Aspekt von globaler Verantwortung ist, die eigene Bevölkerung ernähren zu können, ohne anderen etwas wegzunehmen – kommt natürlich auch auf das Verhältnis Bevölkerungsdichte/Bodenfruchtbarkeit an. Und wenn jetzt die deutsche Landwirtschaft den Konsum der eigenen Bevölkerung gerade einmal decken kann, dann kann man eher nicht von Überproduktion sprechen, eher von Überkonsum und Lebensmittelverschwendung, die Raum ließen für eine Ökologisierung der Landwirtschaft.

                  0
                • fingerphilosoph sagt

                  @ Elisabeth Ertl

                  Folgende Forderungen werden mit dem sog. Umbau der Landwirtschaft, Wirtschaft, Gesellschaft oder was auch immer verbunden:

                  a) die Forderung nach offenen Grenzen: Es heißt, wir brauchen sowohl Zuwanderung wie Erhöhung der Geburtenzahlen, um die Facharbeiter- und Rentenproblematik wenigstens abzumildern. Die Forderung nach offenen Grenzen beinhaltet die Forderung nach mehr und erschwinglichem Wohnraum.

                  b) die Forderung nach Selbstversorgung: Wenn man Export und Import gegeneinander aufrechnet, bleibt immer noch ein Flächendefizit von ca. 5 Mio. ha, die Deutschland im Ausland belegt. Deutschland verfügt über 16,7 Mio ha landw. Nutzfläche, davon: 4,5 Mio ha für Pflanzennahrung, 4,5 Mio. ha für Tierfutter, 2,7 Mio. ha für Energiepflanzen und Kosmetik, der Rest ist Grasland. Die 5 Mio. ha Auslandsflächen umfassen Tierfutter, Kaffee, Tee, Gewürze, Obst und wie Obstbäuerin richtig sagt, Chrysanthemen für biologische Pestizide. 🙂
                  Das heißt: um autark zu werden, muss ein Teil der Produkte, die auf den 5 Mio. ha Auslandsflächen wachsen, nach Deutschland verlagert werden: Zichorien für Muckefuck, Obst, Kräuter statt Tee und Gewürze. Das heißt für Tierfutter bleiben keine 4,5 Mio ha mehr, sondern nur noch 2 Mio. ha. Auch das Auslandstierfutter fällt natürlich weg.

                  c) statt intensiver Landwirtschaft wird extensive Landwirtschaft gefordert, die über alle Anbauarten gerechnet etwa die Hälfte des Ertrags bringt. Für Pflanzennahrung brauchen wir bei Konvi-LW etwa 4,5 Mio. ha, bei extensiver LW also 9 Mio. ha. Wird überhaupt kein Tierfutter mehr angebaut, bleibt trotzdem ein Defizit von 2,5 Mio ha. Was allerdings nicht realistisch ist, denn das fehlende Fleisch muss ja durch Pflanzennahrung ersetzt werden im Stil von Kartoffel statt Schnitzel. Das Defizit ist also höher. Berücksichtigen muss man im Gegenzug, dass etwa 5-8% der Nahrung bereits jetzt extensiv erzeugt wird.

                  d) Deutschland verzichtet auf Atomkraft, Kohle, Öl und neuerdings wird sogar über den Verzicht auf Gas nachgedacht. Um den Energiebedarf zu decken, müssten in Deutschland weitere 500.000 Windräder aufgestellt werden, 50.000 Anlagen à 10 Stück beispielsweise. Bei einer Gesamtfläche von 360.000 km² also ungefähr alle 8 km ein Windpark. Weder die Flächen für diese Windparks noch zusätzliche Flächen für Holz oder Energiepflanzen sind in den obigen Berechnungen berücksichtigt.

                  e) Renaturierung von Ackerflächen zugunsten von Insekten, Feldhamstern und anderen Wildtieren, die ebenfalls nicht berücksichtigt sind. Stillgelegt sind derzeit etwa 300.000 ha.

                  f) Der Flächenverbrauch beträgt immer noch 58 ha täglich, soll auf unter 30 ha reduziert werden, bis 2050 geht alles in allem ungefähr eine halbe Million ha für Verbauung flöten.

                  Mein Fazit ist, dass die Rechnung selbst bei annähernd vegetarischer Ernährung (nur noch Grasland-Tiere) und 0-Verschwendung von Lebensmitteln nicht aufgeht. Die Durchsetzung dieser Forderungen ist gleichbedeutend mit der bewussten Inkaufnahme einer Hungersnot, die schlimmer ausfallen dürfte als die von 1850 in Irland. Man kann darüber diskutieren, ob das ökologisch oder kriminell ist.

                  3+
                • Brötchen sagt

                  Nur zur Ergänzung, ohne eine starke Zuwanderung würde D. Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten auf 60 Mio Einwohner schrumpfen.
                  Es wäre also genug Fläche da.

                  1+
                • fingerphilosoph sagt

                  @ Brötchen

                  In der gesetzlichen Rentenversicherung kommen derzeit zwei Beitragszahler auf einen Rentner. Mit den Babyboomern, die jetzt in Rente gehen, wird das Verhältnis noch drastischer. Ohne Zuwanderung bricht das System zusammen. Es bricht allerdings auch zusammen, wenn zu viele Zuwanderer gleich in die Sozialsysteme abdriften, ohne vorher über lange Jahre Beitragszahler zu werden.
                  Ich schätze mal, man hat in dieser Konstellation sowohl als Rentner wie als Beitragszahler eine A***-Karte gezogen.

                  2+
                • Brötchen sagt

                  FP, so ist die offizielle Begründung.

                  Japan lebt auch nicht so schlecht mit der anderen Variante.

                  Ich bin ja Babyboomer generation, wenn ich in Rente gehe, dann ist bei uns leer.

                  Wenn man will, geht es auch anders.
                  Du bist ja in Fr. und weisst, das es anders geht.
                  Zu ostzeiten wurden Kinder ähnlich unterstützt, aber wir waren ja alle doof.

                  0
              • bauerhans sagt

                wie hoch ist denn der selbstversorgungsgrad bei autos
                und jetzt baut TSLA auch noch ne fabrik!!

                1+
                • Reinhard Seevers sagt

                  Man muss ja nur diesen dummen Beitrag:
                  https://www.welt.de/wirtschaft/article156928198/Deutschland-produziert-Rekordmenge-an-Fleisch.html

                  dieser Definition gegenüberstellen:
                  https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstversorgungsgrad

                  um darzustellen, wie ein Volk verblödet wird.
                  Da wir nur 692 KFZ/1000 Einwohner haben, sind wir unterversorgt. Es werden 4.2 Millionen Autos gebaut und ca. 3.5 Millionen pro Jahr zugelassen, davon sind ca. 65% deutsche Marken…..der Rest wird exportiert und importiert, ergo Überversorgung oder Unterversorgung weil die 1000/1000 noch nicht erfüllt sind.

                  0
                • Brötchen sagt

                  ehemaliger, die wirtschaftsräume in der EU sind extrem verflochten. Man bekommt das seriös nicht auseinandergerechnet. Es ist ja auch so gewollt und es ist gewollt, das Agrarländer eine Chance haben ihre Produkte zu verkaufen. Sonst kommen die nie einen Fuss auf den Boden.

                  2+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @Brötchen.
                  Selbstverständlich ist das auch mir bekannt.

                  Wenn in dem Link von 4 Millionen Fleischexport die Rede ist, dann muss man die 3,622 Millionen Tonnen importiertes Fleisch dagegen rechnen.

                  Dann bleibt von der Überproduktion nicht viel über.

                  1+
                • Brötchen sagt

                  Ehemaliger das habe ich Dir schon zugetraut.

                  Ich meinte eher das Auseinanderklamüsern von Teilstücken usw.
                  Du kannst doch Schweinemasken nicht mit Lachsen oder Bauch mit Schultern vergleichen.
                  Das wird doch hin- und hergehandelt.

                  Alles läuft in der Statistik nur unter einer Kategorie.

                  0
  10. Ostbauer sagt

    Liebes Forum hier!
    Ich habe mich mal 6 Stunden hier aktiv in den Blog eingemischt weil außer im Melkstand nichts „gravierendendes“ zu tun war. Für mich als praktiziierenden Landwirt rollen sich mir die Fußnägel auf!!
    Wir sind ein Familienbetrieb mit rund 700 ha Fläche;davon 300 ha Grünland. Wir halten unsere Rinder auf Stoh weil wir es gut finden und weil es der Humusbilanz gut tut. Keine Sau interessiert das.“ Kann ich mit leben“ Wir haben eine Biogasanlage gebaut; die nur mit Melkstandsabwaesser, Festmist und Grünland(3. Schnitt) beschickt wird. Also nix Mais. Und wir fallen seit 30 Jahren durch das Rost.Im Gegenteil!! Da unsere Kühe sich hinlegegen können wo sie wollen , haben sie schon mal Scheiße an der Flanke. Da sagt mir unser Amtstierarzt: „Da kriegen Sie aber Probleme bei der Schlachtung wegen Hygiene“; wird nur noch Hundefutter!!. Um das mal klar zu stellen. Ein Betrieb , der 3 Familien und 6 Angestellte mit ihren Familien über Wasser halten muss, reisst du dir jeden Tag den Arsch auf,um dir am Ende des Tages sagen zu lassen: Heute hast du ;das Klima vergiftet;den Boden überdüngt ; die Tiere gequält und bekommst auch noch Geld dafür.
    Ich hab es so satt.Aldi mach ein Angebot!!!

    13+
  11. Elisabeth Ertl sagt

    Perfekte Analyse, ich bin sicher, dass viele Abgeordnete dort etwas über Landwirtschaft gelernt haben!
    Ich hab jetzt das ganze Video gesehen:
    Sehr selbstentlarvend Krüsken: Wie willst du mit jemandem, der am längeren Ast sitzt wie die vor- und nachgelagerten Konzerne, verhandeln ohne vor deren Karren gespannt zu werden? Das nenne ich Politikverweigerung.
    Die Handelskonzerne sind als einzige potentielle „Landwirte“ in der Lage, „mit angezogener Handbremse Vollgas zu fahren.“ Die schwimmen in jenem Geld, welches der Staat für den Vertragsnaturschutz nicht hat. Der Beweis ist Dennre, Aldi kopiert schon eifrig und Rewe denkt auch schon intensiv darüber nach. Und wer regt sich darüber auf – welche Medien, welche NGOs, welche Parteien?
    Und da sieht man wieder, dass es sich um ein Problem handelt, das weit über die Landwirtschaft hinausgeht und mit dem exklusiven Blick auf die Landwirtschaft nicht zu lösen ist. So gravierend das Problem der Landwirte ist, es gibt in unserer Gesellschaft noch mehr Probleme dieser Größenordnung, und sie haben alle die gleiche Wurzel: dass die Politik einer kleinen Elite erlaubt, auf Kosten aller anderen reicher und reicher zu werden.
    Mein Hausarzt muss bei gleichbleibendem Budget jetzt 50 Patienten mehr versorgen, weil eine Kassenstelle eingespart wird. Hier in unserer Ecke wartet man auch bei einem Wahlarzt ein halbes Jahr auf den ersten Termin, selbst bei Akutproblemen, und die Krankenhäuser nehmen ohne Überweisung niemanden auf, es sei denn bei unmittelbarer Lebensgefahr. Und unsere Medizinstudenten bleiben in der Stadt, nur dort gibts bei den Konzernen einträgliche Nebenjobs. Aber einem Arzt wird das Jammern genauso übel genommen wie einem Landwirt. Einem Lehrer, einem Polizisten, der unter zunehmender Lebensgefahr arbeiten muss, ebenso. So viel zum Klima.
    Ja, ich bin für bäuerliche Landwirtschaftsbetriebe. Aber dann muss ich konsequenterweise auch für kleine Schuhmanufakturen sein, für Reparaturwerkstätten etc. Und ich muss vor allem einmal fordern, dass die EU endlich die Konzerne empfindlich zur Kasse bittet.

    6+
    • Nur Merkel die Ihr wählt ist nie Schuld. In diesem Fall die EU, die ist allerdings auch 40% Merkel….Ihr lernt ers nie! Gibt halt keine Alternative, ergo brav und dumm weiter so.

      1+
      • Thomas Apfel sagt

        Wer ist in der derzeitigen Parteienlandschaft mit welchem Programm die Alternative, Herr Strassnig? Hier saßen zu mindestens mal fast alle wichtigen Leute der CDU-CSU zusammen und haben zugehört. SPD und Linke (sind politisch ja eh ein Laden) labern auf der Agrarpolitischen Schiene nur die Grünen/NGO-Dogmen nach. Einen Ansatz der, innerhalb dieses Systems der globalisierten Marktwirtschaft ökonomisches Überleben der Bäuerliche Betriebe ermöglicht, kann ich nicht erkennen. Wer Landwirtschaft gestalten will muss mit den 87 % der Betriebe, die konventionell und im Integrierten System (IP) 97 % der Nahrungsmittel produzieren reden, und nicht wie derzeit nur mit den BIO-Verbänden.
        Beispielsweise auf der Jahrestagung des BÖLW 2019 waren die Agrarpolitischen Sprecher aller Parteien (außer AfD) anwesend und haben sich positiv bis anbiedernd zur Politik des BÖLW geäußert. Diese Aufmerksamkeit muß auch gegenüber der großen Mehrheit, nämlich den Nicht-Bio-Geschichtenerzählern, den Konventionellen Bauern wieder hergestellt werden.
        Bauer Willis Vortrag bei der CDU muss eigentlich in allen Fraktionen gehört werden. Weil er die Sorgen der Bauern, die hinter den „Grünen Kreuzen“ UND den Demos von „Land schafft Verbindung“ stehen in bester Weise zusammenfasst.

        3+
        • Reinhard Seevers sagt

          War doch mehrfach und gut wahrzunehmen, dass etliche im Plenum erkannt haben, dass Jammern nichts bringt und endlich Geld in die Hand genommen gehört und campaigning und positive Werbung für die Landwirtschaft gemacht werden muss. Diese billige Schuldzuweisung an eine Kanzlerin ist schon mehr als peinlich. Wir befinden uns in einer Zeit der gesellschaftlichen Widersprüche in allen Belangen, da muss man sich positionieren und kann nicht auf einen Regulator warten, wenn man dazu noch Regulationen ablehnt. Wie war das noch, Unternehmer kommt von unternehmen…..

          1+
    • sonnenblume sagt

      Nur mal ein Gedankengang. Warum regt sich niemand über Aldi und Co. auf? Wenn sich der Trend fortsetzt und durchsetzt, dann hat man keinen meckernden Bauer Willi mit Mitschreitern mehr an der Backe. Weder der Handel wegen der Preise, noch die Politik wegen der Subventionen und Ausgleichszahlungen. Dann kann man sich die Ausgaben für Naturschutz sparen. Die Gelder werden von den Konzernen bereitgestellt, bzw. es werden nur noch Hochertragsstandorte bewirtschaftet, ansonsten eben Naurschutz. Mit Aldi, Rewe und Co. kann man ( günstige Importware ) die breite Masse versorgen, Dennre ist für die gehobene Schicht der Anlaufpartner und die Regierung muss nur noch mit einer handvoll Leuten reden. Das ist doch für Handel und Politik der optimale Zustand. Ganz ehrlich, wer von uns allen weiss denn schon, was von der Politik für die Zukunft geplant ist und langsam aber sicher in die Wege geleitet wird. Wir erfahren doch auch nur das, was wir sollen. Siehe die dubiosen Brunnenmeldungen ganz am Anfang der Geschichte. Wer war damals die treibende Kraft und wer hat es geduldet und abgesegnet?

      6+
      • Thomas Apfel sagt

        Solche Ansätze gingen bisher im konventionellen Bereich fast immer schief. Entweder wurden und werden in Prestige-Projekte Gelder aus dem normalen Geschäftszweig eingespeist (Fielmann usw.) und/oder es handelt sich um Bio Projekte im stark subventionierten Bereich. Wenn der Handel anfängt zu rechnen, kann er das Produzieren niemals billiger als die Bäuerliche Landwirtschaft. Er muß im Ernstfall ja auf mehr oder weniger motivierte Angestellte mit Mindestlohn und höher zurückgreifen. Da gibt es keine Selbstausbeutung mit Einkommensniveau unter Mindestlohn wie sie in den bäuerlichen Betrieben Gang und Gäbe sind (wenn man die gesamten vom Bauern in seinem Betrieb geleisteten Stunden zu Grunde legt). Da lassen die Handelskonzerne die bisherige Wirtschaftsweise und Agrarpolitik im Wesentlichen eher weiterlaufen. Alles Andere wird wesentlich teurer.

        6+
        • Elisabeth Ertl sagt

          Die Konzerne haben die finanziellen Reserven, es ein paar Jahre noch billiger zu machen, bis das Landgrabbing abgeschlossen ist. Und dann haben sie gewonnen, dann können sie für Lebensmittel verlangen was sie wollen, und der Staat kann nur noch schauen, wie er den Armen Zuschüsse verschafft, damit sie nicht verhungern – falls bis dahin noch genug Geld in der Kasse ist.

          2+
        • sonnenblume sagt

          Ich denke, dass man sich in so einem kleinen Kreis schnell auf eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung einigen könnte. Hier relativ hochwertige Produktion, die dann auch die Personalkosten einfährt, alles andere kommt aus dem Import. Wir haben doch genug Staaten, die unendliche Ressourcen haben. Die Bevölkerung wird doch jetzt schon auf höhere Preise, bzw. Fleischverzicht ect. eingestimmt. Sobald wir viel Naturschutz und Bio haben werden die NGO`s die Landwirtschaft aus ihrem Register streichen und die Bevölkerung bitten mitzuhelfen ihre Projekte sicher zu stellen. Also werden die Spenden weiterhin fließen, der Druck auf die Betriebe wird merklich nachlassen und ob der Standart in der Produktion noch so eng gesehen wird, das sei dann auch mal dahingestellt. Für mich ist der große Anteil von privaten Landbesitz im Moment das rote Tuch. Bei Fielmann, Aldi oder Dennre und wie sie alle heißen muss man vorsichtig sein. Da steckt Marktmacht dahinter, mit den Firmen legt sich so schnell keiner an.

          3+
      • Reinhard Seevers sagt

        „Ganz ehrlich, wer von uns allen weiss denn schon, was von der Politik für die Zukunft geplant ist und langsam aber sicher in die Wege geleitet wird. Wir erfahren doch auch nur das, was wir sollen. “

        Die Wahrheit ist, es gibt keinen Plan…..das ist viel Schlimmer, als ein schlechter Plan.

        1+
        • sonnenblume sagt

          Da bin ich mir nicht ganz so sicher, ob es wirklich keinen Plan gibt. Die Landwirtschaft ist ein Problem und je schneller man das Problem los ist umso besser. Unser Ministerium ist doch eh schon mehr Verbraucherschutz- als Landwirtschaftsministerium. Was kann man daraus schließen?

          3+
  12. Ferkelhebamme sagt

    Über den Tag verteilt habe ich mir das Ganze angesehen, super interessant! Man bekommt das Gefühl, dass sich etwas tut, dass Hopfen und Malz doch noch nicht verloren sind. Es ist so wichtig, im Gespräch zu bleiben und ich bin so froh, dass du für uns sprichst. Dass du es schaffst, so viele Anliegen und Gedanken mal eben zusammenzufassen, sachlich und kurzweilig und dabei noch respektvoll, aber deutlich Nackenschläge verteilst, die denke ich angekommen sind. Ich kann so etwas nicht und sage ganz herzlich: Dankeschön!

    5+
    • Ostbauer sagt

      Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Aber ich denke oder weiß; Bauer Willi weiß auch ,dass die Bretter verdammt dick sind die gebohrt werden müssen!!!

      2+
  13. Matzelinho sagt

    Super Willi,

    alles drin, aber mit Stil und Niveau, nicht haudrauf und platt.
    Ob es in dem ein oder anderen Ohr geklingelt hat?
    Der Glaube daran ist allerdings gering, sehr gering…

    3+
  14. Ostbauer sagt

    Ich hab mir das ganze Video reingezogen. Der Einzige Beitrag, der es auf den Punkt bringt was im Moment in der Landwirtschaft an Existenznöten abgeht;ist der von Bauer Willy. HALLO!!! Wir müssen investieren__ Aber in welche Richtung denn???

    2+
    • In Familienbetriebe, die die Biodiversität halten.

      Diese Biodiversität verstaatlichen und den Bauern als Aufgabe geben, die vergütet werden muß? Eben als Betriebszweig!
      Bauern sitzen an der Basis und haben das KnowHow!

      0
      • Ostbauer sagt

        Liebe Inga!!
        Wir sind ein Familienbetrieb und wie machen auch ganz viel in Sachen Biodiversitaet und allllllles Mögliche! Es interressiert keine Sau!

        1+
        • Das ist doch wissenschaftlich bewiesen, oder nicht?

          Dann muß eben die Politik danach handeln oder sie wirkt unökologisch!
          Sind Wählerstimmen wichtiger wie Ökologie?
          Können wir uns das noch leisten?

          0
          • Ostbauer sagt

            Ja ;es ist leider so und es war auch schon immer so! An oberster Stelle stehen STIMMEN. Da können sie sich für Argumente den Arsch aufreißen. Das sagt mir meine Erfahrung aus 30 Jahren Komunalpolitik

            2+
  15. Ostbauer sagt

    Es raubt mir den Schlaf. Es kostetet mich wahhrscheinlich meine Gesundheit, Du hast Hektarweise Flächen für Streuobstwiesen ,Hecken;Sölle und Blühstreifen zur Verfügung gestellt;zum Nulltarif; einfach nur weil Du es gut fandest:HEUTE bist du als Bauer der letzte Arsch. Keiner erkennt das an.“ DAS KANN MANN NICHT ESSEN !!! “ Mein Sohn ist höchstmotiviert in den Betrieb eingestiegen;zu meiner Freude;eigendlich müsste man Ihm sagen : Verkauf an ALDI

    7+
  16. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, dass Impulsreferat von Willi war eine Spitzenleistung, Willi super danke.
    Man sollte sich das ganze Video, auch wenn es über 2 Stunden geht anschauen.
    Es gibt auch viele Hindergrundinfos ,wie es im Bundestag hinter den Kulissen läuft.
    Auch darüber sollt man sich einmal Gedanken machen.
    Der Beitrag von Aeikens, zur Düngeverordnung, war das immer und immer wiedere Gejammere was die Strafzahlungen betrifft.
    Endscheidend war ja damals, das Deutschland, unter Federführung von Umwelt und Landwirtschaftsministerium diesen Mist nach Brüssel gemeldet hat.
    Jetzt, kommen diese nicht mehr raus aus der Nummer, und nun müssen wieder einmal wie so oft die Landwirte dafür bezahlen.

    5+
    • Guter Vortrag Willi! Inhaltlich und sprachlich eine runde Sache. Abgeschlossen durch einen unserer bekanntesten Philosophen, herrlich! Hoffentlich konnte dein Publikum darüber auch lachen, denn irgendwo war das auch eine sehr charmante Klatsche. Und das mag nicht jeder.
      Das ganze Video habe ich mir allerdings noch nicht angesehen.
      Und auch auf die Gefahr hin, mir hier auch eine Klatsche abzuholen. Ich denke, dass Frau Merkel für unser Land echt ein Glücksfall war. Auch und gerade für Konservative.
      Natürlich ist auch die FDP eine Alternative und für mache vielleicht auch die SPD.
      Nicht nachvollziehen kann ich allerdings , warum Konservative eine AfD wählen. Und zwar nicht nur wegen Typen wie Höcke. Je mehr Stimmen dahin abfließen, umso leichter wird es für ein grün-rot-rotes Bündnis oder eben auch ein Grün-Schwarz. Also grün stärker als schwarz. Und das hilft? So nach dem Motto, jetzt haben wir es der CDU aber mal gezeigt? Halte ich für keine kluge Idee…

      3+
      • Ostbauer sagt

        Du hast ja Recht!! Aber meine Familiie hat 2 Diktaturien durch. und alle sagen mir „da ging es uns Landwirten besser“ Aber das möchte ich nicht!!

        3+
      • bauerhans sagt

        „Ich denke, dass Frau Merkel für unser Land echt ein Glücksfall war.“

        ich denke,sie sollte abtreten und Merz ihr nachfolger werden.

        passiv unzufriedene wählen AFD,aktiv unzufriedene wählen Die Grünen.

        0
        • Stadtmensch sagt

          „und Merz ihr nachfolger werden“

          bauerhans, kannst du das auch begründen? Friedrich Merz ist ein Mann des Geldes. Er ist restlos überzeugt von einer Grundhaltung, die letzten Endes nicht mit den Sachzwängen, die uns von „der Natur“ auferlegt werden, vereinbar ist. Mit Natur meine ich die natürliche Begrenzheit der Reproduktionsfähigkeit von Ökosystemen. Die Folgen dieser Grundhaltung (Unternehmertum, Arbeitsplätze, selbstzweckhafte Arbeit, dem Volk aufs Maul schauen usw.) bewirken, dass uns der Laden jetzt um die Ohren fliegt. Wir brauchen mittelfristig eine Wirtschaft, die den Bedarf an diese natürlichen Grenzen anpasst. Jawohl, verdammter Verzicht!! Niemand sollte übrigens von den Bauern erwarten, dass die den Schlamassel auf eigene Kosten ausbaden!
          Hier nochmal zum Nachlesen (gerade auch für Konservative, die „Angst“ vor Veränderung haben):
          https://www.zeit.de/2019/37/klimawandel-konservatismus-forschung-natur-freiheit
          Die Veränderung kommt sowieso (Ertragseinbußen durch unmögliches Wetter). Da hilft euch auch kein Merz.

          0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            @ Stadtmensch

            Veränderungen in der Landwirtschaft gibt es jedes Jahr,
            da brauchen Landwirte nicht belehrende Worte von Städtern, auch nicht von solchen die 2 Qm Garten besitzen.

            Könnte ja auch von den Städtern verlangen, dass das Gemüse von Andalusien mit Ochsenkarren in die deutschen Großstädte gefahren werden soll, aber die in der Stadt sind ja gegen Veränderungen.

            Habe mal zu einem LKW Fahrer gesagt, der gegen den Pflanzenschutz gestänkert hat, wenn er 15 Minuten lang an seinem Auspuff schnuppert, höre ich sofort mit den Pflanzenschutz auf.

            3+
            • Stadtmensch sagt

              Mit ihnen kann man einfach nicht vernünftig diskutieren.
              Wie kommen sie jetzt auf Auspuff-Schnüffeln und Pflug-mit-der-Hand ziehen?
              Ihre Art „Klugheit“ ist mindestens ebenso ermüdend wie meine weltfremd.
              Wir haben übrigens gestern wieder 60 Apfelbäume für eine Streuobswiese gepflanzt. Idealismus macht einfach mehr Spaß als Besitzdenken (wegen 2m² und so)

              2+
              • Brötchen sagt

                Stadtmensch ist ja richtig! Aber es ist ein unterschied, ob man hobbymäßig Geld vernichtet, oder ob man Werte erwirtschaftet und Leute damit bezahlt.
                Hast du zu ostzeiten schon gelebt und wie lange?

                1+
              • Thomas Apfel sagt

                Gibt’s da auch einen Verein, der dafür sorgt, dass die auch wachsen. Gut, ihr habt da bei euch ja lehmige Böden. Hier bei uns sind über EuA Maßnahmen hunderte Hektar-weise Streuobstwiesen sprichwörtlich in den Sand gesetzt worden.
                Die sind erst ökologisch wertvoll wenn die Bäume groß sind und die sind nicht aus Versehen im Süden Deutschlands angesiedelt (lehmige Böden, hohe Niederschläge). Ansonsten kannst du dir den Idealismus auch nur leisten, wenn du dein Geld woanders verdienst.

                3+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Vielfach ist es so,
                  dass die Gemeinden die Bäume zur Verfügung stellen, und nach dem Pflanzen werden die nicht mehr gepflegt und gehen ein.

                  Alte Bäume werden nicht mehr gepflegt, weil die Äpfel kaum mehr für den Eigenverbrauch genutzt werden und der Preis für Mostäpfel unterirdisch ist. Auch der Wegfall des Branntweinmonopoles wird nicht ohne Wirkung bleiben.

                  1+
                • Stadtmensch sagt

                  @Thomas, ja es gibt einen Verein (Natur Hof Chemnitz) und ich bin nicht Mitglied (weil ich meinen eigenen „Weltrettungsverein“ habe 😉
                  Auch wenn es „Geldvernichtung“ und dritter Arbeitmarkt über „Fördersümpfe“ sein sollte (was ich nicht weiß), so ist es doch eine gute Idee, dem entfremdeten Städter wieder ein „Gespür“ für das zu geben, was ihn letzten Endes am Leben erhält. Und (daran möchte ich auch mitwirken) die Kluft zwischen Stadt und Land zu überwinden. Habe auch einen alten Bekannten getroffen, der seinen Urlaubsflug „abdienen“ wollte.

                  1+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Stadtmensch
                  Finde es ja gut was ihr macht, es ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung die der Natur dient.

                  Sie sollten mal von der Vorstellung Abschied nehmen, dass die Landschaft auch anders aussehen kann, als wie Schläge von 100 Hektar.

                  Ich selbst beisitzte früher ca 400 hochstämmige Kirschbäume, alles Wildsorten die ich selber veredelte. Seitens der landwirtschaftlichen Unfallversicherung wurden die Bäume als Streuobst angesehen.

                  Nach Rentenbeginn mit 65 Jahren pflanzte ich 240 Apfelbäume mit der Unterlage M25, die haben ein Wachstum von ca 70 % gegenüber dem Bittenfelder Sämling.

                  Die haben den Vorteil dass ich nicht im Grabe nach den ersten Äpfeln schauen muss. 😉

                  Alter 3 und 5 Standjahre, Ernte dieses Jahr 11 Tonnen.

                  0
              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Richtig,
                60 Apfelbäume zu pflanzen ist eine Veränderung.
                Da wäre noch die Frage offen, wer hat die Fläche zu Verfügung gestellt, sie Herr Stadtmensch?

                Wenn ich jetzt Streuobstbäume pflanzen würde, ist die Gefahr vorhanden, dass mir das Volksbegehren in BW die Flächen unter Schutz stellt und damit mein Grund und Boden wertlos macht.

                Dieser Grund und Boden bekamen meine Vorfahren nicht geschenkt, der wurde gekauft. Auch ich habe nicht alles geschenkt bekommen, meine Geschwister wollten auch noch was und meine Eltern wollten bis ihr Lebensende auch noch in Würde leben. Diese Einstellung ist vielen Städtern abhanden gekommen.

                Übrigens, mit Idealismus kann ich meine Rente von 415.- Euro nicht aufbessern.

                1+
                • Ja,
                  von dem Erlös eines landw. Betriebes müssen oft 3 Generationen leben. Deswegen ist ein Bauer immer bestrebt in die Zukunft zu investieren und auf uns Nachkommen sitz oft der Druck in die Fussstapfen zu treten,
                  So etwas gibt es bei den Städrwen nicht, die können sich noch nichtmal in die Situation rein versetzen.
                  Das spaltet eben.
                  Deswegen dürfen die die Bauern nicht bevormunden wollen, nur um das eigene Ego zu polieren.
                  Haben die das nötig?

                  0
                • Stadtmensch sagt

                  Ja, hier bei uns im Stadtgebiet und im Umland gibt es viele Flächen, die durch frühere Nutzung wertlos geworden sind. Versaute Böden, alles zubetoniert oder sonstwie wirtschaftlich uninteressant. Da wir einen Stadtrat haben, der „linksgrünversifft“ nicht automatisch als wirtschaftsfeindlich oder sonstwie zersetzend betrachtet (o. gesellschaftlich irrelevant, wie es oben im Video angeklungen ist), gibt es viele Möglichkeite für sog. „Akteure“, sich marktfern zu betätigen. Dabei wird zwar auch Geld „verbrannt“, aber das könnte man der „Realwirtschaft“ mit guten Gründen ebenso vorwerfen. Warten wir ab, wie hoch die Rechnung für Jahrzehnte des Wirtschaftswachstums sein wird.

                  0
                • firedragon sagt

                  Stadtmensch,
                  das Jahrzehnte lange Wachstum kann nicht von jetzt auf gleich ungeschehen gemacht werden. Und die LW kann für entstanden Schaden, den alle angerichtet haben und weiterhin werden, allein in die Verantwortung genommen werden.
                  So wird Gesellschaft nicht funktionieren.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt,
                  hast du den Städter schon mal gefragt, ob er seinen Arbeitsplatz auch finanzieren muß oder ob er ihn geerbt hat?

                  Wer finanziert ihn?
                  Wer hat bei der Gründung des Unternehmens sich deswegen etwas vom Munde abgespart?

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              • Reinhard Seevers sagt

                Was Äpfelbäume mit Weltrettung oder Ernährung zu tun haben sollen erschließt sich mir nicht ganz….
                Wir haben mehr als genug Äpfel in diesem Land.
                Ist in meinen Augen lediglich eine Alibifunktion.

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                • Obstbäuerin sagt

                  Die eigentliche Funktion der Weltrettung beginnt erst mit dem Dahinscheiden der Streuobstwiese. Das verrottende Holz der alten Apfelbäume ist ein hervorragender Lebensraum für viele Insekten und schon deshalb lohnt sich eine Streuobstwiese selbst dort, wo der Boden zu schlecht ist und zuwenig Regen fällt.
                  (Das ist die Meinung einer Teilnehmerin der Nachfolgeveranstaltung des Insektengipfels).

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          • bauerhans sagt

            Merz ist ausser meiner sicht der einzige,der „den Laden schmeissen“ könnte,weil er durchsetzungsfähig ist.

            ob der klimawandel wirklich so nachhaltig negativ werden wird,kann ich nicht beurteilen.
            Klimahysterie mit schuldzuweisungen halte ich für nicht zielführend!

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            • brötchen sagt

              Bist Du Dir da sicher, dass Merz die Eigenschaften hat.
              Er hat ja wohl damals keine gute Rede gehalten.
              Wenn es drauf ankommt, versagt er.

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            • Stadtmensch sagt

              Hast du seine „Rede“ auf dem Deutschlandtag der JU gesehen und gehört? Klarer Fall fürs Kabarett 😉
              Kein Vergleich zu Bauer Willis Ansage (Siehe oben). Durchsetzungsfähig wird man nicht durch Gequatsche, Betrug und Intrigen sondern durch Anerkennung der wohlbegründeten und nachvollziehbaren Ziele, die man verfolgt. Aber macht ruhig. Hier bekommt jeder die Regierung, die er verdient. Wenn die Gesellschaft weiter machen will mit diesem Irrsinn (Wohlstand kann man es nicht nennen) dann gehts eben weiter. Später heißt es dann „rette sich wer kann“. Kollektive Verantwortungslosigkeit auf allen Ebenen!

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die Politik macht eine Politik für das billige „Fressen“,
          nicht für die Konzerne, es sei denn sie meinen ALDI & Co.

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    • Ostbauer sagt

      Ja. Willi war wirklich gut!!! Aber wer sich mit Politik ein wenig auskennt; der weiß, das geht den Handelden so was am Arsch vorbei!!(Bringt keine Prozente)

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    • Ostbauer sagt

      Hallo Landsmann; nicht jammern ! Wir haben jetzt den Vogel ohne Sänger da steht uns noch was bevor. Obwohl…. Er is sehr sachlig. Mal schauen

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Ostbauer, geben wir Ihm eine Chance und urteilen dann weiter.
        Einfacher wird es für uns Landwirte aber auf gar keinen Fall.
        Es fehlt diesen Leuten einfach das Praxiswissen. Es werden immer wieder Entscheidungen aus dem Bauch herrausgetroffen und dem Mainsream gefolgt.
        Benjamin Raschke, wäre die schlechtere Variante ,als Landwirtschaftsminister gewesen.

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          • Der Brandenburgbauer sagt

            Moin, ja Frau Silvia Bender hat uns noch gefehlt. Es gibt doch im Osten auch kompetende Leute aber nein es muss ebend eine aus dem Westen sein. Der Minister ein „Wessi und die Staatssekretärin auch“.

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            • Obstbäuerin sagt

              Das ist aber nicht das Problem, Brandenburgbauer. Ein Wessi, der sich für für die moderne Landwirtschaft einsetzt, wäre mir 1.000 mal lieber als ein Ossi, der vorher für NGO´s und Bioland gearbeitet hat. Werden Staatssekretäre eigentlich berufen oder kann man sich da bewerben?

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              • brötchen sagt

                Die bringen die Politiker mit!
                Der Staatssekretär ist der eigentlich politisch Handelnde.

                Obstbäuerin wenn Du Minister wärest, könntest Du jeden beliebigen Menschen als Staatssekretär benennen.
                Weiß jetzt nicht, ob der Ministerpräsident noch ein Vetorecht hat.

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                • Der Brandenburgbauer sagt

                  Moin, oder diese werden durch sehr einflussreiche Kräfte “ Strippenzieher“ dort hinplaziert.
                  Der Gründer und Geschäftsführer der FÖL, Michael Wimmer, ist so ein Typ, der es sehr gut versteht seine
                  Gesinnungsgenossen gut zu plazieren ohne selber in Erscheinung zu treten.

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              • Der Brandenburgbauer sagt

                Moin, die werden berufen. Sage mir einen Wessi in der Politik,
                der sich wirklich für unsere Belange einsätzt.
                Ich kenne keinen. Oder doch.
                Der amtierende Ministerpräsident in Thüringen versucht es,
                aber keine der sogenannten Volksparteien will mit Ihm in Regierungsverantwortung gehen.
                Das bei einem Wahlergebniss von 31%.

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                • Brötchen sagt

                  BB so richtig ist die Verständnis für die Geschichte nicht so da, in letzter Konsequenz.

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        • Ostbauer sagt

          Da geb ich Dir vollkommen Recht. Zumal ich Axel als Menschen schätze. Aber Er wird auch ein Getriebener sein!

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  17. Friedrich sagt

    Bravo Willi, du hast als einziger klare Worte gesprochen. Die Politik hat sich überall ein Türchen offen gehalten , wobei ich Frau Connemanns Einsatz für uns nicht schmälern will.
    Bei der Düngeverordnung liegt der große Fehler in der falschen Datenübergabe an die EU mit den Daten der 10% höchsten Nitratwerte , anstatt wie fast alle Länder (außer Malta), mit den durchschnittlichen Nitratwerten. Nach unserer Datenlage würde kein EU-Land die Nitratwerte erfüllen. Also wollte unsere Politik diese EU-Kritik haben , um sich nachher hinter der EU zu verstecken , daß man ja nur EU-Vorgaben erfüllen muß. Das ist verlogen. Deshalb basiert die Düngeverordnung auf einer Lüge !! — Ansonsten hat die Diskussion die volle Breite unserer Probleme aufgedeckt , aber keine Lösungen geboten. Da gilt es noch mehr Druck auf Berlin zu machen . Also noch mehr Demos ! In Deutschland wird alles abgestellt , aber keiner sagt was dafür kommen soll. Alle Wirtschaftenden in Deutschland schütteln nur mit dem Kopf und machen sich Gedanken wie man mit soviel wirtschaftlichen Unsinn umgehen soll. Jedes Jahr verlassen rd. 100.000 Spitzenleute unser Land und kommen nie wieder. Unsere Großindustrie verlagert sich ins Ausland und der Mittelstand hält sich zurück , sichert sich ab und wartet, bis diese Kaosregierung weggefegt ist. Was sagte neulich ein Energiefachmann zu mir , daß er sich ein Notstromaggregat angeschafft hat , weil der Stromcrash sehr nahe ist. Auch unsere Währung ist nicht sicher , weil man sich über alle Verträge hinwegsetzt und so sehendes Auges in den Währungscrash läuft. — Alle können also weglaufen . Nur die Bauern sitzen auf dem Land fest. Deshalb ist unser Widerstand sehr wichtig und muß fortgeführt werden. Auch der Kanzlerinnenagrargipfel am 2. Dezember für drei Stunden wird außer medialer Darstellung mit einem Haufen Teilnehmern keinen Durchbruch bringen. Gut , daß unser Willi dabei ist , aber außer schönen Bildern erwarte ich da auch nichts. Alles was die Kanzlerin zur Chefsache gemacht hat , ging danach zu Boden. – Willi bleib dran. Dank für deinen unermüdlichen Einsatz. Du und dein Block haben Gewicht in der Diskussion.

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    • Ostbauer sagt

      Mal zum Thema Nitrat. Nur so als Diskusionsgrundlage. Wissesschaftlich untersucht: HU Berlin: Sickerzeit und Anströmgeschwindigkeit des Grundwassers 20-30 jahre. da war ich noch in der LPG. Aber ich darf dafür zahlen. Gemeinschaftsaufgabe OST.Oder??

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  18. Ostbauer sagt

    Ich verfolge den Blog seit Monaten Also,ich bin lange genug im Geschäft um zu wissen, dass von der Politik keine 100 prozentige Zustimmung kommt und sie gewissen Zwängen unterworfen ist. Aber im Moment stellt sich die Sache so für mich dar, dass hier ein funktionierender Wirtschaftszweig sehenden Auges gegen die Wand gefahren wird.
    Obwohl mir Neoliberalismus vorallem auf dem Gebiet der Landwirtschaft immer ein Dorn im Auge war ,in Einem hatte Gido Westerwelle recht: „Die Spätrömische Dekadenz der Gesellschaft“

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  19. Paulus sagt

    Klare Kante, angemessen vorgetragen, mit einigen nahezu köstlichen Spitzen.
    Nicht schlecht Herr Nachbar. 🙂

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  20. Obstbäuerin sagt

    Diese Veranstaltung könnte ein Wendepunkt in der Landwirtschaftspolitik sein, wenn sie denn breiter wahrgenommen wird. Die meisten Beiträge waren fachlich sehr gut und haben die Probleme an der Basis aufgezeigt. Bauer Willi hat in seinem Impulsreferat die richtigen Konflikte und Ansätze formuliert. Es müsste für alle Sender des öffentlich-rechtlichen eine Zwangsauflage geben, den Beitrag zur besten Sendezeit zu bringen und alle Journalisten müssten in der ersten Reihe sitzen!!!!

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  21. Astorianer sagt

    Seit die Groko regiert, hat siech die CDU von der SPD erpressen lassen. Dann wurde bei jedem Beschluss von der SPD mit dem Ende der Groko gedroht wenn die CDU nicht zustimmt. Ob beim für die Bauern unseelige Mindestlohngesetz oder bei der Grundrente oder bei der CO2 Steuer die die Betriebskosten weiter in die Höhe treiben. Alle diese von der Groko beschlossenen Gesetze werden das Höfesterben antreiben. Die CDU ist für die Bauern deshalb nicht mehr wählbar.

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    • Ostbauer sagt

      Seh ich nicht ganz so. Stichpunkt :Mindestlohn. Bei gefühlter Vollbeschäftigung musst du deinen Arbeitnehmern auch was bieten. Ohne geht hier so wie so nix!
      Und mit der Grundrente haben wir eigendlich nix zu tun. Mein Standpunkt ist, wer gut und „normal“ arbeitet der soll auch davon provitieren

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    • Ostbauer sagt

      Ja;Du hastRecht. Das Höfesterben wird weitegehehen!wenn man Grudversorgung im Einklang mit der Natur unter marktwirtwschaftlichen Vorrausssetzungen betrachtet!
      Und zwar radikaler als es Ihr euch erträumen könnt!!

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    • Bei 30% der Neueinstellungen mit Mindestlohn ist die Sozialversicherung-Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, von den Arbeitgebern initiiert und der CDU/CSU ausgeführt, dem Tod geweiht. Schuldenfrei bei 1,7 Billionen Euro Rückstellungsdefizit für die Beamtenvorsorge, 1 Billion Euro für die Normalisierung der Infrastruktur-Bahn-Digital, Straße, hohe Targetforderungen (geliehenes Geld an vor allem die Südstaaten, die wahrscheinlich niemals zurückgezahlt werden) usw. ist wohl eher Kabarett für allerdümmste. Die Inlandsnachfrage, für Obst, Gemüse etc. stark geschwächt. Wer da von Merkel begeistert ist, hat wohl gar nichts verstanden. Die Jugend checkt das schon, viele Frauen auch. Die anderen sind wohl Beamte und Steuerprivilegien-Bezieher. Mit guter Zukunftspolitik hat das gar nichts zu tun. In Österreich gibt es schon 25% Biobetriebe denen es, überwiegend als Selbstvermarkter gut geht. Dezentralisierung und Abwahl der eigenen Spitzenvertreter, im Austausch gegen vernünftige eigene Leute -siehe Bauer Willi, ist die Lösung. Wer nach oben immer nur buckelt bietet halt nur seine Hintern exponiert an. Kein doppelter Beitrag!!!!

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  22. Christian sagt

    Absolut sehens- und nachdenkenswert. Auch für die Berufskollegen, die derzeit mit Krawallen ihre Interessen durchdrücken wollen.

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    • Ostbauer sagt

      Es hat keiner mit Krawallen gedroht! Aber wennDu innerhalb der s gesetzlichen Rahmens arbeitest;sollte eine „gewisse“Sicherheit vorhanden sein!

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  23. Respekt, gute Rede! Schön, dass darin Teile enthalten sind, die auch hier im Blog so diskutiert wurden. Das gesamte Video werde ich mir morgen „gönnen“.

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  24. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    heute ist CDU – Landesparteitag in Neustadt.
    LW und Winzer sind anwesend.
    Der Dialog wird im /am Hambacher Schloss fortsetzt.

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