Bauer Willi
Kommentare 102

Ausschnitt einer Rede

Am Wochenende war der Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen. Mehr durch Zufall habe ich Teile der Rede von Robert Habeck gehört und die Sätze, die mir besonders ins Ohr gegangen sind, auf eine gelbe Karte geschrieben. Seitdem denke ich da dauernd drüber nach, was er damit sagen will…Was hört ihr da heraus?

Hier die ganze Rede. Der Ausschnitt, der oben im Text steht, kommt etwa ab der 12. Minute. Ja, das Video funktioniert. Einfach auf das weiße Dreieck klicken.

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102 Kommentare

  1. thomas sagt

    Also wat denn nu? Da sagt der böse Grüne, dass es nicht gegen sondern nur mit den Bauern geht und dass es bei allen Umweltforderungen auch finanziellen Ausgleich geben muss – nicht zum ersten mal übrigens – dann ist das nicht ok oder eine Grundlage für weitere Gespräche sondern herablassend und überhaupt…
    Ganz schlimm finde ich oben die Behauptung, die Grünen hätten die letzten Nazis absorbiert und Hitler war ja auch schon Vegetarier und heute sinds halt die Grünen.
    Und da sagt hier keiner was? Das soll tolerant sein? Schlimm!!!
    So überzeugen Sie keinen „ignoranten“ Stadtmenschen

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  2. Astorianer sagt

    Diese grüne Eliten mit Habek Beerbock, Hofreiter und Co rücken niewmals von ihrer verbohrten Ideologie ab. Der Einzige der da moderade Töne von sich gibt ist MP Wienfried Kretschmann von Baden- Württemberg. Der hat dem Volksbegehren von Pro Biene eine Absage erteilt. Der Bayrische Ministerpräsident Söder hingegen hat es zugelassen nur um seine Wähler nicht zu verprellen.

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  3. brouss sagt

    Interessant ist auch der letzte Satz:

    „Wir müssen diese Toleranz auch bei uns selbst einüben!“

    Ist doch ein Eingeständnis eigener Intoleranz. Im Öko-Bereich ist man von eigener Überlegenheit so überzeugt, dass man keine Demut mehr hat.

    Man phantasiert sich die Welt so zusammen, dass es für den eigenen Geldbeutel passt und blendet die Realität aus.

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  4. Ottmar Ilchmann sagt

    Ich stelle jedenfalls bei Robert Habeck eine größere Offenheit und Bereitschaft zum Dialog fest als beim Großteil der üblichen Kommentatoren hier im Blog. Schade!

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    • Christian Bothe sagt

      Habeck und Baerbock kommen mir immer vor wie Prediger bei SBN in Amerika.Glaube versetzt Berge und wenn man wieder gewählt werden möchte, kann man viel erzählen.Dazu noch Hofreiter…Nichts weiter als die volkswirtschaftlich und landwirtschaftlich zerstörerisches Gedankengut von diese Typen und bei uns in Thüringen wurden sie mal wieder geerdet!

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        • Obstbäuerin sagt

          Wir werden sehen, wie sich das in Brandenburg entwickelt, Herr Illchmann. Das hat ja so ein bisschen Beispielcharakter. Auch wenn ich das Schlimmste ahne, werde ich mich der Zusammenarbeit nicht verwehren. Schließlich hängt unsere Existenz davon ab.

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          • Phillip Brändle sagt

            Wo kann man in Brandenburg den mit Ihnen Zusammenarbeiten? An welchen Stellen engagieren Sie sich? Ich wäre an einem Dialog sehr intressiert!

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            • Obstbäuerin sagt

              Zum Beispiel engagiere ich mich sehr dafür, aufzuzeigen, dass sich konventionelle Landwirtschaft und Biodiversität nicht ausschließen. In den Sommermonaten Juni und Juli lade ich zu Schmetterlingsführungen in unser Obstanbaugebiet ein. In der Regel sind bei günstigem Wetter bis zu 20 verschiedene Schmetterlingsarten zu beobachten. Unsere ortsansässigen Grünen habe ich schon mehrmals eingeladen aber leider war das Interesse nicht groß genug oder die Zeit zu knapp. In unserem Betrieb haben wir jetzt die gehörnte Mauerbiene zur Bestäubung etabliert und festgestellt, dass diese ebenfalls keine Probleme mit Pflanzenschutzmitteln haben. Interessant und bedauerlich ist auch die Tatsache, dass sich die Medien und die Politik nicht im geringsten für eine intakte Umwelt interessieren. Jedenfalls sind meine Versuche, das zu ändern seit drei Jahren konsequent gescheitert.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich würde mich schwer tun mit Kollegen zusammenzuarbeiten, die mit Plakaten auf der whes-Demo rumlaufen und pauschal gegen „Agrarfabriken und Massentierhaltung“ mobil machen. Diese Kampfbegriffe sind nicht definiert und suggerieren, dass alle, außer die ABLer diesen Kreisen angehören….das ist eine Aufforderung zu Abwehr aber nicht zur Zusammenarbeit. Die Kampfbegriffe dienen einzig als Lockruf nicht agrarischer Sympathisanten.
                Welches Ziel man verfolgt ist nebulös und scheint sich aufzulösen, sobald man ins Detail geht.

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              • Phillip Brändle sagt

                Danke für die Ausführungen. Meine Frage zielte eher darauf ab wo ich Sie im echten Leben Treffen kann. Gerne würde ich mir Ihre Projekte zur Mauerbiene und Ihre bemühungen um den Dialog mit der Grünen Partei vor Ort anschauen und mit Ihnen ins Gespräch kommen. Hierfür müsste ich allerdings wissen wo ich Sie treffen kann oder wann man Ihren Betrieb besuchen kann!?

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                • Obstbäuerin sagt

                  Hallo Herr Brändle, mein Mann ist morgen auf dem Streuobsttag in Berlin und wird an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Wenn Sie uns nächsten Sommer besuchen wollen, können sie das, falls Sie auch anwesend sind, mit ihm verabreden. Einen richtigen Dialog gibt es nicht aber meiner Einladung zu unserer Veranstaltung »Biene tot – Bauer schuld?« sind die Stadtverordneten der Grünen im Sommer gefolgt.

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              • Phillip Brändle sagt

                @ Herr Seevers: hier die Detais und konkreten Lösungsvorschläge. Ich kenne keinen anderen Verband der derart Konkrete Konzepte zur GAP und zur Schweinehaltung vorgelegt hat – Sie?

                GAP: https://www.abl-ev.de/uploads/media/Punktepapier_Aufl._2_-_Webversion_Hinweis_Direktzahlungsrechner.pdf

                Schweinehaltung: https://www.abl-ev.de/uploads/media/AbL_-_Umbau_der_Schweinehaltung._Nutztierstrategie_konkret_-_Sept_2017.pdf

                Achja – hier noch die Definitionen von denen Sie sagen das es Sie nicht gibt: https://www.abl-ev.de/uploads/media/15-03-B%C3%A4uerliche_Landwirtschaft_AbL-Postionspapier.pdf

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Vielen Dank für die Infos Herr Brändle.
                  Ich habe auf die Außenwirkung und die Folge für die Wahrnehmung aus Bürgersicht abgehoben. Wer soll denn als Außenstehender differenzieren können, wenn er nicht mal das Grobe kennt. Es ist für mich ein nogo, dass ABL und BDM bei whes mit marschieren und dessen Parolen mitgröhlen…..Diese Zersplitterung ist es am Ende, wenn Politik und NGO die Spaltung nutzen und die Proteste im Sande verlaufen.

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    • firedragon sagt

      Guten Morgen Herr Ilchmann,

      eher nicht. Ich glaube, würde Herr Habeck den ein oder anderen Hof aufsuchen und das Gespräch suchen, würde niemand das Hoftor vor seiner Nase verschließen.
      Anders als manch politische Person, die zu keinem Dialog bereit ist.

      7+
    • bauerhans sagt

      Robert will ja „was“ werden und muss deshalb seine partei und „den wähler“ mitreissen,ob das von offenheit und dialogbereitschaft getragen ist,bleibt abzuwarten.
      die hier schreibenden äussern sich zu sachverhalten,oft subjektiv,aber immer bereit zum dialog.

      7+
    • Reinhard Seevers sagt

      Komisch nur, dass Dialogbereitschaft erst dann ernstgenommen wird, wenn sich Widerstand regt….
      Die Nähe zu den Grünen ist für die ABL ja kein Problem, für die Mehrheit der „anderen“ aber wohl. Wenn sich die Minderheit das Recht, Recht zu haben jahrelang über whes – Demos bestätigen ließ, und nun eine Mehrheit sich aber über den Tisch gezogen fühlt, dann muss sich die Minderheit wohl oder übel irgendwann bewegen und den Dialog suchen. Ansonsten ist die Gesellschaft in Gefahr.

      2+
    • Ulfrid sagt

      Ein Dialog bedeutet doch eigentlich nur, dass jede Seite ihren Standpunkt darlegt. Wünschenswert wäre es sicherlich, dabei Kompromisse für beide Seiten zu finden. Ist aber nicht Ziel eines Dialogs.
      Leider hat man in der Vergangenheit mehr über uns gesprochen, als mit uns.
      Die Dialogbereitschaft wurde uns verwehrt. Vorverurteilung einer ganzen Berufsgruppe waren die Folge.
      Hier hatten die „grünen Interessen“ einen großen Anteil daran. Auch heute noch.
      Wir wissen heute schon, dass die geplante Energiewende, mit massiven Ausbau der Wind und Solarenergie negative Auswirkungen auf die Natur und Umwelt haben wird, und Naturschutz hierbei eine untergeordnete Rolle spielen wird. Davon ist aber auf den Parteitagen nichts zu hören.
      Das gehört aber zu einem ehrlichen Dialog auch dazu.
      Der Schuldige steht, meiner Meinung nach, heute schon fest. „Die Natur kann nur Der geschädigt haben, der von ihr lebt.“
      Wir arbeiten so, wie wir es gelernt haben. Sind offen für Neues. Wenden es auch an, wenn es der Zukunft unserer Betriebe und Familien nützt.
      Aber warum können uns Menschen unser Wissen und unsere Fähigkeiten aberkennen, uns verurteilen, obwohl sie aus so artfremden Berufen kommen, es sich vielleicht auch noch leisten können, eine Wohnung in einer Metropole zu haben, und Landwirtschaft nur aus dem vorbeifahenden Auto kennen. Vielleicht auch noch den Schlepper auf der Straße, den man gerade nicht überholen kann, oder Dreck verliert.
      Was für ein Ergebnis soll bei einem solchem Dialog rauskommen.
      Ich glaube, dass es bei uns Landwirten viele gibt, die das Gespräch mit der Öffentlichkeit suchen. Aber eins musste ich feststellen: Die Parolen sind überall die selben. Bei fachlichen Themen landet man schnell in einem Monolog, da dem Gegenüber die Argumente ausgehen. Leider ist die Gruppe, die wir erreichen und vielleicht auch umstimmen recht klein.
      Landwirt ist unser Hauptberuf. Politik machen wir nebenher. Das Traurige dabei ist, dass wir viel freie Zeit opfern, um uns gegen hauptamtliche Politiker und deren Ideologie zu wehren.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Das Traurige dabei ist, dass wir viel freie Zeit opfern, um uns gegen hauptamtliche Politiker und deren Ideologie zu wehren.“

        Das Ziel ist ja auch, dass das Wehren endlich ein Ende haben soll und man sich der Minderheit der Meinungsschaffenden zu unterwerfen hat.
        Interessant ist gerade die Diskussion um den Abstand der Windkraftanlagen zu Wohnhäusern. Frau Scheer von der SPD möchte die 1000m in Frage stellen und den von Gegner erkauften Kompromiss einkassieren. Das wird schon im Vorfeld zu einem riesen Ding, wenn CDU und SPD sich darum streiten, wer den Bürger schützen will und wer für die Energiewende ist. Dieses Volk kämpft gegen sich selbst.

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        • Ulfrid sagt

          „Dieses Volk kämpft gegen sich selbst.“

          Aber nur so kann man sich aus der Veranwortung nehmen. Bei den vielen „Grabenkämpfen“ im Land, kann man sich immer die Seite aussuchen, die einem gerade passt, und mit Wählerwillen rechtfertigen.
          Es ist traurig, wie die ehemals Großen, wie CDU und SPD, ihre Ideale aufgeben, und nach Möglichkeiten suchen, Wähler zurückzugewinnen. Im Grunde verraten sie sich als Partei, deren urprünglichen Ziele und ihre letzten treuen Anhänger.
          Zu schützen versuchen sie sich nur selbst. Niemand anderen.

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  5. Elisabeth Ertl sagt

    Niedersachsen hat ausgerechnet, dass umfassender Herdenschutz 300 Millionen jährlich kosten würde. Bayern kam auf ähnliche Beträge, Österreich ebenso. Glauben Sie wirklich, dass dieses Geld aufzutreiben sein wird, wenn schon ohne Wolf die Weidetierhaltung finanziell kaum aufrecht zu erhalten ist. Der Wolf ist eine ökologische Schnapsidee!

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  6. Altbauer Jochen sagt

    Schöne Worte der Parteiführung,
    aber blickt mal in die Seelen der Parteisoldaten
    die im Falle des Falles die Ressorts besetzen würden.
    Man sollte immer sehen was hinter den Frontleuten
    für „Fußvolk“ agiert.

    12+
  7. Ulfrid sagt

    Als ich dies gelesen hatte, dachte ich im ersten Moment, dass das Gespräch mit Willi etwas Umdenken zur Folge hat. Hat es vielleicht auch. Etwas.
    Aber, Robert Habeck ist durch und durch ein „Grüner“ und ein Politiker. Hört man sich seine gesamte Rede an, klingt dies weiter nach konsequentem Durchsetzen „Grüner Interessen“.
    Er hat bestimmt gemerkt, dass er in bestimmten Bereichen fachlich nicht mitdiskutieren kann. Somit wird er vielleicht nur vorsichtiger in seinen Äußerungen.
    Mitdiskutieren, das können viele andere Politiker aber auch nicht. Das hält sie aber leider nicht ab, mit ihrem falsch interpretierten Verständnis von Wählermeinungen, gepaart mit Unwissenheit und populistischen Sprüchen, in die Öffentlichkeit zu gehen, und sinnlose Verordnungen zu favorisieren. Ein gutes Beispiel: Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Ist aber ein anderes Thema.
    Deshalb ist es auch dringend notwendig, in den direkten Austausch zu gehen. wie z.B Willi bei seinem Impulsreferat am 13.11. bei der CDU/CSU-Fraktion im Reichstag in Berlin. Hier bekam man nach langer Zeit mal das Gefühl verstanden und ernst genommen zu werden. Es wird aber noch viel mehr und in größerer Breite diskutiert werden müssen. Die Kommentare hier geben uns die Möglichkeit untereinander zu diskutieren. Wir brauchen aber auch sehr viele Mitstreiter, die das fachlich in der breiten Öffentlichkeit können. Das kann Willi nicht allein für uns erledigen.

    14+
    • Gephard sagt

      Was sollen du Grünen denn anderes machen, als ihre grünen Interessen und die der Wähler durchzusetzen. Dafür wurden sie ja gewählt. Schlimmer sind doch Parteien, die nicht das tun, wofür man sie gewählt hat. Das Problem ist allerdings, dass man das auch den Grünen vorwerfen kann.

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  8. Obstbäuerin sagt

    Was halten Sie eigentlich davon, sehr geehrter Herr Suhr, endlich damit aufzuhören, Ihren „Mitdiskutanten“ Intelligenz und Sachverstand mit solchen Formulierungen abzusprechen:
    „…aus vorauseilendem Gehorsam gegen solche ,Äußerungen zu schießen…“
    „Wer weiß … jeder von denen mag selbst bei CDU, FDP und Co. aktiv sein…“
    „…sie haben keine andere Wahl, als gegen Grüne zu schießen.“
    „…nach meiner Erfahrung aus all den Diskussionen hier sind auch einige dabei, die auf die Rente zugehen und eher noch durchs Loch kommen wollen und deswegen eher das weiterso beschwören…“
    „… aus Angst vor Veränderung.“

    7+
  9. Moin!

    Wenn ich bedenke, wie Herr Habeck bei Dir neulich im Interview bewußt den Begriff „Massentierhaltung“ vermieden und von Intensivtierhaltung gesprochen hat, Masse allein ist ja kein Kriterium, sehe ich da schon einen Aufbruch. Allerdings quasi als Reform von oben bei den Grünen.

    Ich erinnere an den Brief von Norwich Rüße an seine Grünen-Parteifreunde.
    https://www.bauerwilli.com/klare-gruene-worte-danke/

    So sehr der Dialog zwischen Erzeugern und Verbrauchern nicht zuletzt auch vom Bauernverband (siehe Polemik BV Schleswig-Holstein auf Facebook) oder Politikern wie Gero Hocker sabotiert wird von wegen böse Stadtmenschen, so sehr muß man anerkennen, wenn sich jetzt doch was bewegt. Diejenigen, die eine nachhaltige Landwirtschaft wollen, dürfen nicht nur fordern, sondern müssen dabei auch unterstützen!

    Ich halte es für den falschen Weg, aus vorauseilendem Gehorsam gegen solche Äußerungen zu schießen wie manche Kommentatoren es hier tun. Wer weiß … jeder von denen mag selbst bei CDU, FDP und Co. aktiv sein, sie haben keine andere Wahl, als gegen Grüne zu schießen. Und nach meiner Erfahrung aus all den Diskussionen hier sind auch einige dabei, die auf die Rente zugehen und eher noch durchs Loch kommen wollen und deswegen eher das weiterso beschwören aus Angst vor Veränderung. Nach vierzig Jahren Ariel greift man nicht mehr zu Persil.

    Die Grünen sehe ich auch kritisch, winken Fracking-Gas durch, Auto wichtiger als Essen usw. Doch ohne Essen geht’s nicht, und so gesehen ist das ein wirklich großer Schritt … man bedenke, daß Herr Habeck in der Höhle der Löwen sitzt, wenn er vor Grünen mehr Dialog und damit auch Respekt fordert für diejenigen, die für viele Grüne ein rotes Tuch darstellen!

    Dieses zarte Pflänzchen sollte man hegen und pflegen. Wenn die Grünen nicht nur ökologisch, sondern auch sozial endlich mal nachlegen würden und die ökonomische Frage dabei nicht aus den Augen verlieren, ist das mehr Wert, als wenn die FDP wieder gegen Stadtmenschen wettert und Äußerungen raushaut von wegen sich ’nen SUV kaufen, um FFF-Kids zu ärgern. Oder wenn die Nazis in der AfD von Blut und Boden lamentieren und es von der CDU heißt, die wie die FDP Mercosur super findet, man müsse als Landwirt nur vor der Welle schwimmen …

    … nebenbei findet Herr Rukwied, 5.000 aufgegebene Höfe wären noch kein Höfesterben, sondern natürlicher Strukturwandel. Während der ehemalige BV-Präsident in Thüringen, Klaus Kliem, lieber an ALDI verhökert als an Berufskollegen, wobei gleichzeitig der Verband gegen Maßnahmen zum Schutz vor Landgrabbing wettert.

    Ich vertraue eher denen, die sich bewußt mit Landwirtschaft auseinandergesetzen, auch wenn sie dabei Kritik äußern, die nicht jedem gefallen mag, als denjenigen, die mir Honig ums Maul schmieren und mich offenen Auges in den Abgrund führen. Als Verbraucher will ich nicht am Ende von ALDI und Co. mein Essen vorgesetzt bekommen und möchte eine souveräne selbständige Landwirtschaft, wo es noch heißt, man packt im Ort wie selbstverständlich mit an und hält auf dem Land zusammen. Es geht nicht nur ums Essen auf den Tellern … schon lange nicht mehr …

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    • brouss sagt

      Herr Suhr.

      Die wirklich dummen Fanatiker, welche früher heiße Nazis geworden wären, haben in den letzten Jahrzehnten die Grünen absorbiert.

      Wenn man nur an Hitler denkt: Der hatte was Chronisches im Verdauungstrakt und war deshalb Vegetarier. Ein paar Geschwister sind jung gestorben.
      Der wäre einer der ersten Bio-Esser geworden.

      Demeter war die Traum-Lw der Nazis. Die haben in 3 KZ´s Demeter-Höfe betrieben um das Programm zu entwickeln. 1942 wurde Demeter dann verboten. Wahrscheinlich sind sie da klug geworden. Heute wird es so dargestellt, dass Demeter die ganze braune Zeit verboten gewesen wäre.

      Die Nazis hatten das modernste Tierschutzgesetz der ganzen damaligen Welt.

      Mit einer Nachkriegssozialisierung, wären die heute lieb zu den Juden, würden das Monsantoproblem auf ihre Weise lösen.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        „Wahrscheinlich sind sie da klug geworden“. Die Begründung für das verbot lautete so:
        „Nach der geschichtlichen Entwicklung der Anthroposophischen Gesellschaft ist diese international eingestellt und unterhält auch heute noch enge Beziehungen zu ausländischen Freimaurern, Juden und Pazifisten. Die auf der Pädagogik des Gründers Steiner aufgebauten und in den heute noch bestehenden anthroposophischen Schulen angewandten Unterrichtsmethoden verfolgen eine individualistische, nach dem Einzelmenschen ausgerichtete Erziehung, die nichts mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätzen gemein hat. Infolge der Gegensätze zwischen den Anschauungen der Anthroposophischen Gesellschaft und den vom Nationalsozialismus vertretenen völkischen Gedanken bestand die Gefahr, dass durch eine weitere Tätigkeit der Anthroposophischen Gesellschaft die Belange des nationalsozialistischen Staates geschädigt werden. Die Organisation ist daher wegen ihres staatsfeindlichen und staatsgefährdenden Charakters aufzulösen.“
        Reinhard Heydrich https://de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie#Verbot_der_Anthroposophischen_Gesellschaft
        Nur weil es in den Reihen der Demeter – Leute alles von Nazi bis Grün gibt, heißt das noch lange nicht, dass alle dieselbe Ideologie verfolgen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Analogie finde ich etwas problematisch. Ich sehe die heutige Situation eher der „Lebensreform“- Bewegung zugeordnet:
          „Gemeinsame Merkmale waren die Kritik an Industrialisierung, dem Materialismus und der Urbanisierung verbunden mit Streben nach dem Naturzustand.“ (Quelle Wiki)

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        • Ottmar Welker sagt

          Elisabeth Ertel
          Die Rudolf Steiner Lehre unterhält Bekenntnisschulen, die Walddorfschulen und mindestens eine solche Hochschule: Das Goetheaneum auf dem, nicht „Bayreuther Hügel“, sondern Dornacher Hügel.
          Die Nähe zum Gedankenguts des stellvertretenden „Reichsprotektors von Böhmen und Mähren“ bei R.S. ist wohl nur nicht gegeben, weil es nach seiner Lebenszeit war und wegen der kurzen Lebenszeit wegen dem Attentat auf R.S. Bei anderen einzelnen wohl schon.
          Die Filder Klinik, bei uns nennt jemand sie „Mabuse Klinik“, verlangt jetzt horrende freiwillige Spenden für ihre sonntäglichen Konzerte, damit sie vermutlich unter sich bleiben.
          Ein Gründer, weit über 90 damals, zeichnete die Geschichte der Entstehung nach, seit er Arztanfänger war, aus dem leerstehenden jüdischen Krankenhaus nach dem Krieg in Stuttgart.
          Die Firma und Stiftung Robert Bosch spendete die anthroposophische Filderklinik, damit sie den unwürdigen Zustand endlich beenden sollten. Er selbst habe bis ins hohen Alter versucht mehr zu verstehen und arbeite immer noch daran.
          Einen Landwirtschaftsbereich, den einzigen der DDR, wo Tierhaltung und Pflanzenbau gemeinsam an der K. -M.Universität und mit 8 semestrigem Studium der Tropischen Landwirtschaft studiert werden konnte, besuchte ich privat vor Ostern 1990 und jemand hielt mich für den schon erwarteten „Abwickler“. Auch der zuvor dienstlich hingereiste Prof. Leihner war das nicht, sondern aus Göttingen welche.

          Gezeigt wurden mir die Institute in verlassenen jüdischen Villen und das Empfangsgebäude war die Turnhalle für die Offiziere aus der Zeit vor der DD ; wie zuging, unter Prof. Franke damals, erfuhr ich auch. Derjenige, der mich führte, wollte sich einer Saatgutfirma in Bayern anschließen und nicht auf mögliche hohe Abfindungen wie in Berlin spekulieren und fragte mich, ob er dem Angebot vertrauen könne. Sicher; jener war sein Landmann früher einmal.
          Auch in Hohenheim kam eine ältere Dame aus Dornach und lud zum kostenpflichtigen Dialog ein. Was mich bei ihren Vortrag erschaudern ließ, war das gleichbleibende und besonders eindringliche Auftreten, das sie ja einübten, wie das Sprechen. Nicht bei allen.

          1+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Herr Suhr, prinzipiell gebe ich Ihnen recht. Aber als Hobbybäurin und Pensionistin geht es mir trotzdem nicht darum, durchs Loch zu kommen, sondern ich mache mir Sorgen um die Zukunft, und ich kenne viele pensionierte kommerzielle Bauern, die so denken wie ich; die ihren Betrieb auf Sparflamme weiter bewirtschaften, weil sie nicht glauben können, dass nicht doch noch irgendwo ein Hoffnungsstrahl auftaucht, der ihnen einen motivierten Nachfolger beschert. Weil von dieser Sache so viel abhängt.

      2+
    • Paulus sagt

      Christian Suhr, zufällig bin ich einer von denen die auf die Rente zugehen und auch noch ewiger Wähler der FDP. Die Bielefelder Parteitagsbeschlüsse veranlassen mich bei der nächsten BT-Wahl die Grünen zu wählen. Was die intern mit ihrem Gendergedöns veranstalten interessiert mich nicht, ebenso wenig wie die vorgesehene Bepreisung von CO2 und ähnlicher Quatsch.
      Ich hoffe allerdings, dass die Ausweisung von EFH-Gebieten nicht nur strikt begrenzt, sondern verboten wird. Da wir eh vorhaben unseren Altersitz nach Belgien zu verlegen werden wir unsere Hütte verkaufen. Sehr komfortabel, großes Grundstück, unverbaubare Randlage am Wald, Speckgürtel von Köln. Etwas Besseres als das die Grünen den nächsten Kanzler stellen kann uns gar nicht passieren. Ich denke, eine Werterhöhung so um die 100 tsd. € dürfte realistisch sein. Dafür wähle ich zum Abschied doch gerne die Grünen. Tja, so denken die Kapitalistenschweine nun mal, von wegen Angst vor Veränderungen und so.

      Ich könnte das jetzt noch auf Bauer Willis beeindruckende historische Hofanlage ausdehnen. Da ließe sich was draus machen und Beispiele dafür gibt hier genug. Im Sinne seiner Nachfahren müsste er zumindest darüber nachdenken grün zu wählen.

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        • firedragon sagt

          Obstbäuerin,
          was würde passieren, würden die Grünen die erforderliche Mehrheit erhalten, um regieren zu können?

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          • Obstbäuerin sagt

            Firedragon, sie würden die gleiche Politik machen mit einem grünen Anstrich und die eine oder andere Weiche stellen aber klammheimlich werden die Stellen in der Verwaltung der Ministerien mit NGO´s und Grünen geflutet und das ist die eigentliche Katastrophe. Wenn die Grünen dann irgendwann abgewählt werden sollten, sitzen sie dennoch überall. ich glaube, das hat mit Renate angefangen.

            6+
            • firedragon sagt

              Sicher?
              Könnte es nicht so sein, dass sie Posten annehmen müssten, dessen Inhalt sich mit ihrem Parteiprogramm beißt?

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      • Bauer Willi sagt

        @Paulus
        unter dem Aspekt habe ich das noch gar nicht gesehen. Hat was. Habt ihr in Belgien noch ein Nachbargrundstück???

        1+
      • Stadtmensch sagt

        Wieso Kapitalistenschweine? Ihr könnt von mir aus an euren Kaminen hocken, Düschardon (oder wie das heißt) süffeln und euch ständig Sorgen um eure Kohle machen. Bunker braucht ihr ja nicht (mehr). Das war war für das Gendergedöns – Alter weißer Mann 😉

        Heute wird also wieder „Wortklauberei“ betrieben und man freut sich, wie sich die Politiker-Darsteller winden. Was soll das bringen?

        Hier, die Linken haben wieder den Finger drauf. Leider interessiert es keinen

        Zitat Suhr:
        „Während der ehemalige BV-Präsident in Thüringen, Klaus Kliem, lieber an ALDI verhökert“

        „Über die Hälfte der Agrarfläche in Deutschland gehört inzwischen Nichtlandwirten.
        Die Investoren profitieren von den steigenden Bodenpreisen, kassieren Pacht, verkaufen Mais, Raps oder Schweine und streichen EU-Subventionen ein – je größer die Fläche, desto mehr. “
        Quelle: Tagesspiegel

        Mist! Und ich dachte immer DüVO und Flassbart sind am Höfesterben schuld.

        Wie sagte Herr Krämer: jetzt hilft nur noch „Stückkostendegression durch biologisch-technischen Fortschritt (z.B. mehr Ferkel pro Sau, höhere tägliche Zunahmen pro Mastschwein mehr Milch pro Kuh und Jahr)“
        Wo wir gerade dabei sind (Lesetip): Entmachtet die Ökonomen, Frank Niessen!

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        • Arnold Krämer sagt

          Stadtmensch, nett, dass Sie mich immer wieder zitieren, dabei beschreibe ich doch nur.

          Das Sterben von Unternehmen in der Landwirtschaft hat abgesehen von den rein persönlichen Gründen (habe ich hier im Blog auch schon vollständig benannt) damit zu tun, dass
          1. Betriebe und ihr Einkommenspotential zu klein sind (überwiegend westdeutsches Problem), kein produktiver Einsatz von Arbeit, Boden und Kapital bei normaler Nutzung des technischen Fortschritts
          2. die Einkommenspotentiale groß genug sind, aber nicht ausgeschöpft werden (Problem von Ost- und Westbetrieben). In letzter Konsequenz immer auf mangelnde oder zu viel zu langsame Lernprozesse in der Unternehmensführung (im weitesten Sinne) zurück zu führen.

          1+
        • „Über die Hälfte der Agrarfläche in Deutschland gehört inzwischen Nichtlandwirten.“

          Das bezweifele ich, Stadtmensch. Gibt es dafür eine andere Quelle als den Tagesspiegel?
          Und wieso sollen Investoren von steigenden Bodenpreisen profitieren und gleichzeitig auch von den Pachteinnahmen?
          Ja hier in MV gibt es viele Unternehmer, die sich beträchtliche Flächen gekauft haben. Weitergehandelt haben sie bisher kaum etwas… Also die neuen Investoren haben nicht von steigenden Preise profitiert.
          Waren wirklich viele kleine Betriebe da, die erweitern wollte? Ich habe da Zweifel. Willis Blog dürfte es kaum geben, wenn Landwirtschaft so ein dolles Geschäft wäre.

          4+
          • Stadtmensch sagt

            @Lady, Sie dürfen den Kapitalismus nicht aus ihrer betriebswirtschaftlichen Sicht versuchen zu verstehen. Sie müssen wirtschaften, während der Kapitalist „spielen“ kann.
            Kenne selbst so einen persönlich und habe direkt mit ihm zu tun. Immer wenn er bei uns in der Gegend ist, philosophieren wir etwas über Ökologie und Geld. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, sich gegen das große Monopoly zu wehren, oder ob man sich nicht besser am Ende hinstellt und sagt, So! Du hast gewonnen und jetzt sieh was du angerichtet hast: ein Haufen Konsumzombies, die nach Arbeitsplätzen schreien. Und wehe du beschaftigst sie nicht. Sie werden dir vor Langeweile den Stall kaputt hauen (nur für den Themenbezug). Lass sie wenigstens Pyramiden bauen, oder Straßen, die können sie dann immer wieder reparieren…
            800000km haben wir jetzt schon in diesem Land. Da geht noch was…

            Achso, fast vergessen:
            Kaufen Sie Land! Das Produkt wird nicht mehr hergestellt. (Henry Ford)

            Sieht nicht aus wie linke Agitprop

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        • Christian Bothe sagt

          Ich bin Thüringer und kenne Klim noch als Bauernchef und auch dessen Betrieb.Warum sollte er nicht verkaufen?Kein anderer hat Interesse und der Betrieb wird in seiner Vielfältigkeit erhalten(moderner Ackerbau, neue MVA und Schweineproduktion).Im übrigen hatte er mit letzteren einige Schwierigkeiten mit den
          Behörden…Sogar Bio Dennree hat einen 4000ha Betrieb gekauft mit Tierproduktion.Was sagen Sie nun dazu Stadtmensch? Marktwirtschaft macht auch vor der LW nicht halt…

          1+
          • firedragon sagt

            Herr Bothe,
            keine Ahnung, wie es bei Euch ist… bei uns kannst du dir – wenn du dein Geld ausschließlich mit Ackerbau verdienst – keinen bestehenden Betrieb mal eben so kaufen.
            Sieht natürlich ganz anders aus, wenn du andere lukrative Einnahmequellen hast (Bauplätze, Erbschaft, verdammt gut bezahlten Job o.ä.).

            1+
            • Christian Bothe sagt

              Ja, das wollte ich damit sagen.Die Finanzierung und Kauf eines solchen Betriebes ist eben nur durch Unternehmen wie Dennree, Aldi und anderen Investoren möglich in seiner Gesamtheit.Eine Zerschlagung ist die andere Möglichkeit und das haben wir durch die Treuhand zur Genüge erlebt.

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              • firedragon sagt

                Das ist wichtig auch mal so klar zu schreiben.
                So verstehen Personen, die das Einkommen der LW weit höher einschätzen, als es tatsächlich der Fall ist, warum es einem „normalen“ LW nicht möglich ist, große finanzielle Sprünge zu wagen oder gar ganze Betriebe zu kaufen.
                (immer schauen, woher das Geld kommt)

                2+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin, ist es im Rheinland schon so kalt, das Ihr Glühwein in solchen Mengen trinkem müsst???

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        • firedragon sagt

          Oh… jetzt weiß ich, was ich vergessen habe.
          Danke, dass Du mich erinnert hast Brandenburgbauer.

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      • Paulus, nicht dass sich die kommenden Windräder hinter dem Gartenzaun noch als Miesmacher entpuppen 😉 Oder ist das ausgeschlossen?

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        • Paulus sagt

          Keine Angst liebe Lady, solange der Bröckelreaktor in Thiange noch in Betrieb ist werden hier keine Windmühlen aufgestellt. Und wenn da mal wieder ein neuer Riss auftaucht wird halt der Schlosser aus dem Dorf bestellt. Der zieht eine Schweißnaht und schon läuft das Ding wieder. 🙂

          3+
      • Ottmar Welker sagt

        Bei der FDP heutzutage kann ich ihnen nur zustimmen.
        In BW ist die erstmals gewählte Frau Reich- Gutjahr Umweltexpertin und hat bei der Nitratproblematik die Landwirte, auf Grund eines Artikels, der vor ihrem in der Stuttgarter Zeitung stand, sehr umworben.
        Peter Sell von hessischen Landesamt für Naturschutz war an Gutachten beteiligt und die Behörden in BW bemängelten, dass vertrauliche Unterlagen aus BW verwertet wurden, bei neuen Einschätzungen über Nitrateinträge.
        Die Kläranlagen hatten früher (70iger Jahren) anfänglich eine Reinigungsstufe eingespart und Phosphate z. B. nicht erfasst und anderes. Das war altbekannt und die FDP nahm die Behörden jetzt als Verursacher statt Landwirten als falsch beschuldigte in Schutz.
        So maßregelnd wie sie das tat, hilft den Landwirten nicht. Auch schon bei der Wahlwerbung 2016 war sie im persönlichen Gespräch unglaublich rechthaberisch.
        In den 80igern wurde vom Landwirtschaftsamt Rottweil und dessen Leiter sehr eindringlich anwesende Landwirte gewarnt Güllebehälter zu klein beizubehalten und zügig auszubauen.

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          • Ottmar Welker sagt

            meine Antworten als Beiträge gehen irgendwo an einen Platz, wo sie gar nicht hingehören statt auf den Beitrag Paulus vom 19. November 2019.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ok, verstehe…das Format ist etwas unglücklich, das finde ich auch. Man findet etliche Beiträge nicht wieder oder sie werden nicht richtig zugeordnet und verlieren den Bezug.

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    • Christian Bothe sagt

      Bitte informieren Sie sich genauer darüber, was bei Kliem läuft,sage ich als Thüringer!

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      • Ottmar Welker sagt

        Ein FDP Abgeordneter bereits in Rente besucht mit mir einmal die Vorlesung oder Vortrag von Professor Günther Kahnt und störte und widersprach, worauf er ( Einer dem vor einem anderen Sachsen- Prof. Heiland Bonn den Vorzug bei der Berufung gegeben wurde ) ihn hinauswarf.
        Später lud ich jenen in die Pflanzenernährung zum Gespräch in mein Arbeitszimmer ein und es ging dabei um Biogas als Energieerzeugung.
        Kahnt hat mich später selbst einmal fast bekniet einem neu gegründeten Betrieb für nachwachsende Rohstoffe beizustehen, fast kostenfrei.

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  10. fingerphilosoph sagt

    Ich nehme mir nur mal einen einzelnen Satz auf der gelben Karte vor, ohne mir das Video angeguckt zu haben.

    Zunächst fällt mir auf, dass die Leute, die in der Automobil-Industrie arbeiten und in den Kohlesektoren unterwegs sind, nicht in einem Nebensatz näher beschrieben werden. Warum nicht: die Automobil-Arbeiter, die sich vor dem E-Auto in die Hose machen? Oder: die Kohle-Arbeiter, die furchtsam auf den Windstrom schauen? Nein, es sind nur die konventionellen Landwirte, die Angst haben vor zuviel Umwelt.

    Menschen, denen man von vornherein Angst unterstellt, macht man durch diese Zuschreibung klein. Leute, die Angst haben, sind mutlos, schreckhaft, nervenschwach, zaghaft, kleinmütig … wie auch immer. Leute, die Angst haben, nimmt man nicht für voll. Man behandelt sie nachsichtig wie Kinder. Oder alte Tantchen. Oder so ähnlich.

    Und wovor haben die konventionellen Landwirte denn nun Angst? Vor zuviel Umwelt.
    Häh? Geht’s noch? Man kann Angst haben vor Erdbeben, Tsunamis, Inflation, Überbevölkerung … aber vor zuviel Umwelt? Umwelt ist ein relativ abstrakter, unanschaulicher Begriff, der nicht viel aussagt. Leute, die Angst haben vor zuviel Umwelt sind im Grunde … absonderlich, verschroben, lächerlich. Wie auch immer.

    So entpuppt sich dieser eine Satz, der oberflächlich so freundlich, entgegenkommend und verständnisvoll klingt, als Herabwürdigung, Respektlosigkeit, Arroganz. Zumindest in meinen Augen.

    Ich könnte mit der Interpretation noch weiter machen, aber ich denke, das reicht schon,
    um zu verdeutlichen, das mittels Sprache nicht nur Sachverhalte ausgedrückt, sondern auch noch ganz andere Botschaften transportiert werden.

    18+
    • Das halte ich für überinterpretiert. Fakt ist: Wirkliche Arbeiter gibt es kaum noch, diese machen in der Kohle- und Automobilindustrie nur einen Teil aus, decken aber nicht alle dort Beschäftigten ab. Von den Zulieferern und der vor- bzw. nachgelagerten Produktion wie Kohlekraftwerke etc. ganz zu schweigen.

      Die Rede richtet sich auch nicht an konventionelle Landwirte, sondern an Grüne und deren Vorurteile. Und dann reicht es völlig, konventionelle Landwirtschaft in den Zusammenhang zu Umweltschutz zu stellen … jeder Grüne weiß genau, was er dann denken soll!

      Bote – Botschaft – Empfänger …

      Man kann immer irgendwas rumdeuteln. Fakt ist: Er hat was geäußert, was bislang als gefühlt unaussprechlich galt. Und das ist nicht zuletzt auch danke Bauer Willi und all derer, die der Landwirtschaft eine Stimme geben wollen (den Bauernverband zähle ich nicht dazu), erst möglich geworden.

      4+
      • „So entpuppt sich dieser eine Satz, der oberflächlich so freundlich, entgegenkommend und verständnisvoll klingt, als Herabwürdigung, Respektlosigkeit, Arroganz. Zumindest in meinen Augen.“ Excact so ist es, keinesfalls überinterpretiert. Unterschwellige Arroganz zieht sich durch die ganze Rede, frei nach dem Motto: wir sind so unfehlbar in Sachen Weltenrettung unterwegs, wir können es uns sogar leisten, mit anderen zu reden und uns ihre falschen Argumente anhören. Ungefähr so, als würde ein Fussballtrainer seiner Mannschaft sagen, ach lasst doch die andern auch mal an den Ball, sonst spielen sie womöglich nicht mehr mit….

        11+
        • Elisabeth Ertl sagt

          Man kann es so sehen. Aber was bringt es, durch diese Brille zu blicken? In einem Spruchbrevier habe ich den Satz gefunden: „Man muss von den Menschen groß denken. Man zieht den Helden in ihnen groß, wenn man ihn vertrauend anruft“. Man muss diesen Mann jetzt beim Wort nehmen, egal, ob er es so konstruktiv gemeint hat oder nicht.

          1+
    • fingerphilosoph sagt

      @ Christian Suhr

      Wenn Habeck gesagt hätte: … konventionelle Bauern, die um ihre Existenz Angst haben … , eventuell auch noch … die Angst vor der Zukunft haben …. dann könnten wir diskutieren.

      Aber Habeck hat gesagt: …. konventionelle Bauern, die Angst vor zuviel Umwelt haben …
      Das sagt etwas ganz anderes: „zu viel Umwelt“ gibt es nämlich nicht, auch nicht “ zu wenig Umwelt“. Damit werden konkrete, berechtigte Ängste wie Existenzverlust, Überregulierung und worüber hier sonst diskutiert wird als etwas Irrationales, Unsinniges, Lächerliches abgetan. Und das ist in diesem Kontext garantiert kein Zufall. Sondern eine Frechheit. Meine Meinung.

      Und Habeck wählt seine Worte immerhin so sorgfältig, dass der die Bio-Bauern ausspart. Das ist in diesem Kontext auch kein Zufall.

      Ich bin der Meinung, man sollte genau hinhören, was die Leute so sagen, besonders Politiker, zu deren Job es gehört, Sprache als Waffe, Beruhigungspille, Manipulationsinstrument, wie auch immer, zu verwenden.

      14+
    • firedragon sagt

      fingerfilosph,

      den Satz, den Du Dir rausgepickt hast, der kam bei mir in keinster Weise oberflächlich, freundlich, entgegenkommend oder gar verständnisvoll an. Ganz im Gegenteil !

      „…die konventionelle LW, die Angst hat vor zu viel Umwelt…“ ist in meinen Augen blanker Hohn ! – also bitte Herr Habeck, was bezwecken Sie mit dieser Aussage ??

      4+
      • Brötchen sagt

        Firedragon, vielleicht sollten wir doch etwas runterfahren.
        Ja er hat es so gesagt, vielleicht sollte man auch den „guten Aspekt“ darin sehen und nicht nur den Schlechten.
        Vermute er hat das schon mitbekommen.
        Heute da alles mitgeschnitten und dokumentiert wird, darf man eigentlich nichts mehr sagen, was nicht vorher auf einem Blatt Papier stand und gegengelesen wurde.

        Diese Aspekt muss man auch beachten.

        An ihren Taten sollt ihr sie messen…..lautet doch so ein Bibelspruch ( sagt ein Ungetaufter).

        3+
        • Reinhard Seevers sagt

          Tja, da ist jetzt ganz viel Interpretationsspielraum…die Worte, die nicht gesprochen wurden sind wichtig. Soll man ihn nicht beim Wort nehmen? Soll man ihn nicht ernst nehmen? Jede Rede eines Politikers wird so oder so interpretiert. Wenn er zur Tat schreitet, kann es zu spät sein und man wird fragen: Habt ihr nicht gehört, was er gesagt hat?

          4+
          • Brötchen sagt

            Sicher ist das auch ein wichtiger Aspekt, deswegen wäre direktes Nachfragen wichtig. Die Chance müsste man ihm geben.
            Man soll ja nicht gleiches mit gleichem vergelten 😉

            2+
        • firedragon sagt

          Hallo Brötchen,

          ich bin ganz ruhig.
          Herr Habeck scheint vergessen zu haben, welchem Berufszweig er Angst unterstellt.
          Äh … wir arbeiten in und mit unserer (Umwelt) Natur, hat er das vergessen, warum also bitteschön sollten wir uns vor ihr ängstigen ?
          Er hätte sagen können, die Betriebe (und zwar alle) haben Angst, da sie nicht wissen, in welche Richtung und welchem Umpfang die Regierung in Sachen „Schutz“ will und wie das bitteschön zu finanzieren ist , bzw. auf wessen Kosten, irendein gearteter Schutz, das Ganze geht.
          Aber wie Herr Suhr schon festgestellt hat, die LW war nicht der Adressat dieser Rede.

          2+
          • Brötchen sagt

            Firedragon ich vermute mal, er wollte Umweltauflagen sagen.

            Wörtlich ausgelegt:

            Bei uns jaulen die Berliner schon im Radio rum, wenn drei Tropfen Regen fallen, oder drei Schneeflocken fallen. Die Radfahrer sind mit Gesichtsmaske unterwegs, als ob sie die Arktis durchqueren wollen, aber den LW Angst vor der Umwelt unterstellen wollen ;)..

            4+
            • firedragon sagt

              Okay Brötchen,
              ich „hacke“ nicht mehr weiter, habe meine Ansicht geschrieben und damit ist es für mich gut 🙂

              1+
            • Ferkelhebamme sagt

              Ja, Brötchen: Was so eine kleine Silbe ausmacht: von Toleranz zur Demütigung. Ich persönlich fühle mich durch diesen kleinen Nebensatz sehr vor den Kopf gestoßen. Was für eine erniedrigende Unterstellung. Sollte dem Profi wirklich aus Versehen so ein Fauxpax unterlaufen sein? Ich bleibe bei einem gesunden Mißtrauen…

              5+
        • also dann will er sich mit Konv.-LW befassen , um deren Sorgen zu verstehen, sonst kann er nicht mitreden, mitdiskutieren!

          Darauf muß er festgenagelt werden!

          2+
    • fingerphilosoph sagt

      Toleranz ist nicht mit Akzeptanz zu verwechseln. Tolerant ist man, wenn man nicht dran denkt, sein eigenes Wertesystem, das man für wahr und richtig hält, zu hinterfragen, aber aus Gründen des Friedens, der Humanität oder der Pflege des eigenen Selbstbildes die Gegenpartei ruhig ihre Meinung äußern lässt.
      Toleranz geht nicht so weit, sich mit der Kritik oder den Argumenten der Gegenseite ernsthaft auseinanderzusetzen. Wenn jemand einsieht, dass die Argumente der Gegenseite womöglich berechtigt sind, sagt er eben gerade nicht, dass er deren Argumente toleriert. Sondern er sagt, dass was dran ist an dem, was die Anderen sagen. Oder so was in der Art.

      3+
      • Paulus sagt

        Fi-phil. warum kommst du nicht zum Punkt? Toleranz und Akzeptanz sind relativ hohle Begriffe. Ich habe die Meinung anderer zu respektieren! Egal wie quer mir diese erscheint. Nur darauf kann man im Sinne eines Disputs oder fruchtbarer Diskussion aufbauen. Jetzt komm mir bitte nicht mit philosophischem Geschwurbel a la Sloterdijk, es würde mich überfordern. 🙂

        2+
        • fingerphilosoph sagt

          Mann, Paulus. Habeck macht u.U. den nächsten Bundeskanzler. Da gehts nicht nur drum, ob er die Meinung der Konvi-Landwirte respektiert, sondern ob er bereit ist, ob er bereit ist, die Meinung der Konvi-Landwirte in seinem Regierungsprogramm zu berücksichtigen. Um das zu kapieren, muss man nicht Philosoph sein, dafür lang auch ein Ingenieursstudium.

          1+
          • Christian Bothe sagt

            Fingerphilosoph, das mit dem BK Habeck soll wohl ein Witz sein…Kann mir gut vorstellen, wenn Habeck mit Trump, Putin oder dem türk. Präsidenten spricht.Ob die den überhaupt einladen, einen Kinderbuchautor und Philosophen?

            0
  11. Jan Wreesmann sagt

    Naja, das ist das Prinzip Partizipation. Wurde in der Entwicklungszusammenarbeit auch lange – und vermutlich noch immer – praktiziert. Das geht ungefähr so: Wir, die Deutschen oder Europäer, wissen genau was ihr armen in Afrika braucht. Also kommen wir mit fertigen Lösungen, mit unseren Ideen und Methoden. Und damit ihr alle mitmacht, machen wir vorher ein paar Konferenzen hören euch zu und machen es dann doch wieder so, wie wir es für richtig halten.
    Der Satz mit der Angst vor zu viel Umwelt zeigt doch, dass Herr Habeck und die Grünen genau Bescheid wissen und die Bauern nur tumbe Schafe sind, die der Chemie-Industrie hinterher Laufen.
    Vielleicht ist er ja auf dem richtigen Weg. Aber für echten Dialog muss er noch ganz schön weit laufen.

    5+
  12. Obstbäuerin sagt

    Ich hab die Ohren auch ganz weit aufgemacht, als ich das gehört habe. Das ist eine deutliche Ansage: ICH MÖCHTE KANZLER ALLER BAUERN SEIN. Inzwischen wird ihm klar geworden sein, dass Bio nicht zu 100% geht, selbst 30% nicht finanzierbar sind und da muss man halt umschwenken. Allerdings denke ich nicht, dass damit die Akzeptanz der konventionellen Landwirtschaft gemeint ist, sondern ihre Duldung gepaart mit weiteren Auflagen und Mittelentzug.

    10+
    • Mal konstruktiv:

      Vielleicht ist auch eine Ökologisierung der Landwirtschaft angedacht, bei der die Landwirte einfach mitgenommen werden und die nötige Unterstützung dabei erfahren?

      Ich könnte auch sagen: Wenigstens kam auch von Grünen wiederholt sowas wie die Weidetierprämie … abgelehnt von CDU, FDP und Co., die meinen, wenn man Wölfe abknallt, würde das wirtschaftlich schon helfen … als wäre der Wolf für Jahrzehnte Fehlpolitik verantwortlich.

      2+
      • Brötchen sagt

        „Vielleicht ist auch eine Ökologisierung der Landwirtschaft angedacht, bei der die Landwirte einfach mitgenommen werden und die nötige Unterstützung dabei erfahren?“

        Das suggeriert, als ob jemand eine Lösung hätte und die LW passiv wären.
        So ist das aber nicht, die LW wollen schon, es ist eben nur nicht so einfach unter den Rahmenbedingungen. Die die wirklich wollen bekommen auch nur Knüppel zwischen die Beine geworfen mit unsinnigen Vorschriften.

        Meines Erachtens gibt es keine Lösung, jedenfalls keine Lösung für die Mehrheit.

        1+
      • Obstbäuerin sagt

        Es gibt aber nicht nur die ABL, die die Weidetierhalter vertritt und explizit diese. Für uns Obstbauern bedeuten die Forderungen der Linken, der Grünen und der SPD das unnötige Ruinieren eines Zweiges der modernen Landwirtschaft, ohne das es eine bessere Alternative für Alle gibt.

        3+
  13. bauerhans sagt

    Robert ist ein „smart guy“ und kommt an.
    in möglicher regierungsverantwortung sieht das dann wieder ganz anders aus,siehe Joschka Fischer.

    3+
    • Den Vorwurf können Sie allerdings jeder Partei machen von wegen in Regierungsverantwortung handelt man anders, als vollmundig vor Wahlen versprochen wurde 😉

      1+
      • Obstbäuerin sagt

        Da muss ich Ihnen recht geben, Herr Suhr, während die Linke und die Grünen uns unterstützt haben, bevor sie letztes Jahr an die Macht kamen, entziehen sie uns jetzt durch eine Änderung der Sondernutzung die Möglichkeit für unseren Betrieb, mit regionaler Direktvermarktung zu überleben.

        2+
      • Arnold Krämer sagt

        Deshalb begegnet man Politikern jeder Couleur auch mittlerweile mit mehr oder weniger großem Mißtrauen.
        Denn ein wesentlicher Grundsatz zur Vertrauensbildung zwischen Menschen lautet: „Meinen, was man sagt und auch so handeln“.
        Und was die Qualität politischen Handelns angeht, noch ein Merksatz aus dem Wirtschaftsleben:
        Qualität ist das „Gehaltene“ und nicht das „Versprochene“.

        5+
  14. Ludwig Wreesmann sagt

    Er sagt ja nur, das er uns zuhören will. Von verstehen oder gar akzeptieren ist nicht die Rede.
    Wie so oft, wenn mit NGO’s oder Grün diskutiert wird: „Können wir gern machen, ihr müsst allerdings unsere Position übernehmen.“

    9+
    • Machen doch Bauernverband, Agrarindustrie mit Forum Moderne Landwirtschaft und IVA etc. genauso?! Meine Meinung oder keine Meinung, sonst kein Dialog … Da aber Bauernverband und Co. mit wachse und weiche seit Jahrzehnte ihre Chance hatten und es nicht besser geworden ist, würde ich mal mutmaßen, daß der Weg der falsche war.

      Daß auch Bio nicht das Maß aller Dinge ist, ist auch klar! Doch ein weiterso ginge einher mit Höfesterben, denn das gab es auch ohne Umweltauflagen, da es eine Frage wirtschaftlicher Wertschätzung immer schon war.

      Anders gesagt: Selbst wenn Landwirte null Auflagen hätten, ändert das nichts am Unterbietungswettkampf am Weltmarkt, wachse oder weiche, Ellenbogenmentalität, Marktmacht von Verarbeitern und Handel … jede Produktivitätssteigerung würde eh wieder eingepreist werden … und wer nicht mithalten kann, muß weichen … (aktuell über 50% Landwirte im Nebenerwerb!).

      3+
      • Reinhard Seevers sagt

        Suhr: „… jede Produktivitätssteigerung würde eh wieder eingepreist werden … und wer nicht mithalten kann, muß weichen …“

        Genau deswegen ist ja auch das System das Problem. Und das System wird nicht durch Änderung eines Teilbereiches ausgehebelt. Deshalb sage ich ja schon seit Jahren, dass Landwirtschaft und globaler Handel nur funktionieren, wenn der Staat lenkend eingreift. Das hat er u.a. durch Subventionen und Förderung getan. Damit wurde abgepuffert, was eh unumgänglich ist, der Wettbewerb und der damit verbundene Wandel. Es wurde Zeit gekauft.
        Nun entdecken alle plötzlich, dass das was in der Landwirtschaft passiert eben auch auf alle weiteren Wirtschaftsbereiche zutrifft. Wenn wir also die Landwirtschaft abkoppeln und schauen wo das hinführt, wird es ein Beispiel für andere Bereiche?
        Es wird Zeit, dass die gesamte Gesellschaft merkt, wie sie dem Mammon Geld und damit dem Kapitalismus hinterherläuft und sich im Hamsterrad zu Tode strampeln….
        Landwirtschaft kann derweil noch zum Überleben beitragen, indem sie das Volk so lange mit Nahrung versorgt.:-)

        3+
  15. Elisabeth Ertl sagt

    Ich glaube ganz einfach, es ist die Frucht jenes Gespräches, das Du mit ihm gesucht hast, Willi! So befremdlich es klingt, ich denke, für diese Leute ist es weltbildverändernd, wenn einer, der anders denkt als sie, sich nicht als verkappter Nazi oder als schnöder Kapitalist entpuppt, sondern als kritischer Denker, als potentieller Partner. „Angst vor zu viel Umwelt“ ist eh schon wieder eine tendenziöse Formulierung, mit der er seine eigenen Leute bei der Stange hält.

    6+
    • Brötchen sagt

      Sehe ich auch so, wird nicht nur dieses Gespräch sein. Die Grünen haben ja auch recht schnell gemerkt, das Frau Peters und Frau Göhring Eckhard nicht unbedingt gut ankommen beim Publikum.
      Das die Wirtschaft nicht gerade gut läuft und die Energiewende stockt hat auch ein Habeck mitbekommen.
      Die Grünen, sind was Kommunikation betrifft nicht schlecht.

      4+
  16. Sabine sagt

    Ich hoffe, dass es heißt, dass sich die Grünen auch bald aufmachen und sich mit den Leuten zusammen setzen, die das Land bewirtschaften, dass sie so dringend schützen möchten.
    Ich finde es schon etwas merkwürdig, dass die CDU geradezu in Lichtgeschwindigkeit Höfe und in Ställen findet, um mit Bauern zu reden. Wo sind die anderen Parteien? Wo sind die Grünen?
    Ich hätte erwartet, dass Herr Habeck als erster bei Thomas Andresen bzw. Landschaft schafft Verbindung auf der Matte steht.
    Es wird interessant sein zu sehen, wer in den nächsten Wochen alles ein auf Facebook den Muhvieh-Star gibt und was daraus wird.

    5+
    • Bauer Willi sagt

      Ja, das hat was. Verbal dreht sich derzeit einiges. Selbst die NGO wollen jetzt nicht nur die Bienen retten sondern auch die Bauern. Ich will aber von einer NGO nicht gerettet werden…

      10+
      • bauerhans sagt

        der obergrüne hier wohnt neben meiner fläche,ich hatte ihm damals das statement von E.Niemann geschickt:“empfehlung,den dialog mit den bauern zu suchen“.
        hab aber nix weiter gehört.

        3+
        • Brötchen sagt

          Wenn man es sich richtig überlegt, ist das eigentlich in der Formulierung schon eine gewisse Frechheit gnädigerweise dem Gegner ein Rederecht einzuräumen.
          Das ist verräterisch und lässt tief blicken, welches Demokratieverständnis da wirklich vorherrscht.
          In Bezug zur Thüringenwahl hat er schon mal so was ähnliches geäussert.

          7+
          • „Wenn man es sich richtig überlegt, ist das eigentlich in der Formulierung schon eine gewisse Frechheit gnädigerweise dem Gegner ein Rederecht einzuräumen. “

            So kommt es mir auch vor.
            Und wenn die Grünen schon erst mal Toleranz einüben müssen, wird mir etwas mulmig. Toleranz also Duldung einer anderen Meinung sollte doch wohl selbstverständlich sein. Immerhin erkennt er , dass die Grünen damit wohl ein Problem haben…
            Davon, dass andere Meinungen auch Respekt verdienen und auf der Suche nach einer Lösung helfen können, hat er nichts gesagt.
            Sondern , siehe oben die Aussagen von fi-phi, durch den Begriff Angst gleich suggeriert, dass es hier eher um Befindlichkeiten/Emotionen geht.

            3+
        • Bauer Willi sagt

          Hans, das kenne ich. Wenn es einem nicht in den Kram passt oder man keine Argumente hat, einfach nicht reagieren.

          5+
      • Sabine sagt

        Ich fühl mich leider sehr an Rheinhausen erinnert. Was hat man da von Parteienseiten nicht alles an Solidaritätsbekundungen gegeben. Ja, ja, wenn die Ruhr brennt, dann brennt auch der Rhein… Die Zechen sind zu. Das einzige was noch läuft sind die Pumpen, die verhindern, dass dort eine Westdeutsche Seenplatte entsteht. Die mit Recht gut bezahlten Jobs sind, wenn überhaupt, durch oft weniger sichere und sehr viel schlechter bezahlte Dienstleistungsjobs ersetzt und in Oberhausen bröckelt schon die Neue Mitte. Das die Zeiten von Shopping-Centern schon gezählt waren, als man dort den ersten Spatenstich tat… nun, hätte man wissen können. Aber nun gut. Every generation got its own disease.

        2+
  17. Reinhard Seevers sagt

    Ich mag seine „laute“ Rhetorik nicht sonderlich. Es wirkt für mich immer etwas fatalistisch. Ich habe das Gefühl, dass er nach der Macht strebt und nach außen Verständnis für „die da unten“ heuchelt, um Macht zu bekommen. Ich glaube, dass er ein höheres Ziel hat.
    Vielleicht hat man ihm auch signalisiert, dass man Grün wählen würde, wenn die einfachen Menschen keine Angst vor ihnen haben müssen. Und nun versucht er sie einzufangen, dann können viele sagen; die sind gar nicht so schlecht und man muss ja auch was machen gegen die Umweltzerstörung…..eine leicht verfängliche Strategie.
    Wenn ich 25 Jahre alt wäre, würde ich ihm folgen, glaube ich.

    1+

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