Jahr: 2022

Interview mit Misereor (Teil 2)

Im zweiten Teil des Interviews geht es um die Themen und Fragen: Steuer auf Fleisch, Dünger und „Pestizide“? Fleischverzehr von Hunden und Katzen Edle Teile  aber kein „Nose to tail“ Ein Missverständnis was Dünger- und Energieimporte angeht Haber-Bosch und 8 Milliarden Menschen werden satt Mehr Bio-Anbau? Mehr Importe? Und Urs Niggli dazu Und dann wieder das Problem, wie die Ernährungswende freiwillig erreicht werden soll Gemeinsame Zweifel, dass die Ziele der Regierung erreicht werden Und nach 20 Minuten hat sich die Kamera dann ausgeschaltet…   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Fragen an Misereor

Am 30. August 2022 habe ich ein Gespräch mit Herrn Wolter, zuständig für Landwirtschaft bei Misereor, geführt. Misereor hat gemeinsam mit Greenpeace eine Petition gestartet, die bei mir viele Fragen aufgeworfen hat. https://www.misereor.de/petition-kein-essen-in-trog-und-tank https://act.greenpeace.de/kein-essen-in-trog-und-tank Hier der erste Teil des Interviews (etwa 20 Minuten) Unten die Themen: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Die Themen und Fragen des ersten Teils: welche Gründe haben zu dieser Petition geführt soll  jetzt Getreide in die armen Länder exportiert werden oder nicht (Ernährungssouveränität) Beimischung von Bioethanol und Biodiesel zurückfahren, wie? Was ist mit Biogas? Warum wird darüber nicht gesprochen? 60% Getreide im Futtertrog und warum die Zahl erläutert werden muss Abbau der Tierhaltung und Reduktion Fleischkonsum. Wie soll das praktisch gehen? Das Video bricht aus technischen Gründen abrupt ab. Im zweiten Teil steigen wir hier aber wieder ein.      

Reisen bildet

Am Mittwoch war ich auf einer Veranstaltung in Venlo. Eingeladen hatte das deutsch-niederländische Interreg-Projekt „Circular Bio“ zu einer Exkursion in die „Insect School“. Vorher gab es eine Einführung zum Thema „Insektenzucht und deren Verwendung“, wobei aktuell nur der Schwarzen Soldatenfliege größere Bedeutung zukommt. Die Larven wachsen auf Lebensmittelabfall, werden anschließend getrocknet und dann in die Fraktionen Öl und Mehl zerlegt. Die Produkte finden heute ihren Absatz in der Kosmetik-Industrie und im Haustierfutter. Die Larve selbst wird nicht als Ganzes verzehrt. Von den 35 Teilnehmer der Exkursion waren einige deutsche Landwirte dabei, die eine Alternative zur Schweinehaltung suchen. Die Stallungen wären nach einem Umbau durchaus dafür geeignet. Der Eigentümer der „Insect school“ war sehr offen. Keine Frage blieb unbeantwortet. Hier seine Homepage: https://www.insectschool.com/ Was mir bei dieser Veranstaltung klar geworden ist: Bevor man investiert und produziert muss zuerst klar sein, wer der Kunde ist. Um rentabel zu sein, ist eine gewisse Größe unabdingbar Wer meint, dass man sich in diesem Markt erst am Anfang befindet, der irrt Im Markt der verzehrbaren Insekten tummeln sich auch die …

Mainstream-Wissenschaft?

In der Wochenzeitschrift „Spiegel“ wurde neulich ein Interview mit Harald Grethe, einigen bekannt als Agrarökonom, der einige Jahre Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirat Agrar (WBA) war, veröffentlicht. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/klimaschutz-in-der-landwirtschaft-muessen-viel-weniger-fleisch-und-milchprodukte-produzieren-und-essen-a-21175c9d-188d-4442-99c8-10479aa4d259 Die Überschrift passt nicht ganz zum Inhalt des Gespräches.  Herr Grethe geht auf die Borchert- und Zukunftskommission ein und bemängelt, dass die derzeitige Regierung zwar verbal den Ergebnissen dieser beiden Arbeitsgruppen zustimmt, in der Realität aber nichts unternimmt, die empfohlenen Maßnahmen umzusetzen. Er befürchtet, dass dadurch die Glaubwürdigkeit in die Politik nicht nur bei den Landwirten, sondern auch bei den Naturschützern, die Teilnehmer der ZKL waren, leidet. Mein persönliches Fazit: auch wenn es zunächst danach aussieht: es ist keine Mainstream-Wissenschaft

Paul, der Hund vom Bauernhof

Heute mal nichts Politisches sondern etwas für Kinder. Die I.M.A. hat ein weiteres, sehr gelungenes Kinderbuch mit Paul, dem Hund vom Bauernhof herausgegeben. Hier die Pressemitteilung: pm_paul_der_hund_220824 Bisher wurden schon über 20.000 Exemplare abgegeben. Es gibt auch eine eigene Internet-Seite: http://www.paul-der-hund.de/ Da soll mal einer sagen, für die Landwirtschaft würde nichts getan… Bestellen kann man das Kinderbuch hier: https://ima-shop.de/    

Özdemir und die Dürre

Es gibt einige erstaunliche Erkenntnisse, die Herr Özdemir im Interview mit der FAZ äußert. Leider ist für mich als Landwirt nichts dabei, dass mich hoffen lässt. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/cem-oezdemir-im-interview-ueber-die-klimakrise-und-duerre-18271679.html? Übrigens habe ich mal gezählt, wie oft Cem Özdemir beim Erntebericht 2022 das Wort „Klimakrise“ verwendet. 14 mal in 16 Minuten. Der Begriff „Bauer/Landwirt“ kommt 5 mal vor. Das Video wurde bis Montag abend 29.8. um 22 Uhr 283mal aufgerufen. So viele Menschen interessieren sich also für die Ernte 2022. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Keine Spenden für Misereor

Ein Gastbeitrag von Jürgen Donhauser Als Ständiger Diakon mit Zivilberuf Landwirt in der katholischen Kirche hat mich diese Nachricht in den letzten Tagen erreicht – aber ehrlich gesagt nicht besonders überrascht. Der Schweinehalter Johannes Scharl rief dazu auf, kein Geld mehr an Misereor zu spenden. Warum? Die katholische Hilfsorganisation Misereor hat derzeit – zusammen mit Greenpeace – eine Petition mit den Namen: „Kein Essen in Trog und Tank“ veröffentlicht und ruft zum Unterschreiben auf. https://www.misereor.de/petition-kein-essen-in-trog-und-tank Landwirt Scharl ist schon leidgeprüft, denn er befindet sich mit seinem Betrieb in der Diözese Eichstätt, die sich in der Vergangenheit schon mehrmals mit Unkenntnis und pauschalen Verunglimpfungen gegen die konventionelle Landwirtschaft hervortat. Dass aber nun eine katholische Hilfsorganisation gemeinsame Sache mit der Kampagnen-Organisation Greenpeace macht, hat eine neue Qualität. Es sind zwar beide professionelle Spendensammler, aber zumindest bei Misereor unterstellt man als Katholik noch hehre Ziele, von denen man bei Greenpeace definitiv nicht ausgehen kann. Die jetzt von Misereor vorgebrachten Argumente in der Petition negieren die Fakten und basieren auf Populismus. Hier die offensichtlichsten Widersprüche: 1. In der Vergangenheit …

Aktuelles aus dem Feld

In den letzten 30 Tagen hat es genau 9 mm geregnet. Und es war heiß, sehr heiß. Und auch heute, 26.8.2022, haben wir wieder nichts abbekommen. Trotzdem säen wir die Zwischenfrucht. Irgendwann wird es ja mal regnen und dann liegt das Saatgut schon im Boden. Ob wir Raps säen können ist noch ungewiss. Wenn es weiter nicht regnet, ist das sehr fraglich. Hier einige Bemerkungen zur derzeitigen Situation: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren    

Hamstern für den Blackout

Mittlerweile rechnen viele damit, dass es in nächster Zeit zu einem Blackout über längere Zeit kommen könnte. Was die Bundesregierung in einem solchen Fall empfiehlt, kann man hier nachlesen. https://www.focus.de/wissen/blackout-diese-ausstattung-empfiehlt-die-bundesregierung-fuer-einen-grossen-stromausfall_id_133097039.html? Wir haben für unseren Hof Anfang Februar, also vor dem russischen Angriff auf die Ukraine, ein Notstromaggregat bestellt. Die Lieferung war für April  vorgesehen. Die für die Installation beauftragte Firma kann mir auch heute, Ende August, keinen Termin für die Lieferung nennen.